This is a reproduction of a library book that was digitized by Google as part of an ongoing effort to preserve the Information in books and make it universally accessible. Google books http://books.google.com Google Über dieses Buch Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann von Land zu Land unterschiedlich sein. 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Ungünstige umstände riethen \mir vor dem berge Karmel in der rhede von Haifa, auf den abstecher nach dem nur noch sieben stunden ent- fernten bestimmungsorte zu verzichten . Da ward denn bald, gleichsam zum tröste für den gescheiterten plan, der entschluss gefasst, vorliegen- des werk in angriff zu nehmen . Der leser erhält eine Übersicht der geographischen litteratur von Palästina in einer ausführlichkeit, dass dadurch der grund gelegt wird, auf dem andere weit leichter und fester fortbauen, ein- und anbauen mögen. Meine grundlegung in solchem umfange würde selbst auf einer der reichhaltigsten bibliotheken unmöglich geworden sein, wenn ich nicht, wandernd von land zu land in Europa, sowol zu vielen bücherschätzen zutritt hätte erlangen können, als von wolwollenden , zu dank mich ver- pflichtenden männern in Deutschland und Russland unterstützt worden wäre. Wie ich wesentlich darauf hielt, in Palästina selbst mich genauer umzusehen, auf dass ich in den stand gesetzt werde, eigene Wahrneh- mungen und beobachtungen in meinen Schriften niederzulegen , so war auch mein streben beharrlich dahin gerichtet, dass ich selber die bücher zur hand bekomme, nicht bloss um ihr dasein zu bezeugen, sondern auch um den titel richtig zu schreiben und den werth, wenigstens in beziehung auf Palästina, anzuschlagen. So kommt es, dass neues ans licht gezogen, zweifelhaftes in Sicherheit gebracht, irriges preisgegeben wird. Übrigens bleibt, wie niemand lebendiger davon überzeugt sein kann als es der Ver- fasser selbst ist, immer noch viel zu thun. Kein landeskundiger und litteraturkenner, der mein buch beurtheilen will, wird nicht mängeln be- gegnen; ich darf jedoch , ohne einen schwerem vorwurf der Unbeschei- denheit auf mich zu laden, zugleich behaupten, dass ich jedem, auch dem kundigsten, manches, ich möchte sagen, vieles biete, was ihm bisher dunkel oder unbekannt war. Digitized by t^.ooQLe IV Neben den ergebnissen der autopsie gibt es freilich auch viel kopir- tes. Aus besorgniss, den beamteten und angestellten zu viel mühe zu verursachen, schrieb ich selbst auf den bibliotheken , wenn es sich nur um verschiedene außagen handelte, nicht selten einfach den katalog ab; sogar derjenige zuverlässigerer antiquare musste mir hier und da dienen . Liesen kopien schenke ich wirklich mehr vertrauen als manchen aus den bibliographischen werken, und wenn daraus fehler hierher überschlichen, so wird man mich wol nicht in strengerem sinne verantwortlich machen . La ich seit etwa dreissig jahren für diesen zweig des Wissens thätig war, so entsprang, zu meinem bedauern, eine nicht ganz gleiche behänd - lung , theils weil ich anfangs vorzüglich auf Jerusalem bedacht nahm, theils weil ich immer gründlicher zu werke ging . Eine recht beklagens- werte Ungleichheit ist noch die, dass zumal die zweite abtheilung des buches nicht universell genug aus fiel , indem die deutsche litteratur zu sichtlich überwiegt Ler engländer oder amerikaner , der franzose, italie- ner, Spanier, holländer , Skandinavier, slave u. s. fi mag nicht wenig lücken fühlen. Für ihn wird es indessen ein leichtes sein, einige seiner nazionallitteratur auszufüllen. Immerhin dürften wichtigere werke kaum vermisst, vielmehr manche Schriften weg gewünscht werden. Hingegen war, wo möglich, die durchgängige Verbindung der bibliographie mit der kritik fast einzig in der ersten abtheilung durchaus beabsichtigt, und in der zweiten kommt bibliokritik darum selten vor , weil mir dünkte, dass die produkte der aügenzeugen ungleich grössere aufmerksamkeit verdienen. Ler pater J. Gagarin, S. J., sagt in der wol durchdachten anzeige meines Theodericus (Etudes religieuses, historiques et litteraires. Paris 1865, sept., s. 122): Nous possedons deja plusieurs listes d* ouvrages sur la Terre-Sainte; il s’agirait seulement de les collationner enire eiles, de les completer les unes par les autres , et d’y ajouter quelques notes dans lesquelles on signalerait les diverses editions de chaque ouvrage, et les bibliotheques qui renferment les manuscrits. In wie fern ich die aufgabe löste, mag man nach dem folgenden beurtheilen. Digitized by v^.öOQle ÜBERSICHT DES INHALTES. ' Vorgang in der Übersicht der werke 1 ff. Erste abtheilung. Werke gewiss oder höchst wahrscheinlich von augen- zeugen 5 ff. Zweite abtheilang. Werke von solchen, welche entweder gewiss, oder höchst wahrscheinlich Palästina nicht aus eigener anschauung kennen 207 ff. 4 * Dritte abtheilung. Ansichten und karten. * a. Ansichten 227 ff. b. Karten 232 ff. Register 249 ff. Digitized by v^.ooQle Digitized by t^.ooQLe Vorgang in der Übersicht der werke. Eine Übersicht der quellen zur landeskunde von Palästina gaben unter andern : 1582. Michael Aitsinger. Der ausführliche titel seines buches, wie derjenige anderer Schriften wird später angegeben werden. Er nennt als seine Vorgänger in der beschreibung der Terra Promissionis den Brocardus Mo- nachus (1283), den Joannes Mandeuill (1322), Bredenbachius (1 483), Petrus Apianus (1532), Jacobus patriarcha Ierosolymitanus (1536), Gerardus Mer- cator (1537), Wolfgangus Weyssenburgius (1 542), Tillmannus Stella (1 557), Guilhelmus Postellus (1561 und 1563) und andere. Ich setze in dieser Über- sicht stets das jahr des druckes und zwar dann, wenn mehrere ausgaben vorhanden sind, wo tliunlich, das letzte voran. 1590. Johannes van Adrichom. Seinem Theatrum Terr® Sanct» hängte er hinten ein quellenverzeichniss an, das viel sorgfältiger ausgearbeitet und vollständiger ist als das von Aitsinger. Besonders bemerkens werth ist es, dass derselbe auch mehrere handschriften , wie den Fretellus, benutzte, und er ist heute noch nicht ohne belehrung. 1713. Alphons Lasor a Varea. Universus Terrarum Orbis scriptorum calamo delineatus. Patav. Im 2. theil s. 296 ff. das verzeichniss der autoren über das h. Land, das aber nicht sehr genau ist. Z. B. steht Frebelli (statt Fretelli) Archid. Antioch., de Terr® Sanct® locis. Nach Grässe’s Trds. 4, 115 ist der wahre narne des Verfassers Rafaello Savonarola. 1719. Giovanni Francesco Gemelli (ediz. Venez.). Im 1. bändchen seines Giro del Mondo findet sich vorne ein Catalogo de' Viaggiatori, e delle* loro Opere. Raccolte de’ Viaggi, Viaggi in diverse parti del Mondo, dann auch Viaggi d’Asia und Viaggi della Palestina. 1766. Wilhelm Albert Bachiene. Im 1. th. des 1. bd. sind die hülfe- mittel der erdbeschreibung von s. 1 — 26 angegeben. 1784. Joh. Georg Meusel, Bibliotheca historica, scriptores dePal®stina 2, 70 sqq. Lip&. Gut brauchbar. S. Bitter, 2. ausgabe f 15, 31, Julius Petz- holdt, Bibliotheca bibliögraphica. Leipzig 1866, 774. 1787. Gottlieb Heinrich Stuck, Verzeichniss von filtern und neuern Land- und Reisebeschreibungen. 2. Theil mit vollständigem Realregister. Halle. 8. Darin viel brauchbares. T o b 1 e r , Bibliograpbia. 1 Digitized by t^.ooQLe 2 1790. Johann Joachim Bellermann, Handbuch der biblischen Litera- tur. Erfurt. 8. Im 2. theil die biblische geographie von 6 bis 157. Eine gelehrte, gute Zusammenstellung. 1808. G. Boucher de la Richarderie, Bibliothfcque universelle des Voyages. Paris. Im 4. torne, p. 398 sqq. sind viele pilgerbllcher angeführt. Die namen der autoren stehen manchmal so verschrieben, wie Madgen für Meggen, Sapelruche für Sarebruche, dass sie kaum erkannt werden können. Vgl. 3. Wander. 426. 1811. Chateaubriand. Pariser ausgabe von 1811 (2. ausg.), Intro- duction, second Mömoire, I, LXXV1 sqq. Eine oberflächliche Zusammen- stellung ohne bibliographische genauigkeit, zum theile mit kopiefertiger Wie- derholung von fehlem des Boucher de la Bicharderie. 1823. Ernst Fr. Karl Rosenmüller, Handbuch der biblischen Alter- thumskunde. Im 1. b. s. 6 bis 130 die erkenntnissquellen. S. Ritter 15,23. 1827. Joachim Heinrich Jäck, Taschen-Bibliothek der wichtigsten . . See- und Landreisen. Nürnberg. Im 3. bändchen vorne eine kurze und flüchtige Übersicht der reisen nach Palästina seit 1500 jahren. 1835. H. Berghaus, Memoir zur Karte von Syrien. Gotha. S. 1 bis 21. S. Ritter a. a. o. Auch Marinus Didericus de Bruyn von Utrecht gibt in einem memoir zu seiner karte von Palästina die quellen an. 1845. S. Munk. S. 654 sqq. eine beachtenswerthe , z. b. Chateau- briand streng und gerecht richtende, Note sur-les Voyages en Palestine. 1845. Fr. Arnold. S. unten sub hoc anno sein Zion, 620—622. 1845. Lud. Lalanne, des pMerinages en terre sainte avant les Croi- sades in der Bibliotheque de l’ficole des Chartes. Paris. Im 2. th. (2 öme sörie), s. I sqq. Brauchbar. 1847. X. Marinier. Vorne im 1. band s. VII ff. eine übersieht mit wenigen beachtenswerthen notizen. 1 848. John Kitto, Palestine, the Bible Hist, of the Iloly Land. Lond. IV bis XXIII. Ritter a. a. o. 1850. Karl Ritter. Seine meist kritisch und mit Sorgfalt zusammen- gestellten quellen finden sich sowol 15, 23 bis 81, als auch 16, 302 ff. Ein sehr lehrreiches stück arbeit. 1851. G. H. van Senden. Im 1 . theil, in den Aanmerkingen trifft man von s. 331 an eine Übersicht der Schriften, die von fleiss zeugt. 1853. Vivien de Saint-Martin , les vieux Voyages ä la Terre-Sainte du XIV me et XV me siede, in den Nouvelles Annales de Voyages, 1853. 1, 53; 3, 36. Jahresübersicliten auch in der Ann£e göographique von 1862, 1863, 1864 und 1865. Zu vgl. la Syrie et les Terres Bibliques in der Revue germanique publice par Ch. Dollfus et A. Nefftzer (Paris), 1858, 423 sqq. Alles lesens werth, doch wenig neues. 1854. Laorty-Hadji. Elfte ausgabe 525 sqq. Notice par ordre chrono- logique des Relations de Voyages dans la Terre Sainte, imprimöes ou manu- scrites. Die Übersicht, die vom Bordeauxerpilger bis zum Volney reicht, gewährt einige belehrung. 1856. Eduard Robinson. Im 2. band der Biblical Researches, als Digitized by t^.OQQLe 3 Appendix I, Chronological list of Works on Palestine, Jerusalem, and Mount Sinai, von s. 533 bis 555. Ein vortreffliches, kritisch gediegenes verzeich- niss; allein der Verfasser, wie Julius Petzholdt (Bibliotheca bibliographica. Leipzig 1866. 805) irren sich, wenn sie glauben, dass dasselbe bis zurzeit Breydenbachs und Fabri’s nahezu, wo nicht ganz vollständig sei. Wichtigem werken ist ein stern vorangesetzt. 1857. Alessandro Bassi. In seinem Pellegrinaggio storico e descrit- tivo, l, 233 sqq., steht eine keineswegs umfassende, mithin auch nicht be- friedigende Bibliografia Palestina, die vom 4. Jahrhundert an bis auf Burck- hardt kommt, nach ihm aber nur noch Mislin anführt, und die namen der autoren nicht immer richtig wiedergiebt. 1857 f. Wilhelm Engelmann. Bibliotheca geographica. Verzeich- niss der seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zu Ende des Jahres 1856 in Deutschland erschienenen Werke über Geographie und Reisen mit Einschluss der Landkarten, Pläne und Ansichten . . Mit einem ausführlichen Sach-Register . . Leipzig, W. Engelmann, 1857 f. 8. 2 hälften. Palästina und Jerusalem 118—122, 136—156, 1092, 1094 f. 1858. F. Geisheim. In seinem Locliner (s. sub anno 1435) 54 — 57 eine ergänzung meiner litteratur in der Topogr. 1. 1858. H. Bonar. In seinem Land of Promise, 2. ed., 517 — 525. Der Verfasser gab sich mühe, neues aufzubringen und zu sagen. 1858. H. Jolowicz. Seine Bibliotheca Aegyptiaca, Leipzig, enthält viele Schriften, die auch Palästina angehen. 1858. Lorenz Clem. Gratz. Im Schauplatz s. 618 bis 634 ein ziem- lich ausführliches verzeichniss, hier und da mit kritischen, aber etwas ein- seitigen bemerkungen. S. unten sub anno 1848. 1858. C. W. M van de Velde. Sein Memoir to accompany the Map of the Holy Land enthält s. 7 sqq. ein, wenn auch sehr lückenhaftes, doch sehr beachtenswerthes verzeichniss von Flavius Josephus bis auf Stewart (1857); besonders iu kartographischer beziehung lehrreich. 1859. Titus Tobler. Beiträge zur Litteratur finden sich im 1. buch der Topographie XI ff. und im 2. b. 1007 ff., in der 3. Wanderung 413 ff., auch 361 ff. Ausserdem haben einiges literarische in teresse im ‘Ausland’, 1861, s. 6 ff.: Das heilige Land und die Italiener, 1862, s. 2033 f.: Das heilige Land und die Griechen, in der Zeitschrift ‘ Die Schweiz', 1863: Das heilige Land und die Schweizer. 1860. Karl von Raumer. Das quellenverzeichniss zeugt von einer geschickten auswahl; dazu gute kritische bemerkungen. 1861. Fulgence Rignon, Annales du Commissariat gänäral de la Terre Sainte k Paris, ibi 1861, darin von s. 80 bis 99 Liste des princi- paux ouvrages imprimäs ou manuscrits sur la Terre Sainte. Das verzeich- niss ist theilweise durch Verstümmelung der namen unter aller kritik; doch enthält es auch manches nutzbare oder manchen guten wink. 1861 ff. Julius Petzholdt, Neuer Anzeiger für Bibliographie und Biblio- thekwissenschaft (Dresden), darin sein Verzeichniss einer Sammlung von Reisen ins Heilige Land, 1861, 273 ff., 337 ff. ; 1. Nachtrag 1862, 118 ff., 2. von F. L. Hoffmann das. 120 ff., 141 ff., 183 ff., 244 ff., 285 ff.; 1863, 1* / Digitized by C^ooQle 4 6 ff., 47 ff., 75 ff, 107 ff. Nur s. 108, 109 u. 110, so wie 1866, 253—256 rührt wieder das verzeichniss von Petzholdt her. Das ganze, das 96 seiten zählt, ist zwar nicht umfassend, aber doch reich und lehrreich und in biblio- graphischer beziehung das genaueste. Eine Übersicht der Übersichten gibt J. Petzholdt in seiner Bibliotheca bibl., verweisend auf Raumer (803), E. Ro- binson (804), K. Ritter (807), Tobler (807 f.), van de Velde (809), Petzholdt und Hoffmann (811). 1864. A. v. Noroff. Addition ä la bibliographie de la Terre Sainte, in seiner Übersetzung von Daniers Pölerinage en Terre Sainte, 208 — 217. Das verzeichniss enthält manches neue, und ist besonders durch den eintrag russischer und polnischer Palästinareisen werthvoll. Man darf den Verfasser mit mehr oder minder vertrauen zitiren, da er eine grosse bibliothek besitzt, und nur das als beitrag aufnahm, was er selbst sah. Die werke von Flavius Josephus sind nächst der bibel die hauptquellen für die alte geographie. Ausser der amsterdamer-ausgabe von Siegbert Haver- kamp, 1726, 2 bände in folio, welche das griechische original mit der latei- nischen Übersetzung enthalten, verdient auch die griechische ausgabe von Dindorf (Parisiis 1854) berticksichtigung. Zu erwähnen sind ferner die distanzangaben des Antoninus Augustus im Itinerarium Provinciarum, wovon eine ausgabe 1519 in Florenz, eine andere in Lyon sine anno apud haeredes Simonis Vincentii, eine dritte 1575 in Basel veröffentlicht, noch andere von And. Schott (Col. Agripp. 1600), von P. Wesseling (Amstelaed. 1735), sowie von ö. Parthey und M. Pinder (Berol. 1848) besorgt wurden. Einen ausreichen- den auszug enthält nach der florentiner-ausgabe Reland’s Palästina, 1. 2. c. 4. Digitized by LjOöQle ERSTE ABTHEILUNG. Werke gewiss oder höchst wahrscheinlich von augenzeugen. Schriften, die ich nicht benutzen konnte, werden in der ersten abtheilung vorne mit einem Sternchen (*) bezeichnet. 333. Dör ungenannte pilger von Bordeaux. Nach C. A. Walckenaer, der für den I. band der Histoire des Croisades von Michaud eine vortreff- liche abhandlung über die Schrift dieses pilgers abfasste (s. 485 bis 508) erschien die 1. ausgabe sine loco 15S8 durch Peter Pithou, in sehr klein 12., 38 s. Ich fand in Leyden: Itinerarivm a Bvrdigala Hiervsalem vsque et ab Heraclea per Aulonam et per vrbem Romam Mediolanum vsque. Ante annos mille et ducentos simplici sermone scriptum, ex antiquissimo exemplari nunc primum editüm. 1589. 12. S. 1. Den gleichen, aber abgekürzten titel sah ich, ebenfalls mit der jahreszahl 1589, in der vatikanischen bibliothek. In der Vorrede wird vom ms. nur gesagt, dass demselben auch beigefügt sei des Antoninus Itinerarium illud publicum Viarum militarium sive regionum et evectionum, welches aus dem gleichen exemplar früher schon herausgegeben worden sei: cui ut et hoc inposterum conjungi possit, Patissonii cur® et Studio debebitur. Anfang : Sic, civitas Burdigala. Ende : Explicit Itinerarium. Ex cod. V. C. De verbis gallicis . . Das leydner-exemplar hat wenige werth- volle handschriftliche bemerkungen. Es ist klar, dass, trotz des kurzen Zeit- raums, die ausgaben von Pithou und Patisson verschieden sind. Schott und Wesseling, so wie Parthey und Pinder gaben mit dem Itinerarium des Anto- ninus auch das Itinerarium Hierosolymitanum heraus. Im 3. th. des Itinfraire von Chateaubriand (Paris 1811), 223 sqq., erschien die pilgerschrift nach der ausgabe von Wesseling. Was für eine ausgabe J.-P. Migne für seinen Patrologi® Cursus completus, t. 8. p. 791, benutzte, kann ich nicht angeben. S. im theolog. Litteraturblatt von J. H. Keusch (Bonn 1866) J. B. Haneberg’s anzeige meines Theodericus 38. Eine handscbrift, schmal 8., aus dem 8. jahr- hundert, sah ich auf der Stiftsbibliothek in Verona, cod. 52, p. 126: Itinera- rium ab Bordigala ad hierusalem. Nach dem cod. in dieser stadt wurde in der Revue arch&dogique, august 1864, das Itinerarium mit all* den Schreib- fehlern, dergleichen man in der edizion von 1589 reichlich trifft, heraus- gegeben, und James Fergusson bängte 117 sq. daraus einen auszug seiner neuesten schrift über the Holy Sepulchre (1865), wie Berggren seinem Fla- vins Jo8ephus 54 f. einen nach der ausgabe von Parthey und Pinder an. Auch die reichsbibliothek an der rue de Richelieu in Paris enthält nach J. de Bertou eine hs. S. Bulletin de l’Oeuvre des Pelerinages 1, 233. Ich ent- Digitized by CjOOQle 6 deckte ein stück auf der alten bibliothek der abtei S. Gallen im pergament- codex nr. 732, kl. 4., aus dem ersten viertel des neunten jahrhunderts. In demselben kommen von s. 98 — 114 drei fragmente vor. Das erste, wol aus dem 6. jahrhunderte, beginnt mit den Worten : Hierosolima habet portas duodecim extra postitia, und schliesst mit: ubi disclpuli uiderunt Dominum Iesum, postquam resurrexerat a mortuis. Das 2. bruchstück, unter der rubrik : De uirtutibus Hierusalem, enthält alles, was der Bordeauxpilger von Neapolis bis Hebron bringt, nur etwas versetzt, so dass Neapolis nach Hebron kommt. Das 3. stück hebt an: De monte Arminiae exeunt flumina duo, und endet: et omnes uidentes inclinantes capita sua dormierunt. Deo Gra- tia. Ich bin gesonnen , sowol das itinerarium des Bordeauxpilgers, als auch die 2 ungedruckten bruchstücke, so Gott will, ohne lange Zögerung, mit kritischen bemerkungen herauszugeben. Das jahr, in welchem der pilger Jerusalem besuchte, ist etwas schwer auszumitteln. Er gibt an, dass er zur zeit, die auf das j. 333 fällt, als nämlich Flavius Valerius Dalmatius und Marcus Aurelius Xenopliilus konsuln waren, von Chalcedon am 30. mai weg- zog und am 26. dezember (des gleichen jahres) nach Konstantinopel zurück- kehrte. Nimmt man den 26. dezember als den tag des aufbruchs nach Jerusalem an, so ist allerdings das j. 334 richtig. Man mag in dieser an- sicht auch dadurch bestärkt werden, dass die reiseroute von dem palästini- schen Cäsarea sofort nach Heraclea übergeht, ohne mehr Konstantinopel zu berühren. Von dieser stadt aber setzte er im sommer 333 über den Bos- phorus nach Chalcedon (Skutari) und verfolgte den landweg bis Jerusalem und Hebron, schiffte sich dann wahrscheinlich von Cäsarea nach Konstan- tinopel ein, das er noch einmal im winter besuchte, und trat dann von Hera- clea aus die rückreise zu lande an. Vgl. Walckenaer 1. c. 503, mein Gol- gatha 80. Von bedeutendem werth. C. 339 und 390. Eusebios, bischof von Cäsarea, und der h. Hie- ronymus von Stridon. Evatßlov . . negl twv totiixlov ovo/ndiwv iv rfj S-tia ygacpij, vorne der titel : Onomasticon urbium et locorum Sacrae Scripturae : sev über de Locis Hebraicis, Graecö primüm ab Eusebio Caesariensi, Deinde Latinö Scriptus ab Hieronymo, In commodiorem verö ordinem redactus, va- riis additamentis auctus, notisque et Tabulä Geographicä Judaeae illustratus, Operä Jacobi Bonfrerii . . Recensuit et animadversionibus suis auxit Joannes Clericus .. Amstelaedami, F. Halma, 1707. Gr. fol. 7 bll., 160 s. Ohne die bemerkungen von Le Clerc erschien das buch in Paris 1631, 1659, auch als anhang zu Sanson’s Geographia sacra 1704 (Halma), zur Geogr. sacra des Carolus a S. Paulo 1711 (Wetsteen), in Ugoliüi Thesaurus Antiqq. sacr. t. 5., in den ausgaben der werke von J. Martianay, Paris. 1699, fol., t. 2. p. 385 sqq., und von D. Vallarsius, Verona 1735, fol., vol. 3. p. 131 bis 290. Bei Vallarsius fehlt nach Raumer (Palästina. 4. Aufl. 4) die Version, die orte sind für die genesis, das 2. buch Moses’ u. s. f. besonders alphabetisch ge- ordnet. Ebenso ordnet der pergamentcodex auf der alten Stiftsbibliothek in S. Gallen, nr. 133 (s. meine ausgabe des Antoninus M. 68 f.), so wie dort der pergamentcodex nr. 130 aus dem 10. jahrhundert, mit dem anfang: In- cipit Prologus locorum et nominum, mit dem ende: Explicit liber nominum ebraicorum feliciter. Schon Melanchthon edirte nach Raumer: Hieronymi ecloga de locis hebraicis. Wittembergse 1522. Die neueste ausgabe be- sorgten F. Larsow und G. Parthey, Berol., F. Nicolai, 1 862. Kl. 8. XV, 441 s. Mit 1 karte und einem vortrefflichen index; ohne diesen aber wäre wegen Digitized by t^.ooQLe 7 der eigentümlichen alphabetischen Ordnung das zu suchende mit mühe zu zu finden. Beide herausgeber behandelten kritisch die edizionen von Bon- fröre, Martianay, Le Clerc und Vallarsius, und verglichen einzig einen dem texte des Vallarsius mehr oder minder entsprechenden leydener-codex. Die ausgabe von Le Clerc hat das gute, dass in 3 kolumnen neben einander steht die freie lateinische Übersetzung des Hieronymus, der griechische text des Eusebios und die wörtliche lateinische Übersetzung des letztem, mit den vielen anmerkungen von Bonfröre. Uebrigens enthält die Übersetzung von Hieronymus auch berichtigungcn und manche zugaben, wie in Bethlehem, desgleichen neue artikel, wie Bethmacha. S. Robinson B. R. 2, 534, das Vor- wort von Larsow und Parthey und F. S. Stein’s Eusebius 79 f. (Würzburg, Thein, 1859). Das wichtigste werk, welches bis auf die neuere zeit über die alte biblische geographie geschrieben wurde. In den Schrifterklärungen von Hieronymus findet sich hier und da etwas geographisches; zumal zu beachten ist aber das sogenannte Epitaphium Paula*. Der 72. brief des h. Hieronymus de vita, obitu et conversatione Paulse, in welchem er die denkwürdige Pilgerfahrt der römerin kurz be- schreibt, findet sich in Epistolarum Sancti Hieronymi pars tertia, tract. XIII., Aaij b sqq. Basil., Nicol. Kesler, 1497. Fol. aa bis zz und Aa bis Hh aus- nahmsweise 8 bll., weil sonst eine Signatur nur 6 bll. zählt. Das epitaphium auch in Vallarsii ed., I, 690, nach Raumer a. a. o. C. 520. Theodors. De situ terrae sanctae secundum Theod‘ et de via filiorum Israel. Diese beschreibung erschien nach einer liandschrift nr. 4808 der kaiserlichen bibliothek zu Paris in der Revue archöologique, Paris, august 1864, s. 108 ff., ohne Überschrift, mit den Worten beginnend: Civitas Hierusalem habens portas majores sex. Eine andere lesart fand ich zu London im brittischen museum, cod. membran., Cottonian Library, Titus. D. 3, kl. 8., etwa aus dem 1 2. jahrhundert, s. 6S ff. Diesem enthob ich jene Überschrift, und glaubte in der abkürzung Theodorus lesen zu dürfen. Einen auszug nahm ich in die ausgabe des Theodericus, 244 ff., auf. Die abwei- chungen beider handschriften , so weit ich sie aus der Revue und meinem auszuge kenne, sind hin und wieder bedeutend, doch nicht wesentlich. Ich setzte früher (Theod. 247) das alter in die erste hälfte des siebenten jahr- hunderts, geleitet zunächst vom ausdrucke löwenteich (lacus leonum) oder löwengrube, weil dem kaiser Heraklius im j. 628 der märtyrer ruhestätte in Jerusalem gezeigt wurde, welche im 1 2. jahrhunderte löwenhöhle genannt wurde; allein die wiederholte erwähnung des kaisers Anastasius, einmal wegen der erbauung des Täufer-Johannesklosters am Jordan, dann deswegen, weil der Vorgesetzte Urbicius in Konstantinopel unter seiner regirung ge- storben sei, führt zur vermuthung, dass zu dieser zeit oder bald nachher die beschreibung abgefasst wurde, und zwar um so sicherer, als sonst keines kaisers gedacht wird. Die künde ist ganz neu, dass Anastasius in Palästina ein kloster erbaute, und hätte der Verfasser unter oder bald nach Justinian gelebt, so würde er weit mehr stoff zu solcher erwähnung gefunden haben, wie denn auch Antoninus Martyr sich auf Justinian bezog. Die kaiserin Theodosia, deren gedacht wird, bietet wol für die bestimmung der zeit keinen halt; denn, davon abgesehen, dass ich ihren namen weder bei Nikephoros Kallistos, noch bei andern finden konnte, ist es so gut als gewiss, dass man es hier mit einem Schreibfehler zu thun hat, da nach allen andern angaben die kaiserin Eudocia, gemahlin des kaisers Theodosios d. j., die kirehe des Digitized by CjOOQle 8 märtyrers Stephan stiftete, und es mithin heissen sollte: ab imperatrice, uxore Theodosii. Verschrieb der Verfasser doch auch Pelagia auf dem Ölberg zu Thekla. Was den werth der schrift betrifft, so muss man ihn haupt- sächlich dem alter beilegen; manche interessante notizen sind erhalten, und sie werden , und mehr noch , an ein günstigeres licht treten , wenn der text einmal kritisch gesichtet sein wird. Am meisten stösst sie durch die ausser- ordentlich mangelhafte rechtschreibung und Ordnung. Die vielen entfernungs- angaben lassen sich wenigstens zu Vergleichungen verwenden. Vgl. m. Theo- deric. 244, 246 sqq. C. 530. 'IfQozlsovg FgaafiaTixov JZvi'txdrjuos wurde mit dem Antoninus Augustus und dem pilger von Bordeaux in den Vetera Romanorum Itinera von P. Wesseling zu Amsterdam 1735, 631 — 734, herausgegeben. Ein trockenes verzeichniss palästinischer und anderer Ortschaften. G. 570. Die reisegesellschaft des Antoninus Martyr von Piacenza. De Locis Sanctis quae perambulavit Antoninus Martyr . . Nach hand- und druckschriften herausgegeben von Titus Tobler. St. Gallen, Huber, 1863. 8. 129 s. Der älteste druck Angers, Avril, 1640, späterer 1680 nach einer andern handschrift in Bollandi Acta sanctor., maji t. 2. p. X sqq., ein nach- druck daraus in Ugolini Thesaur. antiqq. sacrar. t. 7. p. 1207 sqq. S. Antonin. M. 67 ff. Ausser den benutzten codd. sah ich in Wien auf der hofbibliothek einen sehr schön geschriebenen pergamentcodex, nr. 2432, 4., bl. 35 bis 44, aus dem 1 2. jahrhundert, und einen andern auf der Universitätsbibliothek in Berlin, ms. lat. 32, 8., hl. 32 bis 47, pergament, au S dem 15. jahrhundert. Wesentlich würden mir diese handss. bei herausgabe des Antonins nicht ge- nützt haben; doch hätte ich einiges verbessern können. 3 codd. finden sich, nach der angabe Michaud’s (Hist, des Croisades 1, 518), auf der kaiserl. bibliothek in Paris. Eine vorzügliche abhandlung: Antoninus Martyr, seine Zeit und seine Pilgerfahrt nach dem Morgenlande, schrieb Fr. Tuch. Leipzig, Edelmann, 1864. 4. 39 s. Er setzt, ohne ein jalir näher auszumitteln, die Wanderung in das letzte viertel des 6. jahrhunderts. Vgl. m. Antonin. 57 ff. Die reiseskizzen, hier und da ohne Ordnung, enthalten viel abergläubisches, aber doch auch einiges brauchbare. Meine ausgabe enthält so viel berich- tigungen und auch einige Zusätze, dass die frühem edizionen sich beinahe überlebt haben. 637. Sophronios, patriarch von Jerusalem. Eine beschreibung der h. stätten nach der einnahme der h. stadt durch Omer Iben elChattäb in gebundener rede in Sophronii Anacreontica, welche in Angeli Maii Spicilegium roman. 4, 57 griechisch und ins lateinische übersetzt 623 enthalten sind. Man findet in dem gedichte interessante, brauchbare notizen. G. 670. Der französische bischof Arculf. Adamnani Scotohibemi Abbatis celeberrimi, De Sitv Terrae Sanetae, Et Quorundam aliorum loeorum, ut Alexandriae, et Constantinopoleos , Dibri tres Ante annos nongentos, et amplius conscripti, Et nunc primum in lucem prolati, Studio Jacobi Gretseri. Ingolstadii, ap. Angermariam, 1619. 4°. 17 bll., l!8s. Mit 3 grund rissen im text. Wieder gedruckt in Gretseri Opp. omn. t. 4. Ratisb. 1734. Auch in Mabillon Acta sanctor. ordinis S. Benedicti saec. 3. p. 2. pag. 499. Sancti Adamnani Abbatis hiiensis de Locis Sanctis ex relatione Arculfi episcopi galli libb. 3 ebenfalls in J.-P. Migne’s Patrologiae Cursus complet. t. 88. Paris., Migne, 1850. Gr. 8. Halbpag. 779 sqq. Nach der ausgabe von Gretser. Man findet ff. handss. : a . cod. in S. Germain des Prata aus dem 8. jahr- Digitized by t^.ooQLe 9 hundert. William Reeves, the Life of St. Columba. Dublin, University Press, 1857. 4. S. VIII. b. Cod. lat. 314 auf der k. Staatsbibliothek in München, aus dem 9. Jahrhundert. Sehr werthvoll, kürzer, gedrängter als der gretser- sche abdruck, ohne den bailast sed et hoc etiam sancti Arculfi relatione didicimus u. s. f., hat aber nur die Zeichnung der Zionskirche, c. Der berner- cod. 582 (s. m. Antoninus Martyr 69 f.), aus dem 9. jahrhundert, enthält auch den Arculf, der ebenfalls mit planen ausgestattet ist. Ich verglich diese hs., und es ergaben sich manche Varianten , aber wenig erhebliche. Vgl. Top. 2, 1020. d. Pergamentcod. in Brüssel, nr. 2921, kl. 4., aus dem 9. jahrhun- dert. Er ist ziemlich inkorrekt geschrieben, e. Cod. in Salzburg aus dem 9. oder 10. jahrhundert. Reeves a. a. o. f Pergamentcod. in der vatika- nischen bibliothek, nr. 636 A, fol., aus dem 1 1 . jahrhundert. S. m. Antonin. M. 70. Gretser standen bei seiner herausgabe eine vatikanische hs., wahr- scheinlich diese, und ein Cod. Corbeiensis zu geböte. Leider mangeln bei Migne die verschiedenen lesarten, mit wenig ausnahmen. So viel ich mich erinnere, fehlen die pläne im cod. vaticanus. g. Cod. in Rheinau aus dem 1 1 . jahrhundert. Reeves a. a. o. h. Pergamentcod., nr. 320 auf der stifts- bibliothek in S. Gallen, 4., aus dem 12. jahrhundert. Ich verglich ihn an vielen stellen, ohne wesentlich abweichendes vom gretserschen drucke zu finden. i. Pergamentener cod. historise eccles., alte nr. 1 54, 4., auf der hofbibliothek in Wien, aus dem 13. jahrhundert. Er geht bloss bis de monte Oliveti und ist von sehr untergeordnetem werthe. Ich hätte noch den alten, sehr ver- stümmelten, sonst sehr schönen pergamentcodex auf dem brittischen museum, biblioth. Cotton., fol., Tib. D. V, genauer anführen können ; allein dies mag ge- nügen, weil meine Übersicht ohnehin sehr lückenhaft bleibt. Es dürfte wol der mühe lohnen, einen nach den druck- und handschriften rezensirten text herauszu- geben, ohne dass die textkritik ganz bedeutendes zu tage fördern würde. Die beschreibung rührt von Adamnanus, abte des klosters auf der schottischen insei Jona oder Icolmkill, her, welcher der erzählung des französischen Jerusalemfah- rers Arculf folgte, nachdem dieser auf der rückreise durch einen sturm an die küste dieses eilandes verschlagen war. Bei der feststellung der zeit, in welche die wallfahrt fällt, halte ich mich an die meldung (1. l.c. 10), dass etwa 3 jahre vor dem besuche Jerusalems und zwar unter der regirung des chalif Moawieh (bei Mabillon Majuvias neben Navias, im berner-, wiener- und s. galler-cod. Mauias, im vorzüglichen münchner-cod. Mauinas, sara- cenorum rex, qui nostra setate fuit judex) ein näher beschriebenes wunder sich ereignete. Nun regirte Moawieh I. von 661 bis 680 n. Chr. und Moa- wieh II. im j. der hedschra 64 oder 683 nur wenige monate. S. l’Art de vörifier les dates 632. Nach Moawieh II. findet man keinen chalif dieses namens mehr, der in berticksichtigung fiele; denn man hat noch das datum an der hand, dass im j. 698 Adamnan dem könige von Northumberland, Alfred, die beschreibung überreichte. Nach jenen Untersuchungen kann Arculf spätestens 683 in Jerusalem gewesen sein. Es wäre wol einseitig, anzunehmen, dass bei der ausmittelung des datum gerade Moawieh II. zu verstehen sei, sondern es ist vielmehr höchst wahrscheinlich, dass der staats- kluge Moawieh I. gemeint sei. Willkürlich wählte ich zwischen den jjj. 661 bis 680 ungefähr das j. 670. Die schrift wurde deutsch nach dem inhalt von J. Heinrich Jäck in seiner Taschen-Bibliothek der wichtigsten und inter- essantesten Reisen durch Palästina (Nürnberg, Haubenstricker, 1827), 1, 13 ff., herausgegeben. Ausführlicher ist und mehr werth hat die englische Übersetzung in Thomas Wright’s Early Travels in Palestine. London, H. G. Bohn Digitized by Google 10 (auch unter dem titel Bohn’s Antiquarian Library angeführt), 1858. 1 sqq.; zu vgl. XIII. Arculfs Relation de son voyage findet sich, nach Kunstmann zu München, in den Mdmoires de l’Institut 10, 531. 8. besonders Johann Beckmann, Litteratur der älteren Reisebeschreibungen. Göttingen, Röwer, 1810. 2, 508 ff. Die schrift ist in mancher beziehung von grossem werth. Manche fehler mögen sich deswegen eingesehlichen haben, weil der pilgrim nicht an ort und stelle geschrieben, sondern das gesehene und erfahrene weit weg vom durchreisten lande einem andern diktirt hatte. Man besitzt einen auszug, aber auch mit einigen Zusätzen in folge der Vergleichung mit den Schriften der alten, aus der feder des englischen möu- ches Beda Venerabilis , der ihn bald nach Adamnan niederschrieb. De Locis Sanctis Libellvs qvem de Opvscvlis Maiorvm abbreviando Beda composvit, ist enthalten in Venerabilis Bedas . . Opervm t. 3. Coloniae Agripp., Hierat., 1612. Fol. 363 — 371. Auch als anhang in der ingolstadter-ausgabe des Adamnan von 1619: Accessit Eorundum librorum (von Adamnan) Breuia- rium, seu Compendium, Breuiatore venerabili Bedä Presbytero, cum pro- legomenis et notis. Ebenfalls im Recueil de la Sociötd Göographique (Paris), t. 4. p. 794 sqq.: Amodo de Libro Arculfi, episcopi Galliae temporibus Bede presbiteri, nach einer engl. hs. dem Bernardus beigefügt von Francisque Michel. Das Amodo darf nicht als eigenname gelesen werden, sondern es muss heissen : ac oder at modo, eben jetzt, nach dem vorgange des Bernard. Ich sah im brittischen museum das betreffende ms., und man könnte aus Am allerdings Amodo machen, wenn es sinn hätte. Der cod. ratisb. civ. 2 auf der k. bibliothek in München enthält den beda’schen auazug bis Ce- dron augeat. Den gleichen text gibt daselbst auch der cod. schir. 3 f. 5. Ein ms., Mp. th. f. 74, pergament, fol., aus dem 9. Jahrhundert, auch auf der Universitätsbibliothek in Würzburg, fragment; ein anderes in der vati- kanischen bibliothek, gleiche nr. 636 A, pergament, fol., aus dem 11. jahr- hundert (s. m. Antonin. 70): Incipit Libellus Bedae Venerabilis de locis sanctis. 8. Petzholdt’s Anz., 1862, 122 f. C. 728. Der h. Willibald, bischof von Eichstädt. Die reise zuerst gedruckt in H. Canisii Antiquae lectionis tom. 4.p. 484 (Ingolstadii 1601 — 1604). Vita Sancti Willibaldi Episcopi Eistetensis Primi, Scripta a quadam Sancti- moniali Heidenlieimensi. In J. Mabillon Acta sanctorum ordinis S. Benedicti. Saec. 3. pars 2. Lut. Paris. 1672. 365 sqq. Eine andere biograpkie von einem ungenannten Verfasser a. a. o. 383 sqq. Ferner: De S. Willibaldo . . Vita Seu Hodoeporicon, auctore virgine consanguinea Sanctimoniali Heidenheimensi, ex editione Canisii correcta ex variis lectionibus Gretseri. Vita altera. Auc- tore anonymo perantiquo. Ex editione Canisii. Enthalten in den Acta sanc- tor., jul. t. 2. Antverp., Du Moulin, 1721. Fol. 485 — 519. Mit 2 kk. Ebenfalls in H. Canisii Antiq. lect. . praefationes . . adjecit Jac. Basnage. Amstelaedami, Wetsteen, 1725. Fol. T. 2. p. 100 sqq. Willibald, ein gebor- ner engländer, kam noch sehr jung, etwa 22 jahre alt, über Damask, Nazareth, Tiberias , und Jericho nach Jerusalem und von da zurück nach Ptolemais. Er brachte auch einen ganzen winter in Jerusalem zu, und zwar um 728, was daraus zu entnehmen ist, weil er vor den papst Gregor III. (regirte von 731 bis 741) nach der Pilgerfahrt, die über sieben jahre dauerte, gelassen wurde. Heinrich Hahn weiset in seiner gründlichen historisch- geographischen abhandlung : Die Reise des h. Willibald nach Palästina (Ber- lin, Gebauer, 1856) nach (15), dass dieser pilger von 727 bis 729 Palästina Digitized by Google 11 durchwanderte. So weit ich nachsah, übersetzte Wright den reisebericht der klosterfrau von Heidenheim, welcher an ausführlichkeit und werth jenen des ungenannten Verfassers übertrifft, ziemlich vollständig und zuverlässig ins englische. S. Early Travels 13 — 22, Petzholdt a. a. o. 123. Die schrift, zwar sehr kurz, ist von geographischem und geschichtlichem werth, steht jedoch tief unter Arculf. Man kann nur bedauern, dass Willibald seine reiseerlebnisse nicht selber niedergeschrieben hat. G. 865. Der fränkische mönch Bernard. Bernardi, Monachi Franci, aliud Itinerarium, factum in loca sancta anno 870. Ex ms. cod. bibliothecse Remigiange apud Remos, in J. Mabillon Acta sanctor. ordin. S. Benedicti. Ssec. 3. pars 2. Lut. Paris. 1672, 524 sqq. Auch gedruckt in den Rela- tions des Voyages de Guillaume de Rubruk Bernard le Sage et Ssewulf Publikes en entier pour la premiere fois d’apres les manuscrits de Cambridge de Leyde et de Londres par Francisque Michel et Thomas Wright Publi- cations de la Sociötö de Geographie. Paris, Bourgogne et M., 1839. Gr. 4. S. 201 — 35 als Extrait aus dem 4. t. der Mömoires dieser gesellschaft, Iti- nerarium Bernardi Sapientis s. 7 8 8 . sqq. Letzterer abdruck nach dem per- gamentcod. der bibliothek Cotton, Faustina. B. I. S. 192 im brittischen museum : Incipit itinerarium trium monachorum Bernardi scilicet et sociorum eins et de sanctis locis et de babilonia. Ebenfalls nach der aiisgabe von Mabillon in J. - P. Migne’s Patrologige Cursus completus, t. 121. Paris, Migne, 1852. Gr. 8. Col. 569 — 574. Der text bei Mabillon und Michel ist im wesentlichen gleich; kaum mehr als einmal besser bei diesem als bei jenem. Hingegen ist hinten nach den Worten bei Mabillon (Migne): quod tarnen aliis diebus non possunt, bei Michel neues. Die Übersetzung Th. Wright’s ins englische, in den Early Travels 22 — 31, ist vollständig und gut. Bernard war ungefähr 865 in Jerusalem; nach 870 könnte es deswegen nicht sein, weil er, wie er schreibt (1), von dem papste Nikolaus, nämlich dem I., der nach einer regirung von 9 jahren 867 starb, und ein anderer kann nicht gemeint sein, die erlaubniss zur Pilgerfahrt erhielt, vorausgesetzt, dass die Wanderung 3 jahre dauerte. Die hss. Cotton und in Oxford geben irrig das j. 970 an. Die beiden reisegefährten waren, wie ich im cod. des brit- tischen museums las, ein mönch, Theudemund, und ein Spanier, namens Stephan: Ego Bernardus duobus memet ipsum sociaui fratribus in deuotione caritati8, ex quibus erat unus ex monasterio beati Vincencii beneuentani no- mine Theudemundus, alter hispanus, nomine Stephanus. Bernard reiste über Kairo, El-Arisch, Ramleh, Emmaus nach Jerusalem. Seiner erzählung, der man einiges werthvolle verdankt, darf man um so lieber trauen, als er selber sie niederschrieb und sie nicht, wie Arculf und Willibald, auf mehr unsichere weise in die feder sprach. Vgl. Beckmann’s Litt. 2, 517 ff., Robinson’s B. R. 2, 535 sq., van Senden 1, 338, Wright a. a. o. XVI, Petzholdt’s Anz., 1862, 141. 988. Abu Abdallah Mohammed el-Baschschäri von Jerusalem. Eine kurze, beachtenswerthe beschreibung der stadt Jerusalem in Jäcüt’s Reisen, aus seinem geographischen Wörterbuche gezogen (ins deutsche übersetzt) von F. Wüstenfeld, Zeitschrift der Deutsch, morgenländ. Gesell- schaft (Leipz. 1864), 462 f., wieder fast ganz abgedruckt im ‘Ausland’ (Augsburg, Cotta), 1864, 955 f. Es ist schade, dass Wüstenfeld nicht, gleich Jaubert bei der ausgabe des Ekßdrisi, hin und wieder die worte des arabischen textes beisetzte. So wird im arabischen ohne zweifei 0^3 Digitized by t^.ooQLe 12 s&ulenthor stehen, was der Übersetzer als bäh el-’omür, das tempelthor, wie- dergibt und dadurch eine grosse Verwirrung in die reihe der stadtthore bringt. C. 1000. Eine anonyme Kosmographie, im brittischen museum, Cottonian Library, Galba. A. VII, pergamentcodex; p. 26 sqq. eine beschrei- bung von Palästina. Nach dem titel reicht sie bis zum j. 1000; allein ich kam nicht so weit, obschon ich mille anni las. Die hs. ist ungemein kor- rupt, zum theil unleserlich. Andere mögen dieselbe mehr würdigen. Ich schenkte ihr wenig, yielleicht zu wenig aufmerksamkeit. 1064. Der abt Ingulf von Croiland. Reise nach Jerusalem. S. Ri- chard Haklvyt, The principal Navigations, Voyages, Traffiques and Dis- coueries of the English Nation. London 1599. Fol. 2, 8 sqq. 1095—1125. Foucher de Chartres, kaplan Balduins I. Fulcherii Carnotensis Gesta peregrinantium Francorum cum armis Hierusalem pergen- tium, in Bongars’ Gesta Dei per Francos. Hanov., Aubr., 161 1. Fol. S. 381 sqq. Topographisches über Jerusalem 397 f., über Ortschaften in Galiläa 402, 423, 432, 438. Das Sammelwerk von Bongars gewährt überdies manche aus- beute für die geographie. Ich führe daraus # noch folgende von Michaud lehrreich analysirte werke (Bibliographie des Croisades 1, 24 sqq.) über die geschichte der kreuzzüge an: a. 1095 — 1099. Der franzose Tudebove. Bei Bongars anonym vorne, 1 sqq.: Gesta Francorum et aliorum Hierosolymitanorum. Auch in F. Du- chesne’s Histor. Francor. scriptor. 4, 77 7 sqq. Die lesarten sind hier und da bedeutend abweichend. Vgl. Michaud, Bibliographie 1, 24 sq. b. 1095-1099. Robert, mönch zu St.-Remi de Reims. Roberti Monachi Historia hierosolymitana, p. 30 sqq. Ingleichen handschriftlich in S. Gallen, hier auch deutsch. S. Haenel CataL 696, 703. Deutscher druck im Reyssbuch dess heyligen Lands, Das ist Ein Grundtliche beschreibung aller vnd jeder Meer vnd Bilgerfahrten zum heyligen Lande. Franckfort a. M. (durch Feyrabend) 1584. Fol. Dies ist die ausgabe von Sigmund Feyrabend, schlechthin Feyrabends Reyssbuch genannt. Als die exemplare vergriffen waren und Franz Niklaus Roth überhaupt die Verlagsartikel des buchhändlers an sich gebracht hatte, besorgte er eine 2. auflage, Franck- fort, druck von J. Saur, 1609. Fol. Da aber Roth auch noch andere reise- beschreibungen, die seit der ersten auflage erschienen sind, aufnehmen wollte, so theilte er das ganze Sammelwerk in 2 theile : der l. enthält' die Samm- lung von Feyrabend, und der 2., von einem vornehmen historicus besorgt, der jedoch, um Wiederholungen zu vermeiden, einiges wegliess, erschien unter dem titel: Reyssbuch des H. Lands, Darinnen deutlich begriffen, alle vnd jede neuwe Meer vnnd Bilgerfahrten zum H. Grab . . vollnbracht, vnd be- schrieben worden : Durch . . Nicolaum Christophorum Radziuili . . Johann Schwallarten . . Salomon Schweyggern. Franckf., Saur, 1609. Beide theile haben besondere register aller denkwürdigen Sachen. Diese ausgabe nenne ich einfach Roths Reyssbuch dess H. Lands. Anscheinend zum 3. mal wurde das werk aufgelegt in Frankf. a. M. von Gottfried Tampach 1 629. Fol. Ohne Roth’s Vorwort zum 1. th., der verkehrt Schweigger, Radzivil und Schwallart enthält, während mit dem Vorwort zum 2. th. (Roth) der ‘Ander Theil’ Frankf: a. M., drucker J. Saur, Verleger Fr. N. Roth, 1609, die ältern reisebeschreibungen reproduzirt. Die Versetzung war wol Sache des buchbinders oder sein fehler. Übrigens widersprechen sich die jahrzahlen. Digitized by CjOOQle 13 Im 1 . und 2. th. der ausgabe von Tampach entsprechen Seitenzahlen, kusto- den, Signaturen jenen der altern ausgabe vollständig, obgleich die jahrzahlen * 1609 und 1629 angegeben sind. Tampach’s ausgabe ist mithin nichts als eine titelausgabe. Noch erschien eine titelausgabe : Bewehrtes Reissbuch dess Heiligen Lands . . Nürnberg, Johann Andreas und Wolffg. Endters, 1659. Fol. Wie bei Roth 1. th. 875, 2. th. 334 s. Die Sammlung ist brauchbar, wenn auch die originalwerke vorzuziehen wären. Robert findet sich in Roths Reyssbuch 1, 1 — 54. S. Petzboldt’s Anz., 1861, 273 ff. c. 1095 — 1099. Baldricus (Baudry), erzbischof von Polio. Historia ierosolimitana Baldrici Archiepiscopi. Bei Bongars 1. c. 84 sqq. Mss. gibt es in Chartres, Montpellier, Sens. S. Haenel Catal. 133, 241, 439. d. 1095 — 1099. Raimond d’ Agiles, Chorherr in Puy. Raimondi de Agiles . . Historia Francorum qui ceperunt Iherusalem. Bei Bongars 1. c. 1 39 sqq. e. 1095—1120. Albert, Chorherr in Aix. Historia hierosolimitanse expeditionis edita ab Alberto canonico ac custode Aquensis Ecclesise. Bei Bongars 1. c. 184 sqq., zumal 272 sqq. Beachtens werth. f. 1095 — 1106. Ein ungenannter. Gesta Francorum expugnanlium Hierusalem. Bei Bongars 1. c. 561 sqq. Mit diesem abdrucke verglich ich einen grossen theil des ms. auf der Universitätsbibliothek in München, nr. 672, auf papier, aus dem 14. jahrhundert, und fand, dass jener vollständiger, mithin vorzuziehen ist. Eine wesentliche Verschiedenheit ergab sich nirgends, ausser dass bei Bongars, 574 oben, das shmstörende : In eadem villa (statt valle wie im ms.) inter civitatem et montem Oliveti, vorkommt. Eine andere handschrift sah ich auf der hofbibliothek in Wien, neue nr. 3529, auf papier, aus dem 15. jahrhundert, mit der rubrik: Gesta Godofridi ducis de Boulion et aliorum. S. m. Theoderic. 172. Eine hs. auch in S. Omer. S. Haenel Catal. 162, 267. Besonders beachtenswerth s. 572 sqq. (Bongars). g. 1100 — 1124. Ein ungenannter. Secunda pars Historise hieroso- limitanse. Bei Bongars 594 sqq. C. 1098. Ein ungenannter. Innominatus I. in meinem Theoderic. 113 sqq.: Descriptio sanctorum locorum, und 238 ff. die bemerkungen dazu. Eine bedenkliche, immerhin interessante Zusammenstellung der zeit nach weit aus einander liegender angaben. 1099. Raoul von Caen, der jedoch erst 1107 nach Syrien kam, in- desser die kriegsereignisse des j. 1099 nach glaubwürdigen zeugen niederschrei- ben konnte. Gesta Tancredi in expeditione Jerosolymitana, auctore Radulfo Cadomensij in E. Martene’s und U. Durand’s Thesaurus novus affädector., t. 3. p. 108 sq. Fol. S. 181 ff. eine stückhafte beschreibung von Jerusalem und seinem weichbilde. Auch im 5. t. der Rer. ital. scriptores von A. Muratori. 1102 f. Per kaufmann Säwulf, später mönch. in der abtei Malmes- bury. Relatio de Peregrinatione Ssewulfi ad Hierosolymam, et Terram Sanc- tam, in den Relations des Voyages de Guillaume de Rubruk Bernard le Sage et Ssewulf publ. par Fr. Michel et Th. Wright. 4. S. 237—74. Ein son- derabdruck erschien in Paris, Bourgogne, 1839, als Extrait du Recueil de Voyages et de Mdmoires de la Socidtd de Gdographie de Paris (Paris 1839), unter dem titel: Relation des Voyages de Ssewulf ä Jerusalem et en Terre- Digitized by t^.ooQLe 14 Sainte, mit einer einleitung von d’Avezac. Vgl. oben sub anno 865 Bemard. Vollständig übersetzt mit den berichtigungen des lateinischen texte s nach E. Willis ithe Church of the Holy Sepulchre. London 1849. 141 sqq.) in Th. Wright’s Early Travels 31 sqq. S. auch Wright XIX sq., XXIX sq., Petzholdt’s Anz., 1862, 142. Die erzählung ist treuherzig und beach- tenswerth. 1103 — 1250. Das urkundenbuch der grabkirche in Jerusalem. Privilegia Ecclesie Sancti Sepulcri Iherusalem. Sie wurden nach hss. im Vatikan von Eugen de Roziere unter dem titel: Cartulaire de l’figlise du Saint Söpulcre de Jerusalem in Paris, imprimerie nationale, 1849, 4., heraus- gegeben. Es ist eine ungemein schätzbare Sammlung von urkunden. Dieser hält dem werthe nach die wage des Sebastian Paoli unentbehrlicher Codice diplomatico del Sacro Militare Ordine Gerosolimitano. Lucca 1733. Fol. 2 voll. Ich kann nicht sagen, wie weit folgendes, von Fulg. Rignon ange- führtes (Annales du Commissariat gönöral en T. S., Paris 1861, 95) buch einschlägt : Ancients Statuts de l’Ordre Hospitalier et Militaire du S.-Söpulcre de Jerusalem, suivis des Bulles, Lettres Patentes et Reglements authentiques dudit Ordre. Paris 1776. 8. N C. 1112. Der h. Theotonius. S. Theotonii vita auctore cosevo cano- nico regulari, in Bollandi Acta sanctor., 18. febr v 108 sqq. Die Chorherren des h. grabes wollten Theotonius in ihr stift aufnehmen; allein er konnte sich nicht dazu verstehen, ohne vorerst nach Spanien zurückzukehren und dort seine häuslichen angelegenheiten zu ordnen. Er blieb aber für immer in seinem vaterlande. Die erzählung, so kurz sie ist, dient der historischen kritik. Auch andere biographien der heiligen bei den Bollandisten führen ins h. Land, und gewähren einige belehruug. 1113 — 1115. Der russische abt Daniel. Die reisebeschreibung Da- niels erschien in den von Sacharoff herausgegebenen Reisen der Russen im Ausland (Puteschestwia Russkich ludei w tschujia zemli). 2. ausg. St. Peters- burg 1837. 1, 34. Eine Übersetzung besorgte Abraham von Noroff: Pöleri- nage en Terre Sainte de rigoumöne russe Daniel. St. Pötersbourg, imprimerie * de l’Acadömie Imperiale des Sciences, 1864. 4. VIII, 220 s. Mit karten und plänen. Von s. 145 an folgt der russische text: IIAdOMHWvb t ^AHM*lA MHMXA. 30 mss. wurden benutzt, um den text herzustellen. Man liest die schrift mit grosser aufmerksamkeit und mit nicht wenig belehrung ; doch ist nicht alles klar genug, um es gehörig für die Wissenschaft verarbeiten zu können. Lehrreich sind auch die kritischen oder auch weniger kritischen bemerkungen des herausgebers. Vgl. Top. I, XVIII. G. 1150. Eine anonyme beschreibung von Palästina. De situ urbis Jerusalem et de Locis Sanctis intra ipsam urbem sive circumjacentibus, in de Vogüd’s figlises de la Terre Sainte 412—433 in 4. Abgefasst wurde eigentlich die handschrift, welche hier a^gedruckt vorliegt, zwischen 1151 und 1157. Es ist eine wahre kompilazion; es wurden mehrere stücke zu- sammengesetzt, die auch ein verschiedenes alter haben mögen. Ein stück findet sich' im brtisseler pergamentcod. nr. 9826, aus dem 13. jahrhundert, von s. 127 an: Descriptio locorum circa Hierusalem adiacentium. Ebron me- tropolis. S. Vogüö 4! 4. Die schrift endet wie bei Vogüd 433 mit dem epitaphium und den königen Balduinus de Burgo und Fulco tertius ; nur ist noch (139 sqq.) ein verzeichniss der bischöfe von Jerusalem angehängt. Im- Digitized by t^.ooQLe 15 Hierhin ist die schrift, welche einem ältern, noch nicht bekannten compendium sehr nahe kommen muss, von bedeutendem werthe. S. die einleitung de Vogüö’s 408 sqq., m. Theoderic. 150,f., 1 59 f. C. 1150. Der isländische abt Niklaus. Symbol# ad geographiam medii aevi, ex monumentis islandicis. Ed. . Ericus Christ. Werlauff. Hauniae, Gyldendal, 1821. 4. S. Anniversaria in memoriam reipublic# . . Daniae ,. . restauratae indicit regiae universitatis Hauniensis rector. Hauniae, Schulz, 1821. Darin s. 9 sqq. ohne Überschrift die beschreibung der reise durch Deutschland, die Schweiz, durch Italien nach Kypern und ins h. Land (28 — ^i), eine lateinische Übersetzung neben dem original, mit einem plan von Jerusalem. Der abt Nikiaus darf, nach Werlauff, genau genommen, nicht als Verfasser angesehen werden, sondern derselbe schrieb, wie einst Adam- nan, nach der mündlichen erzählung des pilgers; allein am ende der schrift (32 b) steht, gegen diese behauptung, ausdrücklich: Itinerarium hoc r civita- tum enumeratio, caeteraque notitia literis mandata est ex ore Nicolai Ab - batis. Das alter lässt sich auch danach bestimmen, dass erwähnt wird, Askalon, das erst 1153 in die hände der Christen fiel, sei noch heidnisch. Die sehr kurze schrift gewährt einige belehrung. Es gab auch andere reisebeschreibungen oder anleitungen für den pilger, welche in altnordischer spräche abgefasst waren, aber trotzdem den lateinischen titel Flores pere- grinationis hatten. Bemerkenswerth ist eine kompilazion theils historischen, theils theologischen inhalts, abgefasst auf befehl des königs Häkon Magnüs son im 1 3. jahrhundert, unter der Überschrift Stjörn (Ghristiania ISÜ1 — 63. 8.) bekannt. 2 monographien in altnordischer spräche, welche die h. stadt und ihre Umgebungen zum vorwurfe haben, und dem werthe nach den arbeiten der lateiner und franzosen gleich gestellt werden, erschienen in den Anti- quites Kusses 2, 415 — 423. Zu erwähnen ist eine anonyme dänische be- schreibung: Thee Helliae Staedhe (ms. Arn.-Magn., n. 792, 4., fol., 188 — 196), wovon 2 bruchstücke von Brandt (306 — 310) veröffentlicht wurden. Dazu kommen noch die fragmente der reise des bruders Mauritius, welcher als kaplan einen hohen baron vom hofe Häkon des grossen, königs von Nor- wegen, im 12. jahrliunderte begleitete; das ms. wird in den archiven zu Christiania aufbewahrt. Dann einige stellen des buches von Skalhölt (Anti- quitds Kusses 2, 442 — 448) und das itinerär des kanzlers Haukr (Antiqq. Russ. 2, 426 — 442). Ich warf die skandinaven zusammen, weil ich, ausser dem abte Nikolaus, keinen kenne und mich berufen muss auf Paul Riant’s Expdditions et Pelerinages en Terre Saintc. Paris 1865. 8. S. 7, 62, 72, 82, 441 sqq. * 1153. Der gelehrte mohammedaner Esch-Scherif el-£drisi. Ano- nym erschien ein auszug aus seinem buche tyj nashet el- meschtak (vergnügen eines neugierigen) unter dem titel: Geographia Nvbien- sis id est accvratissima totivs orbis in septem climata divisi descriptio, con- tinens praesertim exactam vniuersse Asise, et Africae, rerumque in ijs hactenus incognitarum explicationem. Recenter ex Arabico in Latinum versa a Ga- briele Sionita . . et Ioanne Hesronita. ., Maronitis. Paris., Blageart, 1619. 4. Der titel Nubiensis rührt vom irrthum her, dass die arabischen herausgeber annahmen, der Verfasser sei ein nubier ; er wurde in Ceuta geboren. Ara- bisch früher in Rom 1592, 4., in Madrid 1799, 8. Die Syria descripta a Scherifo El-Edrisio et Khalil Ben-Schahin Dhaheri gab E. F. C. Rosenmttller Digitized by t^.ooQLe 16 (Lips., A. Barth, 1828. 4.) lateinisch und arabisch mit noten heraus. Ita- lienisch von Dominico Mauri (Colleg. romano, 1632). Eine andere italienische Übersetzung von Bernardo Baldi findet sich handschriftlich in Montpellier. S. Haenel Catal. 236. Die geographie, von Amöd. Jaubert ins französische übersetzt, erschien im Recueil de Voyages et de Mömoires, publid par la Socidtd de Gdographie. Paris, A. Bertrand, 1836. 4. t. 5. Ein kurzer aus- zug in englischer Übersetzung bei G. Williams Mem.) 130 sqq. Diesen wich- tigen arabischen Schriftsteller führe ich vielleicht nicht mit recht hier an, weil es ungewiss ist, ob er Syrien und Palästina aus eigner anschauung kennt. Vor 1153 konnte das buch nicht geschrieben sein, weil der Ver- fasser die eroberung Askalons berührt. Vgl. J. Melch. Hartmann’s Edrisii Africa. Gotting. 1796, 8., Bellermann 2, 41 f., C. Rommel, Abulfeda Ara- bise descriptio, Gott. 1802 (litt.), IV, Robinson 2, 536, Grässe’s Trds. 2, 463. Sehr viele christliche reisebeschreiber könnten des moslem humanität und toleranz oder nächstenliebe zum vorbilde nehmen. C. 1155. Der pseudonyme Eugesippus oder Eretellus. Tractatus de distantiis Locorum Terrse Sanctae. Quem compilavit Evgesippus A. D. 1040. In Leonis Allatii —v/u/mxTa .. Ed .. Barth. Nihvsio. Colon. Agr., I. Kalkofen, 1653. 12. S. 104 — 120. Ein abdruck auch, besonders paginirt, hinter des Josephi Genesii de rebus constantinopol. libri IV in Venedig 1733. Unter dem namen Fretellus wurde diese Schrift in Stephan. Baluzii Miscel- lanea . . aucta opera et studio Ioann. Dorain. Mansi, Luc® 1761, t. 1. p. 434 sqq., veröffentlicht, wo auch 8. 602 zu vergleichen ist. Beide drucke sind sehr inkorrekt. Laurent hat zuerst wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Eugesippus und Fretellus das gleiche geschrieben haben oder dem einen untergeschoben wurde, irrte aber in der annahme, dass in Eugesippus der falsche und in Fretellus der wahre name erkannt werden müsse. S. R. Nau- mann’s Serapeum. Zeitschrift für Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und ältere Litteratur. Leipzig, T. O. Weigel, 1858, 101 ff.; auch im jahr- gang 1865 kam jener darauf zurück. S. einlässliches in m. Theoderic. 151 ff. Ich hätte nur noch zusetzen können, dass im brittischen museuin zu London ein papiercodex, der aber, defekt, nur bis Jerusalem reicht, aufbewahrt wird. S. Biblioth. Arundel, nr. 291, 4., s. 6S a. Ferner ebendaselbst, Biblioth. Cottonian, Caligula A. 3. Dieser pergaraentcodex, 4., enthält voran: Croni- con Nicholai Glocestri ab initio mundi usque ad annum 838, und s. 20 sqq. liest man: Modo autem, reverende mi domine, quantum a parvitate uostra sacrorum locorum terre promissionis, scilicet israelitice regionis, noticiam querere dignatus es, prout sanius potero, sublimitati tue diligenter elucidare non dedignabor. Uertam eja stilum u. s. f. Zuletzt folgt eine liste der könige und Patriarchen von Jerusalem. Durch meine Vergleichung des Eugesippus-Fretellus mit dem Theoderich in den noten wird wol eine be- richtigte ausgabe der erstem zwei überflüssig, da ihr wertli ohnehin nicht hoch angeschlagen werden darf, und die abfassung etwas unordentlich ist. Es wäre Zeitverschwendung, wenn man die unstatthaftigkeit des j. 1040 beweisen wollte. C. 1157. Berthold IV., herzog von Henrieberg. De Itineribus religiosis quorundam comitum ac principvm Hennebergi® in Palsestinam sche- diasma prius. Meining®, J. C. Hassert, 1735. 4. Die reise des herzogs wurde 1157 angetreten, und er starb während derselben. Nach dem Sche- diasma posterius (Meining® 1736) fand Wilhelm I. den tod auf der Jerusalem- Digitized by t^.ooQLe 17 fahrt 1426. Wilhelm III. reiste mit dem herzog Albrecht. Die beiden schediasma sind eine lyzealschrift von Chr. Albr. Erck. Sie enthält für die geographie kaum nennenswerthes, und ich würde sie hier nicht eingereiht haben, wenn nicht der vielversprechende titel andere verleiten könnte, sie mit mühe aufzusuchen. 1160—1173. Der jüdische kaufmann, Rabbi Benjamin Ben Jonah aus Tndela in Navarra. Itinerarivm Benjaminis (Tudelensis). Cum Ver- sione et Notis Constantini L’Emperevr ab Oppyck. Lugd. Bat., Elzevir, 1633. Kl. 8. Öfter gedruckt, z. B. ex versione Benedicti Arise Montani, Lips. 1764, .auch in Hornii Ulyssea 339 — 428 (Stuck 2, 13), französisch in den Yoyages . . en Asie dans les XII, XIU, XIV et XV siöcles. Par P. Berge- ron. La Haye 1735, 4., tome 1: Voyage du cölebre Benjamin, und ein jahr früher in Amsterdam, 8., par J. P. Baratier. Eine neue französische aus- gabe besorgte E. Carmoly (Brüssel 1852). Eine sehr gute ausgabe ist die englische: The Itinerary of Rabby Benjamin of Tudela. Translated and edited by A. Asher. London and Berlin 1841 sq. 8. 2 voll. Ebenfalls in Wright’s Early Travels 63 — 126. Eine holländische Übersetzung von J. Keijzer in Leyden 1847. Nach Carmoly erschien die 1. ausgabe hebräisch 1543 in Konstantinopel, die 1. Übertragung, eine lateinische, 1575 in Ant- werpen, und er zählte überhaupt 9 ausgaben des Originals und 26 Über- setzungen in lateinischer, englischer, französischer, holländischer und jüdisch- deutscher spräche. Vgl. Meusel 1, 2, 725 ff., Robinson 2, 536, Zarncke’s literar. Centralblatt, 1852, 587. Die darstellung des spanischen juden, der unter der herrschaft der franken % ungestört Palästina durchreisete, ist so glaubwürdig als di© anderer reisebeschreiber zu seiner zeit und darf nicht übergangen werden, wenn sich auch hier und da märchenhaftes einschlich. C. 1165. Der priester Johannes Würzburger oder von Würzbnrg. Johannis Wirzburgensis . . descriptio Terrae Sanctae. Eruit ex Cod. MS. Inclyti monasterii Tegernseensis in Boiaria . . Romanus Krinner. In B. Pezii Thesaurus anecdotorum noviss. Aug. Vind. 1721. Fol. T. I . p. 3. pag. 4S4 sqq. Dieses ms. scheint sich noch in der münehner- Staatsbibliothek vorzufinden; denn Haneberg am oben sub anno 333 a. o. 37 führt einen cod. von Tegern- see 1418 unter cod.' lat. 19418 an. Eine andere und zwar schöne und korrekte hs. findet sich auf der Universitätsbibliothek in Berlin, ms. lat. 32, pergament, 8., bl. 1 — 33, aus dem 15. jahrhundert. Da der druck etwas verdorben aussieht, so sollten wol für einen neuen abdruck die hss. zu rathe gezogen werden. Deutsch als auszug in der Taschen-Bibliothek von J. Heinr. Jäck 2, 76 ff., aber kaum brauchbar. Der gelehrte Ruland in Würzburg stellt die ansicht auf, dass Johannes Würzburger kein anderer sei als der dichter und redner, meister Johann Gail, ein geborner franzose. S. Theo- deric. 144 f. Die Schrift, von Robinson 2, 538 tief unterschätzt, ist werth- voll und neben Theoderich unentbehrlich. S. Vogüd 1. c. 183, Topogr. I, XVIII, Theoderic. 146 ff., 160 f., 169 f. C. 1165. Pilgernotizen des priesters Othmar. Visio Othmari pres- byteri. Nach einer hs. in einer baierischen bibliothek bei Jakob Gretser, t. 3. de 8. cruce 4. p. horti S. Crucis c. 29 et 30, auch bei Öuaresm. 2,590 sq. Kurz, bei letzterem nur 28 halbseitige zeilen, und doch nicht zu übersehen. C. 1170. Der mönch Epiphanios von Jerusalem. Desselben Jitiytj- oig . . 7t&qI rfjg Svgiag, xai r rjg aylag IldXewg, xrxt rcoy h> avrfj aylmv T o b 1 e r , Bibliographia. 2 Digitized by vj-ooQle 18 T07 iwy, mit lateinischer Übersetzung von Fed. Morellius, in Leonis Allatii 2v{i/LiixTa 48 — 63. Früher ungenau in der Expositio Thematvm Domini- corvm et Memorabilivm quse Hierosolymis svnt. Avtoribus et testibvs ocv- latis, poeta Graeco anonymo, et Epiphanio Monacho S. Vrbis ciue, Logogra- pho minime spernendo. Fed. Morellivs . . expressit. Lvtetiae, Fed. Morelli, 1620. Kl. .8. Eine andere ausgabe auch indem sub anno 1155 (Eugesippus) angeführten werke von Genesius. Nach Ebert ist das buch in Amsterdam bei Waesberghe erschienen. Ob die beschreibung auch in Epiphan. Mon. et presb. Edita et Inedita cura Alb. Dressei, Paris, et Lips., 1843, 8., enthal- ten ist, weiss ich nicht. S. Robinson 2, 538, Topogr. 1, XX, Petzholdt’s Anz. % 1862, 143, Tkeoderic. 150, Grässe’s Trös. 2, 487. Der schrift gibt der umstand einigen werth, dass der Verfasser den griechischen Standpunkt einnahm. C. 1170. Eine anonyme beschreibung des h. Landes. Sie beginnt ohne Überschrift mit den Worten: Per viam superiorem ab Accaron in s. civitatem pergentibus. Als Innominatus II. abgedruckt hinter dem Theode- rich 118 sqq. Vgl. daselbst meine bemerkungen 248 ff. Die schrift enthält einiges, was man anderwärts nicht findet. C. *1170. Kurze beschreibung der heiligen Stätten von einem un- genannten. Descriptio itineris in Terram Sanctam, in Joh. Georg. Eccardi Corp. histor. medii aevi, 2, sp. 1346 — 1 348,. abgedruckt. Der text ist etwas korrupt, kann aber doch zu Vergleichung mit andern beschreibungen ver- wendet werden. 1172. Heinrich der Löwe, herzog von Baiern und Sachsen. Der reisebericht des abtes Arnold von Lübeck findet sich s. 241 — 58 in der Chronica Slavorum Helmoldi . . et Arnoldi. Lubecae, Wessel, 1659. 4. Der gleiche bericht auch in der titelausgabe von J. Möller. Lub., Böckmann, 1702, 4., so wie in Scriptorum Brunsvicensia illustrantium t. 2. Cura G. Gv. Leibnitii. Hanoverae, Foerster, 1710. Fol. S. 630 — 637. Eine deutsche Über- setzung lieferte J. C. M. Laurent nach der ausgabe in den Monumenta Ger- maniae. Mit einer Vorrede von J. M. Lappenberg. Berlin 1853. Vortitel: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 3, 28 1 ff. Ich benutzte: Dissertatio historico -geographica, exponens glor. mem. Principis Henrici Leonis, Dvcis Bavariae et Saxoniae, Iter Hierosolymitanum . . a Praeside . . J. Frid. Schmid .. Respondente Christ. Conr. Clodio. Helmstad., G. W. Hamm, 1711. 4. 1 bl., 86 s. In einem wüst von gelehrsamkeit ist das brauchbare schwer heraus- zufinden. Man sehe von s. 41 an. Der herzog beschenkte reichlich die grabkirche in Jerusalem. S. Petzholdtfs Anz., 1862, 144. C. 1172. Der wolunterrichtete deutsche Theodericb. Theoderici libellus de Locis Sanctis editus . . Cui accedunt breviores aliquot descriptiones Terrae Sanctae. Nach hss. mit bemerkungen herausgegeben von Titus Tobler. St. Gallen, Huber. Paris, Franck, 1865. Kl. 8. Pater Wilh. An t. Neumann, kapitular des Cisterzienser- Stiftes Heiligenkreuz unweit Wien, machte mich darauf aufmerksam, dass bei Trithemius de Viris 111. O. S. B. 1. 2. c. 16. stehe: Theodericus Monachus Hirsaugiensis vir doctus et eloquens scripsit de locis Terrae Sanctae libr. I. Es unterliegt keinem zweifei, dass die schrift von Theodericb zu den bedeutendsten mittelalterlichen berichten über das h. Land gehöre, urtheilt Haneberg im sub anno 333 angeführten litteraturblatt (34), und ich unterschreibe dieses urtheil. Digitized by Google 19 1175. Der Vicedominus Burkhard (Gerhard) von Strassburg. Gerardi Friderici I. in iEgyptum et Syriam ad Saladinum legati Itinerarium, in der sub anno 1172 angeführten Chronica Slavor. 516 — 525; deutsch von Laurent a. oben sub anno 1172 a. o. 281 ff. Unter dem namen Magister Burchar- dus, Vice-Dompnus Gentinensis (wol Argentinensis) Ecclesie, erschien der kurze gesandtschaftsbericht hinter Jules de St.-Genois’ Thietmar 58—61, von J. C. M. Laurent nach hss. berichtigt im Serapeum, 1858, sonderabdruck Leipz., Weigel, 1858. 5 — 12. Allein beide ausgaben müssen eine bearbeitung des ursprünglichen textes sein, weil voran das jahr 1175 steht, und doch wiederholt auf den spätem Thietmar verwiesen wird. Der abstecher nach Jerusalem wird bei St.-Genois nicht erwähnt, dagegen bei Laurent 1 1 f. mit den wenigen zeilen : Inde (nahe bei Damaskus) a quodam patriarcha Jheroso- limis perducta fuit (ein Marienbild). Tune temporis quedam abbatissa supra- dicti loci causa oracionis et peregrinacionis in Jherusalem peregrinauit, et impetrata tabula a domino patriarcha Jherosolimitano eam secum ad suam ecclesiam transportauit. Accidit autem hoc anno incarn. Dom. CCCLXX. Sed postea paucis annis elapsis cepit ymago picta crescere et fortiter ex ea sacrum oleum emanare. Deinde procedens vsque ad Accaron veni. Deinde Jherosoli- nris. A Jherosolimis veni vsque Aschalon. Hec ciuitas supra mare sita est et parua, muris et fossis valde munita, et est satis sana. Abiui uero per desertum. Nach Laurent (a. a. o. 3 f.) steht fest, dass der Verfasser nicht Gerhard, sondern Burkhard hiess. S. auch Ritter’s Erdk. 15, 40 f., Robinson 2, 536 sq., Petzholdtfs Anz., 1862, 145. 1175—1180. Der Rabbi Petachia von Regensburg. Peregrinatio R. Petachiae, in Joh. Christ. Wagenseil Exercitationes sex varii argumenti. Altdorf., Schönnerstsedt, 1687. 4. 160 — 203. Hebräisch und lateinisch auch in Ugolinus’ Thesaurus antiqq. 6, 1166 — 1192. Französisch und hebräisch: Tour du Monde, ou Yoyage du Rabbin Pötachia . ., enthalten im Nouveau Journal Asiatique, Paris 1831, t. 8. p. 257 — 307, 353 — 413, von E. Carmoly. Hebräisch und englisch von A. Benisch, mit noten von ihm und W. F. Ains- wortb. London 1856. S. Robinson 2, 536, Petzholdfs Anz., 1862, 144 f. Die schrift enthält wenig einschlagendes, und dieses noch ist von geringem belang. C. 1180. Eine kurze beschreibung der h. Stätten in Jerusalem und Bethlehem von einem ungenannten. Sie beginnt: Oies la deuise del sainct liu de iherusalem qui onques les uora cerkier por orer, und ist abge- druckt in der Topogr. 2, 1003 — 1006. Weil die kirche in Mär Eliäs, die um 1160 wieder hergestellt war, gleichwie beim Innominatus II. (Theoderic. 126), als bestehend erwähnt wurde, so nahm ich schon deswegen eine spätere zahl als wahrscheinlich an. Die kirche mit dem prätorium steht noch ohne schwanken auf dem berge Zion, und man darf mithin auch nicht zum j. 1187 heruntergehen. Die klare pilgeranleitung verdient einige beachtung; in eini- gen stücken kann die Citez de Iherusalem ergänzt werden. C. 1180. Eine anonyme aufzählung der h. Stätten. Sie beginnt ohne aufschrift: Ego iui de Accon in Caifa, und endet in Tortosa, vbi fece- runt capellam in honore beate virginis. Nach der Heil.-Kreuzer-hs. nr. 88 in der österreichischen Vierteljahresschrift für kathol. Theologie . . von Th. Wiede- mann, Wien, 1866, 8., s. 221—257, als Innominatus V. (211) im anschluss an meine 4 Innominati herausgegeben von W. Ant. Neumann. Belehrend ist die Einleitung (211 — 221) und sehr reichhaltig und umfassend sind die 2 * Digitized by t^.ooQLe 20 anmm. Der cod. F. 12 im chorherrenstifte S. Florian enthält auch die 2. hälfte, wie sie bei Thomas vorkommt (s. 22 f. sub a. 1187), nach einer brieflichen mittheilung von pater Neumann. Das pilgerbüchlein ist kurz, enthält wenig deskriptives, meist distanzangaben , doch auch einiges neue, weswegen man durch den druck eine willkommene gäbe erhalten hat. C. 1182—1185. Der historiker Wilhelm, erzbischof von Sftr. Belli sacri historia Libris XXIII comprehensa, de Hierosolyma, ac Terra Promis- öionis . . Gvilielmo Tyrio .. autore . Basil., Brylinger et Op., 1549. Fol. Andere ausgaben daselbst 1560, 15S3. Die Historia rervm in partibvs transmarinis gestarvm . . Edita a . . Willermo Tyrensi, erschien auch in den Gesta Dei per Francos von Bongars, s. 629 — 1043. Statt Guilielmus kommt im spanischen auch die form Guillermo vor. Nach de Saulcy (Voyage en Terre Sainte. Paris 1865. I, 88) gibt es eine lateinische Edition de l’Acaddmie des Inscriptions et Belles-Lettres , t. 1. Da weiter nichts bemerkt ist, so kann ich nicht angeben, ob vielleicht diese edizion nach dem pergamentcod. in der bibliothek der medizinischen schule in Montpellier vom grafen Beugnot besorgt wurde (s. meine ausgabe des Antoninus Martyr 62 f.). Dass die berichtigung des textes geboten war, liegt auf der hand, und gerade wegen des verschiedenen lautes geriethen Karl v. Raumer und ich ein wenig an einander. Schon Kunstmann in München machte auf die abweichenden aus- gaben aufmerksam. G. Philipps und Görres, hist, polit. Blätter, 1858,196. Besonders s. man, namentlich über die noch vorhandenen hss. Paul Riant: De Haymaro Monacho . . Accedit eiusdem Haymari M. de expugnata 1191 Accone lib. tetrastichus. Paris. 1865. 8. P. 7 sqq. Ueber eine italienische Übersetzung schreibt Riant 1. c. 22: Prava eadem lectio in Italica Guillelmi Tyrii versione, a Laurentio Florentino 1347 conscripta, reperitur: qui, in 1. 20. c. 1.(1167), mentionem quamdara ‘Willelmi Acconensis episcopi’ recte primum translatum (Guglielmo vescovo d’Acri) ipse, addita uota, adulterat (Arcivescovo d’Acri). Cod. ms. bibl. Laurent., plut. 61, nr. 15, fol. 186. Ins französische wurde Wilhelm von Gabriel du Pröau übersetzt. S. Riant 1. c. 25. Französische Übersetzungen sind handschriftlich vorhanden in Besan^on (aus dem 13.jahrh.) und in der Bibliotheque de rinstitut zu Paris (pergament- cod.). S. Haenel Catal. 71, 295. Eine deutsche Übersetzung lieferte E. und R. Kausler mit 2 plänen und 1 karte. Stuttgart 1840. 8. In dem werke des besten geschichtschreibers der kreuzzüge trifft man manche sehr schätz- bare geographische episode, z. b. 1. 8. c. 1 sqq. C. 1185. Eine kurze anleitung von einem ungenannten. Sie be- ginnt: Omnibus volentibus visitare Sepulchrum Domini, occurrunt loca ista: In Nazareth . ., und endet bei Jerusalem: Inde ubi natus est s. Johannes , Baptista, mit der aufschrift des herausgebers : Instructio sive enarratio quae- dam locorum Terrae sanctae, eorum praesertim quae in templo s. Sepulchri visuntur, ex antiquo manuscripto accepta. In dem oben sub anno 1165 angeführten buch von Gretser und bei Quaresm. 2, 5S7, hier nicht einmal eine folioseite füllend. Vor 1184 konnte die anleitung nicht geschrieben sein, da sie ad puteum Jacob kommt, der erst 1184 aufgedeckt wurde. Topogr. 2, 60. Vgl Bernard. Thesaurar. in Guizot’s Collection’ des Mömoires pour l’histoire de la France, t. 1 9. p. 14. S. auch Topogr. 1, XIX. Eine hs. K. 31 findet sich, nach Neumann, in Melk; aus dem 12. jahrhundert. Vielleicht liess Gretser sie drucken. Nicht zu übersehen. 1185. Der mönch Johannes Phokas von Kreta. Seine 'Excpgcung ly Digitized by CjOOQle 21 cvyotyti % (Sy an ^Avxioydag fit/qig c hqoGoXv/na)y xuoTQwy , xai /(oqcoy , JEvqiag, (Doiyixrjg, xai t&v xaxä TIaXaiGiiyt]v ayiwy roncay, mit lateinischer Übersetzung von Barthold Neuhaus (Nihusius) in Leonis Allatii ^v/u/lux za 1 — 46. Eine andere ausgabe auch in dem sub a. 1155 (Eugesippus) ange- führten werke von Genesius, nach Ebert und Petzholdt (Anz., 1862, 146) ebenfalls in Amsterdam bei Waesberghe. Lateinisch in Bollandi Acta sanctorum, maji t. 2. p. I sqq. Phokas, der sohn des mönches Matthäus, der auf der insei Patmos lebte, ist schon deswegen von werth, weil er zwei jahre eher, als die Christen Jerusalem räumeq mussten, die kirchen und klöster, vomämlich dieser stadt und ihrer Umgebung, ziemlich ausführlich schilderte. 1187. Die ausführliche beschreibung der stadt Jerusalem und der Umgebung von Hugo Plagon. Ci orroiz lestat de la eite de Iherusalem, comment eie siet (berner-cod. 41), gewöhnlich unter dem titel: La citez de Iherusalem 1187, zitirt. Die altfrauzösische beschreibung erschien zuerst als note auszüglich in des grafen Beugnot Assises de Jerusalem, 2, 531 sqq., beginnend mit den Worten: En quel estat la citez de Jerusalem et li seins lieu estoient ä ce jour, und geht bis ä Romme, welche der herausgeber auf der Bibliothfcque royale erhielt und sie als genau und im 13. jahrhundert abgefasst bezeichnet. Aufgenommen auch von Schultz 107 sqq., Williams (Mem.) 134 sqq., Holy City, 1849, 1, app. 134, von Robinson 2, 556 sqq., ins englische mit vielen fehlem, wahrscheinlich aus Williams, übersetzt bei Barclay 368 — 377. Der urtext war ohnehin sehr fehlerhaft, und ich gab 1854 nach 3 berner-hss. einen vielfach berichtigten heraus in der Topogr. 2, 987 — 1002. Nach Aless. Bassi (Rignon’s Annal., 1863, 104) wurde 1859 die nämliche beschreibung von der akademie der inschriften und schönen Wissenschaften im Recueil des historiens des Croisades, t. 2., veröffentlicht. Bassi rühmt diese ausgabe als die beste. Uebrigens ist seine, wie de Saul- cy’s (Voyage en T. S. 2, 21) bibliographische bezeichnung von der art, dass ich nicht weiss, ob der eigentliche herausgeber der graf Beugnot ist. Ein jahr nachher erschien diese beschreibung nach der nämlichen quelle in den figlises de la T. S. des grafen de Vogüö, ohne dass dieser der letzten aus- gabe gedachte, als anhang von s. 436 bis 444. Ein ms., welches, so weit ich nachsah, den text gerade so enthält wie bei Vogtie, findet sich in Brüssel, pergamentcod. in folio, doppelkolumnig, nr. 9493, aus dem 1 3. jahrhundert. Es ist eine fortsetzung der geschichte des Wilhelm von Sür, bringt aber das stück nicht bei der eroberung Jerusalems durch Saläh ed-Din an, sondern 17 zeilen unter dem satze: En grant peril laissat Federic les crestiens en la eite de iherusalem. Quar eie estoit toute declose sanz fermete (1229). Endet: obeissans a Rome si come en disoit. Man entdeckte indess in neuerer zeit noch andere manuskripte, und es wäre zu wünschen, dass einmal eine kritische ausgabe veranstaltet würde. Ueber den namen des fortsetzers der geschichte von Wilhelm dem Tyrier ist man noch nicht einig. Ich folgte Du Gange und Marin (Geschichte Saladins. Zelle 1761. Vorne unter den Schrift- stellern), welcher letztere erklärt, dass der wahre Continuator Guilielmi Tyrii bei Edm. Martene und U. Durand (t. 5) in Hugo Plagon entdeckt wurde. Dagegen führt L. de Mas Latrie in der Bibliothöque de l’öcole de Chartes, 1859, sept. — oct., 38 sqq., gestützt auf die berner-hs. nr. 41 H: La chronique d’Heruoul, valet de Balian d’Ibelin, an, dass auf der reise von Näbulus nach Nazareth die Worte eingeschaltet seien: ‘Dont Balian dlbelin fist descendre Digitized by Google 22 un suen valet [qui avoit ä nom Hernoul, ce fu eil qui ceste conte fist mettre en escrit] et l’envoia dedens le cbasteF (hs. fol. 73) und zwar im gleichen Schriftstücke, welches La citez de Iherusalem enthalte. Mas Latrie kommt zum schluspe, dass nichts verbürge, Hugo Plagon sei der Verfasser gewesen (154 sqq.), und Guizot (Mömoires pour l’histoire de la France 19, VII sq.) möchte auch nicht unbedingt beistimmen. Hinwieder bemerkt Bassi (1. c.), dass im Recueil der akademie La Citez de Iherusalem einen unter dem namen: handschrift Rothelin bekannten theil der fortsetzung von Wilhelm ausmache. S. Schultz 115 ff., Topogr. 1, XXII und 2, 984 ff., Planographie von Jerusalem 4, 3. Wanderung 413 f., Antoninus Mart. 63 f., Theoderic. 173, Robinson 2, 537, de Vogüe 1. c. 433 sq. Der Verfasser gibt sehr interessante details, fast alle in so klarer darstellung, dass sie nichts zu wünschen übrig lässt. C. 1187. Eines ungenannten verzeichniss der heiligen Stätten, welche vom pilger besucht werden. Die anleitung, welche unmittelbar nach der so eben genannten beschreibung der stadt folgt, beginnt: Nous vous avons dit comment la sainte Citez de Iherusalem seoit au jour que Salehadin et li autre Sarrazin la conquisterent sur les Chrestiens : apres nous dirons des pelerinages, comment li pelerin y aloient, und ist enthalten im angeführten werke Vogüö’s 444 sqq. Nach Bassi (1. c.) wurde auch dieses verzeichniss von der akademie der inschriften ein jahr früher durch den druck bekannt gegeben. Im gleichen brüsseler-ms. (94 93), welches La citez de Iherusalem enthält, folgt gleich dieses verzeichniss, welches mehr den von Vogüd benutzten mss. Sorb. 383 und 387, F* frang. 8404 (1. c. 434) ent- spricht. Ich halte dafür, dass dieses stück von einem andern Verfasser her- rühre, weswegen ich es auch getrennt hier aufführe. Der kopist war nur bestrebt, mehr oder weniger zusammengehöriges an einander zu reihen ; denn in einer geschickte der kreuzzüge sucht man eine pilgeranleitung wol um- sonst, während Hugo Plagon eine Schilderung der stadt, wie sie im jahr 1187 war, ebenso gut einschalten konnte, als seiner zeit der geschichtschreiber Flavius Josephus ähnliches gethan hat. Auf jeden Fall wurde die anleitung nicht vor 1187 geschrieben, da es im texte lautet: monte Syon: lä fu la grant yglise qui est abatue ou Nostre Dame trespassa. Der brüsseler-cod., der auch noch die beschreibung der verschiedenen nazionen, nach einigen auslassungen über Aegypten, in nachfolge hat, weiset hinten die jahrzahl 1261. Als ich 1861 in Brüssel die hs. sah, merkte ich mir vor, dass sie den druck verdiene. G. 1187. Eines ungenannten Schilderung der nazionen, der templer, hospitalbrüder , der ehrwürdigen statten, der quellen, berge, thiere, bäume, der veränderten namen. Tractatus de locis et statu sancte terre ierosolimitane, herausgegeben von G. M. Thomas in den Sitzungsberichten der k. baieriseben Akademie der Wissenschaften, 1865, 2. bd. München, G. Franz, 1865. 8. Sonderabdruck s. 12 — 24. Auch mit vielen anmm. von Wilh. Ant. Neumann in der sub anno 1180 angeführten theologischen Vierteljahrs- schrift s. 258— 282 als zweite abtheilung. In Brüssel beginnt ein perga- mentcod. 10150, kl. 4., aus dem 1 2. jahrhundert: Terra iherosolimitana, und endet : plurimos fuisse et nullos, nur 5 seiten zählend. Auf der letzten Seite steht die jahrzahl 1190. Nach dem katalog wäre der Verfasser Wilhelmus Marchianensis. Der 2. theil ist, aber fehlerhaft genug, manchmal sogar un- verständlich , in Eccardi Corp. histor. medii aevi, 2., col. 1350 — 1353, ab- Digitized by t^.ooQLe 23 gedruckt. Vgl. oben sub anno 1170. Thomas 10. Der abdruck von Neu- mann reicht nur bis s. 24 bei Thomas, und so fehlt bei ihm von: De rege et baronibus, an, inbegriffen den abschnitt : De excidio regni et regibus Jeru- salem. Das fehlende gehört jedoch mehr der geschichte an. Aehnlich ist die papierhandschrift in der bibliotheca rehdigeriana zu Breslau , S. IV. 3. p. 22, 4., aus dem 15. jahrhundert, lxix 1 ' — lxiiij. Die aufschrift lautet: Sytus et descriptio terre jerosolimitane , und das ende: Explicit Sytus et descriptio terre jerosolimitane. Deo gratias Amen. Auch dieser cod., wie die münchner, hat die könige u. s. w., und liest man s. lxiij: Rex Guydo. Hiis diebus Sybilia . ., cum duobus filiis suis, mortua est. Damit kommt man auf das j. 1194, mit den münchner-hss. auf 1107. Je nachdem der kopist in späterer zeit lebte, führte er wol die geschichte der könige weiter fort. Der kern der schrift fällt unzweifelhaft in das j. 1187 oder in ein früheres jahr ; denn die kirche des h. Stephans, der dort' gesteinigt ward, wird als beste- hend erwähnt; sie wurde bekanntlich noch vor der belagerung im j. 1187 geschleift. Man vgl. auch bei Basnage, ausgabe von Burchard, 4. tom. : De terra Jerosolymitana. S. Thomas 21, Neumann 272. Auch heisst es (Neu- mann 270;: In ecclesia Dominici Sepulcri sunt Canonici S. Augustini. Die sorgfältigen herausgeber verdienen den dank für den schätzbaren beitrag. 1191. Meister Walther Vinsauf. Itinerarium Regis Anglorum Richardi Et aliorum in terram Hierosolymorum. Auctore Gaufrido Vinsauf. ln Histo- riae Anglicanse scriptores quinque. Oxoniae, Sheldon, 1687. Fol. 2, 245 — 433. Englisch in den Chronicles of the Crusades. London, H. G. Bohn, 1848. 8. S. 69 — 339. Nach Reinh. Pauli (Gesch. von England. Hamb. 1853. 3, 874 ff.) wurde die autorschaft ohne grund dem ritter Gottfried Viusauf zugeschrieben. Michaud (Bibliogr. des Croisades 1, 477 sq.) nennt den Verfasser Gauthier Vinisauf. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 146. Der geo- graph findet einiges brauchbare. C. 1200. Boha ed-Din, Schriftführer des Sultäns Saläh ed-Din. Vita et res gestae Sultani, Almarichi Alnasiri, Saladini. Auctore Boliadino f. Sjeddadi. (arab.) Ed. et latine vertit Albertus Schultens. Lugd. Bat., Lucht- mans, 1732. Fol. Titelausgabe 1755. S. Robinson 2, 537. Der index geo- graphicus von Schultens ist besonders lehrreich. 1210. Der Babbi Samuel bar Simson aus Lunel. Itinöraire de Pa- lestine, in den Itinöraires de la Terre Sainte . . traduits de Thöbreu . . par E. Carmoly. Bruxelles, A. Vandale, 1847. 8. S. 127 — 166. Mit einer ein- leitung des herausgebers 115—126. Carmol/s kenntnisse gehen auf der Christenseite nicht über Chateaubriand hinaus; nur dass die rittersche karte benutzt wurde. Das itinerarium beschränkt sich beinahe nur auf anführung von gräbern und ist unwichtig. C. 1210. Der bischof und legat Jakob von Vitry. Jacobi de Vitri- aco . . Libri dvo. Quorum prior Orientalis , siue Hierosolymitanae : Alter, Occidentalis Historiae nomine inscribitur . . opera D. Franc. Moschi . . in lucem edit. Dvaci, Balthasar, 1597. 8. Die Praefatio dazu rückte Canisius dem tom. 6. Antiq. lect. hinten bei. Auch in Bongars’ Gesta Dei per Francos 1051 — 1149, und in Martene’s und Durand's Thesaur. Novus Anecdotor. Lut. Paris. 1717. Fol. Sp. 267 — 306. In Turin findet sich ein ms. auf der Universi- tätsbibliothek und ebenso in Berlin (katalog fol. 1 36. b). Andere mss. in Arras, S. Omer, in Paris (Biblioth&que de l’Arsenal), in Valencia (descriptio terrae sanctae), abgekürzt in Middlehill. S. Haenel Catal. 49, 260, 319, 809, Digitized by Google 24 865 f., 1000. Französisch Paris 1604. 12. Jakob wurde später nicht bloss bischof, sondern kardinal und wird von Burchard (de Monte Sion) irrig als Patriarch angeführt. S. edit. Laurent 45, 73. Die zitirten stellen vgl. bei Bongars 1074 und 1079, woraus erhellt, dass die lesarten ein wenig ab- weichen, aber auch, dass Jakob wahrscheinlich Jerusalem besuchte, weil er Burchard als autorität gilt. Ueberhaupt gibt der französische bischof (be- sonders s. 1067 — 1129) eine auf eigne anschauung beruhende physische, geographische, theilweise naturhistorische werth volle beschreibung des h. Lan- des. J1 ot en france.i.bon clerc qui prescha de le crois qui auoit anon maistres iakes de uitri. Cod. ms. bern. 113 p. 160 A\ S. Adrichom. nach s. 286 bl. I", Stuck 2, 125, Ritter 15, 44, Petzlioldt’s Anz., 1862, 147, Sur les lettres in&iites, die wenige geographische notizen enthalten, Jules de S.-G&iois in den Mömoires de l’acad&nie Royale .. de Belgique t. 13 (1849). 1212. Wilbrand, graf Hallermund von Oldenburg, domherr von Hildesheim, nachher bischof von Utrecht. Willebrandi ab Oldenborg, Itinerarivm Terrae Sanctae. In Leon. Allatii 2vf.tf.uxza 122 — 152. Ebenfalls hinten bei Genesius (s. oben sub anno 1155). Nach Ebert erschien das buch auch in Amsterdam bei Waesberghe. Beckmann sagt nun, dass der druck- ort in den ov(Lif.uxTa falsch angegeben sei , weil das buch in Amsterdam gedruckt wurde. Neuere ausgaben veranstaltete mit vieler Sorgfalt J. C. M. Lau- rent: Wilbrandi de Aldenborch . . Peregrinatio. 4. 3 — 30, (ins deutsche) über- setzt und erklärt 40 — 67. Hamburg, T. G. Meissner, 1859. 4. Auch ist Wil- brändus de Oldenborg in dem werke von Laurent: Peregrinatores medii aeyi quatuor, Lips., Hinrichs, 1864, 4., der vierte: iterum edita, 162 — 190. Dem herausgeber diente, ausser dem druck von 1653, eine berliner-hs. vom 17. jahr- hundert. Der text erscheint in den neuesten ausgaben mehrfach berichtigt; doch wesentlich neues enthält er nicht viel, und zumal ist zu beklagen, dass auch hier das endsttick fehlt. S. Beckmann 2, 529 ff., Petzholdtfs Anz., 1862, 146. Dem buche lässt sich werth und brauchbarkeit nicht absprechen, und jener tritt um so sichtlicher hervor, wenn man erwägt, dass er bloss 25 jahre nach Saläh ed-Din’s einnahme von Jerusalem Palästina durchpilgerte. 1217. Meister Thietmar. Magistri Thetmari Iter ad Terram Sanctam.. Ex cod. ms. edidit Titus Tobler. St. Galli et Bernse, Huber, 1851, 16. Bei- nahe gleichzeitig, doch offiziell erst am ende von 1851, erschienen lateinisch Yoyages faits en Terre-Sainte par Thetmar, en 1217, et par Burchard de Strasbourg, en 1 175, 1189 ou 1225; Par .. Jules de Saint-Gönoiö , als Extrait des 25.theils der Mömoires de TAcadömie Royale. 4. 615, von 3 9 — 58 Epistola (in meiner ausgabe die aufschrift : De terra sancta) Mag. Thetmari. Vorzüglichen fleiss auf die ausgabe verwandte Laurent: M. Thietmari historia de dispositione terre sancte. Collatis codd. Hamburg., Vratislav. Stelzneri et Rhedigeri, Guelpherbytano, libris editis recensuit J. C. M. Laurent. Hamburgi, J. A. Meissner, 1852. 4. Particula 1. s. 9 — 33 geht nur bis s. 20 der spätem ausgabe. Eine particula ulterior kam nicht mehr heraus, dafür das ganze: Mag. Thietmari Peregrinatio. Ad fidem cod. . . edidit annotatione illustravit codd. recensum scripturse discrepantiam indicem rerum et verborum adiecit J. C. M. Laurent. Hamburgi, T.T. Meissner, 1857. 4. 2bll., 1 — 80 s., text l — 54. Diese ausgabe macht die früheren edizionen entbehrlich, sich selbst aber sowol wegen der bereinigung, als wegen der Vervollständigung des textes unentbehrlich. Ein verdeutschter, Jerusalem und Bethlehem angehender auszug nach der basler-hs. : Magister Thetmars Reise nach Palästina und Digitized by Google 25 Egypten, im Anfang des 13. Jahrhunderts. Bearbeitet und mitgetheilt von J. A. Sprecher v. Bernegg, ist enthalten in H. Mr. Malten’s neuester Weltkunde, 1844, 8. (Frankf. a. M., Brönner). 184—93. S. mein Bethlehem VIII, Siloah- quelle und Oelberg 317 ff., Topogr. t, XXIII f., 3. Wanderung 414, Petzholdt’s Anz., 1861, 279 und 1862, 146 f. Thietmar blieb 4 tage und 4 nächte in Jerusalem. Für dieses ist er nicht bedeutend, sonst aber, besonders wegen der auch den berg Sinai umfassenden pilgerfahrt, verdient er beachtung, in der that mehr, als ihm bisher zu theil wurde. C. 1220. Eine kurze beschreibung des heiligen Landes von einem ungenannten. Pergamentcodex, biblioth. Arundel. 52. D, im brittischen museum, doppelspaltig, aus dem 13. jahrhundert, von bl. 73 h an nicht einmal 5 kolumnen umfassend. Die beschreibung beginnt: Or vous dirai de la seinte eite de Jerusalem et del pais envirvn. Jerusalem est assis en mi le munde. Dann Damaskus, Antiochien, Tyrus, 74*: iordan. Auch Aegypten und der berg Sinai ist mitgenommen. Eine beschreibung von Jeru- salem, die man gerade erwartet, fehlt. Meist trockne distanzangaben und von sehr untergeordnetem werthe. C. 1220. Eine kompendiöse darstellung des h. Landes von einem ungenannten findet sich in Brüssel, papierhs., nr. 7579, fol., aus dem 1 6. jahrhundert: kopie ex ms. Rubese-Vallis. Dieselbe beginnt: Historia Hiero- soiimitana. Liber primus. Ebron Metropolis olim philistinorum , was auf den Eugesippus-Fretellus zurückdeutet, und endet: Post hunc (Balduinus) Joannes comes Breniensis regnauit. Der graf Johann von Brienne, später könig von Jerusalem, starb 1237. Wilken’s Gesch. 7, 438. Der dortige cod. ms. 9826, von gleichem inhalte, bricht dagegen in der aufzählung der könige von Jerusalem bei Fulco, graf von Anjou, der 1143 mit tod abging, ab. Ich sah die hss. zu wenig durch, um ihren werth und ihre Verwandt- schaft mit dem Tractatus de locis sancte terre (s. oben sub anno 1187) ge- hörig beurtheilen zu können. C. 1220. Der grieche Jäküt el-Hamawi. S. oben sub anno 988, in der zitirten Zeitschrift s. 459 — 464. Ein Jerusalem betreffender auszug er- schien im ‘Ausland’ von 0. F. Peschei. Augsburg, Cotta, 1864. 956 f. Aus- züge lieferte im französischen de Guignes in seinen Notices et extraits des Mss. de la Bibliothöque du Boi. Paris 1787 sq. Tom. 2. S. C. Rommel, Abvlfedea Arabise descriptio. Gott. 1802. 4. Litt. IV. Rommel sagt, dass Eben Nur Jacut eigentlich Bakui heisse. Vgl. Bellermann 2, 43 f. Von werth. 1226 ff. Johann von Joinville, feldmarschall Ludwig IX., königs von Frankreich. Memoirs of Louis IX. king of France (commonly called Saint Louis). By John Lord de Joinville, in den Chronicles of the Crusades ' (s. oben sub anno 1191) 351 — 556. Vgl. auch Joinville, Histoire de St. Louis IX.. p. Ch. du Fresne, sieur du Cange. * Paris 1668 und Paris 1761. Fol. S. Wilken’s Gesch. 7, hinten 66, Grässe’s Trös. 3, 472 sq. Wegen einiger geo- graphischer notizen zu beachten. C. 1244. Der englische mönch Matthäus Päris. Matthsei Paris, monachi Albanensis Angli, Historia major. Paris, G. Pelö, 1644. Fol. Er nahm 1217 das ordenskleid und starb 1259. Einiges topographische stimmt wesentlich mit Wilhelm von Sür (8, 2). Ein auszug in Michaud’s Biblio- graphie des Croisades 1, 533 — 550. Vgl. Grässe’s Trös. 5, 134. Einiges historische und geographische ist brauchbar. Digitized by t^.ooQLe 26 *C. 1247. Der nachherige Papst Urban IV. Jacobi Pantaleonis Galli Patriarchae Hierosolyraitani über de T^erra saneta. Er trug die päpst- liche Krone von 1261 bis 1264. Ich führe die schrift aus Adrichomius an (287 n ), und ich war nicht im stände, sie irgendwo zu entdecken. Eine Ver- wechslung mit Godefredus Monachus S. Pantaleonig, der annalen geschrieben hat, wäre nicht mögüch gewesen, wol aber mit dem Jacobus patriarcha Hierosolymitanus. In gedruckten ausgaben wird Jakob nicht, wie in der ed. Laurent 73, Iacobus de Uitriaco, ierosolimitanus patriarcha, sondern ge- wöhnlich Dominus Jacobus, patr. Hieros., genannt. Jacob de Vitry, welchem der zuname Pantaleon gegeben werden konnte, und der von Burkhard (s. oben sub anno 1210, s. 24) wirklich patriarch von Jerusalem genannt wurde, darf wol nicht gemeint sein. Die reiseschilderung eines Jacobus, Patriarchen von Jerusalem, gedruckt 1536, wird von Aitsinger und nachher von Le Clerc in seiner praefatio zur Geographia Sacra Sanson’s p. 22 angeführt. Einen nicht hieher gehörenden Pantaleam werden wir sub anno 1552 antreffen. *C. 1250. Philippus. Gloriosae ac sanctae civitatis Jerusalem peregri- nationes scire cupientes nec non totius terrae sanctae, oportet prius, sicut mihi videtur, Nazareth pergere, quia dignum est, quod ubi nostrae redem- ptionis fuit initium, inde nostrae peregrinationis sumamus exordium.- So lautet der anfang eines Schriftstückes, cod. Melicens. H. 17, auf papier. Die gleiche hs. findet sich auf der wiener- hofbibliothek, im stifte Klosterneuburg und in Troppau. Die schrift hat mit der des Odoricus viel verwandtes. Schwer ist es, den Philippus, den einfach ein paar handschriften haben, recht kennen zu lernen, einmal weil man nicht weiss, ob dies der name des Verfassers oder des kopisten sei, und dann weil, gesetzt den fall, dass man es hier mit dem autor zu thun hat, es nur Sache der vermuthung ist, wenn man auf den prior provinciae terrae sanctae fällt, dessen brief bei Quötif und Echard, Biblioth. dominic. 1, 104, abgedruckt ist. Gefällige handschriftliche mittheilung des pater Wilh. Ant. Neumann in Heiligenkreuz. C. 1250. Der protonotar Perdikas von Ephesos. IltQÖixov i tqco- tovotolqIov T7jg > E(ftoov 'ExyQaaig i itgl t(vv iv ‘ItgoooMfuoig xvQtaxwv #£- fiduov, mit lateinischer Übersetzung von Fed. Morellus in Leonis Allatii 2vf.if.uxja 65 — 7S, früher (1620) mit Epiphanios (s. oben diesen sub anno 1170), und hinten im Genesius (s. oben sub anno 1155). Perdikas, ein augenzeuge, schrieb in gebundener rede, und wenigstens einiges lässt sich zu nutzen ziehen. • 1258. Der jüdische gräberpilger Jakob von Paris. Description des Tombeaux Sacrös, in den oben sub anno 1210 (Samuel bar Simson) ange- führten Itinöraires 183 -188. C. 1270. Eine gedrängte beschreibung des heiligen Landes von einem ungenannten. Haec est via ad Terram Sanctam, als Innominatus III. zu meinem Theodericus 128 — 134, bemerkungen 250 — 253. Vgl. Neumann in der oben sub anno 1180 angeführten Zeitschrift s. 224. C. 1275. Kurze anleitung zu einer wallfahrt von einem, unge- nannten. Sie beginnt: De Famagusta est propior via ad terram, als Inno- minatus IV. zu meinem Theodericus 134 — 140, bemerkungen 253 f. Vgl. P. Neumann a. a. o. 221, 246. Beide, der Innominatus III. und IV., sind von untergeordnetem werthe. Digitized by. v^-ooQle 27 C. 1283, vor- und nachher. Der graf Burchard (Burkhard) von Barby, Ordensbruder im kloster vom berge Zion. Die älteste ausgabe erschien im Rudimentum nouiciorum zu Lübeck bei Lukas Brandis de Schasz 1475.* Fol. Von bl. 164 — 188: prologus terre sancte. Mit einer sehr un- vollständigen karte von Palästina. Ich sah das buch unverstümmelt in der biblioth&que de l’arsenal in Paris. Dieser ausgabe folgte eine in Basel 1494. 16. — In Venedig 1519: Veridica Terre Sancte Regionumque finitimarum ac in eis mirabilium descriptio. Nusquam antebac impressa. Impressum Uenetiis, T. de Tridino, 1519. Kl. 8. AufE 1 a steht: Reverendi et devotis- simi . . fratris Borchardi Alimani, ordinis predicatoris, liber, jqui inscribitur de Descriptione T. S. eidemque adiacentium regionum. Der bologner-professor Chrysostomus de Casali ordnete das ms., verbesserte etwas den styl, und flocht namentlich auch die sehr zahlreichen Verweisungen auf die h. schrift ein. Herausgeber war der predigermönch Joannes Host de Romberch Kyr- spersis. Jener schrieb dazu auch ein sehr brauchbares Repertorium descri- ptionis T. S., welches er aus Burkhard schöpfte, alphabetisch ordnete, immer auf die kapitel und §§. hinweisend. In einem ebenfalls unpaginirten exem- plar der gleichen venezianischen ausgabe, in Edibus Joannis Tacuini de Tri- dino, las ich nach: Veridica Terre Sancte etc., die Überschrift: Liber de- scriptionis Terre Sancte: eidemque adiacentium regionum editus ab eruditis- simo et deuotissimo patre ordinis Predicatorum professore Borchardo Alimano explicit, mit einem vorausgehenden alphabetischen register. — Ausgabe 1532 in Basel : Locorvm Terrae Sanctae exactissima Descriptio, avtore F. Brocardo (Herwag, fol.), im Nows Orbis Regionvm (Hervag. Fol.) und in Paris im gleichen Orbis (Galeocant. Fol.), mit karte; herausgeber Simon Grynäus. — 1536 in Antwerpen : Descriptio Terrae Sanctae exactissima, autore Brocardo (Stels. Kl. 8.). — 1537 in Basel eine neue auflage der Descriptio von 1532. — 1544 in Paris ein abdruck der antwerper-ausgabe von 1536 (Poncet Lepreux). — 1554 in Wittenberg: Descriptio Locorvm Terrae Sanctae ex- actissima Autore quodam Brocardo (J. Crato. Kl. 8.). — 1555 in Basel: Lo- corvm Terrae Sanctae . . avctore Brocardo im gleichen Orbis (Hervag. Fol.). S. das j. 1532 und 1537. — 1579 in Wittenberg: Descriptio et caet. wie in der ausgabe von 1554 (Joh. Lufft. Kl. 8.). — 1587 in Wittenberg: hinter Peucer wie in den 2 früheren ausgaben. — 1 587 in Magdeburg: Borchardus monachus Germanus. Descriptio terrae sanctae (4.). — 1593 wieder in Magde- burg : Fratris Borchardi , Alemani, . . liber , qui inscribitur Descriptio Terrae sanctae, herausgegeben von Reinerus Reineccius (Kirchner. 4.). — 1604 in Ingolstadt: Burchardus de Monte Sion in Canisii Lectionis antiquae t. 6. p. 295 sqq., eine bedeutend andere lesart, aber mit wesentlichen druckfehlern (4). — 1624 in Köln. — 1707 in Amsterdam: Locorum Terrae Sanctae.. auctore F. Brocardo, aus Simon Grynäus’ Novus Orbis nach der basler-aus- gabe von 1555, hinter dem sub anno 339 oben angeführten Onomasticon. Fol. 169 — 192. — 1719' in Paris, in J. S. Menochii explicatio totius Scrip- turae Sacrae (Fol.). — 1722 in Venedig, in J. S. Menochii Commentar. Sacrae Scripturae t. 2. append. 151 sqq. (Fol.) — 1725 in Amsterdam: Descriptio Terrae Sanctae, auctore Burchardo de Monte Sion, , mit anmerkungen von Jakob Basnage, im Thesaurus Monumentorum ecclesiasticor. et historicor. sive Henrici Canisii (neue ausgabe der) Lectionis antiquae (Wetsteen. Fol.). 3 — 28. — 1746 in Venedig: Locorum Terrae Sanctae exactissima Descriptio, auctore F. Brocardo, in Blas. Ugolini Thesaurus Antiquitatum Saerar., vol. 6., hinter Reland sp. 1025 — 1068 (J. G. Herthz. Fol.). Es ist genau ein nachdruck Digitized by t^.ooQLe der amsterdamer-ausgabe von 1707 oder aus Simon Grynäus’ Novus orbis. — 1864 in Leipzig: Peregrinatores medii mvi quatuor Burchardus de Monte Sion . . Quorum . . duos . . ad fidem librorum manuscriptorum recensuit J. C. M. Laurent. Lipsise, J. C. Hinrichs, 1864. 4. Dies ist eine vielfach be- richtigte und vervollständigte ausgabe, so dass alle ältern, wenigstens ohne Vergleichung mit dieser, nicht gebraucht werden dürfen. Auch wird die be- nutzung des buches durch kritische anmerkungen und durch ein namen- register ungemein erleichtert. Im mittelalter hat Burkhard die mönche oder gelehrten nicht wenig beschäftigt, und viele bibliotheken besitzen daher hand- schriften. Der fleissigen handschriftenschau von Laurent habe ich übrigens nur weniges beizufügen. In der bibliotheca Kelidigeriana zu Breslau enthält die papierhandschrift S. IV. 3 a. 38, in quart, aus dem ende des 14. jahr- hunderts, hinten den Burchardus: Incipit descriptio terre sancte ierusalem. Beginnt: Dilectissimo in Christo ihsu patri fratri purgardo lectori fratrum predicatorum ordinis in Meydburg frater purgardus de monte syon. Diesem Burkhard sind noch ganz kurze beschreibungen beigefügt, welche zu ver- werthen wären. Sehr wichtig ist die basler-papierhand Schrift A. 1.28, ein- kolumnig, 4., aus dem 1 5. jahrhundert. Brocardus’ traktat beginnt nach dem Fretellus ohne namen und auffechrift, nicht einmal auf frischer seite : Cvm in veteribus historiis legamus, und schliesst : De Thaphinis ueniens in Menphis et inde per cet. Explicit. Der Schluss ist bedeutend abgekürzt. Offenbar könnte Laurent’s so fleissige ausgabe nach dieser basler-hs. noch bereichert werden. Ein cod. in Brüssel, nr. 9177, auf papier, aus dem 14. jahrhun- dert, der 8. bei Laurent 7 : Incipit prologus de situatione terre sancte. Cum in veteribus hystoriis , sicut dicit beatus . . , und endet : hec de liiis dicta sufficiant. Explicit libellus editus a fratre Brochardo theutonico ord. predieat. de descriptione (ms. distriptione) et tevminatione terre sancte quam ipse totam perambulauit et vidit et diu ibi stetit. Quem conscripsit dominus Jo. Reg- naldi. Vgl. die einleitung Legrand d’Aussy’s zu Bertrandon de la Brocquiere, in den Mömoires de morale et de politique. Paris, Baudouin, 1810. 4. 2. t. 5, 467. Ein anderer brüssler-cod. , 9095, datirt vom j. 1455. Die münchner-papierhandschrift auf der Staatsbibliothek, Clm. 5307, 4., vomj. 1470, enthält bl. 92 ff.: Descriptio terre sancte. Sanctissimo (?) in cristo ihesu patri fratri Burcardo lectori fratrum ord. predicat. in Magdeburg frater Conradus de monte Syon, und endet: Neapolis sub abbate templi Cayphas sub cesa- riensi episcopo etc. finis est. Eine andere papierhandschrift daselbst, Clm. 16204, fol., aus dem 1 5. jahrhundert, fängt an: Declaratio terre sancte et descriptio eius ierusalem. Dilectissimo in christo ihsu patri fratri Burchardo.. in Maydeburg frater Burchardus de monte syon. Nach dem prolog heisst es: Primo igitur sumo initium a ciuitate acharensi; ende (unpaginirt) : Nea- polis sub abbate templi Ceyla sub Cesariensi episcopo. Explicit descriptio terre sancte Jerusalem. Nach Kunstmann auch auf dieser bibliothek Clm. 16,209, p. 222, 8., und der Clm. 5307, p. 92 — 157, hat Cunradus de Monte Sion. Zu vgl. Clm. 4514. Der sehr schön und gross geschriebene perga- mentcod. auf der hofbibliothek in Wien, olim hist. prof. 661, neue nr. 509, vomj. 1306, 4., zweikolumnig, der 25. bei Laurent 10, beginnt 3": Incipit descriptio locorum Terre sancte. Dilectissimo in Christo Iesu patri fratri Purchardo . . in Meydeburcli frater Burchardus de monte Syon. Cum omni denotione, und endet IS 1 ’. S. Theoderic. 250. Dieser cod. weicht von Laurent’s druck weit ab, ist bedeutend abgekürzt und hat, so Zusagen, mehr äussem als innern werth. Auch die Universitätsbibliothek in Breslau bewahrt eine hs., Digitized by t^.ooQLe 29 CI. IV bist, eccles. 192 7, foll. 94 (fol. 373 des katalogs). Sie beginnt: Cum in veteribus historiis legamus. Eine hs. Descriptio Terrae Sanctae in Mont- pellier (s. Haenel Catal. 231) ist wahrscheinlich dem Burchard zuzuschreiben ; desgleichen die hs. in Strassburg: de dispositione Terrae Sanctae (Haenel 461). Nach dem Vorgänge von Beckmann unterscheidet Laurent (10) zwei beschreibungen von Burkhard, eine kürzere, die er an einen freund, den les- meister Burkhard richtete, und eine ausführlichere, die er erst später, nach der rückkehr iu die heimat, abfasste. Übrigens macht er ( 1 8) noch 4 feinere Unterscheidungen: 1. die älteste ausgabe von 1475, 2. die ausgaben im Novus orbis, 3. die ausgaben von Venedig 1519 und von Magdeburg mit der Zueignung und 4. die ausgaben von Ingolstadt und Antwerpen (1725). Die 2. klasse bietet eine schlechte abkürzung. Nach Legrand d’Aussy 1. c. 449 sq. hatte Philipp von Valois, könig von Frankreich, vor, für das h. Land etwas grosses zu unternehmen. In dieser zeit der bewegung, 1332, legte zu dem ende ihm der deutsche Brochard 2 lateinisch geschriebene werke vor. Das eine war eine beschreibung des landes, und das andere, 2 bücher und 12 kapitel bildend, gab die verschiedenen wege an, welche das heer einzuschla- gen hätte u. dgl. Von letzterem werke, von dem Legrand 460 sqq. eine lesenswerthe analyse gibt, konnte ich weiter keine kenntniss erhalten als das, was ich bei besprechung des Advis dicectif anführen werde. — Ich komme jetzt zu den Übersetzungen. Deutsch erschien: Fleyssige beschrey- bung der Örter jm heyligen land gelegen, durch bruder Burcarden eyn Munch beschriben , im deutschen Novus orbis : Die New weit , der landschafften . . Strassburg, v. Andla, 1534. Fol. Bl. 92 — 103. Von Mich. Herr übersetzt. Dann 1584 im Heyssbuch dess heyligen Lands, welches hinten mit Burk- hard abschliesst, bl. 455 466: Eigentliche vnd warhaffte Beschreibung dess Heiligen vnd anderen anliegenden Ländern . . Sonders fleiss vom Bruder Bro- cardt . . Lateinisch in einem Blich an tag geben, Aber jetzundt erst . . trewlich verteutschet, vnd in Truck gefertiget. Ingleichen 1609 in der zweiten auf- lage dieses reisebuches unter dem gleichen titel 1, 854 — 875. Die Über- setzung, dem texte im Novus orbis (auch bei Simon Grynäus) folgend, ist nicht schlecht. Eine freie deutsche bearbeitung lieferte Jäck in seiner Taschen- Bibliothek 2, 81 — 93. Französisch erschien Burkhard im buch: La mer des hystoires, Paris, P. le Rouge, 1488, fol., 1, 189, 2. ausgabe Paris 1516, fol., 3. ausg. Paris, Galiot du Prös, 1536, kl. fol. Nach Legrand 4 55, 459 sq. besorgte im auftrage des herzogs Philipp des Gütigen der Chorherr Joseph Miölot (oder Melot. Haenel Catal. 767) eine Übersetzung, die er 1455 zu ende brachte: Le livre de la description de la Terre-Saincte , fait en l’onneur et loenge de Dien, et compilö jadis, Fan 1 332, par fröre Brochard, l’Alemant, de Fordre des Preescheurs; Advis directif pour faire le passage d’oultre mer. Nach Kunstmann auch französisch in der Collection de Chron. Beiges, monumeuts de Hainaut, t. 4.p. 226. Das lateinische stück lautet nach einer hs. in der wiener-hofbibliothek , neue nr. 536: Directorium ad passagium faciendum. In nomine Patris et filii et Spiritus Sancti Incipit Directorium ad passagium faciendum . editum per quendam fratrem ordinis predicatorum scribentem experta et uisa potius quam audita ad serenissimum principem Doncinum Dominum Johm (Philipp) francie regem illustrem Anno Domini 1332. Dies, wie folgendes vernehme ich vom pater Neumann, dass Petrus de Palude nach Natalis Alexander (7, 155) den könig Philipp zu einem kreuzzuge anfeuerte, und dass dieser schriftsteiler (ssec. XIII. c. 2. art. 5. ausgabe 1669, p. 146) bemerkt: De sacra expeditione adversus Turcas Digitized by t^.ooQLe 30 obeunda commentarium misit (Burcbardus) ad Philippum Regem Christiauis- simum anno 1232 (1332) laudatum a Zunita. Auch bei Quötif und Ecliard (Scriptores Ord. Prsed. 1, 517) sei ein Directorium ad Philippum angeführt. Italienisch findet sich nach professor Kunstmann, dem ich einige schriftliche mittheilungen verdanke, die Descriptio veridica (1519) auf der Staatsbiblio- thek in München, cod. 319 m . 8. Eine holländische Übersetzung ging in das Woordenboek von Halma, Leeuw. 1717 (450), über. Der name des pilgers wurde bald Brocardus, bald Burchardus geschrieben. Die ältesten ausgaben haben Burchardus; in dem Novus orbis kam der name Brocadus auf und zuletzt in die ausgaben von Amsterdam und Venedig (1746). Unter diesem unrichtigen namen wurde der autor von Ritter, Robinson und, meines Wis- sens, von allen andern der neuzeit zitirt, bis Laurent in seiner ausgabe für Burchardus de monte Sion siegreich auftrat. Übrigens darf dieser Burkhard weder mit Burchard von Strassburg, noch mit Bonaventura Brocardus, wie es namentlich Jäck (2, 81) that, verwechselt werden: Palästina, seu Descriptio Terrae Sanctae solertissima. Autore R. P. F. Bonaventvra Brocardo Monacho Thevtonico . . Restitutore V. P. F. Philippo Bosquiero Caesariomontano . . Col. Agripp., J. Crith, 1624. Kl. 8. 5 bll., 67 s. Ich kenne .diese Schrift nicht, und weiss nur, dass sie nicht dem Burkhard vom berge Zion zugeschrieben wer- den darf. S. Adrichom. 287% Xgvodvd'. 17 (6 Movayog BgoyugÖog . . 6 onoiog iazu&T] e7iif.ttXtozazog, xui uxgißtozazog zoaov IlegiodevTrjg, oaov xai Vfcoyguif og oXyg zf/g rijg zavzyg), Meusel 1, 2, 75 f., Bellermann 2, 72 f., Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in-, den Orient, Jena, Cuno, 1792, 8., 2, 167, Beckmann 2, 31 ff., Jäck 2, 81 f., K. Ritter 15, 43, van Senden 1, 347, Robinson 2, 538 sq., Topogr. 1, XXIV ff., Theoderic. 212 f., 253, besonders Petzholdt’s Anz., 1861, 279 f. und 1862, 147 ff., Laurent 3 sqq. — Arculf und Burkhard haben im mittelalter die leser von Schriften über das h. Land völlig beherrscht. Der- letztere verwendete als ein kluger mann mehrere jahre auf die Pilgerfahrt, während welcher er ohne zweifei die nothwendigsten kenntnisse der arabischen spräche sich erwarb, und er beurtheilte andere glaubensgenossen mit christlicher milde. Natürlich be- nutzte er bei der ausarbeitung des Werkes manche Vorlage, wie, nach eigner angabe, den Jacques de Vitry; indessen bleibt immer noch ein ansehnliches stück original. Er wurde nicht nur häufig gelesen, sondern auch von andern Schriftstellern oft geplündert. C. 1294. Der predigermöncli und glaubensbote Riccoldo (irrig Richard) da Monte di Croce. Fratris Ricoldi de Monte Crucis ordinis pre- dicatorum über Peregrinacionis, der zweite von Laurent’s Peregrinatores medii sevi 105—141, nach dem wolfenbüttler-ms. : Itinerarius fratris Richoldi, das ich nach Grotefend in der 3. Wander. 414 anführte. Das Vorwort, der erste de Galilea handelnde abschnitt und die Schlussworte finden sich aus einem mainzer-cod. abgedruckt im Recensus codd. antiq. complurium, tarn Mss. quam Impressorum, Moguntiae in Rmi Capituli Metropolitani Bibliotheca lati- tantium (Val. Ferd. v. Gudenus Sylloge I variorvm Diplomatariqrvm Monvmen- torvmque vetervm . . FrancofvrtiadM., Hort, 1728. 8. 383 — 5). Eine italienische ausgabe erschien unter dem titel: Itinerario ai paesi Orientali di Fra Ric- coldo da Monte di Croce dominicano . . dato ora in luce da fra Vincenzio Fineschi. In Firenze, F. Moücke, 1 793. 8. Der herausgeber glaubt, dass die reise im italienischen vom pilger selbst geschrieben, wol aber etwas kürzer ausgefallen sei. Auch: Viaggio in Terra Santa di Fra Riccoldo da Monte Digitized by ^ooQie 31 di Croce volgarizamento del secolo XIV secondo un manoscritto della Biblio- teca Imp. di Parigi. Siena, Mucci, 1S64. 8. XV, 27 8. Desgleichen u. d. t.: Per Nozze Loreta-Zambrini (febbr. 1864), unterzeichnet von F. L. Polidori, F. Grottanelli, L. Bianchi. Im j. 1351 übertrug Jehan Le Long, von Ypres, die Schrift aus dem lateinischen ins französische. 2 hss. bewahrt die Staats- bibliothek in Paris, und eine fand ich in der berner-stad tbibliothek, nr. 1,25 : Vorage du frere Ricul, ung bon preudomme des freres prescheurs, qui par le commant du sainct pere ala oultre mer pour preschier, hinten: Explicit . le Ytineraire de la peregrinacion frere Riculd. Weniges nahm ich daraus in die Topogr. 2, 351, 467 f., 532, 565, 686 auf. Sonst ist, meines Wissens, von der französischen Übersetzung nichts gedruckt. Ich verglich stückweise diese und die italienische Übersetzung mit dem drucke bei Laurent, und es ergaben sich wenig erhebliche abweichungen. Im allgemeinen ist derselbe durchaus vorzuziehen, und namentlich das italienische von fehlem nicht frei. Die französische Übertragung ist klarer als das original; doch streift sie, da der Übersetzer, wol dem kitzel, mehr zu geben, nicht widerstehen konnte, theilweise an eine Umschreibung; auch die Ordnung, wenigstens an einem orte, ist eine andere. Man darf für gewiss ausgeben, dass Laurent in be- nutzung der italienischen ausgabe und der französischen Übersetzung an eini- gen stellen den text richtiger hergestellt haben würde. Ich erinnere an die korrupte stelle V 5 communicantes. Post missarum solempnia, und das tramorticionis V 39 würde aus dem italienischen tramortigione leicht hervor- gegangen sein. Riccoldo, der auch Improbatio Alcorani (Hispali 1500') schrieb (8. Hain 13913), war von Monte di Croce, einem toskanischen dorfe im be- zirke Mugello, gebürtig. Da Riccoldo von den tempelherren in der weise spricht (III 4), als haben sie das Castrum Peregrinorum im besitze, welches die christeil 1291 verlassen hatten, so folgt daraus, dass seine Wanderung in oder vor dieses jahr fällt. Er starb 1320. Lehrreiches über Riccoldo soll Abel- Römusat in der Biographie universelle von Michaud geschrieben haben. S. Jac. Quötif et Ecliard, Scriptores ordinis prsedicatorum, 1, 504 1 ’, Fineschi in der einleitung zur wallfahrt, Francesco Poggi in der ausgabe von Sigoli XXXIII sqq., Sinner’s Catal. MS. bibl. Bern. 2, 460 sqq., Grässe’s Lehrbuch einer Literärgeschichte 2, 1, 49, auch 776, 780, Grotefend’s Boldensele (s. sub anno 1336) 235, Laorty-Hadji 527, Topogr. h, XXVI, 3.Wander. 414, Petzholdtfs Anz., 1862, 148, 1866, 254, Laurent 103 sq. nebst seinen anmm. am fusse des textes. Die erzählung ist schlicht, bündig, treuherzig, und sie verdiente wol, von dem vortrefflichen deutschen philologen herausgegeben zu werden. C. 1300. Der arabische kosmograph Dimishki. Syrien og Palestina, Studie efter en Arabisk Geograph fra Slutningen af det 1 3de og Begyndelsen af det 14de Aarhundrede med en Indledning af A. F. Mehren. Kjobenhavn, Schultz, 1862. 4. S. 25 — 81. Eine vollständigere analyse des Werkes gab Mehren in den Nouvelles annales des Voyages von Malte-Brun, jahrg. 1860, 1,2 und 64. S. l’Annöe göographique 1864 von Vivien de St.-Martin. Paris, Hachette, 1865. 136. Palästina kommt kurz weg; doch ist das wenige belehrend. Vgl. Rihlet min Dimeschk esch-Schäm ila el-Kods, vom schech Abd el-Ghäni , bei Hammer in seinem bericht über Reinaud’s französische Übersetzung von Abulfeda’s geographie, Sitzungsbericht der k. Akademie der Wissenschaften in Wien, 1849, 28. ^ C. 1300. Der armenische fürst Haithon (Haython oder Aithon). Digitized by C^ooQle 32 Haithoni Armeni Historia orientalis, quse eadem et de Tartaris inscribitur. Brandenb. 1671. 4. 92 — 107. Am Schlüsse des buches kommt, nach «Täck (2, 95), eine kleine reise von Palästina vor. Ich kann dies nicht bezeugen; dagegen kenne ich : Liber historiarvm partivm Orientis, sive Passagium terrae sanctae, Haythone, ordinis Praemonstratensis, Authore, scriptus 1300. Haga- noae, J. Sec, 1529. 4. Dies wurde zuerst französisch niedergeschrieben, und zwar nach dem diktat Hayton’s von Nikolaus Salconi, der es 1300 ins lateinische Übertrug. Ein lat. cod., nr. 5514, findet sich in der ‘Bibliotheque nationale’ zu Paris. S. Bertrandon de la Brocquiöre von Legrand d’Aussy (sub anno 1432), 444 sq. Französischer druck: Histoire Orientale Ou des Tar- tares, De Haiton, Parent du Roi d’Armenie, in P. Bergeron’s Voyages faits principalement en Asie, tom. II. Vgl. das. Traitö des Tartares I, 48 sqq. Das buch gewährt historisches interesse, ist mehr eine anleitung zu eroberung Jerusalems, und geographisches würde mau hier vergebens suchen. S. Ritter 15, 42, Grässe’s Trös. 3, 223 sq. C. 1310. Der venezianische edelmann Marin Sanuto (oder Sanudo), zugenannt Torselli. Liber secretorvm fidelivm Crvcis Super Terrae Sanctae recvperatione et conservatione. quo Et Terrae Sanctae Historia ab Origine. et Eiusdem vicinarumque Prouinciarum Geographica descriptio continetur. Cuius Auctor Marinvs Sanvtvs dictus Torsellvs . . Nunc primüm, cum libello eiusdem argumenti, sine auctoris nomine, Ex MSS. veteribus editus. Orien- talis Historiae Tomus II. Hanoviae, ap. hered. I. Aubrii, 1611. Fol. Hinter Bongars’ Gesta Dei per Francos, in denen Willerinus Tyrensis und andere den 1. theil der Orientalis Historia bilden, von s. 1 — 281; 289 — 316 Tor- selli’s Epistolae. In Florenz sah ich auf der biblioteca Magliabechiana einen sehr schönen pergamentcodex in folio , allein ohne Zeichnungen und grund- risse, und in einer papierhandschrift aus dem 15. Jahrhundert aufs. 169 f . : Descriptio uenerabilium locorum sancte ciuitatis Jerusalem, ein stück aus einer grossen kosmographie und nichts anderes als ein auszug aus Marin Sanuto. Von den 3 büchern die 14. pars (243 — 262), Continet Locorvm dispositionem, maxime Terrae Sanctae. Dazu gehört ein grundriss von Accon und Jerusalem; ein verbesserter und weit schönerer der letzten stadt findet sich in Vogüö’s figlises 436 nach einer hs. Man hüte sich aber, nur den einen oder andern ausschliesslich zu benutzen; denn es müssen beide ver- glichen werden, weil sie einander ergänzen. 'Der Verfasser legte sein werk, das er im j. 1306 begonnen, 1321 dem papst Johann XXII. vor. Sein be- streben, ein beinahe schwärmerisches, ging dahin, das h. Land wieder zu erobern. Allerdings setzte er den fuss auf dasselbe, indem er in dem Vor- worte (3) ausdrücklich erwähnt: Vicibus multis extiteram in Alexandria, et Acon. Zweifelsohne war er auch in Jerusalem, und das Stillschweigen mag daher rühren, dass er vom papste, mit dem er später in nähere Verbindung trat, keine erlaubniss zur reise dahin hatte. S. Michaud’s Bibliographie des Croisades 1, 128—136, Ritter 15,41 f. Torselli schreibt im ganzen genau, nicht ohne Vorbereitung. Manche stellen lauten beinahe wörtlich so, wie bei Burkhard im Novus orbis. C. 1310. Kurze beschreibung der heiligen Stätten für die pilger von einem ungenannten. Hee sunt peregrinaciones et loca terre sancte. Nach dieser aufschrift beginnt der fromme Wegweiser: Primo in Jerusalem est templum Domini gloriosura, und schliesst: Prope est monasteriura Jeronimi et cetera locorum. Das ms. bewahrt die wiener-hofbibliothek, nr. 352. Der Digitized by CjOOQle 33 katalog bemerkt wol nicht mit recht: Manus saeculi XIII. Die reihefolge der h. Stätten ist beinahe wie bei Marin Sanuto, und dasselbe scheint theil- weise eine, immerhin auch neues enthaltende, ausziigliche Umarbeitung der schrift des Venezianers. Zuerst bei diesem finde ich die ecclesia salvatoris auf Zion, und dann erst bei unserm anonymus wieder. Wenn es bei Pipino (3. Wander. 406) heisst: fui . . in strata, ubi sancta crux . . super mortuum posita fuit, so heisst es beim anonymus: Sequitur via, in qua probata fuit s. crux. Daraus folgere ich, dass dieser dem Marin Sanuto und Pipino in der zeit nahe war. Es ist ein kurzes, ziemlich trockenes verzeichniss, jedoch keinesweges werthlos. Die mittheilung einer abschrift verdanke ich der ge- fälligkeit des pater W. A. Neumann in Heiligenkreuz. 1314 ff. Der jüdische gelehrte Esthori b. Mose ha-Parchi aus der Provence. On the Geography of Palestine. From Jewish sources. By Zunz. (Translated from the German by the Editor). Ein auszug aus dem werke Khaftor va-ferach des Parchi im 2. bd. von Asher’s Itinerary of Rabbi Ben- jamin of Tudela, s. 397 — 448. Das sehr seltene original, welchem der aus- zug entnommen, ist cura Mosis Kohen b. Sacharia, Yenet. per Meier b. Jacob Parenz, s. a. (c. 1546—50), 4., erschienen. Eine neue ausgabe wurde ver- öffentlicht unter dem titel: Caftor wa-pherach auctore Pharchi (Parchi), liber, in quo de ritibus Terram Sanctam spectantibus nec non de Geographia, Anti- quitatibus , Nummis etc. eodem pertinentibus agitur . . textum e cod. ms. bibliothecse Bodlej. emendavit . . annotationes adjecit Hirsch Edelmann. Berol., J. Sittenfeld, 1852. Gr. 8. Sehr schöner druck; man lasse sich indessen durch den einzig lateinischen titel nicht täuschen, weil der ganze inhalt nur hebräisch ist. S. Asher’s Benjamin 2, 260—263; wenn nun aber derselbe das urtheil über Parchi dahin abgibt (260): is the first and most important author on the topography of Palestine, -so liess er sich von patriotenliebe zu weit verleiten. Vgl. Robinson’s gemesseners urtheil 2, 539, Munk 655, 3. Wander. 414, Petzholdt’s Änz., 1862, 183. Parchi besuchte von Ägypten aus das h. Land. In Beisän , von wo ' aus er zu erforschung der gegend ausflüge machte, verbrachte er 5 jahre und 2 in Galiläa. Für die alte geo- graphie ist Parchi, besonders weil er die oft übereinstimmenden Ortsnamen, wie sie bei den eingebornen von mund zu mund gingen, sorgfältig aufschrieb, sehr werthvoll. 1320. Der predigermönch Francesco Pipino von Bologna. Fran- cisci Pipini tractatulus de locis Terre Sancte. Incipit Tractatus alius de locis terre sancte per me Franciscum Pipinum. Erschienen, doch ohne den letzten tlieil, in der 3. Wander. 400 — 412. Eine zweikolumnige pergament- handschrift, kl. 8., sah ich später auf der ehemals grossherzogl. bibliothek in Modena. Ich ermangelte nicht, das sehr schöne, übrigens stellenweise kaum leserliche ms. ein stück weit mit dem drucke zu vergleichen, und es ergaben sich wenig wesentliche Verschiedenheiten. Indessen sollten, wenn Pipino wieder gedruckt würde, nothwendig die abweichenden lesarten des cod. in Modena aufgenommen werden, weil damit einige berichtigungen ermöglicht werden können. In Muratorii Rer. italic. scriptor. 9, 587 sqq. kommt nicht die reise ins h. Land von Pipino vor, sondern seine chronik, welche dasselbe nicht berührt; wol aber erwähnt der herausgeber, dass Pipino geschrieben habe: Ista sunt loca sacrse venerationis quse ego frater Franciscus Pipinus (gerade so beginnt auch der cod. in Modena), nach einem cod. Estense. Vergebens würde man sonst irgendwo den abdruck der reise suchen. Dieser Pipino To bl er, Bibliograph ia. 3 Digitized by t^.ooQLe 34 übersetzte bekanntlich des Bernardi Thesaurarii Liber de acqnisitione Terr» Sanctse aus dem französischen ins lateinische. S. Murator. 1. c. 6, 657, C. Schönborn’s Bibliographische Untersuchungen über die Reise-Beschreibung des Sir John Maundevile (Breslau, Grass, 1840. 4.) 9, Top. 1, XXVII. Die schrift enthält einige interessante bemerkungen. C. 1320. Der franziskaner Oderico (Oderich) von Pordanon (Portnau) im Friaul. Odorici de Foro Iulii Liber de terra sancta, die 3. schrift der Peregrinatores medii aevi quatuor von Laurent, s. 1 46 — 158, mit dem Schlüsse: Istud scripsit frater Odoricus de Foro Iulii, cum remeasset de partibus in- fidelium ad suam prouinciam, a. D. 1330. Ausser der berliner-hs., welche Laurent drucken liess, finden sich codd. in Wolfenbüttel: Itinerarius fidelis fratris Oderici , socii militis Mandavil per Indian) , licet hic prius et alter posterius peregrinationem suam descripsit, in Basel E. m. 20: Oderici de Foro Julii descriptio terre Sancte, in Bern ms. 125: Itinerarium Oderici Forojuliensis ordinis minorum, in Utrecht, hinter Boldensel, Odoricus de Foro Julii, autor. ecclesiast. nr. 339, fol., aus dem 15. Jahrhundert; allein hier dürfte die schrift über die Tatarei zu verstehen sein, wie auch es von dem codex in Middlehill: Itinerarium in partibus infidelium a. 1331 compositum, der fall sein wird. S. Haenel 859. Damit ist die hs. in S. Omer: Fr. Odonis itinerarium de mirabilibus Orientalium Tartarorum, zu vgl. S. Haenel 262. Oderico schrieb die reiseerlebn isse nicht selber nieder, sondern diktirte sie gegen das ende seines lebens 1330 (f 1331) dem bruder Wilhelm de Solagna in Padua. Oderich’s buch: De mirabilibus orientalium Tartarorum, wurde zugleich mit M. Polo und Riccoldo von Jean Le Long, von Ypres, aus dem lateinischen ins französische übersetzt. In der ausgabe des Marco Polb in Venedig 1496 ist auch ein stück der reisescbilderung von Oderico beigefügt. Ramusio hinwieder veröffentlichte in seiner Collezione di viaggi (2, 245 und 253, ed. de’ Giunti 1583) 2 berichte des itinerarium von Oderico, die etwas verschieden abgefasst sind. Ganz abgedruckt steht der reisebericht, nach P. Bergeron in seinen Voyages: Traitö des Tartares, 53, lateinisch in Hakluyfs Navigations, t. 2. Allein dies ist wol schwerlich von dem Liber de Terra Sancta zu verstehen, sondern von der missionsreise in andere asiatische länder, wie man sie auch in den Acta sanctorum: De B. Odorico, sive Or- derico, (Jan.) 1, 986 — 992, findet: Oderici Peregrinatio ab ipsomet descripta, in welcher reiseschilderung über das h. Land nichts enthalten ist. Vgl. Mei- nert bei Marignola 9, Poggi in der ausgabe von Sigoli XXIX sqq., Schönborn über die Reisebeschreibung des John Maundevile, Breslau, 1840, 19 f., Grotefend’s einleitung zu Boldensele 235, Brunet 4, 160 sq., Grässe’s Trös. 5, 10, Laurent 145. Letzterer hat das verdienst, den wirklich interes- santen reisebericht, den er mit noten versah, zugänglicher gemacht zu haben. C. 1321. Ismail Ben Ali Abu el-Feda, ömir von Hamah in Syrien, Abvlfedae Tabvla Syriae . . Arabice nvnc primvm edidit, latine vertit, notis explanavit J. Bemh. Koehler . . Accessere I. I. Reiskii V. C. Animadversiones. Lips., Schoenemark, 1766. 4. Bll. 34^ text 1 — 144, supplem. 147 — 166. Eine zweite, verbesserte ausgabe erschien in Leipzig und Königsberg 1786. Die reiskische Übersetzung des ganzen Werkes steht in Büsching’s Magazin für die neue Historie und Geographie 4, 121 ff. und 5, 299 ff. Ferner ist an- zuführen : Arabiae descriptio arabisch und von J. Greaves ins lateinische über- setzt in Hudson’s Geographia veter. Scriptor. minor. t. 3. Oxoniae 1712. Auch findet sich angehängt die ‘Description gönörale de l’Arabie faite par le Sultan Digitized by CjOOQle 35 Ismael Abulfeda, Traduite en Francois sur les meilleurs Manuscrits, öclaircie par des Notes/ als anhang zu De la Roque’s Voyage dans la Palestine. Paris 1717.' 1—27. Christoph Rommers ausgabe von Arabise descriptio, Gottingse, H. Dieterich, 1802, 4., ist ita ut Abulfedea descriptio commentario perpetuo illustretur. Eine vollständige edizion des ganzen geographischen Originals besorgten zu Paris 1837 und 1840 Reinaud und Mac Guckin de Slane. Vgl. Silvestre de Sacy in de Guignes’ Notices et extraits 4, 522 sq. S. Bellermann 2, 47 ff., Robinson 2, 539. Die hohe und einflussreiche Stel- lung des Verfassers war sehr geeignet, interessante und glaubwürdige nach- richten zu sammeln. C. 1324. Der arabische reisende Mohammed Iben Batüta von Tanger. Travels of Ibn Batüta; translated from the abridged arabic Manuscript Co- pies . . With Notes, illustrative of the History, Geography, Botany, An- tiquities, etc. By Samuel Lee. London, J. Murray, 1829. 4. XVIII, 243 s. Palästina kommt aber bei Lee viel zu kurz weg. Vollständiger erschien eine französische Übertragung: Voyages d’Ibn Batüta. Traduction par C. De- frömery et le Dr. B. R. Sanguinetti. 2 thl. Paris 1853. 8. J. G. L. Kose- garten de Mohammede Ebn Batvta . . eiusque itineribus, lense, libr. Croeker., 1818, 4., gibt nur das iter persicum, maldivicum und africanum. S. Robin- son 2, 540, Grässe’s Trös. 3, 406. Werthvoll. 1332. Der dominikanermönch Otto von Nyenhnsen aus Minden, genannt Wilhelm von Boldensele. Guilielmi de Baldensel Hodoeporicon ad Terram Sanctam, in Henr. Canisii Antiquse lectionis t. 5. Ingoist. 1604. 4. 95 sqq. Daraus des Guilielmi de Baldensel, Equitis aurati Hierosolymi- tani, Hodoeporicon . . A. 1336. Ab ipso scriptum, rogatu Thalayrandi Comi- tis Petragoricensis, S. R. E. Presbyter! Cardinalis . . mit Vorrede und Zusätzen wieder abgedruckt in dem oben sub anno 1283 (Burchard) angeführten Sam- melwerke von Basnage, t. 4. Amstelsedami, Wetsteen, 17 25. Fol. 332 — 357. Eine neue ausgabe besorgte 1855 C. L. Grotefend : Itinerarius Guilielmi de Boldensele, welchem eine kurze Epistola Guilielmi de Boldensele ad Petrum abbatem Aulae Regiae vorangeht, in der Zeitschrift des histor. Vereins für Niedersachsen. Hannover, Hahn, 1855 (jahrgang 1852). 8. 236 — 286. Mit einleitung 209 — 236 und anmerkungen. Wol die beste ausgabe. Diese Schrift war zu seiner zeit sehr verbreitet, wie mehrere handscliriften in den bibliotheken bezeugen. Grotefend diente diejenige in Wolfenbüttel. Ich sah eine in Brüssel (nr. 8779, pergament, 4.), in Utrecht (autor. eccles. nr. 339: Descriptio Terre Sancte. Incipit liber de quibusdam partibus vlframarinis et prsecipue de terra sancta . . compilatus per . . guillelmum bolonsele) , in Basel (D. fv. 8, auf pergament : de Boldenselen), auf der wiener-hofbibliothek (neue nr. 3529, papierhandschrift, aus dem 14. oder 15. jahrhundert, von Bolesem, Bolepem oder Bolczen, beginnend aufs. I32 a : Incipit prologus liber de quibusdam partibus vltramarinis. 8. Theoderic. 172). Ein ms. findet sich auch in der Universitätsbibliothek zu Giessen, nr. 159. Im jahr 1351 über- setzte den reisebericht Jehan Le Long, mit dem wir schon bei Riccoldo be- kannt wurden; 2 mss. bewahrt noch die reichsbibliothek in Paris, nr. 8392 und 7500 (ancien fonds du roi). Eine freie deutsche bearbeitung von Karl Peter: Reise nach Palästina durch Wilhelm von Boldensleve, in Jäck’s Taschen- Bibliothek der . . Reisen durch Palästina. 2, 109 — 162. Auch : Des angeblichen Johanniter-Ordensritters Otto vonNienhus, genannt Wilhelm von Boldensele Reise nach Palästina, im Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, 3* Digitized by t^.ooQLe 36 1861, 149 ff. Der name des Verfassers, zum beweise, dass man im mittel- alter es nicht immer so genau nahm, wurde verschieden geschrieben, wie oben schon Beispiele gegeben wurden, ferner: Boideselle, Bouldeselle, Bolen- sele, Bolerisele, Botzencelle, Bottenzel u. s. f. Ich folgte Grotefend. Man hat 1336 als das jahr der reise bisher beinahe durchgängig angenommen; allein dies ist unrichtig, wie namentlich Alessandro Bassi bei Rignon (Annal., 1863, 70) bemerkt: 1336, annöe dans laquelle il öcrivit son röcit sur les instances du Cardinal Talleyrand de Pörigord, et non l’annöe de son pelerinage. Wa- rum er Boldensele einen voyageur de l’an 1330 nannte, sehe ich nirgends begründet. Ich wählte nach Petzholdt das j. 1332. S. Beckmann 2, 226 ff., oben sub auno 1102 d’Avezac 1. c. 429 sq., Grässe’s Lehrbuch 2, 1, 769, Laorty-Hadji 527 sq., Grotefend 209 ff., Topogr. I, XXVII f., 3. Wandel*. 4 1 4, baron de Hody’s Godefroy de Bouillon et les Rois latins de Jerusalem, 2. öd., Paris, H. Casterman, 1859, 8., 168, Petzholdt’s Anz., 1862, 1 84 f. Bolden- sele, der wackere deutsche, reiste mit einem priester und bedienten zu Was- ser nach Konstantinopel, Phönikien, Philistäa, Ägypten, dann nach dem berge Sinai uud über Berseba nach Jerusalem. Die von ihm mit klarem blick abgefasste reiseschrift verdient beachtung. 1334. Der Rabbi Ishak Chelo aus Aragon. Sein reisebericht in Carmoly’s Itiuöraires de la Terre Sainte, 235 — 264, ist überschrieben: Les Chemins de Jerusalem. Der kabbalist zog mit seiner familie aus Spanien nach Jerusalem, um sich hier bleibend niederzulassen. Von da schrieb er an seinen vater, seine freunde und bekannten mehrere briefe, von denen einer jene Überschrift erhielt. S. Carmoly’s einleitung 219 sqq. Werthvoll. C. *335. Kurzes verzeichniss der heiligen Stätten von einem un- bekannten. Es beginnt mit den Worten: Questi sono i viaggi che debbono fare li pellegrini, che vanno oltra mare per salvare l’anima loro, e che puö fare ciascuna persona stando nella casa sua, pensando in ciascuno luogo che di sotto h scritto, e in ogni santo luogo dica uno paternostro e Ave Maria, und wurde von Michele Melga unter dem titel herausgegeben: Viaggi in Terra Santa descritti da anonimo trecentista. Napoli, Fibreno, 1862. 8. s. 7 — 11. Übergegangen auch in Gargiolli’s Sammlung (s. unten sub anno 1384, Frescobaldij, 441 — 450: Viaggio in Terra Santa. Von einigem ge- schichtlichen werthe. C. 1336 (1322 — 1356). Der englische ritter John Maundeville. Es wird allgemein angenommen, dass Maundeville, angeblich 1356 zu Lüttich, den reisebericht ursprünglich in französischer spräche geschrieben habe, aus der er zunächst ins englische und lateinische überging. Das französische war damals besser verstanden, als eine andere spräche ; selbst Marco Polo’s erste Schrift war französisch. Es muss auffallen, dass wir so wenig lateinische ausgaben besitzen, was sich etwa dadurch" erklärt, dass das abenteuerliche und lügenhafte, womit der Verfasser die leser zu gewinnen suchte, die ge- lehrten nicht sonderlich anzog, und dass der ganze karakter der schrift mehr den eines Volksbuches, in Frankreich wie in England, in Italien wie in Deutschland, hat. Wer ohne gewissen Volksbücher schreibt, geniesst den vortheil, dass seine leser nicht kritisch verfahren. Ich beginne demgemäss mit den französischen ausgaben. Ein abdruck bat folgenden titel s. a. et 1. : Monteuille compose par messire Jehan de monteville cheualier natif dangle- terre de la ville de saint alain. Lequel parle de la terre de promission, de hierusalem, et de plusieurs pays, villes, ' et isles de mer, et de diuerses Digitized by t^.ooQLe 37 et estranges choses, et du voyage de hierusalem. 4. Das mir vorgelegene exemplar ist unvollständig, mit vielen plumpen holzschnitten. Eine andere französische ausgabe, die ich sah, hat den kurzen titel: Ce livre est appele mandevifie. 1480 (Lyon, Bartholomieu Buyer, nach Hain 10641). Das buch erschien auch 1487 (Lyon, Jean Cres, nach Hain 10642, Pierre Bouteiller. 4.), 1517 (Regnault), 1542 (Canterel), 1729 und 1735 (verstümmelt) in P. Bergeron’s Kecueil de divers voyages curieux. Leide 1729; la Haye 1735. •4. : Recueil ou Abregd des Voiages, et Observations, du Sr. Jean de Mande- ville, hinten im 2. th. Grässe führt (Trös. 4, 360) 4 ausgaben s. 1. et a., 1 Paris s. a. an. Mss. gibt es noch eine menge; ich fand in Brüssel ein ms. aus dem 1 5. jabrhundert, nr. 10420: Voyage d’Oultremer, ein anderes von ungefähr gleichem alter, nr. 10439, item ein 3., nr. 14787 und ein 4., nr. 11141, in Leyden eine pergamenths., fol. (ms. lat. Voss F. 75), aus dem 15. jahrhundert, in Paris beim grafen de l’Escalopier eine papierhs. in folio: Cy Commence le liure des parties d’oultre mer lequel fut fait et or- donne par messire Ihän de mandeuille, mit einer zierlichen titelzeichnung, und in Bern ms. hist. nr. 58 (Sinneri Catal. 2, 415), eine papierhandschrift, fol., aus dem 15. jahrhunderte ; Legrand d’Aussy führt (s. 445, s. weiter unten sub anno 1432 f. Bertrandon) eine 1477 abgefasste hs., Staatsbiblio- thek in Paris, nr. 10024, an. Überdies gibt es hss. in Aix, Dijon, Middle- hill. S. Haenel Catal. 4, 147, 869. — Lateinisch erschienen Maundeville und der von Sudheim mit einander, s. 1. et a., etwa 1495, fol. Incipit: Ta- bula presentis libri singula per ordinem capitula . . , auf bi. 1 : Commenta- tio brevis terre iherosolimitane, und bl. 58 : Explicit jtinerarius a terra an- glie. Darauf Registrum in librum ludolphi de itinere ad terram sanctam. De Constantinopoli . . ; ende bl. 112: Domini ludolphi ecclesie parochialis in Suchen pastoris libellus de itinere ad terram sanctam Finit feliciter. Dann folgt noch Marcus Paulus. Alles in einem bande. Diese äusserst seltene ausgabe findet sich auch von Schönborn (s. oben sub anno 1320, Pipino) angeführt; doch trifft die blätterzahl nicht ein, so dass auf einen andern druck der gleichen Sammlung geschlossen werden muss, wenn nicht irrthümer unterliefen. Die von mir gesehene ausgabe wird in der akademischen biblio- thek in Leyden aufbewahrt. Zwei andere alte drucke, die Schönborn (8) anführt, kenne ich nicht. S. ]3ei Hain 10643, 10644. Bei van Adrichom (287a) steht: Descriptio Ierusalem locorumque sacrorura Ioannis Mandeuille Angli, alias Monteuillani, qui an. Domni. 1322. suam peregrinationem per- fecit, et sedulö perscripsit. Impress. Antwerpise per Wouwer, 1564. Hand- schriften gibt es mehrere: in Brüssel nr. 1163; in Leyden ms. Vulcanii no. 96, auf pergament, 4., aus dem 14. jahrhundert, beginnend: Prohemium Johannis de Mandevylle in opus inceptum de itinerario peregrinorum cum mirabilibus adiacentium locorum, ende : Explicit Itinerarium Johannis Maunde- vyle militis scriptum in anno iubileo per manus Ricardi Blecclewe monachi Alandon . anno domini 1390; in Gotha pergamentcodex, nr. 192, 4., begin- nend bl. 169: Incipit Itinerarium a terra Anglie in partes iherosolimitanas, ende: et spiritus sancti Amen; in Dresden papierhandschrift, F. 69a, aus dem 15. jahrhundert: Itinerarium; in Berlin FoL 179 b unter den Itineraria in linguam latinam tradita; in Wien neue nr. 3529 mandauilla (s. Theoderic. 172); in Breslau zu Maria Magdalena vom j. 1414 (nach Schönborn 10); in Turin auf der Universitätsbibliothek papierhandschrift H III 1 ; in Glas- gow nach Haenels Catal. 795. Schönborn weist ausführlich nach, dass Maundeville die reisebeschreibung nicht selbst abgefasst habe, und dass die Digitized by C^ooQle 38 ihm bekannten 2 lateinischen ausgaben mehr eine abgekürzte bearbeitung der Urschrift, dass sogar Widersprüche vorhanden seien ( 1 7 f.), und dass der lateinische druck namentlich auszüge aus Oderich von Portnau enthalte (19 ff.). — Ich komme jetzt zu den englischen ausgaben. Da Maundeville ein eng- länder war, so ist es sehr wahrscheinlich, dass er die reise auch selbst in englischer spräche niederschrieb, und zwar nachdem eine lateinische Über- setzung schon bekannt war. Englisch erschien die reise Westminster 1499, 8., London 1503, 8., ibi 1568, 4., ibi 1618, 4., ibi 1657, ibi 1670, ibi, Stot, 1684, 1696, 4., 1705, London, 4., 1 7 10, ebenda, 4., 1722, 4., 1725: The Yoiage and Travaile of Sir John Maundeville, Kt. which treateth of the way to Hierusalem. . Reimprinted from the Edition of A. D. 1725. With an Introduction, additional Notes, and Glossary, by J. 0. Halliwell. London, published by E. Lumley, 1839. 8. HalliwelTs ausgabe erschien aber auch 1727. Thomas v Wright legte- in seinen Early Travels in Palestine 127 — 282 im j. 1848 eben diese ausgabe zu gründe; nur erlaubte er sich, das eng- lische dem heutigen anzupassen. Ich zitirte selten die französische Urschrift oder die Übersetzung im Reyssbuch dess heyligen Lands, sondern fast nur Wright’s englische ausgabe als die zugänglichste, der ich am meisten ver- trauen schenkte. — Eine italienische Übersetzung erschien Mailand 1480, 4., Bologna 1488, 4.: Tractato de le piu maravegliose cose . . reducte e colte sotto brevita in lo presente compendio dal . . Mandavilla. Impress. bon. p. Ugon. Rugerium (Ich sah diese ausgabe oder den titel in London und Nea- pel, Studij); Venedig 1491, das. 1496, 4., Florenz, L. de Morgiani, 1492: Johanne de mandauilla . Tractato . . per Maestro Manfredo da Monteferato ; Bologna 1492 und 1497, 4., auch Mailand 1497, Venedig _ 151 5, daselbst 1534: Qual tratta delle marauegliose cose e piu notabile ch si trouino: e come presentialmente ha cercato tutte le parte habitabile del modo, Schluss : Stampato in Venetia per Aluise di Torti . . kl. 8.; und 1567, 8. Hier reihe ich den Codex in Paris, Bibliotheque de PArsenal, in lingua provenzale an: della Terra Santa. S. Haenel Catal. 357. — Der deutsche zählt mehrere ausgaben, und zwar sehr alte und eine neue: 1481 Augsburg, fol., Anthoni Sorg, Übersetzung von Michael Velser (wol verschrieben Michelfelser) ; 1482 fol., ebendaselbst, ^von hannsen schönsperger : Hie hebt sich an das püch des Ritters herr Hannsen von Monte-Villa, ende: Ich Johanns von Montevilla . . gewesen zwelff jar, ohne paginazion und Signatur, übrigens schöner druck, aber mit schlechten holzschnitten ; 1484 Strassburg, Johannes Prussz, fol., ebenfalls Übersetzung von Velser; 1488 Strassburg, Johannes Prussz, 4., Übersetzung von Otto Demeringen, auch daselbst 1499, fol., 1501, 1507, 1580 Frankfurt, Joh. Spiess, mit holzschnitten ; 1584 im Reyssbuch (s. oben sub anno 1095 — 1099, Robert): Herrn Johannis de Monteuilla D. vnd Rit- ters je. Reysen vnnd Wanderschafften durch das gelobte Landt, Indien . . von jhm in Französischer und Lateinischer Sprach, vor 260 Jaren, selbst beschrieben. Nachmals, durch Otto von Demeringen, Thumbherru zu Metz in Lothringen, verteutscht, in der frankfurter -ausgabe von 1609 1, 759 — 812; auch 1600, 8., 1690 Köln und Nürnberg, 1692 Köln: Dess vortreff- lich- Welt -Erfahrnen auch Hoch- und weit -berühmten Herrn Doctoris und Engelländischen Ritters Johannis de Montevilla curieuse Reiss - Beschrei- bung . .: Nunmehr Allen Teutschen Reyss- und vieler Landen auch dero Sitt- und Manieren Liebhabern zu gutem übersetzet. Ehmals gedruckt zu Cölln Jetzt von Neuem aufgelegt, vermehrt und verbessert, 8.; .ingleichen 1696; 1852 (doch s. a.) Reutlingen, verlag von Fleischhauer: Des edlen Digitized Jpy t^.ooQLe 39 engelländischen Ritters und weltberühmten Landfahrers Johann v. Montevilla wunderbare und seltsame Reis-Beschreibung . . von Neuem ans Licht gestellt durch Ottmar F. H. Schönhuth, 8., und 1828 in kürze mitgetheilt: Reisen Johann v. Montevilla, in Jäck’s Taschen-Bibliothek (s. oben sub a. 670) 2, 163 — 194. Handschriften finden sich: in Gotha ein pergamentcod., nr. 584, fol., i aus dem 15. jahrhundert, 2kolumnig, eine Übersetzung des Otto v. Diem- ringen, ein anderer pergamentcodex, nr. 26, fol., beginnend: Hie her nach hebt sich an das puch Johann von Montevilla des Ritter, und endet: das wir ny mer von dir werden gescheyden Amen, geschrieben 1472 von Martin Scherffenberger ; in Dresden eine papierhandschrift, F. 184b, 4., von Ulr. Gamper 1433 ‘sehr genau und deutlich* verfertigt; in Berlin, fol. 204 und 205, quart 322, auch Montevilla fol. 550 und quart 271; in Nürnberg, stadtbibliothek, 4., aus dem 16. jahrhundert, nebst bruder Ulrich (wahr- scheinlich aus Oderich oder Aldrich verschrieben) von Friawl (Friaul). An- dere mss., das eine vom j. 1460, das andere von v. Diemeringen in Strass- burg, ein drittes in S. Gallen nach Haenels Catal. 469, 702. — Man kenut auch eine spanische Übersetzung, Valencia 1540, fol.; eine flämische Zwoll 1483, eine andere Gent, 4. (1650?): Men heeft desen nieuwen Gendschen Druk van alle Fouten gesuywerd; eine niederländische, fol., (1470?): Dit is die tafel van desen boecke, in Antwerpen 1494, 4.: Hier beghint een ge- noechlije boec gemaect, in Amsterdam (1650?), 4.: De wonderlyke Reize van Jan Mandevyl, was vielleicht der volksroman ist. Desgleichen sah ich zu Leyden in der bibliotheca academica ein ms., nr. 14. F., 4., wie es scheint, aus dem 14. jahrhundert: Om dat also is dat land van ouersee, endet p. 73b: Ende ic Jan mandeuille Ridder . . ende in allen tiden Amen Amen Amen. Selbst eine böhmische Übersetzung kam heraus, 1510 und 1513 in Pilsen, 8., 1619 und 1796 in Prag, 8. Es wäre sehr viel zu thun, um einen reinen text, zumal der oft verstümmelten Ortsnamen, herzustellen, um auszuscheiden, was die Übersetzer und abschreiber hinzugeflieki; haben. Ich verglich ein wenig die deutsche Übersetzung im Reyssbuch mit der englischen in Wright’s Travels, und fand mit wenig mühe, dass viel arbeit übrig bleibt. S. Gemelli 1, bl. 8, Meusel 1, 2, 77, Hain’s Repertor. 10641 ff., Ebert’s bibliogr. Lexikon, Legrand d’Aussy 1. c. 445, Schönborn a. a. o. 3 ff., Bru- net 3, 252 sqq., S.-Gönois’s Histoire des Voyageurs beiges (2. öd.) 1, 20, Ritter 15, 44 f., Robinson 2, 539, Topogr. 1, XXIX, 3. Wander. 415, Grässe’s Trös. 4, 360 sq., Petzholdt’s Anz., 1862, 183 f. Erst muss eine genauere analyse des reiSebuches, als sie bisher gemacht worden, voraus- gehen, bis ein genügendes urtheil über den werth desselben gefällt werden kann. Vor derhand werden Wissenschaft und gewissenhaftigkeit einen ziem- lich geringen werth beilegen. 1336—41. Ludolf (Rudolf, Peter), pfarrer von Sudheim (Suthem). Zuerst register, auf dem 2. blatte: De terra sancta et itinere iherosolimitano et de statu eius et aliis mirabilibus que in mare conspiciuntur videlicet me- diterraneo . Reuerendissimo in cristo patri ac domino domino suo gratioso Haldewino de steiuuordiä padebornensis ecclesie episcopo ludolphus parochia- lis ecclesie in Suchen rector debitam reuerentiam et honorem. Cum multi de partibus . . und schliesst : Et hec sunt itinera terre sancte bona sed non publica in quibus omnia loca et oratoria predicta comode perlustrantur in statu et dispositione prout erat Anno domini ic. Et scio quod ab aliquo viuenti non possum reprobari quia de hii$ que vidi et veraciter audiuitesti- Digitized by Google 40 monium perbibeo . Et hoc ad devocionem et reuerenciam reuerendissimi in christo patris et domini domini Haldewini in paderbnrnensi ecclesia epis- copi dignissimi conscripsi et nomine domini invocato incepi et compleui cui laus per infinita secula seculorum Amen. Finit feliciter libellus de jtinere ad terram sanctam. Kl. fol., sine loco et anno, aber nach Ebert 12489 in Strassburg von Eggesteyn gedruckt. Die 34 bll. nach Ebert treffen mit der von mir eingesehenen ausgabe zusammen; noch besser aber nr. 12490, zwei- kolumnig, sine anno und Seitenzahl. Ich sah auch eine andere alte ausgabe, kl. fol., mit 34 bll., wie bei Ebert 12489, text einkolumnig, mit gleichem anfange und ende, nur dass hier noch vorkommt: terram sanctam «7 Eine fernere alte ausgabe s. oben sub a. 1336 (Maundeville s. 37). Jene ausgabe ist die gleiche, welche Ferdinand Deycks in seiner ausgabe: Ludolphi, Rec- toris ecclesie parochialis in Suchen, de itinere Terrae Sanctae über (Stuttgart, litter. Verein, 1851. 8.), s. XXIII anführte und benutzte; sie soll um 1468 erschienen sein, und wirklich notirte ich auch dieses früher nach einer alten ausgabe (Topogr. 1 , XXVIII). Andere ältere drucke sind mir nicht bekannt. Jedenfalls gibt es keine ältere gedruckte Jerusalemfahrt als Ludolfs. Einem venezianer-drucke nach Robinson (2, 540) traue ich nicht Bonar will hin- wieder (518), dass Sudheim mit Maundeville 1480 in Venedig gedruckt wurde. Erst 1825 treffe ich wieder auf eiuen druck in Middlehill, kl. 8.; Itinerarium ad Terram Sanctam. Per Petrum de Suchen . . ex ms. . edidit Thomas Philipps. Es ist jedoch nur ein stück, das bis zum kapitel von der insei Rhodos reicht. Ohne zweifei wird Phiüpps seine beiden Codices benutzt haben. S. Haenel Catal. 829, 864. Die beste lateinische ausgabe nach hand- und druckschriften ist ohne weiteres jene von Deycks s. I — 102. Lateinische hss. werden von Schmeller (bei Deycks, Umschlag) und Deycks (XXII, XXIV) angeführt. Ich sah in Gent auf der öffentüchen bibliothek einen sehr schön und gross geschriebenen pergamentcodex in gr. folio, mit n. 13 f (136),. doppelkolumnigen seitab, aus dem ende des 15. jahrhunderts. Anfang: Registrum in librum Ludolphi de itinere ad terram sanctam. Nach dem register folgt: Prologus in librum domini Ludolphi de Suchen, und Schluss: cui laus per infinita secula seculorum Amen. Domini Ludolphi ecclesie parochialis in Suchen pastoris Libellus de itinere ad terram sanctam finit feliciter. — Eine deutsche Übersetzung erschien 1477 sine loco, aüein, nach Deycks, in Augsburg bef Zainer: Petrus, pfarrer zu suchen: Von dem gelobten land vnd weg gegen iherusalem von iren wesen und wunderen die in dem grossen mör gesehen werdent. 4. Ich fand gleichfalls den ‘Ritter von Turn’, den herzog Emst von Baiern und Österreich, ‘Sand Brandons Buch*, Schildtberger und ‘Petrus, pfarrer zuo suochen’, in einem quartband zusammengebunden; hinter letzterm steht das j. 1513 und der druckort Basel. Der ritter von Turn ist jedoch den andern stücken nicht ganz gleich; das blatt hat etwa 45 zeilen, Brandon, Schildtberger und der zu Sudheim dagegen etwa 35 zeilen. Nach einer handschriftlichen bemerkung wurden 3 davon 1473 in Ulm bei Johannes Zeiner gedruckt. Die reisebeschreibung findet sich auch im Reyssbuch dess heyligen Lands, ausgabe von 1584 (s. oben sub anno 1095, Robert) und 1609, hier 1, 813 — 854: Fleissige Auff- zeichnung aller gelegenheit, Reysen, Gebräuchen, Wunder . . , so in dem hey- ligen vnd daran angrentzenden Oertern, vom 1336. biss auff das 1350. Jahr vermeldt worden. Geschehen durch den Herrn Rudolphen Kirchherrn zu Suchen in Westphalen, der dieselbig viertzehen Jahr beharrlich in diesen Län- dern gewesen, vnd alle dero Gelegenheit in einem lateinischen Buch beschrie- Digitized by t^.ooQLe 41 ben. Jetzundt erstmals zu Ergentzung dieses Reyssbuchs getrewlich ver- teutschet. Für einen gewöhnlichen leser ist die ausgabe im Reyssbucb ziem- lich brauchbar, da nicht viel, selten etwas wesentliches weggelassen oder falsch übersetzt ist. Oft bediente sich freilich der Übersetzer des positive, während im lateinischen original der Superlativ steht. Eine spätere ausgabe, in 8., etwa aus dem ende des letzten jahrhunderts, kann ich einzig nach einem zerrissenen exemplar beurtheilen, welchem das titelblatt und einiges hinten fehlte, so dass ich nur 1 02 seiten zählte. 1844 liess Thomas Phi- lipps in Middlehill in gr. 12. ein stück bis kap. 33 mit zahlreichen miss- verständnissen drucken. Es gibt mehrere deutsche handschriften. S. Kose- garten (nach Schmeller) 4, 7 f., 9 f. 1. citando. Noch erübrigt, die nieder- deutsche ausgabe anzuführen : Ludolf von Suchen Reisebuch ins heilige Land in niederdeutscher Mundart. Herausgegeben von J. G. L. Kosegarten. Greifs- wald, Koch, 1861. 8. S. 17 — 68, anmm. 69 — 88. Beginnt: Veni sancte spiritus Guder lüde is vele, de enes geweset hebben over mer. Der name des Verfassers zeigt eine seltsame Unsicherheit. Bald steht Ludolf, bald Rudolf; allein im letztem worte scheint R verschrieben. Vgl. meinen Theo- deric. 236. Weniger unsicher ist die Schreibung des Ortsnamens Suchen oder Suchern; allein wo der ort zu finden sei, war die ausmittlung schwer. Pro- fessor Brand in Paderborn theilte mir mündlich mit, dass Suchern oder Su- chen falsch sei, und es Sudhem, heute Sudheim, heissen müsse, das 4 stun- den von Paderborn abliege. Mir sind 2 Sudheim bekannt ; das eine ist ein schloss etwa eine Viertelstunde von dem Städtchen Lichtenau in der diöcese Paderborn und das andere ein dorf im hardenbergischen, fürstenthum Kalen- berg. ln den hss. konnte leicht c für t angesehen werden und daher der irrthum entspringen. S. Ritter 15, 45 f., Robinson 2, 540, Deycks über ältere Pilgerfahrten nach Jerusalem, mit besonderer Rücksicht auf Ludolfs von Suchen Reisebuch des h. Landes (Münster 1848. 8.), seine ausgabe von Ludolf XIX — XXV, Topogr. I, XXVII I, 3, Wander. 415, Petzholdt’s Anz., 1862, 185 f., Kosegarten a. a. o. 3—16. Vgl. Grässe’s Trös. 4, 292 sq. Die distanzen sind ungenau; sonst manches brauchbare. C. 1340. Der Schöch Iben el-Wardi. Excerptum geographicum de terra Syriae exponens ex Ibn ol Wardii geographia et historia natvrali. Arabice nvnc primvm edidit, latine vertit, notis explanavit Io. Bemh. Koehler, hinten in seinem oben sub 'anno 1321 angeführten Abu el-Feda s. 169 — 1-92. S. Köhler’s Prooemium g sqq., Bellermann 2, 49 f. Vgl. Grässe’s Trös. 3, 406. Weniges beachtens werth. *C. 1340. Der franziskaner Filippo Brüssel! von Savona berichtete über die h. Stätten in Palästina. Rignon, 1861, 83. 1345. Der franziskaner Niccolö di Poggibonzi. Auf der bibliotliek in Siena eine papierhandschrift, fol., 14 B., B. VI. no. 2, s. 97 ff. : Oltramare di Nicolao di Poggibonzi fatto nel 1345. Al nome di Dio, della sua santissima Virgine Maria. Es gibt übrigens mehrere codd., zu Florenz in der Maglia- becchiaua, Laurenziana und Palatina. Alessandro Bassi hofft eine hs. der Riccardiana veröffentlichen zu können, und Michele Melga verspricht den druck für die Raccolta de* testi, meines Wissens nach dem ms. in Siena. S. Poggi bei Sigoli XXXI sq., Rignon, 1863, 68, Melga 5 (oben sub anno 1335). Die beschreibung ist ausführlich und klar, daher der druck sehr zu wünschen. Digitized by t^.ooQLe 42 1346. Der edelmann Rudolf von Framexnsperg. Itinerarium nobi- lis . . Rudolphi de Frameynsperg . . in Palaestinam, ad montem Sinai et in Egyp- tum, a. D. 1346. In H. Canisius’ Antiqua lectionis 6, 322 sqq., auch in der ausgabe von Basnage 4, 358. Die 4 quartseiten lange reiseskizze in der ersten ausgabe enthält nichts über Jerusalem. S. Robinson 2, 540. *1347. II libro del Passagio di Terra Santa ed 6 traslato di fran- cescho in fiorentino per Lorenzo di Firenze Cittadino. Cod. XLV nach Bi- blioth. Laurent. (Florenz) Catal. 5, 268 sq. Mittheilung von pater Neumann. Leider durfte ich in Florenz die bibliothek nicht besuchen. Ob das ms. wirklich eine Pilgerfahrt beschreibt, kann ich nicht angeben. *C. 1349 kann Stephan von Nowgorod nicht in die* Hciliglandpilger eingereiht werden, weil es bewiesen ist, dass er nur bis Konstantinopel kam und einige bruchstücke aus Daniel einschaltete. Dieser war, sagt v. Noroff, für die russischen pilger lange zeit gerade so ein Vademecum wie Burkhard filr die lateinischen. S. Noroffs Daniel 209. C. 1350. Der minorit und päpstliche legat Johannes von Mari- gnola : Reise in das Morgenland v. J. 1339 — 1353. Aus dem Latein über- setzt, geordnet und erläutert von F. G. Meinert. Prag, G. Haase, 1820. 8. Das Original in den Monutnenta historica Boheraiae nusquam antehac edita. Prag» 1768. 2, 68 sqq. Das büchlein gewährt wenig belehrung. C. 1370. ‘Von der Stat ze Jerusalem*, lateinisch verfasst von Härtel von Liechtenstain, deutsch von Lewpolt, lesmeister, der übrigens auch in Jerusalem war. Nach einer papierhandschrift auf der hofbibliothek in Wien, histor. prof. nr. 707, 4., 8. 94 u ff. Die erwähnung der löwenhöhle nahe bei Jerusalem und anderes lässt schliessen, dass die reise ins 14. jahrhundert fällt. Die beschreibung verdient gedruckt zu werden. 1374 und 1422. Eine kurze beschreibung von Palästina von einem oder eher zwei ungenannten: Epitome bellorum sacrorum, in qua etiam descriptio Palästina, in Heinr. Ganterns* Antiqua lectionis 6, 249 sqq. Ein theil wurde 1374 (p. 271), der. andere 1422 (p. 293) geschrieben. Der Ver- fasser des letztem, falls wirklich 2 an der epitome arbeiteten, weilte 1422 in Jerusalem. Ein ziemliches flickwerk. S. de Hody’s Godefroid de Bouillon. 2. <$d. 295. *1381. Johann von Bodmann, die handschrift seiner Jerusalemfahrt, angeführt in F. J. Mone’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, sp. 273 ff.: Reisen einiger Niederländer durch Teutschlaud im 15. Jahrhundert. Nach dieser Zeitschrift zu vgl. Senkenberg Corp. jur. German. I. Vorrede s. XXIX. 1384. Der toskaner Lionardo di Niccolö Frescobaldi. Viaggio . . (desselben) in Egitto ed in Terra Santa. Roma, C. Mordacchini, 1818. 8. Mit beleuchtung des herausgebers Guglielmo Manzi. Auch im Sammelwerke des Carlo Gargiolli : Viaggi in Terra Santa di Lionardo Frescobaldi e d’altri del secolo XIV. Firenze, G. Barbera, 1862. 16. Von 3 — 149. Vgl. Poggi in seiner ausgabe des Sigoli XXXIX, Domenico Moreni in seinem M&riano da Siena XXXVIII sq. (s. unten sub anno 1431), welcher den fehlerhaften druck von Rom rügt, und Gargiolli, der sagt XV : E a ciö correggemmo la cattiva stampa romana del Frescobaldi sopra i codici riccardiani; non trascurando il ricasoliano, che la gentilezza , del cavaliere Alberto Ricasoli Firidolfi ci concesse di poter consultare. Frescobaldi, der gedrängt und mit ziemlich nüchternem verstände schreibt, war mit seinen reisegeföhrten Simone Digitized by CjOOQle 43 Blgoli, Giorgio Gucci, Andrea ßinuccini, Antonio di Paolo Mei, Bartolommeo da Castel Focagnano und Santi del Ricco, vom SiDai her zu eDde 1384 in Jerusalem. 1384. Der florentiner Simone Sigoli. Viaggio ai Monte Sinai di Simone Sigoli . . or per la prima volta pubblicato con due lezioni sopra il medesimo, una di Luigi Fiachi, e l’altra di Francesco Poggi . ., e con note ed illustrazioni di questf ultimo. Firenze, alP insegna di Dante, 1829. 8. 1 — 101, Illustrazioni 103 — 272. Die beschreibung erschien auch in Neapel 1831, 8. (Grässe’s Lebrb. 2, 1, 770, Tr£s. 6, 403), im 427. bändchen der biblioteca scelta di opere ltaliane. 2. ediz. Milano, G. Silvestri, 1841. Kl. 8. .Ebenfalls gedruckt in Parma, P. Fiaccadori, 1843, 16., mit noten von M. B. Puoti, und zu Florenz 1862 im Sammelwerke von Gargiolü 153 — 268. Die sehr gedrängte erzählung enthält einige werthvolle notizen. 1384. Der florentiner Giorgio Gucci. Viaggio ai Luoghi Santi di Giorgio Gucci, in Gargiolli’s Sammelwerk 271 — 438. In Bandini Biblioth. Leopold. Laurent. 2, 176 ist das Viaggio des Giorgio di Messere Ghuecio erwähnt. Ein anderes exemplar. cod. XXX Plut. 42, Biblioth. Laurent, ca- tal. t. 5. p. 194. §. 1 (pater Neumann). Die lebendige, schätzbare beschrei- bung Gucci’s unterscheidet sich von den 2 vorhergehenden wesentlich da- rin, dass sie zugleich Galiläa umfasst, und gerade auch aus diesem gründe denselben vorzuziehen ist. Das auffallende, dass Frescobaldi und Sigoli vom nördlichen Palästina schweigen, lässt sich etwa dadurch erklären, dass Gucci, ohne sie, mit ein paar anderen die unzweifelhaft gefahrvolle tour nach Da- mask wagte. 1385. Der augsburger Lorenz Egen. Wie Lorenz egen von Augs- purg etc. zoch gen Sant kathareinen etc., nach einer münchner-hs. veröffent- licht (von F. Keinz) in 0. F. Peschel’s Zeitschrift: Das Ausland, cotta’scher verlag, 1865, 917 — 919. Man findet in dem kurzen und unsäuberlich ge- schriebenen berichte einiges beachtenswerthe ; auch verdient er, wie die nie- derdeutsche ausgabe des Ludolf von Sudheim, die aufmerksamkeit des deut- schen Sprachforschers. Übrigens steht Egen den so eben genannten 3 flo- rentinem an bildung weit nach. * 1389. Ignatius, diakon beim russischen metropoliten Pimen. Sein bericht von der reise gen Jerusalem ist enthalten in Nicon. Chron. Peters- burg 1786, 4, 158 — 184, in Tatiwitsch’ russ. Gescb. 4. bd., in den russi- schen annalen und in Sacharoff s Sammlung (s. oben sub anno 1113, Daniel). S. Grässe’s Lehrb. 2, 1, 776 f., Noroff bei Daniel 209. 1389. De? utrechter priester Johann de Hese. Itinerarius ioannis De Hese presbyteri Traiectensis dioecesis a Hierusalem per diuersas partes mundi Incipit feliciter, hinten : Impressum Parisius per Robert . gourmont pro Oliuerio senant. Sine anno. 8. Eine ausgabe 8. 1., a. et typ. n., 4., führt Hain 8535 an; eine Parisiis 1489 unter nr. 8536; eine dritte Daventriae, R. Pafraet, 1499, 4., unter nr. 8537. Eine andere mir bekannte ausgabe: Hese Itinerarium ad Iherusalem. Daventr. 1504. 4. Eine 3.: Peregrinatio Joannis Hesei ab vrbe Hiervsaletn institvta, et per Indiam . . Antverp., I. Withagius, 1565. 12. Die berliner -Universitätsbibliothek bewahrt ein ms., fol. 245. 1 : loh. de Hese descriptio itineris Hierosolymam 13S9 suscepti. S. Beckmann 2, 390 ff., 561 f., Hammer’s Gesch. d. osman. Reichs, 10. b. Man darf sich durch den vielversprechenden titei nicht irre führen lassen. Digitized by vjOOQI» 44 Es finden sich in der schrift, nur die wenigen worte über Palästina: Fui in Hierusalem in Majo, visitando ibidem sancta loca, peregrinando ulterius ver- sus Jordanem, et per Jordanem ad mare rubrum, dafür manches vom prie- ster Johannes. 1395. Der ritter Simon de Sjirebruche, baron von Anglure. Iovr- nal contenant le voyage faict en Hiervsalem et autres lieux de deuotion, tant en la terre Saincte qu’en jEgypte. Par . . Messire Simon de Sarebruche Cheualier, Baron d’Anglure, au diocese deTroyes, eil l’annöe 1395. Mis en lumiere pour la premiere fois sur le manuscript trouud en vne Biblioteque. A Troyes. Par Noel Moreay, dict le Coq, 1621. 12. Eine neue ausgabe in 12. erschien in Paris bei Pouget-Coulon 1858: Le saint Voyage de Jeru- salem par le Baron d’Anglure, in der Biblioth&que catholique de voyages et de romans, mit wenigen anmerkungeu. S. 23 — 222. S. die notice bibliogra- phique des herausgebers 13 sqq., Gemelli 1, bl. 9, Laorty-Hadji 528. Der name wurde auch Sarrebruche und Salebruche geschrieben. Die reise erzählte eigentlich nicht dieser, sondern einer seiner geführten. Ziemlich gut. ♦ 1395. Relation d’un voyage de Metz ä Jerusalem. S. L’Austrasie, revue du nord-est de la France, t. 3., zitirt von Rignon a. a. o. 84. C. 1400. Beschreibung des heiligen Landes von einem unbe- kannten. Hie in dem puch vindet man die gelegenhayt die weit vnd die leng des heyligen lantz in der haydenschafft vnd ze Jerusalem enhalb mers. Wye vur ein Stat oder ein darff von einander gelegen ist. Cod. ms. vien- nens. 4578, auf papier, zweikolumnig, fol., 195 1 ’ ff. Verzeichnet in Schwand- neri repertorium. Von wenig werth. *C. 1400. Reise eines ungenannten nach dem heiligen Lande. Der bericht ist niederdeutsch abgefasst und enthalten in Theod. Benfey’s Orient und Occident, Göttingen, Dieterich, jahrg. 1861, s. 448 — 480. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 187. *C. 1400. Reise eines ungenannten nach Jerusalem. Eine unge- druckte, gedrängte beschreibung id flämischer spräche, eigenthum des buch- händlers A. de Bruyn in Mecheln. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 205. *C. 1400. BiÖmonis Hierosolymipet® Itinerarium per Italiam et Pa- l®stinam scheint verloren gegangen zu sein. S. Werlauff in den oben sub anno 1150 angeführten Symbol® 2. C. 1400. Ein ungenannter griechischer pilger. 'dnodtifyg mql twv ‘Ityoaolvftfov, mit lateinischer Übersetzung: Anonymvs de locis Hiero- solymitanis, in Leonis Allatii 2vf.if.uy.ia (s. oben sub anno 1155) 80 — 102, auch hinten bei Genesius (s. ebendaselbst) und, nach Eberf, in Amsterdam bei Waesberghe erschienen. Im vatikanischen katalog fand ich den titel: De Hierosolymitanis locis Gr. lat. Wahrscheinlich ist es die gleiche schrift. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 186. Bei angabe der ortsentfernungen zeichnet sich der Verfasser durch ungenauigkeit aus, und im texte finden sich einige grosse lücken. C. 1410. Johannes Schildtberger aus München. Schildtberger, Ein wunderbarliche, vnnd ktirtzweylige Histori, wie Schildtberger, einer aus der Stat München in Bayern, von den Türcken gefangen, in die Heydenschafft gefüret, vnnd wider heymkommen . . gantz kürtzweylig zu lesen. Nürnberg, J. v. Berg, Vnd Vir. Newber. 4. Ohne angabe des jahres und der seiten- Digitized by t^.ooQLe 45 zahlen, aber mit abbildungen. Die ausgabe von Franckfurdt a. M , W. Han, 4., sine anno, ist auch alt, doch etwas neuer, der titel gleich dem vorigen bis an die Worte: sehr lüstig zu lesen; mit weniger abbildungen. Grässe führt (Lelirb. 2, 1, 781) eine ausgabe Frankfurt 1494, 4., Magdeburg 1606, 8., an. Eine andere quartausgabe in Frankfurt 1549 bei Hermann GüLfferich. Im vortrefflichen katalog der Universitätsbibliothek in Berlin werden 8 aus- gaben , davon 6 als im besitze der bibliothek, erwähnt , s. 1. et a. 2, s. 1. 2, s. a. Frankfurt a. M. 1. Ich kenne eine ausgabe in fol., 2kolumnig, s. 1. et a.: Das buch sagt von Hertzog Ernsten. Auch von dem Schildtberger Vnd Sant Brandon, ferner : Hier valiet an der Schildtberger, der vil Wunders er- faren hat in der heydenschafft vnd in der Türkey, fol., I Seite mit 33 und 34 zeilen. Vgl. das Repertorium bibliograph. von Hain 14515. Ich fand den Schildtberger gleichfalls 1513 (nach einem handschriftlichen marginale 1473 in Ulm von Johannes Zeiner) gedruckt (s. oben sub anno 1336, s. 40): Ich Schildtberger zoche auss von meiner heimet mit Namen auss der stat münchen. Neuer abdruck ohne angabe des druckjahres, gegen 1700. 1814 gab A. J. Penzel in kl. 8. aus einer alten hs. übersetzt bei Fleischmann in München heraus : Schiltberger’s aus München von den Türken in der Schlacht von Nicopolis 1395 gefangen, in das Heidenthum geführt, und 1427 wieder heimgekommen, Reise in den Orient. Auch (lateinisch?) nach Marmier l, XVII im 21. theil der Archaeologia britannica (4.). Eine ausgabe nach einer heidelberger-hs. besorgte K. F. Neumann , der sinolog (München, Selbstverlag, 1859. 8. S. 51 — 161): Ich Johanns schiltberger zoch uss von miner haymat, mit namen uss der Stat münchen. Diese ausgabe ist auch geniessbarer als die unglückliche Übersetzung ins neuhochdeutsche von Penzel, durch eine einleitung 3 — 48, so wie durch Zusätze von Fallmerayer, Ham- mer-Purgstall und durch eigne, genügt übrigens nicht in textkritischer be- ziehung. Letzterer schrieb auch besonders eine beriehtigung der orientali- schen namen Schildtbergers (4.). S. Hammer im 9. bd. der Denkschriften der baierischen Akademie der Wissenschaften. Eine schöne papierhandschrift in 4., aus dem 1 5. jahrhundert, findet sich auf der stadtbibliothek in Nürn- berg (?), nr. 34; zuerst kommt ‘Brandan’, hinten Hanns Schiltperger. Bei flüch- tigem überblicke fand ich darin nichts neues. Vgl. Hain 3718 ff. Der rei- sende fasst sich ungemein kurz, und ist im ganzen zuverlässig. 1413. Der marquis Nicolö da Este, herr von Modena, Reggio und Parma. Viaggio a Gerusalemme di Nicolö da Este descritto da Luchino dal Campo ed ora per la prima volta messo in luce a cura di Giovanni Ghinassi, in der Collezione di opere inedite o rare dei primi tre secoli della lingua. Torino, unione tipografico^editrice, 1861. Kl. 8. 1, 105 — 148. Ghi- nassi edirte seinen eigenen codex. Das klar geschriebene tagebuch ist be- achtenswerth ; die geographischen bemerkuugen des herausgebers aber zeigen ganz ungenügende kenntnisse (149 — IGO). 1419. Nomper II., herr von Caumont, Castelnau, Castelculier und Berbiguiferes. Voyalge d’oultremer en Jh^rusalem par le Seigneur de Cau- mont Tan 1418 Publiö pour la premiere fois d’apres le manuscrit du Musee britannique Par le marquis de la Grange. Paris, A. Aubry, 1858. 8. XIX, 150 8 ., register der namen und glossar 151 — 193. Mit einem facsimile. Übrigens ist dies bloss eine titel ausgab e ; die erste ausgabe erschien 1848. Papierhandschrift im brittischen museum zu London, Catal. of Egerton. Nos I. 4. S. eine ausführliche anzeige in : Das heilige Land. Organ des Vereines Digitized by CjOOQle 46 vom h. Grab. Köln 1860, 18 — 21, 43—48. Man liest den dürftigen be- richt mit interesse. Dass der Verfasser 1419 in Jerusalem war, versichert er s. 50 ausdrücklich. *1420. Der diakon Zosimus, mönch des klosters S. Sergius bei Moskau. Kniira iviaro.ieMan Kcchocb, cnphni» cmpaHiuiK'b, ^iaKona 3 ociimu o nym Iepyca-iiiMCKOM't 40 l^aparpa^a h 40 lepyca^iiiMa (Das buch, genannt £*Voc, d. i. Wanderer, des diakons Zosimus von der kie- rosolymitanischen reise nach Konstantinopel und Jerusalem). Der bericht erschien in der oben sub anno 1113 angeführten Sammlung von Sacharoff. S.’Noroff bei Daniel 209. 1422. Der ritter Guillehert de Lannoy, herr von Santes, Willerval, Tronchiennes und Wahegnies, aus Flandern. A Survey of Egypt and Syria, undertaken in the year 1422, by Sir Gilbert de Lannoy, Knt. trans- lated from a Manuscript . . With . . notes . . By John Webb. Französisch und englisch in der Archaeologia : or, miscellaneous Tracts relating to Antiquity, published by the Society of Antiquaries of London. Vol. 21 (jahrg. 1827), 281 sqq., die englische Übersetzung 408 sqq. Mit ansicht von Jäfa und mit plan von Akka. Französisch: Voyages et Ambassades de Messire Guille- bert de Lannoy, Chevalier de la Toison d’or . . 1399 — 1450. Mons, Hoyois, 1810. 8. S. 3 — 129. Mit 1 glossar und 1 karte. Diese schrift würdevoll C.-P. Serrure als Nr. 10 der Publications für die Sociötö des Bibliophiles de Mons veröffentlicht. De Hody versichert (Godefroid de Bouillon, ausgabe von 1859. 334), dass Schayes nach einer hs. im besitze des grafen G. de Lannoy eine neue und bessere ausgabe vorbereite. Möge sie auch wolfeiler werden als die alte; denn ich musste für ein exemplar über 26 fr. bezahlen. S. J. LeleweFs Guillebert de Lannoy et ses voyages en 1413, 1414 et 1421 commentös en fran^ais et en polonais, Bruxelles 1844, 8. (mit karte), auch Posen 1844, St.-Gönois 1, 130 sqq., Bonar 519, Grässe’s Trös. 4, 101, Petz- lioldt’s Anz., 1862, 187. Es sind eigentlich gesandtschaftsberichte an den könig von England, in mehrfacher beziehung beachtens werth. 1426. Johannes Passerhammer. Seine Pilgerfahrt findet sich in Dresden, papierhandschrift, 4., M. 65. 5, zweikolumnig, 85 1 ’ — 88". Anfang: Daz ist die Ordnung wie man sich halten sol vber mer vnd auch die heiligen stet besuchen. Das ende, wo der Verfasser sich Basserhamer unterzeichnet, zeigt, dass er nicht gewiss in Palästina war. Für die geschichte der tradizionen mag man weniges gebrauchen. 1431. Der priester Mariano von Siena. Del Viaggio in Terra Santa fatto e descritto da Ser Mariano da Siena . . Codice inedito. Firenze, Magheri, 1822. 8. LIV,' 132 s. Herausgegeben und mit einer einleitung versehen von Domenico Moreni. Dieser benutzte ein ms. der Magliabechiana in Flo- renz. Gedruckt auch in Parma 1843. Ebenso verweiset Mariti, Viaggi 4, 80, nach einer florenzer-hs. auf einen pilgrim, der 1431 Palästina besuchte, einen domherrn von Siena, den er aber Gaspare di Bartolommeo nannte. Wenn keine Verschreibung anzunehmen ist, so wäre dieser wol ein reise- gefährte des Mariano. Die druckschrift verdient beachtung. Einen Marianus Senensis s. bei Hain 10769. 1432. Der vorschneider Philipps des Gütigen, herzogs von Bur- gund, Bertrandon de la Brocquiöre. Voyage d’outremer et retour de Je- rusalem en France par la voie de terre, pendant le cours des anuöes 1432 Digitized by CjOOQle 47 et 1433, Par Bertrandon de la Brocqui&re . . ; Ouvrage extrait d’un manu- scrit de la Bibliothöque nationale, remis en franQais moderne, et publid Par ... Legrand d’Aussy. Enthalten in den Memoires de TCnstitut National des Seiences et Arts. Mömoires de morale et politique. 2. T. 5. Paris, Boudouin, 1804. Gr. 4. Discours pröliminaire 422 — 469, text von da bis 637. Mit gleich lautendem titel auch in : Selection of curious, rare, and early Voyages . . , chiefly published by Hakluyt . . , to which . . this is intended as a Supple- ment. London, Woodfall, 1812. Gr. 4. 69 — 145. Schon bei Hakluyt: The Discoveries of the World. Lond. 1601. 4. 69 sqq. Englisch by T. Johnes, Herford 1807. 8. Desgleichen in Wright’s Early Travels: The Travels of Bertrandon de la Brocquiere, 283 — 382. Ein ms. auf der reich sbibliothek in Paris, alter grundstock des königs, no. 10, 264. S. Laorty-Hadji 528, Robinson 2, 540, Petzholdt’s Anz., 1862, 244. Kurz, doch wegen der treu - herzigkeit lesens werth. * 1433 f. Philipp, der letzte graf zu Katzenellenbogen, Pilgerfahrt nach Ägypten und Palästina, in: Vorzeit, 1821, 43 ff., von Arnoldi. S. Jolowicz. 1435. Hans Lochner, doktor der arzneikünde, von Nürnberg. Die Hohenzollern am heiligen Grabe zu Jerusalem, insbesondere die Pilgerfahrt der Markgrafen Johann und Albrecht von Brandenburg . . Aus den Quellen bearbeitet von F. Geisheim. Berlin, F.Duncker, 1858. 8. 205 — 253 : Hans Lochner’s Beschreibung der Pilgerfahrt der (angeführten) Markgrafen; 207: Hier hebt sich an die Beschreibung der fart. Mit einer fleissiges Studium verrathenden Einleitung 3 — 204. Die Veröffentlichung ist verdankenswerth. 1436. Der nürnberger Georg Pfinzing: Es ist zu wissen, das ich iörg pfintzing pin ausgetzogen vber mer gen dem heyligen grab. Ein per- gamentcodex, kl. 8., aus der mitte des 1 5. jahrhunderts, sehr leserliche Schrift, auf der schwarzischen bibliothek in Nürnberg, nr. 299. Die beschreibung verdient gedruckt zu werden. Vgl. Geisheim’s Hohenzollern am h. Grabe 30. 1438. Der jude Eiiah von Ferrara. L’Amour de Sion. Dies ist die Überschrift eines der briefe, welchen Eiiah an seine familie in Ferrara richtete. In Carmoly’s Itinöraires de la T. S. 331 — 338, einleitung des her- ausgebers 323 — 330, seine lehrreichen noten 339 — 360. Der brief ist nicht ohne interesse. 1449 f. Der Würzburger Stepban Gumpenberger. Warhafftige be- schreybung der Meerfart so von den Gestrengen, Edlen vnd Ehrenfesten Ste- phan von Gumpenberg, Fridrich von Wolffskel, vnnd Hans von Kamerau, Auch dem Ehrsamen Hans Strigel vnd Nicolao Magerer, bede Burger zu Würtzburg, sampt vier Dienern, eim Koch, eim Maler, eim Reuter, eim Schreyber, vnnd eim Caplan von Würtzburg, so Johann Eyselsaner geheissen, im Winter ist vollbracht worden, wie sie mit liülff des Allmechtigen zum heyligen Grab, vnd fürters gen Damascon, da Sanct Paulus bekert ist worden vnd andere end der Heyden schafft , gewesst, vnd was für angst, not vnd gefar sie erlitten, auch Wunders gesehen vnd erfaren haben, *c. Von tag zu tag fleissig vnd gründtlich beschriben, vnd in Truck verfertigt, vor nie- mals gesehen. Getruckt zu Franckfurt am Meyn, G. Raben vnd Weyg. Han, 1561. 4. Herausgegeben von Kaspar Bawr. Mit gleichem titel erschien die reiseschilderung auch 1584 in Feyerabend’s und 1609 in Roth’s Reyss- buch dess heyligen Lands, hier 1, 438 — 465. Gumpenberger, der in Jeru- Digitized by t^.ooQLe 48 salem starb, schrieb nicht selbst. Man könnte annehmen, dass sein Schreiber das tagebuch abfasste, wenn mau nicht vorziehen will, den kaplan Eyselsaner für den Verfasser zu halten. Dass der Verfasser übrigens auch mit kopiren sich abgab, geht aus einer stelle hervor (444): Ich schrieb den gantzen tag ab die Schrifft von dem Berg Caluarie biss in Pilatus Hauss, vnd andere ding mehr. In der that hört das tagebuch s. 460 auf, und ihm folgt noch eine kurze beschreibung (460 — 465) der heiligen städte Jerusalem und Beth- lehem, die als eine in Jerusalem leicht erhältlich gewesene kopie betrachtet werden kann. Das tagebuch, wie der anhang ist von werth, indem beide zu den glaubwürdigem reisesehriften gehören. C. 1450. El-Chalil Ben Schahin von Dh&her. E libro Khalili Ben- Schahin, qui inscribitur flos expositionis provineiarum et declarationis viarum et tractuum, in der oben sub anno 1153 (el-Edrlsi) angeführten Schrift Rosen- müllers, arabisch 17 — 27, lateinische Übersetzung 35 — 56. Enthält wenig einschlagendes. 1454. Jan Aertsz, factor Emanuel XIV., königs von Portugal. Keys Door verscheyde landen. Gedaeu by den Faetoor van den . . koning van Portugael Emanuel XIV. S. 1. et a. ; da. aber forrnat (klein) und schrift wie bei Vlaming, uud da Aertsz diesem angebunden ist, so gilt wol auch gleiches jahr und gleicher ort des druckes. Die beschreibung ist ausführlich und von werth ; allein sobald der Verfasser Jerusalem und seine Umgebungen ver- lässt, gibt es einen solchen Wirrwarr, dass man kaum mehr etwas brauchen kann. Das seltene buch fand ich in Berlin. 1458, 62. William Wey. The Itineraries of William Wey, fellow of Eton College . . To Jerusalem, A. D. 145$ and A. D. 1462 . . From the ori- ginal manuscript in the bodleiau library. Printed for the Roxburghe Club. London, J. B. Nichols, 1857. 4. Mit einlei tung von G. Williams. Die 1. reise beschrieb Wey in gereimten versen englisch und die 2. ad Terram Sanctam lateinisch. Nicht sehr beachtenswerth. 1458. Der ritter Robert de Sancto Severino. Commemoratione, et recitatione de le cose sequite et uedute nel felice et deuoto ad terra sancta Viagio facto in MCCCCLVIII per.. Io magnifico, et magnanimo Sign. D. Roberto de Scto Seuerino. Papierhs., 4., in der casa Trivulzio zu Mailand, A 607. Er reiste in gesellschaft des Giouane Mateo Butigella, des doktors der medizin Giouane Martino von Parma, eines Martino Todhesco und ande- rer. Einen andern cod., eine papierhs. in 4., sah ich in Bologna auf der Universitätsbibliothek. Die Überschrift lautet bis MCCCCLVIII gleich; von da aber: per linfrascripti magnifici signore et caualiere con lor famiglia . . Roberto de sancto Seuerino . . , und schliesst : in secula seculorum. Amen. Anders lautet auf der öffentlichen bibliothek in Parma die papierhs. HH. V. 129, 4.: 1458 die 3 february Iteratio facto per lo magnifico Caualere Signor domino Ruberto Sansauerio (die familie heisst jedoch Sanseverio) del arme duchal capitauio da Jerusalem a Sancta Katerina . . Io roberfo di Sanuerino essendo remasto in Jerusalem per la infermitade dello spettabile dettore di medicina . . Schluss : Quiui se finisse lo Itenerario de Jerusalem a lo monte Sinay facto et descripto per lo potente et magnanimo signore domino ruberto da Sancto Seuerino. In diesem cod., welcher theilweise sehr ver- blichen ist, nimmt der name des Verfassers 3 verschiedene formen an. Nach dem grafen Julius Perro in Mailand gibt es noch andere hss. Vgl. Ritter 15,47. Der bericht ist sehr gedrängt und von wenig werth. » Digitized by t^.ooQLe 49 *1458. Juan Mateo Butigella, historia de la Tierra Santa. MS. in Toledo. S. Haenel Catal. 989. 1458. Eine holländische beschreibung der Jerusalemfahrt von einem ungenannten. Die peregrinatie van iherusalem, ein pergamentcodex in 4., im brittischen museum, additional MS. 1^836 — 1845, nr. 10,286, zwei- kolumnig, bl. 137 — 146. Von fremder hand ist hinten die bemerkung an- gefügt: ‘Eine andere Handschrift in der Bibi, der Maatsch. van Nederl. Lett. te Leyden.’ Gedrängt, sehr klar und verdient gedruckt zu werden. 1458. Anton Pelchinger, professor zu Tegernsee. Von der Schickung vnd gestalt des heiligen Grabs vnsers herren Ihesu Christi zu Jerusalem vnd aller lanndt die darvmb ligunt vnd sunder von der Schickung der stat Jerusalem alls sy vor zeyten gewesen ist vnd yezendt ligunt ist. Auch von dem Ablas den man zü Jerusalem vnd an anderen heyligen stetten daselbs erlangen mag. Vom Bruder Anthonio pelchinger . . Cod. ms. vienn., hist, eccles. nr. 146, auf papier, kl. 8. S. 35 ff. Die schrift hat wenig werth. Ähnlich lautet eine münchner-hs., Cgm. 1276, aus dem j. 1454: Von der Schickung und gestalt des h. Grabs, von einem benediktiner. 1458. Felice Feliciano: De via . eundi . de . Jope . in Jervsalem . et . de . sancto . sepvlchro . et . aliis . locis. Cod. ms. auf der Stiftsbibliothek in Verona. Unbedeutend. 1460. Der ritter Hans Bernhard von Eptingen. Seine Pilgerfahrt im: Der schweizerische Geschichtsforscher. 7. bd. Bern, Jenni, 1828. 8. S. 313 — 402. Der schweizer war ein edelmann von geist und bildung. Offenen sinnes auch für weltliches, erzählt er anziehend, und er verdient nicht gewöhnliche beachtung. S. Topogr. 2, 1007. 1461. Wilhelm m., herzog zu Sachsen: Reise nach dem heiligen Grabe, auf der öffentlichen bibliothek in Gotha, pergamentcodex in 4., 54% und dort ein viel schöner geschriebener pergamentcodex in fol., nr. 159. p. 197. Aus der ersten hs. erfährt man (66), dass auf die wallfahrt 13624 dukaten, eine ungeheure summe zu damaliger zeit, mitgenommen wurden, wodann die ausgaben speziell aufgeführt erscheinen. Wilhelm bestieg auch den berg Quarantana. Plettenberg wird als Verfasser bezeichnet. Der reise- bericht wurde nach einer hs. in der bremer-stadtbibliothek auszüglich mit- getheilt im Morgenblatt für gebildete Leser, 1865, nr. 39, 40, 41. Dieser au8ztigliche bericht ist eine bearbeitung von der art, dass das wissenschaft- liche interesse verloren geht. Vgl. unten sub anno 1476 Mergenthal. *1463. Anonyme italien, que. Ton croit 6tre de Bologne et de la fa- mille Mezzavacca : Description de la Terre Sainte, des lieux et ödifices situds au sud de Jerusalem, 1463. Le manuscrit se trouve ä Bologne, dans la biblioth&que de St.-Sauveur. Rignon, 1861, 85. * 1465. Georg Emmerich, bürgermeister in Görlitz. Die beschreibung der Pilgerreise findet Bich bei Hoffmann, Script, rerum Lusaticarum, 8. 372 ff, Vgl. Umständliche Beschreibung des Heiligen Grabes zu Görlitz. Görlitz, Custos des h. G., 1829. 8. S. 11 ff. Golgatha 251. *1466. Der kaufmann Basilius von Moskau. Ein ms. findet sich in einer Sammlung, welche der bibliothek der h. synode in Moskau angehört. S. Mouravieff, reise 1, XXXIX, Robinson 2, 540, Noroff bei Daniel 210. Der bericht sei sehr kurz und trocken. Tobler, Bibliographia. 4 Digitized by t^.ooQLe 1469. Johannes Kettner von Geisenfeid: beschreibnng des heilgen grabes. Münch. Cgm. 854, fol. 18 — 54. Unwichtig. 1470. Der im&m Kem&l ed-Din Mohammed Ben Abu esch-Scherif esch-Schafii el-Kodsi. The history of the Temple of Jerusalem. Trans- lated from the Arabic MS. of the lmäm Jalal-Adiu Al Siüti. By James Rey- nolds. London, A. J. Valpy, 1836. 8. Einen auszug übersetzte Paul Lem- ming (Hauniae 1817. 4.). Kemäl ed-Dtn, dessen namen nach Hammer (Wien. Jahrbb. d. Liter., 81, 22) Reynolds unrichtig beibrachte, kam schon 1444 gen Jerusalem, und sein buch wurde 1470 beendigt. Er f 1500. Man erfährt in demselben voraus eine raasse, meist schlecht geordneter, mohammedanischer Überlieferungen, dann aber auch einiges von werth für die topographie. Der Verfasser benutzte zu seiner arbeit ff. quellen (nach Hammer’s berichtigungen a. a. o. 22 f.): 1. Mosir el-Gharam (was spuren lässt zum besuche von Jeru- salem und Damask) ; 2. die baumschule der trefflichkeiten des h. hauses (b&t el-makdes) ; 3. die trefflichkeiten des h. hauses, vom sch&ch Abd er-Rahman Iben ed-Dschüsi; 4. das buch der Vertraulichkeit in den trefflichkeiten der heiligen (stadt), vom richter Emin ed-Dtn Ahmed; 5. der äusserste Sammler in den trefflichkeiten der äussersten moschee (mesdschid el-aksa), geschrie- ben 1182 von Iben Asakir; 6. der erwecker der Seelen zum besuche der heiligen (stadt), vom schöch Burhan ed-Din el-Fesäri; 7. die anzeige für den anbetenden in den geboten der moscheen, ^vom schöch Beder ed-Din es-Ser- keschi; 8. die erleichterung der zwecke für den besuch der moscheen, vom schöch Schahab ed-Din Ahmed Iben el-Amad (f 1404); 9. die trefflichkeiten Syriens, vom schöch Abu el-Hasan Ali Iben Mahmud. Nach Herbelot (Ham- mer a. a. o. 23 f.) verfasste auch Mohammed Ben Mahmud el-Kodsi (f 1374) eine geschichte Jerusalems ^jjJ| er führte auch die 2 werke: H. lob in der erobcrung Jerusalems und das buch der eroberungen Jeru- salems an. Vgl. Bellermann 2, 51, Schultz (konsul) 48, Topogr. l,XXXIlIf. 1470. Beschreibung der heiligen Statten von einem ungenannten: Hie hebt an das buoch von dem weg zuo dem holigen grab Vnd in das gelobt land Jerusalem Vnd von jrem wesen Vnd wonders des mers dz ales wirt hienach kurtzlich begrifen. Papierhs. in Wien, histor. prof. nr. 442, fol. 144 ff., hinten mit der jahrzahl 1470. Das buch hat etliche historische angaben von einigem werth. 1470. Der Chorherr Ulrich Brunner vom Haugstift zu Erfurt. Anno domini LXX° octaua die mensis martii bin Ich Vlrich Brunner Canonicus . . Papierhs. auf der öffentlichen bibliothek in Dresden, kl. 4. Ein kurzer be- richt darüber vom archivar Herschel in R. Naumann’s Serapeum, 1853, 189 ff. S Petzholdifs Anz., 1862, 244. Eine gewöhnliche, pilgermässige , übrigens s hr klare beschreibung. 1470. Anselm Adorne, herr von Corthuy, aus Brügge. Anselme Adorne, Sire de Corthuy, p&lerin de Terre-Sainte : sa famille, sa vie, ses voyages et son temps. Röcit hi6torique , par M. E. de la Coste. Bruxelles, Gand et Leipzig, C. Muquardt, 1855. 8. 303 s. S. St.-Gönois’s Histoire 1, 30 sqq. Ein lateinisches ms. in Lille. S. Haenel Catal. 181. Unbedeutend. 1474. Bruder Alexander Binuccini. Col nome de la sanctis- sima^et indiuidua Trinita . . Jo Frate Alexandro di philippo rinuccini per fare ei suo peregrinaggio del scto sepulcro . . in Yrusalem. Papierhs. in kl. 4., in der casa Trivulzio zu Mailand. Scheint wenig beachtenswerth. Digitized by t^.ooQLe '51 1474. Frate A. da Firenze: Da firenze si ua a bologna . , Hinten zeigt die hs. mangelhaftes. Von einer vena assaj gross a daqua sagt der Verfasser : qm (Jerusalem) e riceuuta Jn una piscina bella e grande la quäle lanno domini 1474 di nuovo si muraua o instauraua. Mit dem Rinuccini im glei- chen bande in der casa Trivulzio. Die Schrift ist sehr beachtens werth. 1474. Meister Johannes Fridach von Düsseldorf. Incipit tractatulus magistri Johannis Fridach de Dusseldorp, quem fecit per informationem et auisationem peregrinare volentium ad terram sanctam secundum omnia que ipse vidit et expertus est in propria persona illuc proficiscendo. Papierhs. in Brüssel, 4., nr. 8771. Ist mehr eine gedrängte anleitung ohne erzählung von erlebnissen; früher wd brauchbar. 1474 (?). Eine anleitung für pilger von einem ungenannten. The Informatyon for pylgrimes unto tlie Holy Lande ; that is, to wyte, to Rome, to Jherusalem, and to many other holy places. Imprynted at London, in the Flete strete, . . by Wynkyn de Worde, M.CCCC. and XXIHI. Anderson 290. Allein vor XXIIII ist offenbar L ausgefallen, so dass 1474 heraus- kommt. Bonar, welcher den titel nicht buchstäblich so abdrucken Hess (51 9), hat in arabischen Ziffern dasjahr 1524. Er verweiset auf die Retrospective Review 2, 327. Grässe führt im Trös. 3, 325 an eine ausgabe London, W. de Worde, 1515, 4., und bemerkt irrig, dass die beschreibung von einem gewissen John Moreson herrühre. Ich sah unzweifelhaft die gleiche schrift: Informacön for Pylgrimes vnto The Holy Londe. London, W. Nicol, 1824. 4. Der abdruck ist ein facsimile. Mit angabe der Örter und distanzen ist dies eine anleitung, wie sich der pilger verhalten soll, wie im essen, trinken, reiten, ruhen, im sichversehen mit geld, im bezahlen, schenken. Doch wurde bViij die erzählung einer reise nach Jerusalem aufgenommen. Diese schrift sollte nicht übergangen werden. *1475. Griffon, flamänder. Itindraire ou topographie de la Terre Sainte, 1475. Rignon, 1861, 85. Ich fand sonst Griphon einzig von Lasor a Varea angeführt (2, 297): Griphonis Belggae (minor.) Terrae Sanctae iti- nerarium. *1476. Martin Ketzels von Augsburg Reise nach dem gelobten Laude im J. 1476 von ihm selbst beschrieben ; herausgegeben von Rhenanus. Enthalten in : Altes und Neues für Geschichte und Dichtkunst von Bothe und Vogler, 1832, 1, 28, bei Koner 2, 334. Nach: Der Nürnbergischen Münz-Belustigungen 4. Theil von G. And. Will (Altdorf, Ch. Riegel, 1767. 4. 5. 148) war J. Martin Ketzel mit dem herzog Albrecht von Sachsen 1472 (1476) und mit dem herzog Otto von Baiern 1486 zum h. grabe gezogen. Im ganzen machten aus der familie Ketzel 8 die Jerusalemfahrt; der letzte, J. Michael, 1498. ln Mone’s Anzeiger für Kunde d. deutsch. Vorzeit, 1835, 273 ff., ist für Martin Ketzel (hs. in Heidelberg) das jahr 1446 angegeben. Übrigens fällt mir auf, dass ich bei Mergenthal, der gleich nachfolgen wird, den Martin Ketzel in der gesellschaft des sächsischen herzogs Albrecht nicht finden konnte. • 1476. Der landrentmeister Hans von Mergenthal. Gründliche vnd warhafftige beschreibung Der löblichen vnd Ritterlichen Reise vnd Meerfart in das heilige Land nach Hierusalem , des . . Herrn Albrechten , Hertzogen zu Sachssen, Landgraffen in Düringen . . *c. . Dabey ein kurtzer Auszzug der PUgramschafft ins gelobte Land, Hertzog Wilhelmen zu Sachssen . . zubefin- 4* 4ß Digitized by CjOOQle den. Gestellet durch . . Hansen von Mergenthal, :c. So selbsten persönlich mit und darbey gewesen, *c. Jetzund zum ersten mal in Druck auszgangen. Leipzig, In Verlegung H. Grossen, 1586. 4. 60 bll. oder Ai — Piiij. Gefeilt und herausgegeben von Hieronymus Weller. Ohne zweifei floss auch der anhang Niij h ff. aus der feder Wellers. Ausser der kurz geschilderten reise des herzogs Wilhelm im j. 1461 (S. oben sub anno 1461) ist noch die wall- fahrt des herzogs Friedrich 1493 und des herzogs Heinrich 1506 berührt. Die beschreibung erschien auch (nach Robinson) in Leyden 1602, 4., und: Jetzo in Rheimen verfasset, durch Joh. Steurlein. lehna 1611. 4. Abzüg- lich findet man die reise in Hormayr’s Archiv für Geographie, Historie, Staats- und Kriegskunst, 8. jahrg. 1815 (Wien), 363 ff. Die quelle ist nicht angegeben. Eine hs. bewahrt die öffentliche bibliothek in Gotha. Lateinisch findet sich die Pilgerfahrt des herzogs Albrecht (l sqq.) in: Itinera sex a diversis Saxonise ducibus et electoribus . . in Italiam omnia, tria etiam in Palaestinam et terram sanctam facta. Studio Balthasaris Mencii. Witebergse, W. Meisner, 1612 (vorrede). 12. Dieser wallfahrt folgt (37 sqq., sehr kurz) 1474 die des herzogs Friedrich, dann 1499 Heinrichs I. (49 sqq.), welcher sie 1500 (und, wie oben steht, 1506) wiederholte. Die beschreibungen der reise Friedrichs und Heinrichs sind unbedeutend; doch dürfen sie nicht über- sehen werden. Lateinisch auch: Peregrinatio seu Passagivm ad Terram S. Ill m . Principis Alberti Dvcis Saxonise . . Ex cod. cosevo Cartusise Gemnicen- sis in Avstria, enthalten in: J. B. Mencken, Scriptores Rervm Germanicar. Lips., Ch. Martin, 1728. Fol. 2, col. 2103 sqq. In München ist der Cgm. 38901 f. 211 — 216, vom j. 1467, und in Melk (nach pater Neumann) ein sehr schön geschriebener cod. (nicht signirt) zu vergleichen. S. Geisheim’s Hohenzollern 8 f., Petzholdt’s Anz., 1861 , 282; 1862, 120 f. Der werth ist für den Paläs tinographen gering. *1476. Alexandre Arioste de la province de l’fimilie. Topogra- phie de la terre Sainte, dddiöe au duc de Ferrare . . Le manuscrit, contenant sa lettre ä Sixte IV, datöe d’Antioche, Sur l’Etat de VEglise d’Aniioche, dont il ötait commissaire apostolique, et les lettres de Pierre, patriarclie d’Antioche, ä Sixte IV egalement, par lui traduites de l’arabe en latin, se trouve ä Bologne, au couvent de l’Annouciade des Fröres Mineurs. Riguon, 1861, 85. 1479. Bathsherr Johannes Tücher von Nürnberg. (N)Ach cristi*. . gepurt M. cccc. Ixxix. iare. Am donerstage der do was d’ sechst tag des monats may. Bin ich Hans tucher . . meines alters eins vhffunfftzig iare vn funff woche daselbst auszgezoge etc. Schluss: Wie wol dies puchlein in kurcz verschinne tage gedruckt ist. yedoch nach dez das nit gnit soliche fleiss vnd auffsehe als wol not gewessen were beschehe. vn doch dy ma- terij des selbe puchlels an ihr selbst lustig ist. darüb vnd zu widerbringung. vorigs vnfleysz. ist der so disz puchlein czu drucken gestifft hat bewegt worden. Das mit allez fleyss zu vbersehen. vnd alle tadel vnd mangel . . hinweck zunemen. vnd also noch einmal gerecht gepessert vn vnstrefflich drucken lossen zu nureinberg (Zeninger) nach xpi gepurt. M. cccc. vnd in dem. lxxxij. iar. 4. 79 bll. Eine ausgabe Augsburg, Schönsperger, 1482 in fol., Nürnberg 1483, Strassburg, Knoblochtzer , 1483, fol. In der ntirn- berger-ausgabe 1484, kl. 8., heisst es wieder: vnd also noch ein mal gerecht gebessert vnd vnstrefflich drucken lossen; ingleichen Strassburg, Knobloch- zer, 1484, fol.; Augsburg, A. Sorg, 1486, fol.; Nürnberg 1486; Augsburg, Digitized by t^.ooQLe 53 A. Sorg, 1488, fol.; Frankfurt a. M., G. Raben und W. Han, 1561, 4.: Gründtlicher vnd Eigentlicher Bericht der Meerfart, so Johan Thucher . . Mit dem Gumpenberger (s. diesen sub anno 1449) zugleich erschienen. Auch in Feyrabends Reyssbuch (s. oben sub anno 1095, Robert) von 1584, bl. 349 — 374, in Roths Reyssbuch von 1609, 1, 652 — 698, hier beginnend: Verzeichnis der Reyss zum Heyligen Land, vnd zum Berg Sinai, vnd was an diesen Orten Zusehen. Alles trewlich an Tag geben, von . . Johann Tü- chern ., der obgemeldte Ort im Jahr 1479. vnd 1480. durchreyset. S. Hain nr. 15663—15667, Petzholdt’s Anz., 1861, 282 f.; 1862, 244 f., Grässe’s Tr6s. 6, 209. Eine papierhs. in 4. wird auf der Stadtbibliothek in Augs- burg aufbewahrt. Es darf dieser pilger nicht übergangen werden. *1479. Jacob Kreyck und Deryck Vogel, reize van Zutphen toe Jerusalem na den heiligen grave Christi a. 1479. MS. in Middlehill. S. Hae- nel Catal. 873. 1480. Jernsalemfahrt von einem ungenannten. Le voyage de la saincte eite de hierusalem auec la description des lieux portz, villes, citez, et aultres passaiges fait lan mil. iiij. C. iiij. xx (quatre-vingt) . . Imprime novellement a Paris (hinten) par Alain lotrian et Denis iannot. 12., ohne paginazion. Eine andere ausgabe ä Paris, Nicol. Chrestien, 12., und eine quartausgabe, Paris 1510 und Liege, Streel, 1600, führt Brunet (2, 384; 5, 423) an. Unbedeutend. 1480. Der herzoglich mailändische kanzler Santo Brascha. De- scrizione o sia Relazione del suo Viaggio a Gierusalemme. Prseced. anct. ep. ad Magnificum Dominum Ant. Landrianum, Ducalem Thesaurarium gene- ralem. Am ende post orationem metricam ital. compactam et Ambrosii Ar- chinti Mediolanensis ep. ad Sanctum Brascham: Leonardus Pachel et Ulde- ricus Scinczenzeler Theutonici, hortatu Ambrosii Archinti hoc Opusculum in hicem attulerunt anno natali Christiano 1481. 4. g. ch. s. pp. n. Dann: Memoria de le casteile et terre grosse che sono sopra, die 2. seite ohne titel, die 5. (a i) : Ad Magnificum Dominum Landrianum. Ducalem Thesau- rarium generalem. Sanctus Brascha. Salutem. Inspiratio da la pueritia'per isino a questa hora . . de andare personalmente a uisitare la 3anctissima Cita de Ierusalem . . Hinten hv l> : Insigni uiro Sancto brasche, ducali can- cellario. S. P. D. Ambros, archintus, und nach dieser lateinischen Zueignung vom j. 1481 hvj": Impressum Mediolani per magistrum Leonardum Pachel Auno (anno) M. CCCC. lxxxxvij. Kl. 4. Ich sah auch angeführt: a. Tutto il sno itinerario di giorno in giorno all’ sanctissima cita de Ierusalem nelT anno 1480. L. Pachel et U. Scinczenzeler, 1481. 4. b. Santo Brascha, Descri- zione, o sia Relazione del suo Viaggio a Gerusalemme. Mediolani, L. Pachel, 1487. 4. c. Viaggio al s. Sepulchro. Mediolani, L. Pachel, 1497. 4. Es gibt ferner eine ausgabe in Florenz, 12. S. Hain 3763 f., Brunet 5, 423, Gräs- se’s L. 2, 1, 770, Tr£s. 1, 524. Treuherzig geschrieben, und mehreres brauchbar. 1480 und 1483. Der predigermönch Felix Fabri (Schmid) von Zü- rich, lesemeister in Ulm. Eigentliche beschreibung der hin vnd wider Fahrt zu dem Heyligen Landt gen Jerusalem, vnd furter durch die grosse Wüsteney zu dem Heyligen Berge Horeb Sinay, darauss zuuernemmen was Wunders die Pilgrin hin vnd wider auff Land vnd wasser zu erfahren vnd zu besehen haben, Vber die mass kurtzweilig vnd lüstig zu lesen, sonder- lich denen so der Heiligen schlifft ettwas erfahrn sein, Vormals im druck Digitized by t^.ooQLe 54 nie dergleichen ausgangen. 1556. 4. 219 bll. Mit titelvignette. Das buch erschien in Ulm. In Salzburg fand ich ein exemplar mit dem titel: Eigent- lich beschreibung der hin vnnd wider farth zu dem heyligen Landt gen Je- rusalem, vnd furter durch die grosse Wüsten zu dem Heiligen Berge Horeb vnd Sinay .. Anno 1557. 4. 220 s. Mit einem holzschnitte auf dem ti- telblatte*. Auf dem 2. bl. : Eine Missiue oder Epistel zu vier Edelen Herren, die bei dem Heyligen Grabe sindt Ritter worden. Den . . Hansen Werli von Zimber . . Heinrichen von Stöffel . . Hansen Truchsses von Waldpurg . . vnd . . Beren von Rechberg vonTHohenrechberg. Missiua oder Epistel . . von jrem Pilgerbuch Das jhnen jhr Capellan, Bruder Felix hat gemacht. In der Vorrede wird gesagt, dass Felix auf bitten hin ,das nachgehende Büchlein gemacht, aus meinem lateinischen buch , das ich für mich selbest habe ge- macht.’ Dies ist wol ein nachdruck, aber, wie der titel zeigt, etwas kor- rekter. 1584 wurde diese beschreibung von Feyrabend (bl. 122 — 188) und 1609 von Roth (1, 227 — 349) ins Reyssbuch aufgenommen, hier mit etwas weitläufigerem Titel; denn es sind die oben genannten 4 lierren in denselben aufgenommen, und es steht weiter: im Jahr nach Christi Geburt, 1483. vorgenommen, vnd folgends 84. volinbracht. Die beschreibung gilt eigent- lich der 2. reise. In Dresden sah ich ein exemplar in kl. 4., 219 bll., mit dem handschriftlichen titel: Ulm, gedruckt Bey Ph. E. Ilm, 1663. , Seiner Führtrefflichkeit wegen zum 7. Mahl gehuckt.’ Die wallfahrt von Jerusalem nach Bethlehem und die beschreibung der letztem stadt theilte auszüglich Guido Görres im Organ des Vereines vom h. Grabe: Das heilige Land, Köln, 1862, 159 — 162, 170 — 185, mit. Der sei. baron von Lassberg be- sass ein ms. des ins deutsche übersetzten Evagatorium: Beschreibung der hin vnnd wider farth zu dem Heyligen Landt. 1577, 4., und er rühmte von ihm, dass es vollständiger als das lat. original sei. Eine lateinische ausgabe liess lange auf sich warten: Fratris Felicis Fabri Evagatorium in Terr» Sanctae, Arabiae et Egypti •Peregrinationem edidit C. D. Hassler. Stuttg., Societ. litterar., 1843 — 9. 8. I 4 bll., 480 s., II 2 bll., 545 s., III 2 bll., '575 s. Die Persönlichkeit des kühnen und wolunterrichteten Wanderers zog die aufmerksamkeit nicht wenig auf sich. Franz Häberlin von Ulm schrieb, auch aus handschriftlichen quellen schöpfend, über ihn eine lesenswerthe abliandlung: Diss. historica sistens vitam, itinera et scripta Fr. Felicis Fabri . . ad illustrandam historiam patriam. Quam . . 1742 . . proponit praeses Franc. D. Haeberlin Ulmanus respondente Erhardo Riedlin Ulmensi. Gotting. 4. Der pilger nannte sich selbst Felix Schmid von .Zürch (das. 16). Breyden- bacli, mit dem er während der 2. reise zusammentraf, urtheilte Über ihn günstig (inkunabel von 1488 Viiij b): Herr Felix fabri predigerordens in der heyligen geschriffte ein wolgelerter Lessmaister vnnd ein bertiembter ernsthaflftiger prediger zuo Vlm, welicher auch vormals zuo jherusalem ist gewesen ein erfarner vater. S. Ritter 15, 47, Robinson 2, 541, Topogr. I, XXXV, 3. Wander. 416, Petzholdt’s Anz., 1861, 283, und 1862, 117 f. Schmid, dessen werk erst nach der lateinischen ausgabe richtiger beurtheilt werden kann, war ein offener köpf, guter beobachter, ein Sammler vieler merkwürdigen dinge, und das, was er selbst erlebte und fleissig niederschrieb, verdient glauben. Jedoch findet man bei ihm manches wörtlich so, wie man es bei Tücher liest, wobei ihm aber immer noch der rühm bleibt, aus dem 1 5. jahrh. der hervorragendste und belehrendste pilgernde Schriftsteller zu sein. — Zusatz . Bruder Felix Fabers gereimtes Pilgerbtichlein von Anton Birlinger. München, E. A. Fleischmann, 1864. 8. 31 s. Ich kenne keinen bericht von Digitized by CjOOQle 55 der ersten Pilgerfahrt in 1480 als diesen gereimten, obsehon nach dem Reyssbuch 274 ein lateinisches pilgerbtichlein vorhanden sein sollte. Jenes thut sich 80 wol durch lesenswerthen inhalt, naive innigkeit, als durch die schwäbische mundart mit dem mangelnden ö (dafür e) und ii (dafür i) her- vor, in welcher jener abgefasst wurde. Da Fabri ein gebomer Zürcher ist (mit hör Felix einrem predger von Zirich und von Ulm. 27) — trei f. f. f. gend in zarkennen. 29. F(rater) F(elix) F(abri) — , so ist es unwahrschein- lich, dass er sich an den schwäbischen lautmangel oder die lautverschiebuög gewöhnen konnte, sondern vielmehr fast ausser frage, dass der bericht oder das gedieht von Johannes Dillinger, der sich 1482 am ende unterschrieb, mehr oder minder Überarbeitet wurde. 1480 pilgerte Fabri mit Jörg vom Stain als dessen kaplan, und besuchte auch den aspbaltischen See, nicht aber, wie auf der zweiten fahrt, den berg Sinai. Vgl. Birlinger, bemerkun- gen 30 f. Es sollte ein korrekterer text herausgegeben werden. 1483. Der mainzer-dechant Bernhard von Breydenbach. Ich sah eine ansgabe s. 1. et a., ohne Signatur und Seitenzahlen in frakturdruck, 4.: Reuerendissimo in xpo patri dno . . Bernhardus de Breydenbach . .; hinten auf 2 s. ein verzeichniss der Ortschaften und der entfernungen , und dann auf dem nächsten blatte (2 s.): Sequuntur quedam communia vocabula de ydiomate saracenico in latinum translata. Genau kennt man folgende aus- gabe: (R)Euerendissimo in xpö patri et diiö dnö Bertholdo sancte Magütin. sedis Archiepiscopo Sacri Romani Imperij per germaniam Archicancellario ac principi electori düö suo gratiosissimo Bernhardus de Breydenbach dicte ec- clesie Maguntineü. decanus simul et camerarius obedientiam promptam et deuotä . Am Schlüsse: Sanctarü peregrinationü in montem Syon ad vene- randum xpi sepulcrü in Jerüsalem . atq^r in montem Synai ad diuä virginß et martire Katherinä opusculum hoc cötentiuü p Erhardii reüwich de Traiecto inferiori impressum In ciuitate Moguntina Anno salutis. M. cccc. Ixxxvj. die xj. Februarij Finit feliciter. Fol. 147 bll. Mit eingedruckten holzschnitten. Auf der bibliothek in Brüssel sah ich ein sehr schönes exemplar auf weis- sem Schreibpapier, ebenfalls 1486, aber 4.; der plan von Jerusalem in der Vogelansicht kolorirt. Eine andere ausgabe I486 ebenfalls 4.; doch sah ich im brittischen museum eine ausgabe in fol. signirt, und in fol. einen druck auf pergament. Eine ausgabe 1490 in Speyer per Petrum Drach, der titel wesentlich gleich, fol., 104 bll. Dann eine speirer-ausgabe 1502, 4. und eine zu Wittenberg 1536: Breydenbach peregrinatio ad terram sanc- tam. — Wir kommen zu den deutschen ausgaben. Jakob Wilhelm Feuer- lein benutzte eine vom j. 1484 nach seiner schrift: Einladung zu einer Feyer der Königl. Deutschen Gesellschaft auf den 13. Hornung 1750. Hiebey eine Abhandlung von Bernhard von Breydenbach Reise in das gelobte Land. Göttingen, J. F. Hager. 4. Hain führt 3958 eine ausgabe s. 1. et a. an: Dis huch ist innhaltend die heiligen reysen gein Iherusalem. Eine fernere ansgabe hat den titel: Dem hochwirdigsten vatter yn cristo. vnd herren hem Bertholdo dess heyligen stüles zu Mentz Ertzbischoff. des Römschen riches Ertzkantzler durch ttttsche lande vnd kurfursten ic. mynem gnedigsten herren Ich Bernhard vö Breydenbach dess selben hohen stifftes yn mentz dechan vnd camerer ic. Myn schuldigen willigen dienst vnd vndertenige gehorsame, allezyt dienstlich zu vor. Am Schlüsse: Dises werck ynnhaltende die heyli- gen reyssen gen Iherusalem zu dem heiligen grab vnd fürbass zu der hoch- gelobten jungfrauwen vnd mertreryn sant Katheryn durch Erhärt rewich von Digitized by Google 56 Vttricht ynn der statt Meyntz getrucket Ym jar vnsers heylss. tusent. vier- hüdert. vn lxxxvj. . Endet sich seliglichen. Fol. 146 bll., mit holzschnitten „ im texte. Eine andere ausgabe von 1486 sah ich: Die heyligen Reyssen gen Iherusalem zu dem heyl. grab. Meyntz, E. Rewich. Auch 1487, fol. Ich benutzte desgleichen: Die fart oder reyss vber mere zu dem heylige grab. vnsers herren Ihesu cristi gen Iherusalem, dedikazion: Ich Bernhard von Breydenbach .. Augsburg, Ant. Sorg, 1488. 4., ohne Seitenzahlen. Mit abbildungen. Ferner ist Breydenbachs reisebeschreibung enthalten in Feyr- abends Reyssbuch von 1584 bl. 50 — 122 und in Roths Reyssbuch 1, 91— 226, hier: Beschreibung der Rheyse vnnd Wallfahrt, so der wolgeborne Herr, Herr Johann, Graff zu Solms, Herr zu Mtlntzenberg *c. In Gesellschaft Herrn Bernharts von Breitenbach . . vnd Herrn Philipsen von Bicken, Ritters, K. . . vollnbracht, wie solches- von ehrngemeltem Herrn von Breitenbach, selbs schrifftlich verfasset vnd an tag geben. Damit, mit einer ausgabe von Strassburg 1612 und mit einer voll Nürnberg 1659, welche letztere zwei Jäck kannte, hätte das deutsche publicum satt bekommen, wenn nicht dieser eine bearbeitung in seiner Taschen-Bibliothek der . . Reisen durch Palästina, 2, 195—218, 1828 veröffentlicht haben würde. — In der litteratur geht es manchmal launig zu. Die bessten werke finden keine Verbreitung in ver- schiedener herren ländern , wie Ed. Robinsons hauptwerke , die weder ins französische, noch ins italienische übergetragen wurden, während leichtere waare überall herumfliegt. Konnte doch Fabri’s in lateinischer spräche ab-* gefasster bericht erst im laufenden jahrhunderte zum durchbruch gelangen. Niemand dachte daran, ihn den franzosen, italienern, Spaniern oder nieder- ländem, wie er es verdient hätte, mundgerecht zu machen. Ein anderes Schicksal war der reisebeschreibung v. Breydenbachs beschieden. Ein dom- dekan, ein edelmann mochte die weit mehr anziehen, und es ist auch ge- schehen. Besehen wir zuerst die französische Übersetzung: En ce present livre est contenu le voyage et pölerinage d’oultremer au sainct sepulchre . . tirö du latin par frere Nicole le Huen. Lyon 1488. Fol. Auch Lyon 1489. Ins j. 1488 fällt auch das buch mit dem titel: Des saintes peregrinations de Jerusalem et des lieux prochains du mont Synai . . tire du latin . . par frere Nicole le Huen. Lyon, M. Topie, fol. Es scheint nur ein anderer titel zu sein. Hingegen ist nach Grässe (Trds. 1, 538) die schrift: En ce present livre, Lyon 1489, eine Übersetzung vom bruder Jehan Hersin. Dann kam 1517, fol.: Le grant voyage de Iherusalem, Traduit du latin par Nie. le Huen, gr. 4., zu Paris, Fr. Regnault, heraus. — Spanisch : La Viaje de la tierra sancta q hizo el Decan de Maguncia de Alemafia I . Bernardo de Breidenbac. Qarago^a 1498 (dieser titel ist im brittischen museum ms.). 4. Mit schönen holzschnitten, wie in andern drucken, und mit zahlreichen, nicht über die studirstube hinausgehenden Zusätzen von Martinez Dampiös. Pagi- nirt und hinten mit einem register. In Modena sah ich die Übersetzung von Dampiös s. 1. et a. — Niederländisch erschien die reise 1488 in Mainz: Den eerwirdichsten vader in xpo en here here Bartoldt Eertzbiscop . . Bern- hardt vö Breydenbach, am Schlüsse: Dit werck inhoudende die heylighe beuarden tot dat heylige grafft. Fol. Mit eingedruckten holzschnitten. Der titel, Petzholdt entnommen, lautet genau wie jener der deutschen ausgabe 1486. In Brüssel sah ich ebenfalls eine ausgabe 1488. Das exemplar hat einen holzschnitt mit den Worten: Bernhardus de breidenbach decanus et Camerarius ecclesie Moguntine Johannes Comes in Solms et dominus in Mintzenberg, unten: Philippus de Bicken miles, hinten: Dit werck bis zu Digitized by t^.ooQLe 57 ‘Endet salichlicken ’ genau wie bei Petzholdt. Van Senden führt eine nieder- deutsche ausgabe von 1488 unter dem titel an (1, 351): Bevarde te Jhe- rusalem en tot Sinte Katheryn door Bernhard van Breydenbach. Im katalog des brittischen museums steht: Hier nae volghet dat beghin deser bevarde van Bernhard . . Mentzs 1488. Fol. Auch: Dat boek van den Pelgrim. Delff. 1498. 4. — Englisch: Translation of a portion of the account of a pilgrimage to Jerusalem, Terra Santa etc., enthalten im Journ. of the R. Geogr. Society 9 (1839), 311. Die abbildungen rühren vom utrechter Er- hard Rewich her, welchen Fabri (l, 353) einen sehr feinen maler nennt, und welcher für die reisegesellschaft die Seehäfen, städte und landschaften, voraus aber das h. Land und die trachten der einwohner aufnahm. Man weiss auch, dass er später sich als buchdrucker und Verleger hervorthat. S. Stuck 2, 19, Hain 3956 ff., Brunet 1, 458 sqq., Grässe L. 2, 1, 772, Koner 2, 334, Ritter 15, 47, Robinson 2, 541, Topogr. t, XXXV f., 3. Wander. 416 f., de Hody*s Godefroid de Bouillon 339 sq. (öd. 1855), Petz- holdt’s Anz., 1861, 283, und 1862, 245 f. Auch ist (nach Grässe a. a. o.) zu vergleichen : Zuverlässige Nachrichten von der seltenen Reisebeschreibung Bernh. v. Breydenbachs in den Arbeiten einer vereinigten Gesellschaft in der Oberlausitz, 3, 1 59 — 182. Breydenbach ist jetzt das geschlecht der grafen von Fridberg. Es geschieht gänzlich unrecht, dass die nicht unverdienst- liche schrift immer unter dem namen Breydenbachs herumläuft, weil sie eigentlich ein predigermönch , Martin Roth , abfasste, wie Fabri (1, 347) bezeugt, welcher die genauigkeit der beschreibung rühmt. *1483. Der ritter Philipp von Bicken. Philippi Biken, Terrae Sanctae itinerarium. Spirae 1490. Ich fand diese schrift nur von Lasor a Varea, 2, 296, angeführt. Dagegen kennt man den namen aus der beschrei- bung des mainzer-domdekans, in dessen reisegesellschaft er sich befand. 1483. Dietrich von Schachten. Dideriei von Schachten Beschreibung der Reise ins heilige Landt, welche Herr landgraff Wilhelm, der ältere, anno 1483. Sontags nach Ostern Vorgenommen. Papierhs. in Kassel, nr. 65, 4., 269 s., eine kopie aus dem j. 1726. Eine andere dort aufbewahrte hs., 4., nr. 84, unpaginirt, besagt, dass 1483 unrichtig und 1491 zu lesen sei. Ein auszug wurde mitgetheilt a. von Ledderhose in den hessischen Denkwürdigkeiten 3. thl. ; b. danach im Wochenblatt der Johanni ter-Ordens- Balley Brandenburg, 1862, 37 f. Die richtige jahrzahl kann ich, bei abgang von mehr quellen, nicht ausmitteln. Ich hielt mich einfach an die 1 . hs. Der bericht ist nicht ohne interesse. Gedruckt nur die rückkehr, Marburg 1 806. 4. 1484. Der graf Ludwig von Hanau -Lichtenberg: die pilgerfahrt zum h. Grabe in Jerusalem, mitgetheilt von Tr. Märcker in Berlin. Enthal- ten im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. Organ des germanischen Museums. 1862, sp. 79 ff. Es ist dies kein förmlicher reisebericht, sondern ein ausgaberegister , welches immerhin beachtung verdient. Die Chronologie kommt hier wieder in kollision mit dem von Schachten; denn von diesem meldet die hs., dass er mit dem grafen von Hanau reiste. *1485. Der graf Gabriele Capodilista, jurist aus Padua und bür- germeister in Perugia : Itinerario di Terra Santa e del monte Sinai. S. 1. et a. (Perugia?) 4. Hain 4382, Grässe L. 2, 1, 770, Trös. 2, 43, Marmier 1, XVIII. Ein sehr seltenes buch. 1485. Der genter Joos van Ghistele. T Voyage van, Mher Joos Digitized by t^.ooQLe 58 van Ghistele . . Tracterende van veelderande wonderlicke . . dinghen, gheob- serueerd . . in den lande van Beloften, Assirien . . Te Ghendt, by Henric van de Keere, 1557. 4. 6 bll., 348 s. Eine ältere ausgabe Loewen, 1530. Ich sah die von 1563; eine andere noch gibt es von 1572 by de Weduwe - van Gheeraert van Salenson. Die beschreibung ist aus der feder des Am- brosius Zeebout , des kaplans von unserm van Ghistele. 8. Stuck 2, 131, St.-G£noi8 I, 33, 155—192, Grässe L. 2, 1, 272 f. und 2, 2, 164, Trds. 3, 77, Petzholdt’s Anz., 1862, 245. Van Ghistele langte im sommer 1485 in Jerusalem an. Für Palästina ist Zeeboufs beschreibung eben nicht be- deutend. *C. 1485. Claudius Mirebel, Voyaiges de Jerusalem et de Sainte- Katerine. MS. nr. 57 auf der bibliothek in Lille. St.-Gdnois 1, 34 sqq. G. 1485. Peregrinationes totius terra sanct®. Infrascripte sunt peregrinationes totius terre sancte que a modemis peregrinis visitantur. Et est sciendum quod in illis locis in quibus est signum CI. ibi est plenaria absolutio. Venetiis, B. de Sessa, 1491. 8. Ich las den titel auf einem exemplar so: Peregrinationes totius terre sancte que a modemis peregrinis uisitatur. Et est sciendum quod in illis locis in quibus est signum (crucis) sunt septem annorum et septem quadragenarum de indulgentia. Predicte autem indulgentie concesse fuerunt a sancto Siluestro Papa, ad preces sancti magni Constantini imperatoris et sancte Helene matris eius. Beginnt dann: Primo de peregrinationibus yopen usque Hierusalem. Venetiis, ap. Bapt. de Sessa Mediolanensem, 1491. 8. 8. Hain 12579. Bei Brunet 5, 423 Ve- netiis c. 1520. Auch handschriftlich in Gent, gr. fol., pergament, 2spaltig, nr. 13 f (136), aus dem 1 5. jahrhundert. Sehr verwandt sind 2 mss. aus dem 15. jahrhundert im stifte 8. Florian; das eine beginnt: Hce sunt pere- grinaciones et indulgencie terre sancte, que a modernis peregrinis visitantur (pater Neumann). Es gibt überdies Peregrinationes civitatis Jerusalem, et totius Terrae Sanctae etc. Andegavi 1493. 8. Zu vgl. auch Brunet 3, 674 sq., Grässe’s Tr£s. 5, 199. 1485 ff. Der pater Francesco Suriano aus Venedig. Itinerario de Hierusalem del R. P. Francesco Suriano. 1542. Dieser titel ist handschrift- lich. Dann beginnt der druck so: ln nome de la beatissima trinita. Inco- menza el trattato de terra santa con le soe dechiaratione : compilato per frate Francesco Suriano da Uenetia . . Ine li anni del signore. 1485. Hin- ten: Finisse il libro chiamato Itinerario de Hierusalem. Composto per el. R. P. frate Francisco Suriano Ueneto. Stampato nouamente in Uenetia- p Francesco Bindoni. Nel anno d. S. 1524. 12. Suriano oder Soriano war von 1493 — 95 guardian vom berge Zion, und ihn traf als solchen auf der Pilgerfahrt Pietro Casola (56). Die beschreibung bewegt sich dialogweise. Beachten s werth. Alessandro Bassi erwähnt (Rignon, 1863, 192, vgl. 1861, 85) einer früher von den franziskanem in Jerusalem aufbewahrten hs., ohne dass es klar wird, ob dieses Itinerario zu verstehen sei. Suriano ist der älteste geschichtschreiber der franziskanermission im h. Lande. Die sehr seltene druckschrift sah ich in Lucca. 1 4 8 5 f . Der edelmann Georg Lengherand von Mons. Voyage de Georges Lengherand, Mayeur de Mons en Haynaut, a Venise, Rome, Jerusalem, mont Sinai et le Kayre, — 1485-1486 — avec Introduction, Notes, Glossaire, etc. Par le Marquis de Godefroy M&iilglaise. Mons, Masquilier, 1861. 8. XVI, 296 8. Es ist nr. 19 der Publications der Socidtä des Bibliophiles Digitized by t^.ooQLe 59 beiges, söant ä Mons. Ein ms. in Lille. S. Haenel Catal. 181, F. J. Mo- ne’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, 2,73 ff., St.- Gönois’ Voyageurs beiges 1, 33. Eine ' treuherzige, nutzbare erzählung. 1486. Der ritter Konrad Grünemberg aus Konstanz. Reiss be- schreibung von Constanz aus Bis nacher Jerusalem . . samt abbildung vnd beschreibung der Orthen . . beschrieben von Konrad Grünemberg zu Con- ßtanz. Papierhs., fol., im badischen archive zu Karlsruhe nr. 32. Einen pergamentcodex, fol., 541, sah ich in der öffentlichen bibliothek zu Gotha: ‘Ich Conrad Grünemberg’, mit vielen kolorirten abbildungen. Ziemlich leid- liche abbildung von Raman (Ramleh», von Lydda (ruinen der Georgskirche), ziemlich ordentliche abbildung einer moschee nahe bei Ramleh, von Jerusa- lem, eine ziemlich treue des grabtempels, der grabkapelle, eine schlechte von Bethlehem, auch eine beachtenswerthe ansicht von Jäfa (felslöcher). Ich merkte mir auch die älteste abbildung des grabes Absalom (thal Josaphat mit den einzelheiten). Der text ist von geringem werth. Will man die be- schreibung mit den abbildungen herausgeben, so müssen nicht nur beide Co- dices verglichen, sondern es muss auch bei Rewich (Breydenbach-Röth) nach- gesehen werden, um beurtheilen zu können, was bei Grünemberg original oder nur kopie ist; denn ich fand, wenigstens im schönen codex zu Gotha, viel kopien. Jedenfalls hat der druck von Rewich nicht so viel abbildungen, wie Ain Kärim, H. Kreuz, das bad zu Jerusalem. Übrigens schreibt Grü- nemberg: Vff das Ich Conrat Grünemberg Ritter In meiner walfart zu dem hailgen grab (meiner lieben gönner vnd fründ Ingedenk) was Ich sältsams gefelligs vnd wunderbarlichs gesechen hab Inn disem nachfolgenden werkly abgedildet. Vnd vff das genäwst mit flis (So vil Ich wil) gehabt hab glich vergstaltet. Ich kann mich des Wunsches, es möchte dem Grünemberg mehr aufmerksamkeit geschenkt werden, um so weniger entschiagen, als die hand- zeichnungen schöner sind als die holzschnitte von Rewich. S. Mone’s An- zeiger für Kunde der teutschen Vorzeit, jahrg. 1835, 270 ff., Geisheim’s Hohenzollem 7, 55. 1487. Niklaus le Huen, professor der theologie. Le grant voyage de Iherusalem . . auec . . aulcuns langaiges des turcz, tranlatees, hinten: Imprime a Paris pour Francoys regnault . . Lan 1517. 4. Le Huen ken- nen wir als Übersetzer der breydenbachischen reisebeschreibung , und bei Breydenbach den gleichen titel, was eben jetzt in mir zweifei erregt, ob le Huen’s titel und buch nicht der art sei, um den leser in den irrthum zu führen, dass der verfasse? wirklich das h. Land bereisete. Eine ausgabe 4. beim gleichen Regnault 1522. Vgl. Marmier 1, XVIH, Topogr. 1, XXXVI, 2, 1007 f. Mag das buch eine blosse bearbeitung des Breydenbach-Röth sein oder nicht, es ist gewöhnliche pilgerkost. 1 489. Reiseskizzen eines ungenannten. Illustrazioni in un anonimo viaggiatore del secolo XV. Livorno, G. V. Falorni, 1785. 8. IV, 76 s. Herausgeber ist Giovanni Mariti. Erst wenn die- verschriebenen Ortsnamen Sunsüm, Charabla, Sumechalil, Thaba, Beygimel, Vozaba, Lahar (46 sqq.) u. 8. f. erklärt sein werden, mag man den werth des auszuges besser beur- theilen können. *C. 1490. Eines ungenannten Voyage ä Jerusalem. Ms. in Lyon. 8. Haenel Catal. 196. *C. 1490. Der minorit Niklaus de Faraad aus Ungarn. Descriptio Digitized by t^.ooQLe 60 locorum Terrse Sanctm auctore Fr. Nicolao de Farnad. Wien, gedruckt vor 1500. 4. 8. NorofFs Daniel 210. 1491. Der s. galler Stephan Kapfmann. Jesus Maria. Diss sind die stet dy stefFan kapfman von sant gallen, die zit burger zu friburg In öcht- land besucht und etliche pater noster deren ich peterli hab. dar an gestri- chen Hat. Papierhs. auf der bibliothek des alten Stiftes in S. Gallen, gr. 4., nr. 610. Kapfmann war im 36. altersjahre in Jerusalem, 2 tage weniger als ein jahr auf der reise. Meist eine trockene aufzählung der gefeierten stellen, gleich der Schrift Ulrich Leman’s , eines andern 8 . gallers, die, als ein bericht über seine wallfahrt nach Jerusalem im j. 1472, auf der Staats- bibliothek (Cgm 692) in München aufbewahrt wird. 1491. Den Viktor Freese führe ich aus Rerum Frisicarum historia, ab Vbbone Eramio, Frisio (Lugd. Bat., Elzevir, 1616. Fol.), aus dem gründe an, damit nicht je- mand in diesem bnche eine ordentliche beschreibung der Jerusalemfahrt suche. Man vernimmt nur, dass Esdard, der 2. sohn Ulrichs aus Friesland, 1491 mit dem erfahrnen Viktor Freese nach Jerusalem reiste und das jahr darauf gesund zurückkehrte. Emm. 1. 30. p. 460. Vgl. van Senden 1, 351. *1491. Der böhmische bruder Martin Kabatnik. Seine reise nach Palästina erschien nur böhmisch, zuerst in Prag 1518, dann 1577 (das buch kam auf den index), in Olmtitz 1639, in Prag 1691, 1708. In den spä- tem ausgaben sei vieles geändert. Harant, welcher den namen Kabateik schreibt, sagt von ihm, dass er die reise sehr schlecht und nicht gründlich beschrieben, auch nichts anderes, als was ihm begegnet,* bemeldet habe. Nun ist dieses urtheil schon deswegen unrichtig, weil Kabatnik gar nicht schreiben konnte, und deshalb die beschreibung Adam Bakalc if, bürger und notar in Leitomischel , abfasste. Das original (ms.) findet sich zu Prag in der dombibliothek. 8. Balbini Bohemia docta,* tractat. I. p. 151. Grässe führt an (L. 2, t, 775): Nikolaus Bakalar, Beschreibung der heiligen Orte im gelobten Lande. Neupilsen 1498. 8. 1492. Der mailändische kaufmann Bernardino di Kali. In nomine patris. Et filij. Et spiritus sancti Amen. Prefatione. Per che questa vita mortale fragile et caduca ecc. ; auf der 3. Seite roth : In nome del padre et del figliolo et del spirito santo Amen Incomincia la Jerosolimitana peregri- natione facta da me Bernardino Di nali milanese mercadante in venetia nel Anno dela salute Humana. MCCCC° lxxxxij. Sehr schöne pergamenths., kl. 8., auf der öffentlichen bibliothek in Lucca. Es kommen die gebete vor. Scheint nicht wichtig. *1492. Peter Fasbender von Molsberg, Pilgerfahrt zum h. Grabe. Hs. in der Stadtbibliothek zu Trier. Geisheim’s Hohenzollem 55. 1 492. Schilderung einer reise ins heilige Land und auf den Sinai von einem ungenannten. Voyage ä la Terre-Sainte, au mont Sinai et au couvent de Sainte - Catherine. Notice sur un manuscrit de la bibliothöque publique de Rennes, im gedruckten katalog nr. 157, von E. Morin. Rennes, Ch. Catel, sine anno (C. 1860) 8. 16 s. Analyse und ein auszug lassen wünschen, dass das ganze ms. gedruckt werde. * 1493. Johannes von Lobkowitz und Hassenstein, ms. von ersterem. Grässe L. 2, 1, 775. *1493. Des grafen Botho HI. von Stolberg Tagebuch der Reisen in das gelobte Land. Ms. im gräfl. stolberg-wernigerodi sehen archiv. S. J. F. Plessing über Golgatha und Christi grab. Halle 1789. 108. Digitized by t^.ooQLe 61 1494. Der priester Pietro Casola ans Mailand. Viaggio di Pietro Casola a Gerusalemme tratto dalP autografo esistente nella Bibliotheca Tri- vnlzio. Milano, P. Ripamonti Carpano (hinten Edizione fuori di commer- cio), 1855. 4. 6 bll., 131 s. Herausgeber ist der graf Giulio Porro, der eine ungenügende einleitung und von s. 1 1 3 an wenig brauchbare anmm. schrieb. Porro, der sich sonst durch gefälligkeit auszeichnete, konnte ich nicht bewegen, mir ein exemplar zu behändigen; ich gelangte endlich auf antiquarischem wege in den besitz. Das buch ist ausführlich und treuherzig geschrieben und lesenswerth. * 1494. Jean van Berchem, beschreibung einer Jerusalemfahrt. Hs., 4., im besitze des barons St.-Gdnois in Gent, der eine einleitung dazu schrieb und drucken liess (Gand 1856. 8.). 1495. Der arabische gelehrte Medschir ed-Din. Medschired-din: Enisol-Djelil fit-tarikhi Kouds vel-Khalil. Le Compagnon sublime dans 1’his- toire de Jerusalem (und von Hebron). Par M. de Hammer. Enthalten in seinen Fundgruben des Orients. Wien, A. Schmid, 1811. Fol. 2, 81 sqq., I18sqq., 375 sqq. Eine einschlagende, zum theil ergänzende Übersetzung nach dem französischen von Hammer und nach einer im brittischen museum aufbewahrten arabischen hs. s. in G. William’s Mein. 143 sqq. Es gibt auch noch anderwärts hss., und es wäre, da Hammer 'nicht überall richtig über- setzte, sehr zu wünschen, dass des abtes Haneberg in München Vorhaben, diesen araber frisch herauszugeben, ausgeftthrt würde. S. Robinson 2, 541. Medschir ed-Din (f 1520) ist sehr umständlich und genau. In beschrei- bung der viertel und gassen, der moslemischen kirchen und schulen von El-Kods übertrifft er alle Vorgänger. 1495. Der geistliche, Wolff von Zülnhart. Nach Cristi vnsers lieben herren gepurt Tauset fierhundert lxxxxv jar am dornstag nach vnser frawen tag Annuntiationis . . bin ich wolff von Zülnhart vnd mit im Jörg von Augs- purg aussgezogen, auff den weg gen Jerusalem vnd katherina. Papierbs., 4., in der stadtbibliothek zu Augsburg. Unbedeutend. 1495. Reise des pfalzgrafen Alexander bei Rhein und des grafen Johann Ludwig zu Nassau. Beschreibung der Meerfart zum heiligen Grab, dess > . Alexanders . . Auch dess . . Johann Ludwigs, welche sie im Jahr 1495. angefangen, vnd verbracht im Jahr 1496. Enthalten in Feyrabend’s Reyssbuch bl. 30 — 47 und in Roth’s Reyssbuch 1, 55 — 86; ein genügender auszug in: Das heilige Land. Organ des Vereines vom h. Grabe. Köln, 1863, 159 — 175. S. Petzholdf s Anz., 1861, 284 f. Der Verfasser, wahr- scheinlich der notar oder kaplan des pfalzgrafen, ist nicht genannt und die beschreibung mehr ein trockenes verzeichniss der sagenstätten in form eines tagebuchs. 1495. Der notar Martin Dalmar. Beschreibung Herzog Bugslaffen des 10. Peregrination nach dem Heyligen Lande. In welcher wie in einem Diario, alle des H. B. Acten und Reisen von einem Orth zuhm andern fleis- sig verzeichnet sein. Durch Martin Dalmar, Notar, welcher allewegen mit dobey gewesen. Abgedruckt aus einer hochdeutschen hs. (die Urschrift sei wahrscheinlich niederdeutsch gewesen) als zugabe zu der 1835 erschienenen ausgabe der pommerschen chronik von Thomas Kantzow, der selbst eine ziemlich ausführliche, mitunter variirende nachricht von der Pilgerfahrt brachte. Der älteste mir bekannte druck findet sich in Feyrabend’s Reyssbuch (1584) Digitized by t^.ooQLe 62 bl. 47 — 49 und in Roth’s Reyssbuch (1609) 1 , 87 — 90, hier: Kurtze Sum- marische Beschreibung der Rheyss zum H. Grab, So der Durchleuchtige Hochgeborne Fürst vnnd Herr, Herr Bugislaus dess Namens der Zehend, Hertzog in Pommern, im Jhar 1496. angefangen, vnd das folgende Jhar glücklich vollnbracht. Sehr wenig lernt man aus dem nachfolgenden ge- dieht: Historia de profectione in Terram Sanctam illustrissimi Principis ac domini Bugislai X. Ducis Stetini . . scripta a M. Christiano Kalen Fema- riensi. Witeberga 1555. 4. Immerhin schwunghaft, gut geschrieben. Die iron Joh. y. Kitscher verfasste und in druck gegebene Tragicomoedia de Hie- rosolymitana profectione illustrissimi ducis Pomerianici sah ich nicht. S. Des Herzogs Boguslaf X. von Pommern Pilgerreise nach dem gelobten Lande. Berlin, R. Decker, 1859. 8. Es ist hier von einem anonymus kein abdruck der pilgerschrift, sondern eine einlässliche anzeige, mit belehrenden bemer- kungen, gegeben. S. auch Petzholdt’s Anz., 1861, 285. Die reisebeschrei- bung ist Übermassen kurz gefasst und für mich unbrauchbar. 1497. Der rathsherr Hans Schürpff von Luzern. Hans Schürpfen . . Pilgerfahrt nach Jerusalem. Mitgetheilt von J. V. Ostertag. Hie in disem Büchlin Sind zu vinden Hüpsch seltzam materien vnd geschichten, So den persönlich Erfarent Hatt Hans Schürpff, . . mit andern sinen mit Brüdern, Als sy denn vff dem mer vnd land gehalten, vnd zu dem Helgen grab ge- reyst Hand. Ouch nit me hiegsetzt wirt, denn das der obgenannt Hans schürpff selbs gesechen vnd erfaren, Vnd nit nach Hörsegen concipiert Hatt. Enthalten im: Der Geschichtsfreund. Mittheilungen des histor. Vereins der 5 Orte Lucera,'Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. Einsiedeln, Benziger, 1852. 8. S. 182 — 249. Das konzept des Schtirpffen wurde 1498 von Peter Wächter ausgearbeitet. Der reisebericht ist etwas dürftig. C. 1498. Der ritter Arnold von Harff (van Harue) aus dem jüli- cher lande. Die Pilgerfahrt des Ritters Arnold von Harff von Cöln durch Italien, Syrien, Aegypten, Arabien, Aethiopien, Nubien, Palästina . . , wie er sie in den Jahren 1496 bis 1499 vollendet, beschrieben und durch Zeichnungen erläutert hat. Nach den ältesten Handschriften und mit deren 47 Bildern in Holzschnitt herausgegeben von E. von Groote. Cöln, J. M. Heberle, 1860. 8. LVI, 280 s. S. 4 : Item in dem jaere nae Christus geboirt dusent vier- hondert ind xcvj des seuenden dages nouembri byn ich Arnolt van' Harue ritter etc. mjjns alters xxv jaers, van Coelne vss getzoegen, halff in eyneme swaeren moyte . . Dyse pylgrymmacie bin dat meysten deyl myt kouffluden getzoegen. Für den palästinographen von einigem werth und auch für den deutschen in sprachlicher beziehung beachten swertli. 1498. Stephan Baumgartner. Nach Christi vnsers liebstenn Herren vnndt Seligmachers gebürt 1498 Jare, Bin ich Steffan Baumgartner mitt dem Fürsten Hertzog Hainrich zu Sachssen, nach dem Heyligen grab geratet, vnnd solche meine Rayss zum gedechtnus Hierin beschrieben, was ich aldo von Hailthum zw wasser vnd Landt gesehen hab. Mit einer ansicht der grabkapelle (nicht übel) und der stadt Jerusalem (schlecht). Papierhs., 4., nr. 369 in der bibliothek des germanischen museums "zu Nürnberg. Vgl. oben sub anno 1476 Mergenthal, Geisheim’s Hohenzollern 10.' Die Schrift ist unbedeutend. *1500. Giovanni di Perugia. Joannes Perusinus O. S. B. Mon. e congreg. Cas. conscripsit Itinerarium Terra Sancta, in quam 1 500 profectus est. Vide Voss, de Hist. Lat.Iib. 3. p. 709 (ed. Lugd. Bat. f 65 1 ) 9 August. Digitized by Google 63 Oldoin. in Athenseo Angusto, p. 186, Fabric. Bibi. med. Lat. 4, 332, Armeil. Bibi. 2, 16. Briefliche Mittheilung von pater Neumann. *C. 1500. Dodechini, in Palaestinam Peregrinatio. Lasor a Varea 2, 296. Porro sagt in seiner einleitung zum Casola, was gar sehr näherer prüfung bedarf: Dopo questo (Willibald) abbiamo il viaggio di Dodechino (il continuatore della Cronaca universale di Mariano Scotto) abate di 8. Isibodo. *C. 1500. Jo. e Dusseldorp, Carmelita, Terrae Sanctae itinerarium. Lasor a Varea 2, 296. Vgl. Dusseldorp oben s. 51. G. 1500. Les passaiges doultremer faitz par les francoyg. Nou- uellement imprime. Paris, M. le Noir, 1518. 4. Beachtenswerth. *C. 1500. Jo. de Heit. Itinerarius in Hierusalem. Daventr. 1505. 4. S. Stuck 2, 52, Geisheim’s Hohenzollern 55. G. 1500. Das hauptpilgerbuch der italiener im sechszehnten Jahr- hundert von einem ungenannten. Viazo da Venesia al sancto iherusalem et al monte sinai. sepulcro de sancta chaterina piu copiosamente et verissa- mente descrito che nessuno degli altri: cum dessegni de paesi citade porti et chiesie et sancti luoghi et molte altre sanctimonie ch’ qui se trouano de- signate et descrite chomo sono neli logi lor propri etc. Bologna, J. de Ru- biera, 1500. Fol. Mit holzschnitten und einer ansicht von Jerusalem. Dieses buch ist sehr selten, so dass ich es nicht zu sehen bekommen konnte, und dass es piir auch nicht möglich ist, bestimmt zu behaupten, dass dieses die erste, älteste ausgabe des vielgenannten Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro ist. Das pilgerbuch erlebte sehr viel auflagen, und es hält schwer, sie alle aufzusuchen und für die richtigkeit einzustehen. Uiaggio da Uenetia al sancto sepulchro et al monte Sinai. Venetia, Nicol. Zopitio, 1518. Kl. 8. Diese ausgabe, mit holzschnitten versehen, findet sich in der bibliothek des franziskanerklosters in Jerusalem. Das Viagio da Venetia al Sancto Sepulchro von 1520, 8., hat auf dem titelblatte eine ansicht von Venedig, und hinten steht: Finito el santissimo viagio d’ Jerusalem nouaroente stampato in Ue- netia per Joannem Tacuino da Trino Nel Anno . . MCCCCCXX . . Regnante llnclito principe Leonardo Leoridano. 1521 sei das Viaggio ebenfalls her- ansgekommen. 1524 erschien es zu Venedig in 8., in der vatikanischen bibliothek nr. 6122. Man kennt auch eine venezianer -ausgabe von 1531 und Venezia, Zoppino, 1536. Dann: Uiaggio da Uinegia al Santo Sepolcro .. Nouamente stampato .. per Nicolo di Aristotile detto Zoppino, 1537. 1538 schon wieder in Vinegia (8.) aufgelegt, auch 1546 (Venezia), 1555 (Venezia), ibi 1588 per Barthol. di Valenti; ibidem 15S3, 12., bei L. Ualuas- sori, e G. D. Micheli, mit einem anhang : Le vie, o ceremonie di Hiervsalem, beim gleichen verlegen 1583. Ich sah auch die ausgabe desselben Verlegers 1587, kl. 8. 3 jahre später eine ausgabe ebenso in Venedig. Dann Ve- rona 1592; Venedig 1598 in 12. Im j. 1604 in Venezia, Domenico Im- berti, kl. 4.) beim gleichen daselbst 1605. Nun schreibe ich den vollstän- digen titel meines exemplars ab: Viaggio | da Venetia | al Santo Sepolcro, | et a al Monte Sinai; | Col dissegno delle Cittä, Castelli, Ville, Chiese, Mo- nasterij, | Isole, Porti, et Fiumi, che sin lä si ritrouano. | Et vna breue re- gola di quanto si dee osseruare nel detto uiaggio, e quel | che si paga da luoco a luoco, si di dacij, come d’altre cose. | Aggiuntoui il modo di pigliar le sante Indulgenze, et ä che | Chiese, Monasterij, et altri luochi siano con- cesse. | Et dinuouo aggiuntoui vna Tauola, che denota quante miglia sono Digitized by t^.ooQLe 64 * da | luoco a luoco sino in Gierusalera. | In Venetia, MDCV1I. | Appresso gli Heredi di Domenico Farri. Kl. 8. A bis M s. oder 96 bll. Auf dem titel- blatte stellen 3 kreuze in bolzschnitt. Von da bis 1673 (Yenetia) treffe ich keinen neuen druck. Eine ausgabe in Bassano, 8., erschien 1675 und 1728. Ich führte die ausgaben so genau als möglich an, und vermag leider nicht zu entscheiden, wo sich etwa eine titelausgabe eingeschlichen habe. Jetzt komme ich zu einer andern reihe von ausgaben. Man glaubte, dass dieses anonyme Viaggio eigentlich einen pater Noe zum Verfasser habe. Mir will dies nicht einleuchten; denn vor dem j. 1600 finde ich den namen Noe auf keinem titel des Viaggio da Venezia al S. Sepolcro; es müsste denn sein, dass ich die ausgaben von 1536, 1592 und 1598 irrthümlich nicht mitfasse. Mich will vielmehr bedünken, dass die buchhändler, um dem pilgerbuche noch mehr absatz zu verschaffen, auf den einfall geriethen, einen pseudo- nymus in den titel aufzunehmen. Dies ist auch so ziemlich die meinung des paters Pietr’ Antonio di Venetia (s. diesen unten sub anno 1700), der von Noe als dem Verfasser des Viaggio sagt (bl. 3 n ): se pure realmente ne fü Tauttore, stimandolo piü tosto opera di qualche persona semplice, masche- rata col nome di questo Religioso, per acquistarsi piü credito nel darlo alla stampa; del che ne dä tutto il motiuo di dubitare il vedere, che il nostro diligentissimo Annalista Lucca Uadingo non fk alcuna mentione di questo auttore nel Catalogo, che forma de Scrittori della Religione. Man konnte um so eher auf einen Noe verfallen, als es einen Venezianer Noe Bianco gibt (s. diesen unten sub anno 1527). Ein anderes exemplar, das ich besitze, hat beinahe buchstäblich genau den titel, welchen ich bereits vollständig mit- theilte; nur steht zwischen altre cose und Aggiuntoui: Composto dal R. P. Fra Noe delF Ord. di S. Francesco. Auf meinem exemplar ist das jahr des druckes nicht angegeben : In Lucca, Per Salv. e Giandom. Maresc. Kurz 8. 192 8., die mithin den oben angegebenen 96 bll. vollkommen entsprechen. Auf dem titelblatte stellt ein holzschnitt die urstände, unten mit den Worten : Mors. mea. vita tva, vor. Ich betrachte diese Noe -ausgabe sine anno als die älteste. Mit dem j. 1600 in Lucca finde ich eine ausgabe bei de Hody 430 (ed. 1855). Die ausgabe von 1610, In Venetia, Presso Domenico Im- berti, kl. 8., bis s. M 8, hat auf dem titel : Composto fedelmente dal R. P. F. Noö, del!’ Ord. .; ebenso eine ausgabe in kl. 8. in Venedig 1615; auch ibi 1619. Hinwieder ist in der ausgabe Venezia, Imberti, 1648, 8., 96 bll., das wort (Composto) fedelmente weggefallen; desgleichen in der ausgabe Venezia per Bened. Miloco 1676, 8. Weiter erschien eine Noe -ausgabe in Bassano 1685, kl. 8., 1689, 8., in Bologna 1690, ebenfalls kl. 8., in Bas- sano, G. A. Remondini, 1728, 8., item in Bassano 1781 (diese ausgabe sah ich in Barcelona) und in Treviso, Ant. Paluello, 1791, kl. 8. (diese ausgabe sah ich bei einem buchhändler in Venedig). So viel ausgaben ich ansichtig wurde, alle sind mit mehr oder minder schlechten, immer den gleichen holz- schnitten versehen. Ob die Schrift: De via e Venetiis ad S. Sepulcrum, Venet. 1538, 8., angeführt von Lasor a Varea (2, 297), eine Übersetzung des Viaggio sei, kann ich nicht entscheiden. Es sind mir auch sonst Über- setzungen in andere sprachen nicht bekannt. Oft dürfte wol daraus ge- schöpft worden sein. S. Brunet 4, 602 und 5, 423, de Hody 292 (dd. 1855), Topogr. 1, XXXVIII f., 3. Wander. 417, Noroflf bei Daniel 210, 213, Petzholdt’s Anz., 1862, 248, Grässe's Trös. 4, 682; 6, 295. Die schrift mag seiner zeit, zumal für die pilger, ihren praktischen werth ge- habt haben. Digitized by t^.ooQLe 65 *1505. Peter de Smet oder Desmet, genannt van Steebroek, ans Brüssel. Die darstellung seiner reise nach dem h. Lande in flämischer spräche, findet sich als ms. nr. 12636 in der burgundischen bibliothek zu Brüssel. Eine analyse von A. B. T. Schayes steht in der Revue de Bruxelles, 1839, 104 — 119, und nähere nachricht in St.-G£nois’ Vogageurs beiges 1, 199-210. 1506. Sir Bichard Guylforde. The Pylgrimage of Sir Richard Guyl- forde to the Holy Land A. D. 1506. Pylgrymage towardes Iherusalem. London 1511. Die ausgabe von 1506 Edited by Henry Ellis. Auch (Lon- don) 1851. 4. S. Bonar 519. Die erzählung ist ehrlich gemeint, bietet jedoch wenig. 1507. Der prior Georg aus dem karthäuserkloster zu Chemnitz. Georgia . . Ephemeris s. Diarium peregrinationis transmarinae , videlicet Ae- gypti, Montis Sinai, Terrae Sanctae, ac Syriae. In B. Pezii Thesaurus anec- dotorum novissimus. Augustae Vindel. 1721. Fol. 2, 3, 453 sqq. Die im amtsarchiv von Kahla aufbewahrte hs. bietet noch manche Verbesserungen und Vervollständigungen des edirten textes. S. Stickel in der ZS. der Deutsch, morgenländ. Gesellschaft 6, 521. Georg, ein mann von klassischer bildung, war im dezember 1507 in Jerusalem, und gehört zu den sorgfältigem den- kern und Schreibern. 1507. Der edelmann Martin von Baumgarten in Braitenbach. Martini ä Bavmgarten in Braitenbach . . Peregrinatio Jn -Egyptum, Arabiam, Palaestinam et Syriam : Jn qua De harum Regionum . . Studio et opera M. Christophori Donaveri, . Norimbergae, P. Kauffmann, 1594. 4. Die hinter- lassenen des reisenden veranstalteten auf ihre kosten den druck der pilger- schrift. Donauer übersetzte das etwas schwerfällige deutsch des pilgers und verwob es mit den lateinischen notizen seines dieners Gregorius (latine ut potuit tulitque seculum istud, visa gestaque signavit). So entstand aus der Vereinigung beider tagebücher das von Donauer gut geschriebene lateinische werk. Englisch: The Travels of Martin Baumgarten . . Through Egypt, Arabia, Palestine, and Syria. In Three Books Giving an Account of the Situation, Nature, Monuments, and Ruins of those Countries . . To which is prefix’d The Life of the Author. Enthalten in : A Collection of Voyages and Travels , some Now first Printed from Original Manuscripts , otliers Non first Published in English .. London, Awnsman and Churchill, 1704. Fol. 1, 381 — 452. S. Gemelli l, bl. 9, Meusel 1, 2, 80, Bonar 519, Petz- holdfs Anz., 1862, 247. Der bericht ist kurz, und Donauer scheint einiges aus Georg entlehnt zu haben. *1507. Charles de Bivifere, Chorherr von Lisieux, Voyage en Terre Sainte fait en 1507. Ms. in Rouen. S. Haenel Catal. 430. 1508. Der minorit Anshelm von Krakau. Descriptio Terrae Sanctae ejusque itinerarium. Cracoviae, Flor. Ungier, 1512. 4. Auch im Thesaurus Monumefntor. eccles. et histor. oder in Heinr. Canisius’ Antiquae lectionis t. 6. p. 1287 sqq., und in der neuen ausgabe dieser Lectio antiqua von Jakob Basnage (Amstelaedami 1725) 4, 776 — 794. S. Topogr. 1, XXXVIH, Ri- gnon, 1861, 86, Petzholdt’s Anz., 1862, 247 f. Der Verfasser weilte 1508 längere zeit in Jerusalem, bringt übrigens meist mönchische tradizionen. Als krakauer scheint er unter meilen polnische zu verstehen. Sonderbarer weise stellt er 1 schritt und 1 fuss als gleichbedeutend zusammen. Daher schreibt Tobler, Bibliographia. 5 Digitized by t^.ooQLe 66 er auch passus pedum (p. 1290), fusslange schritte, indem man schreitend immer einen fuss vor den andern hinstellt. Ich übersetzte das passus mit fass. Der Verfasser ist indessen im messen kein muster von Zuverlässigkeit, wie p. 1314. G. 1510. Der bruder Niklaus Wanckel, des ordens der franzis- kaner und der observatiner. Ein kurtze vermerck- | ung der heyligen Stet des heyligen | landts. in vnd vmb Jerusalem. | mit verzeychnung der merck- | lichsten ding in den selbi | gen geschehen. Auch | wie nahent vnnd | verre ein Stat | von der an- | dern sey. Hinten: Gedrückt vnd volendet in der Kayserlichen Stat Nürnberg durch Jobst Gutknecht, 1517. Kl 4. A — Eiij, der buclistabe zu 4 bll. = 19 bll. S. Noroff bei Daniel 210. Wanckel hielt sich 6 jahre lang in Palästina auf. Die schrift ist sehr gedrängt, und darf nicht unbeachtet gelassen werden. *1511 f. Johan Thenaud (Thenavld), doktor der theologie und minoritenguardian in Angouläme. Le Voyage et Itin^raire de Oultre Mer faict . . iusque au Cayre. Paris, ä l’enseigne s. Nicolas, 6. a. 8. 64 bll. S. Hain 15,466, Grässe’s Tr£s. 6, 113. 1513. Der franziskaner Antonio Medina aus Spanien. Viaggio di Terra Santa con sve stationi e Misterii del M. R. P. Frat’ Antonio Medina . . Tradotto di lingva Castigliana, nella Toscana. Dal M. R. P. Pietro Buon- fanti. In Fiorenza, G. Marescotti, 1590. 4. S. Laffi 206, Brunet 5, 423, Rignon, 1861, 87. Nach letzterem erschien die spanische Urschrift in Sa- lamanca 1573, 8., und hat nach Grässe’s Tr6s. 4, 462 den titel: Estaciones y mysteriös de la Tierra Santa. Das buch enthält wirklich interessante notizen, und der Verfasser zeichnet sich durch milde gesinnung aus. *1513. Der flämische edelmann Johann van Zillebeke. Die be- schreibung seiner reise nach Jerusalem ist ms. in der bibliothek zu Douai. S. einige nachrichten in F. J. Mone’s Anzeiger für Kunde der teutschen Vor- zeit, 1835, nr. 59, St.-G£nois 1, 38 — 40. Nach Haenel Catal.,160 wäre laut ms. Zillebeke viel früher gereist: Voyage k Rome, ä N. D. de Lorette et ä Jerusalem en 1499 par Jean de Zeilbeck de Comines. Man kaun etwa annehmen, dass die erste reise ins j. 1499 fiel, welche St.-G^nois unbekannt blieb. 1514 ff. Der ungarische franziskaner Gabriel vom kloster zu Pecavärad. Compendiosa quedam nec minus lectu iocunda descriptio vrbis Hierusalem: atque diligens omnium locorum terre sancte in hierosolymis ad- notatio. per quendam in Christo patrem fratrem Gabrielem natione vngarum divi Francisci ordinis . .• luculeuter: nam ea ipsa loca propriis conspexit ocuüs: congesta ac breviter per eundera comportata feliciter incipit. Com- pendium locorum terre Sancte. Sine 1. et a., 4., 38 bll. Das buch dürfte um 1525 gedruckt worden sein. Rignon schreibt (Annales, 1861, 85): Ga- briel Hongrois. Description de la Terre Sainte, in -4°, 1521. Noroff führte in der schrift: Meine Reise nach Palästina (Leipzig 1862. 1, 163) und bei Daniel (210) den gleichen titel an, aber unter der autorschaft von Frater Nicolaus de Farnad (s. diesen oben sub anno 1490), und nach ad- notatio in folgender fassung: per quendam devotum in Christo fratrem divi Francisci Ordinis . . Nationis vero Hungarice luculenter, und das übrige gleich bis Incipit feliciter. Weiter schreibt Noroff: Impressum Vienne, (circa 1517) s. a. Le nom de l’auteur se trouve au recto de la dernirbe f. Da Digitized by CjOOQle 67 auf dem titel der einen ausgabe bestimmt der name des Verfassers, Gabriel, gelesen wird, so darf man nicht anstehen, denselben für den richtigen zu halten; doch bleibt einiges noch aufzuklären übrig. Vgl. Tuch’s Antoninus Martyr (s. oben sub anno 570) 13, Theoderic. 194, Lotze in der gleich an- zuzeigenden Schrift VI. Der pilger behandelt auf scholastische weise jeden gegenständ in 5 punkten. Er tritt als Schriftsteller selbständig auf und macht deswegen seine beschreibung durchaus zu einer beachtenswerthen. Doch würden nur auszüge den Wiederabdruck rechtfertigen. 1517. Hessel van Martena, Tzialling und Julo van Bottnya aus Friesland. Eine Wallfahrt von Antwerpen nach Jerusalem aus dem Jahre 1517. Aus der Handschrift mitgetheilt von Hermann Lotze. Leipzig, Brock- haus, 1866. 4. VHI, 19 s. Der titel der holländisch abgefassten hand- schrift lautet : Accurata descriptio peregrinationis in Terram Sanctam per . . Hesselium ä Martena, . . Tzallingum ä Botnia, necnon . . Iulium ä Botnia Frisios, Religionis ergö feliciter susceptse, A . . 1517. Der Verfasser nennt den so eben genannten Gabriel seinen ftthrer (6) : die heylige steden die ons alle worden geweesen door . . Gabriel, vt Hungarie gebooren. Ziemlich aus- führliche und genaue, hin und wieder aber unordentliche beschreibung der h. Stätten; indess wenig neues. 1517. Der ritter Bernhard von Hirschfeld : desselben unternommene und von ihm selbst beschriebene Wallfahrt zum heiligen Grabe. Aus einem in der grossherzogl. Bibliothek zu Weimar befindlichen Manuskripte. Her- ausgegeben von A. von Minckwitz. In: Mittheilungen der deutschen Gesell- schaft zu Erforschung vaterländischer Sprache und Alterthümer in Leipzig. Leipz., T. 0. Weigel, 1856. 8. 1, 31 — 106. Eine sehr schöne hs. in Gotha, cod. membran. 677, fol. : Bernhardt v. Hirsfelt. S. Petzholdt’s Anz., 1861, 285. Die schrift ist sehr unbedeutend; nur weniges verdiente gedruckt zu werden. 1518. Der kaufmann Jacques Lesaige von Douai. Chy sensuiuent les gistes repaistees et despens Que Moy Jacques Lesaige . . Ay faict de Douay . . en la Saincte Cite de Hierusalem . . Imprime Nouuellement a Cambray (1520), B. Brassart, Au depens du dict iacques. 8. Ohne pagi- nazion. Vgl. Brunet (5, 423; 3, 106), der eine 2. ausgabe in 4. kannte, und das nouvellement imprime weist darauf hin, dass wenigstens 2 alte aus- gaben vorhanden sein müssen. 1851 erschien zu Douai in 4.: Voyage de Jacques Lesaige, de Douai, ä Rome, Notre-Dame de Lorette, Venise, Jeru- salem et autres saints lieux. Herausgegeben von Duthillceul. S. de Hody: Les Tombeaux de Godefroid, 345 (ed. 1855). Das buch darf ein wenig be- achtet werden, weil es im frischen styl geschrieben ist. 1519. Der ritter Ludwig Tschudi von Glarus, herr zu Greplong. Reyss vnd Bilgerfahrt, zum | Heyligen Grab. | Dess Edlen vnd Ge- | strengen Herren Ludwigen Tschudis | . . | . | In welcher nit allein, die fürnemb- | sten Stätt vnnd öhrter, Dess Heyligen Landts | Palestinse, vnd der gantzen gegne daselbst herumben, | sonder auch ausserhalb deren, vil andere denckwür- dige | Stätt, Inseln, Oerther, vnd derer Inwohner, | mancherley Sitten, Art vnnd ge- | bräuch, :c. | Neben deme auch, was gedachte Herren, sampt | sei- ner gpsellschafft , auff diser Reyss, zu Wasser vnd | Landt begegnet vnnd widerfahren: Gantz trewlich vnnd | ausführlich , sampt einem fleissigen Re- gister, | vermeldet vnnd beschriben | werden. | Getruckt in dess Fürstl. Gotts- haus S. | Gallen Reychshoff, Rorschach am Bodensee, | bey Bartholome Schnell, 5 * Digitized by t^.ooQLe 68 im Jahr, 1606. 4. 6 bll., 160 s. Herausgegeben von Melchior Tschudi, d. j. Eine ausgabe mit andern titel Freiburg 1610. 4. Eine hs. in der bibliothek zu S. Gallen (Haenel Catal. 703). S. irriges bei Meusel 1, 2, 81 und Robinson 2, 542. Die reisebeschreibung L. Tschudi’s, eines fein gebil- deten und toleranten mannes, gehört zu den lehrreichern, die bekannt sind. Vorbereitet durch das lesen der pilgerschriften von Bernhard v. Breydenbach und von Felix Schmid, der auch hin und wieder in Tschudis bericht durch- blickt, trat er mit einigen Schweizern die Wanderung an, und ward in der abfassung des berichtes unterstützt von dem mailändischen edelmanne Lan- driano, einem gelehrten, welcher der griechischen uncHateinischen spräche kundig, so wie in der geschichte und kosmographie bewandert war. Wahr- scheinlich kannte und benutzte Tschudi auch das Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro. Einiges gute hat man seinem ungehorsam gegen den pater guardian in Jerusalem zu danken, dass er einen araber, der italienisch ver- stand, sich zum Führer wählte. Dadurch machte er sich vom mönchischen einflusse mehr oder weniger unabhängig, und gelangte auch durch die gunst des braven mohammedaners Gameli zu stellen, die sonst den Christen unzugäng- lich waren. Tschudi schrieb meist bestimmt und klar, und die beobachtun- gen sind ziemlich umfassend. f 1519. Hans Stockar von Schaffhausen. Heimfahrt von Jerusalem Hans Stockar’s . . Pilgers zum heil. Grabe im J. d. H. 1519 . . Schaffhau- sen, F. Hurter, 1839. 8. Mit portrait und wappen. 5 bll., XII, 244 s. Das wort- und sacherklärende register 224 — 244. Herausgegeben von Maurer- Constant. Stockar reiste mit Tschudi, stand aber diesem in bildung und richtiger anschauung weit, in treuherzigkeit aber gar nicht zurück. 1519. Der unter waldner Heinrich Stulz, konventherr zu Engel- berg: Beschreibung der Pilgerfahrt gehn Hierusalem de a. 1519. Herrn Henrich stulzen priesteren von Stanss in geselschaft Herrn Melcher Zur Gil- gen, Ritteren und andern Eydgenossen. Papierhs. , 4., 45. auf der stadt- bibliothek (Balthasars) in Luzern. Stulz reiste mit Tschudi und Stockar. Nicht bedeutend. 1519. Descriptio veridica 1519, s. oben 1283 Burkhard, s. 27, 30. *1519. Der marquis Don Fadrique Henriquez de Ribera (Eivera). El Viage que hizo a Jerusalem desde XXIV de noviembre de 1518 que saliö de su villa de Bornos hasta xx de octubre de 1520 que entrö in Se- villa. Lisboa 1580. 4. Auch daselbst 1608. 4. Ingleichen Sevilla 1606, 4., Madrid 1733, fol., und daselbst 1786, 8. Grässe’s Trös. 2, 473. * 1519. Juan de la Encina (Enzina), reisegefahrte des Don F. H. de Ribera, marquis von Tarifa. Trisagia ö via sagra de Hierusalem. Roma 1521. 8. Die reise ist in heroischen reimen beschrieben. Man kennt auch von dem dichter: Viage y peregrination que hizo y escribiö en verso Cas- tellano el famoso poeta Juan de Encina en corapania del Marquös de Ta- rifa, en que refiere lo mas particular de lo sucedido en su viage y santos Lugares de Jerusalem. Madrid 1786. Kl. 8. Auch in einigen ausgaben der werke des dichterpilgers. S. Grässe’s Trös. 2, 473, Noroff bei Daniel 65, 129, 210. 1520. Der priester und vikar Geert Kuynretorff von Rampen. Jerusalemsche Reyse, Soe in Verganghen Jaren gheschiedt is, Dorch . . Geert Kuynretorff. . Geprent toe Campen, P. Warnersem. Sine anno. 12., unpa- Digitized by t^.ooQLe 69 ginirt. Das sehr seltene büchlein sah ich im Haag. Van Adrichom hat den titel (287 b ) : Descriptio Hierosolymitani itineris anno 1520. per D. Gerardum Kuynretorff Campensem, et D. Petrum Aenholt Priorem in Vvolzende, et Edo Rombes consulem in Sneeck peracti, impressa Campis. Eine ziemlich ge- wöhnliche beschreibung der Pilgerfahrt. *C. 1520. Ein ungenannter. Viaggio del sepolcro di G. Cristo, scritto da un valente uomo. Venezia 1523. 8. Mit abbildungen. Grässe’s Trös. 6, 295. *1521. Johannes Heuter, präfekt in Delft. Descriptio lerusalem, et sanctorum locorum Ioann. Heuteri Prsetoris Delphensisj qui an. 1521. vnä cum praedicto Schorel ( Jan van Scorel \ berühmter maler und rathsherr in Utrecht, dessen portrait ich auf dem rathhause daselbst sah, nahm vom Ölberge aus eine ansicht von Jerusalem auf), et S ÄTT Lamberto Varick S.^ Theolo. Licentiato, et S. Hyppoliti Delphensium pastore peregrinationem suam absoluit. Ms., mitgetheilt dem van Adrichom, 287 1 *. 1522. Der ritter Barthelömi de Salignac, doktor beider rechte, protonotar des päpstlichen Stuhles, von Burgis in Frankreich. Itinera- rivm Sacrae Scripturae. Hoc est Sanctae Terrae, Regionvmqve finitimarvm Descriptio . . in Germania nunc primvm in lucem edita, k Bartholomaeo de Saligniaco . . Magdebvrgi, A. Kirchner, 1593. 4. 110 bll. Mit einem Vor- worte von Reinervs Reineccivs Steinhemivs, der zugleich Borchardi, Alemanni, . . descriptio Terrae Sanctae herausgab. Früher erschien das buch in Frank- reich, in Paris 1522, Lyon 1525, 12. (ich sah diese ausgabe), ibi 1526, aber auch in Deutschland zu Magdeburg schon 1587 in 4. Ich kenne nur eine deutsche ausgabe: Itinerarivm Hierosolomitanum , Reiss zum H. Grab vnd Pilgramschafft in das gelobte Land, welche . . Bartholomaeus von Sa- ligniaco . . mit grosser Leibes gefahr verrichtet, vnd gemeinen Vaterland zu lieb in 10. Büchern selbst Lateinisch beschrieben hat. Darinnen' alss in einer kurtzen Chronica, des H. Landes jetzige gelegenheit, an Städten, Castellen, Dörffern, Bergen, Wassern, Einöden, Antiquiteten vnd andern gedenckwirdi- gen Sachen eigentlich erkleret vnd fürgestellet wird . . An jetzo erstlich in vnser Deutzsche Sprach gebracht, vnd mit Figuren gezieret. Durch M. Fri- dericum Helbachium Eckhartshusanum. Altenburg in Meissen, Henning Gross., 1612. 8. 16 bll., ohne das register 371 s. S. Adrichom. 287 1 ’, Gemelli 1, bl. 8, Beckmann 2, 71 ff., Robinson 2, 542, Petzholdt’s Anz., 1862, 248. Der Verfasser kopirte zum theile wörtlich den Burkhard vom berge Zion oder die epitome bellorum. Von wenig werth, trotz des prachttitels. 1523. Der glockengiesser Peter Füessli, rathsherr von Zürich. Peter Fuesslins Beschreibung seiner Reise nach dem gelobten Lande. In Auszug gebracht von J. Conrad Fuesslin. Als ‘Anhang' zu Heinrich Miri- ke’s Reise von Konstantinopel nach Jerusalem . . Nebst einem Fragment der von Herrn Peter Füesslin aus Zürich, im J. 1523 gethanen Pilgerreise nach dem gelobten Lande. Augsburg 1789. 8. 207 — 224. -Ein anderer auszug der hs. findet sich in S. Preiswerk’s Morgenland, 1840, 93 ff., 119 ff., 145 ff. Die schrift ist, nach den auszügen, kurz und unbedeutend, oder vielmehr fast gar nicht zu gebrauchen. Die kopie der hs. : Bilger-Fart gen Jerusalem von Peter Füessli und Heini Ziegler von Zürich, auf der Stadtbibliothek in Zürich, S. Mscr. 571, ist ungleich ausführlicher, enthält namentlich weitläufig die erlebnisse, und schildert so ziemlich nach der Schablone die heiligen Stätten. Einiges verdient beachtung. -Digitized by t^.ooQLe 70 1527. Der venezianer Noe Bianco. Viaggio del Rever. P. F. Noe Bianco Venitianio della Congregation de’ servi. Vinetia, G. de’ Cawalli, 1566. 12. Spätere ausgaben: Venezia, s. a., 12.; ibi 1570, 8.; ibi 1585, 8.; 1638, und Bassano 1742, 8. S. Lasor a Varea 2, 296 (Noe Blanci, Ve- neti, Itinerarium Terra S.), Rignon, 1861, 88, Grässe’s Tresor. 1, 361. Bianco reiste per tutti luoghi di Terra Santa. Das ist etwas ganz anderes als das Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro (s. oben 1500, s. 61), auch weit weniger werth als letzteres, ohne abbildungen, jedoch mit den Prozes- sionen und gebeten. 1527. Der karmelitermönch Johannes Pascha, doktor der theo- logie, aus Mecheln. Peregrinatio cum exaeta descriptione Ierusalem, et locorum sanctorum autore Ioan. Pascha . . quam ann. 1527. perfecit; im- pressa Louanij per Vellaeum, anno 1563. Adrichom. 287 1 ’. Französisch: La Peregrination Spiritveile: vers la terre saincte, comme en Ierusalem, Bethlehem, au Iordan etc. Composöe en langue Thyoise, par feu F. Jean Pascha, D. en Theologie : Et nouellement translatöe, par venerable Seigneur, Nicolas de Leuze, dict de Fraxinis . . A Louain, J. Bogardtäla, 1566. 4. Flämisch: Een deuote maniere, Om gheesthlyck Pelgrimagie te trecken, tot den heylyghen lande, als te Iherusalem, Bethleem, ter Jordanen, etc. Gbe- maect by wylen Heer Ian Pascha . . Ende int licht ghebrocht door M. Peeter Calentijn. Tot Louen, H. Welle, 1576. 12. Frühere ausgabe (nach Gräs- se’s Trds. 5, 148) Löwen, H. Welle, 1563, 8.; spätere: Gent, C. v. d. Mee- ren, 1612, kl. 8. Mehr ein andachts- als reisebuch. 1527. Der franziskanerbruder Gab. von Rattenberg und Primus von Stain, reise nach Palästina. Cod. german. ms. 1274 in der Staatsbiblio- thek zu. München. Nicht wichtig. 1530. Der franziskaner Antonio de Aranda. Verdadera Informa- cion de la tierra sancta segun la dispusicion q en el afio de mil y quinien- tos y treynta. El muy reuerendo padre F. Antonio de Aranda . . la vio y passeo. Alcala, Luys Gutierrez, 1563. 12. Frühere ausgaben werden aus dem j. 1531, Alcala, 4., 1533, 4., 1537, Toledo, J. de Ayala, 4., 1545, Toledo, F. de s. Catalina, 4., und 1550, fol., angeführt, denen noch 2 ge- folgt sind. Eine davon nahm ich hier schon auf, und eine andere, die ich sah, erschien 1584, 8.: Agora nueuamente en esta vltima impression muy corregida y emendada. Alcala, H. Ramirez. S. Marmier l, XIX, Rignon, 1861, 86, Grässe’s Trös. 1, 176. Bündig und so geschrieben, dass ich mehreres hätte brauchen können. *1532. Peter Apianus’ reise nach Jerusalem wird von Aitsinger und nach ihm von Le Clerc in seiner praefatio (22) zu Sanson’s Geographia Sacra angeführt. 1532. Der französische priester Dionysius Possot. Tresample et abondante description du voyaige de la terre saincte. . En laquelle descrip- tion sou nomraees et declarees toutes les Villes Cltez . . Commencent le- dict voyaige depuis la ville de Nogeant sur Sene, iusques a la saincte eite de Hierusalem . . par Messire Denis Possot presbtre . . A Paris, (hinten) Regnault Chaudiere, 1536. 4., unpaginirt. Auf einem exemplar las ich Pa- ris, Lhomme Saulvafige, und handschriftlich 1536. Weniges konnte ich brauchen; einiges genau wie im Voyage de la s. Citd 1480. Digitized by t^.ooQLe 71 *1533. Greffin Arfagart, herr von Courteilles in der Normandie. Von ihm kennt man eine reise nach Jerusalem und auf den berg Sinai in ms. S. Beckmann 2, 39. Vgl. oben Griffon sub a. 1475. *1533. Bo na Ventura Br ochard, franziskaner im kloster Bernay in Frankreich. Von ihm kennt man in ms. eine reise nach Jerusalem und auf den berg Sinai, die er mit Greffin Arfagart unternommen hatte. Beckmann 2, 39. S. oben sub anno 1 2S3 Burchard, s. 30. Die hs. wird in der reichs- bibliothek zu Paris aufbewahrt. Herausgekommen ist unter dem titel: Iti- nöraire des Lieux Saints de la Palestine et du mont Sinai, en Arabie. Paris 1533. Delineatio et descriptio Ierusalem, et Terrae proraissionis accuratis- sime per Bonauenturam Brocardum Bernaitam elaborata. Paris. 1544. S. Adrichom. 288 n , Rignon, 1861, 86, Bassi l, 235. C. 1535. Der französische polyhistor Guillaume Fostel. Syri® de- scriptio Gvilelmo Postello Barentonio avthore. Ap. Hier. Gormöntium 1540. 12. Dies erschien auch in seinem werke de Universitate etc. Paris. 1563. Unbedeutend. Man besitzt auch von Postei: Description et Carte de la Terre Sainte. 1553. Postei bereiste zweimal den Orient, aus dem er kost- bare hss. mitbrachte. S. Stuck 2, 94, Bassi 1, 235 sq., Noroff bei Daniel 210. Unbedeutend. 1535. Jakob Gassot führe ich nur deswegeu an, weil er unrichtig unter den ein- schlagenden reisebeschreibern steht; wol hat man von ihm eine beschreibung der reise nach Konstantinopel: Le Discours du voyage etc., nicht aber nach Jerusalem. Grässe sagt (Tres. 5, 422), dass er in der Bibi, des Voyages 4, 403 irrig für Possot (s. sub a. 1532) genommen wurde. ♦Vor 1536. Charles Philippe, Description du voyage de la terre sainte. Paris 1536. 4. Geisheim’s Holienzollern 55. 1537. Ein ungenannter jude und Uri, Simeonssohn, von Biel. Cippi Hebraici : Sive Hebrseorum, tarn veterum, Prophetarum, Patriarcharum ; quäm recentioruin, Tannseorum, Amor®orum, Rabbinorum monumenta, Hebraicö ä lud®o quodam, teste oculato, tum intra, tum etiam extra terram Sanctam observata et conscripta, Nunc vero Latinitate donata, notisque illustrata ä Joh: Henrico Hottingero. Heidelberg®, S. Broun, 1659. 12. 1 — 80. Mit schlechten Abbildungen. Editio secunda auctior ibi 1662, 8., 26 — 88, mit 2 kk. Das hebräische ist hier nach Carmoly sehr mangelhaft, zumal in der 2. ausgabe (423). Zuerst wurde der hebräische text auf einem fliegenden blatte 1575 in Venedig gedruckt. Uri von Biel, der selbst in Safed wohnte und 1575 nach Polen zurückkehrte, kopirte und verbesserte die beschrei- bung des ungenannten im j. 1564 und gab ihr den namen Jichus ha-Abot. Französisch: Jichus ha-Abot, ou Tombeaux des Patriarches, in Carmoly’s Itinöraires (s. oben sub anno 1210, 8. 23) 433 — 460; einleitung 419 — 432, noten 461—496. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Die Schilderung enthält manches werthvolle. *1538 — 40. Der franziskaner Bonaventura de Myrike. Descriptio Hierusalem, et sanctorum ejus locorum Bonauentur® de Mirica, Lovaniensis Minorit®, qui Hierosolym® ann. 1538. 1539. 1540. continuö habitavit, et postea secundö, jamque tertiö eö profectus est; ex cujus etiam ore multa excepi. Adrichom. 288 n . S. Rignon, 1861, 85 sq. Dies ist der einzige Christ, von dem wir nachrichten aus der zeit des baues der ringmauern von Jerusalem (1536 bis 1539) erhalten haben, und ich bedaure daher um so mehr, dass mir die Schrift nicht in die Hände kam. Digitized by t^.ooQLe 72 1542. Der luzerner-patrizier Jobst von Meggen. Iodoci a Meg-[ gen Patricii Lv- | cerini Peregrina- | tio Hierosolymi- | tana. | Diling« | Ex- cudebat | Ioannes Mayer. | 1580. 12. 246 s. Herausgegeben von Jobst Se- gesser. S. Jäck’s Taschen-Bibliothek der . . Reisen durch Palästina 1, 8, Topogr. 1, XLI, Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Der pilger verstand grie- chisch, lateinisch, italienisch, französisch, etwas hebräisch, portugiesisch und flämisch. Die Pilgerfahrt ist kurz abgefasst, übrigens gut lateinisch ge- schrieben, und das lesen macht bei dem nicht seltenen nüchternen behelf mit ajunt, dicunt, dicitur, credunt einen wolthuenden eindruck. *1544. Gerhard Joa, abt des klosters Abkou in Leyden. De- scriptio Jerusalem, et locorum ejus, D. Gerardi loa. Lugduni Batavorum Monasterii Abcou Coenobiarchse, qui iter suum peregit an. 1 544. Adrichom. 288". 1545. Reise nach Jerusalem von einem unbekannten. Du Saint Voyage De Jerusalem En partie fait Et renouvellö le vnze Du mois D’aoust Lan de grace 1714. Cod. ms. chart. auf der reichsbibliothek in Paris, S. F. (Supplement Frangais) 1460. Die reise sei 1545 unternommen worden; wenigstens fiel sie noch in die zeit vor dem auszuge der franziskaner aus dem kloster auf Zion. Die kopie beginnt mit der grabkirche. Vgl. Laorty- Hadji 528. Mehr eine registrazion der heil. Örter; unbedeutend. 1546 f. Ulrich Prefat von Wilkanau. Cesta z Prahy do Benatek a odtud potom po Mori az do Palestyny . . Voldricha Prefätaz Vlkanova. w Praze 1547. 4. Ich sah die ausgabe in folio von 1563; eine andere in 4. folgte in 8. 1586. Mit abbildungen von De le Greche , die aber in einer spätem ausgabe als der von 1563 fehlen, z. b. mit einer Vogelperspektive von Jerusalem und mit terränzeichnung. S. Harant in seiner Vorrede, welcher dem Prefat hauptsächlich vorwirft, dass er nur im gelobten Lande gewesen sei. S. Beckmann 1, 49 f., Grässe L. 3, 1, 1 166, NorofF bei Daniel 210. 1547. Der französische arzt und naturforscher Pierre Belon aus le Mans. Die 1. ausgabe erschien in' Paris 1553. Dann: Les Observations de plvsievrs singularitez et choses memorables, trouu^es en Grece, Asie, Iudöe, Egypte, Arabie, et autres pays estranges, redigöes en trois liures, Par Pierre Belon du Mans. Reueuz de nouueau et augmentez de figures. . Le Catalogue contenant les plus notables choses de ce present liure, est en l’autre part de ce feuillet. Paris, G. Cauellat, 1554. 4. Mit dem portrait des Verfassers. 12 bll., 212 s. Fernere ausgaben sind: 1555, Anvers, Steelsius, 8.; 1558, 4.; 1568, Lyon, kl. 8.; 1588, Paris, H. de Marnef, 4.: Les Observations de plvsievrs singularitez . . Reueuz et augmentez de Fi- gures. Die Genofevabibliothek in Paris besitzt von dieser ausgabe 2 exem- plare; das eine hat die bildliche darstellung des berges Sinai, die in der ausgabe von 1554 vorkommt, aber im andern exemplare fehlt. Der Palä- stina beschlagende theil, mit Weglassung des naturhistorischen, ist enthalten in: Bulletin de TOeuvre des Pölerinages, Paris, Challamel, 1866, 399 — 419. v Lateinisch : Petrr Bellonii Cenomani, plvrimarvm singvlarivm et memorabilium rerum in Grrncia, Asia, iEgypto, Iudaea, Arabia, aliisq. exteris Prouinciis ab ipso conspectaium Obseruationes , tribus Libris express«. Carolvs Clv- sivs Atrebas h Gallicis Latinas faciebat. ^.ntverpiae, C. Plantin., 1 589. Kl. 8. 8 bll., 495 s. Englisch London 1693, 8. Deutsch im auszug bei Pau- lus, Sammlung der merkw. Reisen in den Orient i, 203 — 285; 2, 3 -26: Peter Belon’s Bemerkungen auf einer Reise von Cairo durch den Sinaitischen Digitized by t^.ooQLe 73 Strich vom Peträischen Arabien nach Palästina . . Aus dem Französischen Original, Paris 1755. in Quart, neu übersetzt. Man merke sich diese angeblich französische ausgabe. S. Gemelli 1, 5. bl., Munk . 655", Grässe L. 3, 1, 1161, Ritter 15, 49, Robinson 2, 542, Topogr. 1, XLI, 3. Wand. 418, Petzholdt’s Anz., 1862, 249. Belon war ein heller und umsichtiger beob- achter, Rauwolffs trefflicher Vorgänger, und ist heute noch in manchen stücken lehrreich. 1549. Der pariser Antoine Regnaut. Discovrs dv Voyage d’ovtre mer av sainct Sepvlcre de Iervsalem, et avtres lieux de la terre Saincte. . Par Autlioine Regnaut burgeois de Paris. Lyon, aux despens de Y Autheur. 1573. 4. Mit vielen plumpen holzschnitteil. Vgl. Grässe’s Trds. 6, 66. Man findet beim pilger vollständig die gebete der lateiner. In der Topogr, 1 , XL führte ich nach Chateaubriand einen Regnault .an, und einen solchen fand ich wirklich im katalog der öffentlichen bibliothek zu Marseille. S. To- pogr. 1, XLI, 3. Wander. 418. *1549 — 52. Andrä Thevet d’Angouläme. Cosmographie de Levant par F. Andrö Thevet d’Angoulöme. En Anvers par Jean Richart, au Soleil d’or, 1556 pet. in 8°, 157 f. et 2 pour la table. Le voyage en Palestine occupe les pp. 114 — 131 et celui du mont Sinai les pp. 111 — 113. Noroff bei Daniel 210 sq. Frühere ausgabe: Lyon, J. de Tournes, 1554. KI. 4. ‘Mit weniger figg. Spätere ausgabe 1575. Fol. 2 voll. Bonneserre bei du Rozel 15, 22, 62, Grässe’s Trös. 6, 133. C. 1550. Anton Tenerreyro. Itinerario de Antonio Tenerreyro. Lis- boa, typogr. Rollandiana, 1829. Kl. 8. Nach der ausgabe von 1560. Kurz auch die reise von Damask über Cefete (Safed) und Ramala (Ramleh) nach Gazara (Ghäseh) erzählt. C. 1550. Der sogenannte Jerusalempilger Bartholomäus Georgie- witz von Krakau. Opera nova che comprende quattro libretti . . Bartho- lomeo Georgieuitz authore. Roma, A. Barre, 1555. Gr. 12. Nicht gez. Mit einer karte und erklärung derselben. II primo libretto tratta del pellegri- naggio della terra santa di promessione, et di tutti piu notabili luoghi che questo tempo dalli christiani pellegrini si soglion o ueder’ et uisitarli : et delle cerimonie et processioni sante, ch’iui si usan’ osseruare. Eine frühere aus- gabe: Roma, Blado, 1553, 8., und eine spätere: Roma, Bolano, 1566, 8. Französisch: Georgiewitz (Barth.), Voyage de Ierusalem, avec la description des oitez, villes etc.., mis en lumiere par (Lambert) Darmont a Liege, Streel, 1600, 4. S. Laffi 325, Stuck 2, 12, Brunet 2, 383 sq., Grässe’s Trös. 3, 54, Rignon, 1861, 88. Auch im kleinen büchlein de Tvrcarvm moribv8 epitome (Roma 1598. 16.) nennt sich Georgiewitz pilgrim: Barth. Georgieuitz PÄegrino auctore. Wenn auch das sehr seltene pilgerbuch (aus- gabe 1555) nicht viel darbietet, so ist es doch nicht zu übersehen. 1551. Dr. Thunger: Tagebuch meiner Reise nach Jerusalem, Cod. germ. ms. nr. 954 in der Staatsbibliothek zu München. 1552 ff. Bonifazio Stefani, guardian des heiligen Landes, später bischof von Stagno, aus der Isola di Mezzo bei Ragusa. Liber de pe- renni cvltv Terrae Sanctae, et de fructuosa eius Peregrinatione : Auctore Fr. Bonifacio Stephano Ragvsino, Prasdicatore Apostolico, et Stagni Episcopo. Venetiis, ex Typographia Guerraea, 1573. 12. 286 s. Ohne pläne und ab- Digitized by CjOOQle 74 bildungen. Das bftchlein ist sehr selten, und weder Ritter (15, 49), noch de Hody (351, 1. ed.), noch auch Mislin (deutsche wiener-ausgabe 2, 196) konnten es finden. Ich sah ein exemplar beim verstorbenen grafen Karl de l’Escalopier in Paris, der eine sehr reichhaltige Palästinabibliothek seiner, wie es scheint, indifferenten wittwe hinterliess, und, erst später, auf der hof- bibliothek in Wien, überdies in den katalogen der biblioteca Vaticana und der reichsbibliothek in Paris, an weichem letztem orte aber das gewünschte nicht zum Vorschein gebracht werden konnte. Auch ist von Noroff zu S. Petersburg im besitze eines exempiars. Durch druckfehler ist die schrift hier und da sehr entstellt. S. Robinson 2, 54 2, Topogr. 1, XLII, Planogr. von Jerusalem 8, 3. Wander. 419, Bassi 1, 237, Rignon, 1861, 87. Der styl des Verfassers ist gedrängt und klar. Er tritt hin und wieder in to- pographisches ein; das letztere scheinen Quaresmio und Mariano Morone vollständig ausgezogen zu haben. Im ersten buche kommt nichts geogra- phisches vor, sondern es enthält nur gebete, die gottesdienstlichen Verrich- tungen, prozessionen. Die eigentliche topographie wird nur nebenbei einge- flochten, um die Stätten der tradizion klarer zu beleuchten. Das büchlein verbreitet sich nicht allein über Jerusalem und seine Umgebung, sondern auch über Galiläa. Der Verfasser ist darum nicht zu übersehen, wejl später so manche in seine Fussstapfen traten. In Stefanie gesellschaft reiste nicht bloss Pantaleon von Aveiro, den wir sogleich kennen lernen werden, sondern auch der berühmte Anatom Andreas Vesal aus Brüssel, wie jener, ein ebenso geistvoller als energischer mann, selbst bezeugt (242): Ipsa enim planities Hierico est valde pulchra^ et si culta esset, ad producendum apta omnia genera fructuum in ea, ut a peritis in arte medica accepi, praecipue ab An- drea Vesalio, qui ipsam unä mecum peregrinatus est. S. Noroff bei Da- niel 211. 1552. Der franziskaner Pantaleon von Aveiro. Itinerario da Terra Sancta, e suas particularidades composto por frey Pantaleam, d’Aveyro. Lisboa, J. Galram, 1685. 4. Die älteste ausgabe sei, nach Petzhold t’s Anz., 1862, 251, im j. 1539, 4., in Lissabon bei Lopez erschienen; allein hier muss ein druckfehler sein, wie wir bald sehen werden. Dagegen ist wol die älteste ausgabe, in 4., Lisboa, S. Lopez, 1593 erschienen und hat auf dem titel Pantaliam, D aveiro. Eine ausgabe, viel schlechterer druck, offen- bar nachdruck,' Lisboa, A. Aluarez, 1596, auf dem titel mit Pantaliäo Da- ueyro und mit der bezeichnung: Agora nouamente acrecentado cö raais de- clara$io dos lugares de terra Sancta. /Eine spätere ausgabe, die von 1600, Lisboa, 4., hat den namen Pantaliäo Daueyro, mit der gleichen bezeich- nung des neudruckes. In der ausgabe vom jahr 1593 nennt sich der Verfasser in der Vorrede Frey Pantaliäo Franciscano. Spätere ausgaben scheinen nur wenig oder kaum bereichert worden zu s0n ; alle sind mit gebeten versehen, gehen aber an abbildungeil leer aus. S. Qua- resm. 2, 190 n , Lasor a Varea 2, 296 (Pantaleonis de Avenio), Bellermann 2, 79, Gratz 623, Topogr. 1, XLII, XL VIII, Rignon, 1861, 88 (De Aveira Reimprim^ en l603 et en 1720) und 1862, 94 sq., Petzholdt a. angeführ- ten o. Pantaliäo gedenkt in seiner schrift sehr häufig des Bonifazio Stefani, und empfing er von diesem offenbar viel belehrung. Quaresmio schreibt 1. c. : P. Frater Pantaleon Lusitanus, P. Bonifacii individuus socius, qui cum eo in partibus istis longam moram traxit, et maxima pietate et curiositate loca sancta visitavit . . Doch ist von Pantaliäo eben nicht viel zu lernen. Digitized by t^.ooQLe 75 1553. Der engländer John Locke. The Voyage of M. John Locke to Jerusalem, in Richard Hakluytffc Navigations 2, 106. Wenige zeilen vom h. Lande. Vgl. Petzholdt’s Anz., 1862, 250. In der londoner -ausgabe ist der narne Lok geschrieben. 1553. Der apotheker Daniel Ecklin von Aarau. Zwo Reisen zürn heiligen Grab. Die Erste dess Edlen vesten Johansen von Ehrenberg, so er sampt andern vom Adel vnd etlichen Niderländern volbracht: Darinnen neben andern Sachen auch meldung beschicht, wie sie zu Rhama die Edlen gefangnen Teutschen Bilger, Melchior von Seydlitz, . . Wolffgang Müntzer von Babenberg . . : Die ander so Daniel Ecklin von Arow gethan . . Basel, S. Apiar. , 1576. 4. Letztere ist dem aarauer-schultheissen Samuel Meyer gewidmet ; aus der widmung erfährt man, dass Hans Huldrich Ragor Eck- lins entwurf redigirte und herausgab (ausg. 1710). Spätere ausgaben sind: 1580, 8., herausgegeben nach dem tode des pilgers von H. H. Ragor; Raiss zum heiligen Grab, So M. Daniel Ecklin von Arow gehn Jerusalem gethan, was er in der zeit erlitten, Sampt einer kurtzen beschreibung des ge- lobten Lands, vnd der Statt Jerusalem, wie es noch zu vnserer zeit eine gestalt liierumb habe. Sehr lustig vnd nützlich zu lesen vnd auch zu hören (Heydelberg, Müller, 1581, 8., 32 bll.); 1582, Köln, 8.; 1 583, Heydelberg, sehr kl. 8.; 1584 und 1609 im Reyssbuch des heyligen Lands, dort bl. 399 — 404, hier 1, 749 — 758: Vom heyligen Landt, was -darin vnd vnder- wegen zu sehen, sampt beschreibung der Reyss hineyn vnd herauss. Alles ordendlich verzeichnet durch Daniel Ecklin von Arow, der im Jar 1552. hineyn gezogen, vnd im 1553. jar wider herauss kommen; 1585, Tübingen, A. Hock, 8.; 1 592, Magdeburgk, kl. 8.; 1600, 8.; 1 607, Leipzig, 8.; 1634, Augspurg, 12.; 1694, Annaberg, kl. 8. (im katalog der Universitätsbibliothek in Berlin Annaberg, 8., s. a.) ; 1 699, Basel, kl. 8.; 171 0, Basel, J. C. von Mechel, 1 2., mit dem titel genau wie im Reyssbuch dess heyligen Lands, ausgenommen die ausfallenden Wörter ‘vnd nützlich’, und mit einer titelvignette in holzschnitt; 1803, Basel, kl. 8. S. Grässe L. 3* 1, 1166, Petzholdt’s Anz., 1861, 285f., und 1862, 249, Noroff bei Daniel 211. Der 21 jahre alte Ecklin war ein abenteurer erster klasse. Trotz seiner schönen worte, er wolle im beschrei- ben von alten skribenten nichts nehmen, welche das h. Land nie gesehen, von denen der eine dem andern nachfahre, die ungewisses für gewisses ge- ben, und nur auf einer saite spielen, wie es vor viel 100 jahfen gewesen, und er wolle sich in der Schilderung genau an die jetzige gestalt halten, ist er nicht wichtig. Schon haucht m ihm als einem Protestanten der geist der reformazion ; allein es fehlt ihm vier Ragor zu sehr an gründlicher bildung, als dass man für ihn eingenommen werden könnte. *1554. Antonio Soarez da Albergarica ( Albergaria) , Itinerario e peregrinaräa. Hs. in der bibliothek S. Francisco zu Lissabon. Vgl. Haenel Catal. 1026. Eine kurze anzeige des inhaltes geben, nach professor Kunst- mann in München, die Memorias da litteratura portugueza, t. 2. p. 340 — 5. Den aufenthalt bei den maroniten lieferte im auszuge Kunstmann in der Tü- binger-quartalschrift, b. 27, s. 40. v Die reise wurde 1554 angetreten. Ge- fällige mittheilung von professor Kunstmann. C. 1555. Der priester Gabriel Giraudet aus Le Puy. Discovrs dv voiage d’ovtre mer av Sainct Sepvlchre de Ierusalem, et autres lieux de la terre Saincte: Et du mont de Sinai . . Par Gabriel Giraudet Prebster. To- lose, A. et I. Colomiös, 1583. 8. Petzholdt las (Anz., 1862, 253) in der Digitized by CjOOQle 76 gleichen ausgabe Marchand de la ville de nostre Dame du Puy en Velay, statt Prebster. Es gibt auch eine edizion Paris, T. Brumen, 1585. Bei Grässe (Tres. 3, 89) scheint 1575 (Lyon, M. Jove) ein druckfehler. Der Verfasser logirte bei den franziskanern auf dem berge Zion. Unbedeutend. 1556. Der edelmann Hans von Ehrenberg. S. oben sub anno 1553 Ecklin. Auch erschien die beschreibung im Reyssbuch dess heyligen Lands, 1584, von bl. 273 — 275, und 1609, 1, 510 — 514, hier: Dess . . Johansen von Ehrenberg, Reyse zu dem heiligen Grab, so er sampt andern vom Adel vnd etlichen Nid erländern, im Jahr .. 1556. angefangen vnd glücklich voll- bracht, wie solches von jhm selbst auffgeschrieben vnd verzeichnet. S. Petz- holdt’s Anz., 1861, 286. Der von Ehrenberg schreibt kurz und trocken, und gewährt eine sehr karge ernte. Er reiste, wie manche andere, offenbar nur wegen des r^tterschlages. 1556. Der ritter Wolfgang Müntzer von Babenberg. Reyssbe- schreibung Dess . . Wolffgang Müntzers von Babenberg . . Von Venedig auss nach Jerusalem, Damascum vnd Constantinopel, vnd dann wider nacher Ve- nedig: Darinnen die gelegenheit derselben Länder, Innwohnenden Völeker, Sitten vnd Gottesdienst, jc. Innsonderheit die eygendliche beschaffenheit dess H. Grabs, vnd anderer Oerter begriffen vnd vermeldet. Ingleichen wie Er Müntzer bey 3. Jar langJn derTürckey gefangen gewesen, was er daselbst in wärender Dienstbarkeit aussgestanden, Endlichen . . zur erwünschter Frey- heit wider gelanget . . Alles auss seiner eygnen Hand verzeichnuss in Truck verfertigt. Nürnberg, L. Lochner, 1624. 4. 10 bil. , 135 s. und register. Mit dem bildnisse des Verfassers. Der buchdrucker Ludwig Lochner war zugleich herausgeber. Ein auszug: Rejse des Edlen Wolfgang v. Müntzer aus Bamberg u. s. w., mitgetheilt von einem baierschen staatsdiener, ist ent- halten in Jäck’s Taschen - Bibliothek der .. Reisen durch Palästina 2, 219 — 232. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 250. Unbedeutend. 1556. Der edelmann Melchior von Seydlitz auf Niklasdorf und Wirben in Schlesien. Die beschreibung der reise erschien besonders 1576, Basel, bei Samuel Apiario; 1580, Görlitz, 4.; 1581, Leipzig, 4.; 1582, Görlitz; 1584, ibi; 1591, ibi, 4., durch besorgung des Ambrosius Fritsch; im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 250 — 273, und daselbst 1609, I, 466 — 509: Gründliche Beschreibung der Wallfahrt, nach dem heyligen Landt, . . Melchiors von Seydlitz, :c. Wolffen von Oppersdorff, Niclaus von Reidburg, vnd Moritz von Altmanshausen, *c. Neben Vermeidung det jäm- merlichen und langwirigen Gefängnuss derselbigen Gesellschafft, *c. Gestehet durch . . Melchior von Seydlitz. Aeltere ausgaben, wenigstens die görlitzer von 1582, sind mit schönen holzschnitten ausgestattet. Eine papierhs. fin- det sich in der bibliothek zu Dresden, H. n. 184. Holländisch: Gbgelukkige Jerusalemsche Reyse. Amsterdam 1662. 4. Übersetzt von P. ^Angelen. S. Jäck’s Taschen-Bibl. 1, 8, Grässe L. 3, 1, 1166, Bonar 520, Geisheim 55, Petzholdt’s Anz., 1861, 286 f. Die gesellschaft Seydlitz’ wurde in Pa- lästina gefangen, und in Ramleh vom ‘ehrliebenden Kriegsmann’ Hans von Ehrenberg besucht (Seydlitz 481). Einzelnes nicht ohne interesse. *1560. Caspar de Bavincourt (später) Abbas scripsit peregrinationem suam Hierosolymitanam , ad montem Sinai etc. Claruit circa a. 1576. V. Bucelin. in Bened. Rediviv. p. 111 et Foppens, Bibi. belg. 1, 63. Nach pater Neumann. Digitized by t^.ooQLe 77 *C. 1560. Iter Hierosolymitanum. Venet. 1563. 8. Italienisch. Ich sah den titel im katalog der vatikanischen bibliothek. *1561. Itinerarium Joan. Qodscalci Iserman Delphensis, quod ann. 1561. absoluit. Adrichom. 28 8 b . 1561. Emanuel Ortl von Augsburg. Nachdem der Hertzog vnd ain Rath der Stat Venedig ainen gebrauch habenn . . Alls, nun Jch Emanuel Örtl von Augspurg bey ainem Edellman zu Venedig Aluigio Mocenigo ge- nannt gediennt hab, hat sich Jnn zeyt solcher meiner diennst zugetragen, Das gedachter mein Herr Mocenigo . . zu dem . . Sultan Suliman Erwelt vnnd verordent wordenn . . Allso Sassen wir Inn Gottes Namen vff solche galle den 3 May des 1. 5. 61. Jars. Papierhs. in 4. auf der Stadtbibliothek in Augsburg. Die reise nach Jerusalem ist unbedeutend. 1561. Gerson, sohn Ascher’s, von Scarmela: Jichus ha-Tsadikim oder gräber der gerechten. Enthalten in Carmoly’s Itinöraires de la Terre Sainte 377 — 3S8, einleitung 363 — 376, noten 389 — 416. Es erschienen auch 2 deutsche Übersetzungen. Das original enthält eine menge gebete, die an den gräbern der gerechten oder an den h. Stätten verrichtet werden. Von wenig werth. 1561. Albrecht, graf zu Löuwenstein und herr zu Scharpffeneck. Pilgerfahrt gen Jerusalem, Alkayr, In Egypten, vnd auff den Berg Synai, Durch mich Albrechten . . vollbracht, vnd nachfolgender massen verzeichnet. Welche sich angefangen . . den 3ü. Martij . . 1560 vnd 1 Jahr, Auch sich geändet den 16. tag Augusti, Anno 1562. Enthalten im Reyssbuch des hey- ligen Lands 1584, bl. 188 — 212, und dort 1609, 1, 349 — 391. Beiden ausgaben ist ein pilgerbuch, das wahrscheinlich auf der reise irgendwo auf- gegriffen und kopirt wurde, angehängt: Pilgerbuch, was durch das gantze heilige Landt vnd Egypten vor heilige Örter hin vnd wider Zusehen, vnd von Pilgern zubesuchen seyn, Ein kurtz Verzeichnuss dess heiligen Landts vnd Egypten, So an Graff Albrechts von Löuwenstein Buch angehenekt gewesen ist, vnd jetzundt allererst auss clem Latein verteutsclit worden, in letzterer ausgabe von s. 392 — 395. S. Petzholdfs Anz., 1861, 287. Belehrung ge- währt die ‘Vorzeit*, jahrg. 1826, 199, und 1827, 43, so wie Hormayr’s Taschenbuch, 1833, 16. S. Koner 2, 335. Ein pergamentcodex, 4., nr. 4 1 7, findet sich in Gotha. Der graf Albrecht zeigt sich durchweg* als ein mann von feinerer bildung. 1561. Jakob Wormbser, der ältere, Eigentliche Beschreibung der Aussreysung vnd Heimfahrt dess . . Jacob Wormbsers, wie er im Jar 1561. naher dem heyligen Land vnd dem Berg Synai abgereyset, vnnd im folgen- den Jar wider zu Hauss kommen. Von jhm selbst allein im gedächtniss auffgeechÄeben , Jetzund aber in besserer aussfertigung dieses Wercks in Druck gegeben. Enthalten im Reyssbuch dess heyligen Lands 1584, bl. 213 — 235, daselbst 1609, 1, 396—437. S. Petzholdfs Anz., 1861, 287 f. Wormbser, ein reisegefährte Albrechts zu Löuwenstein, war Protestant, im schreiben trocken und verlegte sich auch auf das kopiren. *1563. Hans von Godem, Beschreibung einer Rais geen Jerusalem. Hs. auf der lyzealbibliothek in Dilingen, nr. XV, 63. Beigebunden ist auch die hs. Jakob Wurmbsers. Gratz 622. * *1563. Descriptio Jerusalem et locorum ejus Isbrandi Godefridi Del- Digitized by C^ooQle 78 phensis, sororis meae mariti, qui ann. 1563. peregrinationem suam perfecit. Adrichora. 28S h . % 1565. Johann Helffrich von Leipzig. Kurtzer vnd wahrhafftiger Bericht, Von der Reiss aus Venedig nach Hierusalem, Von dannen in Ae- gypten, auff den Berg Sinai, Aleair, Alexandria, vnd folgende widerumb gen Venedig. Vollbracht vnd beschrieben, Durch Johan. Helffrich, jetzo Bürger in Leipzig. Jetzunder auffs new vbersehen, vnd mit etzlichen Figuren ge- mehret. Leipzig, Berwalds Erben, 1582 (schluss: 1581). 4. 106 bll., mit eingedruckten holzschnitten. Frühere einzelausgaben : 1578, Leipzig, Jac. Berwaldts Erben, 4.; 1579, Leipzig, 4.; 1580, Leipzig; 1581, Leipzig, 4.; 1582, ibi, 4.; spätere einzelausgaben: 1589, ‘Jetzunder auffs new vberse- hen, vnd mit etzlichen Figuren gemebret’, Leipzig, bei Zachar. Berwald, 4., mit mittelmässigen holzschnitten, welche z. b. den Elemin in Jerusalem, die grabkapelle (sehr schlecht), das grab Absaloms (kaum kenntlich) u. s. f. vor- stellen. Ebenfalls im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 375 — 399 und 1609, 1, 699 — 748, hier der titel genau wie in der ausgabe von 1582, aber mit weglassung der worte: Jetzunder auffs new u. s. w. S. Grässe L. 3, 1, 1168, Petzholdt’s Anz., 1861, 288 und 1862, 251, Noroff bei Daniel 211. Helffrich ist ziemlich ausführlich ; namentlich berührt er auch die ge- brauche. Er bekundet eine vielseitige bildung, ist im ganzen zuverlässig, und schon ein wenig kritisch, wie er sich denn häufig des Wortes ‘sol’ bedient. 1565. Petrus Villinger, pfarrer zu Arth im Schweizerland. Bil- gerfahrt vnd Beschreibung der Hierusolomitanischen Reiss in das heylig Land, vnd deren Prouintzen Palestina, wie es zu jetziger Zeit beschaffen, wz noch an Antiquiteten , an allen vnd jeden H. Oertern vii sonsten Zusehen. Da- neben ein schöne Lehr vnnd Vnderweisung eines Christlichen Bilgers, so sich auff solche Reiss begeben will, wie er die anfahen, auch sich auff der Strass verhalten, vnd für wem er sich fürzusehen vnd zuhieten hat, 2C* Welche Reiss . . Petrus Villinger, weilund Pfarrherrn zu Art . . Ano 1565. fürgenommen vnd dan 1568. vollendet, vnd nachmals selbst be- schriben. Neben Vermeidung dess erlitnen erschröcklichen Schiffbruchs, jämmerlichen, langwirigen Gefencknus, vnd eilender Peinigung vnd Todts seiner Mittbrüder. Vnd letstlich von seiner glücklichen Erledigung, :c. Co- stantz am Bodensee, N. Kalt, 1603. 4. 10 bll., 183 s. Etwas korrigirend herausgegeben vom deutschen Schulmeister Peter Schmid in Zug. Villinger war mit dem Johannes ‘Helffreich’ aus Leipzig in Jerusalem. Die schrift ist wol wegen der unglücklichen erlebnisse spannend, sonst aber nicht bedeutend. 1565. Jakob Dirkz Boekenberch (Bockenberg) von Gouda in Hol- land, Reise nach Jerusalem. Köln 1620. Dortrecht 1651. 12. S. Bachiene 1, l, 16, Beltermann 2, 77, Jäck’s Taschen-Bibliothek, Palästina*l, 9. Im holländischen kenne ich: Waerachtige Beschryvinghe Van d’Oude ende Nieu- we Stadt lErusalem, alsoo die geweest is ten tyden onses Salichmaeckers Iesv Christi . . Beschreven van Fl. Joseph vs. Alsoo die oock teghenwoor- dich is, Bereyst ende beschreven Van . . Iacob Boekenberch, ende Hierony- mus Scheyt, indenjaer 1600, ende 1612. Loven, H. van Hastens, 1628. 8. Ohne Seitenzahlen, nur signirt. Das letzte stück, das neue, hat auch einen besondern titel. Mit abbildungen aus Zuallart. Es ist nur Jäfa, Ramleh, Jerusalem, Bethlehem und der berg Sinai beschrieben. « Unbedeutend. In der annahme des reisejahrs 1565 folgte ich Bachiene. Digitized by CjOOQle 79 1565. Der amtsmann Adrian de Vlaming. - Keys na Hierusalem, Gedaen by Heer Adriaen de Vlaming, Raedt in Dordrecht. Ende sijn huys- vrowe Juff r . Maria van H*******. In ’t jaer 1 565. Tot Dordrecht, V. Caeymacx, 1651.-12. Auch in Adr. van Nispen Voyagien. Dordr. 1651. 12. S. 39 — 89. S. Meusel 1, 2, 82, Jäck 1, 9. Unbedeutend; mehr ein register. 1566. Der reichsschultheiss Christoph Fürer von Haimendorf, aus Nürnberg. Christopbori Füreri ab Haimendorf . . Itinerarium ASgypti, Ara- bise, Palsestinse, Syrise, aliarumque regionum Orientalium . . Norimbergse Ex officina Abr. Wagenmanni, 1621. 4. 8 bll. , 118 s., dazu 57 bll. Index, Oratio funebris etc., zu hinterst mit der angabe: Norimbergse Typis Abr. Wagenmanni. 1620. Die Signaturen zeigen indessen, dass alles zusammen- gehört. Der druck war also 1620 beendigt; als Verleger aber wählte Wa- genmann das j. 1621. Irrthümlicher weise würde man wol auf zwei anfla- gen, die eiue von 1620 und die andere von 1621, scbliessen. In Petzholdt’s Anz.,^1862, 251, hat man ein gleiches exemplar vor sich. Nebst dem bild des pilgers, einer ansicht des berges Sinai, der h. stadt, der Stirnseite der Christusgrabkirche (kopie), einem plan dieser kirche (kopie aus Zuallart) nach dem tode herausgegeben von Georg Richter. Mit gleichem titel erschien das itinerarium schon 1570. 4. Ein auszug über Jerusalem in Ch. Besoldi historise urbis et regni Hierosol. Argentor., Zetzner, l 636. 344 sqq. Deutsch: Nürnberg, Wolffgang Endters, 1646. 4. In Nürnberg werden noch ein paar hss. aufbewahrt. Dort sah ich im germanischen museum eine lateinische hs. von 685 folioseiten, 1672", die viel weitläufiger als der lateinische druck ist und wol verdiente, mit diesem verglichen zu werden. Ein anderes ms. daselbst in 4., 236 s., ist deutsch wie die ausgabe in Nürnberg 1646, fangt aber so an : Im Namen der Heiligen Dreyfaltigkeit und sindt wihr Alexander von der Schullenburg vnd Jch Christoph Füerer von Haimendorff auf den 21 tag Julij Anno 1565 Ihm Willens zu dem Heiligen Landt . ., und schliesst mit: hohenn berg, von dannen au ff Wien zu man siehet. Auch diese deutsche hs., die ich zu ihrem vortheile mit der lateinischen ausgabe verglich, ist viel weniger kurz als der lateinische druck, in dem man, auf dem wege von Gaza nach Jerusalem, Aga Barbara (Barbarah, Agia Barbara, St. Barbara), Mensel (Medschdel), Amani (Hamämeh) und Pharanj vergebens sucht. Deutsch im auszug in Jäck’s Taschen-Bibliothek, Palästina 2, 233 — 254, freie Über- setzung von einem baierschen staatsdiener. S. Grässe L. 3, 1, 1168. Fürer war sehr jhng in Jerusalem; der text zeugt von fleiss. *1566. Georg Huszthius. Descriptio peregrinationis Georgii Huszthii de anno 1566. In der vatikanischen bibliothek, bibliotheca reginae cod. nr. 9 31 ). Das werk, 30 bll,., ist die eigne handschrift des Verfassers, der in türkische gefangenschaft gerathen war. Nach Beda Dudik mittheilung voo^ pater Neumann. 1570. Wolfgang Gebhart von Pruck, Reise nach Jerusalem. Cod. bav. ms., nr. 3003, in der Staatsbibliothek zu München. 1575. Der augsburgische stadtphysikus Leonhard Hauwolf (Raucli- wolff), M. D . Leonharti Rauwolfen, der Artzney Doctorn, vnd bestehen Me- dici zu Augspurg Aigentliche beschreibung der Raiss, so er vor dieser zeit gegep Auffgang inn die Morgenländer, fürnemlich Syriam, Judaeam, Arabiam, Mesopotamiam, Babyloniam, Assyriam, Armeniam jc. nicht ohne geringe mühe Digitized by CjOOQle 80 vnnd grosse gefahr selbs vollbracht: neben Vermeidung vil anderer seltzsamer vnd denckwürdiger Sachen, die alle er auff solcher erkundiget, gesehen vnd obseruiert hat. Alles in drey vnderschidliche Thail mit sonderem fleiss ab- getheilet, vnd ein jeder weiter in seine sondern Capitel, wie dero jnnhalt in zu end gesetztem Register zufinden. Laugingen, L. Reinmichel, 1582. 4. Im jahr 1582 erschien die gleiche beschreibung , wahrscheinlich nachdruck- weise, in Frankfurt am Mayn bei Cb. Raben, in 4. Der titel lautet wört- lich gleich. 1583 wurde in kl. 4., in costen vnd verlag Georgen Willers, getruckt zu Laugingen, durch L. Reinmichel: Der Vierte Thail . . etlicher schöner Kreüter, so vns noch vnbekandt, vnnd deren doch bey den alten Medicis, vnnd in seiner Rayss in die Morgenländer gethon, gedacht wirt, artliche vnnd lebendige contrafactur* dem gemamen nutz zu gutem, in truck verfertiget. Ohne Seitenzahlen. Die zahl der gar nicht Übeln abbildungen ist nicht gross. Man findet mehr Überschriften als einen eigentlichen text, übrigens die arabischen namen dabei. Auch sind die 3 ersten theile ent- halten im Reyssbuch des heyligen Lands 1584, bl. 276 — 34^ und dort 1609, 1, 515 — 652. Der titel ist hier wörtlich gleich wie in der lauginger-^us- gabe von 1582; nur sind die letzten worte: wie dero jnnhalt . *. zufinden, weggelassen. Ein arger betrug wurde 1681 vom buchdrucker Noah von Millenau in Rotenburg (4.) durch eine überarbeitete ausgabe des Rauwolf bei Vermeidung aller data, die auf die zeit der pilgerfahrt schliessen lassen könn- ten, gespielt : Leonis Flaminii Itinerarium per Palsestinam Das ist, Eine mit vielen schönen Curiositaeten angefüllte Reiss-Beschreibung. Darinnen, durch ein wunderbahre Schiff-Fart und Meeres-Gefahr in das gelobte heilige Land, viel merckwtirdige und seltzame Begebenheiten, . . Wie dann auch Von dess gelobten heiligen Lands Zustand, und was aller heiligen Ortßn, denckwttrdi- ges zu observiren, also eingerichtet. Dass, ob wohlen sonst auch viel lti- nerävia und Reyss-Bücher am öffentlichen Tag liegen, in diesem jedoch viel n 'Sonderbahres zu lesen, so in andern nicht befindlich, Worbey auch allerhand Figuren befindlich, die zu diser Reyss-Beschreibung wohl sich accomodiren, und seine Erletiterung geben werden, Mit Fleiss und wohl bedacht aussge- fertiget von obig-erwehnten Leone Flaminio, Rerum Exoticarum Admiratore et Cultore. Dass hier der pflanzentheil, wie im Reyssbuch , rfehlt , braucht kaum erwähnt zu werden. Im auszuge von Deisböck in Jäck’s Taschen- Bibliothek der. .Reisen durch Palästina 2, 261—287. Eine englische Über- setzung erschien in John Ray’s Sammelwerk : Travels into the eastem Countries. London 1693. 8. 1, 396. Ebendaselbst 1738, 2, 1 — 338. Holländisch in der die reisen von 1563 bis 1576 begreifenden, von Pet. van der Aa zu Leyden 1707 in 8. veranstalteten Sammlung, bd. 9, aber auch einzeln ver- kauft unter dem besondern titel : Seer aanmerkelyke Reysen na en door Sy- rien . . beschreven door Leendert Rauwolf Nu aldereerst uyt het Hoogduytsch vertaalt. 8. 398 s. Man muss sich wundern, dass keine Übertragung ins lateinische bekannt ist. Etwas muss doch transspirirt haben, da es nicht wahrscheinlich ist, dass der Quaresmio, welcher den augsburgischen arzt beinahe mit wuth anfiel, deutsch verstand. S. Beckmann 1 , 1 ff . und 2, 170 ff., Bellermann 2, 77, Grässe L. 3, l, 1168, Trds. 6, 39, Ritter 15, 49 f., Robinson 2, 542, Top. l,XLIVf., Petzh. Anz., 1861, 288 f. und 1862, 251 f. Rauwolf ist der deutsche Belon des 1 6. jahrhunderts. In diesem sind den beiden ärzten und botanikern an wissenschaftlichem streben und geben keine Jerusalemfahrer überlegen. Rauwolf verband mit gelehrsamkeit und um- sichtiger beobachtung und christlichem sinn Selbständigkeit und den muth, Digitized by v^-ooQle 81 dass er z. b. den mönchen sagte , er sei nicht gekommen , bausteine und bauholz zu besuchen. 1578. Lupolds vou Wedel Zug nach Syrien und Jerusalem, im Wo- chenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, 1862, 65 ff. Ziemlich ausführliche, doch ordinäre beschreibung eines nicht alles glaubenden Pro- testanten. 1579. Der edelmann Hans Jakob Breuning von und zu Buochen- bach. Orientalische Reyes Desa . . Hanss Jacob Breüning . . , so er selb ander in der Türckey . . , so wol in Europa als Asia vnnd Africa, ohn einig Cuchium oder FreyGleit, benantlich in GriechenLand, Egypten, Arabien, Pa- lestina, das Heylige Gelobte Land vnd Syrien, nicht ohne sondere grosse Gefahr, vor dieser zeit verrichtet. Alles in Fünff vnderschiedliche Meer- fahrten disponirt vnd abgetheylet, auch was in einer jeden derselben, von tag zu tag fürgangen, ordentlich vom Authore selbsten verzeichnet: darinn ein jede abgesonderte Materj vnder jhr eigen Capitel oder Titul gebracht, vnd mit schönen Kupfferstücken gezieret. Mit angehenckter Summarischer Computation aller Meylen : sampt einem kurtzen Appendice, vnd ausführlichen Registern, so wol der Capitel als anderer denckwirdigen Sachen. Strassburg, J. Carolo, 1612. Fol. 17 bll., 299 s. und wieder 7 bll. Mit dem portrait des Verfassers und mit eingedruckten kupfern; 'S. 220 der plan von Jerusa- lem nach Antonio de Angelis. Der Verfasser war ein sehr gebildeter, in sprachen bewanderter junger Protestant, und sein buch verdient beachtung, und zwar um so mehr, als es jetzt sehr selten ist. Vgl. Beckmann 2, 269 ff., Petzholdfs Anz., 1862, 253. C. 1580. Visitatio Ex Jaffa ad S. civitatem Jerusalem. Neue hs., 4., C. VI. ^0, in der öffentlichen bibliothek zu Siena, pag. 144 sqq. Nichts als aufzählung der ablassstätten, mit wenigen historischen noten ; z. b. liest man von den franziskanern auf Zion (144): per Turcas expulsi fuerunt Religiosi anno 1559; habitantes ibidem annis 246. *C. 1580. Viaggio di Gerusalemme. Venezia 1597. 16. In der vatikanischen bibliothek. 1581. Der Schriftführer Jean Palerne aus Forez. Peregrination dv Jean Palerne Foresien . . Oü est traictö de plusieurs singularitös , et anti- quitös remarqudes ös Prouinces d’Egypte, Arabie deserte, et pierreuse, Terre Saincte, Syrie, Natolie, Grece,. et plusieurs Isles tant de la mer mediter- ranee, que Archipelague. Auec la maniere de viure des Mores et Turcs, et de leur Religion . . Plus est adioustö vn petit dictionnaire en langage Fran- gois, Italien, Grec vulgaire, Turc, Moresque, en Arabesque, et Esclauon, necessaire k «ceux qui desirent faire le voyage. Lyon, I. Pillehotte, 1606. 12. Eine titelausgabe 1626. S. Gemelli 1, bl. 9, Petzholdt’s Anz., 1862, 253 f., Grässe’s Trös. 5, 105. Das büchlein des 26jährigen Verfassers ist sehr ordinär. 1581. Der prediger Salomo Schweigger aus Sultz in Würtemberg. Es erschienen ausgaben 1608, 4., in Nürnberg; 1609 im Reyssbuch dess heyligen Lands 2, l — 137; 1613, 1614, 1619, 1638, 1639 in Nürnberg, 4., hier mit dem titel: Ein newe ReyssBeschreibung auss Teutschland Nach Constantinopel vnd Jerusalem. Darinn die Gelegenheit derselben Länder, Städt, Flecken, Gebäuw, *c. der umwohnenden Völcker Art, Sitten, Gebräuch, Tobler, Bibliographia. 6 Digitized by t^.ooQLe 82 Trachten, Religion vnd Gottesdienst, :c. Insonderheit die jetzige waare Ge- stalt dess H. Grabs, der Stadt Jerusalem vnd anderer heiligen Oerter, darbey allenthalben der heiligen Schrifft vnd dess Authoris Meinung hievon . . Dess- gleichen dess Türckischen Reichs Gubernation, Policey, Hofhaltung, Nutz- barkeit dess Reisens, vnd vielerley andern lustigen Sachen, Mit hundert schönen newen Figuren, dergleichen nie wird gewesen seyn, In III. vnter- schiedlichen Büchern Auffs fleissigst eigner Person verzeichnet vnd abgerissen Durch Salomon Schweigger, damals Diener am Evangelio übers dritte Jahr zu Constantinopel, je. Hernach aber Prediger der Kirchen zu vnser. Frawen in Nürnberg. Vnd jetzo auff offtes Begehren vieler fürnemer, erfahrner vnd guthertziger Leut, männiglich so wol zum Trost vnd Warnung, als zur Lust, Zum vierdtenmal Gedruckt . . durch Christoff Locliner, In Verlegung Wolff- gang Endters. 22 bll., 340 s., und auf der letzten s. steht anno 1638. Mit dem bildnisse des Verfassers, mit eingelegten und eingedruckten, nicht son- derlich rühmenswerthen holzschnitten. Nach Schweigger war die ausgabe von 1639 die 4., und unter den 6 ältern edizionen, die ich namhaft machte, müssen 3 oder, wenn ich die im Reyssbuch nicht einrechne, doch 2 titel- ausgaben sein. Die letzte ausgabe erschien 1664 zu Nürnberg in 4. Da- gegen wurde ein auszug 1660 in 8. und 1661 in Onoltzbach, quer 6., her- ausgegeben. Eine wenig gekannte lateinische ausgabe besorgte M. Crnsius: Hodopoericon seu itinerarium S. Schweigkeri in Aegyptum, Palsestinam, Ara- biam atque Syriam. 1586. 8. S. Robinson 2, 542, Petzholdt’s Anz., 1861, 289, und 1862, 254, Topogr. 1, XL VI. Schweigger schreibt lückenhaft und nicht ohne vorurtheile, im ganzen aber aufgeklärter als weitaus die meisten seiner Vorgänger. Das buch endet mit viel bescheidenheit ; es er- fordere weit mehr zeit und geld, wenn man etwas gediegenes leisten solle, bemerkte er gewiss nicht mit unrecht. 1581. Der kaufmann Laurenz Aldersey von London. The first voyage or ioumey, made by Master Laurence Aldersey . . to the Cities of Jerusalem, and Tripolis jetc. Penned and set downe by himselfe. Enthalten in Hackluyt’s Navigations 2, 150sqq. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 253. Kurz, dabei treuherzig geschrieben. *1582. Triphon Korobeinikoff, russischer kaufmann, gesandter des Czar Johann Wassilliewitsch, Kynqa Tnii«i>ona KopoöehmiKOBa, xoa^eiiie b% I^aphrpa^'b h bo Airrioxiio ii bo Iepyca*inMB ii bo Emnen» m b’b CimahcKyio ropy .. B’B 1582 roßy. Die beste ausgabe ist in SacharofFs Sammelwerk (s. oben sub anno 1113 Daniel) enthalten; immerhin bedarf sie noch der Verbesserung, weil einige hss. vollständiger sind. Noroff bei Da- niel 211. Vgl. 3. Wander. 425. Korobeinikoff brachte geschenke nach Kon- stantinopel, Antiochien, Jerusalem, Ägypten und auf den berg Sinai. 1583. Der ritter Melchior Lussy, landammann von Unterwalden unterhalb des Kernwaldes. Reissbuch gen Hierusalem. Welcher massen . . Melchior Lussy . . in das heilige Land Palestina gezogen ist. Darinnen dann die fürnembste Stätt vnd Orther von Christo . . weyland persönlich heimgesucht, vnd durch das hohe Werck Menschlicher Erlösung geziert vnd geheiliget, ordentlich beschrieben werden. Samptt Weiterer Verzeichnuss viler anderer denckwürdiger örther vnnd zufallender Gefahren, welche gedachtem Herrn, sampt seiner Gesellschaft auff diser Pilgerfahrt zu Wasser vnd Land begegnet seyn. Jetzund zum erstenmal zu sonderer Belustigung dess Christ- lichen Lesers im Druck aussgangen. Freyburg m Vchtland, A. Gemperlin, Digitized by t^.ooQLe 83 1590. Kl. 4. 7 bll., 113 s. Lussy reiste von Venedig, wo er hauptmann war, ab, wurde durch den sturm nach Tripolis in Syrien verschlagen, kam dann nach Kypern zurück und gelangte erst von da nach Jäfa und weiter nach Jerusalem. Die sclirift ist gerade nicht sehr lehrreich. 1583. Johann von Lauffen aus Luzern, Reise n^ch Jerusalem. Ins neuhochdeutsche dem wesentlichen nach übersetzt ist enthalten in der Lu- zerner Zeitung, jahrg. 1864, Gebr. Räber, nr. 209, 216, 223, 229, 236, 243, 250, 257. Die beschreibung liest sich angenehm, ohne dass sie den druck verdient hätte. Vgl. 3. Wander. 419. 1583. Der oberst Rudolf Pfyffer von Luzern, Jerusalemische Pil- gerfahrt. Papierhs. in der Stadtbibliothek (Balthasars) zu Luzern. Pfyffer reiste mit Lauffen und Lussy. Unbedeutend. 1583. Oertel, Reise nach Palästina. Cod. germ. ms. in der Staats- bibliothek zu München, nr. 3001. Vgl. oben sub anno 1561 Emanuel ÖrÜ. Von einigem werth. 1583. Der furst Niklaus Christoph Radzivil, herzog in Olika und Nieszwiesz , graf in Szydlowiec und Myr. Hierosolymitana Peregrinatio Ulvstrissimi Domini Nicolai Christophori Radzivili . . IV. Epistolis compre- hensa, Ex idiomate Polonico in Latinam linguam translata et nunc primüm edita. Thoma Tretero interprete. Brvnsbergse, Schönfels, 1601. 4. 6 bll., 314 s., mit eingedrucktem portrait und abbildung. Eine andere ausgabe in fol. erschien zu Antwerpen, Moreti, 1614: Nunc varie aucta, et correctius in lucem edita. Mit 1 plan der Christusgrabkirche auf s. 384. Ebenfalls * Jaurini, Streibüg, 1753. 4. Deutsch: Hierosolymitanische Reyse und Weg- fahrt. Meyntz, Lippen, 1603. 4. 274 s. Angehängt sind die prozessions- gesänge. Ohne diese im Reyssbuch dess heyligen Lands 1609, 2, 139 — 243: Jüngst geschehene Hierosolymitanische Reyse vnd Wegfahrt . . Welche in vier Sendschreiben begriffen, darinn sehr nützliche, lustige vnd seltzame ding, im Heiligen vnd Egyptischen Land: . . zu ersehen. Auss Poliseher Sprach, in Latein versetzt, Durch H. Thomam Tretervm . . Jetzund aber auss La- teinischer Sprach in Teutsch Verfasset, Durch Lavrentivm a Borkav. In Deutschland wird fast nur diese ausgabe zitirt, für welche nicht die ver- mehrte und verbesserte 2. lateinische ausgabe von 1614 zu gründe gelegt werden konnte. Ich bin ohne nachricht, wann und wo das polnische origi- nal erschienen ist; nur kann ich anführen: Tidmaczona przez X. Andr. Wargockiego. Wroclaw 1847. 8. S. Gemelli 1, bl. 8, Meusel 1,2, 84 sqq., Bellermann 2, 77, Munk 655", Robinson 2, 543, Topogr. I, XLVI f., Petz- holdt’s Anz., 1861, 289, und 1862, 285. Der fürst Radzivil war ein frei- gebiger, guter römischer katholik, ein vertrauen einflössender, sehr gebildeter mann. 1585. Samuel Kiechel aus TJlm, Reise durch Europa, Asien nach Jerusalem a". 1585 bis 1589. Münchner-cod. germ. ms. 1247; auch ein ms. im besitze der familie, mit anmm. von S. Auszug in der bei Cotta in Stutt- gart u. Tübingen erschienenen Zeitschrift : Morgenblatt für gebildete Stände, jahrg. 1820, nr. 162, 164 f., 167, 222, 228, 231, 233, 236. S. Petzhold t’s Anz., 1862, 285, Topogr. 1, XL VII. Wichtiger als manche andere reise- schilderung. 1586. Johann Zuallart, schultheiss von Ath und amtmann von 6 * Digitized by CjOOQle 84 r Süly. II devotissimo Viaggio di Giervsalemme. Fatto, & descritto in sei libri dal Sig r . Giouanni Zuallardo, Caualiere del Santiss. Sepolcro di N. S. . . Aggiontovi i dissegni di Varij luoghi di Terra Santa . . Roma, Zanetti & Raffinelli, 1587. 4. 10 bll., 402 s. n. 5 bll. Mit eingedrucktem portrait, grundriss und zahlreichen abbildungen. Der druck ist schön, die holzschnitte kaum schöner als in andern au3gaben, nur nach einem grössern massstab. Spätere ausgaben 1593, 4., in Rom; Di nuouo ristampato, e corretto. In Roma, Appresso Domenico Basa, 1595. Kl. 4. 351 s. und 7 bll. register (Ta- vola). Mein exQmplar dieser ausgabe enthält zwar das portrait des Verfas- sers nicht, sonst aber mehrere grundrisse und abbildungen, welche letztere weit weniger werth haben als die erstem. Das 6. buch, welches mehr ge- sondert erscheint, contiene l’Orationi, che si dicano ne’ luoghi Santi di Gie- rusalemme, con altre conueneuoli ä dire da* Pellegrini. Lettera del . . Do- menico Danesi da Montepulciano Protonotario Apostolico. Al . . Giou. Zuallardo . ., suo Osseruandissimo. Dell* Antiquitä, de’ frutti del S. Pelle- grinaggio, ä chi si conuenga, quanto Dio ami i Pellegrini, e fautori loro. Man darf wol behaupten, dass das 6. buch das werk des Danesi ist, wel- cher mit Zuallart wallfahrte. Noch gibt es eine ausgabe Rom, 1597, 8. Französisch: Trös-dövot Voyage de Jerusalem. Anvers, 1604. 4.; auch Anvers, A. S’Conninck, 1608. 4.: Le tres-devot voyage de Jerusalem, avecq les figures des lieux saincts et plusieurs autres tiröes au naturel. Eine aus- gabe von 1626, Antwerpen in 4., nennt de Hody (Description des Tombeaux de Godefroid . . 1. öd. 350) eine blosse titelausgabe. Deutsch: Joh. Schwal- lart’s Deliciae Hierosolymitanae, oder Bilgerfahrt in das heilige Land . . Jetzo aber verteutscht durch G.E.L. Cöllen 1606. 4. Auch 1609 im Reyssbuch dess heyligen Lands 2, 245 — 334, in 5 büchern: Deliciae Hierosolymitanae et totius Palaestinae. Das ist, Bilgerfahrt in das heilige Land, darinn nicht allein dasselbige sampt seinen heiligen Oertern zu Jerusalem, Betlehem, Bethanien, vnd an dem Fluss Jordan, :c. Auff das eigentlichst vnnd fleissigst beschrie- ben . . werden. Neben einer schönen vnd nothwendigen Vnderweisung, was zu solcher Reyss nötig Wie man dieselbige anfahen, vnd auff dem gantzen Weg sich verhalten soll: Dergleichen zuvor nie in Truck aussgangen. Erst in Italiänischer Spraach beschrieben durch . . Johann Schwallarten Rittern dess H. Grabs. Jetzo aber verteutscht durch G. E. L. Der name Zuallart, der eigentlich Zwallard gewesen sein soll, wurde je nach dem bildungstriebe der verschiedenen idiome zu Zuallardo und Schwallart verunstaltet. S. Bel- lendann 2, 77, St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 37 sqq., van Senden 1, 354 f., Robinson 2, 543, Topogr. 1, XLVII, Petzholdt’s Anz., 1861, 289 f., und 1862, 285. Zuallart hielt sich nur 12 Tage im herbstmonate 1586 in Palästina änf. In dem buche sind weniger die besehreibungen der h. Stätten und die prozessionsgesänge zu schätzen als vielmehr die grundrisse und ab- bildungen, und zumal diese verleihen dem werke einen grössern werth. Quelche nel fatto possono compiacermi, sagt der wanderer (19), b che mi vedo esser stato il primo , che mi sono adoprato (con la Vista, che delli luoghi parte per parte scopriuo) in fame disegni, i quali per essere giudi- cati da quelli che in quelle parti sono stati, verisimili, e naturalissimi hö sparso per l’opera, e per farle piü sottilmente non hö sparmiato fatica ne spesa alcuna, sforzandomi, venuto in Roma, di farle disegnare meglio. Meine begründung, dass Zuallart die Zeichnungen wirklich selber verfertigte, war fast eine stimme in der wüste; denn Robinson schrieb wie früher: apparently from his own drawings. Zuallart wird von della Valle (1, 143 h genfer-aus- Digitized by v^.ooQle 85 gäbe) als sehr wahrhaft befunden. Sehr häufig wurde er von spätem pil- gern ausgeplündert. 1587. Bernhard Walter von Walters weil, kammerer und oberster Stallmeister des erzherzogs Maximilian Ernst zu Österreich. Wegweiser und Richtschnur in dem heiligen und gelobten Lande zu reisen durch . . Bernhard Walter. Grätz 1605. 8. min. 8. Jos. Hammers Geschichte des osman. Reichs 10, 382. Geisheim’s Hohenzollern 56. Auch in der Vorrede der folgenden ausgabe wird verwiesen auf gegenwertiges Tractätlein so schon zu Grätz inn Steyermarckt vor disem an das Liecht kommen: Beschreibung Einer Reisz ausz Teutschland bisz in das gelobte Landt Palästina, vnnd gen Jerusalem, auch auff den Berg Synai, vyn dannen widerumb zu ruck auff Venedig vnd Teutschland. Durch . . Bernhard Walter, von Walterssweyl . . eigener Person besichtigt, vnd beschriben. Gott dem Alimechtigen zu for- derst vnd vnsern Herrn Jesu Christo zu ehrn vnd lobwärdigister gedechtnus. Wie auch sein heiliges Grab, warhafftiger eigentlicher form vnd gestalt, wie solches noch auff heutigen tag in der Statt Jerusalem Zusehen ist, durch schöne Figuren menniglich zu gutem für äugen gestelt. Darneben auch mehrerley denckwürdige Sachen vmbstendig vermeldet werden. München, A. Berg, 1609. Kl. 8. 16 bll., 69 bez. bll. u. 3 unbez. Mit dem bildnisse roCTeMi. Enthalten in SacharofFs Reisen (s. oben sub anno 1113); vollständig ist der text in einem ms. auf der bibliothek der h. synode in Moskau. S. Mouravieffs h. Land, l, LIV, Noroff bei Daniel 212. Digitized by t^.ooQLe 102 1636. Georg Christoph Neitzschitz auf Stöckelberg, Wöhlitz und Zärbitz. Des weilant . . George Christoff von Neitzschitz . . Sieben- Jährige und gefährliche Welt Beschauung durch die vornehmsten Drey Theil der Welt Europa, Asia und Africa. Worbey alles, aller Orte Denckwtirdiges fleissig erforschet und aufgezeichnet worden, dergleichen vorhin niemahls an Tag kommen. Nunmehr auf Beförderung dessen . . Bruders aus des Seligen Hand-Buche in diese richtige Ordnung gebracht und denen Rarität Begierigen uff Begehren Einer hohen Person Durch den Druck mitgetheilet Von Chri- stoff Jägern. Budissin, Kretzschmar, 1666. 4. 1 bl., 390 s. Unverbürgt ist eine auflage zu Budissin 1663, 4., 389 s. Spätere ausgabe: Budissin, Kretzschmar; Leipzig, Oehler, 1673. 4. I bl., 390 s. u. 10 bll. Die auf- lage in Nürnberg 1674, 4., ist von Beckmann verbürgt. Mit der annahme von nur 2 auflagen stimmt der titel der folgenden ausgabe überein : Sieben- jährige und gefährliche Neu-verbesserte Europä-Asiat- und Africanische Welt- Beschauung Des . . Georg Christoff von Neitzschitz . . Zum dritten mal also heraus gegeben, Dass 1. Die vorigen Druck nur angeregte Historien er- gänzet, 2. Den n Raritäten und Curiosen Sachen andere beygefügt, 3. Die jetziger Zeit nach geänderte Orthe nachgetragen, 4. Viel Orthe und Dinge in Kupffern und Rissen vorgestellet werden. Samt einem ausführlichen Re- gister aller denckwürdigen Sachen, In Discursen und allenthalben desto besser anzuführen und zu gebrauchen, Von Chr. Jägern. Nürnberg, J. Hoffmann, 1686. 4. 3 bll., 319 8. u. 12 bll. Mit karten u. kupfern. Grässe verzeichnet (Trös. 4, 656) eine ausgabe Würzburg 1678. 4. Spätere ausgabe in Mag- deburg, G. Vetter, 1753. S. Beckmann 1, 232 ff., Robinson 2, 545, Petz- holdt’s Anz., 1862, 294 f. Von einigen kupferstichen weiss ich, dass sie kein original sind. Die interessante, leidliche ansicht der h. stadt vom Öl- berge aus gehört dem 1 6. jahrhundert an. Verdächtig ist es, dass der Ver- fasser von Jerusalem nach Jäfa verreiste und dann auf einmal nach Jericho zurückkommt. *1639, 1640, 1641. Voyage du Sieur Du Loir contenu en plu- sieurs lettres öcrites du Levant. Paris 1654. 4. S. Gemelli 1, 8. bl., Noroff bei Daniel 213. 1641 f. Der minorit Claudio Olgiati von Como. Viaggio di Gierv- salemme Con la descrittione, non solo de Santi luoglii ; et altri visti, si nell’ andare, come nel ritornare, raä anco di molte altre cose degne . . Fatto, et mandato in luce dal Padre F. Clavdio Olgiati . . Milano, F. Ghisolfi, 1647. 8. S. Pietr’ Antonio di Venetia 7, Daldini 17. Das gut geschriebene buch enthält, ausser den Zeremonien, einige notizen, zumal historische, von werth. 1641. Der karaitSam ben David Jemsel aus Troki in Litthauen. Ich führe diesen, der allerdings nach Palästina reiste, einzig deswegen an, dass man in seiner reisebe- schreibung (Itindraires de la Terre Sainte von Carmoly 511 — 533) nicht suche, was man nicht findet, nämlich die beschreibung einer reise nach Palästina. Der Verfasser bricht in Ägypten ab. 1644. Francis-Charles Du Rozel, herr von Gravier. Voyage de Jerusalem et antres Lieux Saints effectuö et döcrit en 1644 par Messire F.- C. du Rozel . . Publiö avec Prdface, Annotations et Commentaires, par Bonne- serre de Saint-Denis. Paris, Dumoulin, 1864. Gr. 8. 2 bll., 156 s. Petz- holdt’s Anz. , 1866, 254 f. Die schrift enthält einiges brauchbare; meist sind die noten des herausgebers krass und verkündigen eine unbegreifliche Unwissenheit. Digitized by v^.ooQle 103 1644—47. Der franziskaner und Präsident des h. grabes Bernar- din Snrius von Eoermonde in Geldern. Le pieux Pelerin, ou Voyage de Ierusalem Divisö en trois Livres, contenans la description Topographique de plusieurs Royaumes, Pais, Villes, Nations estrangeres, nommöment des quatorze Religions Orientales, leurs moeurs, et humeurs tant en matiere de Religion, que de Civile conversation etc. Ioinct un discours de l’Alcoran, et un Traictö, de la Cltö de Ierusalem, et de tous les Saincts Lieux de la Palestine. Le tout remarquö et recüeilli par le R. Pere Bernardin Surius . . Commissaire de la Terre Saincte es annöes 1644. 1645. 1646. 1647. Brvsselles, F. Foppens, 1666. 4. 14 bil., 596 s. u. Table 4 bll. Frühere ausgabe Bru- xelles 1664, 4.; spätere Gent 1789. Flämisch erschien der pilger, nach der Versicherung von Surius (436, aufl. 1666), 3mal in Brüssel bei J. Mommart. Ich kenne nur das genauere einer auflage in Brüssel 1650, 8., und daselbst 1661. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 155 — 165, de Hody’s Tombeaux de God. 363 (l. ed.), Rignon? 1861, 89. Der Verfasser warein sorgfältiger beobachter und ist nicht wenig belehrend. Vieles schrieb er jedoch aus Boucher wörtlich ab. 1647. Der staats- und geheimrath Balthasar de Monconys zu Lyon. Iovrnal des Voyages de M. de Monconys . . Oü les S^auants trouueront vn nombre infini de nouueautez, en Machines de Mathematique . .; Outre la description de diuers Animaux et Plantes rares . . , les Coütumes et Moeurs des Nations , et ce qu’il y a de plus digne de la connoissance d’vn honeste Homme dans les trois Parties du Monde. Enrichi de quantitd de Figures en Taille - douce des lieux et des choses principales , Auec des Indices tres- exacts et tres - commodes povr l’vsage. Premiere Partie, Voyage de Portu- gal, Prouence, Italie, Epypte, Syrie, Constantinople, et Natolie. Lyon, H. Boissat et G. Remevs, 1665 f. 4. I 4 bll., 491 s., II 2 bll., 503 s., III 4 bll., 96 s. Herausgegeben von de Liergues, dem sohne Monconys’. Spä- tere ausgaben: Paris 1677, 4., Lyon 1678, 4., 2 voll., Paris, Delaulne, 1695, 12., 5 tom. Deutsch: Des Herrn de Monconys ungemeine und sehr* curieuse Beschreibung Seiner In Asien und das gelobte Land, nach Portu- gall . . gethanen Reisen, Worinne Er allerhand artige und nicht gemeine . . Experimenta . . zum Theil angeführet, . . zum Theil . . abgezeichnet hat; Alles mit schönen Kupffern versehen, und anjetzo zum erstenmabl aus der Französischen in die Hochteutsche Sprache übersetzet von M. Christian Juncker. Leipzig und Augspurg, L. Kroniger u. G. Göbel, 1697. 4. 6 bll., 1024 s. u. ungez. bll. Register. Vortitel: Mr. Monconys’ curieuse Reise- beschreibung im Stahlstich. Die Übersetzung ist nicht übel; doch darf sie zu wissenschaftlichen arbeiten nicht benutzt wefden. Die kupferstiche sind weit schlechter als im original. Spätere auflage: Leipzig 1734. S. Ritter 15, 51, Robinson 2, 545, Grässe’s Trös. 4, 574, Petzholdt’s Anz., 1863,6. Der reisende, als mathematiker und physiker bekannt, ist sehr unterrichtet, und gibt einiges beachtenswerthe. 1647 bis 1649. Der franziskaner Johannes Schauwenburgh, Präsi- dent des h. grabes in Jerusalem. Trino et vni Deo, philantropo Virgini matri, et seraphico Patri, Angelis sanctisque Omnibus. Ad maiorem laudem honorem et gloriam Peregrinus Tripartitus Hoc est Diligens et accürata descriptio piorum, sanctorüm et memorabiliüm locorüm rerümque, per Ger- maniam, Italiam, Galliam et terram sanctam: in hunc ordinem congesta a. Christi 1667 K. per Fratrem Joannem Schauwenburgh. Papierhandschrift, Digitized by t^.ooQLe 104 4., 58, auf der Universitätsbibliothek in Berlin. Das buch enthält viel ab- bildungen und ist sehens- und lesenswerth. Ein auszug verdiente gedruckt zu werden. C. 1649. Georg Andriesz. De Beschryving der Reizen van Georg Andriesz; Deur Oostindlen . . Syrien, Palestina . . in ’t Jaar 1644, tot aan zyn wederkering in ’t 1650 jaar. Door Adam Oclarius (übersetzt). T Amsterdam, J. Rieuwerts, 1670. 4. Mit kk. Etwa ein paar seiten über das h. Land. C. 1650. (Pierre de la Vergne de Tressan.) Relation nouvelle et exacte d’un Yoyage de la Terre Sainte. Ov Description de l’ötat present des lieux oü se sont passöes les principales actions de la vie de Jesus Christ. ' Paris, A. Dezallier, 1688. Kl. 8. Ebendaselbst 1742 (handschriftlich) 12. S. 3. Wander. 421, Noroff bei Daniel 213. Gemelli schreibt (1, bl. 9): Re- lazione succinta, ma assai curiosa. Unbedeutend; ganz religiös, doch nicht animös gehalten. Die reiserouten sind etwas speziell mitgetheilt. Im ganzen geniessbar. t 9 * C. 1650. Jakob Josten’s Reisebeschreibung durch die Türkey, Ungarn . ., das gelobte Land, Neu Jerusalem, Ost- und West -Indien. Lübeck 1652. 4. S. Stuck l, 155. *1651. Der russische archidiakon Jonas : üyTeuiecTBie iepoAi&KOHa Iohh no Cbhthm'L ivrfcCTaMT» (Reise zu den h. Stätten). In dem oben sub anno 1113 angeführten Sammelwerke von Sacharoff. Jonas unternahm die Pilgerfahrt auf Veranlassung Paisios’, des Patriarchen von Jerusalem, der in Moskau sich befand, und im begriffe stand, nach Palästina zurückzukehren. S. Noroff bei Daniel 212. *1651. Der mönch Arsenius Suchanoff: IIpocKHHUTapni ApcemH CyxaHona (Proskinitarion). Der vollständige texi* dieser röise findet sich handschriftlich in der bibüothek der h. synode zu Moskau. Arsenius wurde von Nikon, dem Patriarchen von Moskau, in den Orient gesandt, um den ritus der orientalischen kirche zu beobachten, und um griechische oder sla- wische handschriften aufzusuchen. S. Noroff bei Daniel 212 f. C. 1651. Der ordenspriester Arsenios. ÜQoaxvp^xd^iop xwp ‘Tbqwp xoncop onov ivQiaxopxai elg xtjp Aylap Ilihv l JeQOvaakrif.i . J Exdod-ev Uolqu. Idqatviov l ItQOf.iopa%ov . . ÜQog xop ix’kaf.inqixaxop Tlgtyylna xal dtp&ipxrjp MoldoftXayjug. 3 Ep ‘Epexfyoip, a/§«(1661). iT«pa 'ApSqIu. xw 'IovXiaUö. 12. Das büchlein umfasst nicht bloss Jerusalem, sondern das ganze h. Land. Es ist mit holzschnitten versehen, welche denen im Yiaggio al S. Sepolcro des pseudonymen Noe wie ein ei dem andern ähnlich sind ; schlecht die an- sicht von Nazareth. Das ganze von geringem werth. Chronologisch mag dieser Arsenios nicht gerade hierher gehören. Ich fand indess grund, ihn dem Arseniks Suchanoff nachfolgen zu lassen, um es dem leser leichter mög- lich zu machen, dass er beide, wenn er lust hegt, identifizire. 1652. Der Chorherr Jean Doubdan zu St. Denis in Frankreich. Vortitel: Le Voyage de la Terre - Sainte. Par M. I. Doubdan. Haupttitel: Le Voyage de la Terre - Sainte. Contenant Vne veritable description des lieux plus considerables que Nostre Seigneur a sanctifiö de sa presence, Predications, Miracles et souffrances. L’estat de la Ville de Ierusalem, tant ancienne que moderne. Les guerres, combats et victoires que nos Princes Digitized by t^.ooQLe Francis ont remport£ sur les Infideles, auec quelques ceremonies de la Pasque des Chrestiens Orientaux, oü il est traitte du fleuue Iourdain, de la Mer-morte, de la Quarantaine, de Nazaret, du Mont-Thabor, et autres places celebres. Le tout conforme aux T&noignages de rEscriture-Sainte, et des bons Autheurs qui en ont traitte . . Troisiesme edition. Reueue, corrig^e, augment^e et enrichie de nouuelles Figures. Par M. I. Dovbdan. Paris, F. Clovsier, 1666. 4. 5 bll., 714 s. u. 5 bll. Mit mehr als 10 kk. Frühere ausgaben: Paris 1657, 4., daselbst 1661, 4., Paris 1662, 4. Spätere aus- gabe: Le Voyage de la Terre Sainte, par M. I. D. Paris, 1667, 4. So erschien auch die 1. ausgabe bloss mit den inizialen I. D. S. Gemelli 1, bl. 9 (Questo viaggio b tedioso, e poco letto), Raumer 7 f., Robinson 2, 245, Laorty-Hadji 530, Rignon, 1861, 92, Petzholdt’s Anz., 1863, 6 f., Grässe’s Tr6s. 2, 429. Der Verfasser schrieb manches gut beobachtete, nicht ohne genauere kenntniss der litteratur, treuherzig nieder. Die abbildungen zeichnen sich durch ein originelles aussehen aus. Vgl. Topogr. 1, LIV. 1652 — 1658. Der mailändische pater Mariano Morone von Maleo, guardian des berges Zion. Terra Santa Nuovamente Illustrata dal P. F. Mariano Morone da Maleo, Lettore . . Anderer titel : Terra Santa nvovamente Illvstrata Dal P. Fr. Mariano Morone da Maleo, Lettore . . Opera, ed Histo- ria varia Non meno curiosa, che diuota. Piacenza, G. Bazachi, 1669. 4. Der titel ist ausserordentlich lang, gleichsam eine inhaltsübersicht. Der 1. theil handelt vom h. Lande, von den pilgern und den angrenzenden orten, der 2. theil dagegen von den besitzern, bewohnern, ihren sitten, von den franziskanern u. s. w. Ingleichen: Warhafftiger Ausszug Z weyer Schreiben, dess verloffenen 1652. Jahrs (von Jerusalem den 28. Mai und 24. August) . . von dem R. P. Mariano di Maleo . . an . . Patrem Electum Zwinner. Durch . . (diesen) in Truck geben. München, L. Straub, 1653. 4. S. Robinson 2, 545, 3. Wander. 421 f. Das buch Morone’s ist eines der belehrendsten, die im 1 7. Jahrhunderte geschrieben wurden. Wäre es mir früher zugäng- lich geworden, so würden lücken meiner Schriften weniger fühlbar sein. Die liste der guardiane des berges Zion 2, 379 sqq. ist nicht allenthalben ganz zuverlässig, und man thut wol, die liste von Artaud de Montor (Considä- rations sur Jerusalem et le Tombeau de J6sus - Christ suivies d’ informations sur les freres-mineurs et l’Ordre des Chevaliers du S. S^pulcre. Paris, A. le Clerc, 1846) 62 sqq., sowie jene von Poillon bei Sobrino 2, 549 sqq. zu vergleichen und zu ergänzen. * C. 1652. Pater Laurentius a divo Paulo, ein gebomer Schwede, aus der fürstlichen familie Skitta, im h. Lande Sekretär des pater Mo- rone da Maleo. Peregrinatjo sancta. Romse, Ang. Bernabö, 1658. 8. Die r sen titel las ich in der bibliothek zu Pisa. Vgl. Rignon, 1861, 90. *1652. Pater Eugenio de S. Francisco, augustiner, aus Andalusien. Relicario , y viaje de Roma, Loreto y Jerusalem, que hizo el P. Fr. Eugenio de S. Francisco. Cadix 1682. 4. Itinerario y segunda peregrinacion. Sevilla 1712. 4. S. Rignon, 1861, 93, Noroff bei Daniel 213. C. 1655. Arnd Gebhard von Stammer aus Sachsen. Morgenlän- dische Reise- Beschreibung, Dess . . Arndt Gebhardts von Stammern, :c., Welcher Vor etzlichen Jahren, mit grosser Lebens -Gefahr, iedoch aber durch hochpreisende Gnade Gottes, ohne Verlust des Lebens gethan : Darinnen Die denkwürdigsten Dinge, so in solchen Ländern zu sehen und zu mercken, und Digitized by t^.ooQLe 106 zuförderst Das Heilige Grab . . Jesu Christi, Neben andern umbliegenden Heiligen Oertern, gantz eigentlich beschrieben werden. Jena, Fleischer, 1671. 12. 6 bll. , 228 s. Zum andern mal gedruckt in Jehna, J. Th. Fleischer, 1675. 12. Die eine ausgabe findet sich in Petzholdt’s Anz., 1863, 7, und ein ex. der andern besitze ich. Meusel 1, 2, 89, Stuck 1, 285 und Beller- mann 2, 83 haben eine ausgabe Gera 1670, allein wol irrig. Magere, doch etwas bessere reisebeschreibung als die gewöhnlichste. 1656. Der kapuziner Ignaz von Eheinfelden. Vortitel: Newe Je- rosoloraytanische Bilgerfahrt. HaupttiteT: Newe Jerosolomytanische Bilger- Fahrt, Oder kurtze Beschreibung dess gelobten Heyligen Landts, von Christo Jesu . . betretten vnnd geheyliget , :c. Durch P. F. Ignativm von Rhein- felden . . , Predigern, durchwandlet vnd beschriben , :c. Mit Angehencktem, Summarischen Bericht, Franciscaner - Ordens Provintzien, Custodien vnnd Per- sohnen. Insonderheit aber Vnterschidlichen Missionen oder Sendungen deren Capuccineren , zu Erweiterung Catholischen Glaubens inner vnnd ausser Eu- ropen, in Asien, Affrica, :c. Costantz am Bodensee, J. Geng, 1664. 4. 9 bll., 304 s. u. 3 ungez. bH. In der ausgabe Würtzburg, Hertz, 1667, 4., 7 bll., 160 und 76 s.'mit 2 bll. register, steht auf dem titel nach ‘durch wandelt und beschrieben , : Mit unterschiedlichen Kupfferstücken und Holzschnitten geziert, und wieder in Druck gegeben. Die holzschnitte sind zum theile in den text gedruckt. Der bericht, in welchem der Verfasser meist dem fürsten Radzivil folgte, hat eine durchaus seraphische physiognomie. Ihm lag wenig daran, den leser mit biblischer geographie zu belehren. Er bekümmerte sich wenig darum, ob er den nüchternen denker mit weit hergeholten dingen be- hellige, er übernahm die Verantwortlichkeit mit aufheften von märchen, ohne acht auf die gefahr, dass er sich als einen leichtgläubigen mann kennzeichne. Doch in und neben dem gelehrten witze findet man oasen von brauchbarem und dankenswerthem. 1658. Jean de Th6venot. Relation d’vn Voyage fait av Levant. Dans laqvelle il est cvrievsement traitd des Etats sujets au Grand Seigneur, des Moeurs, Religions, Forces, Gouuernemens, Politiques, Langues et coustu- mes des Habitans de ce grand Empire. Et des singularitez particulieres de l’Archipel, Constantinople , Terre - Sainte , Egypte, . . Deserts d’Arabie, la Meque: Et de plusieurs autres lieux de l’Asie, et de TAfrique, remarquez depuis peu, et non encore döcrits jusqu* ä present . . Par Monsieur de The- venot. Roven (Paris, Jolly), 1665. 4. 9 bll., 576 s. Mit des Verfassers bild. Eine ausgabe in Paris 1664 ist nicht gehörig verbürgt; Gemelli 1, bl. 8 hat 1665. Spätere auflagen: Paris 16" 4 , 1681 (nach Gemelli 1684) und 1689. Nach Gemelli auch Amsterdam 1705. 5 voll. Dann: Vortitel: Les Voyages de Mr. de Thevenot; haupttitel: Voyages de Mr. de Thevenot en Europe* Asie ef Afrique, Divisez en trois Parties, contenant cinq Tomes. Premiere Partie contepant le Voyage du Levant. Dans laquelle entr’ autres choses il est soigneusement traitd des Etats sujets . . Troisieme Edition, enrichie de figures en taille douce. Amsterdam, M. C. le Cöne, 1727. 12. I 8 bll., 378 s., mit dem bilde des Verfassers und mit kupfern, II 4 bll., 3SI - 939 s. u. Table des Matteres 19 bll. (enthaltend Palästina), HI 22 bll., 414 s., IV 2 bll., 415—709 8. u. 13 ungez. bll., V 6 bll., 344 s. u. Table des Matteres 11 bll. Wenn diese auflage wirklich die 3. ist, so müssen in den angaben der auflagen von 1664, 1674, 1681 und 16S9 irrthümer stecken. Robinson (2, 545) führt auch eine amsterdamer - ausgabe von 1712 u. Digitized by t^.ooQLe 107 1727 an. Englisch: Travels in the Levant . ., London 1637, und: Mr. The- venotfs Travels to Jerusalem, and several other Parts of Judaea, from Cairo in Aegypt, in: Navigantium atque Itinerantium Bibliotheca : Or, a compleat Collection of Voyages . . By J. Harris. London, 1705. 2, 435 — 49. Deutsch: Reisen In Europa, Asia und Afrika. Franckfurt a. M., P. Fievet, 1693. 4. Mit vielen kk. I (Palästina) 11 bll., 419 s. u. 9 bll., II 2 bll., 285 s. u. 7 bll., HI (Ost-Indien) 2 bll., 228 s. u. 6 bll. Diese Übertra- gung ist nicht überall treu. Holländisch: Gedenkwaerdige en zeer nauw- keurige reizen van den heer Thevenot, uit bet fransch vertaeld door G. V. Broekhuyzen. T Amsterdam 1081. 4. S. Munk 656% Ritter 15, 51, Ro- binson, de Hody’s Tombeaux de Godefr. 367 (1. aufl.), Petzholdt’s Anz., 1863, 7 f. Weniges von werth. 1658. Der franziskaner Electus Zwinner, generalprediger, kom- missar des h. Landes und guardian in Bethlehem. BLumen-Buch, Dess Heiligen Landes Palestinse, So in drey Bücher abgetheilt. Durch P. Fr. Electvm Zwinner . . München, J. Wagner, 1661. 4. 14 bll., 660 s. u. 35 bll. register. Mit 1 karte, vielen entlehnten ansichten und grundrissen im texte. Wenn Electus schrieb: Fr. Electus del., so muss ‘nachgezeichnetf übersetzt werden. Der titel des Buches gemahnt an das bouquet sacrö des P. Boucher. Das 1 . buch handelt von den namen des h. Landes, von den Provinzen, von Jerusalem, wie es zur zeit des Verfassers war u. s. f., das 2. buch zerfällt in 23 pilgerschaften, wie das werk von Quaresmio in pere- grinationes, und das 3. buch handelt von Städten, die nicht streng zum h. Lande gehören, wie von Antiochia, Damask u. s. f. Zwinner benutzte auch das archiv der franziskaner in Jerusalem , mehr aber noch das grosse werk des franziskaners von Lodi. Doch tritt er hin und wieder in belebender weise selbständig auf. 1659. Der jesuitenpater Joseph Besson. La Syrie Sainte ov La Mission de Iesvs et des Peres de la Compagnie de Iesvs en Syrie. Par le R. P. Iosepli Besson. Paris, I. Henavlt, 1660. 8. 2 theile, im 2. die Pil- gerfahrt ins h. Land. La Syrie et la Terre Sainte au XVII n si&cle par le P. Joseph Besson . . Nouvelle edition revue par un pere de la meme Com- pagnie (de Jösus). Poitiers, Oudin, Paris, Palmö, 1862. 8. XV u. 462 s. Der herausgeber ist Niklaus de Poirresson, als sollte sich sein name auf Besson reimen. Von mir eine deutsche bearbeitung des Stückes : Besson’s Vergleichungen zwischen Morgen- und Abendländischem aus dem 17. Jahr- hundert, in: Das Ausland von O. F. Peschei. Augsburg, J. G. Cotta, 1863, s. 893 — 896, 920 — 923. S. Laorty-Hadji 273, 530. Besson war ein geist- reicher mann, der trefflich beobachtete, und wenn gleich seine Schrift von Sophismen wimmelt und meist bekanntes enthalt, so bietet sie doch manches bemerken s werthe dar. 1660. Voyages du Sr. Povllet. Novvelles Relations dv Levant Qui contiennent diverses remarques fort curieuses non encore obseruöes touchant la religion, les moeurs et la politique de plusieurs peuples. Avec une exacte description de l’empire du Turc en Europe et plusieurs choses curieuses remarqudes pendant liuit annöes de seiour . . Enrichie de cartes et de figu- res. Paris, L. Billaine, 1668. Gr. 12. I 454 s., II 624 s. S. Gemelli 1, bl. 8, Beckmann 1, 220 ff. Im 2. theil (453 — 457) sehr wenig über das h. Land, aber das wenige von ziemlich gesundem aussehen. ' Digitized by Google 108 1660. Die achtzigjährige J emsalemfahrerin Helena Cheron aus Frankreich. Conferences spiritveiles, ov L’Eloge et la Relation du Voyage de lerusalem fait en PAn 1660. ä l’äge de 80 ans par la deffunte, pieuse et heroique Helene Cheron, veuve de Nicolas Berger on . Par le Sieur Charles de S. Germain Docteur en Medecine, Conseiller et Medecin ordi- naire du Roy. Paris, P. de Bresche, 1671. 12. S. Topogr. 1, LXIV, 3. Wander. 422. Fromm, dabei sehr wenig instructiv gehalten. 1660. Laurenz Slisansky aus Bosskowitz in Mähren. Newe Reiss- beschreibung nacher Jerusalem vndt dem H. Landte, wass darinnen Denk- würdiges zesehen, wie auch von der Türcken Glauben, Handel vndt Leben in aller Kürtze Beschrieben vnd in Truckh aussgangen, Durch Lavrentivm Slisansky. Wienn, S. Rickhisin, 1662. 4. Mit plänen von kirchen nach Zuallart. Treuherzige erzählung von wenig bedeutung. 1660. Der ritter Laurens d’Arvieux, französischer gesandter bei der othmänischen pforte. Voyage fait par ordre du Roy Louis XIV dans la Palestine, vers le Grand Emir, Chef des Princes Arabes du Desert, connus sous le nom de Bedoüins ou d’ Arabes Scenites, qui se disent la vraie posteritö d’Ismael fils d’Abraham. Oü il est traitö des Moeurs et des Coütumes de cette Nation. Avec la Descriptiou generale de PArabie, faite par le Sultan Ismaöl Abulfeda, traduite en Francois sur les meilleurs Manuscrits, avec des Notes. Par Monsieur D. L. R. (de la Roque). Paris, A. Cailleau, 17 i 7. Kl. 8. 16 bll., ohne Abulfeda 316 s. Mit kupfern. S. oben sub anno 1321 s. 35. Arvieux starb 1702, und de la Roque schrieb das buch nach den instrukzionen , welche nach dessen denkschriften abge- fasst waren, und die er für die reise in die Levante in Marseille erhielt, so wie nach mittheilung einiger specialfreunde, die mit Arvieux in Paris und Marseille, in Konstantinopel und Sidon verkehrten, wie mit Petis de la Croix, Galland und dem jesuiten de Clermont, nach dem briefwecbsel zwischen die- sem und dem ritter. Allein nicht bloss Zusammenstellung war Sache La Roque’s, sondern auch Verbesserung des styls, da der Verfasser auf die reinheit desselben wenig fleiss verwendete. Die beschreibung von Palästina findet sich auch in den Mömoires du Chevalier d’Arvieux, contenant ses Voyages ä Constan- tinople, dans l’Asie, la Syrie, la Palestine, l’figypte et la Barbarie, recueillis de ses originaux, par J. B. Ldbat Paris 1735. 8. 6 tomes. Diese Mömoi- res erschienen auch in guter Übersetzung deutsch : Des Herrn von Arvieux . . hinterlassene merkwürdige Nachrichten, worinnen er sowol seine Reise nach Constantinopel , in Asien, Syrien, dem gelobten Lande, Egypten, und der Barbarei, als auch die Beschaffenheit dieser Länder, die Religion, Sitten, Gebräuche, und Handlung dieser Völker, nebst der Regierungsart, der natür- lichen Historie, und den besondern in diesen Gegenden vorgefallenen Bege- benheiten, genau und richtig beschreibet, im Französischen herausgegeben von dem Herrn Labat, und iezt ins Deutsche übersezt. Kopenhagen und / Leipzig, J. B. Ackermann, 1753 — 56. 8. I 16 bll., 432 s. u. register 8 bll., II (Palästina enthaltend) 2 bll., 426 s. u. register 9 bll., HI 4 bll., 468 s. u. register 9 bll., IV 2 bll., 474 s. u. register 8 bll., V 4 bll., 524 s. u. reg. 13 bll., VI 4 bll., 528 s. u. reg. 12 bll. Die arbeit Labat’s war ein© ' weit grössere als die La Roque’s, nämlich eine umfassende. Jener stellte die nachrichten aus den hinterlassenen tagebüchern aller reisen zusammen, welche d’Arvieux unternommen hatte. Rosenmüller gab heraus: Die Sitten der Beduinen - Araber. Leipzig ,1789. 8. Englisch: The Cheval. D’Arvieux’s Digitized by t^.ooQLe 109 Travels in Arabia. London 1718. 8. Auch daselbst 1728. S. Es ist mit- hin eine Übersetzung der ersten schrift von 1717. Auch nur diese wurde von G. Kuipers, prediger zu Nieuwerkerk aan den IJssel, ins holländische über- setzt zu Utrecht herausgegeben. Eine sehr interessante kritik des Werkes von Arvieux ist, wie knall und fall, in folgender Schrift enthalten : Lettres critiques de Hadgi Mehemmed Efendy a M de la Marquise de G * av svjet des Me- moires de M. le Chevalier d’Arvieux. Avec des öclaircissemens curieux sur les Moeurs, les Vsages, les Religions, et les differentes formes de Gouverne- mens des Orientaux. Traduites de Turc en Francois par Ahmed Frengui, Renegat Flamand. Paris, Didot et Quillau, 1735. Kl. 8. XVIII, 220 s. u. 11 bll. Manches ist in der schrift belehrend, anderes leidenschaftlich ge- halten. Sonderbar nimmt es sich aus, wie der mohammedaner Hadschi Me- hemmed gegen d’Arvieux die Christen, namentlich die römischen, vertheidigen zu müssen glaubt (62): Sied-il bien ä un Chrötien, et ä un Chrötien Romain, de dire ironiquement , en parlant de la sainte maison de Lorette, qu’ilavü ä Nazareth ses fondemens que les Anges jugerent a propos d’y laisser, et de dire, en parlant de PEglise bätie sur la maison de sainte Elizabeth, il y a un trou au cöte gauche de VAutel gü sainte Elizabeth ( qui etoit une femme prudente) cacha son eher ftls pendant le massacre des Inno - eens . S. d’Arvieux’s Voyage dans la Palestine, Avertissement, Raumer 8, Ritter 15, 51, Robinson 2, 545 sq., Laorty-Hadji 531, van Senden 1, 358, Rignon, 1861, 91. Es ist gerade ein lichtpunkt im werke d’Arvieux’s, wel- chem die kenntniss der arabischen spräche trefflich zu statten kam, dass er eine freiere ansicht über die tradizionen gewann. Dieser unbefangene, lehr- reiche reisende ist zwar nicht der erste, der, wie er selbst bekennt, ’obne grossen glauben 4 (2, 171) verschiedene tradizionelle merkwürdigkeiten be- suchte, jedoch der erste, der sie überhaupt skeptisch, schwerlich aber im- mer mit dem gehörigen würdigen ernste, behandelte. 1665 — 68. Der minorit Anton Gonsales, guardian in Bethlehem, kommissar des h. Landes, von Mecheln. Hiervsalemsche Reyse van . . Anthonivs Gonsales . . Verdeylt in ses boecken. I. vervattende de reyse uyt Antwerpen tot de have van Jerusalem. II. Beschryft de H. Plaetsen van ’t JA Landt. III. Wort beschreven ’t koninckryck Syrien. IV. T vermaert ryck van Egypten. V. De Weder -komste uyt het heyligh Landt tot Ant- werpen. VI. Rare boomen, bloemen, kruyden, vier - voetighe beesten, voghelen visschen ende kostelycke ghesteenten. T’ Antwerpen, M. Cnobbaert, 1673. 4. 4 bll., 821 s. u. ungez. bll. register. Dies gilt vom 1. theil (buch I, II u. HI), der mir einzig bekannt ist; beide theile haben nicht weniger als 1320 eng gedruckte seiten. Auf einem andern titelblatte ist der name des Verfassers Gonzalez geschrieben : Ierusalemse Reijse gedaen, ende beschreven door F. Antonius Gonzalez. Mit karten und vielen, darunter beachtens- werthen kupferstichen nach neuen Zeichnungen. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 2, 167 — 176, de Hody’s Tombeaux de God. 321 (2 öd.). Die be- schreibung ist ausführlich und wirklich beachtenswerth, indem sie viel brauch- bare notizen enthält. 1666. Der arzt Gabriel Bremond von Marseille. Viaggi fatti nell’ Egitto Svperiore ed Inferiore, nel monte Sinay e lvogbi piv conspicvi di quella Regione; in Gervsalemmc, Givdea etc. Opera del Signor Bremond Marsiliese. Roma, P. Moneta, 1679. 4. Spätere ausgabe: Descrittioni esatte dell’ Egitto superiore ed inferiore, monte Sinai, Libano, Terra Santa ecc. Digitized by t^.ooQLe 110 Bologna 1680. Der herausgeber war Gior. Corvo und der Übersetzer A. R. Ceri. Alessandro Bassi rügt (1, 238), dass der Übersetzer der italieni- schen und französischen spräche nicht mächtig genug war. S. Laffi 330, Gemelli I, bl. 9. Der franzose beobachtet und schreibt mit einsicht. 1666 A. Der franziskaner Barthölemy Deschamps aus Lüttich. Voyage de la Terre Sainte et du Levant, par P. F. Barthölemi Deschamps, recollet . . Liöge, P. Danthes, 1678. 12. 602 s. Die schrift ist sehr sel- ten. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 1, 68, de Hody 1. c. 440 (1. ed.). Eine ausgabe sine anno sah ich in Göttingen. Nicht ganz ohne iöteresse ist das buch, in welchem die erzählung sich zwanglos fortspinnt. 1666, 1667 und 1668. Der oberschlesier Franz Ferdinand von Troilo, auf Tassot, Jeutritz, Girssdorf und Koisdorf , sächsischer kam- merjunker. Orientalische Reise - Beschreibung Franz Ferdinand von Troilo. Ritters des heiligen Grabs; haupttitel: Frantz Ferdinand von Troilo . . Orientalische Reise -Beschreibung. Wie er Zu dreyen unterschiedenen mahlen nach Jerusalem, von dannen in Egypten auf den Berg Sinai, und ferner nach Constantinopel sich begeben, auff der letzten Rück -Reise aber von See- Räubern gefangen, nach Algier in die Barbarey gebracht, zwey mahl ver- kaufft, und durch Gottes wunderbare Schickung zu Ende des 1669. Jahres wiederumb erlöset worden. Worbey aller derer Länder Art, und heilige Örter aussführlich beschrieben, deren Inwohner erstes Herkommen, Religionen, Ge- bräuche und Sitten, und denckwürdiges mit grosser Leib- und Lebens -Ge- fahr ängemercket werden mögen, nunmehr auff Begehren dem günstigen Leser aussführlich Nach vier Jahren Von dem Authore selbst abgetheilet, vor Augen gestehet wird. Dresden, M. Bergen, 1676. 4. 1 5 bll., 669 s. Spätere auf- lage: Frantz Ferdinand von Troilo . . Orientalische Reise - Beschreibung, Wie dieselbe aus Teutschland über Venedig, durch das Königreich Cypern, nach dem gelobten Lande , insonderheit der Stadt Jerusalem, von dannen in Egyp- ten, auf den Berg Sinai, und vielen andern entlegenen Morgenländischen Oertern mehr, So wohl zu Wasser, als Lande, unter sehr vielerley Glücks- und Unglücks- Fällen vollbracht, absonderlich wie er auf der Rück -Reise von denen See -Räubern gefangen . . durch Göttliche Schickung wiederum daraus befreyet worden ; Worbey Alle Länder und Oerter ausführlich beschrie- ben, deren Inwohner- Herkommen, Religion, Gebräuche, und was nur Denck- wtirdiges fürkommen, mit besonderm Fleisse auffgezeichnet, und alles in ein vollständiges Register gebracht worden. Leipzig und Franckfurth, G. Leschen, 1717. 8. 4 bll., 888 s. u. register 32 bll. Ich notirte in Prag auch eine auflage Gehr, (sonst Dresden) 1733. 8. Bekannter ist die auflage Dresden und Leipzig 1734, 8. Beckmann schreibt (2, 285): In der erdichteten orientalischen Reise, welche der Conrector Joh. Valent. Merbiz unter dem namen Troilo hat drucken lassen. Allerdings hat für die erste auflage Joh. Valent. Merbitz ein gedieht an den von Troilo drucken lassen; mehr aber that er nicht. Die reisebeschreibung trägt durchaus den Stempel der echt- heit. S. Raumer 8 (4. ed.), Robinson 2, 546, Petzholdt’s Anz. , 1863, 8 f. Troilo war Protestant, hier und da leichtgläubig ; im ganzen aber verdient er glauben und beachtung. 1665 — 1674. Der jesuitenpater Michael Nau. Voyage nouveau de la Terre Sainte, enrichi de plusieurs remarques qui ,servent k l’intelligence de la sainte Ecriture . . Paris, Pralard, 1679. 8. 671 s. Baron de Hody führt (Tombeaux 324, 2: aufl.) eine anonyme ausgabe in Paris 1674 (?) an. Digitized by t^.ooQLe 111 Spätere auflagen: Paris, A. Pralard, 1702, gr. 12., 661 s., mit dem namen Naud statt Nau; Paris 1744. Zuletzt: Nouveau Voyage . . Sainte Ecriture. Et de diverses reflexions Chrötiennes qui instruisent les Ames devotes dans la connoissance et l’amour de J. C. Par le R. P. Nau . . Nou veile Edition. Paris, J. Barbou, 1757. Kl. 8. 10 bll., 661 s. Die 1. druckbewilligung datirt vom 17. febr. 1678, und schon aus diesem gründe dürfte das j. 1674 bei Hody verschrieben sein. Nau bereiste 1665 mit dem provenzalischen edelmanne de Bonnecorse, damals französischen konsul in Sidon, das land Galiläa und 1674 mit dem marquis de Nointel, französischen gesandten bei der othmänischen pforte, das ganze h. Land. Ohne wissen des Verfassers wurde, einige Jahre vor der ausgabe des Vayage Nouveau im j. 1679, ein bericht über Galiläa veröffentlicht (comme on en a döja donnö au Public k mon insceu, un recit que j’en [Galiläa] fis il y a quelques annöes , et qu’il est assez exact, je le feray ajouster icy, l’augmentant seulement de quelques Remarques que j’ay faites au second voyage que j’y ay fait avec M. le Marquis de Nointel. 530). Dieses beigefügte ist: Voyage de Galilöe, das 5. buch des Werkes ausmachend. Jener früher herausgegebene bericht, von dem Nau schreibt, erschien unter dem titel: Le Voyage de Galilee. Paris, M. le Petit et E. Michallet, 1670. 12. 8 bll., 259 s. Das büchlein trägt die Unterschrift D. S. A. oder S r de S. A., woraus Barbier ohne zureichen- den grund Salvinien d’Alquie zu machen lust hatte. Nach dieser ausgabe von 1670 schloss ich früher, dass das Voyage de Galilöe mit dem konsul Bonnecorse in die jj. 1667 und 1668 fiel; allein da Nau, in beziehung auf die reise in gesellschaft de Nointel’s, welche im j. 1674 unternommen war, schreibt (531): Je fis il y a pres de dix ans, le voyage de Galilee avec M. de Bonne-corse, so sollte ich für diese erste galiläische reise das j. 1665 annehmen. Uebrigens erklärt sich Nau (643) ganz bestimmt, dass am 31. dezember 1 667 der konsul, mit dem er reiste, wegen der araber sich bei- nahe nicht getraute, den berg Karmel oder Karmain zu besteigen. Das ver- dienst, die autorschaft des 1670 gedruckten Voyage de Galilöe in Nau ent- deckt zu' haben, gebührt Abraham de NorofF (bei Daniel 207, 213). S. Gemelli 1 , bl. 9 (Questo viaggio b assai curioso, ed e uscito da penna crudita) , 3. Wander. 422, Petzboldt’s Anz., 1863, 9. Robinson (2, 54 6) schien das buch so selten, dass er sich bewogen fand, zu bemerken, dass er ein exemplar aus der Universitätsbibliothek in Göttingen benutzte. Ich besitze die ausgabe von 1757. Der Verfasser verstand, was immer hervorzuheben ist, arabisch. Im historischen folgt er meist dem Quaresmio, fast blindlings. Sonst ent- hält das buch viele neue beobachtungen, welche ihm keinen geringen werth verleihen. Im 17. jahrhundert ist Nau unter den römischen katholiken, was Maundrell unter den Protestanten. *1668. Des Monceaux, Voyage en Pelestine et en Grece, in: Voyages de C. Bruyn, t. 5. p. 389 — 498. S. Beckmann 2, 445, Grässe L. 3, 2, 822. 1668. Der franziskaner Jacques Flor. Goujon, Präsident des h. grabes in Jerusalem. Histoire du Voyage de la Terre- Sainte, oü tout ce qu’il y a de plus remarquable . . Par le R. P. laques Goujon . . Ouurage enrichi de plusieurs figures en taille douce. Lyon, P. Compagnon, 1670. 4. Spätere ausgabe: Histoire du voyage de la Terre - Sainte. Lyon 1761. 4. Das buch soll auch 1672 aufgelegt worden sein. S. Gemelli 1, bl. 9, de Hody’s Tombeaux 419 (1. öd.), Bonar 523, Brunet 6, 1585 (neueste Digitized by t^.ooQLe 112 auf!.), Rignon, 1861, 90. Die in kupfer gestochenen illustrazionen sind zum theil eine wahre plünderung ans Bernardino Amico ; der plan von Jerusalem ist sehr schlecht. Vgl. Topogr. 1 , XCIV. Im ganzen wird in der schrift kein schritt über die grenze des unbedeutenden gethan. *1668. Relation du voyage, fait ä Jerusalem en 1668 par Boisot. Ms. in Besangon. S. Haenel Catal. 71. 1669. Pilgerfahrt von vierzehn engländem s. sub anno 1601, Timberlake. C. 1670. De la Croix, Sekretär der französischen gesandtschaft in Konstantinopel. VoYage Nouveau de la Terre Sainte. Contenant Son Etat Ancien, et Moderne. Par le S r . de la Croix. Cod. ms. gall. 710, 4., in der Staatsbibliothek zu München. Noroff (bei Daniel 2 1 5 ) führt sub anno 1793 einen Sr. Delacroix an, dessen ms. (4. 257 8.) als eine kopie aus der orientalischen bibliothek von Marcel 1859 in Paris verkauft wurde. . Die schrift de la Croix’s, welcher 1660 unter de Nointel den posten eines secre- tärs versah, enthält einiges interessante. Die angeklebte karte von Bonfrfere hat die jahrzahl 1661. Wann der Verfasser eigentlich das h. Land durch- reiste, wird nicht gesagt. *C. 1670. Jouvin, le voyageur d’Europe oü est le voyage de Tur- quie, qui comprend la Terre -Sainte et l’Egypte. Paris 1676. 12. S. Jo- lowicz. 1670. Des schöch Ibrähim el-Khijäri el-Medeni rfeise durch einen Theil Palästinas, in der einladungsschrift für die feier des pfingstfestes von Friedrich Tuch . . Leipzig, W. Vogel, 1850. 4. Etwas brauchbares. C. 1672. Die engländer Johann Sanderson, Heinrich Tfrnberly (und kapitän Johann Smith). Seer gedenckwaerdige Vojagien van Joh. San- derson, Hendrick Timberly, en capt. Johan Smith, Door Europa, Asia en America. Nevens een pertinente Beschryvinge van ’t Heylige Landt. Met kopere Platen verliert . ’t Amsterdam, J. van Dyck, 1678. Sanderson ist unbedeutend und Tpnberly (85 ff.) ganz unbedeutend. Ich merkte mir vor, dass Sanderson 1671 von London abreiste. Nun aber bemerkt Patrick Russell in seinen aumerkungen zu Alexander Russell’s Naturgeschichte von Aleppo (l, 160 f.), dass JohannSanderson vom j. 1584 bis 1602 im Mor- genlande sich aufhielt, und dass der verständige reisende insbesondere seine eigene Wanderung nach Jerusalem beschreibt. In diesem nebel vermag ich den Sonnenstrahl der Wahrheit nicht zu erblicken ; doch möchte ich mich eher zu einem irrthum im holländischen erklären als die angaben Russells aus der luft gegriffen mir denken. Man kennt von Smith : The true Travels, Adven- tures and Observations of Capt. John Smith, in Europe, Asia, Affrica and America, from A. D. 1593 to 1629 etc. London, T. Slater, 1630. Fol. S. Grässe’s Trös. 6, 424. 1673. Der arzt und Wundarzt Angelo Legrenzi aus Venedig. II Pellegrino nell’ Asia, cio& Viaggi Del Dottor Angelo Legrenzi . . Con li Ragguagli dello Stato della Santa Cittä /di Gierusalemme, Bethelemme, Naza- reth, et altri luoghi Santi, e Cittä Maritime. Opera divisa in XXXII. Pelle- grinaggi .. Venetia, D. Valvasense, 1705. 12. I 10* bll. , 240 s. u. Indice 6 bll., II 426 s. Mit einem titelkupfer. II. mit etwas veränder- tem titel: Con li raguagli dello Stato delT Impero Ottomano, del Re di Digitized by t^.ooQLe Persia, de Mogori, e . . Legrenzi hielt sich längere Zeit in Haleb auf. Man liest seine schrift gerne nnd mit nutzen. 1674. Cornelio Magni. Qvanto di piü cvrioso, e vago Hä potuto raccorrq Cornelio Magni Nel secondo biennio da esso consumato in viaggj, e dimora per la Turchia. Parma, A. Pazzoni, 1692. 12. Die briefe im 21 theile Principalmente contengono la visita della Santa Cittä di Gierusa- lemme, co’ Santuarii ä lei aggiacenti; diffondesi poi pe’l resto di Giudea. Magni reiste mit dem französichen gesandten de Nointel nach Jerusalem wie Nau; er steht aber diesem weit nach. 1675. , Der deutsche edelmann Otto Friedrich von der Gröben. Orientalische Reise -Beschreibung, Des Brandenburgischen Adelichen Pilgers Otto Friedrich von der Gröben: Nebst der Brandenburgischen Schifffahrt nach Guinea, und der Verrichtung zu Morea, Unter ihrem Titel. Marien- werder, Reiniger, 1694. 4. 4 bll. , 399 s. Mit 29 kk. Frühere auflage, ohne dass sie die erste wäre: Des Herrn Otto Friedrich von der Groeben Orientalische Reisebeschreibung. Neue Auflage, verbessert und mit Anmer- kungen versehen. Danzig, D. L. Wedel, 1779. 8. 8 bll., 334 s. S. Petz- holdfs Anz., 1863, 10. Einiges ist nützlich, und die schrift gehört wenig- stens zu den bessern pilgerbüchern von gewöhnlichem schrote. 1679. Der priester Domenico Laffi aus Bologna. Viaggio in Levante al Santo Sepolcro di N. S. G. Cristo, et altri Luoghi di Terra Santa, di D. Domenico Laffi . . Bologna, A. Pisarri, 1683. Kl. 8. 576 s. Auch Bo- logna, G. Pisarri, 1738. 8. 479 s. S. Bonar 523. Einiges brauchbar, sonst aber unsäuberlich geschrieben, z. b. s. 286 (2. aufl.) Adamano statt Adamnano, Arnulfo statt Arculfo. 1679 f. Johann Baptist de Burgo, abt in Cläre und apostolischer vikar von Irland. Viaggio di cinqve anni In Asia, Africa , & Europa del Turco di D. Gio. Battista de Bvrgo Abbate Clarense . . Con la distinta descrittione delle Forze, Fortezze di detti paesi, tanto in terra ferma, com’ anche di tutti i Porti di Mare , e di tutte le Isole. Con la [descrittione di Gierusalem, Gran Cairo, Alessandria, Constantinopoli, et altre Cittä di Tur- cbia, con molte altre Curiositä. Milano, Agnelli, sine* anno (1686). 12. I 18 bll., 548 s., II 6 bll., 503 s. Grässe führt (Trös. 1, 576) 3 voll. an. Ohne Ordnung geschrieben, meistentheils kompilazion. 1681. Wallfahrt eines italieners nach Nazareth. Kupfertitel: Viaggi in Levante; haupttitel: Nazaret Gloriosa Relatione de Viaggi di Levante, Fatti coir Eccell. Sig. Polo Michiel Capitanio delle Naui ; principiando dalle Bocche di Costantinopoli sino per tutta la Soria con la descrittione di diuerse Cittä Turchesche vedute, e successi curiosi del viaggio, e specialmente della Cittä Santa di Nazaret . . Venetia, D. Lovisa, 1700. 12. 6 bll., 204 s. Der Verfasser ist auf dem titelblatte nicht genannt ; aber aus bescheidenheit steckt er am ende der Vorrede in einem anagramm: Olmoriga Cottigiame Ratlzano (Girolamo Giamecotti Nazirato?). Der Verfasser motivirt sein ana- gramm so: Anche Apelle miracolo d’ingegno nell’arte sua non ardiua farsi veder nell* opre sue alla seoperta, mä dietro 11 quadro da lui dipinto ed esposto alla veduta de tutti ä bello studio nascosto recchieggiaua il giudicio, che n’era formato. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 10. Nicht ganz ohne werth. Tobler, BiMiographia. 8 Digitized by t^.ooQLe 114 1681. Der maler Cornelius de Brayn ans dem Haag. Reyzen Van Cornelia de Bruyn, Door de vermaardste Deelen van Klein Asia, De Eylan- den Scio, Rhodua, Cyprua, Metelino, Stanchio, &c. Mitagadera de voor- naamate Steden van iEgypten, Syrien En Paleatina, Verrijkt met meer ala 200. kopere Konstplaaten , vertoonende de beroemdste Landschappen , Ste- den, &c. Allee door den Autbeur aelfa na het leven afgetekend. Delft, H. van Krooneveld, 1698. Fol. 11 bll., 398 s. und 4 bll. register. Mit 1 titelkupfer, dem bilde de8 verfas8er8, 1 karte; die zahl der kupferstiche be- trägt im ganzen 210. (Die reisen durch Russland, Persien und Indien er- schienen 4714 besonders.) Französisch kam das werk mehrmals heraus; selbst der name des Verfassers wurde in le Brun übersetzt. Voyage au Levant, C’est k dire Dans les Principaux endroits de l’Asie Mineure Dans les Isles de Chio, de Rhodes, de Chypre &c. De m&ne que Dans les plus Considerables Villes d’Egypte, de Syrie, Et de la Terre Sainte; En- richi de plus de Deux Cens Tailles - douces, oü sont reprösentöes les plus cölebres villes, Pals, Bourgs, & autres choses dignes de remarque, le tont dessind d’aprös nature: Par Corneille Le Brun. Traduit du Fla- mand. Delft, de Kroonevelt, 1700. Fol. 7 bll., 408 s. u. 3 bll. Spä- tere auflagen: Paris, 1714, fol. Auch Nouvelle ddition augmentee con- siddrablement. Rouen, Ferrand, 1725. 4. I 648 s. , II 565 s., und im gleichen jahr in Paris nouvelle ddition, revue par Fabbd Banier, 5 voll. 4. Dann: Voyages de Corneille Le Brun au Levant . .; Enrichi d’un grand nombre de Figures en Taille -Douce . . La Haye, Gosse et Neaulme, 1732. 4. 1 8 bll., 648 s. u. 6 bll., II 565 s. u. 6 bll. S. Gemelli 1, bl. 8, Beckmann 2, 409 ff., 439. Raumer 8 (4. ed.), Barbier’s Dictfonnaire 3, 430, Grässe L. 3, 2, 823, Ritter 15, 51, Robinson 2, 546, Petzholdfs Anz., 1863, 9 f . Der holländische künstler ist skeptisch, hier und da werth- voll; schade, dass seine schönen abbildungen nicht überall zuverlässig und dass selbst im urdrucke die Zeichnungen nicht mit gehöriger Sorgfalt in kupfer gestochen sind. Ich möchte es einen glücklichen umstand nennen, wenn die Originalzeichnungen noch aufgefunden und benutzt werden könnten. Ich machte eine traurige erfahrung, welche freiheit sich lithographen und xylo- graphen mit den Zeichnungen erlaubten, indem sie echt orientalischem einen fränkischen Stempel aufdrückten. 1684. Heinrich Myrike, reformirter prediger der holländischen gesandtschaft in Konstantinopel. Reyse nach Jerusalem und dem Land Canaan, Ans Licht gegeben und mit vielen Anmerkungen erkläret und ver- mehret, Von Joh. Henrich Reitz. Osnabrück, Fuhrmann, 1714. 8. 5 bll., 128 s. u. register 4 bll. Auch Itzstein 1720. Heinrich Mirike . . Reise von Konstantin opel nach Jerusalem und dem Lande Kanaan. Mit vielen Anmerkungen von Palästina je. von Johann Heinrich Beiz . Augsburg, C. F. Bürglen, 1789, 8. S. 1 — 161, zugabe 161 — 206. Holländisch: Rotter- dam 1725. S. oben s. 69, Bellermann 2, 83, Robinson 2, 546, Petzholdt's Anz., 1863, 10. Von wenig werth. 1688 f. Der gelehrte franzose La Roque. Voyage de Syrie et du Mont-Liban: Contenant la Description de tout le Pays compris sous le nom de Liban et d’Anti-Liban, Kesroan, &c. ce qui concerne FOrigine, la Cröance, & les Mceurs des Peuples qui habitent ce Pays: la Description des Ruines d’Heliopolis , aujourd’huy Balbek, & une Dissertation historique sur cette Ville ; avec un abregd de la Vie de M. de Chasteüil , Gentilhomme de Pro- Digitized by t^.ooQLe 115 vence, Solitaire du Mont-Liban; & l’Histoire du Prince Junös, Maronite, mort pour la Religion dans ces derniers temps. Par M. de la Roque. Paris, A. Cailleau, 1722. 12. I 6 bll., 347 s., II 1 bl., 321 s. u. I bl. Auch Amsterdam 1723. 12. Aus der druckbewilligung vom 25. november 1716 ersieht man, dass sie damals schon das Voyage dans la Palestine und Vo- yage du Mont-Liban zusammenfasste. In der Vorrede zum letztem heisst es, dass das publicum mit einiger befriedigung les Voyages de TArabie- Heu- reuse, et de la Palestine aufgenommen habe, und wirklich erschien nach Bellermann (2, 83) die eine reise von La Roque in Amsterdam 1716, gr. 12., und die andere daselbst 1718, gr. 12. Auch deutsch: Leipzig 1740. S. snb anno 1660 Arvieux, Robinson 2, 546. In der Originalschrift La Roque’s hat nur sehr weniges auf Palästina bezug. *1690» Der franziskaner Franciscus Caccia, generalkommissar des heiligen Landes, Er gab mehrere Schriften heraus. 1. Compendium seu brevis relatio Locorum Sanctorum quse seraphicus ordo Franciscanorum ultra quadringentos Annos legitime possedit et a Scbismaticis per aliquos Annos injuste et dolose ablata, nunc iterum majori gloria nobis per Decretum magni Sultani, Anno 1690. Die 26. Junij sunt restituta. Authore Pat. Francisco Caccia. Vienna A., A. Heyinger, 1693. 4. Mit abbildungen des -kreuzwe- ges nach Zuallart. — 2. Monumentum Glorise seraphicse. Das ist : Gedenck- Zeichen Seraphischer Ehr, Dess . . Vatters Francisci, Und Dero Mindern Ordens -Brüdern . . Durch P. Franciscum Caccia, Provinciae Austriae Patrem . . Wienn, Ph. Fievet, 1694. 4. Auch mit dem Vortitel: Ausführliche Be- schreibqpg dess H. Grabs J. Christi zu Jerusalem. Mit schönen Kupffern gezieret. Darin ist geschichtliches über die anmassung der griechen enthal- ten; s. 118 ein plan von Jerusalem wie bei Quaresmio, s. 130 plan der grabkirche wie bei Bernardino Amico, nur dass er durch nachlässigkeit des kupferstechers verkehrt erscheint, s. 138 die abbildung der grabkapelle und s. w., theils wie in der folgenden schrift, aber unten mit den Worten: De-, lineatio quorundam locorum Sacrorum Jerosolymis. Diese schrift ist ein durcheinander ohne logische Ordnung, mit einigen beachten swerthen notizen, mehr ein heraus streichen der thaten des franziskanerordens als eine klare, zusammenhängende beschreibung des h. Landes. — 3. Jerusalem seu Palsestina nova, Oder Das . . Heilige Land, burch A: R: P. Francisc. Caccia. Wienn, C. Lercher, 1706. 4. Mit etwas schlechten holzschnitten. Die an- sicht von Jerusalem ungefähr wie bei de Angelis ; es steht jedoch darüber : Biltnuss, welche Patri Francisco Caccia Com. Gen. Terrae Sanctae aus dem H. Landt in originali überschickt worden. 1691. Ueberhaupt haben die Schriften von Caccia vorzüglich wegen einiger geschichtlichen daten und der abbildungen mehr und minder werth. Noroflf (bei Daniel 2 1 3) kennt eine hs. in 4. etwa aus dem j. 1712 und zwar ein autograph: Itinerarium Terrae Sanctae, von dem er sagt, dass dagegen die deutsche ausgabe nur eine ge- drängte Zusammenstellung sei: II a refondu son travail dans le present MS., l’a augmentö con sidö rab lernen t et en a fait presque un nouvel ouvrage plus substantiel. S. Hietling l, 331. 1693. Doktor Giovanni Francesco Gemelli Careri aus Neapel. Giro del Mondo del Dottor D. Gio: Francesco Gemelli Careri. Napoli, G. Roselli, 1699. 8. Dann: Nuova edizione accresciuta, ricorretta, divisa in nove volumi. Con un Indice de’ viaggiatori, e loro Opere . . Tomo primo Contenente le cose piü ragguardevoli vedute nella Turchia. Venezia, G. 8 * Digitized by t^.ooQLe 116 Maffei, 1719. 8. Voll. 9. I 18 bll., 314 s. u. Tavola 3 bll. Mit dem bildnisse des Verfassers , l Vignette und mit kupferstichen. In diesem bande (I) wird Palästina besprochen. Terza Edizione di molto accresciuta, e ricorretta dall’ Autore. Napoli, Parrino, 1721. 8. 12 bll., 406 s. u. 5 bll. Nuova edizione . . (wie in der ausgabe von 1719). Venezia, Coleti, 1728. 8. 16 bll., 314 s. u. 3 bll. Diese ausgabe scheint für die von 1 7 1 9 nur eine titelausgabe zu sein. Englisch in: A Collection of Voyages and Travels. London, Awnsman and Churchill, 1704. Fol. 4, l sqq. Franzö- sisch: Voyage du Tour du Monde, Traduit de l’Italien de Gemelli Careri, Par M. L. N. (Le Noble). Paris 1719. 8. 6 voll. Nouvelle Edition aug- mentöe sur la derniöre de ITtalien, et enrichie de nou veiles Figures. Tom. I. De la Turquie. Paris, Ganeau, 1727. 8. 1 bl., XXIV, 592 s. u. 3 bll. Auch in: Histoire gönörale des Voyages. Nouvelle edition. Ä la Haye, P. de Hondt, 1758. 4. 16, 341 sqq. Allein hier ist das h. Land übergangen, ohne dass der leser viel verliert. S. Petzholdt’s Anz. , 1863 , 10 f. Ich besitze das exemplar (aufl. 1719) aus dem nachlasse Karl Ritters, und hier lese ich handschriftlich von diesem: ‘Ker Porter in seinen Observations on the Turks (Voy. I) nennt diese reisen erlogen . . Vielleicht thut er daher auch dem Neapolitain Doctor unrecht? . . Auch wird Gemelli von keinem gleichzeitigen orientalischen reisenden erwähnt.’ Ich möchte nicht anstehen, dass der Gemelli wirklich Palästina durchreiste. Er ist sonst nicht unnütz. *C. 1695. Der jerusalemische archimandrit Simeon Simonowitsch aus Serbien. Bericht über Jerusalem, herausgegeben mit illustrazionen, Wien 1748; als anhang zur reise des russischen pilgers B. Barsky. S. die- sen sub anno 1723. Noroff bei Daniel 124. 1697. Johann Balthasar Metzger von Grossostheim bei Aschaffen- burg. Kürze beschreybüng : von dem heylichen land Iüdea, von dem Neyen Jerüsalem : und deren ümbligende Stett ünd Flecken : alwo Christus . ., mit beyfügüng aller seyner Myracüllen ünt Wünder Wercken : auch an wel- chem orth, solche gesehen, wie die Stött zü selbiger zeit: gewesen: wie sie an iezo sein . . : wie die Christen gehalten . . : ünd alle deren lands frucht- barkeith : ünd beschaffenheit ist allda aüfs beste ünd genaüste von anno 1698. dürch lohan Balthasar Metzger . . aüff gestelt, und in den truck gegeben ; worbey alle die Stette, mit ihren schönen Küpfer platenan geviegt . . dan ich das land Selbsten von anno 1684. bis 1698. dürch reist habe, wie hir negst mit mehrem an zeicht gegeben. Amsterdam 1710. Kl. 4. 4 bll., 140 s. Mit portrait. S. Petz- holdt’s Anz., 1861 , 290. Statt eines solchen im schlechten deutsch ge- schriebenen titels ist es eine wonne, einen in einer fremden spräche zu lesen. Für Palästina ist das buch, so zu sagen, ohne werth. 1697. A. de la Mottraye. Voyages du Sr. A. de la Mottraye en Europe, Asie et Afrique . . Ä la Haye 1727. Deutsch: Reisen des Herrn de la Mottraye in die Morgenländer. Aus der Französischen Urschrift in einen Auszug gebracht. Berlin und Stettin, F. Nicolai, 1783. 8. 6 bll., 332 s. Übersetzt von K. Fr. Trost. S. Engelmanns Biblioth. geogr. 124. Der ver- „ fasser, ein verständiger beobachter, war in Ramleh, ohne dass er Jerusalem besuchte. 1697. Henry Maundrell, kaplan. der englischen faktorei in Haleb. Journey from Aleppo to Jerusalem at Easter 1697. Oxford 1703. 8. Da- selbst 1707. The III. Edition, To which is tiow added an Account of the Digitized by t^.ooQLe 117 Author’s Journey to the Banks of Euphrates at Beer . . Oxford, at the Theatre, 1714. Gr. 8. 6 bll. , 145 s. mit 7 unbez. u. 10 bez. s. Nebst 14 kk. Die 6. auflage mit Zusätzen Oxford 1740. 8. The VII. Edition . . With an Index to the whole Work. Oxford 1749. Gr. 8. 6 bll., 171 s. Mit 1 5 kk. gedruckt für Meadows in London. Ebenfalls in J. Pinkertons : A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. Lon- don, Longman, 1811. 4. Vol. 10. 1839 gab Halliwell den Maundrell mit noten heraus. Auch 1848 in Thomas Wrighfs Early Travels in Palestine 383 — 512. An Abstract of . . Maundrel’s Journey from Aleppo to Jerusa- lem, being a Supplement to Mr. Saudys, in : Navigantium atque Itinerantium Bibliotheca : Or, a compleat Collection of Voyages . . By John Harris. Lon- don 1705. Fol. 2, 788 — 800. Französisch: Voyage d’Alep k Jerusalem, k Päques en l’annöe 1697 . . Traduit de FAnglois. Utrecht, G. van Pool- sum, 1705. Kl. 8. 6 bll., 251 s. Mit 9 kk. Auch Paris 1706. 12. Hol- ländisch: übersetzt von Muntendam 1705, 8.; Utrecht 1713, 4.; in Halma’s Wordenboek van het H. Land. Franeck 1717. 4. Zuletzt: Een reisje van elf weken en vijf dagen van Aleppo naar Jerusalem. Met platen. Gro- ningen 1831. Herausgegeben von J. A. Oostkamp. Es erregt staunen, wie viel die holländer theils durch original werke, mehr aber noch durch Über- setzungen für das h. Land bis auf unsere zeit gethan haben. Wenn ein kleines volk mit eigner litteratur so viel erzeugnisse aufweiset, so legt es zeugniss ab, dass ihm das gelobte Land ebenso so sehr anliegt, als dass es viel bildung besitzen oder sehr bildungsfähig sein muss. Deutsch: Gantz Neue -Reise -Beschreibung nach dem Gelobten Lande. Darinnen Die jetzige Beschaffenheit und der alle*- neueste Zustand des Heiligen Landes, Und aller darinnen Sehenswürdigen Städte, auch anderer in Heil. Sckrifft vorkommen- den Oerther befindlich; Welche Im Jahr 1700. mit möglichster Observantz verrichtet, und in Englischer Sprache beschrieben, auch in verschiedenen Kupfern vorgestellet M. Henrich Maundrell. Hamburg, Liebernickel, 1706. 8. 7 bll., 206 s. Der Übersetzer ist Ludwig Friedrich Vischer. Dann: Henrich Maundrell, . . Reise - Beschreibung Des Heiligen Landes, Aller darinnen Sehens -würdigen Städte und Oerter, so in Heiliger Schrifft aufge- zeichnet sind; Nach allen Umständen beschrieben, auch das merckwürdigste in Kupfer vorgestellet wird. Vermehret Mit einer zweyten Reise . . Ham- burg, C. W. Brandt, 1737. 8. 4 bll., 206 s. Dieser titel ist minder prahle- risch und nicht unrichtig (mit dem reisejahr 1700) wie der alte. Der Vor- titel lautet: Reise von Aleppo nach Jerusalem. Angehängt sind 2 briefe Maundrells, der eine vom märz 1699 und der andere vom april 1700. Die 9 kupfer sind zum theile schlecht. Auch in: Reisen in die Morgenländer. Wien, Schrämbl, 1792. 8. 1. band. Dies ist ein schlechter nachdruck in Berlin erschienener deutscher Übersetzungen von englischen reisenden. Ich verglich diese Übersetzung mit der guten folgenden in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient (Jena 1792): Reise von Aleppo nach Jerusalem um Ostern 1697. gemacht . . übersezt nach der 6. Ausgabe des Originals, Oxford 1740. I, 7 — 193, nebst den 2 briefen bis 196 und mit anmerkungen 295 — 342. Auch die hamburger-ausgabe von 1737 ist weit besser als die berlin- wiener. S. Bellermann 2, 84, Munk 656", Rau- mer 8 (4. aufl.), Ritter 15, 51, Robinson 2, 546, van Senden 1, 363, Grässe’s Trös. 4, 448, Petzholdfs Anz., 1863, 11 f. Der Verfasser schreibt nüchtern und gediegen, und seine schrift kann heute noch in mancher be- ziehung vielen als muster dienen. % Digitized by t^.ooQLe 118 *1697. R. Chiswell. Journal of a Voyage from Aleppo to Jerusa- lem. Ms. im brittischen Museum zu London. 1697. Der franziskaner Konrad Hietling, guardian in Bethlehem. Peregrinus affectuose per Terram Sanctam et Jenisalem a Devotione et Cu- riositate Conductus, tarn in pietate quam notitiä instructus expedit in Christia- nitatem. Sub auspiciis . . Georgii Ferdinandi, S. R. I. Comitis de Falben- haubt . . Curiosis, Et Devotis Librum I. et II. Annotante, et deferente Fratre Conrado Hietling. Graecii, D. Wälder, 1713. Fol. I 5 bll., 343 s., H 270 s. u. Index 1 0 bll. Mit 1 titelkupfer, 1 karte nach den Stämmen, 1 vogel- ansicht von Jerusalem, 1 plan der kirche und geburtskapelle in Bethlehem (ziemlich nach Quaresmio), mit dem grundriss der via dolorosa, mit einer an- sicht des Ölberges und der grabkirche in Jenisalem nebst durchschnitt. S. Bonar 524. Es ist dies ein ausserordentliches werk, nach seiner art ein sehr gelehrtes, grösstentheils in gebundener rede. Was nicht in versen be- sungen wird, oder der prosaische theil zwischen den versen ist mehr ein kommentar oder nebensache. Peregrinus meus, schreibt Hietling, in primo Palaestinus, in secundo libro totus Jerosolymitanus Urbem Sanctam lustrat, et illustrat. In dem kommentar findet sich hin und wieder etwas brauch- bares. -Am Verfasser ist die Selbständigkeit zu rühmen, wie sie sich beson- ders an einem beispiele zeigt. Man hatte allgemein behauptet, dass die fran- ziskaner wegen der gräber Davids und Salomos vom berge Zion durch die mohammedaner vertrieben worden seien. Unbefangen äussert sich, nach Di- dacus de Cea (üb 1. c. 8. § t. fol. 21 1), Hietling (1 , 330; 2, 9): Po- tissima causa fuit expulsionis defectus judicii, et indiscretionis alicujus Guar- diani suae opinioni inconsulte et nimium pertinaciter inhaerentis. Der fran- ziskaner hatte das glück, im grafen von Falbenhaubt einen Mäcenas zu finden, durch welchen der druck des voluminösen buches zu stände kommen konnte. Dr. Laurent und ich, willens, vom j. 333 (pilger von Bordeaux) an bis zum j. 1187 alle reisen nach dem h. Lande in einer Sammlung herauszugeben, haben heute Ursache, den pater Hietling zu beneiden; wir vermögen, aus mangel an Unterstützung, unser Vorhaben nicht auszuführen. 1697. Der domherr A. Morison von Bar le Duc. Relation histo- rique d’un Voyage nouvellement fait au Mont de Sinai et ä Jerusalem. On trouvera dans cette relation un dötail exacte de ce que l’autlieur a vü de plus remarquable en Italie, en Egipte et en Arabie. Dans les principales provinces de la Terre - sainte. Sur les cötes de Syrie et en Phoenicie. Dans les Isles de la Mediterranöe . .; avec une idöe juste de la religion, du genie, des moeurs et des coutümes des Turcs. Par le Sieur A. Morison . . Divisöe en trois Parties. Toul, A. Laurent, 1704. 4. 11 bll., 758 s. Mit I portrait u. 2 karten. Deutsch: Reisebeschreitging . . Hamburg 1704. 4. Eine hs. wird in Metz bewahrt nach Haenel Catal. 220. S. Gemelli 1, bl. 9 (Questo viaggio non b cattivo, e forse ancora utile, essendo de’ piü moderni), Ritter 15, 52, Robinson 2, 546, Petzhold t’s Anz., 1863,110. Der Verfasser schreibt ausführlich und wol unterrichtet; doch scheint am werke die Schreib- art das beste. *1697 ff. Der franziskaner Vinzent Stern aus Villingen, aposto- lischer missionar und präses des h. Grabes. Seine briefe sind mitge- iheilt von J. Leichtlen in den Schriften der Gesellschaft für Beförderung der Geschichtkunde zu Freiburg im Breisgau. Freiburg i. B. 1828. 1, 562 ff. Geisheim’s nokenzollem 57. Digitized by v^.ooQle 119 1698. Der minorit Giovanni Benedetto, Ragguaglio di Terra Santa. Cod. ms. ital. 43 in der Staatsbibliothek zu München. Schön geschrieben, aber ohne eigene forschung, so weit ich sah. 1699. Der franziskaner Felix Beaugrand. Relation nouvelle et tres- fidelle De la Terre Sainte par Felix Beaugrand. Paris, A. Warin, 17 00. 2 theile in 1 band kl. 8. 160 s. Relation fidelle du Voyage de la Terre Sainte, Dans laquelle se voit tout ce qu’il y a de remarquable, tant par Mer que par Terre, depuis le ddpart de Marseille jusqu’au retour de ce saint Yoyage. Par un Religieux de S. Francois Observantain, qui a fait le Yoyage trois fois. Paris, G. Valleyre, 1754. 12. 2 bll., 248 s. u. Table 5 bll. In der druckbewilligung vom 25. jenner 1754 wird diese ausgabe einfach als une nouvelle Edition bezeichnet. Anonym auch Paris 1760. Früher zitirte ich, weil ich nur eine anonyme ausgabe kannte, das buch im- mer so: Voyage 1699. S. Bellermann 2, 84, Bonar 524, Rignon (nach diesem eine aufl. 1760), 1861, 94, Noroff bei Daniel 213. Im ganzen un- bedeutend. C. 1700. Der minorit Pietr* Antonio von Venedig. Gvida fedele alla Santa Cittä di Giervsalemme, e descrittione di tvtta Terra Santa Diuisa in trentacinque Pellegrinationi , che si pratticano al giorno d’oggi. Con la notitia de luoghi circonuicini, e misteri operati in essa. Col numero delle Indulgenze Plenarie, e di 7. anni, & ä quali Chiese, Monasteri, & altri luoghi siano concesse. Et vna breue Regola di quanto si deue osseruare nel viaggio, con vna chiara notitia di quanti miglia vi sono da luogo ä luogo, sino alla S. Cittä. Operetta non men curiosa, che diuota, & vtile ä qual- siuoglia persona, che vogli intraprendere vna si santa, e meritoria Pellegri- natione. Del P. Pieta*’ Antonio di Venetia. Venetia, D. Lovisa, 1703. 8. 8 bll., 429' s. u. Tavola 8 bll. Mit vielen in den text gedruckten holz- schnitten, beinahe durchgängig nach dem Viaggio al S. Sepolcro. Spätere ausgabe: Venetia, D. Lovisa, 1714, 8.; Venetia, D. Lovisa, 1715, 8. S. Briemle 323, Berggren 3, 40, Topogr. 1, XLVIII, Hody’s Tombeaux 430 (1. öd.), Rignon* 1861, 93. Nach Chrysanthos (91), der buch und kapitel zitirt, muss es noch eine andere auflage gegeben haben (xa&wg ötif.ui(6vu . . 'Aviwviog Btvtxog tv tu u. KecpaX. tov devr^QOv BißXiov % rjg Hegi- ygayris zrjg c Ayiag r?jg); denn in der angeführten ausgabe von 1703 gibt es keine eintheilung in bücher und kapitel. Pater Antonius motivirt die herausgabe der schrift hauptsächlich damit, dass das alte buch : Viaggio da Venezia al S. Sepolcro, das in vieler händen sich befinde, für seine zeit nicht mehr geeignet sei. Zudem ist des Venezianers guida mit weit mehr methode geschrieben und allerdings, abgesehen von den illustrazionen , eine quellenschrift, die hin und wieder belehrung gewährt. C. 1700. Der minorit Daniele von Casale. Sacro Viaggio a Terra Santa Composto dal Padre Daniele di Casale. Vercelli, P. A. Gilardono, 1711. KI. 8. Ein anderer, aber fehlerhafter druck erschien früher. Nach dem 1. drucke hielt sich Daniele wieder, etwa 4 jahre, im h. Lande auf, um sich noch besser zu orientiren. Das büchlein ist beachtenswerth , ent- hält der persönlichen erlebnisse wenige; doch wurde der massstab der kritik nicht angelegt. 1700—1709 und (Egmond) 1720 — 1 723. Johannes Heyjnan, professor orientalischer sprachen in Leyden, und Johan Ägidius van Egmond van Digitized by t^.ooQLe 120 der Hyenburg, holländischer gesandter in tfeapel. Reizen door een ge- deelte van Europa, Klein Asien, verscheide Eilanden van de Archipel, Syrien, Palestina of het H. Land, Aegypten, den Berg Sinai, enz. In den beginne van deze Eeuw gedaen door . . Johan Aegidius van Egmond van der Nyen- burg . . en . . Johannes Hey man . . Alles uit beider eigenhändige nagelaten Schriften opgemaakt, in een goede order gebragt, Briefs - gewyze zamen- gestelt en behoorlyk ter Druckperse bezorgt door Johannes Wilhelmus Heyman, M. D. Leyden, A. Kallewier, 1757 f. Gr. 4. I 8 bll., 412 s. u. 2 bll., II 1 bi., 431 8. J. W. Heyman, ueffe des Johannes Heyman, hatte den unglücklichen gedanken, die handschriften beider reisenden zu verschmel- zen, und so verpfuschterer das ganze. Englisch London 1759. 8. 2 voll. S. Meusel l, 2, 9t, Jäck a. a. o. 1, 11, Raumer 8, Ritter 15, 52, Robin- son 2, 546 sq., van Senden 1 , 363 f., Laorty-Hadji 531, Petzholdtfs Anz., 1863, 47. Das werk verdient immerhin beachtung im hohen grade. *1701. Leontins. Pilgerfahrt von Moskau nach Jerusalem 1701. Hs. in der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg. Auch erschien der gleiche bericht unter dem namen Iwan Lukianoff : IlyTeuiecTBie Bt CßBTyio 3e»uiio CTapooöpiiAqa MocnoBCKaro CBaujemiiiKa «lyKb/uioBa , bi> ijapcTBoeauie lleTpa BejiHKaro. Mock. Noroff bei Daniel 214. 1702. Der päpstliche korporal Niklaus Reymann von Maria -Ein- siedeln in der Schweiz. Gründtliche Relation, Oder Wahrer Bericht vnd eygendtliche Verzeichnis Der vollzognen Reiss vnd H. Walfahrt in das H. Land Palestinam nach Jerusalem, vnd denen vmbligendcn hochheiligen Oerthern der Geburt, Lebens* Leydens, vnd Sterbens vnsers HErrn vnd Hey- lands Jesu Christi. Beschehen Von mir Nicolao Reymann . . Zugleich mit meinem getrew- vnd beständigen Reiss - Gefehrten Joseph Ackermann von Hitzligen . . im Lucerner - Gebiet . ., gemein angefangen Den 4. Hornung 1702. vnd glücklich vollendet, den 26. Mertzen, 1703. Zug, J. C. Rooss, 1705. 12. I bl., 230 s. u. Register 3 bll. Mit l titelkupfer. Der Ver- fasser war des italienischen völlig kundig, und konnte auch mit den mönchen leicht verkehren. Die sehr seltene sclirift enthält manche lehrreiche notizen. *1704. Der mönche Makarius und Silvester reise nach Jerusalem. Ms., 4., in der Sammlung von Undolsky: IlyTJ» na»rb MOHaxa^rb MaKapiio h CüjibBecTpy 1131 MOHacTupa BceMiMocTiiBaro Cnaca Hosropo^Ka CtsepcKa 40 Cb. I'pa 4 a Iepycajuma, bt> 1704 ro 4 y. Noroff bei Da- niel 214. *1704 — 1705. Des ordenspriesters Hierotheus von Retschanin in Serbien reise nach der stadt Jerusalem. IlyTbuiacTBie rpa4y lepy- ca^HMy Iepooeii, iepoMOHaxa PauaHHHCKaro. Veröffentlicht vom professor Bodiansky in den Schriften der gesellschaft für alterthümer und geschieh te zu Moskau. Noroff bei Daniel 214. Bemerkenswerth ist, wie man mir ge- fällig aus S. Petersburg mittheilt, die beschreibung des gottesdienstes , wie er damals in Jerusalem gehalten wurde. * 1707 — 1709. Des mönches Hippolyt Wischensky von Tschernigow Pilgerfahrt nach Jerusalem und auf den berg Sinai: lle^Hpiiuaaia hjih nyreuiecTBeHHHK'b MoHaxa finno4HTa BnuitucKaro. Hs. in fol. auf der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg. Noroff bei Daniel 214. Digitized by t^.ooQLe 121 1707, 1710 und 1713. Der franziskaner Johannes Cantius Solik. Fasciculus Myrrhse in campis Palästinas collectus: seu Sacrorum Locorum ibidem existentium (prout nunc sunt) brevi methodo descriptio a Joanne Cantio Solik. Brun®, J. F. Sveboda, 1716. 4. Die seiten gehen bis Ee. S. Myller 1, 142. Gedrängt, ohne kritik, kaum mehr brauchbar. Ich er- innere an das bouquet von Boucher und an das blumenbuch von Zwinner. Die minoriten mit ihrer lebhaften phantasie lieben die floskeln. 1709, 1712, 1716, 1722 f. Vinzent Briemle aus dem ehemaligen bisthum Konstanz. 'Die Durch die drey Theile der Welt, Europa, Asia und'Africa, Besonders in denselben nach Loreto, Rom, Monte - Cassino, nicht minder Jerusalem, Bethlehem, Nazareth, Berg Sinai, *c. k . und andere heilige Oerter des gelobten Landes angestellte Andächtige Pilgerfahrt, Worinnen nicht allein Solcher Gnaden -Orte Ursprung, grosse Wunderthaten , heilige Reliquien und Ablass, sondern auch derer Yölcker Sitten, der Länder wunder- liche Gewächs, der Thiere Eigenschafften, \ind alle andere Merkwürdigkeiten zu finden; Also, Dass sich deren nicht allein die Pilger, sondern auch Rei- sende von Adel, welche fremde Länder zu besehen belieben, ingleichen Kauf- Leute und andere zu ihrem Nutzen und besseren Unterricht bedienen kön- nen. Aus eigener Erfahrung, durch achtzehen -jährige mühesame verrichtete solche Reisen, zu seiner Privat - Ergötzung aufgezeichnet von Vincentio Briemle . . Jetzo aber Mit sonderbaren Anmerkungen aus vielen alt- und neuen Geschieht- und Land - Beschreibungen , auch andern bewährten Au- toren versehen, durch Johann Joseph Pock , Ritter . ., beeder Rechten Doctorem . . Anderer Theil. Die Reisen von München durch Saltzburg, Cärnten und Welschland, biss an das Adriatische Meer und desselben durch die Türckey in das H. Land, dann alle darinnen heilige auch andere sehens - würdigen Ort, biss in Egypten, mit verschiedenen Kupfern ausgezieret. München, G. C. Weber (Nürnberg), 1729. 4. 8 bll., 560 s. u. Register 30 bll. Kupfer finden sich im werke sehr spärlich, lauter kopien: eine vogelansicht der h. stadt vom Ölberge aus, ein grundriss der frauen- grabkirche im Josaphatsthale und der Marienkirche und ihrer höhlenbauten in Bethlehem, das grab Christi mit kapelle nebst plan der kirche. Wenn nicht der hofrathsadvokat Pock, der alles redigirte, während die wittwe Maria Regina den nachlass ihres mannes dem abte Hermann in Roth zueig- nete, als bürgschaft gelten könnte, da er die vielen Zeugnisse des etwas abenteuerlichen reisenden eingesehen haben musste, so würde man zweifeln, ob Briemle wirklich in Jerusalem war, und wenn ja, so waren seine notizen äusserst dürftig, der art, dass Pock fast alles aus ältern Schriftstellern ent- lehnte, wie denn über den neubau der grabkirche kein wort steht, und die nachricht über Ain Kärim durchaus dem zustande in der mitte (ies 1 7. jahr- hunderts entspricht. Man darf von Briemle unbedenklich das äuge abwenden. 1712. Michael Eneman, schwedischer gesandtschaftsprediger. Det Helige Landets Beskrifning . . af Michael Eneman författad är 1712. och de följande, ünder en läng, äfwentyrlig, dock lyckelig, pä . . konung Carl XII. befalming och kostnad öfwer det Landet giord resa. Upsala 1740. 4. Sehr ausführlich und beachtenswerth über Jäfa, über dessen handel, zoll, ausfuhr. Vgl. Berggren 3, 191 fl*. *1712. Des mönches Barlaam Pilgerfahrt nach Jerusalem: Ilepe- rpnHaqia h.ih üyTHHKT» 40 Cß/rraro rpa^a lepycajMMa. Otb MOHaxa Bapjia&Ma. Hs. in der Sammlung voq Undolsky. Noroff bei Daniel 214. Digitized by t^.ooQLe 122 *1712. Andreas Ignatieff, russischer gesandtschaftspriester in Kon- stantinopel, seine reise von da nach Jerusalem: AHApeft HruaTbeB'b, CBmiiemuiK?». nyreuiecTBie ii3i» KoHCTaHTHHonojm bi» lepycjuiHM’L. Hs. in der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg, Sammlung des grafen Tolstoy. Noroff bei Daniel 214. 1715. Der priester Turpetin ans der diözese Orleans. Yoiage de Monsieur Turpetin . . Dans Les Saints Lieux de Jerusalem. Coli. gall. hist, nr. 23, fol., in der bibliothek des arsenals zu Paris. Die hs. (wahrschein- lich kopie), welche der graf de l’Escalopier besass, hat den titel: Journal des St. Lieux de Jerusalem et de Rome fait par le Sr. turpetin . . Fol. Vgl. Haenel Catal. 357 , Laorty-Hadji 531 f. Die schrift enthält einige brauchbare notizen. 1715. Der erzbischof Br. Henrik Benzelias in Land. In: Den Swenska Mercu- rius von Gjörwell, 4. jahrg. 2. th. (4. quartal, 1758), Stockholm, ist Benzelias’ reise nach Jerusalem nur kurz berührt (s. 227). Eigne briefe von ihm sind im jahrg. 1760, april, mai, junius, s. 148 ff., hinter einem briefe Hasselquist’s aus Alexandrien im mai 1750, nichts aber Uber Palästina enthaltend, abgedruckt. 1716. Der von Ludwig XIV. mit einer wissenschaftlichen Sen- dung betraute Paul Lucas. Voyage du Sieur Paul Lucas, fait par ordre du Roi dans la Grece, l’Asie Mineure, la Macedoine et l’Afrique. Tom. I. Con- tenant la Description de la Natolie, de la Caramanie, & de la Macedoine. Tom. II. Contenant la Description de Jerusalem, de l’Egypte, et du Fioume : avec un Memoire pour servir k l’Histoire de Tunis, depuis l’annöe 1684. Amsterdam, la Compagnie, 1714. 8. I 15 bll., 323 s. u. 5 bll., II 5 bll., 328 8. Mit 2 karten u. 17 kk. Frühere ausgaben: Paris, 1704. 12., 2 voll.; k la Haye 1 7 OS ; Paris 1710, 2 voll. Spätere: Rouen 1719, 12., 3 voll.; Amster- dam 1720, 12., 2 voll.; Paris 1724, 12., 3 voll. Letzte auflage: Voyage du Sieur Paul Lucas, fait en 1714, &c. par ordre de Louis XIV. dans la Turquie, TAsie, Sourie, Palestine, Haute et Basse Egypte, &c. Oü l’on trouvera des Remarques trös - curieuses . . ; une Description du Gouvernement, des Forces, de la Religion, de la Politique et de l’dtat present des Turcs . . Amsterdam, la Compagnie, 1744. Kl. 8. I (enthaltend Palästina) 13 bll., 384 s. u. Table 4 bll., II l bl., 384 s. und Table 3 bll., III l bl., 346 s. u. 5 bll. Mit 1 karte und mit kk. Deutsch: Allerneueste Reise In Klein Asia und Africa; Worin die merckwürdigste Alterthtiraer Von Griechen- Land . . Mit angenehmen Umständen beschrieben werden. Auf Befehl Des Königs Von Franckreich, Abgelegt von Hm. Paul Lucas. Aus dem Franzö- sischen ins Deutsche übersetzet. Nebst einer accuraten Land -Carte. Ham- burg, Wiering, 1721, 1724. 8. 2 theile. S. Gemelli 1, bl. 8, Bellermann, 2, 83, Grässe’s Trds. 4, 276, Petzholdt’s Anz., 1863, 47 f. In der schrift findet sich weniges von einiger bedeut ung. Das j. 1716 gilt der spätem reise. 1719. Marcel Ladoire, vikar des heiligen Landes. Voyage fait k la Terre Sainte en l’annde 1719. Contenant la Description de la Ville de Jerusalem, tant Ancienne que Moderne, avec les Moeurs et les Coustumes des Turcs. Paris, J. B. Coignard, 1720. 8. 6 bll., 398 s. u. 5 bll. Nicht ohne werth, zumal wegen der aufmerksamkeit , welche dem bau des grab- doms geschenkt wurde. 1719. Der Zisterzienser Robert Leob, abt des stiftes und klosters unserer lieben frau zum h. Kreuz im Wald, in Hiederösterreich. In- cunabula Verbi incarnati et lectulu^, morientis Hierosolymis a . . Domino Digitized by t^-ooQle 123 Roberto . . arduo olim Itinere in Palaestinam snscepto pervestigata Annis 1719 et 20 . . Nunc pono ex autographo Itineris ejusdem Diario fideliter descripta et publici juris facta operä Patrum Cisterciensium Campililij de- gentium 1731. Gr. 8. 2 bll. carmen votivum, dann s. 440 — 548. Der berausgeber war ein konventual in Lilienfeld. Dieser titel wurde mir vom pater Neumann im H. Kreuz mitgetheilt. Deutsch : Der Andächtige Pilgrim, oder Wahrhafftige und Merck würdige Beschreibung der Reise, welche . . Herr Robertus . . In das heilige Land und nach Jerusalem glücklich hinter- leget. Aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet von Jasander. Nürn- berg, J. A. Schmidt, 1740. 8. 8 bll., 176 s. u. Register 8 bll. Die latei- nische ausgabe ist sehr selten, selten die deutsche. Robert benutzte den Adrichomius, nach Neumann im lateinischen original den Adamnan (Arculf). Er schreibt lieblich, doch nichts gediegenes für die geographie. 1719. Balthasar Schmid aus Schwaben. Dess In das gantze Ge- lobt- und Heilige Land zwey mal verreiseten Pilgrams Balthasar Schmids, Verfasste und aussgeführte Reis -Beschreibung; In welcher dem Geist- und Weltlichen Leser Zum Lust und Nutzen, Die vorfallende Oerter, Länder, Gewächse, Seltsamkeiten; Die Völker samt ihrem Ursprung, Sprachen, Sit- ten, Glauben; Wie auch die Erklärungen Der Hebräischen und anderer fremden Wörtern . . Mit grosser Mühe und sorgsamen Fleiss vorgestellet hat P. Magnus Schleyer , Dess . . Gottes - Hauses Elchingen Benedictiner. Ulm, E. D. Süss, 1723. 8. 11 bll., 900 s. u. 10 bll. Mit dem portrait des Verfassers, 1 karte und mit kk. , einer originalen ansicht des berges Calvaria (584), sonst kopien. Das buch hat wenig itinerären werth, und trägt mehr einen theologischen karakter. 1720—1723. S. oben sub anno 1700 (Heyman) den holländer van Egmond. 1721. Charles de Sainte-Maure, genannt le Commendeur de Beau- lieu. Nouveau Voyage de Grece, d’Egypte, de Palestine, d’Italie, de Suisse, d’Alsace, et des Pais-Bas. Fait en 1721, 1722, et 1723. La Haye, P. Gosse, P. de Hondt, 1724. 8. Unter dem Epitre unterschreibt sich der Verfasser mit den buchstaben C. D. S. M. XXX s., 1 bl., 412 s. Englisch: A new Journey Through the Kingdoms and Provinces of Italy, Greece, Egypt, and Palestine; As also Thro’ Swisserland, Alsatia, and the Nether- lands. Written by a French Officer, who travelled those Countries in the Years 1721, 1722, and 1723. In XXV Familiär Letters to a Friend. Containing Many Curious Observations relating to the Present State of those Countries, not mention’d by Other Writers. The second Edition. London, J. Osborn, 1739. 8. 4 bll., 269 s. und Index 5 bll. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 48. Unbedeutend, vielleicht apokryph. Die Übersetzung ins englische ist ziemlich frei. 1722. Professor Thomas Shaw von Oxford. Travels, or Geographi- cal, Physical and Miscellaneous Observations &c. — Travels, or Observations relating to several parts of Barbary and the Levant. By Thomas Shaw. Oxford, Theatre, 1738. Fob 4 bll., XVI, 442 u. 60 s. mit 4 bll. Nebst 1 1 karten , 2 1 kk. u. in den text eingedruckten holzschnitten. Spätere ausgabe: London 1757. 4. (Laorty-Hadji erwähnt 532 eine oxforder von 1 746 in folio); Edinburgh 1808, 8.; auch in Pinkerton’s Sammelwerk: A general Collection of Voyages and Travels. London 1810. 15,222 sqq.: Dr. Tho- mas Shaw, into Syria and the Holy Land. Französisch: Voyages de Mons . Digitized by t^.ooQLe 124 Shaw, M. D. dans plusieurs provinces de la Barbarie et du Levant : Conte- nant des observations g^ographiques, physiques, philologiques et meines snr les royaumes d’Alger et de Tonis, sur la Syrie, FEgypte et l’Arabie Petrde. Avec des Cartes et des Figures. Tradoits de l’Anglois. La Haye, J. Neaulme, 1743. 4. I 1 bl., XL u. 414 s., II iv n. 162 s. Mit bemer- kungen und Verbesserungen vom autor selbst. Nebst 160 s. Extraits de plusieurs Auteurs . . Deutsch : Thomas Shaws . . , Reisen oder Anmerkungen verschiedene Theile der Barbarey und der Levante betreffend. Nach der zweyten engländischen Ausgabe ins Deutsche übersetzt und mit vielen Land- karten und andern Kupfern erläutert. Leipzig, B. C. Breitkopf, 1765. 4. lObll., 424 s. u. Register 11 bll. Mit 32 kupfertafeln. Die Übersetzung rtyhrt von J. H. Merk her. In der 2. abtheilung (227) beschlägt das 1. ka- pitel Syrien, Phönikien und das h. Land. Ins holländische übersetzt Uit het Engelsch . . door Boddaert, met anteekeningen v. Rau, Tydeman en Saxe. Amsterdam 1780. Gr. 4. 2 voll. Die Verfasser von anmerkungen waren Professoren in Leyden. S. Bellermann 2, 85, Munk 656 1 ', Raumer 8, Ro- binson 2, 547, van Senden 1, 364 f., Engelmanns Bibliotheca geogr. 121, Petzholdt’s Anz. , 1863, 48 f. Über Palästina spärliches vom nüchternen beobachter. 1723. Eines Salzburgers reise nach Jerusalem. Cbm., nr. 3007, in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend. *1723 1747. Des Basilius Barsky fussreise nach den h. Stätten in Europa, Asien und Afrika, Unternommen 1723 und beendigt 1747. S. Pe- tersburg 1778. Fol., und zwar russisch: BaciLiiif BapcKHi. IlyTeniecTBie kx cBAThumTB mIjctüml bx Eßpoirfe; Aaiii h Alpinst, npe^npiaToe bx 1723 h oKouueHHoe bx 1744 ro 4 y. C. IleTepö. 1778. Bx a. 5., letzte ausgabe 1800. 4. 2 voll. Noroff bei Daniel 214. In topographischer und biblischer hinsicht, schreibt man mir gefällig aus S. Petersburg, ist Barsky’s reisebeschreibung nicht von bedeutung, aber sie verdient alles lob wegen der umständlichen beschreibung der kirchen und klöster, die man in der- selben findet. *C. 1723. Der generalprocurator des franziskanerordens Francisco Diaz aus Galizien in Spänien. Lucerna hierosolymitana, die ein sehr ge- schätztes buch sei. Er starb 1728 in Rom. Rignon, 1861, 93. 1725. Der pater Neret, missionar von der gesellschaft Jesu in Syrien. Schreiben desselben an den p. Fleuriau über Palästina, in: Nouv. Memoires des Missions de la Compagnie de Jesus. 5 , 1 — 121. Deutsch in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient. Jena 1798. 4, 86 — 129. Lehrreich. 1725. Der laienbruder Juan de el Santissimo Sacramento. Viaje, y peregrinacion de Jerusalem, Que hizo el Hermano Fr. Juan de el San- tissimo Sacramento Religioso Lego de el Orden de nuestro Ser. P. S. Fran- cisco. Lisboa, D. Gonsales, 1744. 12. Die beschreibung ist kurz und ordinär. 1726. Der patriarch Chrysanthos von Jerusalem. XyvaavS-ov rov /Liaxa^KOTUTOv IIuiQiuQyov Ttov ‘IeQoooXvjuwt' c JöTOQia , xai üiQtyQaq^ rfjg Ayiag rijg, xai rijg Ayiag HoXewg c JiQOvaaXtjfi , Ex fj xai mpi ttjg aQxalag olxodo^rjg rtjg ix avrfj MeyuX^g 'ExxXrßiag , tjTOi tov 2tßao/uto v f Digitized by t^.ooQLe 125 xai Qiiov Naov t rjg rov KvqIov fj^xwv Avaordotwg, xotvwg fjdi] Xeyofiivrjg jov Ayiov Td(pov xai twv /ueid ravra avaxuivtafLtwv rov avzov xutu dia(poQovg xatQovg. Chrysanthi Beatissimi Patriarch« Hierosolymorum Histo- ria et Descriptio Terr« Sanct«, Urbisque Sanct« Hierusalem, In qua et de Veteri, qum in ea est Ecclesi« Magnm «dificatione , Venerandi nempe ac Divini Templi Ascensionis Domini Nostri, vulgo Sancti Sepulcri nuncupat«, deque ipsius postea secundum varia tempora instaurationibus. c Erajirjoi , 1728. il«p« Aviwviw iw BoqtoXi. Gr. fol. 4 bll., 136 s. Das titelblatt mit einer Vignette unter dem lateinischen titel ; auch mit einem grossen plan der h. stadt und der grabkirche. Das buch ist im ganzen von wenig werth, und diesen erhält es zumeist dadurch, dass der Verfasser ein grieche ist, der uns schon auf dem titel leibhaft anschaut, indem ein patriarch auf dem berge Zion, höher als dieser selbst und schier so breit als die bürg Davids, in eine kolossale posaune stösst. Der Verfasser kannte auch einen theil der fränkischen litteratur, wie die Schriften des Burkhard (6 Movaydg Bqo/uq- Sog, ij BovQX&Sog ), Adrichomius (6 XgioTtavog ASQiyofTiog. 17), Quaresmio (o 0Qa OQayylaxog KßaQlo(.aog. 94), den Peter Anton von Venedig (6 ix rfjg ru&wg twv Mivovqiwv Oquteq Avrwvtog Btvtrog. 91), Sanson (6 NixoXaog 2dvowv, iniarif.iog rtwyQucpog rov BuaiXlwg twv rdXkwv. 18) und Reland (ASgiavog c PtXdvöog c OXXuvSog . 19), und unter den griechischen Schriftstellern nannte er den jerusalemer- Patriarchen Dositheos (83), den grosslogotheten Alexander Maurokordatos in Konstantinopel (druck in Bukarest 1716) und den atheniensischen metropoliten Meletios (18 f.). Chrysanthos gab auch heraus eine anleitung, betreffend die hochherrliche vortrefflichkeit der h. stadt Jerusalem und das h. Land und lebengebende grab unsers Herrn, Tvno&ev iv t fj Ayia JJoXei . xard (urjva ^enze/ußQiov . UaQlyec&ai SwQtdv ix (.ilQovg tov tlavaylov Tdcpov. Das ist wol der erste druck in Jerusalem. In diesem buche wird der bannfluch und die ausstossung aus der gemeinschaft ausgesprochen über diejenigen, welche sich widersetzen, das holz des verehrungswürdigen kreuzes, das ehrwürdige und lebengebende grab unsers herrn , das heil. Golgotha, die h. stätte der kreuzigung, die heil, höhle der menschwerdung unsers Herrn, seine fussstapfen auf dem Ölberge und andere heil. Stätten anzubeten, d. i., zu ehren, gleich wie die Vorväter vor der zeit der heil, apostel an ,bis heute’ sie hier angebetet und verehrt haben, weil eine andere lehre gegen die kirchliche Überlieferung und die rechte aus- legung der heil, schrift anliefe, und eine Verdrehung nach den eingebungen der phantasie wäre. Chrysanthos, aus der familie der Notara, folgte seinem oheim Dositheos im patriarchale. Jener, nach Vollendung seiner Studien in der griechischen litteratur, besuchte, mit erlaubniss seines oheims, die höhern lehranstalten in Padua und Venedig, wo er latein, mathematik und astrono- mie trieb, dann Bologna, darauf die meisten hochschulen Europas, zumal die von Frankreich. So erwarb sich der mann eine bei neugriechen unge- wöhnliche bildung, und er ist auch einer der wenigen neugriechischen theologen und schriftsteiler von einigem ruf. S. Lusignan 2, 221 sq., Jowett 434 f., Herzog’s Real-Encyklop. für protest. Theologie u. K., artikel Chrysanthos. 1726. Pater Angelicus Maria Myller, Ordens der diener unserer lieben frau, böhmischer provinz. Peregrinus in Jerusalem. Fremdling zu Jerusalem. Oder: Ausführliche Reiss - Beschreibungen, Worinnen P. An- gelicus Maria Myller . . Seine Fünff mit GOttes Geleit in Europa, Asia, und Africa glücklich zurückgelegte Haupt - Reisen , Nebst allen anbey vorgefalle- Digitized by Google 126 nen Denkwürdigkeiten, zu Ehr und Lob des Allmögenden Grossen Schöpffers Himmels und der Erden; wie auch zu Lieb und Nutzen des Nächsten auff- richtig beschreibet, und in Fünff Bücher abgetheilet, unverhalten an Tag giebt. Alles Mit Chronologico - Historischer Calculation der Länder, König- reichen, Inseln, Halb -Inseln, Haupt -Städten und Städten; Nebst deren Ur- hebern, Regenten, Glauben, Sprachen, und Gebräuchen :c. :c. Zugleich Mit Hydro- und Geographischer Observation Aller Reisen zu Wasser und Land genau vorgestellet. Prag, J. Emler, 1729. 4. I 20 bll., 462 s. u. Register 6 bll. Mit dem bildnisse Ferdinands, des erzbischofs von Prag. Das 2. buch : Peregrinus in Jerusalem, . . Das ist : Aussführlicher Orientalischen Reiss- Beschreibungen Andertes Buch, Worinnen P. Angel. M. Myller . . Seine un- ter Göttlichen Schutz glücklich zuruck gelegte Änderte Reiss von Jerusalem nacher Constantinopel Mit Chronologico - Historischer Calculation aller Denck- würdigkeiten, Nebst Hydro- und Geographischer Observation aller merck- würdigen Dingen und Begebenheiten über Wasser und Land aufrichtig be- schreibet, Auch Die fürnehmste Oerther, Städte und Insuln, mit vielen an- deren Seltsamkeiten an Tracht und Lebens -Arth der Menschen; Eigen- schaften vieler unterschiedlichen Thieren ; Beschaffenheiten verschiedener Mineralien, Steinern, Kräutern, Frucht- Blumen- und Balsam -bringenden Ge- wächsen, jc. in Kupfern vorgestellet. Prag, J. W. Helm, 1730. 4. Dieses 2. buch (band) enthält 8 bll. , s. t-^-296 und Register 4 bll., sowie, das 3. buch (Egypten) mit gleichem titel, Prag, M. A. Höger, 1730, 2 bll., s. 297 — 520 und Register 4 bll. Mit 37 kk. Das 1. buch enthält keine kupfer; das 4. buch (reise nach Haleb und Schebet Seman) und das 5. (reise nach Alexandrette, Kypern und Rom) oder der 3. band, Prag bis 1732, fehlt in meinem exemplar. Spätere auflage: Wien und Nürnberg, P. C. Mo- nath, 1735. 4. 10 bll., 964 s. u. 9 bll. Mit titelkupfer u. 70 tafeln. S. Petzholdtfs Anz., 1863. 49, Gratz 624, 632 (unvollständige und irrige an- gaben), Geisheim’s Hohenzollern 57. Das werk des aufrichtigen Verfassers, mit Tlen prozessionsgesängen versehen, ist nicht ganz ohne werth. 1726. Der polnische edelmann Thomas Stanislaus Wolski. Illustris Peregrinatio Ierosolimitana Latiüs protracta per tres insigniores Mundi Partes, k Thoma Stanislao Wolski . . nempe Per Evropam, Asiam & Africam, In quibus multa Regna peragravit Barbarorum, infideliumque tarn in terra firma, quam in Mari existentia; innumerasque penetravit Insulas . . Cujus Autho- ris vita in exordia ejusde peregrinationis proponitur. Leopoli, Confratern. S. Trinitatis, 1748. 4. 9 bll., 291 s. u. Index 5 bll. S. Petzholdfs Anz., 1861, 291. Einige notizen des ungemein abergläubischen pilgers brauchbar, dessen buch sehr selten ist. 1730. Johann Schwaiberger’s reise nach Palästina. Cod. bav. ms., nr. 2968, in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend. C. 1730. Des abtes Bartolomeo Angeli Viaggio die Terra Santa. Venezia 1738. 8. S. Bassi I, 239. Unbedeutend. 1731. Der franzose Tollot. Nouveau Voyage fait au Levant &s annöes 1731 et 1732. Contenant les descriptions d’Alger, Tunis, Tripoly de Barbarie, Alexandrie en Egypte, Terre Sainte, Constantinople, &c. Par le sieur Tollot. Paris, A. Cailleau, 1742. Kl. 8. Vortitel: Nouveau Voyage du Levant. 2 bll., VI u. 354 s. Tollot reiste mit dem akademiker, ritter de la Condamine. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 49. Die kurze, liebliche, doch nicht überall genaue erzählung ist zu beachten. Digitized by t^.ooQLe 127 1733. Die schwedischen gesandten am othm&nischen hofe Karl Friedrich v. Höpken und Eduard Carlsson : Stora Svenska Herrars Resa . . Stockholm 1768. Dies stehe auch übersetzt in Büschings Palästina, wo ich es aber nicht fand. Es sei eine kurze beschreibung der reise dieser männer ins gelobte Land, welche (in schwedischer spräche) mehrere auflagen erlebt habe. S. Berggren 3, 200 f. Ich kenne: Twänne Stora Swenska Herrars Rese - Beskrifning, Ifr&n Cypren, til Asien, Förlofwade Landet, Jeru- salem, och Christi Graf, Jämte Andra märkwärdiga Orter och namukunniga Ställen, med Chronologiska, Genealogiska och Geographiska Anmärkningar. Upsatte af L. R. Stockholm, L. C. Grefing, 1768. 4. Wahrscheinlich ist dies die gleiche Schrift, welche Berggren nur ungenauer anführte. L. R. ist Lorents Rebren, offenbar der herausgeber. S. Geisheim’s Hohenzollern 57. Die bloss 1 6 s. umfassende beschreibung ist gedrängt, klar, lesenswerth. 1734. Der esquire Karl Thompson. The Travels of Charles Thom- son containing his observations on France, Italy, Turkey, the Holy Land, Arabia, Egypt, and many other parts of the World with a description of Jerusalem, and other places mentioned in the Holy Scriptures. Dublin 1744. 8. 4 voll. With many plates and coloured maps. Auch London 1748. 4. 3 voll. Deutsch: Reisebeschreibung von Palästina in S. J. Baumgarten’s Sammlung von Erleuterungsschriften und Zusätzen zur allgem. Welthistorie. Halle, Gebauer, 1747. 4. 1. thl. S. Bellermann 2, 85, Raumer 8, Bonar 524. Der Verfasser ist treuherzig und bibelfest, kopirt hin und wieder Maundrell und huldigt allzusehr den mönchischen Überlieferungen, weswegen seine schrift zu den reisebesclireibungen von gewöhnlichem schlage gehört, obgleich er sich hier und da eine einsprache gegen jene erlaubt. *C. 1735. Der kaufmann James Haynes. Travels in several parts of Turkey, Egypt, and the Holy Land, by James Haynes. London 1741. Er besuchte einzig Galiläa. Bonar 524. 1738. Der doktor der rechte Richard Pococke, bischof von Meath: Description of the East, and some other Countries. London 1743 — 48. Fol. 3 thl. in 2 voll. Auch London 1770. 4. Desgleichen bei J. Pinkerton: A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. Lon- don, Longman, 1S10. 4. 10, 406 sqq. Ohne die abbildungen. Deutsch: Richard Pocockes . . Beschreibung des Morgenlandes und einiger andern Länder Der erste Theil von Egypten Aus dem Englischen übersetzet durch Chr. Ernst von Windheim . . und von . . dem . . Canzler von Mosheim mit einer Vorrede versehen. Erlangen, Stifthaus, 1754. 4. 14 bll., 457 s. Mit einem in kupfer gestochenen Vortitel : Richard Pokocke Beschreibung des Morgenlandes erste^ Theil von Egypten, mit einer karte und sonst mit vie- len kupfertafeln. Der zweite Theil von Palästina, Syrien, Mesopotamien, Cypern und Candien. Daselbst. 24 bll., 428 s. u. Register 10 bll. Mit l titelkupfer : Richard Pokocke Beschreibung des Morgen Landes der Zweyte Theil vom Heiligen Lande, Syrien, Mesopotanien , Cypern und Candien, mit karten und sonst vielen kupfertafeln. Dann: Zwote Auflage nach der eng- lischen Grundschrift genau durchgesehen und verbessert von Job. Friedr. Breyer, und mit Anmerkungen erläutert von Joh. Christian Daniel Schreber. Erlangen, Walther, 1771, 73. 4. 2. thl. 5 bll., 392 s. mit 36 kupfertafeln. Auch dasselbe Erlangen 1791, 92. 4. Vielleicht eine titelausgabe. Franzö- sisch: Voyages de Richard Pockocke . . En Orient, dans l’Egypte, l’Arabie, Digitized by t^.ooQLe 128 la Palestine, la Syrie, la Grfece, la Thrace, &c. &c. &c. Contenant une description exacte de l’Orient & de plusieurs untres Contrees : comme la France, l’Italie, l’Allemagne, la Pologne, la Hongrie, &c. & des observations interessantes sur les Moeurs, la Religion, les Loix, le Gouvernement, les Arts, les Sciences, le Commerce, la Geographie et l’Histoire Naturelle et Civile de chaque pays, et gener&lement sur toutes les curiosites de la Nature & de l’Art qui s’y trouvent: Traduits de l’Anglois sur la seconde edition, Par une Societe de Gens de Lettres. Paris, J. P. Costard, 1772. 8. 6 tom. Mit dem Vortitel: Voyages de Richard Pockocke. Der 3. theil enthält Palästina. Dieser Über- setzung fehlen tlie karten, pläne und abbildungen, sie ist abgekürzt und in wissenschaftlicher beziehung kaum brauchbar. Barbier’s anführung (Diction- naire 3, 447): traduit de l’anglois par de la Flotte. Paris 1731. 12. 2 voll., ist irrig. Munk gedenkt (656 1 ’) auch einer ausgabe von 1771 in 7 voll. 12. Holländisch von Ernst Wilheln Cramerus. Utrecht 1776 — 1786. 4. 6 th. in 3 bänden. Rutger Schutte schrieb dazu eine Vorrede, der er: Verhandelingen over de Reizen der Israeliten in de Woestiju , anhängte. 5. Bellermann 2, 86, Raumer 8, Robinson 2, 547, Ritter 15, 52 f., van Senden 1, 365, Engelmanns Biblioth. geogr. 120, Grässe’s Trds. 5, 373, Petzholdt’s Anz., 1863, 50. Der Verfasser, im frühling 1738 neben Körte in Jerusalem, ist ein guter beobachter, und ihm hat man viel zu verdanken; doch mangelt seinem styl, wenigstens nach der deutschen Übersetzung von Windheim, hier und da kiarheit. Keiner lieferte so viel grundrisse wie er, die sich aber freilich durch Unzuverlässigkeit sehr wenig empfehlen. Die Ortsnamen in der spräche der araber aufzunehmen, schlug er ganz seltene routen ein, z. b. von Ain Kärim über das grosse, von B6t Hanlna her- ziebende thal nach Kalönieh und dann über dasselbe zurück nach D6r el- Musullabeh. Darin liegt eben das verdienstliche, dass Pococke dem tross der pilger nicht folgte. 1738. Der buchhändler Jonas Körte von Altona. Jonas Kortens . . Reise nach dem gelobten Lande, Aegypten, Syrien und Mesopotamien. Altona 1741. 8. Mit 3 Supplementen. Halle 1746. 8. Jonas Kortens Reise nach dem weiland Gelobten Nun aber seit siebenzehn hundert Jahren unter dem Fluche liegenden Lande, Wie auch Nach Egypten, dem Berg Libanon, Syrien und Mesopotamien, Von ihm selbst aufrichtig beschrieben, Und bey dieser zweyten Auflage mit zwey Supplementen vermehrt. Auf Kosten des Autoris. Halle, Grunert, 1743. 8. 15 bil., 736 s. Mit 5 kk. Dann unter dem gleichen titel, doch nach ‘aufrichtig beschrieben’ mit der abänderung: Und dieser dritten Auflage das dritte und vierte Supplement hinten angefüget. Halle, J. C. Grunert, 1751. 8. 15 bil., 712 s. u. Re- gister 12 bil. Drittes Supplement 6 bil., s. 1 — 108, viertes Supplement, ebenfalls mit besonderm titel, 111 — 286 s. u. Register 6 bil. Mit 2 titel- kupfern, 1 plan und 1 vogelansicht von Jerusalem u. a. Ein auszug nach der ausgabe von 1751 ist enthalten in Paulus’ Sammlung der . . Reisen in den Orient 2, 29 — 200. Holländisch: Reize naar Palestina .. übersetzt nach der 3. ausgabe. Amsterdam 1781. 8. 2 tfoll. S. Bellermann 2, 85 f., Munk 656 b , Raumer 8 (4. aufl.), Robinson 2, 547, van Senden 1, 366, van de Velde’s Memoir 8, Rignon, 1861, 94, Petzholdt’s Anz., 1861, 291 , und 1863, 49. Der übereifrige pictist kämpfte mit scharfen Waffen gegen den götzen - und reliquiendienst. Er liebt vorzüglich angriffe auf die sagen der mönche. Nüchterne kritik würde man übrigens bei ihm vergebens suchen. Digitized by t^.ooQLe 129 Immerhin kommt man von ihm, dessen entschiedenes anftreten wirklich einen impuls gab, nicht leer weg. *C. 1738. Heinrich Venzow’s Reise nach Jerusalem, Cairo &c. Hamburg 1740. 8. 3. Stuck 2, 124. Mir scheint die angabe Stucks nicht ganz richtig; es könnte eine Verwechslung mit Rantzow (s. das j. 1623) stattgefunden haben. Der titel lautet, so weit er bekannt ist, wesent- lich gleich. 1746. Der karmelitermönch Leandro von Santa Cecilia. Palestina owero primo Viaggio di F. Leandro di Santa Cecilia Carmelitano Scalzo in Oriente scritto dal medesimo. Roma, A. Rotilj, 1753. Kl. 4. 14 bll., 200 8. Mit karte und abbildungen. Dies bildet den 1. theil, Persia owero secondo Viaggio den 2., Rom 1757, und Mesopotamia owero terzo Viaggio, ebenfalls 1757, den 3. theil. S. Jäck’s Taschen -Bibliothek der . . Reisen durch Palästina 1, 12. Vgl. Bellermann 2, 87. Man findet im 1. theil manche interessante notizen; doch ist es unkritisch, wundergierig geschrie- ben. Der Verfasser übte auf den reisen die arznei- und wundarzneikunst aus. Das buch ist selten. C. 1746. Symeon, archimandrit des h. grabes. IlQoaxvvrirdQtoy t rjg dyiag noXewg ^ItQOvaaXrjfx , xal ndorjg naXaiorivrig vvv ngärov uqo- TQonjj, tvXoyia re xal vevoa rov (.taxaQiwrdrov xal aocpoXoyicordrov naxQog xal narqiaQyov l hQoaoXvf.icü v xvqIov llaQ&eviov Tvnoig ftera oyeäicov Ixdo&lv, xal danavj] rov navayiov xal £ cooöoyov Tucpov , naqd rov navo- aiwrarov aQyifxavÖQirov rov avrov dyiov racpov, xvgiov 2i j/uecov rvnix)d-(v. 7va naQlyrjrui roig tvatßloi ydqiv. ly ßilvve r rjg avorQtTjg 1749. 4. 56 s. mit vielen, durchgängig schlechten abbildungen. Der plan der grabkirche ist der von Zephar in der Ayla rij. Die Vorrede schrieb Symeon ; ob auch den text ganz, ist unermittelt. Dieses griechische, durch viele druckfehler entstellte bethaus (nQoaxvvrjruQioy) hat nur werth, um den Standpunkt des griechischen pilgers kennen zu lernen. Eine Übersetzung ins russische wurde besorgt von les rascolnics Brinskis sur une relation faite par Simeon Archi- mandrite de Jerusalem; ohne datum, 4. Das exemplar, welches ich in der bibliothek des arsenals zu Paris sah, gehörte Theodor Karjavine, einem angestellten an der k. Universität 1771. Auch mit vielen schlechten abbil- dungen, und die schrift (text) ist gestochen (stereotyp) wie in der griechi- schen ausgabe. *C. 1750. Der pater Parvilliers. Les stations de Jerusalem, vdri- fides sur les lieux. Avignon 1768. Rignon, 1861, 94. G. 1750. Der archimandrit Seraphim Pissidios und der ordens- priester Oideon. KovrXov StQQKp. 'ÄCyßx jLiovnaylx, JCgtordg *E(plvri(xity]v /xeXßovr öXovn ayiäx naortjyrj ytQrjv 2iaQerva/xeaarj, IlQOOxvvTjrdQiov r rjg dyiag noXecog c IeQovaaXfj(x xai ndaug IIaXai(jriy7jg . . dcptsQco&f] rtfi oaiw - rdrw oxtvotpvXaxi rov navayiov raipov xvqIw xvqim 2wq>QOvi(p. Me- rayXcornad'ly rovQxiart nagä rov . . aQyj^ayÖQirov . . 2(Qa(pti/Lt rov Iha - aiöiiov . . danavrj , Im/ueXtia , xal diOQd'wati Ttdlov c IeQO/xovdyov . ’Ev ^/tixfjia r ijg 2a§(x)viag , */. JT . 7?. n^lixontpj 1758. 4. Der text ist neu- griechisch und türkisch neben einander. Das buch beginnt mit einer anrede des kyprischen mönches Gideon an den grabhüter Sophronios. Die nicht ganz uninteressante beschreibung verbreitet sich über Jerusalem und seine Umgebung; das h. grab ist voraus weitläufig bedacht. Hinten sind gebete. Tobler, Bibliographie 9 Digitized by t^.ooQLe Der druck geschah mit beweglichen typen und ist daher verschieden von den andern proskynetarien. Die abbildung des h. grabes (s. 18) ist ganz will- kürlich; etwa das kloster S. Saba hat einige ähnlichkeit. Das seltene und seltsame buch sah ich in Göttingen. 1750. Johann Baptist Leiblich, des dritten franziskanerordens. Pilger in Jerusalem. Oder: Wahrhaft- eigentliche Beschreibung der Reiss nacher Jerusalem, Was allda sowohl in Jerusalem, als anderen Heil. Oer- tern, Bethlehem, Nazareth, Galliläa merck würdiges zu sehen, Wie auch Mit Göttlicher Gnad die reisende Pilgern erfahren haben, Und von Johann Bap- tist Leiblich . . gesehen worden. Lob DeM ALLerhöChsten. Prag, C. La- baunin, 1753. Kl. 8. 3 bll., 280 8. Auch Wien, J. Th. Trattner, 1754. 8. Die von aufrichtigkeit diktirte beschreibung ist lieblich zu lesen. Ein exemplar der ersten ausgabe besitze ich, und eines der 2. sab ich in Göttingen. 1751. Der arzt and naturforscher Friedrich Hasselqaist ans Com- walla in Ostgothland. Iter Palaestinum: aller Resa til Heliga Landet . . Stockholm 1757. 8. Deutsch: D. Friedrich Hasselquists .. Reise nach Palästina in den Jahren von 1749 bis 1752 . . herausgegeben von Carl Linnäus. Aus dem Schwedischen (von Thomas Heinr. Gadebusch). Rostock, J. C. Koppe, 1762. Gedruckt in Leipzig 1761. 8. 9 bll., I (tagebuch) 1 — 266, II (naturalien) 269 — 606. Englisch: Voyages and Travels in the Levant . . London 1766. 8. Französisch: Traduit de l’Allemand par M. E. (Eidons). Paris 1768. 12. 2 voll. Holländisch : Reise naar Palestina of het H. Land, in het licht gegeven door den beroemden Hoogleeraar Car. Linnaeus. Amsterdam 1771. Ein Register über die naturhistorischen ge- genstände in Paulus’ Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient 7, 238 — 260. S. Bellermann 2, 87, Munk 656 sq., Barbier, Dictionnaire, 3, 432, Raumer 9, Robinson 2, 548, Ritter 15, 53 f., Laorty-Hadji 532, Bassi 1, 239. Strand veröffentlichte: Flora Palaestinae sub praes. D. D. Car. Linnaei proposita a Bened. Joh. Strand. Upsaliae 1756. Martii 10. Enthalten in Linnö’s Amqenitates academicae. Editio secunda. Erlang» 1788. 8. 4, 443 sqq. Nach Ritter (15, 54) findet sich diese Flora Pa- laestinae auch bei Giovanni Mariti, Viaggio da Gerusalemme per le coste della Soria 2, 191—240. ln der deutschen Übersetzung (2, hinten) wurde aus- drücklich bemerkt, dass diese abhandlung weggelassen wurde, weil sie nichts anderes als ein nachdruck der linnäischen dissertazion aus den Amoenit. acad. sei. Die dissertazion wurde nach Rydel, Hasselquist, dessen nach- lass von den Türken mit 14,000 thlr. erkauft werden musste, nach Pococke, Rauwolf (erklärungen von Gronov\ nach Shaw (erläuterung von Dillen) und nach Prosper Alpinus ausgearbeitet. Man muss sich wundern, dass Johann Gottlieb Buhle für seine sehr fleissige arbeit : Calendarivm Palaestinae oeco- nomicvm Commentatio in concertatione civivm academiae Georgiae Avgvstae . . 1785 . . praemio ornata (Gottingae, J. C. Dieterich. 4. VH1 u. 56 s.), Hasselquist eher selten benutzen konnte. Vielleicht besser würde die wenig bekannte Schrift La Billandiere’s ausgeholfen haben, nämlich : Icones Plan- tarum Syriae rariorum, descriptionibus et observationibus illustratae. Lutetiae Paris., Prevost, 1791. 4. Der nüchterne Verfasser reiste 1787 nach Syrien. Nur in naturhistorischer hinsicht ist das buch des Schülers von Linnö, selbst jetzt noch, von grossem werth. Hasselquist glaubt übrigens nicht gerne an die Überlieferungen. 1752. Der franziskaner Ladislaus Mayr. Reisbeschreibung nach Digitized by t^.ooQLe 131 Jerusalem in Palästina, abgetheilt in drey kleine Bände, t . von der hinaus- reis. 2. von dem Aufenthalt. 3. von der Zurückreise, ausgearbeitet Von P. # Ladislaus Mayr .. Landshut 1782. In diesem jahre nämlich wurde die schrift zum 3. mal bearbeitet. Quer 8. Mit vielen gar lieblichen handzeich- nüngen. Cod. bavar. ms., 2967, in der Staatsbibliothek zu München. Aus- zugsweise in Hormayr’s Taschenbuch, jahrg. 1833, mitgetheilt. S. Geis- heim’s Hohenzollern 57. Der text bietet nicht gerade eine ansehnliche aus- beute; allein die Zeichnungen hätten eher die Veröffentlichung verdient als manche, die heutzutage herumgeboten werden. Besonders auch auf die tracht nahm der pilger rücksicht (Beylage). 1753, 1756, 1763, 1772 und 73. Der franzose Salvator Lusignan. A Series of Letters . Addressed to Sir William Fordyce . . Containing A Yoyage and Journey from England to Smyrna, from thence to Constan- tinople, and from that Place over Land to England . . Translated from the Original into English by the Author. To which is prefixed, A Short Answer to Volney’s Contradictions on Ali - Bey’s History and Revolt ; and an Appen- dix; containing a particular Description of the Holy Land, and a concise Narration of the modern Patriarchs who resided in that Holy See, from the Beginning of the Sixteenth Century to the present Timp; with some Anec- dotes. By S. L. Koaftonohz^g. London, Payne, 1788. I 1 bl., xlviii u. 271 s., II 1 bl. u. 260 s. Dann: A Genuine Yoyage to Smyrna, &c., a minute detail of the present state of Jerusalem made during a three years* residence in that city, with a relation of the pilgrim’s journey to the Holy Land, by S. Lusignan. Gedruckt 1801. 2 voll. S. Bonnar 524. Im auszuge deutsch: Reise nach der Türkei und einem Theil der Levante, nebst einer Beschreibung von Palästina. Aus den Briefen des Herrn Saviour Lusignan an Sir Wm. Fordyce . . Hamburg, C. E. Bohn, 1789. 8. 126 s. Was da in der Übersetzung, ist gut. Das buch enthält manches beachtens- werthe und wird unterschätzt. 1754. Der judenmissionar Stephan Schultz, director des callen- bergischen Institutum judaicum. Die Leitungen des Höchsten nach seinem Rath auf den Reisen durch Europa, Asia und Africa. Aus eigener Erfah- rung beschrieben ; und auf vieles Verlangen dem Druck übergeben von M. Stephanus Schultz . . Halle im Magdeburgischen, C. H. Hemmerde, 1771 — 75. 8. 5 bde. Im 5. bd., 8 bll., 50 t s. u. 13 bll., kommt Palästina mit 1 plan der Christusgrabkirche vor. Ein sehr guter auszug findet sich in Paulus* Sammlung der merkwürdigsten Reisen in den Orient 6, 1 — 324, mit Anmerkungen von Paulus 327 — 354; 7, 1 — 226 u. Register 227 — 237. S. Robinson 2, 548, Ritter 15, 54. Schultz schrieb hier und da lehrreich, aber nicht immer zuverlässig, dabei prolix und nicht so selbständig, dass er sich nicht so ziemlich ins sagennetz verstrickte. *1754. Des priesters F. Caffin von Lüttich reise nach Palästina. Handschriftlicher brief in der bibliothek zu Lüttich, Miscellanea patriae t. XXIII. p. 36, 14 bis. S. St.-Gönois’ Voyageurs beiges 1, 87. 1760- 63. Pater Germanus Steinhart, franziskaner der strassbur- ger oberdeutschen provinz. Historische Reisebeschreibung in- und aus dem heiligen Land : Oder Angenehme Anleitung ohne Gefahr oder Ermüdung alles zu sehen, was in dem ganzen heiligen Land, von dem allda lebend- und leidenden Welt -Heyland noch vorhanden, samt vielerley Seltenheiten, 9* gitieed by t^.ooQLe 132 welche auf dem Hin- und Herweg in seinem Tagbuch getreulich verzeichnet Germanus Steinhart . . Rastatt, M. M. Schällin, 1770. 8. Historische Reise- beschreibung in- und aus dem heiligen Land, nach der wahren Beschaffen- heit und angetroffenen Seltenheiten beschrieben von R. P. Germanus Stein- hart . . Zweyte verbesserte Auflage. Rastatt, J. W. Dorner, 1785. Kl. 8. 140 s. u. 2 bll. Gedrängt und lieblich geschrieben, nicht bedeutend, doch nicht ohne belehrung neben abergläubischem und unbrauchbarem. Das buch ist sehr selten. 1766. Carsten Hiebuhr's Reisen durch Syrien und Palästina, nach Cypem, und durch Kleinasien und die Türckey nach Deutschland und Dänne- mark. Mit Niebuhr’s astronomischen Beobachtungen und einigen kleinem Abhandlungen herausgegeben von J. N. Gloyer und J. Olshausen. (Auch m. d. tit. : C. Niebuhr’s Reisebeschreibung nach Arabien und andern um- liegenden Ländern. 3. bd.) Hamburg, F. Perthes, 1837. 4. XXIV, 238 4 u. 168 8. Mit l tabelle u. 13 tafeln, so wie Niebuhrs bildniss als titel- vignette. Englisch: Niebuhrs Travels, in Pinkertons: A general Collection of the . . most interesting Voyages and Travels. London, Longman, 1811. 4. 10, 1 sqq. S. Robinson 2, 548, Ritter 15, 54 f., Petzholdt’s Anz., 1863, 50. Vgl. Grässe’s Trös. 4, 674. Stände nicht der name des mit recht vielgerühmten orientalischen reisenden auf dem titel, die schrift würde, so weit sie wenigstens Jerusalem beschlägt, wenig beachtung finden. 1767. Der abate und akademiker Giovanni Mariti, toskanischer konsulatskanzler. 1. Viaggi per lTsola die Cipro e per la Soda e Pa- lestina fatti da Giovanni Mariti Fiorentino dall’ anno 1760 al 1768. Lucca, J. Giusti, 1769 — 1776, zuletzt Firenze, Stecchi, e Pagani. 8. 9 theile mit abbildungen. 1 1 gestochenes titelblatt, xxrv u. 363 s. (Kypern), Ii 1 bl., 340 s. (Syrien und Palästina, darin Nazareth und Umgebung bis Csesarea Palsestinse), HI 1 bl., 329 s. (Jerusalem, Jericho), IV 1 bl., 349 s. (Beth- lehem und Umgebung, S. Saba, Ain Kärim), V 2 bll., xin u. 329 s. (Palästina bis s. 14). In diesem theil von s. 16 an und in den übrigen 4 theilen ist die geschichte von Jerusalem und Palästina enthalten. Deutsch im auszug: Reisen durch die Insel Cypem, durch Syrien und Palästina, über- setzt von C. H. Hase. Altenburg 1777. Gr. 8. Französisch im auszug: Voyages dans llsle de Chypre, la Syrie et la Palestine, avec l’histoire gö- 4 nörale du Levant; Par M. l’Abbö Mariti. Traduits de Pitalien. Paris, Belin, 1791. 8. I vm u. 327 s., II 2 bll., 410 s. Auch eine französische Übersetzung, Neuwied, chez la sociötö typographique , 1791 2 voll. Die verständig abgekürzte pariser -Übersetzung ist gut; doch bei wissenschaft- lichen arbeiten darf eigentlich nur das original gebraucht werden. Z. b. schreibt Mariti (3, 7) Zagür (Jäsür), Betegiö (Böt Dedschen), der Über- setzer (2, 227) Zagur (also Sagür), Betgö. Weder dem deutschen, noch dem französischen Übersetzer waren die 4 letzten bände bekannt. Englisch: Travels through Cyprus, Syria etc. London 1791 — 92. 8. 3 voll. — 2. Istoria del Tempio della Resurrezione o sia della Chiesa del S. Sepolcro in Gerusa- lemme detta dai Greci Idvuaxaatg e MaQxvQiov scritta da Giovanni Ma- riti . . Livorno, C. Giorgi, 1784. 8. 356 s. (und 103, schrieb ich in Paris). Mit 2 plänen der ' grabkirclie nach Amico, nebst den inscbriften. Diese schrift ist sehr selten. Ich sah ein exemplar beim grafen de l’Escalopier, so wie auf den öffentlichen bibliotheken zu Modena und Ferrara. — 3. Viaggio da Gerusalemme per le coste della Soria. Livorno, Masi, 1787. 8. I xii u. Digitized by t^.ooQLe 133 155, II 243 s. Deutsch: Reise von Jerusalem durch Syrien, Aus dem Italienischen übersetzt. Strasburg, akadem. Buchhandlung, 1789. 8. 1 iv, 224, m s. (von Jerusalem nach Jäfa, Börüt, Sidon), II 187 u. rv s. (Börüt und Um- gebung, Mär Hanna, Dör Kaläah, Kesroän, Naher el-Kelb [der Übersetzer schreibt Caneflus, statt Hundefluss], Kypern und zurück nach Florenz). In dieser Übersetzung wurde, ausser Strand (s. oben Hasselquist sub anno 1751), ein pflanzenverzeichniss von Sestini weggelassen. Schwedisch von Sm. Oed- mann 1790. 8. Doch kann ich nicht angeben, was oder wie viel in die schwe- dische spräche überging. Mithin beschrieb Mariti die reise von Kypern, wo er sich geschäfte halber längere zeit aufgehalten, nach Jerusalem und von hier dorthin zurück in 2 verschiedenen werken. — 4. Istoria dello stato presente della Citä di Gerusalemme. Livorno, T. Masi, 1790. Kl. 8. I xu und 279 s. mit 1 schlechten plan von Jerusalem, II vnu. 238 s. Davon eine gute französische Übersetzung: Histoire de l’fitat prösent de Jerusalem par l’Abbö Mariti, publiöe par le R. P. Laorty-Hadji. Paris, Bolle -Lasalle, 1853. 4. V1H, 256 s. Einzig flickte der Übersetzer s. 237—256 eine Description de la ville de Jerusalem ä l’öpoque du siöge de Titus nach Fla- vins Josephus hinzu. Der Übersetzer wäre schuldig gewesen, dem weniger kundigen leser, dem übrigens gesunde kost gereicht wird, zu melden, dass die beschreibung des gegenwärtigen zustandes ins j. 1767 zurückreicht. So täuscht ihn vielleicht das Stillschweigen, dass er sie für eine neue arbeit hält. — 5. Istoria Della Guerra Accesa Nella Sorla l’Anno 1771. Dalle Armi di Ali-Bey delT Egitto E continovazione del Successo a Detto Aly-Bey fino a quesf Anno 1772. Con Aggiunte, e Note di Giovanni Mariti . . Firenze, Allegrini, 1772. 8. I, 286 s. Diese historische arbeit gehört, strenge genom- men, nicht hieher ; allein sie enthält doch einige verwerthbare geographische notizen. Der Verfasser des textes sei Antonio Mondainu — 8. Beller- mann 2, 88, Munk 657 n , Ritter 15, 54, Laorty-Hadji 532, Robinson 2, 548, Bassi 1, 239, meine 3. Wander. 268, Rignon, 1861, 94, Petzboldt’s Anz., 1863, 51. Die Schriften Mariti’s werden selten gehörig geschätzt, weil sie selten gehörig bekannt sind. Die arbeiten des vorurtheilsfreien und gelehrten priesters haben einen bedeutenden werth, und enthalten hin und wieder etwas neues. Namentlich ist die beschreibung von Jerusalem (nr. 4.) in hohem grade schätzenswerth. Weit mehr erwartete ich von der mono- graphischen darstellung der grabkirche. Mariti benutzt ziemlich fleissig die Vorgänger, am ausgibigsten den Nau. Man darf wol behaupten, dass nicht E. Robinson, sondern der florentiner der kritischen geschichte die bahn brach. Es ist zu beklagen, dass nicht alle Schriften ein ganzes — werk ausmachen. 1772. Der karmelitermönch Marinus Geubels oder des klosterna- mens Michael a SS. Trinitate, von Sinay im lande Waes. Jeruzalemsche ' Reyze, gedaen en beschreven door P. Michaöl a SS. Trinitate . . voor dezen Marinvs Gevbels . . ln het licht gegeven door Joanna van Eynde. 1. theil Dendermode, J. J. du Caju, 1780. 8. 2. theil Aelst, J. L. d’ Herdt, 1786. 8. Johanna, die herausgeberin, war die mutter des Verfassers. S. St. - Gönois’ Voyageurs beiges 2^187 — 195, de Hody*s Tombeaux 379 sq. (2 öd.). Es ist launig geschrieben und einiges zu beachten. 1 772. Der russische marinelieutenant Sergius Pleschtsclgeew. Tage- buch einer Reise des . . Sergjei Pleschtschjeew von der Insel Paros nach Syrien und Palästina, nebst einer kurzen Geschichte Alibeys. Aus dem Russischen übersetzt von C. G. A. (Arndt). Riga, J. F. Hartknoch, 1774. 8. Digitized by Google 134 103 s. Mit 1 karte. 8. Topogr. I, LXIV, Petzholdtfs Anz., 1863, 51. Beachtenswerth. C. 1772. Der franzose L. E. Cassas. Voyage pittoresque de la Syrie, de la Pliönicie, de la Palestine et de la Basse figypte. Par Cassas. Paris 1798. Fol. 2 voll. Der prospekt datirt vom j. 6 der republik. Vgl. Bellermann 2, 89. Nach Barbier (Dictionnaire 3, 444) wurde der text von La Porte du Theil und Le Grand abgefasst, und das unternehmen gerieth mit der 30. lieferung ins stocken. Und dennoch hat das noch nicht vollen- dete, nach Grässe (Tr6s. 2, 62) auf Verwendung des grafen Choiseul - Gouffier auf gerichtlichem wege unterdrückte werk einen ladenpreis von 380 fr. Im exemplar, das ich an der rue Richelieu in Paris sah, ist der titel manuskript. Die vielen ansichten und die pläne zeichnen sich durch treue und genauig-. keit eben nicht aus. Munk nahm manches in sein buch hinüber. Die kupfer- platten für das grosse werk gingen in einer feuersbrunst zu gründe. 1776. Der flämische priester Johann Andreas Jakob Rotthier, apostolischer protonotar, von Beveren bei Antwerpen. Reyse naer het H. Land, Gedaen in de Jaeren 1776. en 1777. en beschreven door Joannes Andreas Jacobus Rotthier . . Opgeheldert met 31. Kopere Plaeten naer de Teckeningen ter plaetse gemaekt. Hier is nog by gevoegt de Pelgrimagie naer Loretten, Mitsgaders alle de Reysen von onsen Heere Jesus Christus &c. T’ Antwerpen, P. J. Parys, 1782. 8. 369 s. u. Tafel 3 bll. Mit dem bild- nisse des Verfassers, so wie auch mit vielen abbildungen und plänen. 8. St. -G6nois’ Voyageurs beiges 2, 197—202, de Hody’s Tombeaux 380 (2. dd.). Der pilger war im zeichnen gründlich unterrichtet, und danach hätte man glauben sollen, dass er originalien liefere; allein statt der erwartung zu entsprechen, plünderte er die abbildungen, insbesondere aus Bernardino Amico. Was die pläne betrifft, so fand ich in den massen, so weit ich nachsah, wörtliche Übersetzung aus Amico. Das buch hat im gründe unter- geordneten werth. 1778. Der Chorherr Maria Dominicas de Binos, von Comminges. Voyage par l’Italie en Egypte au Mont-Liban et en Palestine ou Terre Sainte, Par M. l’Abbö de Binos. Paris, Boudet, 1787. I vm, 301 s., II 2 bll., 367 s. Auf dem vortitel steht: Avec figures, und deren gibt es wenige, dafür aber trefflich ausgeführte. Spätere ausgabe: Paris, an VIII de la Röpublique. Deutsch: Reise durch Italien nach Egypten, auf den ' Berg Libanon und in das gelobte Land. Breslau und Leipzig, W. G. Korn, 1788. Kl. 8. 4 bll., 296 s. Das buch wurde frei übersetzt und abgekürzt. Bellermann behauptet (2, 89), dass man es mit einer in Frankreich auf der Stube gemachten reise zu thun habe ; allein stets empfing ich den eindruck, dass der abbö die reise wirklich unternommen habe. Er widmete sein buch der kön. hoheit Madame Elisabeth von Frankreich , und wenn es nur ein reiseroman wäre, so würde er sich wohl nicht getraut haben, ihr gleichsam ins gesicht zu lügen (s. 3 des 1. bandes): j’ai observö dans les parties de l’Asie, de l’Afrique et de l’Europe, que j'ai parcourues , que . . De Binos erzählt kurz und etwas flüchtig, doch auch einiges, was in der wanne bleibt. 1779, 1788 — 90. Gratus Bscheider, franziskanerpriester der ober- deutschen strassburger -provinz, aus dem Allgäu. Das heilige Land, nach seinem gegenwärtigen Zustande geschildert von Fr. Gratus Bscheider . . Augsburg, N. Doll, 1792. Kl. 8. 272 s. Mit 1 titelkupfer, 1 ansicht von Digitized by C^ooQle 135 Jerusalem und Bethlehem. Eines der geniessbarsten bücher, welche die franziskaner über Palästina geschrieben haben. Schade, dass es so sehr selten ist: daher eine kleine zierde meiner bibliothek. C. 1780. Chrysanthos Kamares von Brussa. ngoaxvytjrdgioy rijg dylag UoXtcog ^TegovaaXrj/n xul ndatjg UaXaiozlvrjg avyzfS'iy (uiv naget tov . . xvqiov XQvodvd'ov tov ix ügovarjg . Ufpiegwd'iy di nag aviov tw . . HaiQidgxj] . . l^ßga^iiw ov roTg dvaXw/naoty i'&öod'tj imaiaola /Jrif.irjTQlov ®qovI(.iov. *Ey Biivvrj, 3 Iwo. tw Buov/uavoTtgw, 1787. Fol. Vorne das bild des Patriarchen Abraham ; ingleichen die abbildung des von David be- wohnten palastes, plan der grabkirche, ansicht ihres durchschnittes ganz will- kürlich. Der plan von Jerusalem fehlt. Der Verfasser verbreitet sich über Je- rusalem, Bethlehem, Hebron, über die h. Stätten in Galiläa. Der text scheint mit dem des Chrysanthos (Venedig 1728) so ziemlich übereinzustimmen. Sonst aber wechselt der text reichlich mit sehr gefälligen abbildungen von echt neugriechischem geschmack. Ein exemplar des seltenen buches sah ich auf der öffentlichen bibliothek in Leipzig. C. 1781. Des baierischen franziskaner« Obermayer Keise nach Palästina. Cod. germ. ms., nr. 4515, in der Staatsbibliothek zu München. Unbedeutend. 1784. Der graf Constantin Francois Chasseboeuf de Volney. Voyage en Syrie et en figyte, pendant les ann6es 1783, 1784 et 1785, Avec deux Cartes göographiques et deux Planches gravöes, reprösentant les Ruines du Temple du Soleil k Balbek et celles de la ville de Palmyre, dans le Dösert de Syrie. Par C. F. Volney. H. fidition revue et corrigöe. Paris, Desenne et Volland, 1787. Gr. 8. Auch auf Schreibpapier in 4. I xvi u. 383, II vm u. 458 s. Mit 3 taf. Die 1. äuflage ist mir nicht bekannt; die Vorrede trägt das datum Oktober 1786, und sie müsste demnach in diesem jahre erschienen sein. Doch sagt Volney in dem Avertissement (3. th., aufl. 1792): la pr^face et la conclusion du Voyage en Syrie, publiö 1787, worte, die sich auf die 1. ausgabe beziehen sollten. Nouvelle Edition 1792. 8. Ohne angabe des druckortes und des druckers. I vm u. 248, II 1 bl., N 289 s. u. Table 1 bl., III (Contenant les Ruines ou Meditation sur les Rövo- lutions des Empires, auch auf einem besondern titelblatte mit der Unterschrift: Par M. C — F Volney, Döpute k rAssemblöe Nationale de 1789) l bl., iv, 235 s. u. Table l bl. Mit 2 landkarten ; allein die 2 kupfer (Balbek und Palmyra) fehlen. Dagegen sind diese wieder angegeben in der III. Edition revue et corrigöe par l’auteur; augmentöe etc. de deux gravures nouvelles reprösen- tant les pyraraides et le sphinx , auxquelles sont jointes les planches de Palmyre, de Baibeck, et trois cartes göographiques toutes refaites k neuf. Paris, Dugour et Durand, an VII (1799). Gr. 8. I 2 bll. , x u. 478, II 2 bll. u. 452 s. Vierte ausgabe Paris 1807. Englisch: Travels .. ^ London 1787. 8. 2 voll. Deutsch: C. F. Volney’s Reise nach Syrien und Aegypten in den Jahren 1783, 1784, 1785. Aus dem Französischen über- setzt. Mit Charten und Kupfern. Jena, J. M. Mauke, 1788. 8. 3 bände. J. B. Rothe gab einen ‘Auszug aus Volneys Reise nach Egypten und Syrien*. Dresddb 1799. 8. Holländisch: door J. D. Pasteur. Leyden 1789 — 91. 2 voll. S. Raumer 9, Munk 657% Robinson 2, 548, Ritter 15, 55, Bassi 1, 239, Engelmanns Biblioth. geogr. 122, Petzholdfs Anz., 1863, 51. Der Verfasser ging nicht ohne Vorbereitung an seine arbeit. 8 monate hielt er sich bei den drusen in einem arabischen kloster auf, um mit der arabischen Digitized by t^.ooQLe 136 spräche vertrant zu werden. Das reisebuch ist ein meisterwerk. Der graf schreibt ungemein lebendig, mit einem sehr gesunden verstände und mit einem philosophischen blicke höchst belehrend. Stets bringt er die natur des lan- des und der menschen in wechselseitige beziehung. *1788 — 91. Joseph Drochoiowsky’s Pilgerfahrt ins heilige Land: Pielgrzymka X. Josefa Drochoiowskiego reformata do ziemy $wi$ty . . Wilna 1822. 8. 2 voll. Noroff bei Daniel 214. *1793 — 94. Der russe Meletius, priester im kloster von Sarowsk. IlyTeuiecTBie bo lepycajfHMt, CapoBcnifl nycTumi iepoMOHaxa MejteTia Bi 1793 h 1794 r. Mock. 1798. 2. ausg. Moskau 1800. Reise nach Jerusalem in form eines tagebuches, welches, wie mir aus S. Petersburg in gefälliger weise brieflich mitgetheilt wurde, sehr viel interesse darbiete. Vgl. Noroff bei Daniel 215. 1799. William Oeorge Browne. Travels in Africa, Egypt, and Syria from the years 1792 — 1798 by Browne. London 1799. Auch Lon- don 1806 in 4. Deutsch: W. G. Brown’s Reisen in Afrika, Egypten und Syrien. Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von M. C . Sprengel . Mit einer Charte. Weimar, Industrie -Comptoir, 1800. 8. Enthalten in Sprengels Bibliothek der neuesten und wichtigsten Reisebeschrei- bungen, 1. band. I bl., XVI u. 540 s. Auch Leipzig und Gera 1800. 8. Desgleichen W. G. Browne’s Reisen in Afrika, Aegypten und Syrien, 1792 — 98. Berlin 1801. 8. Über Palästina von s. 352 — 392, in der sprengel- schen Übersetzung von s. 425 — 435. Französisch durch Castöra Paris 1800. 8. 2 voll. S. Raumer 9, Ritter 15, 55, van Senden 1, 365, Grfts- se’s Tr6s. 1, 549. Das einschlagende im buche des sonst verdienstlichen reisenden ist sehr unbedeutend. 1799. Der handwerker Joseph Schrödter. See- und Landreise nach Ostindien und Ägypten, auf die Berge Sinai und Horeb, nach Gaza, Rama, Damascus, Sydon, Tyrus, Jerusalem, Bethlehem, nach dem todten Meere u. s. w. in den JJ. 1795 — 1799. Von Joseph Schrödter. Leipzig, P. Ph. Wolf, 1800. 8. Unbedeutend und unzuverlässig. Es ist fast nur in Deutschland brauch geworden, dass handwerksgesellen ihre Pilgerfahrten durch den druck bekannt machten, und damit meist durch ungründliche und unzuver- lässige darstellungen das publicum anführten. Wir werden später hin und wieder auf solche burschen stossen, die in der Veröffentlichung nicht bloss ihre eitelkeit befriedigten, sondern auch eine erwerbsquelle suchten, nachdem sie auf kosten der klöster oder wolwollender Privatleute Palästina durch- streift hatten. Zum 18. jahrhundert führe ich nur kurz an, dass die von Alexander s Russell abgefasste, von Patrick Russell mit anmerkungen herausgegebene, von J. Fr. Gmelin ins deutsche übersetzte Naturgeschichte von Aleppo . . (Göttingen 1797 f. 8. 3 thle. in 2 bänden) auch für Palästina sehr lehrreich ist. Vgl. Ritter 15, 55, Grässe’s Trös. 6, 195. *C. 1800. Viaggio di Gerusalemme colla descrizione dei Luoglp Santi, e delle funzioni che ivi si fanno nella Settimana Santa ecc. Roma oppresso Antonio Barre. 8. S. a. Das jahr 1800 ist sehr ungefähr geschätzt. 1&00. M. D. William Wittman, feldarzt der zur türkischen armee gestossenen englischen truppen. Travels in Turkey, Asia-minor, Digitized by Google 137 Syria and across the Desert into Egypt, during the years 1799, 1800 and 1801, in Company with the Turkish Army, and the British military Mission. To which are annexed, Observations on the Plague, and on the diseases prevalent in Turkey, and a meteorological Journal. By William Wittinan . . London, R. Philipps, 1803. 4. 595 s. Mit vielen kupfern (auch illumi- nirten), karten, plänen und ansichten. Deutsch: W. Wittmann’s . . Reisen in der europäischen Türkey, Kleinasien, Syrien und Aegypten in den Jah- ren 1799, 1800, 1801 und 1802. Nebst Bemerkungen über die Pest .. Aus dem Englischen mit Anmerkungen, und mit Desgenettes , Larrey’s , Pu- gnets, Sotiras pnd anderer Untersuchungen über die Pest übersetzt von J. A. Bergk. Mit illum. Kupfern. Leipzig, W. Rein, 1804 f. 8. I xx u. 293 s., II xii u. 347 s. Deutsch auch: William Wittman’s . . Reisen nach der Türkei, Klein-Asien, Syrien und Aegypten, ln den Jahren 1799, 1800 und 1801. Aus dem Englischen Auszugsweise übersetzt. Weimar, Industrie- Comptoir, 1805. 8. I bl., XII u. 208 s. 16. band der sprengelschen Bibliothek (s. oben sub anno 1799 Browne). Der Übersetzer war professor Schall in Weimar. Dieser auszug ist nicht zu gebrauchen, während das vom Übersetzer nicht verstümmelte werk keineswegs ohne werth ist. 1801. Der englische gelehrte Edward Daniel Clarke. Travels in various Countries of Europe, Asi^, and Africa. By E. D. Clarke. Lon- don 1811 f. 4. 5 voll. 4. Edition, 8. 1 1 voll., London, Cadell and Davies, 1817., Gr. 8. Part. II. Greece, Egypt, and the Holy Land. 5 bll., 463 s. Mit plan von Jerusalem u. 11 Vignetten. Ausgabe London 1816 — 24 in 8., 1 1 voll. Auszüge über Palästina deutsch in : Malerische Reise in Aegypten und Syrien über Constantinopel nach Griechenland, Dalmatien, Illyrien, Neapel und Sicilien. 2. Bändchen enthaltend Malerische Reise in Syrien. Mit 26 Kupfern. Leipzig, G. Fleischer, 1 820. Von s. 92 an die reise von Akka nach Nazareth, Tiberias, Jerusalem, Bethlehem und zurück über Jäfa nach Ptolemais. Auch in der von Bergk übersetzten reise Joliffe’s (sub anno 1817) ist die beschreibung von Jerusalem eingeschaltet (201 — 227), und zwar ist hier das fragment vollständiger und mithin brauchbarer. S. Munk 657", Robinson 548, Ritter 15, 63, van Senden 1, 170. Clarke befand sich im julius 1801, aber nur 17 tage, in Palästina. Er ist etwas paradox. Immerhin packte er den gegenständ, andere pilger anregend, in wissenschaftlicher Unabhängigkeit an, nachdem er fleissigere Unternehmungen angestellt hatte. ' *1804 f. Weschniakoff von Kaluga und der kaufm&nn Nowikoff. IlytffcBHfl 3anncKH bo Cbathü rpa^ IepycaiHM'L h b'l onpecTHOCTH OHaro, Ka^ysKCK. ry6. ^BopaH'B BeuiHflKOBMX’B h Ma^MHCKaro uynu^a HoBüKOBa bi» 1804 h 1805 r. Mock. 1813. 8. D. h. Tagebuch einer reise nach Jerusalem. Moskau 1813. Noroff bei Daniel 215. 1806. Der vicomte Francois Auguste de Chateaubriand. Itindraire de Paris ä Jerusalem et de Jerusalem ä Paris, en allant par la Grfcce, et revenant par rfigypte, la Barbarie et l’Espagne ; Par F; A. de Chateau- briand. Deuxi&me Edition. Paris, Le Normant, 1811. 8. I cix u. 277 s., mit 1 karte, 11 2 bll. u. 413 s., 1H 2 bll. u. 370 s. Die 1. ausgabe, die reissend vergriffen war, ist mir nicht bekannt. Von der 2. sagt Chateau- briand, dass er aus mangel an Zeit den text nicht mit der wünschbaren Sorgfalt durchsah, indessen mehrere bedeutende fehler verbesserte. Wie mag Chateaubriand im nachtrock der 1 . ausgabe ausgesehen haben, da der neueste Digitized by Google 138 Überzieher noch so viel flecken und löcher hat? Auch die 3. auflage ist mir unbekannt; hingegen kenne ich die IV. Edition. Paris, Le Normant, -^1822. Gr. 8. I cxx, 270 s., mit 1 karte, II 2 bll., 401 s., III 2 bll., 354 s. mit 1 tafel facsimile. Dann in den Oeuvres complötes, tome 8 et 9. Paris, Pourrat, 1836. 8. Ferner: Bruxelles 1851. 3 voll. Chateaubriand illuströ. Paris, Boisgard, 1853. Gr. 4. Mit in der regel schlechten holz- schnitten ; Bethlehem z. b. ist unkenntlich. Man wollte nur das äuge be- stechen. Dann in den Oeuvres de Chateaubriand, bei A. de Verre, 1858. 8. 2 voll. Bei Firmin Didot, 1859, 8., 2 voll. ; bei G. Furne, 1859, 8., 1 vol. Zuletzt Itinöraire . . iilustrd de gravures sur acier. Lagny, de Vresse, 1861. 12. 508 p. Auch sah ich eine ausgabe sine anno, mit angehängten Les quatre Stuarts und mit dem bildnisse Chateaubriand’s. Englisch: Tra- vels . . London 1811. 8. 2 voll. Holländisch: Reize van Parijs naar Je- ruzalem en terug door Egypte, Barbarijen en Spanije door A. F. de Cha- teaubriand. Dordrecht 1 8 1 1 . Der Übersetzer , N. G. van Kämpen , sagt : Ik heb my niet overal aan den droogen letter van het oorspronkelijke ge- houden . . heb ik of verkort of geheel weggelaten. Deutsch : Reise von Paris nach Jerusalem durch Griechenland und Kleinasien, und Rückreise nach Paris durch Aegypten, Nordafrika und Spanien. Von F. A. von Cha- teaubriand. Uebersetzt mit einigen Anmerkungen von K. L. M. Müller und W. A. Lindau. Nebst einem Anhänge. Leipzig, Hmrichs, 1811. 8. I xii u. 173 s. mit 1 kpfr. , II 1 bl. u. f5Ö s. , III l bl., 136 u. 94 s., mit 3 taf. pläne u. karten. Tagebuch einer Reise von Paris nach Jerusalem . ., von Jerusalem durch Egypten, durch die Staaten der Barbarei und durch Spanien zurück nach Paris, von F. A. v. Chateaubriand. Uebersetzt und mit mehrern Anmerkungen begleitet von /. H. Eichholz . Mit 8 Kupfern. Leipzig, Büschler, 1812. 8. 3 thle. Man vermisst in dieser Übersetzung das Itinerarium des pilgers von Bordeaux (s. oben sub anno 333) und d’Anville’s Dissertation sur l’&endue de Tancienne Jerusalem et de son temple, et sur les mesures höbrai'ques de longueur. Eine 3. deutsche Übersetzung mit Anmerkungen von Hassler, Freiburg 1817. 3 bände. Zuletzt: Tage- buch einer Reise von Paris nach Jerusalem, und von Jerusalem zurück nach Paris. Übersetzt von K. von Kronfels. Freiburg im Br., Wagner, 1827. 8. 7 thle. Enthalten in: Sämmtliche Werke des Vicomte v. Chateaubriand. Italienisch: Descrizione di Gerusalemme. Firenze 1825. Seconda edizione. Die l . ausgabe kenne ich nicht. Auszugsweise : Descrizione di Gerusalemme e luoghi santi. Milano IS26. 12. Itinerario da Parigi a Gerusalemme . . Firenze 1831. 8. Auch Turin 1832. 12. 6 voll. Später Napoli ^844. Obschon das werk gleich nach dem erscheinen ausserordentlich gerühmt wurde, und einen ungewöhnlichen beifall fand, fehlte es doch nicht an an- griffen von mehr als einer Seite her. Das schlimmste wäre freilich, wenn, wie man mich in Florenz nach glaubwürdigem berichte alles ernstes ver- sicherte, die reise nach Jerusalem nur in der stube gemacht worden wäre. Wie knall und fall erschien folgende parodie: Itinöraire de Pantin au Mont Calvaire, en passant par la rue Mouffetard, le faubourg St.-Marceau, le faubourg St. -Jacques, le faubourg St.-Germain, les quais, les champs- ölysöes, le bois de Boulogne , Neuilly , "Suresne , et revenant par St. - Cloud, ' Boulogne, Auteuil, Chaillot, etc. ou lettres inödites de Chactas ä Atala, ouvrage öcrit en style brillant, et traduit pour la premiöre fois du bas-breton sur la neuviöme ödition, Par M. de Chateauterne. Paris, J. G. Dentu, 1811. 8. 2 bll., XIII u. 220 s. Der titel enthält das motto: Une parodie Digitized by t^.ooQLe 139 n’öte rien au m^rite qu’un ouvrage peilt avoir. Der Verfasser ist Rene Perrier nach Barbier, Supplement, nr. 22711. Die parodie spielt darauf an, dass Chateaubriands reise auf Paris und seine Umgebung sich beschränkt habe. Eine unbedeutende, doch von tadel nicht ganz freie anzeige von A. L. Millin erschien im Extrait du Magazin Encyclopödique , Nro. d’ Avril 1811, p. 445. S. Munk 657, Raumer 9, Robinson 2, 549, Ritter 15, 65, van Senden 1, 371, Gratz 625, Bassi l, 240, Petzholdt’s Anz., 1861, 291 u. 1863, 53. Wenn an einem buche einzig der styl beurtheilt werden müsste, so könnte ich das werk Chateaubriands nicht genug rühmen; wenn es sich aber um die Sache selbst handelt, so ist lauter tadel gerecht. Von beschei- denheit und ordentlicher litteraturkenntniss kann beim vicomte keine rede sein. Seine worte (2, 64): Dans ce siöcle de lumiere l’ignorance est grande, lassen sich nicht selten auf ihn füglich an wenden. Sein werk ist mehr blendwerk. Was ein längeres leben fristen soll,* muss mit der Wahrheit enger und aufrichtiger im bunde stehen. Was frommt der weit die pomphafte Verkündigung, dass er, wegen des braüdes der grabkirche im j. 1808, der letzte schilderer des grossen tempels sein werde, wenn er das meiste, was sie ins licht stellen sollte, aus der Schrift des Deshayes (2, 216 sqq.), welche dem vorletzten jahrbundert angehört, plünderte, ohne seinen Worten in der regei etwas beizufügen? Ist das ein bild von 1806? Bei all’ dem sind viele franzosen blind genug, Chateaubriand als autorität über Jerusalem anzuer- kennen. L’Itinöraire de M. de Chateaubriand, sagt unter andern graf d’Estour- mel ( 1 , 419), ce modöle d’exactitude et d’örudition. Tout ce que je pourrais dire est öcrit. Doch fängt in der neusten zeit sogar unter den franzosen der fixstern an ein wenig zu erblassen, und nur noch solche, die in Chateau- briand den hauptpfeiler der mönchischen Überlieferungen erblicken, gehen mit ihm durch dick und dünn. In den Mdmoires d’outre - tombe gibt sich übrigens der Verfasser selbst die blösse, dass er an seine genauigkeit glaubt (3, 38 sq. brü8seler-ausgabe): Tons les voyageurs, ä Jerusalem, m’ont öcrit pour me föliciter et me remercier de mon cxactitude, wie Julius Folentlot (l’exactitude scrupuleuse des descriptions). Wie dem Verfasser, wenn er wirklich 16 tage in Palästina, davon 8 tage in Jerusalem uqd in der Jor- danaue, sich aufhielt, es an zeit gebrach, um genauere und umfassendere beobachtungen anzustellen, so nahm er sich auch nicht zeit für das bticher- studium, um in wissenschaftlicher, zumal historischer beziehung etwas gründ- liches leisten zu können. Leider gab er für die menge nur zu lange den ton an und schadete vielfach durch hinhalt einer nüchternen forschung und einer freiem, unabhängigen meinung ; denn kopiren des flüchtigen reisewerkes, ohne sich zu besinnen oder an einen eigenen köpf und mit diesem zu den- ken, galt als überaus preiswürdig. Mein geburtstag fällt ebenfalls in das jahr 1806, und wie sonderbar reimt es sich, dass gerade in diesem jahr, in welchem die Unwissenheit noch so gross gewesen sei, einer auf die weit kam, welcher später, viermal in Palästina, an der reihe der entschiedensten kämpf er gegen den autor des itinerariums auftrat. 1806? J. B. Kamjaschott’s Wanderungen durch Syrien, Egypten, und einen Theil Arabiens ; nach . seinem Tagebuche und den Bemerkungen anderer klassischer Reisehe- schreiber bearbeitet. Erfurt, Hennig, 1806. 8. I vi, 406, II l bl., 266 s. Der abenteu- rer, angeblich ein Offizier, reiste mit seiner geliebten, Marcella; in Jerusalem weilte er etwas länger, auch Uber die ostern. Er schreibt hin und wieder frivol, vieles aus Po- cocke. Der Verleger sollte darüber zur Verantwortung gezogen werden können, ob nicht das ganze ein roman, ein kind der spekulazion, eine art betrug sei. Digitized by t^.ooQLe 140 1806 f. Der kammerassessor Ulrich Jasper Seetzen von Kiddoge in der herrschaft Jever. Ulrich Jasper Seetzen’s Reisen durch Syrien, Palästina, Phönicien, die Transjordan- Länder, Arabia Petrsea und Unter- Aegypten. Herausgegeben und commentirt von . . Fr. Kruse in Verbindung mit . . Hinrichs, . . Hermann Müller und mehreren andern Gelehrten. Berlin, G. Reimer, 1854— 1 1 859. 8. I 4 bll., lxxv u. 432 s. , H 2 bll., 400 s. (Tagebuch über seinen Aufenthalt in Jerusalem und mehrere Reisen durch Palästina, Süd -Phönicien, die Transjordan -Länder und ringsum das Todte Meer), HI 2 bll., 502 s., mit 1 titellithographie , IV mit dem besondern titel: Commentare zu Ulrich Jasper Seetzens Reisen u. s. f. Ausgearbeitet von . . Fr. Kruse und . . H. L. Fleischer in Verbindung mit mehreren an- dern Gelehrten. Nebst sämmtlichen Original -Charten Seetzen’s, von ihm selbst zu seiner Reise gezeichnet und auf seinen Wunsch vervollständigt durch Hinzufügung mehrerer Ortsnamen nach seinen Tagebüchern, so wie der alten Namen der zu bestimmenden Orte, von Kruse, xxvu, 1 bl. u. 254 s. Schon der 1. band enthält eine reise um das Todte Meer nach Hebron und Jerusalem. Früher erschienen briefe von Seetzen in Zach’s Monatlicher Correspondenz durch mehrere jahrgänge von 1806 an; besonders beachtenswerth band 17, 18, 26, 27. Diese briefe wurden stückweise ins englische übersetzt, und erschienen unter dem titel: A Brief Account of the countries adjoining the Lake of Tiberias, the Jordan, and Dead Sea. London 1813. 4. Besagte briefe erschienen auch, ins französische übersetzt, in den Annales des voya- ges, 1809—1814. Etwas weniger wichtige auszttge sind in Jos. Ham- mers Fundgruben des Orients 1, 43, 112 u. 2, 275, 474 niedergelegt. S. Munk 657 b , Raumer 9, Ritter 15, 64, besonders seinen artikel in der Ber- liner Zeitschr. für Allg. Erdkunde, 1854, 3, 213 ff., Robinson 2, 549, van Senden 1, 170 f., van de Velde’s Mem. 9, Bassi 1, 240. Seetzen gebührt das lob, dass er der erste unter den franken das transjordanische gebiet wissen- schaftlich bereiste. Er setzte bequemlichkeit, höhere genüsse des lebens und die- ses selbst — mit verstand, muth und wunderbarer bebarrlichkeit daran, um die geographische karte zu vervollständigen und zu verbessern. Weil er, des ara- bischen kundig, mit dem Volke leicht verkehren konnte, so sind seine berichte nicht nach der Schablone früherer fränkischer reisender abgefasst, sondern aus dem leben geschöpft. Im übrigen stellen sich seine arabischen Ortsnamen hier und da etwas wunderlich vor das ange, und man darf keinem zweifei raum geben, dass er, wäre ihm das glück vergönnt gewesen, die herausgabe selbst zu besorgen, manches geändert hätte. Niemand wird das werk ohne grossen nutzen aus der hand legen, und auch Ritter verdient für die anre- gung und der Verleger für das mehr patriotische und der Wissenschaft gel- tende als lukrative unternehmen den dank der gelehrten weit. 1807. Der Spanier Domingo Badia y Leblich oder, nach dem an- genommenen arabischen namen, Ali Bei el-Abassi. Voyages d’Ali el Abassi en Afrique et en Asie pendant les annöes 1803, 1804, 1805, 1806 et 1807. Paris, F. Didot, 1814. 8. 3 tom. % Im 3. theil Palästina. Eng- lisch: Travels in Marocco, Egypt, Arabia, Syria between the years 18Ö3 and 1807. London 1816. 4. 2 voll. Deutsch: Ali Bey’s el Abassi Reisen in Afrika und Asia in den Jahren 1803 — 1807. Aus dem Französischen. Weimar, Landes - Industrie - Comptoir, 1816. Gr. 8. 2 voll. Zweite Abthei- lung, 608 s., Aegypten, Arabien, Syrien und die europäische Türkei enthaltend. Mit l karte. In F. J. Bertuch’s Bibliothek der Reisebeschreibungen 7., 8. bd. Digitized by t^.ooQLe 141 S. Raumer 10, Ritter 15, 63 f., Robinson 2, 549, Engelmanns Biblioth. geogr. 103. Domingo Badia reiste als mohammedaner , und sein buch ge- währt einige belehrung, schon deswegen, weil er in Jerusalem auch die grossen moscheen besuchen durfte. 1810—1812. Johann Ludwig Burckhardt von Basel, im Orient Schöch Ibrähim genannt. Travels in Syria and the Holy Land; By the late John Lewis Burckhardt. Published by the Association for promoting the discovery of the interior parts of Africa. London, Murray, 1822. Gr. 4. 2 bll., XXIV u. 668 s. Mit Burckhardfs bildniss, 3 karten, 3 plänen und mit in den text eingedruckten abbildungen. Herausgegeben vom Sekretär William Martin Leake. Deutsch: Johann Ludwig Burkhardts Reisen in Syrien und dem Gelobten Lande. Nach seinem Tode herausgegeben von der Londoner Gesellschaft . . (Aus dem Ethnographischen Archiv besonders abgedruckt.) Jena, Bran, 1822. 8. 1 bl., 272 s. Dann: Johann Ludwig Burckhardt’s Reisen in Syrien, Palästina und der Gegend des Berges Sinai. Aus dem Englischen. Herausgegeben und mit Anmerkungen begleitet von Wilhelm Gesenius . . Mit Charten, vielen griechischen ji. semitischen Inschriften. Weimar, Industrie - Comptoir, 1823 f. 8. I xu. , 548 s., II (mit Charten und Inschriften: Beschreibung einer Reise von Damaskus durch die Gebirge des peträischen Arabien und die Wüste Ei Ty nach Kairo im Sommer 1812) x u. s. 546 — 1104. Uebersetzt von Rienäcker. Auszttglich in Jäck’s Taschenbibliothek der wichtigsten . . Reisen durch Palästina (Nürnberg 1 828) 2, 288 — 376; der auszug enthält jedoch nur syrisches und sinaitisches. S. Munk 257 h , Raumer 10, Robinson 2, 549, Ritter 15, 65, van Senden 1, 171, Bassi 1, 240 sq., van de Velde 9, Petzboldt’s Anz., 1861, 292 u. 1863, 53. Sorgfältige Vorbereitung, kenntniss der arabischen spräche, ein unbefangener blick, nüchterne beobachtung und äusserste genügsamkeit zeich- nen den Burckhardt aufs vortheilhafteste aus. Er sah es nicht darauf ab, die längst durchschrittenen wege der Wallfahrer wiederum zu betreten, sondern sein dichten und trachten ging dahin, neue bahnen einzuschlagen, und allenthalben, wo er durchkam , bereicherte er die geographie und ethno- graphie. Ihm verdankt die gelehrte republik eine reihe von entdeckungen im H$uran, in Transjordanien, die mit denen des ebenso ausgezeichneten deutschen forschers Seetzen wie perlen das 1. viertel des 19. jahrhunderts zieren. Der eifer für die Wissenschaft feuerte den schweizer in dem masse an, dass er sich der religion der mohammedaner in die arme warf, und dass er auch, als der tod ihn in Kairo ereilte, nach den gebräuchen des isläm bestattet wurde. Dieser forscher ist in vielef hinsicht das muster eines reisenden. C. 1812. Der franziskaner Manuel de Garcia. Derechos legales y estado de Tierra Santa. Coleccion de documentos y noticias, pertenecientes al derecho que las potencias Cristianas tienen ä la posesion de sus santua- rios. Manifeste de su estado actual, ideas para volver a su legitima y en- tera posesion, y mantenerlos sin tanto consumo de caudales; por el R. P. Fr. Manuel de Garcia. Palma, F. Guasp, 1814. 4. S. Bethlehem 139, Noroff bei Daniel 2 1 5. Einiges ist beachtenswerth. 1813. Der farbereibesitzer Johann Heinrich Mayr von Arbon. Schicksale eines Schweizers während seiner Reise nach Jerusalem und dem Libanon. Von ihm selbst beschrieben. Mit 1 Ansicht von Jerusalem. St. Gallen, Huber u. Comp., 1815. 8. I xh u. 212 s. , H 1 bl., 244 s. u. Digitized by t^.ooQLe 142 I bl. Johann Heinrich Mayr’s Reise nach Konstantinopel, Aegypten, Jerusa- lem, und auf den Libanon. Herausgegeben von Johann Conrad Appenzeller. Zweyte verbesserte Auflage. Mit 4 Kupfern. St. Gallen, Huber u. Comp., 1820. 8. XV u. 576 s. Holländisch: Lotgevallen van een* Zwitser op zyne reize naer Jerusalem en den Libanon. Haarlem 1816. 8. S. Raumer 10, Ritter 15, 68, Petzholdfs Anz., 1863, 54. Zu lebhafte phantasie des grundbraven mannes trübte hier und da die klarheit des blickes. Er gab mir anleitung zur 1. reise nach Jerusalem. Heimgekehrt schickte ich ihm und seinem herausgeber, pfarrer Appenzeller, mein manuskript. Beide be- suchten mich nachher, und das resultat der berathungen war, dass ich das- selbe der feile des mayr’schen herausgebers anvertrauen solle, weil ich zu gelehrt für ungelehrte und zu ungehrt für gelehrte geschrieben habe ; allein ich konnte mich nicht dazu entschliessen , und lieber wollte' ich auf eignen füssen gehen, als noch so gefällig und anmuthig getragen werden. 1814. Rramsen m Berlin. Travels in Egypt, Syria, Palestine . . London 1815. 8. Französisch: Promenade d’un voyageur prnssien en Eu- rope, Asie et Afrique. Paris 1818. 8. 2 tom. Deutsch: Bramsens Reise durch die Jonischen Inseln, Aegypten, Syrien, Palästina und Griechenland, in den Jahren 1814 und 1815. (Aus dem Ethnographischen Archiv beson- ders abgedruckt.) Jena, Bran, 1819. 8. 1 bl., 192 s. S. Jolowicz. Bram- gen begleitete den ältesten sohn des englischen baronets, sir Georg Maxwell. Der Verfasser ist sehr flüchtig und seine Schrift ohne kritischen werth. 1814. Der artilleriekapitän Henry Light. Travels in Egypt, Nubia, Holy Land, Mount Libanon, and Cyprus. By Henry Light. London, Rod- well a. M., 1818. 4. Mit 20 taf. und 14 vign. Deutsch: Reise in Aegyp- ten, Nubien und dem heiligen Lande. Aus dem Englischen des . . Henry Light . . (Aus dem Ethnographischen Archiv besonders abgedruckt.) Jena, Bran, 1820. 8. IV u. 204 s. Ohne illustrazionen. Petzholdt (Anz., 1863, 54) führt eine ausgabe mit dem gleichen titel aus dem j. 1834 an; allein sie ist offenbar eine titelausgabe. Vgl. Grässe’s Trös. s. v. Der sehr aufmerksame Verfasser durchreiste flüchtig Palästina. 1814. Santino Daldini, pfarrer zu Saltrio im komaskischen. Viaggio di Terra Santa, diviso in capitoli secondo l’ordine delle materie dal . . Santino Daldini . . Milano, M. Carrara, 1829. 12. 168 s. 2. edizione eben- daselbst 1830. 12. Daldini . . testimonio oculare recente . Edizione terza . Diligentemente corretta ed accresciuta ; e corredata di varie carte interessant!. Milano, M. Carrara, 1848. 12. 208 s. Schon in der 2. ausg. : Viaggio e Visita. Eine bescheidene und liebliche erzählung mit brauchbaren notizen. *C. 1815. Des P. Joseph de Lamego wallfahrt nach Jerusalem. Lisboa 1819. Nach Rignon, 1861, 95. 1815. William Turner Esq. Journal of a Tour in the Levant, by William Turner. London, J. Murray, 1820. Gr. 8. I xxvii upd 480, II vii u. 608, III vii u. 547 s. Mit 21 zum theil kolorirten kk., 2 land- karten u. 1 facsimile. S. Petzholdfs Anz., 1863, 54. Beachtenswerth. 1815. Otto Friedrichs von Richter Wallfahrten im Morgenlande. Aus seinen Tagebüchern und Briefen dargestellt von Johann Philipp Gustav Ewers . . Mit Kupfern. Berlin, G. Reimer, 1822. 8. XVIII u. 7 1 5 s. Mit dem bildnisse des Verfassers und 15 andern kk. S. Raumer 11, Robinson Digitized by t^.ooQLe 143 2, 549, Ritter 15, 65 f., van Senden 1, 171. Das buch gewährt für Je- rusalem und seine Umgebung wenig ausbeute ; im allgemeinen aber erzwingt es die be wunderung für den 24jährigen jüngling aus Neukusthof bei Dorpat. Wie Hasselquist fand er, beide in der blüthe der jahre, in Smyrna den tod, ich — 1 S46 die gesundheit. C. 1815. Der arzt Merion. Travels of Lady Hester Stanhope . . narrated by her physician . London, C. Colburn, 1846. 8. 3 voll. Frühere ausgabe London 1845. Das werk ist interessant, namentlich für die beschrei- bung der palästinischen gräber. Der Verfasser der Three Weeks (s. unten sub anno 1831) schreibt (155) Merryon. 1815 — 1820. Der missionar William Jowett. Christian Researches in the Mediterranean , from 1815. to 1820 . . By . . William Jowett . . With an Appendix, containing the Journal of . . James Connor, chiefly in Syria *and Palestine. Third edition. London, R. Watts, 1824. 8. 7 bll., 454 s. Mit 1 karte. Dann : Christian Researches in (the Mediterranean and in) Syria and the Holy Land, 1824 — 26. 8. 2 voll. Mit karten. Die 1. und 2. auflage ist mir unbekannt. Auch London 1825, 8., Boston 1826, 12. S. Raumer 11, Robinson 2, 550. Das buch ist hinsichtlich der religiösen Ver- hältnisse nicht wenig belehrend ; doch hat es zunächst werth für the Church Missionary Society. 1816. Der gelehrte engländer John Silk Buckingham. Travels in Palestine through the countries of Bashan and Gilead, east of the river Jordan: including a visit to the cities of Geraza and Gamala, in the De- capolis. By J. S. Buckingham . . London, Longman, 1821. 4. XXVII, 553 u. VIII s. Mit y t^-ooQle 145 P. hoch und 1' 8" breit, enthält 78 wirklich schön verfertigte kupfer. In Prag erschien ferner nicht nur eine deutsche Übersetzung mit historischen Bemerkungen von F. L . Rosmmüller in 4 bänden, 8., 1823 bis 1826, sondern auch 1826: Palästina* Sechsunddrei ssig Ansichten aus des Grafen Forbins Reise ins Morgenland in aqua-tinta. Quer fol. S. Robinson 2, 550, 'Petzholdt’s Anz., 1863, 55, Grässe’s Trös. 2, 614. Der Verfasser notirte weniges belehrende, und was die illustrazionen betrifft, so ist einiges gut ge- zeichnet, dagegen anderes sehr untreu dargestellt. Es ist wahrlich zu be- klagen, dass man so viel geld für das grosse werk von so untergeordnetem werthe verwendete. 1817. Der franziskaner Joäo de Jesus Christo. Viagem de hum peregrino a Jerusalem, e visita que. feez aos Lugares S antos, em 1817 Fr. Joäo de Jesus Christo. Lisbao 1822. 8. 2. ausgabe. Es gibt auch eine von 1831. Unbedeutend. *1817. Eines ungenannten Voyage en Galilöe et en Judöe, en 1817. Rignon, 1861, 95. 1817 und 18. Die flottenbefehlshaber Charles Leonard Irby und James Mangles. Travels through Nubia, Palestine and Syria in 1 8 1 (> and 1817. By Mangles. 8. 2 voll. Ich führe den titel genau so an, wie ich ihn für ein als in kurzem zu erscheinendes werk bei Bergk (vorrede zu Joliffe IX) finde, der ihn am 9. Mai 1821, freilich jedenfalls ungenau, geschrieben hat. Wahrscheinlich fällt der druck ins j. 1821, oder wir haben es mit folgender auflage zu thun: Travels in Egypt and Nubia, Syria and Asia Minor, during the years 1817 and 1818. Printed for private distri- bution. London 1822. 8. Auch London 1823. 8. Später kam die schrift in den buchhandel. Travels in Egypt and Nubia, Syria, and the Holy Land; including a journey round the Dead Sea, and through the country east of the Jordan. By Ch. Leon. Irby, and Jam. Mangles. London, J. Murray, 1844. 8. VIII u. 150 doppelspaltige s. Mit gleichem titel und ebenso viel seiten London 1847. Auch London, Murray, 1861. 8. Zweispaltig. S. Raumer 11, Robinson 2, 550, Ritter 15, 66 f., van Senden 1, 371, van de Velde’s Mem. 10, Grässe’s Trös. 3, 428, Petzholdt’s Anz., 1863, 55. Das in gedrängtem styl geschriebene buch enthält viel neues und be- lehrendes. 1818. Der arzt und naturforscher F. W. Sieber aus Böhmen. Reise von Cairo nach Jerusalem und wieder zurück, nebst Beleuchtung einiger heiligen Orte, von F. W. Sieber . . Mit Kupfern. Prag, M. Neureuter, und Leipzig, F. Fleischer, 1823. 8. 168 s. S. Robinson 2, 550. Der Ver- fasser schrieb nicht ohne kritik, doch zu sehr unter dem einflusse der mönche. Um die Veröffentlichung eines plans von Jerusalem: Karte von Jerusalem und seinen nächsten Umgebungen, geometrisch aufgenommen 1818, Prag, Neureuter, 1823, fol., erwarb er sich einige Verdienste. Ich sah ihn nie- mals und kenne ihn nur nach dem berggren’schen. S. Ritter 16, 307, Raumer 1 2, Engelmann 138, meine Planographie 1 0 f. 1818. Der arzt Robert Richardson, M. D. Travels along the Me- diterranean and parts adjacent, in Company with the Earl of Beimore during the years 1 8 1 6 — 17 — 1 8. Extending as far as the second cataract of the Nile, Jerusalem, Damaseus, Balbec . . London 1822. 8. 2 voll. Mit planen und kk. Im 2. theil Palästina. S. Raumer 11, Ritter 15, 67, Robinson 2, 550. Tobler, Bibliographia. 10 Digitized by Google 146 Das buch, weil belehrend, ist nicht zu übersehen; namentlich findet sich interessantes über ärzte und arzneien. *1818. Th. Legh. Excursion from Jerusalem to Wady Müsa, in Macmichael’s Journey from Moscow to Constantinople in the years 1817 — 18. London 1819. 4 to 4. kap. 185. s. Wiederabgedruckt in dem (ame- rikanischen) Biblical Repository ? Oct. 1833. 3, 618. Legh reiste ohne Mac- michael von Konstantinopel weiter, und dann, in begleitung von Irby, Mangles und Bankes, nach Petra. S. Raumer 11, Ritter 15, 66, Robinson 2, 550; letzterer zeichnet den Verfasser mit einem Sternchen aus. 1818. Der schneidergeselle Joh. Friedr. Jul. Borsum aus Feld- bergen bei Hildesheim. J. F. J. Borsums Reise nach Constantinopel, Pa- lästina und Egypten, oder: Lebendiger Beweis, wie gnädig Gott dem durchhilft, der seine Hoffnung auf ihn setzet. Überarbeitet von David Traugott Kopf. 2. Auflage. Berlin, Boicke, 1826. 8. XVI, 238 s. u. I bl. 4. ausgabe Berlin, J. A. Wohlgemuth, 1850. 12. 1825 die I. S. W. Engelmann 118, Petzholdfs Anz., 1863, 56. Der pietistische anstrich half dem werkchen zu der 4. auflage. Es ist beinahe werthlos. 1819. William Rae Wilson, doktor der rechte. Travels in the Holy Land, Egypt, etc. By William Rae Wilson . . London, Longman, 1823. Gr. 8. XII u. 544 s. Mit 8. kk. Second edition. London 1824. Fourth edition; London, Longman, 1847. Gr. 8. I xxiv u. 448 s., H vii u. 524 8. Mit 15 abbildungen. 8. Raumer 11, Petzholdt’s Anz., 1863, 55. Manche treue, malerische darstellung und überhaupt manches zu gebrau- chen, und wäre noch mehr, wenn der Verfasser sich nicht als zu leichtgläu- big zeigen würde. 1819. Der schneidergeselle C. F. Stegemann. Wanderung durch Deutschland, Polen, Russland, Persien, Caucasien und Aegypten nach Jeru- salem, in den Jahren 1814 bis 1821. Nach den Überlieferungen des Rei- senden von Friedrich Dörne. 2. Auflage. Danzig, W. T. Lohde, 1825. 12. Ohne werth. Er gerieth in Sklaverei, wurde jedoch in Jerusalem um den preis des Übertrittes zu den lateinern von den franziskanern losgekauft. 1819 f. Der architekt Johann Karl Weyand von Herchenheim unweit Ulm. Johann Carl Weyands Reisen durch Europa, Asien und Afrika von dem Jahre 1818 bis 1821 incl. von ihm selbst beschrieben. Amberg, auf Kosten des Verfassers, 1822, 23 u. 25. 8. I 2 bll. , iv u. 280 s., mit dem bildnisse des Verfassers, II v, 1 bl. u. 168 s., mit den grabmälern von Gottfried und Balduin und 4 andern kk., HI 213 s., mit 3 kk. Auch Wien, Mechitaristen - Congregation , 1828. 8. Der Verfasser schildert das grab Gottfrieds von Bouillon als vorhanden und zeichnet es ausserhalb des gebäudes von Golgotha, wie es vor dem brande im j. 1808 war. Die darstellung der kapelle des Christusgrabes, mit der eigenthümlichkeit , dass sie den fels erblicken lässt, ist eine gebürt der einbildungskraft. Der text selbst seicht geschrieben; vieles kopirt. 1820. Der missionar James Connor. 8 . oben Jowett sub anno 1815 — 1820. Im Appendix 413 — 453. Auch: Connor, Relation d’un voyage faiten Palestine. 8. Annales des Voyages. Nouv. IX. 1821. 144 bei Koner 2, 335. Das kurze lesenswerth. Digitized by t^.ooQLe 147 1820. Der arzt Ludwig Alexius Paschalis Damoiseau. Voyage en Syrie et dans le Dösert, Par feu Louis Damoiseau, attachö ä la mission de M. de Portes, (pourachat d’fitalons arabes). Paris, H. Sou verain, 1833. 8. 1 bl., IV u. 288 s. Auch Bruxelles 1839. Herausgegeben von Jean May. Deutsch: Hippologische Wanderungen in Syrien und der Wüste. Aus dem Französi- schen von Th. Heinze . . Leipzig, Mager, 1842. 8. 2 bände. S. Rignon, 1861, 96. Der wackere Verfasser, welcher Jerusalem und Nazareth besuchte, lieferte für die geographie sehr wenig erhebliches. 1820. Graf de Marcellus, bevollmächtigter minister. Souvenirs de TOrient, par le Vicomte de Marcellus . . Paris, Debräcourt, 1839. 8. 2 tom. Die Vorrede zur 2. ausgabe wurde 1853 geschrieben. Deswegen war die brüsseler-ausgabe von 1840 (12. 3 tom. mit 2 lithographirten tafeln u. 1 karte) ein nachdruck der 1. auflage. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 75. Troi- siöme ödition (jfar le Comte de Marcellus). Paris, Garnier, 1861. 8. XII u. 600 s. Italienisch: Rimembranze intorno all’ Oriente del Visconte di Marcellus. Prato, Giachetti, 1841. Gr. 8. Schon die hohe Stellung erlaubte dem klas- sisch gebilbeten Verfasser, manches denkwürdige mitzutheilen. Derselbe hielt sich in amtsgeschäften 4 jahre in Konstantinopel auf. *C. 1820. Der hutmachergeselle F. Kronecker. Reise aus Stuben- berg bei Braunau nach dem gelobten Lande, nebst einer Uebersickt seiner durch Europa während eines Zeitraums von 21 Jahren gemachten Wande- rungen. 4. Auflage. München 1825. 8. S. Engelmann 1094. *1820—21. Der baronet Frederick Henniker. Notes during a Visit to Egypt, Nubia, the Oasis, Mount Sinai, and Jerusalem . By Frede- rick Henniker . . London, Murray, 1823. Gr. 8. XI u. 340 s. Mit 3 kk. S. Robinson 2, 550, Petzholdt’s Anz., 1863, 75; dieser aber führt den Ver- fasser, den Robinson als flüchtig und oberflächlich bezeichnet, unter dem j. 1819 an. 1821. Dr. Johann Martin Augustin Scholz, professor der theolo- gie zu Bonn. 4. Reise in die Gegend zwischen Alexandrien und Paräto- nium, die libysche Wüste, Siwa, Egypten, Palästina und Syrien, in den Jah- ren 1820 und 1821 von Joh. Mart. Augustin Scholz. Leipzig und Sorau, F. Fleischer, 1822. 8. VI u. 305 s. — 2. Biblisch -kritische Reise in Frankreich, . . Palästina . . 1818, 1819, 1820, 1821 . . von Joh. M. Aug. Scholz. Leipzig und Sorau, F. Fleischer, 1823. 8. Es finden sich auch Verbesserungen des obigen reiseberichtes. : — 3. Handbuch der biblischen Archäologie. Bonn 1834. Die abschnitte über biblische Geographie §. II — 68. — 4. Commentatio de Golgotb® et sanctissimi D. N. J. C. sepulcri situ. Akademische festabhandlung für den 3. august 1825, als den geburts- tag des königs Friedrich Wilhelm III. Bonn®, Thormann, 1825. 4. 22 s. Mit l unhaltbaren plan von Jerusalem. — 5. Abhandlung über die Lage des heiligen Grabes. Enthalten in den Wiener- Jahrbüchern der Literatur. Wien, Gerold, 1826. Gr. 8. 35. band, Anzeigeblatt 22 ff. Mit 1 schlech- ten plan von Jerusalem. — 6. Commentatio de Hierosolymae singularumque illius partium situ et ambitu. Akademische festabhandlung für den geburtstag Friedrich Wilhelm III. Bonn®, Carol. Georg., 1835. 4. 1 bl., 17 s. Mit einem plan der Hierosolyraa vetus. — 7. Calendaria gr®ca duo, quorum alterum Hie- rosolymitanum. Bonn® 1823. S. Raumer 10, Robinson 2, 550, Ritter 15, 68, van Senden 1, 174, Gratz 630, van de Velde 10. Scholz war kenner 10 * Digitized by t^.ooQLe 148 der arabischen spräche und schrift. Dies und ein ziemlich unbefangenes urtheil macht seine schriftarbeiten wichtig. Er bringt eine menge neues, namentlich auch eine grosse anzahl arabischer namen von Ortschaften. Seine Verdienste sind bisher im allgemeinen noch nicht genugsam gewürdigt worden. 1821. Dr. Jakob Berggren, propst und pfarrer zu Skällwik bei Soenderkoeping. 1. Hesor i Europa och Oesterländerne. Stockholm 1826 — 28. 8. 3 theile. Deutsch: Reisen in Europa und im Morgenlande von J. Berggren. Leipzig und Darmstadt, C. W. Leske, 1828 — 1834. 8. I rv u. 396, mit 1 kupfer und l karte, II 1 bl., 410, mit dem plan von Jeru- salem und der karte von Syrien, III 1 bl., 244 8. Mein exemplar hat nur im 3. theil die angabe des druckjahrs (1834). — 2. Guide fran$ais - arabe vulgaire des voyageurs et des francs en Syrie et en Egypte • avec carte phy- sique et geographique de la Syrie et plan g£om6trique de Jerusalem ancien et moderne comme Supplement aux voyages en Orient par J. Berggren. Upsal, Leffler, 1844. 4. 2 bll., 924 sp. Der artikel Itindraire von sp. 450 — 506 enthält die augabe der entfernungen von Ortschaft zu Ortschaft in Syrien und Pa- lästina. Karte und plan sind genau diejenigen, welche der deutschen Über- setzung beigegeben wurden, nur mit der legende in schwedischer spräche. — 3. Flavius Josephus der Führer und Irreführer der Pilger im alten und neuen Jerusalem. Mit einer Beilage Jerusalem des Itinerarium Burdigalense enthaltend Herausgegeben von Jakob Berggren . . Leipzig, T. 0. Weigel, 1854. 4. VIII u. 55 s. — 4. Bibel und Josephus über Jerusalem und das Heilige Grab wider Robinson und neuere Sionspilger als Anhang zu Reisen im Morgenlande von J. Berggren . . Lund, Berling, 1862. 8. XIV u. 444 s. S. Robinson 2, 550. Es muss nicht wenig auffallen, dass Berggren lange zeit so wenig beachtet wurde. Wenn er nichts geschrieben hätte, als das Itindraire, so würde er unsern lebhaften dank verdienen. Er war ein wolvorbereiteter , guter beobachter und ein auf verschiedenes, insbesondere auf die geographischen nomin a propria der araber aufmerksam gewesener Jorsalafarare. In der neuesten schrift stösst freilich eine etwas einseitige und leidenschaftliche Verfechtung von hypothesen, zum theil aus mangel- hafter oder nicht umfassender litteraturkenntniss. 1821. John Carae. Letters from the East. 3d Edition. London 1830. S. 2 voll. Recollections of Travels in the East; forming a Conti- nuation of the Letters from the East. By John Carne . . London, Colburn, 1830. 8. XII u. 348 s. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 76; allein Robinson 2, 551 gibt auch für Recollections 2 voll. an. Früher London 1826. 8. Deutsch: Leben und Sitte im Morgenlande, auf einer Reise von Konstanti- nopel durch das griechische Inselmeer, Aegypten, Syrien und Palästina ge- schildert von J. Carne ; nebst einem Anhänge über Griechenland. Aus dem Englischen übersetzt . . von W. A. Lindau. Dresden und Leipzig, Arnold, 1826 — 27. Kl. 8. I 2 bll., 167, II (enthaltend Palästina) 2 bll., 162, III 2 bll., 143, IV ausserdem mit dem titel: Reise über Cypern und Rhodus nach Morea, 158 s. Vgl. Grässe’s Trds. 2, 50. Keine eingehende forschung; ein schlichter bericht. 1822 und später. Dr. Michael Salomo Alexander (WolfF), bischof von Jerusalem. Missionary Journal and Memoir of the Rey. Joseph Wolff, missionary of the Jews. Revised and edited by John Bayford. London 1824. 8. Dann mit his first visit to Palestine. London 1827. 3 voll. Digitized by t^.ooQLe 149 Ingleichen Joseph Wolff, his Travels and Adventures. 2. ed. London 1860. Gr. 8. 2 voll. Zur geschichte der protestantischen mission in Palästina nicht leicht entbehrlich. Anlässlich wird bemerkt, dass aus dem j. 1818 einiges über Jerusalem und Bethlehem von einem schweizerischen geistlichen, Burckhardt, in The Missionary Register for 1819 (London 1819. 72 sqq.) enthalten ist. Auch vom biscliof S. Gobat geben Zeitschriften. 1823. Der missionar Plinius Fisk. Memoir of . . Pliny Fisk late Missionary to Palestine. Edinburgh 1828. Deutsch: Plinius Fisk, aus dem Englischen übersetzt von Heller. Erlangen 1835. Das Dagboek van eenen Evangeliedienaar , gehouden op zijne reis door het H. Land (Haarlem 1850. 2 deelen), ist von Georg Fisk. Mit P. Fisk war Parsons, in dessen Me- moir (Edingburgh 1832) nachrichten über Palästina Vorkommen. S. Rau- mer 12, van Senden 1, 373. Geniessbar. 1823. Dr. Westphal, geometer. in Göttingen. Über die topogra- phische Lage Jerusalems, zur Erläuterung des Planes aufgenommen von Westphal. Aus dessen Tagebuche während einer Reise durch den Orierit in den Jahren 1822 und 1823. In: Hertha. Zeitschrift für Erd-, Völker- und Staatenkunde von H. Berghaus und K. F. V. Hoffmann. Jahrg. 1825. 1, 385 ff. Mit Westphal reiste G. Parthey. Vgl. Ritter 15, 307. Die be- schreibung des terrains ist nicht besonders gut. 1824. Der naturforscher Giambatista Brocchi von Bassano. Gior- nale delle Osservazioni fatte ne* Viaggi \n Egitto, nella Siria e nella Nubia da G. B. Brocchi . . Opera inedita postuma . . Bassano, A. Roberti, 1841 — 1843. 8. I xiv u. 390, mit dem bildnisse des Verfassers, II 540, III (Pa- lästina enthaltend) 576, IV 287, V 775 s. Dazu gehört: Atlante del Gior- nale delle Osservazioni fatte ecc. Bassano, A. Roberti, 1843. 8. 2 bll., 20 Tav. mit erklärungen. Die einleitung rührt vom drucker und Verleger, Ro- berti, her, der als herausgeber angesehen werden kann. Das werk, welches selbst in Italien schwer erhältlich ist, verdient besonders in naturwissen- schaftlicher hinsicht beachtung. 1825. Der esquire John Madox. Excursions in the Holy Land, Egypt, Nubia, Syria, &c. Including a Visit to the unfrequented 'district of the Haouran. By John Madox. London, R. Bentley, 1834. Gr. 8. I xiv u. 436, II viii u. 403 s. Mit 2 titel- und 25 a. kk. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 76. Für Palästina unbedeutend. > 1826 f. Der kaufmann August Jahn von Mainz. Reise von Mainz nach Egypten, Jerusalem und Konstantinopel in den Jahren 1826 — 27 von A. M. Jahn. Mainz, J. Stenz, 1828 — 30. 8. I (Heft) enthält Reise von Mainz über Triest nach Egypten, 4 bll., XXVI und bis s. 110, mit 1 kupfer, II enthält Reise von Alexandrien nach Cairo u. s. w. tll — 245, mit 2 litho- graphien, III:*Reise von Cairo nach Jerusalem u. s. w. 247 — 382, mit 1 schlechten plan von Jerusalem nach der vogelansicht , IV : Reise von Jeru- salem über fünf griechische Inseln nach Smyrna u. s. w. 383 — 542, mit 1 lithographie, V: Schilderung von Konstantinopel u. s. w. 543 — 716, 1 bL, mit 1 plan von Konstantinopel. Der Verfasser, zwar oberflächlich und leicht- fertig, hält sich frei, hütet sich vor Übertreibungen, und tritt insbesondere gegen Chateaubriand auf. Das buch ist nicht mehr leicht zu kaufen. 1826 f. Der priester Luigi Valiani von Florenz. Viaggio a Ge- rusalemme per l’Asia e Soria ove si descrivono tutti i luoghi santi della Digitized by t^.ooQLe 150 Palestina, Giudea, Galilea, ed altre provincie. Si notano diverse Cittä di Siria colle sue precise distanze, usi, costumi, religione, commercio ec. ec. Fatto dair Abate Luigi Yaliani . . l’anno 1826. e 1827. Firenze, stam- peria granducale, 1828. 12. 196 s. S. Cassini 2, 56. Treuherzige er- zählung eines milde gesinnten abate, der sein büchlein dem engländer George Rivers Hunter widmete. 1827. Der arzt R. R. Madden, M. D. Travels in Turkey, Egypt, Nubia, and Palestine,. in 1824, 1825, 1826, and 1827. By R. R. Madden. London, H. Colburn, 1829. Gr. 8. I xvi u. 401, mit dem kolorirten bild- nisse des Verfassers, II vm u. 398 s. Auch London, Whittacker, 1833. 8. 2 voll. Der muthige Verfasser bringt auch brauchbares, nicht allein für heilkünstler. Ob das von Grässe im Trös. 4, 331 angeführte werk: Mad- den. The Shrines and Sepulchres of the old and new World, records of Pilgrimages in many Lands, London 1851, 8., 2 tom. , dem gleichen ver- . fasser zuzuschreiben sei, bin ich nicht im klaren. 1827. Der ingenieur Giovanni Failoni von Verona. Viaggio in Siria e nella Terra Santa preceduto da alcupe notizie geografiche e d’alcuni cenni sulle diverse religioni che professano gli abitanti di quelle contrade. Coi piani delT antica e nuova Gerusalemme e colla pianta del gran tempio del Santo Sepolcro di Giovanni Failoni. Verona, P. Bisesti, 1833. 8. XII u. 194 'S., 1 bl. Nicht ganz ohne werth, ob wol die gen auigkeit zu wünschen übrig lässt. 1827 und 1839. Die Frau Moses Monteflore in London. Private Journal of a Visit to Egypt and Palestine. London, J. Ricknerby, 1836. 8. (Not published). Notes from a private Journal of a Visit to Egypt and Palestine (Ebenfalls Not published). London 1844. 8. Der grosse wol- thäter der juden, Moses Montefiore, war das 1. mal 1827, das 2. mal 1839, auch 1848 und später in Palästina. Die Schriften kamen nicht in den buchhandel. Weniges, was sonst die gebildete jüdin schreibt, hat interesse für einen weitern kreis. 1828. Der graf Lion de Laborde, legazionssekretar. Voyage en Orient, par Löon de Laborde, prös de 400 vues des monuments et sites historiques de l’Asie Mineure et de la Syrie, dessinöes d’aprös nature par l’auteur. Accompagndes d’un Texte explicatif , et de Recherches sur l’dtat ancien et moderne de ces contrdes. Voyage de la Syrie, un volume in- folio en 18 livraisons. Paris, F. Didot, 1842. Gr. folio. Mit Syrien ist Palästina inbegriffen. Das werk ist sehr schön und brauchbar. Das Voyage de l’Arabie Petrde und den Commentaire gdographique sur l’Exode etc. habe ich hier nicht weiter zu berühren. S. Raumer 12. 1829. Anton Prokesch ritter von Osten, österreichischer ge- sandter. Reise ins heilige Land. Im Jahr 1829. Von A. Prokesch .. Wien, C. Gerold, 1831. Kl. 8. 148 8. Mit dem Vortitel: Tagebuch meiner Reisen. Dänisch: Reise i det heilige Land 1829. Oversat af Christian Winther. Kjobenhavn 1839. S. Raumer 12, Ritter 15, 68, Petersen 38. Gesendet von der österreichischen regirung in folge der bedrüekungen, welche die des kaiserlichen Schutzes geniessenden Christen und juden in Palästina erlitten, reiste Prokesch auf diesen Schauplatz. Er schreibt unterrichtet, ge- diegen, unbefangen und bringt manches neue. Die kleine schrift wiegt eine menge grösserer bticher auf. Digitized by t^.ooQLe 151 1830. Der engländer George Robinson. Travels in Palestine and Syria. London 1837. 8. 2 voll. Mit karten und plänen. Französisch: Voyage en Palestine et en Syrie, par George Robinson, avec vues, cartes et plans. Traduction revue et annotöe par l’auteur. Paris, A. Bertrand, 1838. 8. I Palestine, xxiv u. 381, mit einer leidlichen ansicht von Jerusa- lem und mit einem plan der grabkirche von Amico, II Syrie, xi u. 488 8., mit einer ansicht von Börüt, mit plänen und karten von Baalbek, Amanän und Dscheräsch. Italienisch: Yiaggio in Siria e in Palestina di Giovanni (Giorgio?) Robinsön. Prato, Giachetti, 1844. 8. S. Grässe’s Trös. 6, 140. Das buch wird wegen Eduard Robinson gleichsam übersehen, und gewährt doch einiges interesse. *1830 und 1849—50. A. M. MourawiefFs reise nach Jerusalem 1830. 4. ausgabe S. Petersburg 1840. Dann: üiiCbMa cb Boctokü (orien- talische briefe von der 2. reise). 8. 2 voll. S. Noroff bei Daniel 216. 1830. Puteschestwie ko Swjatym Miestam W 1830 godu. S. Pe- tersburg 1835. 8. 2 thle. mit l abbildung der Christusgrabkapelle, 1 guten grundrisse der Mariengrabkapelle, t plan der Christusgrabkirche, wie er sich bei Williams findet, mit 1 plan von Jerusalem, der sich an den sieber- schen anschliesst, mit einem ziemlich hohen hügel Golgotha. Wie weit diese schrift derjenigen von MourawiefF verwandt ist, kann ich nicht sagen. *C. 1830. Der baron Isidor Justin Severin Taylor. La Syrie, l’ßgypte, la Palestine et la Judöe consideröes dans leur aspect historique, archöologique, descriptif et pittoresque par le baron Taylor et L . Reybaud. Paris, (L. Marne) 1839. 4. 3 voll. Mit 150 tafeln, Zeichnungen von Dauz ats, Mayer, Cicöri. Bes. erschien: La Syrie. Paris, Lemaire, 1855. Gr. 8. Grässe. 1831. Michaud und Poujoulat. Correspondance d’Orient par Michaud et Poujoulat 1830 — 31. Paris, Ducollet, 1834. 4. 7 bände; der 4. enthält briefe Poujoulat's. 1837 und 38 suchte dessen bruder, Baptistin, die lücken, welche die Correspondance zurückliess, nachgehends durch eine reise aus- zufüllen: Voyage ä Constantinople, dans l’Asie Mineure, en Mösopotamie, k Palmyre, en Syrie, en Palestine et en figypte, par Baptistin Poujoulat. Fai- sant suite ä la Correspondance d'Orient. Bruxelles et Leipzig, C. Muquardt, 1841. 8. I 234, II (Palästina) 304 s. Im gleichen jahre in Bruxelles et Leipzig, Meline, Cans et Comp. 8. I viii u. 292, II 316, III 294 s. Auch Bruxelles 1842. Vom ersten werke erschien italienisch: Lettere sulla Palestina. Livorno 1834. 12. Von Michaud ebenfalls italienisch : La Palestina. Livorno 1844. 12. Derselbe gab auch, aber schon vor der reise, eine Histoire des Croisades in 5 bänden und eine besonders werthvolle quellen- sammlung: Bibliographie des Croisades, in 2 bänden, heraus. Michaud’s reisegeföhrte schrieb ein ouvrage couronnö par l’acadömie fran^aise, die prachtvoll ausgestattete , aber wenig werthvolle Histoire de Jerusalem. Paris, J. Vermot, 1855. Gr. 8. VIII u. 464 s. Mit dem bilde des Ver- fassers und l kupfer. 4e ödition, revue et corrigöe. Paris, Vermot, 1861. 2 voll. 5e ödition. Paris 1865. Die auflage von 1855 wird in Pröface als nouvelle ödition bezeichnet, die 1. erschien 1842, und das Avertissement spricht von pröcödentes öditions. Diese geschichte wurde ins deutsche über- setzt, und auch in Mailand kam 1845 die Istoria di Gerusalemme (8.) heraus. Jedenfalls ist die Geschichte der Römerherrschaft in Judäa und der Zer- störung Jerusalems von J. Salvador (Bremen 1847) viel unterrichtender. S. Ritter 15, 68 f. , Rignon, 1861, 95, Petzholdt’s Anz. , 1863, 78. Digitized by Google Aus B. Poujoulat’s Überschätzung von Chateaubriand mag man ihn richtig schätzen. 1831. Der kaufmann Daniel Wegelin von S. Gallen. Erinnerungen aus Russland und dem Orient, aufgezeichnet durch Daniel Wegelin . . Heraus- gegeben von H. Leemann. Mit 13 ansichten und 2 plänen. Zürich, F. Schulthess, 1844—45. 8. 2 bde. Palästina. Bilder aus dem heiligen Lande, aufgezeichnet durch Daniel Wegelin . . während seines Aufenthaltes in Je- rusalem. Herausgegeben von H. Leemann. Mit 6 Ansichten und 2 Plänen. Zürich, F. Schulthess, 1845. 8. 3 bll. , 162 s. Die illustrazionen gehen an ; der plan von Jerusalem taugt nichts. Wegelihs reiseschrift ist grössten- theils eine schamlose kompilazion; theilweise das meiste aus Hailbronner. Es schmerzt mich bitter, in dem plagiator und plagiatverleger landsleute zu treffen. Vgl. Topogr. 1, LXX. 1831. Ein ungenannter. Three Weeks in Palestine and Lebanon. Published under the direction of the committee of general literature and education appointed by the Society for promoting Christian Knowledge. The I3 th ed. London, J. W. Parker, 1853. Kl. 8. VIII und 162 s. Mit vielen holzschnitten im texte. Ich kenne auch die auflage ibi 1833. 8. Deutsch: Neueste Reise in Palästina. Aus dem Englischen. Mit Ergänzun- gen und Zusätzen aus den besten Werken über Palästina, und 22 Abbildun- gen. Leipzig, Baumgärtner, 1834. Kl. 8. X u. 162 s. Mit in den text gedruckten, wenig empfehlenswerthen holzschnitten. Der Übersetzer hätte besser gethan, das original- nicht abzukürzen und dafür auf zusätze zu ver- zichten. Es sind lebhafte Schilderungen. M. Russell (Palestine) führt die Three Weeks öfter an. Der text befriedigt weit mehr als die holz schnitte. 1831 f. Der baron Maria Joseph de G6ramb, trappist. Pölerinage ä Jerusalem et Au Mont -Sinai* Haupttitel: Pelerinage ä Jerusalem et au Mont-Sinai, en 1831, 1832 et 1833; par . . Marie-Joseph De Göramb .. Tournay, J. Ca'sterman, 1836. Kl. 8. I 360, II 372, IH 289 u. 33 s. Deutsch : Pilgerreise nach Jerusalem und auf den Berg Sinai in den Jahren 1831 , 1832 und 1833, unternommen von . . Maria Joseph von Geramb. Aus dem Französischen. Mit dem Bildnisse des Verfassers und einer An- sicht von Jerusalem. Zweite verbesserte Auflage. Augsburg, K. Kollmann, 1837. 8. I xxxii u. 376, II xii u. 380, mit der Ansicht vom Berge Sinai, III viii u. 303 8., mit einer karte. Die l. auflage ist mir nicht bekannt. Auf dem titel des 2. und 3. theils steht ergänzend: Aus dem Französischen, im Einverständnisse mit dem Verfasser. Der herausgeber ist C. W. Brug. Deutsch auch Aachen 1845 — 46. 12. 2 bände. Abgekürzt Augsburg 1847. Italienisch: Viaggio al Monte Sinai, nach Jolowicz in den Annali di Sta- tistica, 1834, 39, 262 sqq. S. Ritter 15, 70. Der Verfasser schreibt in glühendem pathos und ist ein meister von amplifikazionen. Wer empfindelei liebt, die an heuchelei streift, dem reicht der eifrige pater manchen lecker- bissen. Sonst erhält man von ihm auch interessante notizen, z. b. über sitten und gebrauche. 1832. Henri Cornille. Souvenirs d’Orient, par Henri Cornille. — Constantinople. Gröce. Jerusalem. Egypte. 1831. 1832. 1833. Paris, Le- doux, 1833. 8. 2 bll., 481 bez. u. 2 unbez. s. Mit titelkupfer. Deuxieme ödition. Avec Vignette. Paris, A. Bertrand, 1836. 8. 2 bll., n, 416 s. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Von sehr wenig werth. Digitized by t^.ooQLe 153 *1832. Der naturforscher Bov6. Rdcit d’un Voyage k Gaza, Je- rusalem . ., im Bulletin de la Sociötd Göogr. Paris 1835. 3, 380 — 382. S. Ritter 16, 128, 166. 1832 f. Der dichter und akademiker Alphons de Lamartine, *4* etaatsminister. Souvenirs, Impressions, Pensöes et Paysages pendant un ) Voyage en Orient (1832—1833) ou Notes d’un Voyageur par Alphonse de Lamartine. Paris 1 835r Stuttg. 1835. Francfort s. M., Jügel, 1835. Gr. 16. 4 voll. Mit dem portrait. Bruxelles 1838. Nouvelle fidition. Stuttgart, Scheible, 1839. 8. I x u. 285, II 360, III 333, IV 317 s. Mit portrait, 1 ansieht und 2 kk. Paris 1849, 8., 4 voll.; Bruxelles, 1851, 18., 4 voll.; 1854, 12., 2 voll. Paris 1859, 2 voll., in den Oeuvres compl&tes. Ich kenne auch eine ausgabe für den schulgebrauch. Ein bericht von Frau Lamartine als Supplement bei Geramb, ed. Tournay, 3, 1 — 22 hinten: Relation Du pele- rinage de Jaffa ä Jerusalem fait Par M. m * de Lamartine, en 1833. Deutsch: Alphons von Lamartine’s Reise in den Orient . . Erinnerungen, Empfmjdun- gen, Gedanken und Landschaftsgemälde. Uebersetzt von Gustav Schwab und Franz Demmler. Stuttgart, Metzler, 1835. 8. I x u. 310, II 390, III 353, IV 310 s. Englisch: A Pilgrimage to the Holy Land . . By M. de Lamartine. London 1835. Holländisch von Wap: Herinneringen, In- drukken, Gedachten en Tafereelen, opgedaan gedurende eene reis naar het Oosten, 1832 — 33, of aanteekeningen van een Reiziger, door Alphonse de Lamartine. Breda en Amsterdam 1835. 4 deelen. Spanisch: Viaje al Oriente de Alfonso de Lamartine, traducido por * * *. Madrid, Madok y Sagasti, 1846. Kl. 8. 625 s. Die Übersetzung ins italienische kenne ich nur dem namen, nicht einmal dem titel nach. S. Ritter 15, 70, van Sen- den l, 375, Gari’s critica impugnacion de viaje ä Oriente del S. D. Alfonso de Lamartine, Notas 405 — 472, Bassi, Lamartine a Nazaret 1 , 151 sqq., Engelmann 120, Grässe’s Trds. 4, 83, Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Lamar- tine ist unbestimmt, dunkel, weit- und abschweifig, die daten sind zum theile konfus. Vieles ist subjektiv und nutzloses geschwätz. Der grosse en- thusiasmus, womit das werk jen- und diesseits des Rheins aufgenommen wurde, wirft auch einigermassen ein Streiflicht auf das publicum. 1832 f. De Lamartine’s reisegefahrte Delaroifere. Voyage en Orient, par M. Delaroiere. Paris, Debröcourt, 1836. 8. Unbedeutend. 1832 f. Der graf Joseph d’Estourmel. Journal d’un Voyage en Orient. Haupttitel: Journal d’un Voyage en Orient par le Comte Joseph d’Estourmel. Paris, Chapelet, 1844. Gr.‘ 8. I vin u. 448, II 2 bll., 566 s. Mit sehr vielen chromolithographirten croquis. Das werk erschien auch in 8., m 2 voll., ohne abbilduhgen; vielleicht ist es die pariser -ausgabe von 1848. Die Schilderungen und Zeichnungen nennt der graf (2, 122) selbst ögale- nient fideles. Jene sind sehr mangelhaft, mehr eine kopie der mönchi- schen ansichten, fern vom anhauche nüchterner und freier forschung, wie es sich von dem abergläubischen, etwas überfrommen Verfasser nicht anders erwarten lässt. In bezug auf die Zeichnungen erklärt er sich noch wei- ter (123): Un pölerin n’est pas venu k Jerusalem pour mentir, meme en peinture. Und gleichwol gesteht er selbst die lüge ein (Denkblätter 570). Über diese Zeichnungen wies ich in meinen Schriften gelegentlich nach, wie viel traumbildnerei an denselben sei. 1832 f. Der arzt Edward Hogg, M. D. Visit to Alexandria, Da- mascus, and Jerusalem, during the successful campaign of Ibrahim Pasha. By Digitized by t^.ooQLe 154 Edward Hogg . . London, Saunders, 1835. 8. 2 voll. Hogg war 1833 mit Bonomi in Jerusalem. Bethlehem wurde wegen der pest nicht besucht. Nüchtern geschrieben. 1832, 1847. Professor Jakob Philipp Fallmerayer von Tschotsch in Tirol. I. Denkschrift über Golgatha und das Heilig -Grab (Mit einem Schattenriss von Jerusalem.). Von Dr. Fallmerayer. Aus den Abhandlun- gen der k. bayr. Akademie d. W. HI. CI. VI. Bd. III. Abth. (s. 643 ff.). "München, G. Franz, 1852. 4. 48 s. — 2. Das Todte Meer. Von Dr. Fallmerayer. Aus den gleichen Abhandlungen a. a. o. VII. Bd. 1. Abth. (s. 41 ff.). München, G. Franz, 1853. 4. 1 bl., 104 s. Auch in den ge- sammelten Werken 1, 173 — 238, aber ohne die gelehrten citate. — 3. Ge- sammelte Werke von Jakob Philipp Fallmerayer, berausgegeben von Georg Martin Thomas. Leipzig, W. Engelmann, 1861. 8. Im 1. band: Palästina. Vier Wochen in Jerusalem, s. 99 — 172. Dieser artikel erschien zuerst in der augsburger Allgemeinen Zeitung, bei Cotta, im august und September 1851. Der abdruck im Sammelwerke ist sehr wenig verändert. Vgl. Petzholdtfs Anz., 1863, 107. Wo es gilt, ein gemälde der gegend mit ihrem ganzen gehalte zu liefern, leistet der ausgezeichnete gelehrte und sehr anziehende stylist das unerreichte; der leser fühlt das zwischen den ironischen Anspie- lungen warm empfundene mit wolthuender wärme. Durch die forschungen selbst wird wol auf diesem gebiete, bei all* der fleissigen zurechtlegung des materials und trotz der sorgfältigen kritik der neuesten errungenschaften, kein Wendepunkt herbeigeführt werden, obgleich der Verfasser, in beziehung auf Golgotha, das gegentheil hoffte oder erwartete. 1832 bis zum tode, der vor wenigen jahren erfolgte. Der rabbi Joseph Schwarz. 1. Sefer Tebuot Haarez (hebräisch). Jerusalem 1845. 8. A de- scriptive Geography and brief historical Sketch of Palestine. By . . Joseph Schwarz . . Translated by Isaac Leeser . . lllustrated with Maps and numer- ous Engra vings. Philadelphia, A. Hart, 5610 — 1850. Gr. 8. XXIU s., 1 bl., dann 17 — 518 s. u. 1 bl. Mit dem bildnisse des Verfassers. Deutsch: Das heilige Land nach seiner ehemaligen und jetzigen geographischen Be- schaffenheit, nebst kritischen Blicken in das Carl v. Raumer’sche „Palästina”, von R. Joseph Schwarz . . Deutsch bearbeitet von Israel Schwarz. Frank- furt a. M., J. Kaufmann, 1852. 8. XIX, 452 u. (Offenes Schreiben und» Nachträge) 20 8. — 2. Joseph Schwarz Neueste Beschreibung von Palästina •piNS-i maran ncö (Nebst Anhang). Jerusalem 5605 (Hamburg 1847). 8. — 3. Joseph Schwarz . . Das heilige Land für Schulen bearbeitet von Salomon Hirschinger, herausgegeben von I. Schwarz. Köln, Du Mont- Schauberg, 1859. 8. VHI u. 151 s. S. Ritter 15, 59, G. Philipps* und G.^ Görres’ Historisch-politische Blätter, 30. b. 1 1 . h., Engelmann 151. Die deutsche frankfurter - schrift , ausser dass sie mit kritischen bemerkungen gesättigt oder übersättigt ist, verdient über die englische, wenn sie schon weniger schön ausgestattet erscheint, den Vorzug; auch sonst trifft man Zugaben und ohne- hin einige Verbesserungen. Das werk ist ein rohhaufen, aus dem man mit mühe gegenstände von Werth heraussuchen und diese dann erst noch von staub und anderer unzierde reinigen muss. In einseitiger talmüdistischer haltung gelten dem Verfasser die leistungen der ehesten wenig, ohne von deren echtem geiste des umfassenden forschers durchdrungen zu sein. Er verspricht weit mehr als er hält; trotz dass er sich mit der kenntniss des< arabischen brüstet, schreibt er selten ein arabisches wort korrekt, um nur Digitized by v^.ooQle 155 an ,Kallee’ (229) zu erinnern. Bei all’ den grossen fehlem verdient übri- gens Schwarz’ buch die aufmerksamkeit in hohem grade. Am meisten ge- reinigt verlies s das Schulbuch die presse. 1833. Der architekt F. Arundale. Illustrations of Jerusalem and Mount Sinai; including the most interesting sites between Grand Cairo and Beirout. From drawings by F. Arundale . . With a descriptive account of his tour and residence in those remarkable Countries. London, H. Col- bura, 1837. 4. Auch: Picturesque Tour through Jerusalem, Mount Sinai and the Holy Land. London 1837. 4. Mit karte und 21 chromolitho- graphirten tafeln. S. Grässe’s Trds. 1 , 236. Zu wenig beachtet. Des künstlers Verdienste um das haram esch-scherif scheinen einzig bekannt. 1833. Der geistliche Vere Monro. A Summer Ramble in Syria, with a Tartar Trip from Aleppo to Stamboul. By . . Vere Monro. Lon- don, R. Bentley, 1835. 8. I xrn u. 316, II xn u. 311 s. Jeder band mit einem titelkupfer. S. Raumer 12. Sehr verständig und belehrend ge- schrieben. *1833. Der geistliche Spence Hardy. Notices of the Holy Land .. London 1835. 8. 2. edit. 1849. S. Robinson 2', 551. 1833. Der handelsmann Joseph Pallme. Meine Reisen durch Sicilien, Aegypten, Syrien und Palästina, beschrieben und herausgegeben von Joseph Pallme. Rumburg, beim herausgeber, sine anno. 8. VI u. 396 s. Auch gr. 8. Prag, Andre, 1840. S. Engelmann 946. Die erzählung ist treu- herzig; einige notizen sind brauchbar. 1833. Professor Ernst von Lasaulx (van der Weyden). Erinne- rungen an Ernst von Lasaulx. .Von Holland. München 1861. Darin eine ganz kurze Schilderung der Jerusalemfahrt Lasaulx’s. C. 1833. J. d’Avenel. Rome et Jerusalem. Par J. d’Avenel. Paris, Debröcourt, 1841. 8. Kaum zu beachten. 1834. Robert Curzon. Visits to the Monasteries of the Levant. 2 d ed. London 1849. 4. Deutsch: Besuche in den Klöstern der Levante (Reise durch Aegypten, Palästina, Albanien und die Halbinsel Athos) von Robert Curzon, jun. Nach der dritten Auflage deutsch von N. N. W. Meissner. Nebst zwölf Kupfertafeln und zwei Musikbeilagen. Leipzig, Dyk, 1851. Gr. 8. X u. 238 s. 2. mit einem Register vermehrte Ausgabe. Leipzig, Dyk,- 1854. Gr. 8. X, 240 s. Dies scheint eine titelausgabe mit hinzufügung eines registers zu sein. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Einiges von werth. 1834. Der marschall Aug. Fröderic Louis Viesse de Märmont, herzog von Ragusa. Voyage de M. le Marechal Duc de Raguse, en Hongrie, en Transylanie, dans la Russie mdridionale, en Crimöe et sur les hords de la Mer d’Azoff ; ä Constantinople et sur quelques parlies de l’Asie Mineure; en Syrie, en Palestine et en figypte. Paris 1837. 8. 5 tom. Auch Bruxelles, sociötö typogr. beige; Leipzig, librairie beige, 1837. 12. I 331, H 314, HI (Palestine) 322, IV 263 s. Deutsch: Authentische, un- ter Aufsicht des Verfassers besorgte deutsche Ausgabe. Stuttgart, Hall- berger, 1837. 8. Diese Übersetzung ist nicht überall treu. Neue deutsche Ausgabe. Stuttgart 1853. 4 bände. S. Robinson 2, 551, Ritter 15, 71, Digitized by t^.ooQLe 156 Gratz 627, Petzholdt’s Anz., 1863, 77. Der Verfasser, von vorzüglicher, zumal militärischer bildung, schreibt ruhig, aber nicht durchgängig mit ge- läuterter kritik. * 1834. Der leibarzt Jakob Roser, ritter. 1. Tagebuch meiner Reise nach Griechenland, in die Türkei, nach Aegypten und Syrien, im Jahre 1834 bis 1835. Von Jacob Röser . . Mergentheim, Neue Buchhandlung, später Schlosser in Augsburg, 1836. Kl. 8. XVI u. 632 s. Die eintheilung in 2 bände wurde nicht fest gehalten. — 2. Über einige Krankheiten des Orients. Beobachtungen, gesammelt auf einer Reise nach Griechenland, in die Türkei, nach Aegypten und Syrien, von Jacob Ritter v. Roeser. Mit Abbildungen. Augsburg, J. A. Schlosser, 1837. 8. 1 bl., IV, 1 bl. u. 87 s. Röser ist einer der bessern touristen, übrigens tradizionsmann , ohne sich als solcher auf eigene forschungen zu stützen. Die medizinische schrift hat mehr werth als die andere. 1834. Der major Skinner. Adventures during a Journey overland to India . . London 1837. 8. Deutsch: Abenteuer auf einer Reise nach Indien über Aegypten, das heilige Land und Syrien. Vom Major Skinner . . Aus dem Englischen von Victor Jacobi. Leipzig, T. Fischer, 1837. 12. I.x u. 242, II (fortsetzung von Palästina) 2 bll. u. 214, III 2 bll. u. 295 s. Auch mit dem titel: Beiträge zur Länder- und Völkerkunde. I, II, III. S. Ritter 15, 69. Die darstellung ist lebendig, anziehend, gewährt aber wenig belehrung. 1834. Der wagnergeselle £. Christian Döbel ans Berterode in Sachsen -Weimar -Eisenach. Des Wagnergesellen E. Ch. Döbel Wande- rungen im Morgenlande. Heraugegeben von Ludwig Storch. Zweite, gänz- lich umgearbeitete Auflage. Mit Stahlstichen und Lithographien. Gotha, Selbstverlag, 1842. Kl. 8. 2 bde. Die erste 1837 — 40 in 7 heften erschie- nene auflage ist von Heinrich Schwer dt redigirt, und hinsichtlich der re- dakzion von der 2. und 3. verschieden. Letztere , verbesserte’ mit Stahl- stichen. Gotha, Selbstverlag, 1843. 12. I x u. 239, II xvi u. 264 s. Mit 9 Tafeln. 7. aufl. Berterode 1863. 8. Döbel weißt hinten ein beige- drucktes zeugniss des hofraths Schubert in München vor, ,dass an den treu- herzigen Erzählungen des wackern Mannes kein Zweifel blieb*. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 76. Der pilger und Verfasser colportirte sein werthloses buch auch in der Schweiz. Pilgern, pseudo -autor sein, das buch und sich in der weit herumtragen und obendrein von dieser tagtäglich bewundert werden — nicht wahr? viel auf einmal. 1834. Der schiffskaplan George Jones. Excursions to Cairo, Je- rusalem, Damascus and Balbec. By George Jones . . New -York, van Nostrand, 1836. 8. Einiges brauchbar. 1834—1859. Der amerikanische missionar W. M. Thomson, dok- tor der theologie. The Land and the Book ; or, Biblical Illustrations drawn from the manners and customs, the scenes and scenery of the Holy Land. By'W. M. Thomson, .. twenty-five years a nhssionary of the A. B. C. F. M. in Syria and Palestine. Maps, Engravings, &c. New York, Harper, 1859. 8. I 560, II 614 s. , beide bände mit karten, l plan von Jerusalem und mit vielen in den text eingedruckten abbildungen, von denen einige ohne angabe der quelle aus E. W. Lane’s Modern Egyptians entlehnt sind. Neue auflage ebendaselbst 1863. Früher erschienen von dem ver- Digitized by CjOOQle 157 fasser manche ärtikel, z. b. the Sources of the Jordan, the Lake el-Hüleh and the adjacent Country, in: Biblioth. Sacra. New -York, 1846. 3, 184 — 214. Notes on Palestine. Ebendaselbst, 1855, 822 — 833. Journal of a visit to Safet and Tiberias, im Missionary Herald. Boston, Nov. 1837. 33, 133 (nr. 11). S. Bitter 15, 79, van de Velde’s Mem. 12 und Notes on the Map (1865) 30. Ein ausserordentlich lehrreiches, geradezu unentbehrliches buch. Übrigens ist der Verfasser ein Stockamerikaner ; ausser der englischen kennt er wohl keine europäische spräche, und er hat keine Ursache, in Je- rusalem wegen so vieler hilfsmittel für den, der sich unterrichten will, über embarras du richesse (so wird 2, 467 geschrieben) zu klagen. Einen gelehr- ten, weit hergeholten, umfassenden apparat wird man in der schrift vergebens suchen. W. M. Thomson (ich weiss nicht, ob es der gleiche ist) gab auch heraus: Land of Promise. Travels in Modern Palestine, illustrative of Biblical History, Manners, and Customs. Nimmo 1866. 8. 1835. Der engländer Kinglake. Eöthen. New edition. London, Longman, 1856. Kl. 8. 256 s. Frühere ausgaben von 1844 an. Spätere London, Murray, 1860. Französisch: Yoyage en Orient, sur la cinquieme Edition. Paris, d’Amyot, 1847. 8. Auch gibt es eine holländische Über- setzung. S. Grässe L. 3, 3, 1279 u. 1779. Eine sehr lebhafte darstellung, doch ohne haschen nach effektmachen; eine in England mit recht beliebte lectüre. 1835 und 1861. Der graf Abraham von Noroff, russischer minister der Volksaufklärung. Yon der zweiten reise sind nur wenige notizen in den kommentar zum Daniel aufgenommen worden. Reise ins heilige Land (russisch). Die 1. ausgabe erschien 1838 und die 3. 1854. Das werk enthält pläne und abbildungen. Unter diesen fand ich steifes und gelecktes. Das grosse, mehrbändige werk, welches vielleicht die Übertragung ins deutsche verdient hätte, kenne ich nicht weiter. Abrahama Norova Putovänl po Svatö zemi roku 1835. V Praze 1851. 8. Nach der 2. auflage ins böhmische übersetzt von Klimes. Prag 1851. 8. Mir ist nur folgendes stück ganz zu- gänglich geworden : Meine Reise nach Palästina. Von Abraham von Noroff. Aus dem Russischen von A. Zenker. Mit dem Portrait des Verfassers und einem Plan von Jerusalem . . Leipzig, J. J. Weber, 1862. Kl. 8. I x u. 332, II 2 bll. u. 264 s. Die Übersetzung ist nur eine auszügliche nach der 3. auflage. Die Auguste Zenker bemerkt im Vorwort (x), dass die Ver- deutschung nicht ohne den wünsch des Verfassers unternommen wurde, um der dankbaren erinnerung an seine sei. gemahlin, Barba v. Noroff, geb. Panine, als die treue gehilfin bei der ausarbeitung seines reisewerkes, auch hierdurch ausdruck zu geben. S. Topogr. I, LXXVI, Kruse bei Seetzen 4, 249. Das buch hat einen gelehrten anstrich, und würde noch unterrichtender sein, wenn es nicht mit abergläubischem und streng traditionsgläubigem durch- spickt wäre. Die Zeichnungen sind interessant; doch lassen sie *u wün- schen übrig. 1835 f., 1845 i, 1857 und 1865. Der arzt Titus Tobler, M. D., aus Wolfhalden im Abbetzellerlande. I. Lustreise ins Morgenland. Un- ternommen und geschildert von . . Zürich, Orell, 1839. Kl. 8. I viii und 336, II 1 bl. u. 284 s. — 2. Bethlehem in Palästina. Topographisch und historisch nach Anschau und Quellen geschildert von . . Mit Karte und Tempelplan. St. Gallen und Bern, Huber, 1849. 8. XII u. 273 s. — 3. jj* Jüdl Grundriss von Jerusalem nach Catherwood und Robinson, mit Digitized by C^ooQle 158 einem neu eingezeichneten Gassennetze und etlichen, theils zum ersten Male erscheinenden, theils berichtigten Gräberplänen nach den Beobachtungen von . . St. Gallen u. Bern, Huber (1849). 2' 4" hoch, 1' 9" breit. 2., ver- besserte Auflage ibi 1853. Eine selbstanzeige in der Zeitschrift der Deutschen morgenländ. Gesellschaft, 1851, 372 — 4. — 4. Golgatha. Seine Kirchen und Klöster. Nach Quellen und Anschau von . . Mit Ansichten und Plänen. St. Gallen u. Bern, Haber, 1851. 8. XII u. 553 s. Mit beilagen A — G inschriften. — 5. Die Siloahquelle und der Oelberg. Von . . Mit einer artisti- schen Beilage. St. Gallen, Scheitlin, 1852. 8. 1 bl., VIII u. 327 s. In dieser beilage ein Plan von Jerusalem, wie es zur Zeit der Kreuzfahrer war. — 6. Denkblätter aus Jerusalem. Von . . Mit Ansichten und einer Karte. St. Gallen, Scheitlin; Konstanz, W. Meck, 1853 (1852). 8. X u. 760 s. Später erschien ohne mein wissen bei .letzteren, an welchen der verlag überge- gangen ist, eine 2. auflage, d. h. , eine blosse titelausgabe. Ergänzung des reiseberichtes bildet die , Reise von Jerusalem (über Galiläa) nach Bei- rut und Smyrna’, 1846, im Ausland, Cotta’s Verlag, 1846, nr. 2S6 — 294, 297 — 301. — 7. Zwei Bücher Topographie von Jerusalem und seinen Um- gebungen. Berlin, G. Reimer, 1853 f. 8. Erstes Buch : Die heilige Stadt. Mit artistischer Beilage. CVI u. 677. Zweites Buch: Die Umgebungen. IV u. 1033 s. — 8. Beitrag zur medizinichen Topographie von Jerusalem. Von . . Berlin, G. Reimer, 1855. 8. IV, l bl., 67 s. — 9. Planographie von Jerusalem von . . Memoir zu dem nach den Ingenieurs Aldrich und Sypaonds, so wie nach Tobler von C. W. M. van de Velde neu konstruirten Grundrisse der Stadt Jerusalem und ihrer Umgebung. Mit drei alten Plänen in Facsimile. Gotha, J. Perthes, 1858. 4. 24 s. Englisch: Planography of Jerusalem. By .. Memoir to accompany the new Ground-plan of the City of Jerusalem and the Environs constructed anew by C. W. M. van de Velde after the 7 plans of ' the Engineers Aldrich and Symonds, and of Tobler. With a facsimile of three ancient Plans. Gotha, J. Perthes, 1858. 4. 26 s. — 10. Dritte Wanderung nach Palästina im Jahre 1857. Ritt durch Philistäa, Fussreisen im Gebirge Judäas und Nachlese in Jerusalem. Gotha, J. Perthes, 1859. Gr. 8. VI, 1 bl. u. 514 s. Mit in den text gedruckten holzschnitten und mit einer karte. Ein vorläufiger Bericht erschien in Petermann’s Mitthei- lungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt, 1858, 5 — 8. — 11. Meine vierte Wanderung im Jahr 1865. In Peschel’s Ausland, cotta’scher verlag, 1866, 250 — 255, 273 — 279. Dazu gehören Briefe aus Süd und Ost, in der augsburger Allgemeinen Zeitung, 1865, 5806 f. , 5823 f. Überhaupt sind im Ausland aus meiner feder manche artikel enthalten, von denen in neuerer Zeit wol die bemerkenswerthern die ,Analekten aus Palästina’ in den jahrgängen 1861, 62, 63, 65 und 66 sind. S. Fallmerayer’s Gesammelte Werke 1, 239— 1 253, Topogr. 1, LXX1H, 3. Wanderung 430. In betreff der herausgabe älterer pilgerschriften mache ich neuerdings auf Antoninus 570, Theoderich 1172, Hugo Plagon 1187, Thietmar 1217 und Pipino 1320 aufmerksam. Die parcellen sind schuld, dass das gesammte weniger bekannt ist. 1836. J. L. Stephens, Esq. Incidents of Travel in Egypt, Arabia, and the Holy Land. By an American. New York 1837. 12. 2 voll. London 1837. Andere ausgaben, z. b. London, W. Smith, 1844. 8. IV u. 132 s. Auch im Sammelwerke: Universal Library. Voyages and Tra- vels. London 1853. Gr. 8. S. Robinson 2, 551, van Senden 1, 177. Der# Verfasser schreibt lebendig. Digitized by CjOOQle 159 1836. Der geistliche J. D. Paxton. Letters from Palestine: written during a residence there in the years 1836, 7, and 8. By . . J. D. Paxton. London, C. Tilt, 1839. Kl. 8. 2 bll., 263 8. Auch Lexington Ky 1839. 8. Vgl. Robinson (deutsche ausg.) 1, XXXVII, Topogr. 1, LXXIV. Sehr ver- ständig geschrieben; interessant in geographischer beziehung. 1836. Der vikar C. B. Elliot. Travels in the three great Em- pires of Austria, Russia, and Turkey. By C. B. Elliot . . London, R. Bentley, 1838. 8. I 498, II 518 s. Mit 2 titellithographien u. 2 land- karten. Palästina im 2. band. S. Robinson 2, 551, Petzholdt’s Anz., 1863, 1 8. Ziemlich nüchtern geschrieben. G. 1836. Der bauer Martin Kreutzhuber aus Baiem. Leben, Wan- derungen, Kreuz- und Querzüge, und wundersame Abenteuer zu Land und Meer, von Martin Kreutzhuber. Burghausen, F. Lutzenberger, 1840. Kl. 8. Der pilger reiste ,zu Fuss’ im alter von 63 jahren. Unbrauchbar. 1837. Alexander William Graword Lord Lindsay. Letters on Egypt, Edom, and the Holy Land. By Lord Lindsay. London, Colburn, 1838. 8. I xin u. 407, II iv u. 373 s. Mit 2 lithographirten titelbildern, 3. ed. London 1839. 8. 4. ed. London 1847. 8. Fifth Edition, with ad- ditional Preface and Notes, and illustrated by numerous Engravings. Lon- don, G. Bohn, 1858. 8. XL u. 458 s. S. Robinson 2, 551, Petzholdtfs Anz., 1863, 78. Für Jerusalem werthlos. 1837. Dr. Joseph Salzbacher, domkapitular zu St. Stephan in Wien. Erinnerungen aus meiner Pilgerreise Im Jahre 1837 von Joseph Salzbacher. (Die Capelle des heiligen Grabes zu Jerusalem [an sicht]) Mit einer Ansicht der St. Peterskirche und des Vatikanpalastes in Rom. Wien, L. Grund, 1839. Gr. 8. Nachtitel: Erinnerungen aus meiner Pilgerreise nach Rom und Jerusalem, im Jahre 1837. I 1 bl., vi s., 1 bl., 179, mit einem plan von Jerusalem, II 4 bll., 196 u. 51 s., mit einer , Stammtafel der Herodia- nischen Familie’. S. Ritter 15, 71, Robinson 2, 551. Der ertrag ist als almosen für das heilige grab gewidmet. Vgl. Topogr. 1, 317. Der Ver- fasser schreibt oft dem Scholz nach, ohne dass er seinen gewährsmann nennt. Die schrift ist von untergeordnetem werthe. 1837. Der naturforscher und arzt D. Gotthilf Heinrich von Schu- bert aus Sachsen. Reise in das Morgenland in den Jahren 1836 und 1837 von Gotthilf Heinrich von Schubert. Erlangen, Palm u. Enke, 1838 — 39. Gr. 8. I xviii u. 532, II xrv u. 592, III xx u. 576 s. Mit 1 karte u. einem plan von Jerusalem. Vom 1. bd. ist eine neue auflage (Erlangen 1840. Gr. 8. XVHI, 532 s.) erschienen, , worin sich jedoch nur einige Ver- nachlässigungen und druckfehler verbessert finden*. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 78, Raumer 13, Ritter 15, 71 f., Robinson 2, 551, van Senden 1, 175. Wo es über den naturwissenschaftlichen horizont hinausging, forschte der Verfasser nicht gründlich, und er ist eher eine stütze mönchischer leicht- gläubigkeit. Wenig geographisches hat werth. Sonst ist das zwar vortreff- lich geschriebene und gemüthlich wirklich anziehende werk mehr ein spiel mit betrach tungen und gefühlen. 1837, 1856 bis 1858. Dr. Johannes Rudolf Roth, professor, aus Baiem. Von ihm erschien keine besondere schrift; dagegen brachten Peter- mann’s Mittheilungen aus Justus Perthes’ geographischer Anstalt mehrere be- richte. Reise von Jerusalem und dem Todten Meere durch die Araba bis • gitized by t^.ooQLe 160 zum Rothen Meere. Jahrg. 1857, 260 ff. Höhenmessungen im Wady el Arabah u. 8. w. berechnet von C. Kuhn. Jahrg. 1858, 1 — 3. Meteorolo- gische Beobachtungen mit Bemerkungen von Kuhn. Jahrg. 1857, 413 ff. Untersuchungen über die Purpurthiere und die Krokodile in Palästina. Jahrg. 1858, 1 12. Erste Ausflüge in die Ost -Jordan -Länder. Jahrg. 1858, 267 ff. Tagebuch über die letzte Reise von Jerusalem nach dem Quellgebiet des Jordan, im mai und juni 1858. Jahrg. 1859, 283 — 285. Höhenmessungen im östlichen und nördlichen Jordan - Gebiete berechnet von C. Kuhn. Das. 285 — 294. Bedeutende Verdienste Roth’s sind unbestreitbar; doch ist zu beklagen, dass er die zeit nicht besser benutzte und das beobachtete nicht fleissiger aufzeichnete. Die erste reise machte er mit Schubert. 1837. Der feldkaplan J. M. Visino. Meine Wanderung nach Pa- lästina. In Briefen an einen Geistlichen der Diözese Passau. Von J. N. Visino. Passau, Pustet, 1840. 8. XIV s., 1 bl. u. 496 8. Mit 6 (wahr- scheinlich original -) ansichten , einem plan der kirche des hell, grabes , Auf- genommen im Jahre 1837 von J. N. V.’ und 1 ganz und gar ungenügen- den ,Situations - Plan von Jerusalem mit den nächstgelegenen heiligen Orten. Aufgenommen im Jahre 1837 von J. N. V*. Holländisch: Pelgrims- Reize uit Griekenland, over Egypte, naar Palestina, beheizende eene opgave van de geschiedenis en den tegenwoordigen toestand van alle voor den Christen merkwaardige plaatsen in het H. Land. S. van Senden l, 375. Abgerech- net die nachfolge Chateaubriands , bietet der Verfasser, der sich ziemlich fleissig umsah, einiges interessante. 1837. Der schuster Johann Georg Fässler von Langen unweit Bregenz. Des Sergeanten Johann Georg Fässler . . Militär - Schicksale und Reise nach Griechenland, Aegypten und dem gelobten Lande. Von ihm selbst erzählt. St. Gallen u. Bern, Huber, 1840. 8. IV u. 213 s. Re- digirt von Anton Henne . Unbedeutend. 1837. Drey Briefe der palästinischen Juden aus Jerusalem, Saffet, und Bairut. Aus dem Hebräischen von E. S. Callmann. Prag 1837. 8. Aus einer Zeitschrift von Wolf Pescheies. Uebertriebene Schilderung des erdbebens am 1. januar 1837 mit interessanten einzelheiten. *1837 (wohl früher) Robertson. Travels in Palestine. 1837. 2 voll. S. Raumer (2.) 460. 1837 f. Baptistin Poujoulat. S. oben Michaud und Poujoulat sub anno 1831. * 1837 und 1838. Henry Moore und George Beck (Beke). Von ihrer beschiffung und höhenmessung des asphaltischen Sees hat man nur dürftige künde. S. Journal of the R. Geogr. Society, 1837, 7 , 456, Bibliotheca Sacra, New York 1843, 15—17. S. Ritter 15, 78. 1838. Der bergrath Joseph Russegger aus Österreich. Reisen in Europa, Asien und Afrika, mit besonderer Rücksicht auf die naturwissen- schaftlichen Verhältnisse der betreffenden Länder, unternommen in den Jah- ren 1835 bis 1841, von Joseph Russegger . . Mit einem Atlas, enthaltend geographische Karten . . Stuttgart, E. Schweizerbart, 1841 — 49. Gr. 8. 4 voll. 3. Band: Reisen in Unter- Egypten, auf der Halbinsel des Sinai und im gelobten Lande . . Mit l geographischen und 1 geognostischen Karte des peträischen Arabiens, 2 Tafeln Durchschnitte, vielen Tafeln Pflanzen, Digitized by t^-ooQle 161 Fische und Insekten. 1847. 292 s. S. Ritter 15, 71, 78, Robinson 2, 551. Für das geognostische ist der Verfasser unentbehrlich, auch für anderes hier und da belehrend. *1838. Der graf Jules de Beiftou. Itinöraire de la Mer Morte par le Ghor k Akaba et retour ä Hebron, im Bulletin de la Soc. de Gdogr. de Paris. T. XI. Paris 1839. P. 274 — 331. Auch: Memoire sur la Depression de la Vallöe du Jourdain et du Lac Asphaltite, ebenda T. Xn. 1839. I. p. 133 — 135 und P. II. Nivellement du Jourdain, p. 135 — 166 mit karten. S. Ritter 15, 78. 1838. Eusebius de Salle. Pörögrinations en Orient ou Voyage . . en Egypte, Nubie, Syrie, Turquie, Gr&ce. Par Eusöbe de Salle. Paris, Pagnerre Curmer, 1840. 8. 2 voll. Mehr malerisch als belehrend. 1838. Der arzt W. R. Wilde aus Dublin. Narrative of a Voyage to Madeira, Teneriffe, and along the shores of the Mediterranean, including a Visit to Algier, Egypt, Palestine, Tyre, Rhodes, Telmessus, Cyprus, and Greece. With Observations on the present state and prospects of . . the Coun- tries visited. By W. R. Wilde. Dublin, W. Curry; London, Longman, 1840. Gr. 8. I xvi u. 464, II vra u. 495 s. Mit eingedruckten holz- schnitten und 1 plan von Jerusalem. Second edition, enlarged and revised. Dublin, W. Curry, 1852. Gr. 8. XVI u. 648 s. Mit 31 illustrazionen. Petzholdfs Anz., 1863, 78. Wilde ist ein genauer und wol unterrichteter beobachter, so dass man von ihm, zumal über die gräber, manches ler- nen kann. 1838. Der furst Hermann von Pückler- Muskau. Die Rückkehr. Vom Verfasser der Briefe eines Verstorbenen. Berlin, Duncker, 1846 — 48. 8. 1 (Aegypten) 4ML, 289, II (Syrien) 2 bll., 379, III (Syrien und Kleinasien) 2 bll., 455 s. Mit abbild. u. 1 karte. Petzh. 1863, 78. Einiges brauchbar. 1838. Maximilian, herzog von Bayern. Wanderung nach dem Orient im Jahre 1838. Unternommen und skizzirt von dem Herzoge Maxi- milian in Bayern. Zweite Auflage. München, G. Franz, 1840. 12. 2 bll., 272 s. Mit dem bildnisse des Verfassers und 1 vespergesang in noten. Ins unga- rische übersetzt von Dr. Med. Niklaus* Bach. Format und werth der schrift entsprechen einander. 1838. Der kunstler Heinrich von Mayr. Malerische Ansichten aus dem Orient gesammelt auf der Reise . . Herzogs Maximilian in Bayern nach Nubien, Aegypten, Palaestina . . im Jahre 1838 und herausgegeben von Hein- rich von Mayr. München, sine anno. Fol. Die lithographien sind kolorirt. Französisch : Vues pittoresques de l’Orient, recueillies dans le Voyage . . en Nubie, en figypte, en Palestine, en Syrie .. en 1838. Leipz., Weigel, 1839. Fol. Auch : Tableaux de genre de l’Orient, recueillis dans le Voyage de . . Duc Maximilien de Baviöre et dessinees par Henri de Mayr. Avec un texte explicatif par Seb . Fischer . Stouttgart, Ebner, 1846 — 50. Gr. Fol. Avec 48 planches lithogr. S. Engelmann 124. Fast an allen bildern ist mehr oder weniger mangel an naturtreue zu bedauern. Das meiste sieht recht malerisch aus; aber es wird effekthascherei hin und wieder einem nicht entgehen. 1838. Der kenner der klassischen litteratur J. van ’s Gravenweert. Het Noorden en het Oosten. Reisherinneringen van J. van ’s Gravenweert. ToMer, Bibliographia. 11 Digitized by Google 162 Amsterdam, J. van der Hey, 1840 41. 8. Drie deelen. Im 2. u. 3. theil Palästina. S. van Senden 1, 178. Kaum ist etwas beim lesen zu gewinnen. 1838. Der schneidergeselle D. Holthaus. Wanderungen im Morgen- lande während der Jahre 1824 bis 1840 von D. Holthaus. Barmen, Lange- wiesche, 1842. Kl. 8. Gewöhnliches handwerksburschenzeug. * C. 1838. Damer, Diary of a Tour in Greece . . and the Holy Land. With plates. London 1841. 8. 1838 f. Der kaufinann Eduard Blondel von Genf. Deux ans en Syrie et en Palestine (1838 — 1839); par fidouard Blondel. Paris, P. Dufart, 1840. 8. VH u. 296 s. Aus der erzählung athmet Wahrheitsbeflissenheit; sie ist lesenswerth, doch nicht wichtig. 1838 und 1852. Professor Edward Robinson, doktor der theologie, in New- York. 1. Biblical Researches in Palestine, Mount Sinai and Arabia Petraea in 1 83 S ; drawn up frorn the original Diaries, with historical Illustrations by Edw. Robinson . . With new Maps and Plans in five Sheets. London, J. Murray, 184 1. 3 voll. Ganz der gleiche titel in der aasgabe Boston, Crocker and Brewster, 1841. Zweite ausgabe: Biblical Researches in Palestine, and in the adjacent Regions. A Journal of Travels in the year 1838. By E. Robinson and E. Smith. Drawn up from the original Diaries, with histo- rical Illustrations, by Edward Robinson . . With new Maps and Plans. Boston, Crocker; London, J. Murray, 1856. Gr. 8. I xxx u. 614 s., II xiv u. 600 s. Deutsch und zugleich original: Palästina und die südlich an- grenzenden Länder. Tagebuch einer Reise im Jahre 1838 in Bezug auf die biblische Geographie unternommen von E. Robinson und E. Smith. Nach den Original - Papieren mit historischen Erläuterungen herausgegeben von Eduard Robinson . . Mit neuen Karten und Plänen in fünf Blättern. Halle, Waisenhaus, 1841. 8. II bl., lxxxiv u. 442, II xiv u. 756, III 1 bl. u. 1116 s. Die deutsche ausgabe ist der englischen zum theile vorzuziehen, weil die arabischen namen mit arabischen typen gedruckt sind. Vorläufig erschien ein Kurzer Bericht über eine Reise nach Palästina und der Um- gegend im Jahre 1838, in Bezug auf die biblische Geographie unternommen von E. Robinson, in der Zeitschrift für die Kuijde des Morgenlandes hrsg. von H. Ewald u. a. Göttingen, Dieterich, 1839. 8. 2, 325 — 83. — 2. Bibli- cal Researches in Palestine. First Supplement. By Edward Robinson . . (From the American Biblical Repository, July, 1842.) New York, Pierry & Reed, 1842. Gr. 8. 27 s. — 3. Neue Untersuchungen über die Topographie Jerusalems. Von Eduard Robinson. Eine Beigabe zu des Verfassers Werke über Palästina. Halle, Waisenhaus, 1847. 8. IV, l bl., 136 s. — 4. Later Biblical Researches in Palestine and the adjacent Regions: a Journal of Travels in the year 1852. By Edward Robinson, Eli Smith, and others. Drawn up from the original Diaries, with historical Illustrations, By Edward Robinson . . With Maps and Plans. London, J. Murray, 1856. Gr. S. XXX u. 664 s. Deutsch: Neuere Biblische Forschungen in Palästina und in den angränzenden Ländern. Tagebuch einer Reise im Jahre IS 52. Von E. Robinson, E. Smith und Andern. Nach den Original - Papieren mit histo- rischen Erläuterungen herausgegeben vor Eduard Robinson. Mit 1 Karte von Palästina von H. Kiepert. Berlin, G. Reimer, 1857. Gr. 8. XXXIV u. 856 s. Mit l tafel. Vorläufig. erschien: Abriss einer Reise in Palästina im J. 1852 von E. Robinson, E. Smith und Andern, mitgetheilt von prof. Fleischer in der Zeitschrift der Deutsch, morgenl. Gesellschaft, 1853, 7, 37 ff. Digitized by v. ooQle 163 Englisch: OutHnes of a Joumey in Palestine in 1852, im Journal of the Geo- graph. Soc., 1854, 24, 1, und in der Bibliotheca Sacra, New York, 1853, nr. 37. — 5. Physical Geography of the Holy Land. By Edward Robin- son . . London, J. Murray, 1865. 8. XVI u. 352 s. Deutsch: Physische Geographie des Heiligen Landes. Aus dem Nachlasse des Verfassers zur Ergänzung seiner frühem Schriften über Palästina. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1865. 8. — 6. Abhandlungen in Zeitschriften. Z. b. Excursion for the Identification of Pella , in : Bibliotheca Sacra and American Biblical Reposi- tory. Andover, Draper; London, Trübner, 1855, 131 — 144. The Site of Capernaum, 1. c., 1855, 263 — 282. Über Eleutheropolis, 1. c., 1843, 204 und 565 — 566; auch 1844, 217 — 20. Über Arimathia, 1. c., 1843, 565 sq. Über Ramah Samuels, 1. c., 1844, 602—604. ÜberLegio, Megiddo, Maxi- mianopolis, 1. c. , 1844, 220 sq. Über Gibeah Sauls, Rahels grab, das. 1844, 598 — 604. Die stadt Ephraim, das. 398 — 400. — S. Raumer 13, Ritter 15, 72 ff., 79 f., van Senden l, 177, Petzholdt’s Anz. , 1861, 340 u. 1863, 79. In den werken Robinsons und Smiths allein werden auf dem gebiete der erdbeschreibung Palästinas sämmtliche leistungen von Eusebius und Hieronymus an überboten. Genauigkeit, beharrlichkeit, gelehrsamkeit, Scharfsinn und Unbefangenheit im urtheile sind eigenschaften , welche den wahrhaftig hochwürdigen hochschullehrer auszeichnen. In der neuesten zeit scheint er jedoch etwas befangener geworden zu sein. Im Vorworte zur zweiten auflage der Biblical Researches sagt er, dass der text unverändert blieb, except the ferv corrections necessarily incident to such a work. Allein es ist eben zu -missbilligen, dass der Verfasser nur wenige Verbesserungen anbrachte, während weit mehr erforderlich gewesen wären, und so führt die Stabilität, wenn so zu sagen erlaubt ist, den leser, welcher dieser autorität so gerne vertraut, in irrthttmer. Von dem neuen oder dritten bande, den Later Biblical Researches, gilt das lob, welches dem frühem werke gespen- det wurde, und wenn seit 1838 manche tüchtige männer Palästina bereisten, so erreichte keiner die klarheit und gediegenheit des umsichtigen beobachters und des anerkannten reformators in der geographie von Palästina, dem man stets zu grossem danke verpflichtet sein wird. Dass später manche fehler aufgedeckt und lticken nachgewiesen wurden, merkt sich der billig denkende, ohne dass es ihn gelüstet, den rühm, welcher von den vielen Verdiensten ausstrahlt, zu verdunkeln. Das neueste werk, die physische geographie, wird schwerlich der erwartung entsprechen, sei es, dass es meist nur einen auszug aus den früheren Schriften darstellt, oder dass andere Schriften nicht fleissig genug benutzt wurden, etwa deswegen, weil der Verfasser zu früh mit tode abging, als dass es ihm vergönnt war, das zusammengestellte selbst herauszugeben. Hierbei drängt es mich, noch ein paar worte der anerken- nung dem verewigten Dr. Smith zu widmen. Es ist eine ausgemachte sache, dass er seinem amerikanischen landsmanne wesentliche dienste leistete. Ver- traut mit arabischer sitte und spräche, ging er ihm so an die hand, dass ohne ihn die Schriftwerke Robinsons mancher perle entbehrten. Smith selber gab, ausser dem, was der beruf als missionar mit sich brachte, weniges schriftliche heraus. Hervorzuheben ist: Kurze Uebersicht der Aussprache des Arabischen, hauptsächlich wie es in Syrien gesprochen wird, mit Angabe der Corruptionen, welchen verschiedene Buchstaben ausgesetzt sind. Von Eli Smith. In der deutschen ausgabe der Biblical Researches 3, 832—858. In der Bibliotheca Sacra, 1843, 478 sq. , findet man von ihm A Visit to Antipatris. S. Robinson 2, 552. lt* Digitized by t^.ooQLe 164 1839. John G. Kinnear, Esq> Cairo, Petra, and Damascas, in 1839. With Remark8 on the Government of Mehemet Ali , and on the present prospects of Syria. By John G. Kinnear . . London, J. Murray, 1841. 8. Das buch darf kaum übersehen werden. *1839. Der maler Goupil Fresquet. Voyage d’Horace Verriet en Orient rödigö Par Goupil Fresquet. Bruxelles et Leipzig, Muquardt, 1844. 1 2. 2 voll. Petzholdfs Anz., 1863, 79. Nach diesem gewährsmanne besuchte Fresquet mit Vemet Palästina, wovon ich sonst nirgends kenntniss bekam. C. 1839. Der geistliche Henry Formby. A Visit to the East; Comprising Germany and the Danube, Constantinople, Asia Minor, Egypt, and Idumea. By . . Henry Formby. London, J. Burns, 1843. Kl. 8. -4 bll., 387 s. Mit 1 titelkupfer. Ganz unbedeutend. C. 1839. Ein ungenannter. Reise -Skizzen aus dem Morgenlande. Zweibrücken, G. Ritter, 1841. 8. Kaum lesens werth. *1839 oder 1840. James Eving Cooley, the American in Egypt; . . with Rambles through . . the Holy Land. New York 1842. 8. S. TrÜb- ner’s Bibliographical Guide to American Literature. London, Trübner, 1859. 338. 1839 f. Der adjutant Ferdinand Perrier. La Syrie sous le Gou- vernement de Mehemet -Ali jusqu’en 1840 par Ferdinand Perrier. Paris, Bertrand, 1840. 8. Auch Paris 1842. S. Rignon, 1861 , 96. Der Ver- fasser begleitete während der feldzüge '1838, 39 und 40 Solimän Pascha, und war auch in Jerusalem. Die schrift ist unbedeutend, obwol viel- versprechend. i 1840. Stephen Olin, doktor der theologie.« Travels in Egypt, Arabia, Petraea, and theTloly Land. By . . Stephen Olin . . New York, Harper, 1843. 8. 2 voll. Im 2. band Palästina. Auch New York 1853. 8. 2 voll. S. Trübner 340. Ebenfalls daselbst, Harper, 1860. 8. I xui, 458 s., II 478 s. Mit 12 Stahlstichen und einem plan von Jerusalem nach Cather- wood, der unverantwortlicher weise noch 1860 beigelegt wurde. Die Stahl- stiche sind etwas steif. Ausführlich, reichhaltig, beachtenswerth. Nach Robinson und Smith hat, meines bedünkens, kein amerikaner besser ge- schrieben. 1840. Frau Francis Egerton. Journal of a Tour in the Holy Land, in May and June, 1840. By Lady Francis Egerton. London 1841. 8. For private circulation only. Eine liebliche erzählung. Dazu gehören an- sichten in gr. folio, und auf dem einband steht: Views in the Holy Land. Lord F. Egerton (London 1842), von welchem die Originalansichten herrühren. *1840. Der bischof X. Holowinsky. Pielgrzymka do Ziemi Swi^tes odprowiono przez X. Holowinskiego (Pilgerfahrt ins h. Land). Wilna 1842 — 43. Auch 1853. Gr. 8. Noroff bei Daniel 215. C. 1840. . Der major Karl von Hailbronner. Morgenland und Abend- land. Bilder von der Donau , Türkei , Griechenland , Aegypten , Palästina, Syrien, dem Mittelmeer, Spanien, Portugal und Südfrankreich. Vom Ver- fasser der Cartons. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1841. 12. 3 voll. Im 2. band, VI u. 439 s., Aegypten, Palästina, Syrien. Der Verfasser schreibt blühend und malerisch, aber wenig zuverlässig ; das militärische hebt er nicht einmal hervor; er glaubt meist an die mönchischen Überlieferungen. Digitized by t^.ooQLe 165 *Cm 1840. E. Joy Morry. Notes of a Tour through . . Egypt . . to the Holy Land. Philadelphia ,1842. 8. 2 voll. S. Trübner 339. *C. 1840. Ein ungenannter. Souvenirs de la Terre Sainte. ln: Revue de l’Orient. X. 1846. 311. S. Koner 2, 335. 1840 f. Ein ungenannter. Acht Wochen in Syrien. Ein Beitrag zur Geschichte des Feldzuges 1840. Mit 1 Karte vom Kriegsschauplätze. Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1841. 8. VI u. 155 s. Auch mit dem titel: Reisen und Länderbeschreibungen der älteren und neuesten Zeit. 22. Lieferung. Eine Schrift von sehr geringem werth für den palästinisehen geographen. 1840 f. Oberst -lientenant E. Kapier. Reminiscences ofSyria, and fragments of a Journal and Letters from the Holy Land. By . . E. Napier. London, T. C. Newby, 1843. 8. 2 voll. Nicht zu übergehen, in militä- rischer hinsicht besonders. 1840. Der jesnitenpater Aloys Legrelle von Antwerpen, und 1845, der historienmaler Johann Portaeis von Vilvorden. Bethteem. Par fid. T. D’apr&s les notes inedites de deux voyageurs beiges, dcrites en 1840 et en 1S45. Bruxelles, H. Goemaere, 1851. 16. 47 s. Es ist die 24. liefe- rung der Prdcis histonques, welche von dem der gesellschaft Jesu angehö- rigen Ed. Terrvencoren herausgegeben werden. Von diesem wurde auch dieses kleine und doch nicht zu verachtende büchlein nach den von jenen 2 belgiern mitgetheilten briefen redigirt. 1841. Der journalist*und romanschreiber F. W. Hackländer. Reise in den Orient von F. W. Hackländer. Mit dem Bildniss des Verfassers. Stuttgart, A. Krabbe, 1842. 8. 2 voll. Auch 1846. 8. 1 vi s., I bl., 196, II rv, 263 s. Auf dem Titel der letzten ausgabe steht: Zweite ver- besserte Auflage der Daguerreotyen. Auch in der gesammtausgabe , Stutt- gart 1855. Ferner: Ansichten, aufgenommen während einer Reise in den Orient im J. 1840 f. Stuttgart 1846. S. Engelmann 123, Gratz 633, Petzholdtfs Anz., 1863, 79. Der Verfasser ist ein sagengläubiger und roman- tiker. Beinahe werthlos. 1841. Der kaufmann Karl Theobald Schlegel von Soran. Theo- bald Schlegel’s Reise nach dem heiligen Lande herausgegeben von ihm selbst. Sorau N.-L. , Selbst- Verlag, 1865. 8. 1 bl., 126 s. Hjüt eingedruckten holzsclinitten u. 1 plan von Jerusalem. , Jedem Exemplar ist ein Andenken aus Jerusalem beigefügt’. Das wenigste ist brauchbar. 1842. Der geistliche George Fisk. A PastoFs Memorial of Egypt, the Red Sea, the Wildemesses of Sin and Paran, Mount Sinai, Jerusalem, and other principal Localities of the Holy Land; with brief Notes of a route through France . . By . . George Fisk . . Mit dem Vortitel : A PastoFs Me- morial of the Holy Land, etc. By the Rev., G. Fisk. Fourth Edition. Lon- don, Seeley, 1847. 8. VHI, 2 bll. u. 485 s. Mit 1 Vignette. New edition 1866. Die Vorrede zur 1. ausgabe wurde im julius 1844 geschrieben. S. oben bei Piinius Fisk sub anno 1823 und van Senden 1, 373. Mehr biblische belrachtungen als geographie. 1842. Die weltumreisende Frau Ida Pfeiffer von Wien. Reise einer Wienerin in das heilige Land, nähmlich: von Wien nach Konstantinopel, Brussa, Beirut, Jaffa, Jerusalem, dem Jordan und todten Meere, nach Naza- Digitized by Google 166 reth, Damaskus, Baibeck und dem Libanon, Alexandrien, Kairo, durch die Wüste an das rothe Meer, und zurück über Malta, Siciiien, Neapel, Rom u. s. w. Unternommen im März bis Dezember 1842 von lda Pfeiffer . . Nach den Notaten ihrer sorgfältig geführten Tagebücher von ihr selbst beschrie- ben. Vierte verbesserte Auflage. Wien, J. Dirnböck, 1856. 8. Mit 1 kolo- rirten titellithographie. I vra u. 139, II 1 bl., 200 s. Das Vorwort zur 1. auflage wurde vom Verleger im Oktober 1843 geschrieben. Neueste aufl. 1857. Böhmisch von Kreöek in Königgrätz. 1846. 8. Pospßil. Ich fand ihren namen unter’m 18. junius 1842 im fremdenbuch auf dem Kännel neben dem ihres reisegefährten, des grafen Friedrich von Berchthold, der sie später nach Brasilien begleitete. Die Schilderung der einen hälfte dieses wallfahrerpaares ist treuherzig und wenigstens nicht schlechter als die be- schreibungen von manchen männern; immerhin enthält sie viel unrichtiges. 1842. Der amerikaner David Millard. A Journal of Travels in Egypt, Arabia Petraea, and the Holy Land. By David Millard. Rochester, E. Shephard, 1841. 8. Unbedeutend. 1842. Der baier Franz Joseph Felsecker, doktor der rechte und Philosophie. Palästina und eines Pilgers Wege dahin. Aus meinem Reise- tagebuche. Von F. J. Felsecker. Bamberg, F. Züberlein, 1844. 8. Der linkische Verfasser zog geldentblösst in uraltem sinne ins land der ver- heissung, und gewährt sehr wenig ausbeute. Der ton ist ein gläubiger, gutmüthiger. 1842. Der amerikanische geistliche Samnel Wolcott. Von ihm verschiedene artikel: Notices of Jerusalem, an Excursion to Hebron and Sebbeh or Masada, Journey from Jerusalem northwards to Beirüt, Excursion to MarSaba, in der Bibliotheca Sacra, 1813, 17—87. S. Robinson 2,251, Ritter 15, 79, Denkblätter 79. Die artikel sind Zeugnisse eines fleissigen beobachters. 1842 f. Der geistliche John Blackburn. Hand-book round Jerusa- lem, or Companion to the Model, by . . John Blackburn. London, Riving- ton, 1846. 12. XV, 126 s. u. 6 bll. Mit der ansicht eines geoplasma von Jerusalem, mit einem plan dieser stadt in der vogelansicht und mit einem stück gassennetz. Wenig kritisch, aber mit manchen brauchbaren notizen. *1842 — 43. Die brüder Tschernezoff, maler. Sörie de vues de la Palestine, publide ä St. Pötersbourg. 1845. Fol. Die beiden Tschernezoff reisten nach Palästina, in der absicht, die bemerkenswerthesten ansichten nach der natur aufzunehmen. Noroff bei Daniel 216 und briefliche mitthei- lung aus S. Petersburg. 1842—43. Der missionar F. C. Ewald. Journal of Missionary La- bours in the City of Jerusalem, during the years 1842 — 3 — 4. By . . F. C. Ewald. Second Edition. London, B. Wertheim, 1846. Kl. 8. XVI u. 276 s. Mit 1 grundriss von Jerusalem. Die einleitung für die 1. ausgabe wurde 1845 geschrieben. Zu beurtbeilung der jüdischen zustande und des protestantischen missionswesens beinahe unentbehrlich. *1842—44. Frau Ewald. Jerusalem and the Holy City; being a Collection of Lithographie Views and Native Customs from Drawings taken on the Spot. By Mrs. Ewald. London? 1864? Day and Sons. In der Zeitschrift: The Athenaeum, 1864, 915, wird die publikazion eben nicht empfohlen. Digitized by t^.o ;le 167 1842 und 1853. Der künstler W. H. Bartlett. 1. Walks about the City and Environs of Jerusalem. By W. H. Bartlett. London, G. Virtue, 1844. Dann 2. auflage, gr. 8. Mit 1 Vignette, einer ansicht Jerusalems ä vue d’oiseau, einem plan der alten stadt, mit vielen Stahlstichen und einge- druckten holzschnitten. Ibi sine anno (1850). VIII s., I bl., 255 8. (3.) New Edition 1852. — 2. Jerusalem revisited by W. H. Bartlett . . With lllustra- tions. London, Virtue, 1855. Gr. 8. Mit 22 Stahlstichen und mit eingedruck- ten holzschnitten. 1 bl., Vllls., 2 bll., 202 s. Auch London 1862. Eine kopie aus diesen werken sind die Views illustrating the Topography of Jerusalem Ancient and Modern. London, Virtue, sine anno. Fol. Die einleitung ist französisch geschrieben, der übrige text englisch. Die wenigen blätter sind sehr theuer. — 3. Footsteps of our Lord and his Apostles: a Succession of Visits to the Sites and Scenes of New Testament Narrative. 1852. Royal 8vo. — 4. The Christian inPalestine; or, Scenes of Sacred History, Historical and Descriptive. By Henry Stebbing . . Illustrated from Sketches taken on the spot, by W. H. Bartlett. London, G. Virtue, sine anno. 4. 1 bl., IV s., 1 bl., 234 s. Im vortitel mit einem Stahlstiche lautet es: The draw- ings recently taken on the spot. In dieses stebbingsche buch sind manche bilder aus den Walks, nicht aber aus dem Jerusalem revisited übergegangen, und so sollte man annehmen dürfen, dass the Christian bald nach der ) . auf- lage der Walks herausgegeben wurde. Der Verleger hat es so eingerichtet, dass gegenüber den Walks auch the Christian neues enthält, und der käufer, will er alles haben, genöthigt ist, beide werke sich anzuschaffen, mithin mehreres doppelt zu bezahlen. Der Christian enthält nicht minder als 79 Stahlstiche. — 5. A comparative View of the Situation and Extent of an- cient and modern Jerusalem. London. Fol., 4 tafeln mit grossen panorama- ansichten Jerusalems. Ich sah wol das gleiche buch unter dem titel : Views illustrating the Topography etc., s. nr. 2. — 6. La Syrie, la Terre-Sainte, l’Asie Mineure . . illuströes. Une sörie de vues, dessindes d’aprös nature, par W. H. Bartlett, W, Pursher, etc. Les explications de gravures (die platten wanderten , wie es scheint , von land zu land) par John * Came. Traduit de l’Anglais , par Alexandre Sosson. London , Paris % Amörique, Fisher. 4. 3 bände. Hinten einiges von Jerusalem, Bethlehem, Bethanien, aber nicht treu. Ein nahe verwandtes werk ist: Voyage en Syrie et dans l’Asie Mineure, illuströ par 120 magnifiques gravures sur acier, d’aprös les dessins pris sur les lieux par W. Bartlett, Thomas Allom, etc. etc. Par Clement Pelle et Leon Galibert. London et Paris, Fisher (1843?). 4. 3 theile. Auf die gleiche quelle zurttckzuleiten ist wol: La Terra Santa ed i Luoghi illustrati dagli Apostoli. Vedute pittoresche secondo Turner , Har ding ed altri celebri artisti. Torino, Pomba, 1837. Gr. 8. Aus dem französischen. S. Ritter 16, 312, Robinson 2, 552. Der text der Walks und des Jerusa- lem revisited ist, wenn auch gut geschrieben, nicht wichtig; er schweift ins malerische. Dagegen sind die beiträge von Catherwood für jene werthvoll. Robinson rühmt nicht wenig Bartletts künstlerische leistungen. Man muss nicht, sondern man wird gerne und freudig gestehen, dass man ihm viel verdankt. Manche bilder sind treu gezeichnet und überaus sauber gestochen. Immerhin kann ich versichern, dass Bartletts leistungen, was naturtreue betrifft, weit zurückstehen hinter denen von Ulrich Halbreiter, dessen grosse gewissenhaftigkeit und ausdauer entschieden das beste lieferte, der art, dass man in der that beklagen muss, wie man später immer neue, aber viel schlechtere ansichten verbreitet und das publicum berückt, statt Digitized by t^.ooQLe 168 dass man den vorzüglichen meister, wenn oder wo thunlich, einfach kopi- ren sollte. 1843. Der schottländer John Wilson, doktor der theologie. The Lands of the Bible visited and described in an extensive Journey undertakea with special reference to the promotion of Biblical Research and the advance- ment of the cause of Philanthropy. By John Wilson. With Maps aid Illustrations. Edinburgh, W. Whyte; London, Longman; Dublin, Curfy, 1847. Gr. 8. 1 xxrv u. 504, II x s. , 1 bl., 786 s. Mit karten, vielen Stahlstichen und holzschnitten im texte. S. Raumer 14, Robinson 2, 552, van de Velde 1 1 . Sehr lehrreich und werthvoll. 1843. Der zum christenthum bekehrte jude und Sendbote Bidley H. Herschell. A Visit to my Father-land. London 1845. 12. New Edition 1856. Holländisch Amsterdam 1845. Deutsch: Besuch in meinem Vaterland. Notizen, gesammelt auf einer Reise nach Syrien und Palästina . . Von Ridley H. Herscbell. Aus dem Englischen übersetzt von E. B. Basel, F. Schneider, 1846. Kl. 8. 4 bll., 208 s. Gegen die orientalischen Christen zeigt sich der Verfasser höchst unduldsam, und seine schrift ist unbedeutend. 1843. Der konsul J. N. Craigher. J. N. Craigher’s Erinnerungen aus dem Orient Triest, H. F. Favarger, 1847. Gr. 8. 3 bll., 316 s., 1 bl. Unbedeutend. 1843. Dawson Borrer. A Journey from Naples to Jerusalem. By Dawson Borrer. London, J. Madden, 1845. 8. Einiges zu gebrauchen. 1843. Dr. J. A. Lorent. Wanderungen im Morgenlande während den Jahren 1842 — 3. Mannheim, Löffler, 1845. 8. Nicht zu gebrauchen. 1843. Der barmherzige bruder Joäd Antonio Gari. Nuevo Viaje ä Jerusalem, 6 sea cartas familiäres sobre la Tierra Santa, y los diferentes pueblos que la habitan, sus creencias religiosas, costumbres, politica etc., con una critica impugnacion . . escritas y dirigidas por el Pbro. F. J. A. G. al R. Josö Maria Rodriguez Pbro. quien las publica. Barcelona, Pia, 1846. Kl. 8., 475 s. Mit 1 plan der kirche in Bethlehem. S. oben La- martine sub anno 1832 f. Eines der lehrreichsten bücher von den vielen, welche römisch-katholische priester zu Verfassern haben. 1843. Die romanschreibende klosterfrau, gräfin Ida Hahn-Hahn. Orientalische Briefe. Von Ida Gräfin Hahn -Hahn. Berlin, A. Duncker, 1844. 8. I vhi u. 383 s., H (Palästina) l bl., 346, 1H 1 bl., 406 s., 1 bl. Englisch 2. Ed. London 1845. Die briefe sind mehr ein Spiegel der planderhaftigkeit als der erkenntniss in religiösen und andern dingen. Vgl. Fallmerayer’s Ges. Werke 3, 57 — 79. 1843. John B. Durbin, doktor der theologie. Observations in the East, chiefly in Egypt, Palestine, Syria, and Asia Minor. By John B. Dur- bin . . New- York, Harper, 1845. 8. 2 voll. Etwa über die juden und der engländer bestreben dafür nachsehenswerth. 1843 f. John Lowthian von Carleton House bei Carlisle. A Narra- tive of a recent Visit to Jerusalem and several Parts of Palestine, in 1843 — 44. By John Lowthian .. Third Thousand. London, Houlston; Carlisle, R. Willan, sine anno. 12. VII u. 151 s. Mein exemplar ist von der 3. aus- gabe; von der 2. wurden 2000 exemplare abgesetzt. Mit einer ansicht von Digitized by t^.ooQLe 169 Jerusalem und mit einem pflüg auf dem titelblatte. Anspruchlos bietet der achtungswerthe Verfasser manches belehrende. 1843 f., 1866. George Williams, kaplan des bischofs Alexander. The Holy City ; or Historical and Topographical Notices of Jerusalem ; with some account of its Antiquities and of its present Condition. By . . George Williams . . With Illustrations from Sketches by . . W. F. Witts . . Lon- don, J. W. Parker, 1845. Gr. 8. XV u. 512 s. 2. Ed. London 1849. 8. 2 voll. Darin The ärchitectural History of the Church of the Holy Sepulchre at Jerusalem. By . . Robert Willis . Dieses werthvolle stück erschien auch besonders London, J. W. Parker; Cambridge, J. Deighton, 1S49. Gr. 8. VI, l bl. u. 167 s. Mifansichten, durchschnitten und grundrissen. Es enthält die 2. auflage auch einen Appendix (Supplement) 1 — 124: Historical and descriptive Memoir on the Town and Environs of Jerusalem. (To accompany the Ordnance Survey.), welches stück ebenfalls besonders erschien : London, J. W. Parker; Cambridge, J. Deigthon, 1849. Gr. 8. VIII u. 164 s. Williams lieferte auch besondere artikel: a) in William Smith’s Dictionary of Greek and Roman Geography, 2, 16 sqq. b) ins Journal of Classical and Sacred Philology. Cambridge, vol. 4. p. 262 sqq.: The Emmaus of S. Luke, c) In The Colonial Church Chronicle and Missionary Journal, Febr. 1858, Nov. 1859: Excursions in Palestine. Mehr gelangte nicht zu meiner kenntniss. S. Robinson 2, 551, Ritter 16, 312, van de Velde’s Mem. 10, Noroff bei Daniel 96 u. 117. Die Schriften Williams’ sind vom geiste hochkirchlicher Starrheit und der Parteilichkeit gegen den weit über- legenen Robinson durchdrungen^ enthalten übrigens, wie namentlich auch der artikel in Smith’s Dictionary, manches interessante, das noch mehr werth hätte, wenn jene überall von einem weiter umher und tiefer schauenden historischen blicke beherrscht worden wären. 1843 ff. Dr. Ernst Gustav Schultz, preussischer konsul in Jerusa- lem. 1. Jerusalem. Eine Vorlesung von Ernst Gustav Schultz. Mit einem Plane, gezeichnet von H, Kiepert. Berlin, S. Schropp, 1845. 8. 120 s. — .2. Mittheilungen über eine Reise durch Samarien nnd Galiläa (1847). In: Zeitschr. der Deutschen morgenländ. Gesellschaft, 1849, 46 f., Monatsberichte der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1846, th. 3, 1849, th. 3. — 3. Carl Zimmermann’ s Versuch einer Construcction der Karte von Galiläa, nach den Forschungen des verstorbenen Dr. E. G. Schnitz. Berlin 1853. 2. ausgabe mit Verbesserungen und neuen irrthümern 1855. Darauf er- schien : Geographische Analyse zu dem Versuch einer Construction der Karte von Galiläa nebst den Beikärtchen des Gebirges Gilboa, des Felsen Dschafat und der Kreuzfahrer - Veste Accon vornämlich herausgegeben nach den Forschungen des verstorbenen Dr. Ernst August Schulz . . Konsul . . von Carl Zimmermann. Berlin, D. Reimer, 1861. 4. 2 bll., 91s. S. Robin- son 2, 551, Ritter 15, 80, meine Planographie 14, van de Velde’s Mem. 13, 17 sq. Der Verfasser, überkühn in beantwortung alter fragpunkte, gibt über Jerusalem eine menge interessanter notizen, hauptsächlich von Williams belehrt und bestimmt. Galiläa hat er der Wissenschaft zum theile aufge- schlossen. Nur schade, dass das reisetagebuch etwas flüchtig abgefasst war, und dass auch Zimmermanns schriftarbeit eine recht nachlässige genannt werden muss. *1843—49. Der priester Felix Laassner. Pielgrzymka missyjna do Ziemi S., Syryi i Egiptu w latach od 1843 do 1849 r. odbyta przez Digitized by C^ooQle 170 Ksi$dza Feliksa Laassnera. Krakow 1855. 8. D. i. reise ins h, Land, nach Syrien und Ägypten in den jj. 1843 — 1849 unternommen vom priester Felix Laassner. S. NorrofF bei Daniel 216. 1843 oder 44. Eliot Warburton. The Crescent and the Cross; or, Romance and Realities of Eastern Travel. London 1845. 8. 2 voll. Tenth Edit. London, Colburn, 1852, 8. X u. 380 s. Mit einem titelstahlstiche. Auch Leipzig, Tauchnitz, 1852. 15. Edit. 1859. S. Schultz* Jerus. 107. Einiges beachtenswerth. 1843 ff. Der konsul von Wildenbruch. Routiers in Palästina und Syrien, in: (Berliner) Monatsberichte der Gesellschaft. für Erdkunde. N. F., 1843, 1, 229 — 234. Profile von Yaffa über Jerusalem zum Todten Meere, und von Jerusalem zum Tiberias-See und den Jordanquellen. Ebendas., 1846, 3, 251 und 270 — 272 nebst Tafel III. Zur Climatologie von Palästina. Ebendas., 1843, 1 , 92 und 236—248. Auch über Kariet el-Aneb eben- das., 1844, 1, 229. S. Ritter 15, 78 f. Beachtenswerth. 1844. Lord Nugent. Lands, Classical and Sacred. London 1845. 2 voll. Auch London, C. Knight, 1846. 12. 2 voll. S. Schultz 1. c. 5. Im ganzen ist Nugent ein leichtfertiger alterthümler. Er lehnt sich haupt- sächlich an Schultz und Veitch und streitet unberufen fort und fort gegen Robinson. 1844. Charles Reynaud. D’Athönes ä Baalbek par Charles Reynaud. Paris, Fume, 1846. 8. Gleichsam fieberhaft geschrieben. 1844. Der priester Heinrich Gossler in Westphalen. Pilgerreise nach Jerusalem von P. Fr. Heinrich Gossler , . Vollständig in vier Liefe- rungen, mit einem Stahlstiche und zwei lithographischen Zeichnungen. Pader- born, Junfermann, 1852. 8. 1 bl., 369 s., 1 bl. Fast nichts als subjec- tives. Ohne schäm liefert der Verfasser eine schlechte ansicht der Stirnseite des grabtempels aus dem 16. jahrhunderte, statt eines treuen bildes der jetzigen kirche. Ebenso gibt er vor, dass er am 22. mai 1844 in einer zelle des Salvatorklosters zu Jerusalem den Ölberg mit der Kidronbrücke und dem bache Kidron aufgenommen habe (zu 96), da man doch von dort aus nicht ins Josaphatsthal hinabsehen, noch überhaupt einen bach Kidron erblicken kann. 1844. Der priester Franz Joseph Gehlen in Westphalen. 1 . Ans den Erlebnissen und Forschungen eines Pilgers zum heiligen Lande im Jahre des Herrn 1S44. Wallfahrt nach Bethlehem und Hebron. Mitgetheilt von Franz Joseph Gehlen . . Münster, Theissing, 1846. 8. 139 s. — 2. Aus den Erlebnissen und Forschungen eines Pilgers zum heiligen Laude. Ex- cursion von Jerusalem nach Jericho bis zum Jordan und todten Meere. Ebendas. 1852. 8. 100 s. Beide Schriften, obschon ohne gehörige kritik abgefasst, enthalten einige beachtenswerte bilder, und mehr noch die erstere schrift. 1844. Der deutsche einsiedler und tertiarius Aloysius Manzius. Der Eremit von Sabina, oder Aloys, des deutschen Einsiedlers, Wanderungen nach Jerusalem, Bethlehem und Nazareth, mitgetheilt von seinem Reisege- fährten. Münster, J. H. Deiters, 1853. 12. Der reisegefährte war obiger Gehlen. Unbedeutend. Der titelholzschnitt , ein geschenk Ulrich Halb- reiters, ist besser auf seinem bl. UI, 3. Digitized by t^.ooQLe 171 1844 und 1859. Dr. Lobegott Friedrich Konstantin Tischendorf von Lengenfeld, professor in Leipzig. 1 . Reise in den Orient von Con- stantin Tischendorf. Leipzig, Tauchnitz j., 1846. Kl. 8. 1 xvi u. 319, II 319 s. Englisch: Travels in the East. Translated from the German by W. E. Schuckard. London 1847. — 2. Aus dem heiligen Lande. Von Constantin Tischendorf. Nebst fünf Abbildungen in Holzschnitt und einer lithographirten Tafel. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1862. 8. X, 1 bl., 375 s. S. Fallmerayer’s Ges. Werke 3, 113 — 147. Der leser erwarte nicht, was der be- rühmte name des Verfassers ihm versprechen dürfte. Er reiste in bibelkritischer absicht auf alte hss., und die resultate, so weit sie in der ersten reisebe- schreibung mitgetheilt wurden, sind nicht bedeutend. Auf der 2. reise be- gleitete Tischendorf den grossfürsten Konstantin. Beim lesen des berichtes über dieselbe athmet man etwas hofluft. Es mussten auch im allgemeinen die angriffe auf die tradizionen vermieden werden, um nicht den tradizionsgläu- bigen fürsten zu verletzen. Doch fühlt man sich von dieser darstellung mehr angezogen als von den über- und Untertreibungen des Moritz Busch, und immerhin gewährt die schrift einige belehrung, zumal in beziehung auf textkritik. * 1845. Der mönch Parthenios. CKaaame o CTpaHCTBiu no Poccpi, MowiAaBin, Typijiif h Cb. 3eM.rfc. Hhokh DapoeHia. Mock. 1855. 4. h. b h 8 . 4 . D. i. reise nach Russland, der Moldau, Türkei und dem h. Lande. Parthenios reiste den 23. September 1 S 4 5 vom Athos ab und kam den 28. Oktober in Jerusalem an. Seine beschreibung der h. Stätten in Jerusa- lem und Palästina bildet den 4. theil seines berichtes, ist ziemlich umständ- lich, aber wenig tauglich. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche mittheilung aus S. Petersburg. 1845. Professor W. Krafft in Bonn. Die Topographie Jerusalem^ von W. Krafft. Bonn, H. B. König, 1846 (eigentlieh 1847). Gr. 8. XII u. 273 s. Mit inschriften, ansichten, plänen und karte. Vgl. Golgatha 90, 96, Raumer 13, Williams* Mem. 59, Ritter 16, 313. Der theologe Krafft, ein reisegefährte von F. A. Strauss, war ungleich muthiger und unterneh- mender als dieser. Er besass auch die kühnheit, den Südwind benutzend ins haram esch - scherif einzudringen. Die schrift zeugt von fleissigen Studien der alten und von sorgfältigem auf suchen der merkwürdigkeiten , bei deren beschreibung er aber, wie Williams und Schultz, in die schule Robinsons hätte gehen können. Gegenüber jenen zwei gelehrten, für die er immerhin eine Vorliebe zeigt, bewahrt er im ganzen eine ebrenwerthe Selbständigkeit, eine unparteiische haltung aus lauterer liebe zur Wahrheit. In historischen ex- kursen überschätzt und übereilt sich der Verfasser hin und wieder. 1845. Professor Friedrich Adolf Strauss in Berlin. Sinai und Golgatha. Reise in das Morgenland von Friedrich Adolph Strauss . . Mit zwei Original - Ansichten. Berlin, Jonas, 1847. Kl. 8. VIII und 431 s. 4. verbesserte und vermehrte Auflage mit einer Karte des Morgenlandes. Berlin, Jonas, 1853. 8. VH u. 420 s., mit 1 tafel. 8. auflage, Prachtaus- gabe Berlin, allgemeine deutsche Verlagshandlung, 1863. Hoch 4. III u. 464 s. Er schrieb auch einen text zu den gleichen bildern, zu welchen Dr. /. A. Messmer einen andern ausarbeitete : Die Länder und Stätten der heiligen Schrift. In ausgewählten Bildern mit erläuterndem Texte. Stuttgart, Cotta, 1861. Gr. 4. VHI, 542 s. Mit 30 kolorirten Stahlstichen, 6 lithographien, 66 holzschnitten u. 1 lithographirten karte. Messmer gab dem buche den Digitized by t^.ooQLe 172 titel: Das heilige Land und die heiligen Stätten, Ein Pilgerbuch in ausge- wählten Bildern mit erläuterndem Texte von J. A. Messmer. München, Vo- gel’sche Verlagshandlung, 1860. 4. 1 bl., X, 356 s. Mit einem sehr schönen titelkupferstiche von H. Merz. Indessen dürfte wol letzterer text vorzu- zieben sein, da er in das architektonische viel gründlicher eingeht; ohnehin ist der text von Strauss schon dagewesenes für den, welcher Sinai und Golgotha kennt. Die Verlagshandlung musste von der ansicht ausgehen, dass das prächtige bilderwerk nicht die wünschbare Verbreitung finde, wenn nicht im texte, in dem einen der römisch-katholische und in dem andern der protestantische Standpunkt mehr oder minder fest behauptet werde. Schwe- disch gab das Sinai und Golgotha A. Oiivarius 1861 heraus. Es erschien auch eine englische und durch ten Kate eine holländische Übersetzung. S. Petz- holdfs Anz. , 1861, 338, C. G. Kayser’s Vollst. Bücher -Lexicon 16, 91 f. u. 423 f. Durch die vielen auflagen in Deutschland darf man sich im ur- theile nicht irre leiten lassen. Sie sind weit weniger dem werthe des buches zuzuschreiben, als der gewandten darstellung, die einer gewissen religiösen partei, vorab im norden Deutschlands, wo man ungleich mehr liest als im Süden, entspricht, einer partei, die eine schwüle atmosphäre liebt, und zum historischen aberglauben sich hinneigt. Übrigens soll des rühmlichen gedacht werden, dass das buch einiges neue und beachtenswerthe enthält. . 1845. Der bibliothekar (Ste. Genevifcve) X. Marinier in Paris. Du Rhin au Nil. — Tyrol. Hongrie. Provinces Danubiennes. Syrie. Pa- lestine. Egypte. — Souvenirs de Voyages. Par X. Marinier. Paris, Ber- trand (1847). 8. I 2 bll. , xxix, 396 s. u. 2 bll., II 2 bll. , 496 s. Auch (nachdruck) Bruxelles, Livourne, Leipzig, Meline, 1852. Kl. 8. I 267, II 252, III (Palestine) 268 s. Mit einigen ansichten. Der erste druck enthält mehr und ist schon deswegen vorzuziehen. S. Petzholdt’s Anz., 1863, 81. Das buch gewährt wenig. 1845. Der land schaftsmaler Otto Georgi von Dresden. Die hei- ligen Stätten nach Originalzeichnungen nach der Natur von Otto Georgi. Leipzig, J. A. Romberg (1854). Gr. 4. 1 bl., VI u. 91 s. Mit kupfern und eingedruckten holzschnitten. Sehr schön ausgestattet. Vgl. Engelmann 1095. Der titel schon ist nicht ganz richtig; denn Georgi, der begleiter Lepsius’, "entlehnte die bilder, mit ein paar ausnahmen, den weniger zuverlässigen werken von Roberts und Heinrich von Mayr. Der text ist kompilazion. 1845. Dr. Harald Bagge, arzt zu Frankfurt am Main. Reise nach dem Orient, der europäischen Türkei, Aegypten, Nubien und Palästina. Von Harald Bagge . . Frankfurt a. M., J. E. Hermann, 1847. 8. Vis., 1 bl., 256 s. Das buch des bescheidenen reisearztes enthält wenig interessantes. *1845. F. J. Wacek. Vierzehntägiger aufenthalt’in Palästina (böh- misch) von F. J. Wacek. In der Zeitschrift Cas, 18. band. *1845. Der graf JL Adlerberg. H3 b Pirna bi > Iepy glimmt, CHS. 1853. 8. D. i. von Rom nach Jerusalem. Noroff bei Daniel 216 und briefliche mittheilung. Die beschreibung sei ohne bedeutung. * 1845. Der abenteurer Frans A. Odilen in Bonn. Reise -Album vom 15. bis zum 22. Lebensjahre von Franz A. Cöllen, Verfasser der Four Months in Africa. Bonn, Selbstverlag, 1849. Kl. 8. VI u. 186 s. Mit dem bildnisse des Verfassers. 2. ver- besserte und vermehrte Auflage. Bonn 1850. Gr. 16. Mit 4 kupfern. S. Engel- mann 105. Erlogenes und unbrauchbares. Man weiss nicht recht, ob er in Palästina gewesen ist, wenn er gleich darüber schreibt. Digitized by Google 173 1845. ^ortaels. S. oben Legrelle sub anno 1840. 1845 f. Dr. J. Nepomuk Sepp, professor in München. 1. ver- schiedene artikel als Vorläufer: Forschungen eines deutschen Reisenden in Jerusalem, in: Historisch -politische Blätter von G. Philipps und G. Görres. München, literar. - artist. Anstalt. 1846 — 7. Gr. 8. 18, 469 — 477; 19, 349 — 357, 449-463, 589 — 610, 670—685, 735—740; 20, 129—146. — 2. Jeru- salem und das heilige Land. Pilgerbuch nach Palästina, Syrien und Aegypten von Sepp . . Schaffhausen, F. Hurter, 1863. Gr. 8. I xxxvm u. 781, xxviii u. 866 8. Mit dem k bildnisse des Verfassers u. mit vielen eingedruckten holzschnitten. — 3. Neue architektonische Studien und historisch - topogra- phische Forschungen in Palästina von Sepp. Mit 70 Illustrationen. Würz- burg, Stahel, 1867. 8. XLIV, 256 s. Der bekannte geistreiche und ge- lehrte Verfasser war zu meiner zeit in Jerusalem. Er hat es darauf abge- sehen, die weit mit einer komparativen geographie und geschichte zu über- raschen. Darum werden die dinge so weit hergeholt aus allen Zeiten, wie aus allen enden und ecken des globus. Das pikante ist einer solchen be- handlung des Stoffes nicht abzusprechen; manches ist aber verfrüht und einem spätem Zeitalter mit einer reichern anhäufung von materialien und forsch ungen Vorbehalten. Nicht so sehr selten wird der leser beinahe von Schwindel ergriffen, wenn er den pilgrim die gewagtesten Sprünge machen sieht. Immerhin erwarb der Verfasser sich das verdienst, in beziehung auf eine geläuterte geschichte und geographie von Palästina ungemein anregend zu wirken, und nicht hoch genug darf man ihm in seiner bekannten Stellung anrechnen, dass er mit Selbständigkeit die tradizionen geschichtlich behandelt. Sonst ist das werk arm an eigenen Wahrnehmungen und beobachtungen ausserhalb der studirstube; der Verfasser ist aber aufrichtig genug, das an- zuerkennen, was und exakter andere überlieferten. Die jüngste schrift ent- hält eine dankenswerthe kritische Zusammenstellung des neuesten. Die bolzschnitte, von gar verschiedenen seiten her geborgt, empfehlen sich nicht immer durch naturtreue und künstlerische darstellung. Die zitate sind hin und wieder unrichtig. S. Topogr. 1, LXXXI f. 1845 ff. Die Frau konsul Finn. Home in the Holy Land. A Tale illustrating Customs and lncidents in Modem Jerusalem by Mrs. Finn. Lon- don, J. Nisbet, 1866. 8. VIII u. 520 s. Mit einem titelstahlstiche. Das buch enthält manches unterhaltende und ausserordentlich viel lehrreiches, das in einen roman gehüllt ist. *C. 1845. Castlereagh, A Journey to Damascus, through Egypt . ., Palestine and Syria. London 1847. 8. 2 voll. Mit kk. *1846. Kapitän Newbold. Recherches du Cpt. Newbold aux envi- rons de Jerusalem. Nouv. Annales des Voyag. Nouv. Sdrie. 1852, 31, 6. 1853, 33, 113. Auch s. Asiatic Soc. 21. April, im Athenseum 1849, nr. 1 124, s. 491. Den wol unterrichteten traf ich in Jerusalem. Ritter 16, 522. 1846. Der pseudonyme Dalton. Das Boot und die Karawane , eine Familien - Reise durch Aegypten, Palästina und Syrien. Nach der fünften Auflage zur Belehrung und Unterhaltung, aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Dr. E. A. W. ’Himly, Professor . . Mit fünf Abbildungen. Leipzig, B. Schlicke, 1860. 8. XVHI, 1 bl. u. 419 s. Das original kenne ich nicht. Die schrift ist theilweise ungeniessbar. Digitized by Google 174 1846. Frau Römer. A Pilgrimage to the Temples and Tombs of Egypt, Nubia, and Palestine, in 1845 — 6. By Mrs. Römer. London, R. Bentley, 1846. 8. 2 voll. Die Verfasserin gibt beinahe nichts. 1846. F. A. Neale, Esq. Eight Years in Syria, Palestine, and Asia Minor, from 1842 to 1850. By F. A. Neale . . 2. Edit. London, Col- burn, 1852. 8. 2 voll., im 1., 121 sqq., über Jerusalem. Unbedeutend für Palästina. 1846. Der preussische prediger H. Ga<|ow. I. Artikel in der Zeit- schrift der Deutschen morgenländ. Gesellschaft: Ein Ausflug von Jerusalem über Jericho an den Jordan, das todte Meer und nach MarSaba, 1848, 2, 52 sq. ; Mittheilungen über die gegenwärtigen Terrain Verhältnisse in und um Jerusalem, ibidem 1849, 3, 35 sq. — 2. Mittheilungen über Jerusalem aus dem Tagebuche eines Augenzeugen . . Königsberg in der Neumark, J. G. Striele, 1848. 8. 1 bl., V u. 72 s. — 3. Ph. Wolff gab in seiner reiseschrift 1849 Gadows plan von Jerusalem nach einem verjüngten massstabe heraus; allein die versprochene und mehrseitig befürwortete ausgabe des grossen Originals liess immer auf sich warten, und nach dem kleinen Vorläufer, der im wesentlichen zeigt, was da kommen sollte, wird es beim versprechen bleiben. Fleissige Untersuchungen der aussenseite der harammauer mit sorg- fältigen Zeichnungen, die noch nicht gehörig benutzt wurden , verdienen mit dem plan nicht das gleiche Schicksal. S. Robinson 2, 552, meine Plano- graph. 19 f. Sowol jene artikel als die anonym herausgekommenen Mit- theilungen sind lehrreich. 1846. Der minorit Francesco Cassini da Perinaldo. 1. La Terra Santa descritta dal P. Francesco Cassini da Perinaldo . . visitante di Terra Santa . . Genova, Ferrando, 1855. 8. I 448, II 495, III 478 8. — 2. Epistola e colloqui su Terra Santa. Genova (taubstummenenstalt) 1856. 8. — 3. Un Yiaggio in Terra Santa colla descrizione di tutte le Pellegrinazioni che soglionsi praticare infra l’anno dai Padri Francescani ai priucipali Santuari della Giudea e della Galilea dolci Rimembranze del Padre Francesco Cassini da Perinaldo . . Genova, Istituto dei sorto-muti, 1861. 8. 572 s. — 4. Cassini gab auch Storia di Gerusalemme in 2 bänden heraus. Sehr lebendig und gut, hier und da witzig und launig geschriebene bücher, in denen poesie oder iroaginazion vorschlägt. Die Epistola ist jedoch mehr deklamazion. Der franziskaner folgt nicht blindlings den tradizionen. *1846—47. Der in Börüt angestellt gewesene russische general- konsulK. BasiJi. Cnpia ii üajiecTmia noßb TypeuKiiM’B üpaBiiTe./ihCTBOM'b, im HCTopiiuecKOMT» h no^iHTHuecKOM’B OTHouiemHx'b. ö^ecca. 1862. 2 T. bt> 8 4. D. i. Syrien und Palästina unter der türkischen regirung, dar- gestellt aus l«r, Bibliogr&phia. 13 Digitized by t^.ooQLe 194 C. 1855. Der theologe Henry S. Osborn, professor der naturge- schichte in Salem. Palestine, Past and Present. By . . Henry S. Osbom. With original Illustrations and a new Map of Palestine. London, N. Trtib- ner, 1859. 8. Im gleichen jahre erschien eine wolfeile ausgabe : The Pilgrim in the Holy Land: or, Palestine, Past and Present. By Henry S. Osborn. London, J. Hogg, sine anno. Kl. 8. 1 bl., 316 s. Mit einem titelbild und mehreren nicht uninteressanten ansichten. Schade für das sehr schöne papier und den ebenso schönen druck des bei Trübner erschienenen theuren buches ; denn es enthält wenig frisches und gediegenes. Welche bildung sonst der Verfasser besitzt, ersieht man daraus, dass er Bo - osh , Avroon oder Abrün, Obeb für Abu Ghösh, Lätrün, El-Kubäb schreibt. Ich muss gestehen, dass ich gegen werke von amerikanern, wenn sie den gelehrten spielen wollen, mehr oder minder misstrauisch geworden bin. 1856. Der dichter and arzt Ludwig August Frankl, M. D., in Wien. Nach Jerusalem! Von Ludwig August Frankl. Erster Theil. Griechenland, Kleinasien, Syrien. Leipzig, Baumgärtner, 1858. 8. IX u. 441 s. Zweiter Theil. Palästina. VIII u. 516 s. Englisch: The Jews in the East. By the Rev. P. Beaton, M. A. Chaplain to the Forces. (From the German of Dr. Frankl.) London, Hurst and Blackett, 1859. 8. 2 voll. Ins Ebräische übersetzt von M. E. Stern. Wien, I. Knöpflmacher, 1860. 8. 4 bll. , 506 s., 4 bll. Holländisch auszugsweise in: Nederlandsch Jaar- boekje, Haag, A. Belifante. Auch erschien eine leidenschaftlich gehaltene Streitschrift gegen den Verfasser: „Nach Jerusalem! Von Ludw. Aug. Frankl. Herausgegeben vom Institut zur Förderung der israelitischen Lite- ratur. Leipzig, Nies . . (Carl B. Lorck) 1858.” Vom jüdischen Stand- punkte beurtheilt von J. Aus dem Jeschurun. Ein Monatsblatt . . Leipzig, C. W. Vollrath, 1859. Gr. 8. 24 s. Nach Jerusalem. 3. Theil: Aus Egyp- ten. Wien, typogr. - literar. - artistische Anstalt, 1860, gr. 8., enthält im An- hang, 339 — 349, auch einiges aus Jerusalem. Ein sehr interessantes werk, welches in die jüdischen Verhältnisse hell hineinleuchtet, und nur von stock- juden angefeindet wurde, wie jener brochurenschreiber J. einer ist. 1856. Der auditeur Th. E. Fetersen in Kopenhagen. Et Besög i Jerusalem og Omegn i Februar 1856. Af Th. E. Petersen . . Med en Plan af Jerusalem. Kjöbenhavn, G. E. C. Gad, 1857. Gr. 8. 1 bl., VH 8., 1 bi., 163 8. Der mit der neuesten litteratur vertraute Verfasser geht besonnen auf Untersuchungen ein. 1856. Horatius Bonar, doktor der theologie in Kelso. The Land of Promise: Notes of a Spring -Journey from Bersheba to Sidon. By Ho- ratius Bonar. Second Edition. London, J. Nisbet, 1858. 8. VIII u. 568 s. Mit ansichten und l karte. Er reiste mit Prime und seiner gemahlin. We- niges im buche bietet grösseres interesse ; doch ist einzelnes beachtenswerte Vom Verfasser erschien 1866: Days and Nights in the East; or, Illustrations of Bible Scenes. With Illustrations. London, Nisbet. 1856. William C. Prime. Tent Life in the Holy Land. By William C. Prime . . London, S. Low; New York, Harper, 1857. 8. 498 s. Mit 1 vogelansicht von Jerusalem, 1 plan der grabkirche| dort und mit wenigen ansichten. Der veifasser schreibt gut, lebendig, mit amerikanischem Selbst- vertrauen; seine Studien sind jedoch sehr beschränkt. Digitized by t^.ooQLe 195 1 856. Der domkapitular Joseph Strigl in Linz. Getreue und um- ständliche Beschreibung der zweiten österreichischen Pilgerfahrt nach Jeru- salem und Palästina im Jahre 1856. Vom gewesenen Präses dieser Gesell- schaft Joseph Strigl . . Zweite Auflage. Linz, 0. Haslinger, 1857. 12. X s., I bl., 260 8. Der bei Strigl wie bei Kaltner auffallende mangel an gehöriger Vorbereitung oder an erforderlichen kenntnissen gibt stoff zum nachdenken Uber das, was der hohe klerus in Österreich vom imprimatur fordert. 1856. Dr. Johann B. Salfinger zu Gunskirchen. Die Fussstapfen unseres Herrn Jesu Christi. Besucht und beschrieben von einem deutschen Pilger im heiligen Lande, (Johann B. Salfinger.) Zweites Buch: Bethlehem. Zugleich für das christliche Volk ein Gebet- und Erbauungsbuch, enthaltend, nebst den Beschreibungen der heiligen Orte, Morgen-, Abend-, Mess-, Beicht-, Communion- und verschiedene andere Gebete und Lieder. Steyr, M. Haas, 1857. 12. IV u. 247 s. Mit 1 titelbild von Dr. Karl Riedlinger. Drittes Buch: Der Jordan und die Wüste. Das ganze besteht aus 12 büchern; ich konnte jedoch nur diese 2 zu gesicht bekommen. Nazareth sei vergriffen. Unbedeutend, doch für römische katholiken ein gutes, wah- res pilgerbuch. *1856. Vallie. Souvenirs d’un P&lerinage ä Jerusalem; Aoüt et Septembre 1856. Le Mans, Mannoyer, 1859. 8. VIII, 140 s. *1856. Hovdnyi. Nehäny Höt a szent földön. 1856-ben. Wien, Schweiger, 1858. 8. 368 s. D. i. einige wochen im h. Lande im j. 1856. 1856. Ein ungenannter. Sketches of a Tour in Egypt and Palestine, during the spring of 1856. London, J. Nisbet, 1857. Kl. 8. 4 bll., 101 s. Unbedeutend. *1856. Ein ungenannter nordländer. Drei Monate im Orient. — Aegypten, Palästina, Syrien, Persien, Klein -Asien, Türkei . . Leipzig, Lorck, 1860. 8. VI, 138 s. Gehört zu C. B. Lorck’s Eisenbahnbüchern. S. Petz- holdt’sAnz., 1863, 109. 1856. Ein ungenannter. Pensieri e Riflessioni di un Pellegrino sulla Terra Santa e su Roma ossia pregi della Terra Santa, e la vigilia di S. Pietro in Roma contemplata dalla torre del Campidoglio nel 1856. Roma, G. A. Bertinelli, 1856. 12. Einiges lebhaft und belehrend dargestellt. C. 1856. Ein ungenannter. Guida del Pellegrino divoto in Terra -f« Santa. Roma, A. Bertinelli, 1856. 16. 235 s. Dies ist das leicht les- bare pilgerbüchlein, welches im kloster S. Salvator zu Jerusalem ausge- theilt wird. C. 1866. Der geistliche W. Bitchie in Berwick am Tweed. ’Azüba; or, the forsaken Land: a Description of a recent Visit to Palestine. Edin- burgh, Johnstone; London, Groombridge, 1856. 8. 504 s. Mit 1 karte. Theologische rhetorik. C. 1856. Miss Cubley, the Hills and Plains of Palestine. London 1859. 4. Mit vielen abbildungen von Jerusalem und seiner Umgebung; meist steif, einiges, wie trachten, interessant. 1856 f. Der geistliche Albert Augustus Isaacs in Bath. The Dead Sea: or, Notes and Observations made during a Journey to Palestine 13* Digitized by t^.ooQLe 196 ui 1856 — 7, on M. de Saulcy’s supposed discovery of the Cities of the Plain. By . . Albert Augüstus Isaacs. London, Hatchard; Edinburgh, John- stone, 1857. 8. 2 bll., 100 s. — *2. A-Pictorial Tour in the Holy Land . . Illustrated from Photographs taken on the spot by the Author. Lon- don, Wertheim, 1862. Kl. 8. VII, 156 s. Manches belehrend, im kämpfe gegen die tradizionen, doch ohne gehörige Vorstudien geschrieben. 1856—59. P. Girardy Saintine. Trois Ans en Judde par P. Gd- rardy Saintine. Paris, L. Hachette, 1860. 12.. 3 bll., 376 s. Mit 1 plan von Jerusalem. Einiges beachtens werth, anderes sehr einseitig. 1857. Dr. Ämil Isambert, arzt. Collection des Guideß - Joanne. 16- ndraire descriptif, historique et archdologique de l’Orient par Adolphe Joanne et Emile Isambert. Ouvrage entidrement nouveau contenant Malte, la Grdce, la Turquie d’Europe, la Turquie d* Asie, la Syrie, la Palestine, l’Arabie Pdtrde, le Sinai et l’Egypte et accompagnd de 11 cartes et 19 plans. Paris, L. Hachette, 1861. 8. 2 bll., XLIV u. 1104 s. Das werk leidet an gar manchen Unrichtigkeiten und ist für Palästina nicht bedeutend, ob auch der Verfasser einen freiem Standpunkt einnimmt. Ein Vorläufer : Une visite au temple de Jerusalem et ä la mosqude d’Omar, erschien im Bulletin de la Socidtd de Gdographie, 1860, t. 19 p. 380. sqq. . . 1857. Adolf Joanne. Voyage en Orient, par Adolphe Joanne. Ixelles les Bruxelles, Delevingue, 1859. 8. Unbedeutend. 1857. Robert Buchanan, doktor der theologie. Notes of a clerical Furlough, spent chiefly in the Holy Land. With a Sketch of the Voyage out in the yacht^St. Ursula”. By Robert Buchanan . . London, Blackie, and Glasgow and Edinburgh, 1859. 8. XIV u. 9—437 s. Mit ansicht der Yacht und 1 kärtchen. Eine lebendige und anziehende beschreibung, der es nur an umfassender gründlichkeit fehlt. 1857. Der ingenieur F. W. Conrad. Reizen naar de Landengte van Suez , Egypte , het Heilige Land , door F. W. Conrad. Met platen , kaart en portretten. Gravenhage, M. Nijhoff, 1858. 8. Der Verfasser sorgte bestens dafür , dass seine arbeit für unsereinen zu keinerlei benutzung sich eigne. 1857. Dr. Peter Hatala, priester. Verzdrlapok a Szent Földre, vagyis tapasztaläsböl meritett tanäcsok az ut kezdetdre, folytatäsära s bevdg- zdsdre; az utba esö jelesebb helyek, nevezetessögek , s a szenthelyek leirä- säval A Magyar Zarändokok kedveört irta Hatala Pöter äldozär s hithirdetö a Sz. Földön. A sz. sir templomänak jegyzetekkel kisört alaprajzäval. Pest, J. Gyriän, 1857. 12. 120 s. Mit 1 plan der grabkirche in Jerusa- lem. D. i. wegführer ins h. Land u. s. w. Für die ungarischen pilger (in ungarischer spräche) verfasst von Petrus Hatala. Dieser hielt sich längere zeit in Bet Dschäla auf. Das büchlein ist eine reiseanleitung und kurze be- schreibung des h. Landes ohne jeden wissenschaftlichen Zuschnitt. Von ihm sind auch mittheilungen in der Zeitschrift von Köln: Das Heilige Land. *1857. Ein ungenannter. Un Pölerinage de marins en Terre Sainte. (Extrait d’un journal de bord.) In: Journal de Francfort politique et littö- raire, 1860, fol., nr. 91 — 99. S. Petzholdfs Anz., 1861, 341. .1857—59. Der gelehrte Emmanuel Guillaume Eey. 1. Voyage Digitized by t^.ooQLe 197 dans le Haouran et aux bords de la Mer Morte exdcutd pendant les an- nöes 1857 et 1858 par E. Guillaume Rey. Paris, Bertrand, sine anno. 8. Mit 1 atlas von 28 tafeln, gr. fol. (preis 84 fr.). — 2. fitude historique et topographique de la Tribn de Juda par E. G. Rey chargd d'une Mission en Orient par .. le Ministre . . Paris, A. Bertrand, sine anno (1863). 4. 2 bll., 164 s. Mit karten und an sichten. Der typendruck ist unnöthig luxuriös. Manches brauchbar, anderes flüchtig, jedenfalls einer vom Staate unterstützten expedizion nicht würdig. 1857 f. und 1864. Der achlossergeselle Oswald Mehnert aus Sachsen. Eines jungen Handwerkers Reisen in Europa, Asien und Afrika, gethan in den Jahren 1855 — 1865. Eine getreue Schilderung Dessen, was ich als Wanderer, italienischer Legionär und Missionszögling in Deutschland, der Schweiz . ., der Türkei, Anatolien, den Inseln Rhodus und Cypern, Syrien, Palästina mit Bethlehem, Nazareth, Jerusalem u. s. w. und dem Wunderlande Aegypten gesehen und erlebt. Von Oswald Mehnert . . Dres- den, Selbstverlag, 1865. Kl. 8. IV, 513 u. XI s. in 2 bänden. Mit der Photographie des Verfassers. Produkt eines etwas arbeitsscheuen, dann ar- beitsunfähigen handwerkers. 1857 ff. Albert Rhodos, konsul der vereinigten Staaten in Jeru- salem. Jerusalem as it is by Albert Rhodes . . London, J. Maxwell, 1865. 8. XII, 463 s. Das buch ist nicht geschrieben für die Wissenschaft, und die diplomaten lernen auch wenig. Neben interessanten details gibt der zum theil unwissende Verfasser ganz ordinäre witze zum besten und hält sich von Gehässigkeiten nicht ferne. Vgl. Vivien de St. -Martin’s Annde göographique 1865, 151. -•v 1858. Der theologe Felix Bovet von Heuenburg. Voyage en Terre- Sainte par Fdlix Bovet. Deuxiöme fedition . . Neuchatel, L. Meyer, 1861. 8. 2 bll., 475 s. Mit 1 karte und 1 plan von Jerusalem. III. fidit. revue et corrigde. Paris, Ldvy, 1862. Gr. 12. 2 bll., 420 s. Mit karten und plan. Holländisch: Reis door het Heilige Land. (Uit het Hoogduitsch). Leiden, Noothoven van Goor. 8. 2 voll. Deutsch : Reise ins gelobte Land. Aus dem Französischen nach der 4. Auflage übersetzt. Mit 2 (lithographirten) Karten. Zürich, Schulthess, 1866. Gr. 8. 2 bll., 352 s. mit 2 taf. Diese Über- setzung ist nicht treu. S. Petzholdt’s Anz. , 1863, 109, 1866, 255. Die kenntniss alter und neuer sprachen, auch der deutschen, kam dem Verfasser trefflich zu statten. Obgleich die schrift etwas flüchtig gearbeitet ist, so zieht sie doch, schon wegen der fliessenden und plastischen darstellung, un- widerstehlich an; auch ist des Verfassers streben unverkennbar, das ver- ständniss der bibel solchen, welche das land derselben nicht betreten, näher zu bringen. Der umstand, dass der Verfasser für die echtheit des h. gra- bes einsteht, bahnte dem buche auch den weg durch das katholische Frankreich. 1858. Don Älv&ro Robledo, kaufmann. Diario de un Peregrfne en 4* Tierra Santa, por Don Älvaro Robledo, con un prölogo por Don Antonio de Trueba. Madrid, L. Lopez, 1863. Kl. 8. X, 232 s. Bescheiden und geniessbar. *1858. B. Mansuroffs H p&nocA&BHfje iiokjioiihhkh ist» II&jiecTffErk (die orthodöxen pilger in Palästina), 8., kann nicht zu den reisebeschreibun- Digitized by Google 198 gen Palästinas gezählt werden. Die schrift handelt davon, wie man lokalen übelständen abhelfen könne, und welche mittel anwendbar seien, um die russen zum besuche der heiligen orte zu bewegen, so wie um das leben der pilger in so fernem lande zu schützen. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche mittheilung. *1858. Der archimandrit Leonidas. 0. •leoiui/ja, ÖHBiuaro iepo- MOfiaxa OriTiiHoii nycTHHii, hmh* apxiiMan^piiTa lepyca^iiMCKoh Miiccin. Otpmbkh o lepycajint, d. i., bruchstücke über Jerusalem. S. Noroff bei Daniel 39 f., 216. S. sub anno 1864 s. 205. 1858. Domkapitular Gottfried Strauss in Köln. Bericht über die deutsche Pilgerfahrt nach Palästina im Jahre 1858. Im Organ des Vereins vom h. Grab: Das heilige Land, 1858, 81 — 103. Lesenswerth. 1858. Der benediktiner Adolf Kern, cooperator in Jeno. Reise in das heilige Land. (Im Jahre 1858.) Von P. Adolf Kern . . Die Hälfte des Reinertrages ist zum Besten des heiligen Grabes zu Jerusalem bestimmt. (Besonderer Abdruck aus dem ,Kath. Christ’.) Pest, G. Emich, 1861. 8. 3 bll., 156 s. Aufrichtig, doch nicht alles fleissig und korrekt erzählt. 1858. Der diakon J. H. Lorenzen zu Delve. Jerusalem. Beschrei- bung meiner Reise nach dem heiligen Lande im Jahre 1858. Von J. N. Lorenzen . . Mit einer Karte. Kiel, C. Schröder, 1859. 8. 462 s. Nur hingeworfene, doch lesbare touristenarbeit. Vgl. 3. Wander. 437. 1858 und 1861. Fernand Schickler. Souvenirs de Voyage 1858 — 1861 par Fernand Schickler. Paris, M. Lövy, 1863. Kl. 8. 3 bll., 390 s. Viv. de St. -Martin’s Annöe gtfographique 1863, 265. Etwas kritisch, doch oberflächlich und übertreibend. 1859. Dr. Moritz Busch. 1. Die Türkei. Reisehandbuch für Ru- melien, die untere Donau, Anatolien, Syrien, Palästina, Rhodus und Cypern. Von Moritz Busch. Triest, österr. Lloyd, 1860. 8. t bl., XXXV u. 286 s. Mit einigen Ansichten. Auch mit dem titel: Lloyd’s Illustrirte Reisebiblio- thek. 6. Band. Der Orient. III. Türkei. — 2. Eine Wallfahrt nach Jeru- salem. Bilder ohne Heiligenschein von Moritz Busch. Leipzig, F; W. Grunow, 1861. I 3 bll., 265, II 3 bll., 250 s. Eine titelausgabe als 2. verbesserte auflage erschien 1863; nur im 2. bande von s. 225 an ist un- bedeutendes geändert. Vorläufig brachten ein bruchstück die , Grenzboten’ von Freytag und Jul. Schmidt, 18. jahrg., 1859, 3, 201 ff, 224 ff., 281 ff., 326 ff., 361 ff., 423 ff., 460 ff., 493 ff. — 3. Bilder aus dem Orient. Nach der Natur gezeichnet von A. Löffler und mit beschreibendem Text be- gleitet von Moritz Busch. Triest, österr. Lloyd, 1863 f. Fol. 2 bll., 108 8. Mit 32 Stahlstichen. Lieferung 6 — 12 enthält Palästina. Französisch: L’Orient pittoresque. Publication artistique . . Triest 1865. Fol. Das reise- handbuch ist ziemlich verlässlich ; doch steht es dem porterschen entschieden nach. Schade, dass die gut geschriebene, aber allzu sehr auf stylistischen effekt berechnete, die geschichte der russen zu Jerusalem^ in bemerkenswer- ther weise beleuchtende Wallfahrt so sehr an Übertreibungen leidet. Die Bilder sind sehr gut geschrieben und gezeichnet, ohne zweifei dem publicum, das man im äuge hatte, willkommen. Der mann der Wissenschaft wird letzteres im preise ziemlich, doch nicht übermässig hoch kommende buch kaum Aufschlägen. Digitized by Google 199 1859. H. Scherer. Eine Oster -Reise ins heilige Land in Briefen an Freunde von H. Scherer. Frankfurt a. M., H. L. Brönner, 1860. 8. 2 bll., 364 8. Wenn das buch gründlich, statt so liederlich, geschrieben wäre, und durch die blasirtheit nicht so sehr abstiesse, so verdiente es, des fliessenden styls wegen gelesen zn werden. 1859. Die romanschriftsteilerin Frederike Bremer. Leben in der alten Welt. Tagebuch während eines vierjährigen Aufenthaltes im Süden und im Orient von Frederike Bremer. Aus dem Schwedischen. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1862. Kl. 8. Palästina: VII 2 bll., 146, VIII 2 bll., 138, IX 2 bll., 164, X 2 bll., 147 s. Englisch: Travels in the Holy Land. Trans- lated by Mary Howitt. London 1861. 8. 2 voll. 660 s. Französisch von der jungfrau R. du Puget: Abrögö des Voyages de Mlle. Bremer dans Tancien et le nouveau monde. Palestine et Turquie. Paris 1865. 16. 310 s. Anziehend, warm, farbenreich, einiges belehrend, aber ohne gründlichkeit, etwas leichtfertig aus dem blaustrumpfe geschrieben. 1859. Der abbi Forot in Passy- Paris. Lettres d’un Pfclerin de la Terre Sainte k . . TEveque de Marseille par l’Abbd Forot . . Paris, P. Bru- net, sine anno. Kl. 8. VII, 544 s. Ein auszug mit betrachtungen von mir erschien in Peschers Ausland, Cotta’s Verlag, 1863, 294 — 299. Auch kam heraus : P&lerinage aux deux Jerusalem, ou abrdgd des Lettres d’un Pölerin de la Terre Sainte. Paris, Poussielgue-Rusand, 1862, 12. Manches brauch- bare, viel frommes, einiges fast frivol. * 1859. Berg. nyTeB 041 iTe.ii> no Iepyca*iiiMy h ero oKpecTHocnmMt, coCTaBiijn. H. B. C. üeinepß. 1863. 12. D. i. führer von Jerusalem. Noroff bei Daniel 217. *1859. Der furst Wolkonsky. SamiCKii nacojiBHHKa. S. Peters- burg 1860. 8. D. i. memorial eines gesandten. S. Noroff bei Daniel 216; briefliche mittheilung von S. Petersburg. *1859. Felix Gondek. Wspomnienia z Pielgerzymky do Ziemi Swietöj w roku 1859 odbytdj. Napisal ks. Feliks Gondek. W Bochni 1860. 8. D. i. erinnerungen aus einer pilgerfahrt nach dem h. Lande. S. MayeFs katholische Litteraturzeitung, 1861, 303 f. 1859. Reise dreier holländer. Pelgrimsreize naar het Heilige Land, gedaan in het jaar 1859 door P. M. S. pr., P. J. v. L. pr., J. H. v. G. Met platen. ’s Gravenhage, J. A. Frentrop, 1863. Gr. 8. 2 bll., VI, 470 s. mit 5 taf. Eine pilgerreisebeschreibnng vom gewöhnliehen schlage. Der Verfasser M. S., priester, bezeichnete selbst den Standpunkt also : Wy deden zulks omdat er in onze taal van Katholieke zyde sinds lanmen tijd niets over het H. Land werd geleverd , . . een . . pelgrimsboek . . , hetwelk in hunne taal aan hunne traditien regt liet weder varen (voorwoord). 1859. Jakob Pammer von Traunstein. Reise nach Jerusalem und Rom, unternommen und beschrieben im Jahre 1859 von Jakob Pammer und überarbeitet von einem katholischen Geistlichen. Zweite verbesserte Auflage mit 4 Abbildungen. Traunstein, A. Miller, 1861. Kl. 8. 109 s. Das Vorwort zur 1. auflage wurde im September 1859 geschrieben. Eine römisch-katho- lische volksschrift beiläufig mit Übertreibung. 1859. Der arzt W. Mason Turner, M. D. El-Khuds, the Holy; or, Digitized by CjOOQle 200 Glimpses in the Orient. By W. Mason Turner . . Philadelphia, J. Ch allen, 1861. 8. Stelle man sich einen etwas schmächtigen beflissenen der medizin vor, der seine füsse auf den sessel oder tisch absetzt und an den finger- nägeln herumkäut, er ist Mason Turner. Das buch ist eine art humbug, ohne wissenschaftlichen werth. Wie wenig der abenteurer sich zu einem topographen eigne, geht schon daraus hervor, dass er von der wohnung Denisa’ auf Unterzion zum preussiscben hospiz erst in 1 bis 2 stunden den weg fand. C. 1859. William Hepworth Dixon. The Holy Land. By William Hepworth Dixon. With illustrations. London, Chapman and Hall, 1864. 8. * 2 voll., XXXVI, 679 s. 2nd edit. 1866. 8. Auch eine wolfeile Copyright Edition. Leipzig, B. Tauchnitz, 1865. Kl. 8. I xvi, 272, II xvi, 275 s. Ohne illustrazionen. Die 2 bände bilden vol. 797 und 798 der tauch- nitzischen Collection of british Authors. Sehr lebendige darstellung, die # einem romanschreiber ehre ✓ machen würde. Gelehrte Sachen, gelegentlich eingestreut, sind eben nicht erheblich. *C. 1859. Joh. Rep. Stöger’ s Pilgerreise. Regensburg, Manz, 1861. VIH, 475 s. S. C. G. Kayser’s vollständiges Bücher -Lexicon (Leipz. 1866) 16, 418". 1860. Dr. A. Lionnet, prediger. Kreuz und Halbmond. Pilger- blicke aus einer Reise durch das Morgenland von A. Lionnet. Berlin, F. Schneider, 1860. 8. 4 bll., 206 s. Absprechend und unkritisch. Derselbe gab auch einen guten Bibel -Atlas in mehreren ausgaben von 1847 bis 1859 heraus. 1860. Gustav Emannel Beskow, vikar in Stockholm. Reiseminnen frän Egypten, Sinai och Palestina, 1859 — 60. Af Gustaf Emanuel Beskow . . Med 15plancher. Andra upplagan. Stockholm, A. L. Norman, 18GL Kl. 8. 3 bll., 431 s. 5. aufl. 1867. Schade, dass diese sehr ausgedehnte Pilger- fahrt, auch nach weniger besuchten Stätten, wie nach Böt Dschibrin, in wis- senschaftlicher beziehung so leer ausgeht. *C. 1860. L. M. M. Chassagnet, Journal d’une excursion en Palestine. Nancy 1862. 12. Es wurden nur 62 exemplare abgezogen. „ *C. 1860. Episode religieuse ou Pölerinage de 40 officiers frangais ä Jerusalem. 32 mo . 64 s. *C. 1860. Gendry (Abbö), Les Stations de la voie douloureuse, Sou- venirs d’un pölerin. Paris, Tolra et Haton. 12. * 1860 f. Professor Ernst Renan in Paris. 1. Vie de Jösus par Ernest Renan . . Berlin J. Springer, 1863. 8. Mit dem Vortitel: Histoire des ori- gines du Christianisme. Livre premier. 3 bll., XLn u. 327 s. Im fran- zösischen gibt es mehrere auflagen. Das buch wurde auch ins deutsche, englische, italienische und in andere sprachen übersetzt, und fand eine ausser- ordentliche Verbreitung. Kaum fallen hier in betracht die später veröffent- lichten Apötres, deutsch: Die Apostel. Leipzig, Brockhaus; Paris, Lövy, 1866. 8. — 2. Mission de Phönicie, par Ern. Renan. Paris 1864. Gr. 4., text und tafeln. Auch E. Lockroy , welcher Renan begleitete, verfasste einen bericht über die Mission de M. Ern. Renan en Phönicie in : Tour du Monde, Digitized by t^.ooQLe 201 janv. 1863, 33 — 64. S. Vivien de St-Maftin’s Annee gdogr. 1863, 264, und 1864, 135. Zu Renan’s bericht gehört eine karte. Das Leben Jesu enthält archäologische und geographische notizen vom h. Lande; die Schil- derungen einiger partien desselben werden wegen der unnachahmlichen treue und der warmen färben höchlich gerühmt. Ich kann in den chorus nicht einstimmen. Obschon der Verfasser von der französischen litteratur sich eman- zipirt hat, so schreibt er dennoch in der leichten, dabei allerdings gewinnen- den manier der franzosen, und es fehlt die vielseitige auffassung und durch- dringung, eine durchgehends nüchterne und gründliche prüfung des gegen- ständes. Der geograph lernt von ihm wenig neues und wird durch einiges irrthttmliche unangenehm berührt. Der leser schwebt manchmal in der wider- lichen läge, in der er errathen soll, was beim Verfasser Wirklichkeit oder vermuthung sei. Über die alten jüdischen gräber schreibt derselbe so ober- flächlich als möglich. 1860 f. Der französische kriegszahlmeister Ernst Louet. Expe- dition de Syrie Beyrouth le Liban — Jerusalem 1860 — 1861. Notes et Souvenirs par Ernest Louet . . Paris, Amyot, 1862. 8. 2 bll. , 403 s., 2 bll. Für den französischen feldzug nach Syrien beachtenswerth, sonst meist leichtfertiges geschreibsel. *C. 1860. James Hamilton. The Mount of Olives, and a Morning beeide the Lake of Galilee. London 1863. 8. 320 s. S. Vivien de St.- Martin’s Annöe göogr. 1863, 265. *C. 1860. John Brocklebank, Continental and Oriental Travels; With Biblical Elucidations and Historical Notes. London (?) 1865. Das buch umfasse Palästina und Syrien. C. 1860. S. Smith, vikar von Lois Weedon. 1. What I saw in Syria, Palestine, and Greece. A Narrative from the Pulpit. By S. Smith . . London, Longman, 1864. 8. XI, 271 s. Mit 2 karten und plänen. — 2. The Temple and the Sepulchre by S. Smith . . London, Longman 1865. 8. X, 79 8. Mit grundrissen. Ersteres ist eine reise nach Palästina in predigten, letzteres, wenn auch gelehrt, doch einseitig für Fergusson. *1861. Georg Sandie. Horeb and Jerusalem by George Sandie. Edinburgh, Edmonston, 1864. Gr. 8. XV, 417 s. mit 9 taf. Petzholdt’s Anz., 1866, 256. 1861. Valdemar Schmidt, kandidat der theologie. Reise i Grseken- land, AEgypten og det heilige Land ved Valdemar Schmidt . . Kjöbenhavn, # F. W öldikes, 1863. Gr. 8. 2 bll., 450 s. u. 1 bl. Manches unrichtiger abklatsch, doch im ganzen nicht ungeeignet zum lesen. 1861. Louis Deville. Une Semaine Sainte ä Jerusalem. Paris, E. Dentu, 1863. 12. 2 bll., 145 s. Wahrheit und dichtung; leicht, doch an- genehm geschrieben. 1861. Dr. L. Beinke, dozent in Münster. Aus dem Orient. Von L. Reinke. Münster, Theissing, 1864. 12. 340 s. Sehr gut stylisirt, viel deklamatorische tautologie, dem inhalte nach unbedeutend. 1862. Der marineoffizier A. L. Mansell. Coast Survey of Palestine. A surveying Trip through the Holy Land. In: Nautical Magazine, oct. Digitized by t^.ooQLe 202 1862, 505 — 508; janv. 1863, 36 — 40. S. Yivien de SL-Martin’s Annöe göogr. 1863, 265, Peschel’s Ausland, Cotta’s Verlag, jahrg. 1865, 322. ~ 1862. Der rechtsgelehrte Thomas Lewin. 1. Jerusalem A Sketch of the City and Temple from the earliest times to the siege by Titus by Thomas Lewin. London, Longman, 1861. 8. XII s., 2 bll., 275 s. Mit 1 plan von Jerusalem. — 2. The Siege of Jerusalem by Titus. With the Journal of a recent Visit to the Holy City, and a general Sketch of the Topography of Jerusalem from the earlest times down to the Siege. By Thomas LeWin . . London, Longman, 1863. 8. XVI, 499 s. Mit grund- rissen. Fleissige arbeiten, doch eigne beobachtungen selten, mehr bypothesen. 1862. Der geistliche Fergus Ferguson. Sacred Scenes; or, Notes of Travel in Egypt and the Holy Land. By . . F. Fergusson. Glasgow, Adamson; London, Jackson; Edinburgh, Nimmo, 1864. 8. 400 s. Für das grössere publicum geschrieben. 1862. Lion Yerhaeghe. Voyage en Orient par Lion Verhaeghe 1862 — 1863. Paris, A. Lacroix, 1865. 8. 484 s. Hell geschrieben, doch un- bedeutend. * 1862. M. N. Dochturoff. üotaAKa hü Boctok'b M. H. ^oxTypona. S. Petersburg 1863. 8. D. i. Wanderung in den Orient. Dochturoff reiste auf kaiserlichen befehl nach Arabien, um Zuchtpferde anzukaufen. Die be- schreibung Jerusalems und der umgegend füfit 20 seiten (2 10 — 229). Über Mesopotamien finde man einiges neue. S. Noroff bei Daniel 217; briefliche mittheilung aus S. Petersburg. 1862. Chr. Cooke. A Journey due East being the Journal of a five Month’s Trip to Lower Egypt, Palestine, and Turkey, in the winter of 1862 — 3, returning by Athens and Rome to London. With Maps and Illustrations. By Chr. Cooke. London, Hall, 1864. 8. XXVII, 278 s. Mit 1 karte. Flüchtig geschrieben. *C. 1862. Boisnard, le Tombeau du Sauveur, P&lerinage aux Saints Lieux. Paris 1864. 12. C. 1862. Lion Faul. Journal de Voyage, Italie — figypte — Judie — Samarie — Galilie — Syrie — Taurus Cilicien — Archipel grec par Lion Paul. Paris, Librairie fran^aise, 1865. Kl. 8. Der Protestant schreibt nicht wissenschaftlich. % *C. 1862. Der geistliche John Mills. Three Months Residence at Nablus, and an Account of the Modern Samaritans. London, Murray, 1864. 8. XII, 335 s. Wird im Athenseum günstig beurtheilt. Der Ver- fasser scheint von Rosens arbeiten keine kenntniss gehabt zu haben. 1863. Der Zürcher Konrad Furrer, pfarrer. Wanderungen durch Palästina von Konrad Furrer. Mit einer Ansicht und einem Plan von Je- rusalem nebst einer Karte von Palästina. Zürich, Orell, 1865. Gr. 8. XII, 414 s. S. Vivien de Saint -Martin’s Annie giogr. 1865, 150. Manches neue, viel frisches. Der Verfasser, dessen fusswanderungen wegen der schö- nen resultate andere männer von kraft und entschlossenheit zur nachahmung ermuntern dürften, ist besonders bemüht, die bibel durch den gegenwärtigen befund zu beleuchten. Digitized by t^.ooQLe 203 1863. Der abbA Laurent de Saint -Aignan. La Terre Sainte De- scription lopographique, historiqne et archeologique de tous les lieux cölöbres de la Palestine avec cartes, plans et gravure . . Paris, C. Dillet; Orleans, Blanchard, 1864. Gr. 8. XI, 467 s. Mit 1 plan von Jerusalem, der dor- tigen grabkirche, des kreuzweges und mit l karte. Das buch legt das zeugniss ab, dass die französische pilgerlitteratur zu ihrem vortheile fort- - schritte macht. ♦C. 1863. Fran Beke. Jacob’s Flight; or, a Pilgrimage to Haran, and thence in the Patriarch’s footsteps into the Promised Land. With an Introduction and a Map by Dr. Beke. London 1865. Kl. 8. XII, 360 s. 8. Vivien de St.-Martin’s Annöe göogr. 1865, 152. *C. 1863. Ein ungenannter. Wanderings over Bible Lands and Sea . . New Edition. With photographic Views, Map and Panorama of Jerusalem. London 1865. *C. 1863. L. Gabryel. Danube, Nil e£ Jourdain, Souvenirs de Vo- yage. Paris, Dentu, 1865. Wird in The Saturday Review, 1865, 388", eher gerühmt. ♦C. 1863. Mrs. Mentor Mott, Stones of Palestine. Notes of a Ramble through the Holy Land. Illustrated with Photographs. London, Seeleys, 1865. 4. VIII, 88 s. *C. 1863. FrAdAric Poiret. Mon Voyage en Orient, figypte, Lieux Saints . . Paris 1865. 8. 1863 f. Der geistliche H. B. Tristram. The Land of Israel; a Journal of Travels in Palestine, undertaken with special reference to its Physical Character. By H. B. Tristram . . Published under the Direction of the Committee of general Literature and Education appointed by the Society for promoting Christian Knowledge. London, Society for promot . ., 1865. Gr. 8. XX, 651 s. Mit karten, ansichten in separaten blättern und mit eingedruckten holz schnitten. S. Vivien de St.-Marlin’s Annöe göogr. 1865, 150. Er veröffentlichte desgleichen einen bericht über die vögel und mollusken und Dr. Günther einen über die reptilien und fische. Eine synopBis der flora und fauna steht in aussicht. Tristram w'ar auch mehrere jahre früher in Jerusalem. Sein werk ist für die naturgeschichte Palästi- nas unentbehrlich. *1864. ThAodoric Paul Joseph d* Albert, herzog de Luynes. Dieser hochsinnige freund der Wissenschaften veranstaltete bekanntlich eine expe- dizion nach Palästina, die sich besonders die aufgabe stellte, den todten See, seinen berggürtel und die wüste Arabah in beziehung auf hebung und Senkung des bodens genauer zu erforschen, wozu ihm namentlich die ge- lehrten Vignes und Lartet behilflich waren. Von Luynes ist bisher wenig bekannt geworden. Note sur* le voyage de M. le duc de Luynes en Pa- lestine, im Bulletin de la SociötA de Göogr., nov. 1864, 392 — 396. S. Vivien de St.-Martin’s Annöe göogr. 1865, 151. * 1 864. Der marinelieutenant L. Vignes. Extrait des Notes d’un voyage d’exploration k la mer Morte, dans le Wady Arabah, sur la rive gauche du Jourdain et dans le dösert de Palmyre. Publiö sous les auspices % Digitized by CjOOQle 204 de M. le duc de Luynes. Paris 1865. Gr. 4. 79 s. 8. Vivien de 8t.- Martin’s Annöe göogr. 1865, 151. *1864. Der naturforscher L. Lartet. Note sar la Formation da bassin de la mer Morte et sur les changemen ts survenas dans le niveau de ce lac. ln den Comptes rendus de l’Acaddmie des Sciences, avril 1865, 796 sq. S. Vivien de St. -Martin a. a. o. 1864. Der bankenner James Fergusson in London. 1. An Essay on the ancient Topography of Jerusalem, with restored Plans of the Temple, &c., and Plans, Sections, and Details of the Church built by Constantine the Great over the Holy Sepulchre, now known as the Mosque of Omar, And other lllustrations. By James Fergnsson . . London, J. Weale, 1847. Gr. 8. XVI, 188 s. — 2. Notes on the Site of the Holy Sepulchre at Jerusalem. Being an Answer to an article in the Edinburgh Review, No. CCXXVHL, of october last. By James Fergusson. London, J. Murray, 1861. 8. 69 s. — 3. The Holy Sepulchre and the Temple at Jerusalem. Being the Sub- stance of two Lectures delivered in the Royal Institution . . 1862, and . . 1865. By James Fergusson . . London, J. Murray, 1865. Gr. 8. XIII, ( 151 s. Mit einem titelbild und mit eingedruckten holzschnitten. Bekannt- lich verlegt Fergusson das Christusgrab auf den berg Moriah, und dafür kämpft er in drei Schriften, in der letzten nach persönlicher besichtigung des Streitobjektes. Das erste werk hat weniger werth durch den text als durch die artistischen, wirklich sehr schätzenswerthen mittheilungen. In der 3. Schrift macht die litterari sch - kritische argumentazion keinen befriedigen- den eindruck. Gerne anerkennt man einem manne gegenüber, der von der baukunst. in ihrer ganzen historischen entwicklung so gründliche kenntnisse besitzt, die berechtigung zu der seltsamen hypothese, für die ich bisher nicht gewonnen werden konnte. In der letzten schrift werden manche die be- schreibung des haram in Hebron, in welches der Verfasser Zutritt erhielt, am interessantesten finden. In die fussstapfen Fergussons traten vorzüglich 2 männer, welche Jerusalem nie besuchten, Unger und Langlois. Die Bau- ten Constantin’s des Grossen am heiligen Grabe zu Jerusalem. Von Frie- drich Wilhelm Unger . . Abdruck aus Benfey’s Orient und Occident. Bd. 2. Göttingen, Dieterich, 1863. 8. Un Chapitre inödit de la Question des Lieux- Saints Que le tombeau de Jdsus n’est pas dans l’Eglise du Saint - Söpulcre, mais dans la Mosquöe d’Omar ä Jerusalem. Par Victor Langlois. Paris, Poulet -Malassis, 1861. Gr. 8. 1864. Per evangelische prediger Edmund de Pressensd in Paris. Le Pays de l’fivangile Notes d’un Voyage en Orient par Edmond de Pressensö Avec une Carte Troisifeme fidition. Paris, C. Meyrueis, 1865. 12. 2 bll., 333 s. Englisch: The Land of the Gospel. London, Jackson, 1865. Von wenig werth. 1864. Der pfarrer G. Ludwig in Diessbach, kanton Bern. Beth- lehem. Im Jahr 1864 besucht von G. Ludwig. Bern, J. J. Dalp, 1865. Kl. 8. Mit einem titelbild und einer karte. VI, 74 s. Ein lieblich büch- lein, doch meist kopie. *C. 1864. R. v. Kraemer, en vinter i Orienten. Reseanteckningar frän Egypten, Nubien, Sinai och Palestina. Med 29 plancher och 1 karta: 1866 (?). 8. VII, 399 s. Digitized by Google 205 1864. Der rhulrath Ferdinand Schlankes, doktor der theologie. Der deutsche Pilgerzug nach dem heiligen Lande im Jahre 1864. Drei Vorträge . . 1865 gehalten und herausgegeben . . von Ferdinand Schlünkes . . Düsseldorf, F. M. Rampmann, sine anno (1865). Kl. 8. 71 s. Über- sehenswerth. *1864. Der pater Eigaud, ehrenchorherr von Poitiers, Souvenirs de Jerusalem. Poitiers, Oudin, 1866. S. Bulletin de l’Oeuvre des Pölerinages en T. S., 1866, 357, d’Aquin 217. 1864. Der nordamerikaner J. George d’Aquin aus Heu -Orleans. Pölerinage en Terre-Sainte par J. G. d’Aquin. Paris, Gaume, 1866. 8. IX, 595 8. Einseitig französischer Standpunkt; der Sonderbündler scheint sich zur aufgabe gestellt zu haben, die grossen wissenschaftlichen erfolge der Yankees möglichst zu ignoriren. 1864. Guarmani von Livorno. Itinöraire de Jerusalem au Neged septentrional par M. Guarmani. Extrait du Bulletin de la Sociötd de Geo- graphie (nov. 1865). Paris, E. Martinet, 1866. 8. 139 8. Mit karte. Italienisch Gerusalemme 1866. Weniges über Palästina, aber dieses wenige belehrend. In der schrift selbst ist (2) angeführt: Seize ans d’ötude en Syrie, en Palestine, en Egypte, et dans les d^serts de l’Arabie, par Guarmani. Bologne 1864. Wahrscheinlich ist dieses buch italienisch geschrieben. Der Verfasser hatte von der französischen und italienischen regirung den auftrag erhalten, für sie arabische Zuchthengste zu kaufen. *C. 1864. Der archimandrit Leonidas. IlycmriHH cnamaro rp» 4 a, apxHMHH 4 pHTa JleoHH^a. Ü 4 ecca 1865. 8. D. i. die einsiedeleien der h. Stadt. Es ist dies der anfang einer umfassenden arbeit, welche eine ausführliche beschreibung der Farangischen Laura und manche Zusätze zu Toblers Topographie von Jerusalem, namentlich zu dem kapitel der einge- gangenen kiöster enthält. Briefliche mittheilung. Es ist wahrscheinlich der unter dem j. 1858 angeführte Leonidas. 1864 ff. Dr. Hermann Zschokke in Jerusalem. 1. Das nentesta- mentliche Emmaus, beleuchtet von Hermann Zschokke. Mit 2 Tafeln. Schaffhausen, F. Hurter, 1865. Gr. 8. IV, 92 8. Diese wissenschaftlich gehaltene abhandlung zeugt mehr von eisernem fleiss als einer ruhigen auf- fassung und behandlung des Stoffes. Die beigelegten karten würden noch belehrender sein, wenn die legende korrekter geschrieben wäre und allüberall mit dem texte übereinstimmte. Die messungen und Zeichnungen für diese, wie für die schrift Rosens rühren von dem würtenberger Konrad Schick her, der sich schon sehr viel jahre als Vorsteher des englischen industriehauses in Jerusalem auf hält. Von diesem erschien ferner in A. Petermann’s Mit- theilungen aus J. .Perthes’ geogr. Anstalt, 1867, s. 124 — 132: Studien über Strassen- und Eisenbahn - Anlagen zwischen Jaffa und Jerusalem nebst Be- schreibung der Gegend im Norden von Jaffa . . Von C. Schick. Mit Karte, 8. Tafel 5. Aus mangel an umfassender litteraturkenntniss lässt zwar die arbeit zu wünschen übrig, bezeichnet jedoch immerhin einen bedeutenden fort8chritt. Im , Ausland’ von Peschei, Cotta’s verlag, 1867, nr. 9, schildert Schick eine reise ins Philisterland, zumal nach Askalon. Durch solche ar- beiten, ‘wie durch ein vortreffliches modell der grabkirche in Jerusalem mit ihren annexen erwarb er sich nicht wenig Verdienste. — 2. Beiträge zur Digitized by t^.ooQLe 206 Topographie der westlichen Jordans’&u von . . Zschokke. Jerusalem, fran- ziskaner, 1866. 8. 83 s. Mit 4 tafeln. Die schrift hat wissenschaftlichen gehalt. Der Verfasser sah sich in der litteratur fleissig um; doch ist er, vielleicht wegen des aufenthaltes in Jerusalem, mit derselben nicht gehörig vertraut. In der anführung der Schriftsteller bezüglich auf titel und text ist er unsicher und hinter der zeit. S. Menke bei Petermann M., 1860, 204. 1865. Der divisionsprediger Hunger. Eindrücke aus dem heiligen Lande zur Osterzeit 1865. Vortrag gehalten .. 1866 von .. Hunger. Der Ertrag ist zum Besten des Krankenhauses Bethanien in Moers. Moers, J. W. Spaarmann, t866. 8. 24 s. Lebhafte darstellung von ephemerem werthe. «M *1865. Elias Faradsch Basil aus Kesrudn. jf ^J\ j*aXj&J^\.3 £a.L> 7SjK)\xJ\ )A^° ^AAjV^A*AAA^j^Ä7f b^5f jJ>o Buch des führers der pilger an den heil. Orten, verfasst von Elias Faradsch . . Zögling der schule von Ain Warakah. Jerusalem, kloster der väter franziskaner, 1865. 12. 345 s. 1865. Dr. Peter Schegg, professorder theologie in Freising. Ge- denkbuch einer Pilger -Reise nach dem Heiligen Lande über Aegypten und den Libanon. Von Peter Schegg. München, Verlag des katholischen Bücher- Vereins, 1866. 8. 1. lieferung IV u. 288 s. Gut, doeh keck, ohne ge- hörige Vorbereitung und nicht ohne Übertreibungen geschrieben. *C. 1865. H. de Guinaumont, la Terre-Sainte; la Syrie; leLiban; Rhodes; Smyrne; Constantinople ; la Gröce; les lies loniennes ; Malte; l’figypte et la Nubie. Paris 1867. 18. 3 voll. Digitized by t^.ooQLe ZWEITE ABTHEILUNG. Werke von solchen, welche entweder gewiss, oder höchst wahr- scheinlich Palästina nicht aus eigener anschauung kennen. C. 445. Der h. Encherins von Lerins, bischof von Lyon. Epistola de situ Judseae urbisque Hierosolymitanae e Josepho, Hieronymo etc. ad Faii8tinum. In Nova Bibliotheca manuscriptorum librorum . . Opera et studio Phil. l’Abb£. Paris. 1657. Fol. 1 , 665 — 667. Auch enthalten die kommentare in Genesim und libros Regum geographisches. S. die ausgabe Basil., Frobei^ 1531. Fol. 147 sq., 202. Vgl. Robinson 2, 535. Euche- rius schrieb nur vom hörensagen, sowie nach der lectüre (Fl. Josephus und Hieronymus). C. 880. Eldad Danita hebräisch de decem tribubus juxta fluvium Sabbaticum habitantibus. In der bodlejanischen bibliothek zu Oxford; latei- nisch am ende der Chronographia Genebrardi. S. Meusel 1, 2, 72, Beller- mann 2, 71. C. 1 250. Der englische franziskaner und grosse weltweise Roger Baco (Bacon) schrieb nach Rignon (1861, 82) über Palästina und die h. Stätten. G. 1290. Der franziskaner Johann de Oosteroyck: Abhandlung über das h. Land. Rignon, 1. c. C. 1330. Giovanni Fedantiola, franziskaner ans der römischen provinz. Beschreibung des h. Landes. Rignon ibi 83. C. 1342. Der spanische franzikaner Blaz de Buiza. Von ihm führt Rignon (83) eine beschreibung der h. Stätten (Salamanca 1625) an. 1350. Traitö sur l’figypte et la Terre Sainte. MS. in Besan$on. Haenel Catal. 69. C. 1360. Histoire de la Terre Sainte. MS. in S. Omer. S. Haenel Catal. 266. C. 1361. Jean Godjealis. Von ihm führt Rignon (ibi) ein itinerar an. C. 1363. Der karmeliter Johann PositL Von ihm gibt es nach Rignon eine Pilgerfahrt und genaue beschreibung Jerusalems und der h. Orte. C. 1367. Der engländer Walter Wiburn: die eigenthümlichkeiten des h. Landes. Nach Rignon. Digitized by t^.ooQLe 208 G. 1370. Der dichter Francesco Petrarca von Florenz. Francisci Petrarch® V. C. Itinerarivm in quo, quicquid per Evropam vel Asiam pere- grinis Hierosolymitanis Memorabile occurrit, diligentissimfc describitur. In: Fr. Petrarchi etc. Opera . . Basile®, H. Peter, 1554. Fol. I, 617 — 26. Auch : Francisci Petrarch® . . Iter Palsestinum. In : Hodoeporicorum sine Iti- nervm totius ferfc Orbis Lib. VII. Opus Historicum, Etnicum, Physicum, Geograpbicum a Nie. Revsnero Leorino iam olim collectum: nunc demum Jeremi® Revsneri Fratris cura ac studio editum. Basile®, P. Lecythus, 1580. 8. 599—624. S. Petzholdt’s Anz., 1862, 186. Ich fand so wenig belehrendes, dass ich nach dem durchgehen nicht einmal dem titel mehr aufmerksamkeit schenkte. Von Petrarca war die Pilgerfahrt beabsichtigt, nicht aber ausgeführt. C. 1450. Hie sint merklich die stett des hailigen lants vnd ist von baffow an der bortt (hafen) biss gen rama ain tütsch mil . . Pergament- codex, 12., auf der bibliotheca academica in Freiburg (Baden). Die letzte Seite, die als Umschlag dient, ist kaum leserlich. Unbedeutend. 1456. Ludwig de Angulo. Prima . . (pars) erit partim theologalis et partim naturalis , secunda ' partim naturalis et in maiore parte historio- graphalis, tertia vero et vltima erit tota mathematica astrologalis. Cod. bibliothec® Vadian® S. Gallensis, chartaceus, eleganter scriptus a Ludovico de Angulo Hispano, tripartitus. 122 quartblätter, 10" 8"' P. lang, 7" 9"' breit; die Seite doppelspaltig , jede spalte 2" 2'" breit und 7" lang. Der Codex beginnt mit den Worten : Cvm secvndum philosophum primo de anima . . Im 2. theile (14 1, sqq.) kommt der Verfasser (39 sqq.) auf Palästina zu sprechen, gewährt jedoch wenig ausbeute. C. 1480. Arminensis, s. unten (karten). 1488. Les sainctes peregrinations, et des avirons et des lieux prochains du mont de SynaY, et de la gloreuse Katberine. Cestx ouvrage est petit livre contenant du tout la description, ainsi que Dieu a voulu donner ä cognoistre. Lyon, M. Tobie, J. Herembevelt, 1488. Fol., 1 30 bll. Grässe’s Trds. 5, 199. i . . , G. 1490. Eines ungenannten Description de la Terre Sainte. MS. in Grenoble. S. Haenel Catal. 167. 1517. Jerusalem: Ein kurtze vermerckung der heyligen Stet des heyligen landts in vnd vmb Jerusalem mit verzeychnung der mercklichen ding in denselbigen geschehen. Auch wie nahent vnnd verre ein Stat von der andern sey. Mit einem holzschnitt. Nürnberg 1517. 4. 1524. Opera nuova chiamata itinerario de Hierusalem, ouero parte orientale. Venetia 1524. 8. S. Brunet 6, 1585. 1536. Terr® Bauet® . . descriptio una cum singulis tabulis earumdem regionum töpographicis , authore Jacobo Zieglero. Argent., Rihel, 1536. Gr. 4. S. Topogr. 1, lxxxvi. 1536. Terr® Sanct® descriptio, juxta ordinem Alphabeti, authore Vvolfgango Vueissenburgio. . Zugleich mit Zieglers beschreibung herausge- gegeben, p. 111 sqq. Deutsch: Palästina. Strassburg 1630. Fol. Mit kupfern. S. Geisheim 56. Digitized by CjOOQle 209 1538. Der flamänder Hermann Borcnloo. Ciuitatis Jerusalem, ac sacrorum locorum vniuersm Palesthinse delineatio ac descriptio per Hermannum Borcnloo. Ultrajecti 1538. S. Adrichom. 288*, Rignon, 1861,86. 1540. Totius terrae sanctae vrbiumque . . secundum bibliacos libros ac diuum Hyeronimum, authore M&rtino Brionaeo Parisiensi , elaborata De- scriptio. Parisiis, 6. 'de Bossozel, 1540. 4. Kurze alphabetisch geordnete beschreibung des h. Landes. 1544. Jean Gdrard. Description de Jerusalem.. Rignon, 1861, 85. Vielleicht ist es der von Aitsinger (s. s. 1) angeführte Gerardus Mercator. C. 1550. Von Ägidius Tsehudi, dem schweizerischen chronikschrei- ber, finden sich auf der bibliothek der alten abtei S. Gallen in den papier- handschriften nr. 666 und 669 beschreibungen von Palästina. 669, Lexicon geographicum totius Syriae, Palaestinae, Judaeae, ist ausführlicher. Der autor benutzte Fl. Josephus, Plinius, Eusebius, Hieronymus, den Liber Notitiarum, Ziegler. Es sind auch karten dabei. 1563. Adam Beissner, Beschreibung der alten hauptstadt Jerusalem. Frankfurt 1563. Lateinisch per Iohannem Heydenum. Francofvrti 1563. Kl. fol. Deutsch auch Frankfurt 1555, 1565, 1574, imper. fol. S. Grässe’s Trös. 6, 74. 1581. Itinerarivm Sacrae Scriptvrae. Das ist: ein Reisebuch Vber die gantze heilige Schrifft . . vber dreyssig mahl gedrucket. Durch Henricum Bünting, Pfarrberrn . . zu Grunaw. Braunschweig, B. Gruber, 1638. Fol. Die Vorrede wurde 1579 geschrieben. Ausgaben kennt man ferner: Magde- burg 1581, 1585, 1589, 1597, 1599, 1600, 1608, Braunschweig 1650, 4.; 1718, fol. Lateinische ausgabe vom Verfasser Magdeburg 1597. Englische Übersetzung London 1619. Man zitirt auch eine dänische (1587), schwe- dische (1595) und holländische Arnh. 1605, Haerl. 1614, 1618, Amst. 1663, auch: Reyse van ’t Heyligh landt. Armem, I. Iansensj 1630. S. Gonsales 12, Grässe’s Trös. 1, 572. 1582. Michael Aitsinger oder Eytzinger. Terra Promissionis topo- graphice atque historice jjescripta. Per Michaelem Aitsingervm. Coloniae Agripp., Kemp., 1582. 4. Ohne plan oder karte. 1583. Tractado y descripcion breue y compendiosa de la tierra Sancta de Palestina . Compuesto . . por el padre Fray Rodrigo de Yepes. Madrid, I. Iiiiguez de Lequerica, 1583. 4. Italienisch: Nova Descrittione di Terra Santa. Dove si descrivono . . Con vn Trattato della Peregrinatione di lesso Salvator. Opera . . Del P. Fr. Rodrigo de Iepes. Tradotta di Spagnuolo. Venetia 1591. 12. 1585. Ein newe, warhafftige, gründtliche Beschreibung, wie die heilig vnd hochberhümbt Statt Jerusalem von jhrer letzten Zerstörung erbawen, wie sie mit herrlichen Tempeln*, schönen Palästen , hohen Thürnen, vesten Pforten beschlossen, wie in derselbigen Christi Jesu rosenfarbes blut ver- gossen, vnd das menschlich geschlecht auss dem rachen des laidigen Sathans gerissen sey worden: Auss flirtrefflichen Scribenten mit höchstem fleiss zu- sammen getragen, vnd zu ehr des weitberhümbten Fuggerischen Geschlechts in Truck verfertiget. München, A. Berg, 1585. 12. 1588. Der holländische geistliche Christian van Adrichom von Delft. ‘ 1 . Iervsalem , sicvt Christi tempore florvit , et süburbanorum , in- Tobler, Bibliographie. 14 Digitized by Google 210 signiorumque historiarum eins breuSs descriptio. Christiano Adrichomio Del- pho avtore. Coloniae Agripp., 6. Kemp., 1584. 12. Editio altera ab autore aucta, et emendata. Colonise Agripp., Birckmann, 1 588. Kl. 8. Es sollte in dieser ausgabe^auch ein plan sein. Noch gibt es eine Editio postrema ab anctore aucta, et emendata. Kl. 8. Der plan ist hier dabei; es scheint jedoch bloss eine titelausgabe zu sein. Dieses buch ist ein Vorläufer des folgenden Werkes. — 2. Theatrvm Terrae Sanctae et Biblicarvm Historiarvm cum tabulis geographicis aere expressis. Avctore, Christiano Adrichomio . . Colonise Agripp., Birckmann, 1590. Fol. Spätere ausgaben : daselbst 1593, 1600, 1613, 1628, 1682. Italienisch: übersetzt von P. F. Toccolo, Verona 1590, 8. (wahrscheinlich der Vorläufer), auch übersetzt von Lodovico Arri - vabene. Verona, M. A. Palazzolo, 1592. Kl. 8. Vom Übersetzer wurde auch der oben sub anno 1591 (s. Galeazzo) angeführte Dialogo angehängt. Englisch : A briefe description of Hierusalem by T. . Tymmer. London 1 595. 4. Auch: A Description and Exploration of 268 places of Jerusalem. London 1654. 4. Jacobi Bonfrerii Annotationes in Christ. Adrichomii de- scriptionem Terrae Sanctae finden sich im Biblicus Apparatus Briani Waltoni hinter den zu London herausgegebenen und von^odmer in Zürich gedruck- ten Biblia Polyglotta. Vgl. 3. Wander. 437 f. 1590. Thomas Obicini, franziskaner. Von ihm führt Rignon (1861, 88) eine beschreibung von Palästina und besonders von Jerusalem an. C. 1590. IIoBtCTi» ai noJii>3t (MHinaiqiiM'B n npo'iHTaioii^HsrL o CBJrrfcarfc rpa^t IepycaaHMt n o oKpecTHHX'B ero MtCTex’B. HoßtcTb o CBBTtif ropi CMHaiiCTkif. D. i. nützliche erzählung für solche, die über Jerusalem und seine Umgebung nachrichten wünschen. Angefügt ist: Dar- stellung des berges Sinai. Die hs., 12., wird auf der öffentlichen bibliothek zu S. Petersburg aufbewahrt. S. Noroff bei Daniel 211. *C. 1600. Ein französischer codex über das h. Land in Besannen nach Haenel 71. 1604. Apparatvs vrbis ac templi Hierosolymitani. Tom. 3. (p. 1. et 2.) Joannis Bapt. Villalpandi, collato studio cum H. Prado . Komm, Vulliett., 1604. Fol. 1607. Christoph Petersdorff, Itinerarium sacrum. S. Denkblätter 703. 1618. Joh. Lightfooti Opera omnia: hac nova editione operibus ejusd. posthumis, nunquam hactenus editis, locupletata; Quorum Syllabus, pagina post Vitam Auctoris ultima, exhibetur. Johannes Leusden Textum Hebrai- cum recensuit et emendavit. . Editio secunda , priore longe correctior et emendatior. Vltrajecti, 6. Broedelet, 1699. Fol. 2 voll. Im Vortitel steht die jahrzahl 1618. 1619. Adam Hoto. Description de la Terre Sainte et des Lieux Saints. Hignon, 1861, 91. 1619. Doctor Josepe de Sesse. Libro de la Cosmographia universal del mundo y particular descripcion de la Syria y Tierra Santa. Zaragoza 1619. Kl. 4. S. Grässe’s Trös. 6, 374. Vgl. Rignon 1861, 89. 1628. Christoph Heidmann s. unten sub anno 1665. 1636. Christoph Besold. Historia urbis et regni Hierosolymitani, regum item Siculorum etc. Auctore Christophoro Besoldo. Argentorati, Zetzner, 1636. 12. Digitized by t^.ooQLe 21t 1639. Der spanische franxiakaner Didaoo von Cea. Thesaurus Terrse Sanct» quem seraphica miuorum religio de observantia ioter infideles, per 300 et amplius annos religiöse custodit, fideliterque admiuistrat. Avthore . . Didaco de Oea . . Rome, congregatio de s. fide, 1639. 4. Vgl. Hiethug 1, 35. 1640. Geographia sacra, sive notitia antiqua dicecesium omnium pa- triarchalium , metropoliticarum , et episcopalium veteris ecclesie etc. Auctore Cardio a. 8. Paulo. Amsteledami, Halma, 1704. Fol. 1640 wurde die bewilligung zum drucke ertheilt. 1642. Der minorit Vincenzo Berdini, generalkommissär des h. Landes. Historia Dell’ Antica, e Moderua Palestina, Descritta in tre Parti, Dal . . Vincenzo Berdini . . Nella quäle si hä particolare descrittione de’ luoghi piü singolari del sito, qualitä di essi, gouerno, costumi, guerre, Riuo- lutioni, et altri successi notabili. In Venetia, G. B. Surian, 1642. 4. In der Zueignung unterschreibt sich der Verfasser Vincenzo Bardini da Sartiano. Vgl. Bonar 522. 1646. La Terre Sainte, description des Lieux Saints. Paris 1646. Rignon, 1861, 92. 1646. Christ Feustel, diss. de Beth-Phage. Lipsie 1646. 4. 1646. Sam. Bocharti Geographia Sacra, seu Phaleg et Canaan. Ca- domi 1646. Fol. Francofurti 1674 und 1681, 4. Lugd. Bat. 1692. Ibidem ed. Villemandy 1707. Fol. S. Robinson 2, 553, Grässe’s Tr£s. 1, 457 sq. Boohart schrieb auch: Hierozoicon sive bipartitum opus de animalibus S. Scriptur». Ed. 4. Lugd. Bat. 1712. Fol. Frühere ausgabe Francof. 1675. Fol. Dieses Hierozoicon erschien mit Phaleg et Canaan in den Opera omnia. Lugd. Bat. 1707 — 12. Fol. 2 voll. Frühere (3.) ausgabe ibi 1692. 1647. La in9trvttione del viaggio di Hierusalem. Anhang im werk- chen: Poste per diverse parti del mondo. Con tutte le Fiere notabili . . Aggiontoui di nuouo il viaggio di Hierusaleme. Venetia, D. Imberti, 1647. 12. Nur 7 seitlein. C. 1648. La description de la Palestine et des lieux de cette Prouince dont il est parlä dans les saincts Euangils. Cod. gallice scriptus, charta- ceus, auf der bibliothek des arsenals in Paris, nr. 22, in 4. C. 1650. Francisco de Solis. Descripcion breve de Ia tierra . . santa. Papierhandschrift, 4., im brittischen museum zu London, Biblioth. Eger- ton 590. C. 1650. Johannis Henrici Hottingeri dissertatio de Geographia Terr» Canaan. Auch in Ugolini Thesaur. Antiquitatum Sacrarum. Venetiis, J. G. Herthz. 6, 1111 — 1144. 1656. Aloys Vulcain (P. Louis de Padulle M. O.). Nouvelle et vöritable Description de toute la Terre Sainte. Naples 1656. 8. Auch 1563. Rignon, 1861, 88. Wahrscheinlich italienisch geschrieben. 1658. Der würtembergische renthammerrath Hieronymus Welsch. Warhafftige Beiss - Beschreibung, auss eigener Erfahrung, Von Teutschland, Croatien, Italien, denen Insuln ßicilia . . desgleichen von Barbaria , Egypten , Arabien , und dem gelobten Lande; . . Auff der EilfFjährigen Reise, Hieronymi Welschen . . Von ihme selbsten beschrieben und verfertiget. Stuttgart, Wolffgang d. J. und J. A. Endter, 1658. 4. 12 bU., 427 s. Vgl. Petzholdt’s Anz. , 1862, 296. Trotz des marktschreierischen titels war der Verfasser nicht in Palästina. 14* Digitized by t^ooole 212 1658. Peregrinatio Sancta Fr. Laurentii a B. Paulo Sveci. Rom», A. Bernabö k Verme, 1658. 8. Die schrift des franziskaners ist gar keine reise- beschreibung. 1659. Joannia Bisselii, e S. J., Pal»stin», seu Terrae Bauet», To- pothesia. Amberg» 1659. Ediüo altera Diling» 1679. S. Bonar 523. 1665. Christophori Heidmanni Palästina sive Terra Sancta Pancis capitibns distinctö ordineque explicata . . Jam vero ex autographo ejnsdem correcta ac emendata, & . . Henrici Emstii . . Annotationibus, sive Adden- dis illnstrata ac aucta, et triplice indice ornata Ob exemplarium raritatem una cum quinque tabulis ex Adrichomio et aliis collectis . . Editio tertia. Wolferbyti, J. Bismarc., 1665. 4. Das buch erschien auch 1689 in Wolfen- bttttel, 4. Das Vorwort zur ersten ausgabe wurde 1628 abgefasst. Vgl. Bonar 523. 1665. Sanson und Le Clero. Geographia Sacra ex vetere et novo Testamente desumta et in Tabulis quatuor concinnata. Paris 1665. Ac- cesserunt . . Not» Joannis Clerici. Amstel»dami, Halma, 1704. Fol. Vgl. Robinson 2, 553. 1677. Dr. Olf. Bapper. Naukeurige Beschryving van gantsch Syrie, en Palestyn of Heilige Lant, etc. Rotterdam 1677. Fol. Amsterdam 1681. Fol. Deutsch : Asia, Oder . . Beschreibung des gantzen Syrien und Palestins, oder Gelobten Landes . . Aus verschiedenen alten und neuen Scribenten so wol, als dem Bericht warhafftiger Augeszeugen und Untersucher zusammen getragen von .. 0. Dapper. Nürnberg, J. Hofmann, 1688. Fol. Auch Amster- dam 1681, fol., und Nürnberg 1689. S. Robinson 2, 554, Grässe’s Tr6s. .2, 335. 1684. Ber pater franziskaner Juan von Calaorra oder Calahorra in Spanien. Chronica de la Provincia de Syria y Tierra Santa. Madrid 1684. Historia cronologica della Provincia di Syria, e Terra Santa di Gierusalemme .. cominciando dal a. 1219. Opera Composta in Spagnuolo Dal . . Giov. di Calaorra. Venetia, A. Tiuani, 1694. 4. Der Übersetzer ist Angelico di Milano . S. Rignon, 1861, 89 u. 91. Angelico war custos des h. Landes. Sa traduction de Calahorra n’est malheureusement pas exacte. II a publik dans sa patrie : Fleurs historiques de Terre gainte. S. Rignon. 1688. Nouvelle relation sur Mat de la Terre Sainte. Paris 1688. S. Rignon, 1861, 92. Vgl. oben Beaugrand 119. 1690. Ber kaplan Balthasar Bartoli. Li tesori celesti e venerati di Terra Santa libro secondo. Opera di Baldassare Bartoli . . Macerata, Pannelli e Siluestri, 1690. 12. Das 2. buch enthält eine gewöhnliche be- schreibung der h. Stätten, der feste und prozessionen der franziskaner. 1699. Apparatus Geographicus, descriptio Jud»», &c., auctore B. Lainy. Gratianopoli 1687. Paris. 1699. Venet. 1733. De tabemaculo foederis, de sancta civitate Jerusalem et de templo ejus libri VII. Parisiis 1720. Fol. S. Bonar 524, Gratz 629, Grässe's Trös. 4, 9 t. # C. 1699. Johannis- ftuistorpii Nebo unde tota perlustfatur Terra Sancta. In Th. Crenii Opusc. elegantior. Rotterodami, Fascic. 9. p. 462. Auch in Ugolini Antiquitatum Sacr. 6, 1069 — 1110. 1700? Körte Beschryving van de stad Jerusalem benevens hare voor- steden. Door C.-L. Be Vrieze. Wortegheim, C.-L. Vrieze 8. S. a. Digitized by v^.ooQle 213 1701. Christoph: Cellarius, Notitia Orbis Antiqui seu Geographia plenior. Lipsi® 1701 — 5. 4. 2 voll. Auxit J. C. Schwarz. Lipsi® 1731 — 2. Mit einem neuen titel das. 1772 — 3. Syrien und Palästina sind im 2. theil enthalten. S. Robinson 2, 554. Vgl. Grässe's Trdsor 2, 99. 1703. J. Hübners kurze Fragen aus der Geographia sacra. Leip- zig 1703. 12, Bachiene 1, 1, 22. 1708. Ed. Wells, An Historical Geography of the New Testament. London 1708. 8. 2 voll. Auch das. 1712, 8., und noch mehrere male ge- druckt. Desgleichen: An Historical Geography of the Old Testament. London 1712 ff. 8. 3 voll. Deutsch beide werke von G. W. Panzer. Nürnberg 1764. 8. 4 theile. S. Bachiene 1, 1, 22. 1709. Adrian Reland, professor in Utrecht. 1. Adriani Relandi de Nummis veterum Hebraeorum, qui ab inscriptarum literarum forma S&ma- ritani appellantur, Dissertationes quinque. Cum tabulis ®ri inscriptis. Acce- dit Dissertatio de marmoribus Arabicis Puteolanis. Trajecti ad Rh., G. Broedelet, 1709. 12. 4 bll., von s. 153 — 223 u. 4 bll. — 2. UI. Disser- tatio de monte Garizim. Im 1. theil der miszellen von s. 121 — 162. S. Relandi Palästina lib. 1 ., cap. LHI. Hier bezieht er sich auf diese schrift. — 3. Hadriani Relandi Palästina ex menumentis veteribus illustrata. Trajecti Bat. 1714. 4. Norimberg® 1716. 4. Auch in Ugolini Thesaurus Antiquitatum Sacr., tom. 6., vorne. Fpl. — 4. Hadriani Relandi de Spoliis Templi Hieroso- lymitani in arcu Titiano Rom® conspicuis über singularis. Arcum ipsum et spolia templi in eo sculpta tabul® in aes incisae exhibent. Trajecti ad Rh., G. Broedelet, 1716. 12. 2 bll., 138 8. u. 12 bll. Ed. nova 17J5. — 5. An- tiquitates Sacr® veterum Hebr®orum breviter delineat® ab Hadriano Re- lando. Editio tertia. Trajecti Bat., G. Broedelet, 1717. 12. 4 bll., 548 s. u. 21 bll. 4. ausgabe 1741. 4. — 6. Hadriani Relandi de Religione Mo- hammedica libri duo. Editio altera auctior. Trajecti ad Rh., G. Broedelet, 1717. 12. 30 bll., 272 s. u. 21 bll. Das Vorwort wurde 1705 geschrie- ben. — 7. Im holländischen kam heraus: Palestina opgeheldert. Ofte de Gelegentheyd van het Joodsche Land. Uyt de Gedenkstukken der Ouden getrokken en op vaster Gronden als voorheen aangetoont en beweezen door den Heer Adriaan Reland . . Volgens zyn Hoogw: bestek ten dienste der Nederlanders uyt zyn Latynsch Werk getrokken, en met de nodige Landkaarten ter opheldering noodig voorzien . . Utregt, W. Broedelet, 1719. 8. 36 bll., 428 s. u. 22 bU. Mit dem portrait des Verfassers und etlichen karten. S. Raumer 15 f., Robinson 2, 554, Grässe’s Trds. 6, 75. Über den ausserordentlich hohen werth der arbeiten Relands ist die ganze gelehrte weit einverstanden. 1719. Siria Sacra . . Composta dall’ Abbate Biagio Terzi di Lavrea. Roma, Buagni, 1719. Fol. 1723. Decriptio Iordanis flwii in Palästina seu Terra Sancta maximi et amoenissimi . . luci p. exposuit J. Georg. Sachse. Erford., J. M. Funck, 1723. 4. 1724. Der franziskaner Francisco de Jesus y Maria, Patrimonio serafico de Tierra Santa. Madrid 1724. 4. S. Rignon, 1861, 93. Es sei eine geschichte der mission der franziskaner in Palästina. 1722 ff. Aug. Calmet, Dictionarium historicum, chronologicum, geo- graphicum et litterarium Bibliorum. August® Vind. 1729. Fol. 2 voll. Französisch Paris 1730. Die 1. ausgabe Paris 1722, 8., 2 voll. Disser- Digitized by t^.ooQLe 214 tatio in tabnlam geographicam Terrae Promissionis. Wireebnrgi 1789. 5. Gratz 629, Grässe’s Trös. 2, 20. 1738. Anth. J. von der Hardt, Galibea Sabulonitis, ex Jud. antiqq. penetralibus illnstrata. Helmstadii 1738. 4. 1739. Regni Davidici et Balomonici descriptio geographica et historica nna cum delineatione Syriae et Aegypti . . auctore Johanne Matthia Hasio. Norimbergae, Homann, 1739. Fol. Vgl. Grässe’s Trds. 3, 217. 1739. Dufren, Von der Reisse- Tasche und Wander-Stab derer Pilgrim ins gelobte Land. In den Amoenitates historico - jüridicae. Durch Wilhelm Friedrich von Pistorius. Franckfurt u. Leipzig, A. J. Felssecker, 1739. 4. 6. theil, von s. 1659 an. 1740. J. Jac. Schmidt’ 8 biblischer Geographus. Züllichau 1740. Gr. 8. S. Bachiene 1, 1, 22. 1740. Oriens Christianus, in quatuor patriarchatus digestus . . Studio et opera . . Michaelis le Quien. Parisiis 1740. Fol. 3 voll. 1743. Be Millii Dissert. de terra Canaan, in seinen Dissertationes selectae. Lugd. Bat. 1743. 4. 127 — 182. S. Bachiene 1, 1, 22. 1747. D’Anville , Dissertation sur Ffitendue de l’ancienne Jerusalem et de son Temple. Paris 1747. 8. Auch unter den Pifeces justificatives hinten bei Chateaubriand 3, 261 sqq. S. Robinson 2, 555, Topogr. 1, LXXXVH, Grässe’s Tresor 1, 157. 1747. Geographie sacrde et historique de l’ancien et du nouveau Testa- ment . . par Robert. Paris 1747. S. Bachiene 1, 1, 22. 1750. W. L. Nitzsch , de horto Gethsemane diss. Witeberg» 1750. 4. C. 1750. Johannis Christophori Wichmannshausen. Dissertatio de Thermis Tiberiensibus. In Ugolini Antiquitatum Sacr. 7, 955 sqq. 1750 und 1755. Balthasar Ludwig Eskuche, Erläuterungen der h. Schrift aus morgenländischen Reisebeschreibungen. Lemgo 1750, 55. 2 voll. S. Bellermann 2, 89. 1758 — 68. Will. Albert Bachiene, Heilige Geographie . . Utrecht 1758 — 68. 6 Deelen. Deutsch: Historische und Geographische Beschreibung von Palästina, nach seinem ehemaligen und gegenwärtigen Zustande, nebst denen dazu gehörigen Landcharten. Aus dem Holländischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von G. A. M. Cleve u. Leipzig , G. C. B, Hof- mann, 1766 — 1775. 8. 2 thle. in 7 bänden. Der name des Übersetzers ist Maas . S. Robinson 2, 554. 1764. Harmar, Observations on divers Passages of Scripture grounded on circumstances incidentally mentioned in Books of Voyages and Travels into the East. London, Th. Field, 1764. 1 vol. Deutsch: Beobachtungen über den Orient aus Reisebeschreibungen, zur Aufklärung der heiligen Schrift. Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von /. E. Faber. Hamburg, J. C. Bohn, 1772 — 79. 8. 3 voll. C. 1770. A. E. Büschings grosse Erdbeschreibung. 2. Ausgabe 1771. 5. th. 1. abth. Palästina. Altona 1785. 8. Mit einem neuen titelblatte, Digitized by t^.ooQLe 215 th. II., abth. 1. Hamborg 1792. Eine andere aosgabe (wahrscheinlich nachdrnck) in Brflnn, F. A. Schrämbl. Kl. 8. 24. band, 1787: Palästina. 8. Raumer 15, Robinson 2, 554. 1771. Bydragen tot de heilige Aardrykskunde, door Justus Tjeenk, in den Yerhandelingen uitgegeven door het Zeeuwsch Genootschap der wetenschappen te Ylissingen, 2. th. s. 465 ff. Fast nur philologisch gehalten. 1784. La Geographie sacröe, et les monuments de l’histoire sainte. Lettres du P. Joseph -Romain Joly. Paris, A. Jombert, 1784. 4. 1789. Ueber Golgatha und Christi Grab. Ein Historisch -critischer Versuch mit einem Grundriss von der Gegend und Stadt des heutigen Je- rusalems von Johann Friedrioh Plessing . . Halle, Waisenhaus, 1789. 8. XXXH, 542 s. 1790. Ysbrang van Hamelsveld, Aardrijkskunde des Bijbels . . Amsterdam 1790, 8. 6 Deelen. Daselbst auch 1798. 8. 6 theile. Deutsch von R. Jänisch. Hamburg 1793 — 96. 8. 3 voll. Mit karten. Die Über- setzung wurde nie zu ende geführt. 8. Raumer 15, Robinson 2, 554, M. D. de Bruyn 7 (deutsch, s. unten sub anno 1845), Grässe’s Trds. 3, 204. 1793. Notizie storiche intorno ai Luoghi di Terra Santa stese succin- tamente dal P. Agapito di Palestrina minore riformato. Roma, Giunchi, 1793. 8. 1795. Karl Benj. Schmidt, Leitfaden bei dem Unterricht der bibli- schen Geographie. Danzig 1795. Gr. 8. 1. tbl. mit 2 karten. Engel- mann 1094. 1799. Conrad Männert, Geographie der Griechen und Römer. 6. th. f. abth. Arabien, Palästina, Syrien. Nürnberg 1799. 8. 2. auflage. Leip- zig 1831. Robinson 2, 554. C. 1806. An Analysis of the Waters of the Dead Sea and the River Jordan. By Alexander Marcet, M. D. . . Communicated by Smithson Ten- nant. Auszug von s. 296 — 314 aus einem englischen journal (1807), 4., dessen titel ich nicht angegeben finde. 1807. Das buch der geschichte der heiligen und hohen stadt Jerusa- lem und der heil, heilsorte unsers Herrn Jesu Christi. Konstantinopel 1807. Gr. 8. In armenischer spräche. Mit 1 paar schlechten holzschnitten. 1814 und 1816. Peter Wilhelm Behrends, die christliche Wallfahrt zum heil. Grab und die tausendjährige Gedächtnisfeier der Apostel der Niedersachsen zwischen Elbe, Ocker und Bode in einer Oster- und Pfingst- predigt im Jahre 1814 und 16 dargestellt Helmstädt 1817. 12. Kurze Beschreibung des heiligen Landes . . Helmstädt, Fleckeisen, 1829. 8. S. Gei8heim’8 Hohenzollern 57, Engelmann 149. 1817. C. F. Klöden, Landeskunde von Palästina. Mit 1 nach den neuesten Beobachtungen von dem Verfasser gezeichneten und von Carl Mare gestochenen Karte. Berlin, Rücker, 1817. Gr. 8. Engelmann 150. 1817. Joh. Jahn, biblische Archäologie. Wien 1817. 1. th. 1. bd. geographische Einleitung von den biblischen Wohnplätzen. Gratz 630. 1818 ff. Ernst Friedrich Karl Rosenmüller. Das alte und neue Morgenland. Leipzig, Baumgärtner, 1818 — 20. 8. 6 voll. Näher zu be- Digitized by Google 216 achten ist: Biblische Geographie. Leipzig, Baumgärtner, 1823 — 30. 8. 3 voll. Mit 2 kupfern, 1 karte und 2 lith. abbildungen in fol. Bildet auch den l. — 3. bd. von Rosenmüllers Handbuch der biblischen Alterthums- kunde. S. Engelmann 1094. 1818. 1848 — 54. Professor Earl Sitter in Berlin. Die Erdkunde . . oder allgemeine vergleichende Geographie. Berlin 1818. 8. 2 th. West- asien. Neue ausgabe Berlin, G. Reimer, 1850 — 52. 8. 15., 16. und 17. th. Ein ungewöhnlich reicher schätz. S. Topogr. 1, LXXXIX, Robinson 2, 555. 1819. La Terre Sainte, ou description des lieux les plus cöl&bres de la Palestine (par M. Holande). Metz, Lamort, 1819. 8. Nouv. ödit. Cha- telet, Maton, 1860. 12. S. Barbier 3, 311, Petermann’s Mittheilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1860, 323 h . 1820. G. B. Winer, biblisches Realwörterbuch. Leipzig 1820. 8. 3. ausgabe Leipzig 1847 — 8. 8. 2 voll. S. Robinson 2, 554. 1821. S. Löwisohn, biblische Geographie, enthaltend eine Beschrei- bung aller Länder, Meere, Land - Seen , Flüsse, Bäche, die im alten Testa- ment Vorkommen . . Aus dem Hebräischen. Mit l Karte. Wien, Beck, 1821. Gr. 8. S. Engelmann 1094. 1822. Friedr. Ford. Gessert. Das heilige Land, oder Palästina bis auf unsere Zeit. 3., verbesserte und vermehrte Auflage. Essen, Bädecker, 1835. Gr. 8. S. Engelmann 150. 1822. Joh. Geo. Melos, Beschreibung des jüdischen Landes zur Zeit Jesu, in geographischer, bürgerlicher, religiöser, häuslicher und gelehrter Hinsicht, für Bürger- und Volksschulen, und gebildete Bibelleser. 2., nach dem Tode des Verfassers umgearbeitete und verbesserte Auflage. Weimar, Landes -Industrie -Comptoir, 1830. Gr. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 150. C. 1822. Palästina oder historisch - geographische Beschreibung des jüdischen Landes zur Zeit Jesu. Zur Beförderung einer anschaulichen Kennt- niss der evangelischen Geschichte für christliche Religionslehrer und gebil- dete Bibelleser von Dr. Johann Friedrich Böhr. 6. vermehrte und ver- besserte Auflage. Reutlingen, J. N. Ensslin, 1832. 8. 2. auflage Zeitz 1819. Mit t karte von Palästina. Neue ausgabe, mit l plan von Jerusalem. Leipzig, O. A. Schulz, 1845. Gr. 8. Titelausgabe 1852. S. Engelmann 151. Das buch scheint auch ins englische übertragen. 8. M c Leod 102. 1823. W. F. Palmblad, Palaestina, Geographisk, Archaeologisk och Historisk Beskrifning. Upsala 1823. S. Berggren 3, 9. 1824. Hornung, Handbuch zur Erläuterung der biblischen Geschichte und Geographie, für Volksschulen und forschende Bibellehre • . 2. Auflage. Leipzig, F. Fleischer, 1827. 8. S. Engelmann 1094. 1825. Earl Friedrich Hempel, kurze Beschreibung des jüdischen Landes und seiner Merkwürdigkeiten, besonders zur Zeit Jesu. Für Kinder in Bürger- und Landschulen. 2., verbesserte und vermehrte Auflage. Leip- zig, Herbig, 1835. 8. Mit l karte. S. Engelmann 150. 1825. Das jüdische Land oder Palästina, nebst einer kurzen Geschichte der Israeliten. Schwelm, Scherz, 1825. 8. Mit lithographischen abbildungen und 1 karte. S. Engelmann 1094. Digitized by t^.ooQLe 217 1826. J. K. Wiets, Palästina, oder: Das heilige Land. Bearbeitet nach den getreuesten Berichten bewährter Angenzengen. Prag, Bohmann, 1826. Gr. 8. Mit 1 plan. S. Engelmann 152. 1826. Extrait d’un ouvrage öcrit vers la fin de l’annde 1826 et an commencement de 1827, sohs le titre de Conp d’oeil snr la Palestine et la Syrie. Par Jonas King. Äthanes, C. N. Philadelphien, 1 859. 8. Griechisch: 2vy07izixrj EmfrttüQrjoig x rjg IlaXaiOTi'vrjg xai Svqiag. Er 'Adyvaig, xvnoyq. xijg Auxoviag, 1859. Historisches über missionswesen, weniges aber über Palästina. 1827. Freiherr Heinr. Fr. v. Bminingk, Phantasiegemälde aus dem heiligen Lande. Nebst 1 Karte von Palästina und 1 Anhänge zur Ver- deutlichung des Textes, in Bezug auf Geschichte und Sitten der Juden; Liegnitz, Leonhardt, 1827. 8. S. Engelmann 149. 1827. W. F. Welleba, Vollkommene Darstellung der Merkwürdig- keiten von Jerusalem, den heiligen Orten und dem h. Grabe. Nach den neuesten und bewährtesten Reisebeschreibungen geschildert. Prag 1827. 16. Mit 2 ansichten. S. Engelmann 137. 1830. Palästina in historisch - geographisch - statistischen Umrissen, nach ältern und neuern Reisebeschreibungen gezeichnet. Freiburg, Herder, 1830. Gr. 8. Mit 1 plan von Jerusalem und einer ansicht dea h. grabes. S. Engelmann 150. 1830. Palästina und vornämlich die Stadt Jerusalem. Historisch- geographisch beschrieben zur Erklärung der biblischen Geschichte für Re- ligionsfreunde. Von Baron von Scheeler. Mit einem Grundriss der Stadt Jerusalem und einer Karte von Palästina. Gmünd, Stahl, 1830. 16. 1830. Alfred Campbell, oder Reisen eines jungen Pilgers nach Aegypten und dem gelobten Lande. Frei nach dem Englischen für die Jugend bear- beitet von Caroline Stille. Hamburg, A. Campe, 1830. 16. Mit kolorirtem titelkupfer. S. Engelmann 119. 1830. G. Fr. Weikard, Bibelkunde. Sulzbach 1830. Von s. 59 — 214 die biblische Erd- und Länderkunde. S. Gratz 630. 1831. Descrizione della Palestina o storia del Vangelo illustrata coi monumenti dal dottor Giulio Ferrario. Milano 1831. Gr. 8. Die ansichten sind Ludwig Mayer entlehnt. 1832. Viaggio di Gesü Cristo o Descrizione geografica de’ principali luoghi e monumenti della Terra Santa. Con una carta e col tipo di Ge- rusalemme di C. M. D* M 5 *. Torino, Mancio, 1832. Kl. 8. 2 voll. Die Reisen Jesu Christi, oder geographische Beschreibung der vorzüglichsten Orte und Denkmäler des heiligen Landes zu den Zeiten Jesu. Aus dem Franz, durch C. M. D. M. übersetzt und mit einer geographisch - historischen Einleitung, so wie mit erläuternden Anmerkungen versehen, von J. N. F. (Mit 1 Karte und 1 Plan.) Linz, Eurich, 1836. Gr. 8. S. Engelmann 151. 1832. Alois Staudenraus. Das heilige Land. Oder: Beschreibung der merkwürdigsten Orte des heil. Landes und der Stadt Jerusalem; nebst der Passionsgeschichte unsers Herrn nach den vier Evangelien, und der Schilderung von Jerusalems Zerstörung. 2. vermehrte und verbesserte Auf- lage. Regensburg, Manz, 1839. Gr. 12. Mit titelkupfer. S. Engelmann 151. Digitized by Google 218 1833. Justus Olshausen, Zur Topographie des alten Jerusalem. Kiel, Schwere, 1833. 8. 8. Robinson 2, 555, Engelmann 137. 1833. Der bischof Michael Russell. Palestine, or, the Holy Land: from the earliest Period to the present Time By . . M. Russell . . With a Narrative of recent Visits. London, T. Nelson, and Edinburgh, 1852. 8. Mit karte und ansichten. Spätere ausgabe bei Nelson 1855. 8. Die Vor- rede zur 4. ausgabe erschien 1837. Deutsch: Palästina oder das heilige Land . . Aus dem Englischen übersetzt von F. A. Rüder. Leipzig, Kum- mer, 1833. Gr. 8. Mit 1 karte und titelkupfer. 2 theile. Auch Leipzig 1836. Mit James B. Fraser gab Russell heraus : Länder - Gemälde des Orients, zur Verständigung der Begebenheiten unserer Zeit. Übersetzt von A. Diezmann und J. Sporschil. Pesth, Hartleben, 1836. 8. Auch 1840. Ebenfalls von A. Diezmann ins holländische übersetzt. Amsterdam, 1838. 8. 2 deel. S. Russegger 3, 96, Engelmann 121, 151. 1833. Job. Aug. Friedrich Schmidt, Die Reisen Jesu, oder Beschrei- bung und Schilderung des jüdischen Landes und seiner Bewohner zur Zeit Jesu, mit Berücksichtigung seines Zustandes in den frühem, spätem und jetzigen Zeiten, und in Verbindung mit Jesu Leben und Schicksalen. Zur Erläuterung der heiligen Schriften, vorzüglich des neuen Testamentes, für die reifere Jugend und für ältere wissbegierige Bibelleser, welche der theo- logischen Gelehrsamkeit wenig kundig sind. Ilmenau 1833. Gr. 8. Mit 10 lithographien und 1 karte. S. Engelmann 151. 1834. Professor Karl von Raumer in Erlangen, Palästina. Leipzig 1835. 8. 2. auflage. Leipzig, Brockhaus, 1838. 8. 3. auflage das. 1850. 8. 4. auflage das. 1860. 8. Mit 1 plan und 1 karte. In Utrecht sah ieh 1861 aushängebogen von einer holländischen Übersetzung. Ein vortreff- liches handbuch, obschon es der revision, eines umgusses bedarf. 1834. Geographisch -historische Beschreibung des Landes Palästina von Friedrich Gottlieb Grome. Göttingen, Vandenboeck, 1834. 8. Erster Theil. Geographische Beschreibung des Landes Palästina. Mit 1 karte. 5. auch Cromes Artikel Jerusalem in Erech und Grubers Encyklopädie s. 273 bis 321 (4.). Vgl. Robinson 2, 555, 3. Wander. 438. 1834. Jerusalem, Bethlehem und Nazareth. Brünn 1834. Gratz 630. 1835. Bened. Adam Geyer, Das heilig Land. Versuch einer Be- schreibung desselben nach biblischen Grandsätzen, für Schulen und zum Selbstunterricht. Kempten, Dannheimer, 1835. Gr. 12. Mit 1 karte. S. Engelmann 1 50. 1835. K. M. Ernst, Historisch -geographische Beschreibung von Pa- lästina für Schulen; zunächst bearbeitet als Wegweiser zur Wandkarte dieses Landes für Schulen, in 9 gr. Roy. blättern. 2. Auflage. Breslau 1835. 8. S. Engelmann 149. 1835. Palästina sonst und jetzt. Eine tabellarische Übersicht. Saal- feld, Niese, 1835. Gr. fol. S. Engelmann 150. 1836. (Hochstetter) Biblische Geographie für Schulen und Familien. Herausgegeben von dem Calwer Verlagsverein. Mit Holzschnitten und einer Charte des heiligen Landes in Stahlstich. Sechste verbesserte Auflage. Calw; Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1846. Kl. 8. 5. auflage 1843. Der Verfasser Digitized by t^.ooQLe 219 gab auch für den gleichen verein ein Handbttchlein biblischer Alterthümer am gleichen Orte, 1852, heraus. Hochstetter verfasste desgleichen die: Be- schreibung von Jerusalem. Eine Zugabe zu der Reliefkarte der Stadt und Umgegend von Jerusalem von Louis Erbe. Stuttgart, L. Kienzier (1854). 4. S. Engelmann 149, Topogr. 1, LXXXVUI f. 1836. J. C. Kröger, Abriss der biblischen Geographie und Alter- thümer, nebst geschichtlichen und andern Tabellen, für Lehrer in Bürger- schulen. Hamburg, Hoffmann, 1836. 8. S. Engelmann 150. 1836. L. Traub, Palästina, oder alte Geographie des heiligen Landes für israelitische Schulen und gebildete Bibelleser. Augsburg, Rieger, 1836. 8. S. Engelmann 151. 1836. Friedr. Aug. Schubert, Das Nothwendigste aus dem Gebiete der Geographie . . ; nebst einem Anhänge über Palästina. 2. verbesserte und vermehrte Auflage. Meissen, Goedsche, 1836. 8. S. Engelmann 35. 1836. Paul Ewald, Biblische Topographie in alphabetischer Ordnung. Zusammengestellt für Schulen und Freunde der heil. Schrift. Ansbach, Brügel, 1836. Gr. 8. S. Engelmann 149. 1 836. Historisch - geographisch - statistische Beschreibung von Palästina ; das ist von dem gelobten, heiligen oder Juden -Lande, als dem Vaterlande unseres heil. Religionsstifters Jesus Christus; wie es zur Zeit als Derselbe lebte, war, und wie es heut zu Tage ist etc. 2., ganz umgearbeitete . . und vermehrte Auflage. Grätz, Ferstl, 1836. 8. Mit 2 kupfern, 8 holz- schnitten, 1 landkarte und 1 plan von Jerusalem. S. Engelmann 149. 1837. C. Friedrich Strahlheim, Die Wundermappe, 2. Serie: Asien, * oder alle Merkwürdigkeiten dieses Welttheils. Frankfurt a. M., Comptoir für Literatur und Kunst, 1837. Lex. -8. 1. band: Babylonien u. Assyrien, Syrien, Phönizien, Palästina, Arabien und Klein - Asien. Mit 49 Stahlstichen. S. Engelmann 57. 1837. L. M. Cottard, Dictionnaire historique et gdographique de la Bible. Ä l’usage des Etablissements d’instruction primaire et secondaire. Paris et Strasbourg, Levrault, 1837. 12. S. Engelmann 149. 1837. Einleitung in die Bibel, und Beschreibung der merkwürdigsten Länder und Orte, welche in der Bibel Vorkommen, für Elementarschulen. 3. Auflage. Dortmund, Krüger, 1837. 8. S. Engelmann 149. 1837. Description de la ViUe Sainte. Moscou 1837. 4. S. Eug. Bord 40. 1837. Andr. Bram, Beschreibung des heiligen Landes. 2., vermehrte Auflage. Meurs, Rhein. Schulbuchhandlung, 1838. 8. Mit 1 Wandkarte. Französisch: Description dela Terre- Sainte par Andrdas Brsera . . traduction par F. de Rougemont. Neuchätel , Petitpierre , 1837. 8. S. Engelmann 149. 1838. K. Alb. L. Schmidt, Geographisches Lehrbuch; nebst einem Anhänge , die biblische Geographie Palästina^ enthaltend . . Berlin , Schroe- der, 1838. 8. S. Engelmann 34. 1838. G. Christian Kneise, Das Wissenswertheste für den geogra- phischen Unterricht in Elementar- und Landschulen. Mit einem Anhänge, Digitized by t^.ooQLe die Geographie des alten Palästina enthaltend. Reichenbach 1838. 8. S. Engelmann 25. 1838. John Bowring, Report on the commercial statistics of Syria, presented to both houses of Parliament, 1838. London 1840. Fol. S. van de Velde’s Mem. 10. 1839. Palästina oder wahrhafte Beschreibung des gelobten Landes, der Stadt Jerusalem, der Kirche des heil. Grabes etc., mit einem Anhang der Reisen und Wunder unsers Herrn Jesu Christi , wie auch Schilderung deijenigen Orte, wo sich die heiligen Begebenheiten zugetragen haben. Zur Erbauung für Christen mit vielem Fleiss zusammengetragen. 3., verbesserte Auflage. München 1839. Gr. 12. Mit 2 holzschnitten. S. Engelmann 150. 1839. Joh. Geo. Christian Woerle, Kurzgefasste Geographie nebst einem Abrisse der biblischen Geographie für die Hand der Schüler in Volks- schulen. 11. verbesserte und vermehrte Auflage. Stuttgart, Lubrecht, 1853. 8. S. Engelmann 40. 1840. Friedr. August Herzberger, Kurze Einleitung in die Bibel und historisch - geographische Darstellung der wichtigsten Länder und Reiche, welche in der Bibel Vorkommen . . Zum Gebrauche in Schulen. Friedberg in d. W., Bindernagel, 1840. 8. S. Engelmann 150. 1840. A. Dörle, Palästina, oder das heilige Land zu Jesu und unse- rer Zeit in engster Verbindung mit der evangelischen Geschichte . . fttr Schule und Haus gewidmet. Mainz, Kupferberg, 1840. Mit 1 karte von Palästina. S. Engelmann 149. 1841. Palestine. Description göographique, historique et archöologique, par S. Munk . . Paris, F. Didot, 1841. 8. Auch spätere ausgaben, z. b. 1845, 1856, aber stereotyp, mithin ohne Veränderungen. Mit vielen tafeln. S. Robinson 2, 554, 3. Wander. 438. Spanisch: Historia de la Palestina 6 Tierra Santa . Por * * * Traducido al Castellano por Una sociedad literaria. Barcelona, Liberal Barcelones, 1842. 8. 1841. Palestine: The physical Geography and natural History of the Holy Land. By John Kitto. London, C. Knight, 1841. 8. 2 voll. Mit vielen holzschnitten. Palestine, its Physical and Bible History. London 1841. 2 voll. S. Robinson 2, 554, Topogr. 1, LXXXVHI. The pictorial History of Palestine and the Holy Land, including a complete History of the Jews. London, Knight, 1844. 2 voll. Palestine, an account of its Geography and natural History, and of the Customs and Institutions of the Hebrews. Edin- burgh, A. and C. Black, 1858. Mit t karte. S. Petermanns geogr. Mit- theilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1859, 81. 1841. Mich. Görringer, Palästina oder das gelobte Land. Für den geographisch-geschichtlichen Unterricht in den deutschen Schulen bearbei- tet. Zweibrücken, Ritter, 1841. t6. Mit 1 kolorirten kärtchen. S. Engel- mann 1 50. 1842. 1. Golgotham et sanctum sepulcrum extra Hierosolyma et hodierna et antiqua etiamnunc superesse, probare studuit et hujus rei judicium Ro- binsono, Americano, permisit Otto Thenius. Accedit tabula lithographica. In: Zeitschrift für die historische Theologie . . von C. F. Illgen. Leipzig, L. H. Bösenberg, 1842. 8. 4, 3 — 34. — 2. Zur Verteidigung des Christen- Digitized by Google 221 thums. Ton Thenius. in J. E. R. Känffer’s biblischen Stadien. Dresden u. Leipzig, Arnold, jahrg. 1843, 122 — 167. 8. Mit 1 karte von Palästina. Die beweisftthrung geschieht auch geographisch. — 3. Die Gräber der Könige von Juda, vornehmlich durch Berichtigung der Topographie des vorexiliscben Jerusalem nachgewiesen von Otto Thenius. ln Illgens Zeitschrift, 1844, 1, 3 — 60. Mit 1 plan von Jerusalem. — 4. ynöantt rpnrri Tönpn *v* Das vorexilische Jerusalem und dessen Tempel dargestellt von Otto Thenius. Nebst drei lithographirten Tafeln. Leipzig, Weidmann, 1849. 8. Ein er- gänzender artikel über jene gräber findet sich in der Zts. der Deutsch, morgenl. Gesellsch. 1843. J. Gans bKqttSi rrn btosb oder Landeskunde von Könään nach der Stammeintheilung ; zunächst für israelitische Schulen be- arbeitet. Paderborn, Winkler, 1843. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 149. 1843. Chstn. Hüther, Das heilige Land. Ein Handbuch zur Er- läuterung der biblischen Geschichte. Mainz, Kunze, 1843. Gr. 8. S. Engel- mann 150. 1843. Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand, dargestellt von Carl Johannes Ball . . Nebst einem Grundriss von Jerusalem. Elberfeld, W. Hassel, 1843. Kl. 8. Eng- lisch von Sophia Taylor, mit vorrede von A. M’Caul. London, B. Wertheim, 1843. 12. S. Topogr. 1, LXXXVIH. 1843. Abraham Levi Mayer, Biblische Geographie für israelitische Schulen und zum Privatgebrauche. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Mainz, Halenza, 1843. 8. Mit 1 karte. S. Engelmann 150. 1843. Johannes Köpf, Palästina, oder: Topographische Darstellung des biblischen Schauplatzes, verbunden mit einer kurzen Welt- und Religions- geschichte. Kempten, Kösel, 1843. Gr. 8. Mit 2 karten. S. Engelmann 150. 1843. J. Greve, Leitfaden beim Unterricht in der Erdkunde für Bür- ger- und Landschulen. 2. verbesserte Auflage, vermehrt mit einem Anhänge von Palästina. Kiel, Universitätsbuchhandlung, 1843. 8. S. Engelmann 20. 1843. Topographie de Jerusalem . . Thöse par . . Athanase J.Coquerel. Strasbourg, G. L. Schüler, 1843. 8. 1844. Biblische Erd- und Länderkunde. Herausgegeben von J. F. Allioli, unter Mitwirkung von L. C. Gratz. Landshut, Vogel, 1844 f. Lex. 8. Mit 3 karten. Auch u. d. t. : Handbuch der biblischen Alterthumskunde (unter Mitwirkung von Gratz und Haneberg). 2 voll. S. Engelmann 1094. 1844. Fr. Schwed, Die Pilgerreise nach dem heil. Lande, und Er- lebnisse und Schicksale im Orient. Unterhaltende und belehrende Erzählung für Jung und Alt. 2. neu bearbeitete Auflage. Leipzig, Wöller, t856. 8. S. Engelmann 153. 1844. Carl Friedr. Wilhelm Clemen, Geographie von Palästina und jüdische Alterthumskunde . . Ein Hülfsbuch beim Religionsunterricht in Schu- len. Cassel, Bohnö, 1814. Gr. 8. S. Engelmann 149. 1844. G. Conrad, Das heilige Land. — Kurze Darstellung des Wis- senswerthesten aus der Geschichte und Geographie von Palästina. Zum Ver- ständnis der heil. Schrift und zum Gebrauche für Volksschulen verfasst Digitized by t^.ooQLe 222 2. verbesserte Auflage. Breslau, Trewendt, 1847. 8. 3. verbesserte Auflage das. 1857. S. Engelmann 149, 1094. 1845. 1. Palästina. Historisch -geographisch mit besonderer Berück- sichtigung der Helmuth’schen Karte für Theologen und gebildete Bibeüeser dargestellt von Dr. Fr. Arnold. Halle, Anton, 1845. Gr. 8. Auch mit dieser karte das. 1845. S. Engelmann 148. — 2. Palästina, ln: Herzog* s Real-Encyclopädie für Theologie und Kirche 11, 1 — 46. — 3. Städte und Ortschaften in Palästina. Encyclopädie 16, 720 — 768. — 4. Zion, Jerusa- lem. Encyclopädie 18, 592 — 649. Überhaupt sind in diesem Wörterbuche die geographischen artikel nicht bloss von Arnold, sondern auch von Rüetschi und Legrer (z. b. Strassen) beachtenswert!). — 5. Die Bibel, Josephus und Jerusalem. Sammlung und Beleuchtung aller Stellen der Bibel und des Flavius Josephus, welche auf die Topographie Jerusalems Bezug nehmen. 1. Ab- theilung. Halle, Waisenhaus-Buchdruckerei, 1865. 2. Abth. ibi 1866. Zu den Programmen der lateinischen Hauptschule in Halle. 1845. Carl Wegen er, Das heilige Land, oder lichtvolle Darstellung Palästinas in seiner religiösen Bedeutung bis auf unsere Tage. Für christ- liche Schulen. Gumbinnen, König, 1845. Gr. 8. S. Engelmann 151. 1845. L’Orient 1718 — 1845. Histoire, Politique, Religion, Moeurs . . Par Raoul de Malherbe. Paris, Gide, 1846. 8. 2 voll. 1846. Handbuch für Reisende in den Orient. Inhalt: Die jonischen Inseln, Griechenland, Türkei, Inseln des Archipels, Syrien, Palästina und Aegypten. Nach eigener (?) Anschauung und den besten Hülfsquellen. Nebst Lehren und Winken für Reisende. Stuttgart, Krabbe, 1846. 8. Mit 5 karten und den plänen von Konstantinopel und Jerusalem. S. Engelmann 119. 1846. Theodor Westhaus, Das heilige Land. Zur Verständniss der biblischen Geschichte und zum Gebrauch für Elementarschulen. Soest, Nasse, 1846. 8. Mit kärtchen. Palästina, oder das heilige Land zur Zeit Jesu, in geographischen, religiösen, häuslichen und bürgerlichen Verhältnissen. Ein Handbuch für Lehrer beim Unterricht in der biblischen Geographie, und zu- gleich zum nützlichen Gebrauche für das Haus. Von Theodor Westhaus . . Zweite Auflage. Nebst einer Charte von Palästina zur Zeit Jesu. Soest, Nasse, 1856. 8. S. Engelmann 152. 1846. Georg Janas, Beschreibung des heiligen Landes in geographisch- statistischer, archäologischer und geschichtlicher Beziehung. Ein Beitrag zur Kenntniss der Bibel für Schulen und zum Privatgebrauch. Mit 1 nach den neuesten Hülfsmitteln und Entdeckungen gearbeiteten Karte von Palästina und 1 Plane von dem ehemaligen Jerusalem. Stuttgart, Belser, 1846. Gr. 8. S. Engelmann 150. 1846. Ed. Lamprecht, Palästina, oder Leitfaden zur biblischen Geo- graphie. Meissen, Gödsche, 1846. 8. Mit 1 plan von Jerusalem und 1 ko- lorirten doppelkupfer. S. Engelmann 150. 1846. A. W. M. Seward, Gespräche eines Vaters mit seinen Kindern über das heilige Land, oder Geographie von Palästina in Unterredungen, mit beständiger Hinweisung auf die heilige Schrift und mit vielen lehrreichen Bemerkungen etc. Hamburg, Nestler, 1846. Mit 1 karte. S. Engel- mann 151. Digitized by t^.ooQLe 223 1846« Ford. Bastler, Das heilige Land and die angrenzenden Land- schaften. In anschaulichen Schilderungen dargestellt Leipzig, Hebenstreit, 1846. 8. Titelausgabe 1855. Auch das. 1858. S. Engelmann 149. 1846. Artaud de Montor, s. oben s. 105. Italienisch: Gonsiderazioni sopra Gerusalemme. Napoli, Gemelli, 1847. 1847. Heinrich von Gerstenbergk , Palästina oder das jüdische Land zur Zeit Jesu, so wie auch die wichtigsten, ausser Diesem, im Alten und Neuen Testamente erwähnten Länder und Orte. Historisch - geographisch beschrieben und zur Beförderung einer anschaulichen Kenntniss der biblischen Geographie, Geschichte und Alterthumskunde ftlr gebildete Bibelleser, Leh- rer etc. bestimmt 2. ftitel-) ausgabe. Eisenberg, Schöne, 1850. Gr. 8. Mit 1 karte im- kupferstich. S. Engelmann 149 f. 1847. P. J. Beniner , Kurze Beschreibung und Geschichte von Palästina. Ftlr Volksschulen bearbeitet. 3. verbesserte Auflage. Wesel, Bagel, 1852. Gr. 12. Mit 2 karten. S. Engelmann 149. 1847. J. W. Th. Carstenn, Palästina in historisch -geographischer Hinsicht, mit einem Anhang Uber Sitten und Gebräuche der Juden. Ein Leitfaden für Schüler. Oldesloe 1847. 8. S. Engelmann 149. 1847. H. Petersen, Biblische Geographie, nebst einer chronologischen Tabelle zur biblischen Geschichte . . Hamburg u. Leipzig, Schuberth, 1847. Gr. 12. S. Engelmann 150. 1847. Gust Friedr. Ludwig Heumann, Kleine Erdbeschreibung, mit Berücksichtigung des Preussischen Staates . . Nebst einer kurzen Beschrei- bung von Palästina. 8. sehr verbesserte Auflage. Berlin, H. Schultze, 1847. 8. S. Engelmann 786. 1847. Le livre d’Or des familles ou*la Terre Sainte. Par J. A. L. .Bruxelles, Wasme, 1847. Gr. 8. Mit vielen abbildungen. S. 3. Wander. 438. 1847. George Finlay, On the Site of the Holy Sepulchre. With a Plan of Jerusalem. London, Smith, 1847. 8. 1847. Das Morgenland. 2. Bändchen: D,ie Sinaihalbinsel und das heilige Land. Zwickau 1847. Mit 1 kärtchen. S. Engelmann 120. 1848. Lorenz Clem. Gratz. 1. Erd- und Länderkunde der heil. Schrift für kath. Schulen und Familien zur Erläuterung der heil. Geschichte des alten und neuen Bundes. Kempten 1848. Mit 3 karten. — 2. Schau- platz der Heiligen Schrift oder das alte und neue Morgenland mit Rücksicht auf die biblischen und kirchlichen Zustände. Handbuch zu dem J. F. v. Alliolischen Bibelwerke. München, Vogel, 1858. 8. Mit 15 karten. Es ist dies die 2., vermehrte auflage der oben 1844, s. 221, angeführten Erd- und Länderkunde. C. 1850. La Syrie la Palestine et la Judee P&lerinage k Jerusalem et aux Lieux Saints. Par le R. P. Laorty-Hadji. Onzi&me ddition. Paris, Bolle -Lasalle, 1854. 8. 1852. The Geography, Topography, and natural History of Palestine. By F. A. Cox. . . Illustrated by Engravings. London, J. J.* Griffen, and Glasgow, 1852. 8. S. Topogr. 1, LXXXVIII; 2, 1011. Digitized by t^.ooQLe 224 1852. Heinr. Aug. Kienemund , Palästina in geographischer und histo- rischer Hinsicht. Zum Verständnis der biblischen Geschichte. Heiligenstadt, Dunkelberg, 1852. 8. Palästina, oder das heilige Land. Ein Handbuch für Lehrer und zum Hausgebrauch. Ebendaselbst 1853. 8. S. Engel- mann 150. 1852. Bybelsch Woordenboek voor het christelijk Gezin. Uitgegeven door W. Moll (u. a.). Amsterdam 1852. 4. 3 theile. M. D. de Bruyn schrieb artikel für dieses Wörterbuch. • 1853. Friedr. Heinzeimann, Die Weltkunde. Leipzig 1853. Der 12. bd. enthält Aegypten und Palästina. Gratz 631. 1853. Palästina, Land und Volk. Von A. Rathgeber. Langensalza, Schulbuchhandlung, 1853. 8. Mit 1 karte. Auch 1860. 8. Engelmann 150. 1853. £. Scheder, Palästina. Ein Leitfaden für Schulen. Breslau, Kern, 1853. 8. S. Engelmann 151. 1853. La Terra Santa, auf dem zweiten titelblatte: La Terre-Sainte et les Lieux illuströs par les s. Apötres. Par l’Abbd Gr . . et A. Egron. Paris, J. Vermot, 1853. 8. 2. Ausgabe. Mit 1 karte und 48 Stahlstichen. S. 3. Wander. 438 f. 1854. Shrines of the Holy Land. Contested by the Russian and the Turk. London, Longman, 1854. Kl. 8. S. Topogr. 2, 1011. 1854. Carl Beiling, Der christliche Führer in das heilige Land, oder historisch -geographische Beschreibung von Palästina. Zugleich auch erklä- render Text zu seiner Karte von Palästina. Mit einem Anhang der häus- lichen , religiösen und politischen Alterthümer der Hebräer vermehrt von A. Schmitier. Landshuth, Krüll, 1854. Gr. 8. Mit 17 lithographirten an- sichten. S. Engelmann 149. 1855. Das Heilige Land und das Land der israelitischen Wanderung. Für Bibelfreunde geschildert von Ludwig Völter . . Mit einer Charte von Palästina und vom Peträischen Arabien. Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1855. 8. 2., vermehrte Auflage ibi 1864. Der Verfasser schrieb auch Wanderung durch das Heilige Land für G. Plieningers Weihnachtsblüthen auf das Jahr 1838. 1855. H. J. Wetzer und B. Welte, Kirchen-Lexicon oder Encyklopädie der kath. Theologie und ihrer Hilfswissenschaften. Freiburg 1855. Die geographisch -historischen artikel. S. Gratz 631. ln dieser beziehung hat wol Winer’s biblisches Realwörterbuch weit mehr werth. 1855. Phoenicia. By John Kenrick. London 1855. 1855. Palästina. Geschildert für Schule und Haus von J. König. Mit einer Karte des heiligen Landes. Leipzig, F. Brandstetter, 1855. 8. 1856. Ein Gang durch Jerusalem. Eine 1856 zu Jena vor einer Gesellschaft von Damen und Herren gehaltene Vorlesung. Von A. G. Hoff- mann. Im: Ausland, Cotta’scher Verlag, 1856, nr. 43 — 48. Vgl. Ph. Woljfs Rundgang in der gleichen ZS., 1861, 763. S. Petzholdtfs Anz., 1863, 109. 1857. Fortsatte Vandringer i Syrien og det heilige Land. Ved L. N. Boisen. Udgivet af Folkeskriftselskabet. Haderslev, G. Nielsen, 1857. Kl. 8. Danske Folkeskrifter. XIX. Digitized by t^.ooQLe 225 1857. Het Heilige Land en de Landen der heilige Schrift in hunne Natur- en Staatkundige Gesteldheid en onderlinge Betrekking. Geschetst voor Katechisatiön, Scholen en Huisgezinnen , door H. Bakkes . . Met vier Kaartjes. Schiedam, B. A. M. Roelants, 1857. 8. 1857. Das heilige Land. Eine kurze Beschreibung seiner heiligen Orte und deren Umgebung, seiner Kirchen, Heiligthümer und Ablässe. Nach den neuesten Reiseberichten für’s Volk bearbeitet von Eriedrich Willam . . Mit 12 Ansichten und einer Karte des gelobten Landes. Einsiedeln und New- York, Benziger, 1857. 8. 1858. A Bible Dictionary; being a comprehensive Digest of the History and Antiquities of the Hebrews and neighbouring Nations : the natu- ral History, Geography, and Literature of the Sacred Writings. With Refe- rence to the Latest Researches. By J. A. Bastow. New Edition. London, Longmann, 1859. Kl. 8. Mit holzschnitten und 1 karte. S. 3. Wan- der. 439. 1858. Das heilige Land. Für Volksschulen und Bibelleser zum bessern Verständniss der heiligen Schrift beschrieben von Friedr. Wilhelm Bode- mann. Mit einer Charte von Palästina nnd einem Plane des Tempels in Jerusalem. Hannover, Helwing, 1858. 8. v 1858. Fr. Soffer, Palaestina neb Zem6 swatä. Pfirußka k biblickym pribähftm. V Hradci Krälovö, 1858, Pospßil. 8. Mit 1 karte. 1859. (J. R. Macduff). Story of Bethlehem. A Book for the Young. 2 a . Edition. London, J. Nisbet, 1859. 8. Mit abbildungen. 1859. Von Hanna findet sich im armenischen kloster auf der insei Lazaro zu Venedig eine armenisch abgefasste descrizione della s. cittä di Gerusalemme, compilata con esamine da Hanna e Marinos, due storici. Gerusalemme, tipografia di S. Giacobo, 1859. 8. Mit Zusätzen herausgege- ben von B. Vartdbet Arsuni. Die Schrift enthält manche historische notizen, die man brauchen könnte. 1860. J. A. Messmer. S. sub anno 1845 Strauss. 1860. Jerusalem and its Environs; or, The Holy City as it Was and Is. By .. W. K. Tweedie. Boston, american Tract Society, 1860. 12. Mit kolorirten abbildungen. 1861. Die topographische Streitfrage über Jerusalem, namentlich die \4xqol und den Lauf der zweiten Mauer des Josephus, vom A. T. aus be- leuchtet Von Hermann Hupfeid. (Aus dem XV. Bande der Deutschen Morgenl. Gesellschaft besonders abgedruckt.) Leipzig, G. Kreysing, 1861. 8. 1861. Geografie von Palästina nebst ausführlicher Beschreibung der heiligen Stätten. Von Alexander Kuttner. Mit Illustrationen und 1 Karte. Pest R- Lampel, 1861. 8. 1861. Das alte Jerusalem und seine Bauwerke. Ein Beitrag zur biblischen Alterthumskunde von Gustav Unruh. Mit 8 Plänen und 36 Ab- bildungen. Langensalza, Verlags - Comptoir, 1861. Gr. 8. 1861. Der franziskaner Joseph Maria Ludwig Enjelvin. Le Soleil de la Terre - Sainte. Paris, Regis Ruffet^ 1861. Rignon 1861 , 98. Tobler, Bibliogr&phia. 15 Digitized by Google 226 1862. Naar Jeruzalem en het Heilige Land. Een Reisverhaal. Naar de geachtste en nieuwste Bronnen bewerkt door E . Gerdes Met Platen en Kaarten. Amsterdam, de Hoogh, 1862. 8. 1862. Historical and descriptive Geography of Palestine; With Illustra- tions. By Joseph A. Meen. London, Sunday School Union. KL 8. 1863. Will. Smith, Dictionary of the Bible, comprising its Antiqui- ties, Biography, Geography, and natural History. With numerous Illustra- tions. London 1860 — 63. Gr. 8. 3 voll. 1865. The Geography of Palestine, or The Holy Land . . By Walter M° Leod. New edit. London, Longmans, 1865. 12. Mit 1 karte. 1 865. Catoghisonitjan, über die heiligen Stätten, armenisch. Konstan- tinopel 1865, 8. 1865. C. Hergt, Palästina. Weimar, geographisches Institut, 1865. 8. 1866. Palästina, Land und Volk. Dargestellt nach biblischen Studien von Otto Postei . . Langensalza, F. G. L. Gressler, 1866. 8. 1866. La Palestine ou une visite aux Lieux Saints Par M Uc C. Fil- leul - P6tigny. Rouen, M^gard, 1866. 8. Offenbar eine phantasiereise. Digitized by t^.ooQLe DRITTE ABTHEILUNG. Ansichten und karten. a. Ansichten. Ich führte schon hin und wieder werke an, die sich durch ansichten bemerklich machten oder die hauptsächlich solche enthalten. Wenn ich in der ausscheidung nicht strenge genug verfuhr oder verfahren konnte, so suche ich die Sache dadurch gut zu machen, dass ich hier zurückweise. 1. Der maler Erhard Rewich oder Reuwich, s. oben sub anno 1483 bei Breydenbach, s. 57. 2. Grünemberg s. 59. 3. Die holzschnitte im Viaggio da Venezia al Santo Sepolcro s. 63 f. 4. Jan van Scorel, s. bei Heuter’s. 69. 5. Hermann Borculoo s. 209. Kopien nach van Senden 1, 353. 6. Be le Greche s. 72 bei Prefat. 7. Johann Zuallart s. 83. 8. Bernardino Amico s. 87. 9. Cavazzoni s. 96. 10. Eugen Roger s. 100. 11. Johannes Schauwenburgh s. 103. 12. Jean Boubdan s. 104. 13. Cornelius de Bruyn s. 114. 14. Peter Anton von Venedig s. 119. 15. Ladislaus Mayr s. 131. 16. L. F. Cassas s. 134. 17. J. A . Jakob Rotthier s. 134. 18. N. P. Aug . de Forbin 8. 144. 19. Leo de Laborde s. 150. 20. Baniel Wegelin s. 152. 21. Joseph d'Estourmel s. 153. 22. F. Arundale s. 1 55. Werthvoll sind auch die arbeiten von F. Catherwood bei Stephen Olin und bei J. Fergusson. Vgl. Bartletfs Walks 148. 23. Abraham v. Noroff s. 157. 24. T. Tobler s. 158. 25. Heinrich v. Mayr s. 161. , 26. Tschemezoff 8. 166. 27. W : H. Bartlett s. 167. 15* Digitized by t^.ooQLe 228 28. W. F. Witts bei Williams s. 169. 29. Otto Georgi s. 172. 30. J. N. Sepp 8. 173. Nicht überall die beste auswahl. 31. Ph. Wolff s. 175. 32. F. de Saulcy s. 180. 33. A. Salzmann s. 181. 34. Maxime du Camp 8. 182. 35. C. W. M. van de Velde s. 184. 36. M \ de Vogüd s. 187. 37. Ramboux s. 188. 38. V, Guerin s. 190. 39. Messmer-Strauss (1860) bei Strauss s. 171. 40. W. M. Thomson s. 156. 41. A. Löffler bei Busch s. 198. 42. E . Pierotti s. 189. C. 1550. Ansicht von Jerusalem, von ost, gezeichnet von J. van Lier, im brittischen museum, ms. ex legato Banks, auf papier, nr. 15505, gr. fol., s. 27. Die handzeichnung scheint ziemlich gut, sie ist sehr reinlich; der glockenthurm der grabkirche hat die vollständige höhe; das terrän ist grossentheils gefehlt. 1810 — 14. Ansichten von Palästina, oder dem heiligen Lande; nach Ludwig Mayer’s Originalzeichnungen mit Erläuterungen von E. F.' K. Rosenmüller. Leipzig, Baumgärtner, 1810 — 14. Quer -fol. 3 bände mit 36 kupfern. S. Engelmann 156. Englisch: Views in Palesöue, from the orig. Drawings of L. M. With an hist, and descriptive Account of the Country and its remarkable Places, in English and French. London, R. Bowyer, 1840. Imp. fol. 24 kolor. tafeln. Auch: Views in Turkey in Eu- rope and Turkey in Asia, comprising Roumelia, Bulgaria, Wallachia, Syria and Palestine . . London, R. Bowyer, 1810. 2 th. in 1 voL fol. 71 kolor. tafeln. S. Grässe’s Trös. 4, 456. Die Zeichnungen sind in der deutschen ausgabe untreu. Mayer zeichnete für Sir R. Ainslie. 1837. Der maler J. M. Bernatz. 1. Bilder aus dem heiligen Lande. 40 auserwählte Original- Ansichten biblisch - wichtiger Orte, treu nach der Natur gezeichnet von J. M. Bernatz. Mit erläuterndem Texte von G. ff. v . Schubert. (2. Ausg.). Souvenirs pittoresques de la Terre Sainte. 40 vues originales, dessinöes par J. M. Bernatz. Avec un texte explieatif par G. H. de Schubert, trad. par A. Vinet. (2. ödit.) Stuttgart, J. F. Steinkopf* 1842. Qu. gr. lex. 8. 43 bll. deutscher und französischer text. — 2. Sieben Bilder aus dem heiligen Lande. Ein Cyclüs auserlesener Zimmer- oder Albums -Zierden aus der grösseren Sammlung von J. M. Bernatz mit erklä- rendem Text von G. H. v. Schubert (auf 1 blatt in 8.). Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1845. Qu. fol. — 3. Album des heiligen Landes. 50 ausgewählte Original -Ansichten biblisch wichtiger Orte treu nach der Natur gezeichnet von J. M. Bernatz. Ausgeführt in Farbendruck. Nebst einer Karte von Palästina. Mit erläuterndem Text (englisch, deutsch und französisch) von G. ff. v. Schubert und J. Roth. Stuttgart und Leipzig, J. F. Steinkopf, 1835. Qu. 8. S. Engelmann 156. Die Zeichnungen werden von den , Neueste Nachrichten aus dem Morgenlande’ (Berlin) immerfort zur Verbrei- tung ans Schaufenster gestellt, obschon sie im ganzen nicht zu empfehlen sind, mag auch das wort treu auf dem titel stehen. Vgl. Topogr. I, CJI f. Digitized by t^.ooQLe 229 1838. Die klassischen Stellen des gelobten Landes nnd seine nähern Umgebungen. Nach englischen Originalen dargestellt und mit Benützung der Schriften Chateaubriand’s . . u. A. erläutert. Mit einem Vorwort von Alb. Knapp. Stuttgart, Rieger, 1838. Gr. 8. Mit 24 Stahlstichen. S. Engelmann a. a. o. 1839. Ansichten aus dem Morgenlande: Ascalon — Jaffa. — Das Innere einer Gasse von Jerusalem (Als Titelkupfer zu G. H. v. Schubert’s Reise geeignet). Frankfurt a. M, Schmerber, 1839. Gr. 8. Engelmann. 1841 ff. William Tipping. Dieser verbrachte in Syrien und Palästina 10 monate, immer beschäftigt, um ansichten aufzunehmen, die als illustrazio- nen folgendem werke beigegeben sind: The Works of Josephus; a new Translation by Robert Traill . . With Notes, explanatory Essays, and pic- tural Illustrations. Edited by Isaac Taylor. London, Houlston, 1847 u. 1851. 8. 2 voll. Dann : The Jewish'War of Flavius Josephus . . a new Trans- lation by . . Robert Traill . . Edited with Notes , etc. , by Isaac Taylor. Illustrated by seventy-five Engravings on steel, from Drawings made in Palestine expressly for this Work. London, Houlston, 1862 (neueste ausgabe). Lex. 8. Die abbildungen sind in der regel mehr schön als treu. Übrigens bringt Tipping manches neue, und seine bestrebungen sind in hohem grade lobenswerth. 1842. Der maler David Roberts. 1. The Holy Land from Draw- ings made on the Spot by David Roberts lithographed by Haghe. 1842. Roy. fol. 3 voll. — 2. Views in the Holy Land, Syria, Egypt, Nubia, Arabia . . With hist. Descriptions by . . Croly and W \ Brockedon . . London 1842, 1847. Gr. fol. 4 voll. Mit 125 lithographirten tafeln und ebenso viel Vignetten. Vielleicht ist dies ein anderer titel für das folgende werk: Sketches in the Holy Land . . London 1844. Roy. fol. — 3. Sketch- es in the Holy Land, Syria, Idumea, Egypt and Nubia; reduced from the lithographs by Louis Haghe. London, Day 1855. 8. — 4. La Terre Sainte, Vues et Monuments recueillis par David Roberts . ., avec une De- scription historique sur chaque Planche, fidit. Bruxelles, Sociötö des Beaux Arts, 1845. Fol. S. Raumer 18, Ritter 15, 90, W. Koner, Berliner Zeit- schrift für Allgemeine Erdkunde, 1855, 2, 526, Grässe’s Trös. 6, 137. Ich sah die Sketches nr. 3. Das werk ist so schwer, dass ein mann zwei bür- den daraus machte, um es drei stunden weit her in mein haus zu bringen. Das unbequeme ding konnte ich demnach mit aller müsse beschauen. Die ge- lehrte weit zieht daraus keinen nutzen. Es ist für die fashionable weit, die geldaristokratie berechnet, der es weniger daran liege, etwas wahres als etwas splendides vor äugen zu haben. Selten befriedigt ein bild durch naturtreue. Am meisten zeichnet sich das werk, neben äusserm prunk, durch hohen preis aus. Vgl. Topogr. 1, CHI. 1844. Der maler Ulrich Halbreiter aus München. 1. Ansichten aus Palästina, nach der Natur gezeichnet. 6 grosse Blätter mit 90 An- sichten. München, Selbstverlag, 1846. In den grossen lithographirten mit- telbildem sieht man, ausser Jerusalem, noch Bethlehem und Nazareth. — 2. Panorama Jerusalems, vom Thurme der Himmelfahrtskirche auf dem Oel- '* berge nach der Natur aufgenommen. München, Selbstverlag, 1849. Es ist 8' lang. Ausserdem lieferte Halbreiter Zeichnungen für das strauss-mess- mersche bilderwerk. Ich werde nicht müde, die abbildungen des gewissen- Digitized by oogle 230 haften Halbreifer als die besten, naturgetreuesten bis zur zeit der Photo- graphien zu preisen. Es war nicht weniger künstlerische begabung, als muthige beharrlichkeit und hohe begeisterung für nie sache nothwendig, um ein so ausgezeichnetes werk zu stände zu bringen. Vgl. oben s. 167. Das panorama vom Ölberge wurde von Löffler, der selbst den Schauplatz auf- suchte, gemalt und zwar nach einem sehr grossen massstabe von 1 00' länge und 1 8' höhe. Dann machte es in Deutschland die runde von einer grössem stadt zur andern, und wurde zuletzt 1856 als geschenk des künstlers und eines theiles vom deutschen römisch - katholischen klerus dem papste Pius IX. übersandt. In Rom wurde aber das allgemein gerühmte prachtgemälde nicht zum genusse und zur belehrung des publicum ordentlich aufgestellt, und so liegt es, so zu sagen, brach, die deutsche kunst in rühmloser Verborgen- heit. Den ansichten ist je 1 blatt text in der deutschen, französischen, italienischen und englischen spräche beigegeben, aber ein inkorrekter, und selbst der deutsche nicht rein genug, und sonst voller irrthümer. S. Rit- ter 16, 315, 319, Siloahquelle u. Ölb. 63, 68 f., Topogr. 1, CIV, Gratz 633. C. 1850. Society for promoting Christian Knowledge: Scenes in the Holy Land. After photographs. 1852. Panorama von Palästina in der Vogelperspective mit 14 Rand- ansichten. Nürnberg, Ebner, 1852. Gr. fol. Engelmann 156. 1855. Edmund Wömdle von Adelsfried. Bilder aus dem heiligen Lande, Photographien nach Original -Cartons. Wien, Universitätsbuch- druckerei, 1856. Qu. fol. Wer hoffen möchte, photographien nach der natur aus dem heil. Lande zu bekommen, den enttäuscht glücklicher weise der titel selbst. Es ist nun aber beinahe Sünde, dass man, wie hier, das, was Gott und mitmenschen erschaffen', etwas flüchtig abzeichnet , hingegen solche eigne arbeit, welche nicht einmal für den stein des lithographen den rechten werth hätte, mit der letzten Pünktlichkeit wiedergibt — zu hohem preise. Einige ansichten haben immerhin in ihrer säubern weise für den beschauer viel ansprechendes. S. 3. Wander. .362 f. 1855. Views in the Holy Land. With Plan of Jerusalem, Map of Palestine and Descriptive Letterpress. 12 mo . (London 1855). Sehr nied- liche ansichten und pläne, aber ebenso untreue, man möchte sagen, freche. 1857. Environs of Jerusalem. London, T. Nelson, 1857. 12. Mit text. Die 1 2 ansichten sind zu keck und verrathen zu augenfällig die schnell geflohene hand. 1858. Lays of the Holy Land from ancient and modern Poets. With Illustrations from Original Photographs and Drawings. London, J. Nisbet, 1858. 4. Darin leidlich Jerusalem von ost aufgenommen, der bogen Ecce- homo, Hakeldama und ein stück vom innern der stadt Jäfa. 1858. Sacred Places: A Series of ten Views in the Holy Land. With Descriptive Letterpress. London, J. Blackwood (1858). 8. Darin z. b. steif und untreu Jerusalem vom Ölberge aus, Gethsemane im mondscheine. Ja wol, halb- und vollmondschein genug, so lange die mohammedaner über Palästina herrschen. 1859. G. W. Bridge«, Palestine as it is; in a Series of Photo- graphie Views, illustrating the Bible. London, Hogarth, 1859. S. Peter- manns Mittheilungen aus J. Perthes’ geogr. Anstalt, 1859, 318 1 ’. Digitize „ t^.ooQLe 231 1859 f. Louis de Clercq. Voyage en Orient. Recueil photographique exlcute dans les anndes 1859 — 60. 6 voll. Rignon , 1861, 98. Er reiste mit E . G, Rey. 1861. Souvenirs de Jerusalem. Album dessind par M. le Contre-ad- miral Francois - Edmond P&ris . . Ouvrage publid par l’escadre de la Me- diterran 6e. Paris, Bertrand. Fol. 14 platten, 6 s. text. Die ansiebten gehen an; nur ist nicht einleuchtend, dass die Persönlichkeit der franzosen in denselben so auffallend figurirt. 1861. The City of our Lord. Twelve Photographs of Jerusalem. London, R. Griffin, 1861. Gr. 4. Mit wenig text Es sind vorzügliche Photographien. 1864. The Holy Land, Egypt, Constantinople , Athens etc.: A Series of Photographs taken by Fr. Bedford for the Prince of Wales during the Tour in the East; in which, by Command, he accompanied . . With De- scriptive Text and Introduction by W. M. Thompson (Thomson?). Lon- don 1864. 4. C. 1864. Jerusalem und seine historisch denkwürdigen Umgebungen. Lithographien in gr. fol. 1865. Wanderings over Bible Lands and Seas. S. oben 203. 1865. Photographs from C. Worner’s Original Drawings of the Holy PlaceB by Schmid - Monnard. Leipzig, Hinrichs,' 1865. Fol. 34 bll. Auch: Werner’s Jerusalem, Bethlehem and the Holy Places. Also die gleiche be- handlung wie bei Wörndle, und das werk kommt sehr theuer zu stehen. 1866. Aloys Payer. Album von Jerusalem in 25 Ansichten aus den heiligen Ländern. Nach photographischen Original - Aufnahmen. Wien, Literarisch -artistische Anstalt, 1866. Qu. fol. Steintafeln in tondruck. 1866. C. Miller in Biberach übergab eine sehr schöne und befrie- digende chromolithographische nordan sicht der stadt Jerusalem der Öffent- lichkeit. Biberach, M. Kloos. Gr. quer -fol. Es liegt eine photographie zu gründe. 1867. Thdr. Rabbe. Aus dem heiligen Lande. Original - Aufnahmen auf Stein gezeichnet und in Farben ausgeführt. Mit Einleitung und Erläute- rungen von Const. Tischendorf. Berlin, Schlawitz. Imp. -fol. Die erfindung der photographie führte zu einem Umschwünge. Wenn früher der künstler mit der phantasie und der pfuscher im leichtsinne man- ches hinzu- oder hinwegdichteten, manches entstellten, wenn früher insbe- sondere das terrän sehr nachlässig oder willkürlich behandelt wurde, so wird man jetzt zur genüge mit treuen ansichten beschert, an denen auch die kleinsten einzelheiten nicht fehlen, so dass der Schriftsteller in der weiten ferne nach dem gegebenen, so weit es für das äuge erreichbar ist, ein sicheres urtheil fällen kann. Es kommt nur darauf an, dass die photographien den erfordernissen entsprechen und dass der künstler für den druck sie treu, ich möchte sagen, ängstlich kopirt, während das umgekehrte verfahren ein wahrhaft unsinniges genannt zu werden verdient. Photographien kann man sich nun in Jerusalem und sonstwo leicht verschaffen, und mancher pilgrim bringt sie von dort nach hause, so wie die menge kreuze nnd rosenkränze nach altem brauch und hang. Digitized by t^.ooQLe 282 Der verstorbene leibarzt Lukas Schönlein tbeilte mir in Bamberg mit, dass er, meines erinnerns, aus dem 15. jahrhunderte, eine grosse bildliche dar- stellung eines pilgerzugs nach Palästina von ort zu ort besitze. Er konnte die darstellung im augenblicke nicht finden; ich weiss übrigens bestimmt, dass sie der literarische nachlass enthält. b. Harten. C. 330. Tabula itineraria Peutingeriana , herausgegeben von F. C. Scheyb 1753, dann 1824 von der mttnchener- akademie verbessert der Öffentlichkeit übergeben. Auch Männert gab sie 1829 heraus. Sie findet sich ebenfalls bei Keland 2, 5. Diese karte, freilich sehr wenig inhaltreich, ist sonst besser als manche der späteren. S. Raumer 5. C. 1200. Göographie du moyen äge ötudiöe par J. Lelewel. Accom- pagnöe d’atlas et de cartes dans chaque volume. Bruxelles, Pifliet, 1852. 4. 3 voll. Das werk enthält auch einschlagendes. Schade, dass der Verfasser die alte Schrift nicht richtiger las. C. .1250. Cod. ms. chart. bibliotb. Lansdowne im britischen museum, nr. 253, fol. S. 197 enthält eine sehr interessante federzeichnung , eine karte von Palästina, nach alter manier mit äusserst ungenauen distanzen und mit ansiehten von gebäuden. Die schrift, unzweifelhaft eine kopie, wurde abgefasst, ehe die Christen Ptolemais räumen mussten. -Es findet sich von dieser stadt auch ein plan, welcher mit demjenigen von Marin Sanuto verglichen werden sollte; z. b. le Cimetire Saint Nicholas ausser der stadt, in der mitte la tur de pisanz. Von der hierosolymitanischen gegend heisst es: Tutes cestes parties ki ore sont en la subieccion des Sarrazins furent iadis tutes crestienes. Daher fiel auch der plan von Je- rusalem sehr kärglich aus, nur ein quadrat mit den Worten darin: Ciuitas omnium est ciuitatum dignissima , und rechts daneben : Cest eite ki ad nun Jerusalem est la plus digne eite ki soit. OSO. von Jerusalem ist Bethle- hem, 0. von beiden Nazareth, N. davon der Tabor und noch weiter gegen N. la mer morte hingesetzt. Durch den druck schon' veröffentlicht von M. Jomard (Paris), Monuments de la Göographie, 1 bd., 1855 et 1856, III® partie: Pelerinage de Londres ä Jerusalem. C. 1250. Das facsimile einer karte von Palästina, nach dem original in Hereford, bei Jomard 1. c., V® partie. Auch diese karte ist nicht gut. Am meere sieht man Tope (Jope), Actua ciuitas, östlich davon Gaza ciuitas. Der plan von der ciuitas Jerusalem sieht einem mühlrade sehr ähnlich und ist kaum brauchbar. C. 1310. Durch Marin Sanuto Torselli (s. oben s. 32) wurde in der kartographie ein grosser“ schritt vorwärts gethan. Zwar hat die Phan- tasie noch überall den weitesten Spielraum; allein die karte ist, in berück- sichtigung der maasse, in quadrate eingetheilt, und die verstösse gegen die beziehung zu den himmelsgegenden sind viel seltener und weniger stark. Dieselbe gewährt ein interessantes geographisches bild aus der letzten zeit der kreuzfahrer. In belehrender weise sind manche kas teile und Ortschaften Digitized by t^.ooQLe 233 nach dem namen der kreuzfahrer angeführt, wie castrum Beroardi, casale Lamberti, Bcandalinm, Faba, Abelina, Belvoir. Die legende ist jedoch in der regel schlecht, offenbar auch irrig geschrieben oder gedruckt, und gibt hier und da Stoff zum enträthseln. Die karte sollte nach codd. frisch heraus- gegeben werden. Eine pergamentkarte mit der aufschrift: Marinvs Sanvtvs Svriae Terrae loc* signavit. A. 1350. Dominicvs Pizigano fecit, bewahrt die reichsbibliothek in Paris. Es ist eigentlich Palästina, die namen sind / Behr verblichen und zum theil unleserlich. Der nördlichste punkt ist unweit Tyrus und der südlichste LAR.8, d. h. El -Arisch. 8. Sitzungsberichte der bayer. Akademie der Wissenschaften, 1866, 2, 4, s. 428 f., bericht von G. M. Thomas. C. 1480. Aminensis. Tractatulns totius sacrae historise elucidativus . . Incipit prologus Arminensis in mappam Terresancte . templi domini. Ac sancte ciuitatis Hierusalem. Ende: Et sic 6nit tractatulns totius sacre historie elucidativus quantum ad templi salemonis omnem circumstanciam Et totius ciuitatis ierusalem disposicionem cum suis vallibus. montibqs. fontibus, edi- ficijs notabilioribus intus et extra Et quod preciosius est totius terre sancte ac omnem locorum distanciam et elongacionem non tan tum ad vnius passagij modicam enarracionem velut nostri consueuerunt ob nubila . . enarrare pe- regrini qui vix ad xx miliaria terram illam ascendendo peragrant Sed ad totius terre sancte loca famosiora et omnem circuitum quibus bene masti- catis statim scietur aliquo loco textus audito quorsum directe in plagis terre ^habentur. vt quisque predicator non sicut oculo nocticoracis obtuso iudicet istis de locis. sed velut aqailinaris inquisitor fiat eorundem verissimus enarra- tor ..8.1. a. et typ. n. Gr. fol. Hain, Repertor. 1798. Vgl. Grässe’s Tr^s. s. v. Ich finde keine Verwandtschaft mit dem -armenier Haithon (Hethum). S. oben s. 31. 1522. Einen Wandteppich von sehr grossem umfang liess der pfalz- graf Otto Heinrich anfertigen. Derselbe stellt eine unverlässliche karte des h. Landes, insbesondere auch einen ebenso un verlässlichen plan der h. Stadt und ihrer Umgebungen vor. Verschiedene h. stätten sind mit gothischer schrift erklärt. Der teppich wird im baierischen nazionalmuseum zu München aufbewahrt. 1536. ^akob Ziegler arbeitete zuerst eine genauere karte nach den alten denkmälern aus. S. oben s. 208. C. 1536. Karten von ungenannten. Cod. ms. nr. 337 auf der Uni- versitätsbibliothek in München. Er bietet auf fol. 1 5 ein gar anschauliches bild des h. Landes, gleichsam aus der Vogelschau in relief gemalt. Die küstenorte sind auch mit den karten des kriegsministeriums und der Staats- bibliothek zu vergleichen. Belehrendes darüber bei G. M. Thomas in seiner abhandlung: Der Periplus des Pontus Euxinus. Nach Münchener Hand- schriften. . (Mit einer Karte) Ingleichen der Paraplus von Syrien und Palästina und der Paraplus von Armenien (des Mittelalters). I. Classe der k. (b.) Aka- demie der Wissenschaften, 10. b. 1. abtheil. (1864), besonders s. 227, 279 f. C. 1550. Agidius Tsohudi. Die karten, federzeichnungen, sind nicht gut. 8. oben s. 209. 1557. Hierosolymitan» vrbis, totiusque Terrae promissionis tabula k Tilmanno Stella Sigenensi confecta, et anno 1557. dedicata duci Saxoniae; Digitized by Google 234 impressa Antvverpiae. S. Adrichom. 288 a . 2. auflage in des Ortelius Theatrum orbis terrarum, mit der inschrift: Typus chorographicus locorum in regno Judse et Israhel, arte factus a Tilemanno Stella Sigenensi. S. Raumer 16. 1559. Vrbis Ierusalem delineatio per Adamum Reisnerum tabula pro- tracta, et August® Vindelicorum ann. 1559. Ferdinando Imp. exhibita. excusa Francfurti ad Moenum. S. Adrichom. 1. c. 1 572 , lieferte Montanus eine karte zu den Antiquitates judaic®. S. Raumer 16. 1581. Heinrich Bünting (s. oben s. 209). 25. Folget nun die Taffel des heiligen Landes, wie es gestalt gewesen als die zwölff Stämme Israel darin gewonet. 28. Folget die Taffel der Reisen der Kinder von Israel aus Egypten. Es ist nur eine ungefähre Veranschaulichung des h. Landes mit wenig gebirgszeichnung. 1586. Johann Zuallart (s. oben s. 84). Die karte in seinem buche ist kaum erwähnenswerth. 1588. Christian van Adrichom (s. oben s. 209). Sitvs Terrae pro- missionis SS Bibliorum intelligentiam exacte aperiens : per Christianvm Adri- chomivm. Etwa 3' laug und 1' breit. Es ist diese karte zwar sehr aus- führlich und auch übersichtlich ; in einigen stücken aber steht sie hinter den arbeiten des Marin Sanuto zurück. So wurde von Adrichom die küste von Sidon bis Alexandrien in Ägypten gegen mittag gezogen; richtig biegt sie sich von Sanuto’s ,Culfum de risu’ (golf von El -Arisch) gegen abend. Der asphaltische und galiläische See sind auf Adrichoms karte beinahe gleich gross; auf der von Marin Sanuto ist der todte See bedeuteud grösser. Die karte des delfters ist eine fleissige feststellung der Ortsnamen nach der h. sclirift und der tradizion ohne geometrische grundlage ; das terrän ist schlech- ter gezeichnet als von Bünting. C. 1630 (?). Orontius Fineus Delphinas Tabulam primus, ut titulus habet, utriusque Testamenti intelligentiam, concinnavit. S. Quistorp oben s. 212 a. a. o. s. 1070. 1633. Omnibus mappis repraesentantibus Terram sanctam; facile pal- mam praeripit alicujus Judeei Jacobi, filii Rabbini Abrahami Justi Tabula, quam sculpsit Abraham Goos Amstelod. , additis Ebraice ipsis nominibus Sacr® Scriptur® famiiiaribus : Qua qui recte uti vult, adhibeat clavem, typis Johannis Georgii, Hamburgi Anno lß?3. excusam. S. Quistorp. 1. c. Diese karte kam mir nie zu gesicht. 1651. Sovrie ov Terre Saincte Moderne Par Ph: de la Rue, Parisien. Paris, P. Mariette. Die karte ist interessant. Scalona wird mit Ascalon, Alzette mit Azotus, Ybelim mit Geth identifizirt; zwischen Jamnia und Azot, aber nahe der meeresküste, steht le Chasteau de Beroal. Es wird auch angeführt: La Terre Sainte en 6 cartes göographiques et les traitez sur icelles suivant ses principales divisions. Paris 1651. Fol. 1665. Christoph Heidmann (s. oben s. 212). Totius Terrae Sanct® Delineatio. Auf dieser karte ist ein sehr grosser fortschritt bemerkbar. Zum ersten mal sehe ich sie in längen- und breitengrade mit den minuten eingetheilt; die distanz Verhältnisse sind weit besser; die grössenverhältnisse des mare Galil®» et Mortuum befriedigen so ziemlich ; allein in der schraffi- Digitized by t^.ooQLe 235 rung des terrän gibt es noch keinen rechten fortschritt. Das gleiche urtheil gilt von der Tab. III.: Iudaeae Conterminarumque Terrarum Delineatio, von der Tab. IUI. : Samarise Conterminarumque Terrarum Delineatio, und von der Tab. 111II. : Galilaeae Conterminarumque Regionum Delineatio. Auch unbiblische namen, wie Bellefort, castrum Roberti, Saltus Domini, sind hier und da eingetragen. 1665. Sanson (s. oben s. 212). Joh. Bapt. Homann, Judaea, seu Palästina ob sacratissima Redemtoris vestigia hodie dicta Terra Sancta prout olim in duodecim tribus divisa. Collectä ex tabulis Guil. Sansonij. t : 750000. Norimberg». 8. Engelmann 154. Vgl. Bellermann 2, 134. ? Christianus Schrott adornavit tabulam, quam nuncupat Peregrinatio- nem fidelium Dei. Quistorp. 1. c. 1709 ff. Adrian Roland (s. oben s. 213). Facies Palaestinae exmo- numentis veteribus descripta ab Hadriano Relando. Vorne in der Palaestina. Dieser arbeitete bis dahin weitaus am gründlichsten , indem er, die Hügel der phantasie best möglich stutzend, sorgfältig bemüht war, die entfemungen und Ortsrichtungen nach historischen und itinerären angaben einzuhalten. Noch aber ist die terränzeichnung nicht besser als bei Heidmann. Man verdankt dem Reland auch einen Conspectus Palaestinae uti a priscis incolis fuit inhahitata tempore Josvae (h’b. I. c. 27) und Facies regionis Philistaeorum, in qua Situs quinque urbium quas ista gens incoluit Ecronis, Asdod, Gath, Ascalonis et Gazae testimonio scriptorum veterum confirmatus per Miliaria Romana describitur (1, 13). Die gewährsmänner sind, ausser Eusebius und Sofcoineiius, der Diodor von Sicilien und Antoninus Augustus (Itinerarium), so wie der Verfertiger der peutingerschen karte. Dann auch andere kärt- chen, unter denen ich noch hervorhebe den Conspectus Palaestinae divisae in primam, secundam et tertiam ut erat circa initium saeculi Aerae Christianae quinti (1, 31). 1738. Richard Pococke (s. oben s. 127 f.). Seine karte vom heili- gen Lande und von Syrien empfiehlt sich nicht durch genauigkeit, wol aber dadurch, dass neuere Ortsnamen eingetragen wurden. 1739. Johann Matthias Hase (s. oben s. 214). Zum Regnum Da- vidicum gehören 6 karten, so wie die 3 blätter des Typus Aetiologicus. S. Bellermann 2, 130, 133. 1741 ff. Jo. Christoph. Harenbergii Graecia cum confiniis (Asia minori, Parte Palaestinae, Africa septentrionali, Jtalia &c.) ad intelligendos scriptores N. T. 1741. Von demselben: La Palestine distribude en XH. Tribus, dtendue par les rois David et Salomon, jüsqu’aux frontidres de Thapsac ou d’Orontes. I: 1,100,000. 8 bll. Nuremberg 1 745. Homannische Erben. Item : Carte de la Terre Sainte divisde selon les douze Tribus d’Israel revue et augmentde. Nüremberg 1750. Homanns Erben. Auch kennt man von Harenberg: Palestina seu terra a Mose et Josua occupata et inter Judaeos distributa .. Augustae Vind., M. Seutter. 1: 1,100,000. S. Bellermann 2, 134 f., Engelmann 154. C. 1758. La Palestine. Par le S r . d’Anville (s. oben s. 214). Po- sition ddterminde par des distances donndes sur une Echelie rdduite au tiers. Atlas antiquus D’Anvillianus . . Norimbergae, Officina Weigelio - Schneide- riana, 1784. 12 bogen in Royalfol. Tab. IV — IX und XI gehören hierher. Digitized by Google 236 Ebendas, auch mit französischem text. Scala 1 : 850,000. Die karten bei Schneider sind ein nachstich. S. Bellermann 2, 133, Engelmann 153. D’Anville behandelte den gegenständ mit fleiss und mit wissenschaftlichem ernste. 1759. Tobias Konrad Lotter, Terra Sancta, sive Palaestina exhibens non solum regna vetera Juda et Israel in suas XII tribus distincta . . noviter adornata . . Augustse Vindel. 1759. 1: 700,000. Engelmann 155. 1766 — 1774. G. A. Maas lieferte 6 karten zum werke von Bachiene (s. oben s. 214), in denen kaum ein fortschritt bemerklich ist. Bei ihm findet man zuerst eine spezialkarte der Umgebungen von Jerusalem mit einem massstab nach stunden: Vorstellung der Gegend um Jerusalem oder des Districts El-Kods (2, 1 , 440), worin auch arabische und legendennamen Vorkommen. Vgl. Beilermann 2, 132, M. D. de Bruyn 5 (deutsch, s. wei- ter unten j. 1845). C. 1780. David Funcke, Novissima totius Terrae Sanctse sive Pro- missionis descriptio. Norimbergse, J. B. Homann. 1: 1,000,000. Engel- mann 154. 1785. La Terre Sainte divisöe en ses XII tribus et ses deux royau- mes de Juda et dlsrael. Dressöe sur les derni&res observations. Par J. B. Nolin. Paris, Basset, 1758. Daneben ein plan der kircbe der himmelfahrt auf dem Ölberge, der Christusgrabkirche und eiu kleiner plan de Jerusalem moderne sous la domination des Turcs, der aber wegen der Schlechtigkeit gar nicht zu beachten ist. Die französische revoluzion im letzten jahrhundert versetzte der gewöhn- lichen Pilgerfahrt einen harten stoss ; denn Europa war mit sich selbst übrig und genug beschäftigt. Indessen hatte der französische feldzug nach Ägyp- ten und Palästina, den immerfort tüchtige gelehrte begleiteten, auch sein gutes, weil von den ingenieurs, oberst Jacotin und dem artillerieofficier Paultre laudesvermessungen vorgenommen wurden, die sich zwar, mit wenig ausnah- men, auf die küste beschränkten. 1803. Charles Paultre, Carte physique et politique de la Syrie. Paris 1803. Raumer 16, Ritter 15, 82. 1804. Palästina zur zeit Jesu. Aus der Beschreibung des Jüdischen Landes von Melos. Weimar, Landes -Industrie -Comptoir, 1804. Gr. fol. Engelmann 155. 1810. Carte topographique de l’figypte et de plusieurs parties des pays limitrophes; levöe pendant l’Expödition de l’armöe fran§aise par les in- gönieurs - göographes .., contruite par Jacotin. Paris 1810. 1: 100,000. 34 bll. Das memoir war veröffentlicht im 17. th. der Description de Ffigypte. Man hält die karte für gut, doch nicht für zuverlässig in allen theilen. S. Raumer 17, Ritter 15, 82 f., van de Velde’s Mem. 14 sq. 1810. Ulrich Jasper Seetzen (s. oben s. 140). No. 2. U. J. Seetzens Original Charte von Peraea, dem Todten Meere und dem südlichen Palaestina (Batanaea, Gileaditis, Ammonitis und Moabitis.) Mit Hinznfttgung der alten Namen von Fr. Kruse. Gr. fol. Die karte, ohne gradeintheilung und scala, ist eine blosse skizze. Viele arabische namen sind frisch einge- tragen, und dadurch erhält die karte den hauptwerth. Vgl. van de Velde’s Digitized by t^.ooQLe 237 Mem. 9. Schon 1810 erschien in Gotha ein Vorläufer: Karte von Palästina, reducirt aus den von Herrn Seetzen an Ort und Stelle entworfenen Hand- zeichnungen. S. M. D. de Bruyn 23 f. (deutsch, s. hinten j. 1845.) 1816. Christ. Gottlieb Reichard. Palästina. Nürnberg, Campe, 1 816. Imp. fol. S. Engelmann 155, Raumer 17. 1817. C. F. Klöden (s. oben s. 215). Karte von Palästina. S. Rau- mer 17, Ritter 15, 83. 1822. Charte zu J. L. Burckhardts (s. oben ^ 141) Reisen in Syrien und dem Gelobten Lande. Weimar, geogr. Institut, 1822. Gr. fol. Von Palästina lernt man nicht viel mehr; es hätte aber in den engen raum we- nig mehr eingetragen werden können. S. Raumer 17. 1825. A. H. Dufour, Carte de la Palestine adoptöe par le Conseil Roy. de Flnstruction publique. Paris 1825. Nebst Analyse g^ographique etc. Diese karte enthält schon Gauthier’s Ortsbestimmungen (1816 — 20), Jacotin’s rekognoszirungen , Paultre’s Vermessungen. S. Raumer 17, Ritter 15, 83. 1825. G. F. Haug, Karte von Palästina zum Gebrauch beim Lesen der Bibel. Mit einem Plane von Jerusalem. Stuttgart, Metzler, 1825. Kupfer- stich. Roy. fol. S. Engelmann 1095. 1828, John Silk Buckingham (s. oben s. 143). Charte -von Syrien und Palästina. Weimar, geograph. Institut, 1828. Die gehirge sind, wie- wol willkürlich, doch ziemlich gut gezeichnet. Zum ersten mal lese ich Abu Gosch zwischen Ramla und Jerusalem. Die karte dient wenigstens zur Vergleichung. 1830. J. L. Grimm. 1. Palaestina. Mit dem grqpdriss von Jerusa- lem, und Nebenkarte von Arabia petraea. Berlin, Schropp, 1830. Kolor. Roy. fol. — 2. Karte vom Königreich Jerusalem zu Wilken’s Geschichte der Kreuzztige. Entw. u. gez. von L. C. Grimm. Leipzig, F. C. W. Vogel, 1832. 1 bl. gr. fol. 1: 3,000,000. Die kolorirte karte ist eine sehr verdienstliche Arbeit, zu der auch Karl Ritter behilflich war. Das terrän scheint fleissiger, natürlicher gezeichnet, als es bisher geschah ; allein der raum ist zu klein, als dass er genügend die orte und namen fasst und überall beim lesen der geschichte der kreuzzüge zur führung dienen könnte. Es mag daher das bestreben Grimms nur als ein versuch betrachtet werden. S. Wilken 7, vorne IV, Engelmann 154, M. D. de Bruyn a. a. o. 7, 11 f. (s. unten 1845). 1830. J. T. Assheton, Topographisch -historische Charte von Pa- lästina, mit 96 biblischen Vignetten. Durchgesehen und verbessert von E. F. K. Rosenmüller. Leipzig, Baumgärtner, 1830. Gr. fol. 4 bll. 1: 350,000. In Amsterdam gab die englische karte 1828 E. Maaskamp heraus: Geo- graphische, örtliche und geschichtliche Karte von Palästina oder dem heili- gen Lande. S. Engelmann 153, besonders M. D. de Bruyn a. a. o. 14 ff. 1833. F. Catherwood. An outline Map of Egypt, Arabia Petraea and Palestine. Showing Olin’s route. Compiled from the best authorities, By F. Catherwood. Gehört zum reisewerke Olin’s. Die karte ist sehr klein und ganz unbedeutend. Digitized by t^-ooQle 238 1834. Ludwig Ehrhardt, Wandkarte von Palästina, zum Gebrauch für Bürger- und Landschulen. Nach den neuesten Hülfsmitteln entworfen. 2. Auflage. Quedlinburg, Basse, 1834. Imp. fol. 2 bolorirte bll. 8. Engel- mann 154. 1835. Karte von Syrien den Manen Jacotin’s und Burckhardt’s ge- widmet von H. Berghaus. Gotha, J. Perthes, 1835. Imp. fol. Hauptkarte 1: 450,000, nebenkarten 1 : 1,800,000. Die karte gehört zu Berghaus* Atlas von Asien. Es ist dies eine ausserordentlich fleissige, jedoch noch sehr mangelhafte und fehlerhafte arbeit. Man muss Berghaus nachrühmen, dass er die vorhandenÄi . materiaiien mit der grössten aufmerksamkeit auf- suchte und aufs sorgfältigste ausnutzte. Vortrefflich ist die terränzeichnung. Fast sämmtliche randansichten sind verfehlt. Vgl. Raumer 17 f., van de Velde’s Mem. 15 sq. 1835. Carte de la Syrie möridionale et de la Palestine, dressöe en 1835 . . par C. Callier, chef d’Escadr. au corps royal d’ötat major, d’apr&s ses observations et reconnaisances faites en 1832 — 1833. I: 500,000. S. van de Velde’s Mem. 4. 1835. Joh. Christ. Gotth. Schincke, Palaestina nach den jüngsten Forschungen berichtigt, in die alten israelitischen Stammgebiete und in die neuern jüdischen Provinzen getheilt, mit den Wegen Jesu einfach bezeichnet und mit 5 Ansichten, 1 Plane vom alten Jerusalem . . Gezeichnet von Julius Naumann . . Nebst : Drei Beilagen zur Erläuterung und Erleichterung beim Gebrauche dieser Karte. Neustadt a. d. O., Wagner, 1835. Die karte in Roy. fol. S. Engelmann 155. 1835. Karte des Heiligen Landes (nebst Plan von Jerusalem), zum Gebrauch in Bürger- und Landschulen, nach den neuesten Hilfsmitteln ent- worfen, zu Hempers kurzer Beschreibung des jüdischen Landes. Leipzig, Herbig, 1835. Fol. Kolorirter kupferstich. 8. Engelmann 154. 1836. Heinrich Schneeweiss, Karte von dem Gelobten Lande und der 40jährigen Reise der Kinder Israel, zum alten und neuen Testamente verfertiget. (Rostock, Oeberg, 1836). Gr. fol. Engelmann 156. 1837. Carte de la Palestine, pour servir k l’intelligence des Saintes ficritures et particuliörement k l’Histoire de notre Seigneur Jdsus Christ. Freiburg, Herder, 1837. Gr. fol. Engelmann 154. 1837. Andreas Bram, s. oben s. 219. Engelmann 153. 1838. Eduard Robinson, s. oben s. 162. Robinson und Smith sam- melten auf beiden reisen ein reiches material, das H. Kiepert zu karten verarbeitete. Diese kamen mit den reisewerken heraus. Schon die karten znm ersten reisewerke, 1840, überboten durch reichhaltigkeit und genauig- keit alles, was bisher auf dem gebiete der palästinischen kartographie er- schienen. Vgl. Kieperts Memoir bei Robinson, l. reise, deutsche ausgabe, 1, XL— LXXVI. Massstab I: 400,000, die nächste Umgebung Jerusalems und das Sinaigebirge 1: 100,000. Viel verbessert war A new Map of Pa- lestine including also Phoenicia and Ccelesyria, to accompany Prof. E. Robin- son’s Later Bibi. Researches constructed principally from unpublished mate- rials furnished by Ed. Robinson and Eli Smith, and other American trä- vellers: by Henry Kiepert . . 1856. 1: 600,000. Der name der vorzüg- Digitized by t^.ooQLe 239 liehen beobachter und des ausgezeichneten kartographen bürgt dafür, dass ein sehr bedeutender fortschritt einzuregistern sei. Die schrift ist zwar klein, doch noch deutlich. 1840. Dr. Heinrich Kiepert, professor in Berlin. Nächst Berghaus und van de Velde nimmt er wol die erste stelle unter den palästinisehen kartographen ein. Seine arbeiten nach und für Robinson und Smith lernte man so eben kennen. Gleichfalls für Porter’s Handbook (s. oben s. 189) verfertigte er die karte; ebenso 1: 600,000 für die grosse und 1: 200,000 für die kleine karte. So weit ich nachsah, ist die karte für Robinson’s Later Bibi. Res. und für Porter’s Handbook eine und dieselbe; auch den stich besorgte der gleiche künstler, W. A. K. Johnston in Edinburg. Einzig sind im titel die Worte : and other American travellers abgeändert in : and Rev. J. L. Porter. Fernere kartenwerke von Kiepert sind: l. Karte von Palaestina nach den neuesten Quellen, vorzüglich nach den Robinsonschen Untersuchun- gen bearbeitet und gezeichnet von H. Kiepert. Herausgegeben von Carl Ritter . Berlin, S. Schropp, 1842. Berichtigt im Jahre 1843. Roy. fol. Lithographirt und kolorirt. 1 : 600,000. Mit nebenkärtchen nach kleinem massstabe. — 2. Bibel -Atlas nach den neuesten und besten Hülfsquellen gezeichnet von Dr. Kiepert. Mit Erläuterungen, die sich an das Liscosche Bibelwerk anschliessen, und einem biblisch - geographischen Register. Berlin, G. W. F. Müller, 1847. 4. 2. unveränderte Ausgabe 1851; 3., welcher Peters’ Übersichtskarten beigefügt sind, 1854. — 3. Karte von Palästina für Schulen, bearbeitet von H. Kiepert. Berlin, D. Reimer, 1857. Fol. Kolorirter kupferstich. I: 1,000,000. Mit nebenkärtchen. — 4. Wand- karte von Palästina für den Schulgebrauch bearbeitet. Berlin, D. Reimer, 1857. 8 chromolithographirte blätter gr. fol. 5 1 bl. text. 1: 200,000 3. ver- besserte auflage 1866. — 5. Übersichtskarte von Palästina und Phönizien, vorzüglich nach den Messungen und Beobachtungen von Ed. Robinson und Ely Smith, und mit Benutzung aller bis jetzt erschienenen Reisewerke neu construirt. Zur Erläuterung von Ed. Robinsons zweiter Reise in Palästina. Berlin, G. Reimer, 1857. Lithographirt und kolorirt. Gr. fol. 1 : 800,000. Mit Carton: ‘Umgebungen von Jerusalem 1 : 200,000. Vgl. Engelmann 154 f., 1095, C. G. Kayseris Vollst. Bücher -Lexicon 15, 516*. . 1840. Kenner, Karte von Palästina, nach Grimm, Berghaus und an- dern guten Hülfsmitteln. Mit der Beikarte von Arabia Petraea und dem Plan von Jerusalem. Berlin, Schropp, 1840. Roy. fol. Kolorirter Stahl- stich. S. Engelmänn 155. 1840 f. Map of Syria, constructed from the surveys and Sketches of the undepnentioned officers in that country in 1840 1841, by Major R. Kochfort Scott, R. Staff- Corps, under whose general direction the work was undertaken, Majors F. H. Kobe, 87 lh Fusileers and R. Wilbraham, 7 1b Fu- sileers , and Lieut. J. F. A. Symonds, R. Engineers. Die karte wurde in England für das auswärtige departement gestochen, kam aber nicht in den buchhandel und doch in die Hände der geographen. S. van de Velde’s Mem. 5. Der name Symonds ist auch mit dem plan von Jerusalem und mit der depression des asphaltischen Sees verbunden. 1840 — 44. Bijbel- Atlas, voornamelijk ten gebruike by de Bijbelver- taling van den Hoogleeraar J. H. van der Palm, door G. H. van Senden. Digitized by t^.ooQLe 240 Darauf liess dieser folgen: Register op den Bijbel- Atlas of Woordenboek der gewijde Aardrijkskunde. S, oben van Senden s. 179. 1841. T. Krause, Palaestina. Eine Charte sowohl zum Schul- als Handgebrauch. Nach Grimm’s Charte von Palaestina bearbeitet. 4. Auflage. Magdeburg, Mazzuchi, 1841. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. S. Engelmann 155. 1841. £. Scheuermann, Karte von Palästina, nebst Plan von Jerusa- lem und Kärtchen von Africa. Aarau, Christen, 1841. Gr. 4. Kolorirt. S. Engelmann 155. 1841. C. C. G. Zerrenner, Charte von Palaestina, nach den besten vorhandenen Materialien entworfen und für Schulen eingerichtet. Magde- burg, Schmilinsky, 1841. Imp. fol. Kolorirt. S. Engelmann 156. 1842. Karl Ritter. S. oben unter Kiepert s. 239. Bei jenem auch: Die Landschaft Galilaea nach Berghaus, Robinson u. Kiepert’s, und Zimmer- mann’ö Karten, theilweise berichtigt von E. G. Schulz. Gezeichnet von H. Lange. Zu C. Ritters Erdk. Thl. XVI. Palaestina S. 722 — 816. Mass- stab 1: 333,333. 1 842. Jos. Fr. Allioli und L. C. Gratz , Karte des biblischen Schau- platzes. Landshut, Vogel, 1842. Roy. fol. Lithographirt und kolorirt. Fer- ner: Karte von Palästina nach den neuesten Hilfsquellen entworfen. Eben- das. 1844. Roy. fol. Lith. u. kolor. S. Engelmann 153. Gratz (s. diesen oben s. 223) gab zu seinem Werke aueh eine karte: Palästina quse nunc est unacum Libano. Das heutige Palästina nebst dem Libanon Gebirge. München, Vogel. Fol. Kolorirter stich. Die karte ist sehr fein, den neuem forschungen entsprechend; allein die Orthographie hängt zu sehr an der englischen. Es ist diese karte Tab. VI; im ganzen sind 9 tafeln. 1842. Geo. Mayr, Historische Karte von Palaestina und Arabia pe- traea mit einem grossen Theil von Aegypten, zur Erläuterung biblischer Geographie des alten und neuen Testaments, zugleich Uebersicht der Gegen- wart. Nebst Grundriss der Stadt Jerusalem mit seiner Umgegend und histo- rischer Uebersicht einiger Haupt -Zeitabschnitte in der Geschichte Palästinas. München, Mey, 1842. Imp. fol. Kolorirter steinstich. 1: 1,009,000. S. Engelmann 155. 1843. Joh. Valer. Kutscheit, Palaestina. Ein Karten -Tableau zur Uebersicht der Geographie und Geschichte des heiligen Landes. (Mit 1 0 beikärtchen) 2. mit Nachträgen vermehrte Auflage. Berlin, T. Trautwein, 1843. Imp. fol. S. Engelmann 155. 1843. £. S allmann, Wand-Karte des heiligen Landes, nach den besten Hülfsquellen, besonders auch nach den neuen Ermittelungen von Ro- binson und E. Smith, sowie nach der von C. Ritter redigirten Karte ent- worfen. Cassel, Fischer, 1843. Imp. fol. 2 bll. in Ölfarbendruck. S. Engelmann 155. 1843. C. Helmuth, Karte von Palästina nach Robinson, Ely Smith und von Schubert bearbeitet. Halle, E. Anton, 1843. Imp. Fol. Umge- bungen von Jerusalem 1: 200,000. S. Engelmann 154. 1843. K. F. R. Schneider, Wandkarte zur biblischen Geschichte. Jfacb den neuesten Htilfsmitteln , besonders nach den Angaben und Karten Digitized by v^.oog e / 241 — von E. Robinson und E. Smith, K. v. Raumer, H. v. Schubert, H. Kie- pert etc. bearbeitet. Dresden, Naumann, 1843. Imp. fol. 6 kolorirte bll. S. Engelmann 156. 1843. Ed. Winckelmann, Wand -Karte von Palaestina, herausge- geben von Dan. Völter. Esslingen, Dannheimer, 1843. Imp. fol. 2 litho- graphirte und kolorirte bll. S. Engelmann 156. 1843 ff. Ernst Gustav Schultz, s. oben s. 169. 1844. Sepp, Palaestina zur Zeit Christi. Regensburg, Manz, 1844. Roy. fol. Kolorirt. S. Engelmann 156. 1844. C. G. Bäu, Wand -Karte zum Unterricht in der Biblischen Geschichte, für Volksschulen bearbeitet . . Mit dem Begleitungswort : Geo- graphische Uebersicht der für die biblische Geschichte wichtigsten Länder. Von A. Palm. 8. Stuttgart, Metzler, 1844. 45. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. S. Engelmann 155. 1845. Marinus Didericus de Bruyn in Utrecht. 1. Over Carto- graphie van Palestina. Berigt bij de uitgave eener kaart van het Heilige Land. Amsterdam 1845. 4. Lateinisch : Brevis notitia de Palaestinae tabula geographica quam edidit M. D. de Bruyn. Amstelodami, S. de Grebber, 1846. 4. Deutsch: M. D. de Bruyn über Cartographie von Palästina. Aus dem Holländischen bearbeitet von Johannes Müller. Berlin, J. C. Hu- ber, 1859. 8. — 2. Palaestina ex veteris aevi monumentis ac recentiorum observationibus illustrata. Ed. H. Trajecti ad Rhen., Kemink, 1851. Imp. fol. Kupferstich. S. Engelmann 153. Aus der Unterredung mit de Bruyn und aus seiner schrift über kartographie ersehe ich, dass er es mit dieser ernst- lich meint. Ich prüfte die karten nicht näher. Er beabsichtigte 1861 eine neue ausgabe; später starb sein kartenstecher G. Mayr. 1845. G. A. St. Dewald, Wandkarte der biblischen Geographie. Ent- worfen und gezeichnet für den Schulgebrauch. Erlangen, Palm, 1845. Roy. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. S. Engelmann 154. 1845. H. Petersen, Karte der biblischen Geographie für Volksschulen. Hamburg, Leipzig und New -York, Schuberth, 1845. Imp. fol. 2 bll. 8. Engelmann 155. Vgl. oben s. 223. 1845. G. A. Seile. Schul-Karte von Palaestina. (Heide 1845). Fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. Ferner: Schul-Karte von Europa, nebst einer Biblischen Geschichts - Karte vom südwestlichen Asien. Ebendas. Roy. fol. 8. Engelmann 156; 266. 1845. C. E. Weiland, Bibel -Atlas nach den neuesten und besten Httlfsmitteln gezeichnet und erläutert von C. Ackermann, Weimar, Landes- industrie - Comptoir, 1845. 3. unveränderte Ausgabe das. 1855. 13 kolo- rirte kupferstiche (karten). S. Engelmann 156. 1845. T. Tobler, s. oben s. 158. 1. Umgebung von Jerusalem nach Messungen von Robinson und Smith, nebst Berichtigungen und Ergänzungen von mir. 1 : 80,000. Beilage zu den Denkblättern. — 2. Karte des Lan- des zwischen Jerusalem ostseits, B6t Dschibrln und Er-Ramleh westseits, skizzirt. 1: 160,000. Beilage zur 3. Wanderung. Tobler, Bibliographie. \ß Digitized by CjOOQle 242 1846. C. Obmann, Palaestina zur Zeit Jesu nnd der Apostel. — Das Koenigreich Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Nach den zuverlässigsten Quellen gezeichnet und gestochen. Berlin 1846. Roy. fol. 9 lithographirte und kolorirte bll. Auch (wahrscheinlich titelausgabe) Berlin, E. Kortmann, 1864. Ferner: Palaestina von den Zeiten Mosis bis auf die Könige; Pa- laestina zur Zeit Jesu und der Apostel ; das Königreich Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge; Plan von Jerusalem; Gegend von Jerusalem bis Bethlehem. Ebendas. 1846. Roy. fol. 1 lithographirtes und kolorirtes bl. S. Engelmann 155, 1095. Ohmanngab auch eine Schul- Wandkarte zur biblischen Geschichte heraus bei E. Kortmann in Berlin, 1856. 9 bll. royalfol. Wenn man eine auch nur einigermassen befriedigende karte mit einem plan von Jerusalem zur zeit der kreuzzüge erwartet, so täuscht man sich gänzlich. Dieselbe wartet immer noch auf den fleissigen und kundigen mann. 1846. Schulkarte von Palaestina, nach den neuesten Quellen entwor- fen. Augsburg, Walch, 1846. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. S. Engelmann 156. 1847. Jean van de Cotte, Carte topographique de la Palestine, dressöe d’apr&s la Carte topographique lev6e par le savant Jacotin et autres G6q- graphes de l’Armöe d’Orient, pendaut l’Expddition Syrienne par les Gdn£raux Buonaparte, Murat et Kldber Tan 1799, beaucoup augmentde. (Nebst: Je- rusalem.) Bruxelles 1847. Adlerformat. Lithographirt und kolorirt Dazu: Coup d’oeil historique, g6ographique et critique sur les Cartes topographiques de la Palestine servant d’exphcation k notre carte. Gr. lex. 8. S. Engel- mann 154. 1847. Jakob Schwarz, s. oben s. 154. Map of Palestine . . 5607. Mancher ort frisch aufgenommen ; im ganzen ein machwerk. 1847. W. M. Thomson, s. oben s. 156. 1. Map of the Holy Land and Southern Syria. Compiled from the best Sources by W. M. Thomson 1858. Fol. 2 bll. lithographirt. — 2. Lake of Tiberias and its Environs, bolzschnitt. Beide karten gehören zum werke : The Land, letztere zu b. 2, s. 12. Thomson fehlte ein kartenzeichner, wie Kiepert. Immerhin sind seine karten* beachtenswerth, weil man in denselben gar manches frische fin- det. Der verstoss Santa Saba für Santo Saba (Mär Saba) ist ein echt amerikanischer. 1847. John Wilson, s. oben s. 168. Map of the Holy Land, with topographical Plans of Jerusalem, Tyre, Sidon, ’Akkä*, and Beirüt. Construc- ted For Wilson’s Lands of the Bible by W. Sr A. K. Johnston. Geogra- phen & Engravers to The Queen. Edinburgh 1847. Imp. fol. Die litho- graphie ist kartographisch recht schön ausgeführt; allein da Wilson keine neuen routen wählte, so wird man sehr wenig neues finden. 1847. A. Lionnet, s. oben s. 200. Bibel -Atlas nach den neuesten nnd besten Htilfsquellen. Zweite Ausgabe. In seiner Ersten Ausgabe 1847 und den drei 1851 — 1858 erschienenen unveränderten Abdrücken derselben gezeichnet von Kiepert, in der vorliegenden zweiten Ausgabe in Karten und Text völlig neu bearbeitet von A. Lionnet. Mit sieben vergrösserten durch- weg neu gestochenen Karten und Plänen, ausführlichem Kartentexte und umfangreichem biblisch -geographischen Namenregister. Berlin, G. W. F. Müller, 1859. 4. Der atlas ist wenigstens praktisch eingerichtet. 1848. W. E. Lynch, s. oben s. 176. Das buch: Narrative, ent- Digitized by t^.ooQLe 243 h< 2 lithographirte karten in roy* fol. a. Sketch Map of tbe River Jordan, b. Sketch Map'of the Dead Sea. Diese karten wurden dann auch im Offi- cial Report vom Lient. M. F. Manry veröffentlicht. S. van de Velde’s Mem. 17. Die karten sind von grosser Wichtigkeit, weil in denselben znm ersten mal der lauf des Jordan vom galiläischen See an genau angegeben und der küstenlauf und die grösse des todten Sees genauer bestimmt ist. 1849. A. W. Möller, Karte des Heiligen Landes zum Gebrauch für Stadt-/ und Landschulen neu bearbeitet und nach den besten Hülfsmitteln. 6, Auflage. Essen, Bädeker, 1849. Imp. fol. Lithographirt und kolorirt. 3. Auflage Essen 1826. S. Engelmann 155, Gratz 630. 1850. F. de 8aulcy, s. oben s. 181. Die karte für die 1. reise fin- det sich , meines erinnerns , im atlas. Das 2. reisewerk : Le Voyage en Terre Sainte, enthält mehrere kartenstücke, die reise von Ramleh über El- Kuböbeh nach Jerusalem (1, 81), die von da nach Hebron (1, 144), einen theil von Ammonitis (1, 200), die reise von Dschifna nach Mesareh (2, 238), die Umgebung von Näbulus (2, 245), die reise von Näbulus nach Dschenin (2, 254), von da nach Nazareth (2, 258). Die arbeiten, vom Stabsoffizier Gelis verfertigt, zeigen manchen neuen fund, den ein späterer kartograph gehörig verwerthen wird. Interessant sind auch manche pläne, und billig hebe ich hervor : Nivellement de Jerusalem. Exöcutd par le Capitaine d’fitat- Major Gölis, du 18 Nov bre . au Döcembre 1863, massstab i: 5000, in letz- terem Voyage 2, 39 und in : Les derniers jours de Jerusalem, hinten. 1851. C. W. M. van de Velde, s. oben s. 184. 1. Map of the Holy Land, constructed by C. W. M. van de Velde . . from his own sur- veys in 1851 and 1852; from those made in 1841 by Majors Robe and Rochfort Scott, *Lieut. Symonds and other officers ..; and from the Results of the Researches mäde by Lynch, Robinson, Wilson, Burckhardt, Seetzen &c. I: 315,000. Gotha, J. Perthes, 1858. 9 bll. in kupferstich. Dazu das sehr lesenswerthe Memoir to accompany the Map of the Holy Land con- structed by C. W. M. van de Velde. Gotha, J. Perthes, 1858. 8. 2 bll., 356 s. — 2. Carte de la Terre Sainte, pour servir k Tötude des Saintes ßcritures. Paris, Reuguard, 1865. 2 bll. adlerformat. Mit text in 12. — 3. Karte von Palästina von C. W. M. van de Velde. Deutsche Ausgabe nach der zweiten Auflage der „Map of the Holy Land”. Massstab 1: 31 5,000. 8 Blätter in Farbendruck. Gotha, J. Perthes, 1866. Roy. fol. Dazu Notes on the Map of the Holy Land. By C. W. M. van de Velde. Second Edition. Gotha, J. Perthes, 1865. 8. 1 bl., 48 s. Deutsch: C. W. M. van de Velde’s letzte Reise in Palästina, 1861 — 62, und Bericht über die neue Auflage seiner Karte des Heiligen Landes, in Petermann’s Mittheilun- gen aus J. Perthes’ geograph. Anstalt, 1865, 188 — 191, 215 — 224, 296 — 305. Auch dieser bericht ist sehr lehrreich. S. Vivien de St. -Martin, l’Annöe g£ogr. 1865, 150. Holländisch kam die Kaart van het heilige Land in Amsterdam bei Kirberger 1866 heraus. Die neueste karte des heil. Landes von van de Velde ist entschieden die beste, die wir jetzt ken- nen. Der farbendruck spricht sehr an, und nur an wenigen stellen ist er zu dunkel, dass die schrift etwas undeutlich wird. Auf die Schreibung der namen wurde fleiss verwendet; nur wird der deutsche manches falsch aus- sprechen, da die legende für den engländer berechnet ist. Die bergzeiclinung erscheint vorzüglich gelungen. Was die genauigkeit der karte betrifft, so lässt sie freilich hier und da zu wünschen übrig. Immerhin waren wolket- 16 * Digitized by t^.ooQLe 244 nem kartographen mehr posizionen zufolge astronomischer heobachtungen und sonst zuverlässigere hilfsmittel bei der hand. Van de Velde selbst be- reiste zweimal das h. Land, nahm messungen vor und sammelte verschiedene beobachtungen. Aber auch dem Verleger gebührt ein preis für die unge- wöhnlich schöne ausstattung. Vgl. 3. Wander. 432, Raumer 18. 1852. L. Holle, Schulwandkarte von Palaestina zur Zeit Jesu und der Apostel. Wolfenbüttel, Holle, 1852. Imp. fol. 4 lithographirte und kolorirte bll. Nr. 3 des historisch - geographischen Schulatlas. S. Engel- mann 154. 1852. K. Ernst, Wand-Karte der biblischen Geographie. Ein Hülfs- mittel zur Versinnlichung der biblischen Geschichte, mit Bezug auf die alte Geschichte. Für Schullehrer - Seminarien, Gymnasien etc. bearbeitet. 2. Auf- lage. Leipzig, Hentze, 1852. Gr. fol. 9 lithographirte bll. S. Engel- mann 154. 1854. Viktor Guerin, s. oben s. 190. 1. Ora maritima Palaestinse a promontorio Carmelo usque ad urbem Joppen, ex tabula geographica Kie- perti , sed aliquot nominibus vel adjunctis, vel correctis. Sauberes kärtchen, sonst unbedeutend. — 2. Indication des principales localitös reconnues pour la premifcre fois par Victor Guörin en Jud£e et en Samarie et dans la Basse Galilöe Pendant sa Mission de 1863. Roy. fol. Eine flüchtig gezeichnete karte, in der auch bekannte, dem reisenden aber unbekannt gebliebene na- men eingetragen sind. Vgl. van de Velde’s Notes 33. 1854. Carl Beiling, Karte von Palästina oder dem heiligen Lande nach ältern und den neuesten besten Quellen entworfen, zum Studium der heiligen Schrift und zum Gebrauche für Schulen. 2. von Schmiiier revidirte Auflage. Landshut, Krüll, 1854. Imp. fol. 2 lithographirte bll. S. Engel- mann 153. Vgl. oben s. 224. 1854. F. A. Garbs, Geographische Wandkarte zum Gebrauche beim Bibellesen. Nebst einer Specialkarte von Palästina. Hameln, Labuske, 1854. Imp. fol. 7 bll. Ferner: Geographische Wand -Karte zum Gebrauche beim Bibellesen und beim Unterrichte in der biblischen Geschichte unter steter Hinweisung auf Bibelsteilen mit Bezug auf die alte Geschichte und die Kir- chengeschichte der ersten Jahrhunderte nebst Angabe der Völkertafel. Für Schullehrer -Seminare, hohe und niedere Schulen, wie zum Privatgebrauche bearbeitet. 2. wohlfeile (titel -) Ausgabe. Nebst Special -Karte von Palästina. Hannover, Ehlermann, 1856. Imp. fol. 7 lithographirte bll. S. Engelmann 154, 1095. 1854. D. Hornung, Biblische Geschichtskarte, für Schulen bearbei- tet . . 4. Aufl. Leipzig, F. Fleischer,' 1854. Fol. 8 bll. 8. Engel- mann 1095. 1855. Ludwig Völter, s. oben s. 224. Palaestina & das petraeische Arabien. Entworfen und gezeichnet von C. Baur, Verhältnis 1 : 4,87 5,000 (?). 2., veränderte Auflage 1864: Palaestina. Nach älteren Quellen (Flavius Josephus), sowie nach den Ergebnissen neuester Forschungen und Mappi- rungen (Kiepert, v. Raumer, Ritter, van de Velde, Wetzstein) gezeichnet und bearbeitet vom Ingenieur Topographen G. Baur . Roy. fol. 1 : 687,500. Pie chromolithographirte karte, wacker ausgearbeitet, hat für das äuge viel Digitized by t^.o • ;le 245 anziehendes. Die Schreibart ist die englische und nicht durchgehende korrekt. Vgl. Engelmann 153. 1856. F. Handtke , Wandkarte von Palästina, zum Gebrauch für Schulen eingerichtet, und nach den besten Quellen entworfen und gezeichnet. 3. Auflage. Glogau, Flemming, 1856. Gr. fol. 4 litbographirte und kolo- rirte bll. S. Engelmann 154, 1095. 1856. F. Eiewe , Wandkarte von Palaestina zum Gebrauche für Schu- len eingerichtet, nach den besten Hülfsquellen entworfen und gezeichnet. Dramburg 1856. Gr. fol. 3 lithographirte und kolorirte bll. Engel- mann 1095. 1856. Karte von Palästina. Fulda (Müller) 1856. Qu. fol. S. Engel- mann 1095. 1858. G. Bosen, s. oben s. 193. Die Hochthäler der Wadis Beit Gibrln und Sür . . unter Zugrundlegung der Karte von van de Velde nach eignen Aufnahmen entworfen von G. Rosen. Berliner - Zeitschrift für allg. Erdkunde. Bd. 17, taf. 1. Die karte ist nicht besonders zuverlässig. 1858. Wandkarte des heiligen Landes oder Palästina. Für Schule und Haus zusammengetragen von Heinrich Keller. Zürich, Selbstverlag, 1858. Verbessert 1865. 3 kolorirte bll. gr. querfol. 1859. E. G. Eey, s. oben s. 196. Reconnaissance topographique de la tribu de Juda. 1: 100,000. Imp. fol. 2 bll. Die karte liefert brauch- bares material, ist indessen im ganzen ziemlich leichtfertig ausgearbeitet. Die neuerstellten wachtthürmchen westlich von Jerusalem haben die ehre, mit dem deutschen worte Blockaus (blockhaus) bezeichnet zu werden. 1860. Karl von Raumer, s. oben s. 218. Karte von Palaestina nach den zuverlässigsten alten und neuen Quellen von K. v. Raumer. Neue berichtigte Ausgabe. 1 : 1,100,000. Farbendruck. Gotha, J. Perthes, 1860. Qu. fol. Nr. 42 h von Stieler’s Hand -Atlas. Auch hier die englische Schreibart. Die karte zeugt von fleiss; allein der massstab ist überall zu klein gefasst, als dass der mann der Wissenschaft belehrung schöpfen könnte. Für den zweck des handbuchs ist jedoch die karte nicht abzurathen. Auf derjenigen zur 3. auflage (1850) steht: von K. v. Raumer und F. v. Sttilp- nagel. Gotha, J. Perthes, 1844. Schon 1838 hat Raumer versprochen, in Verbindung mit v. Stülpnagel eine karte herauszugeben (Vorrede zur 2. Auflage XH). Vgl. M. D. de Bruyn’s Cartographie (deutsch) 14. 1861. Kaart van Palestina naar de beste bronnen ontworpen door S . H. Sem6. Z wolle, J. P. van Dijk, 1861. Roy. fol. 2 chromolithogra- phirte bll. 1: 420,000. Dazu: Memorie behoorende bij de kaart van Pa- lestina door S. H. Sernö. Z wolle, J. P. van Dijk, 1861. 12. Die karte, wiewol hinter der van de velde’schen weit zurückstehend, ist mit Sorgfalt ausgeführt, und ich kenne keine karte von Palästina, die klarer, für das äuge wolthuender wäre. Man kann nicht verhehlen, dass sich die hollän- der grosse Verdienste auch insbesondere um die kartographische darstellung des h. Landes erwarben. 1863. Konrad Furrer, s. oben s. 202. Karte von Palästina. Nach C. W. M. van de Velde u. H. Kiepert entworfen und gezeichnet von Henry Lange . 1 : 1,075,000. Fol. 1 bl. Lange zeichnete im kleinen sehr schön' Digitized by t^.ooQLe 246 und scharf. Die interessanten fusstouren, wie die höchst seltene längs dem Wädi Ismain nach Ain Scherns, sind mit einer rothen linie bemerklich gemacht. 1863. H. B. Tristrain , s. oben s. 203. Routes in the Holy Land. Schmal roy. fol. Diese karte dient weniger dazu, die geographischen kennt- nisse zu erweitern, als vielmehr dazu, die sehr vielen, zum theile neuen marschrouten des forschers anschaulich zu machen. Eine chromolithogra- phirte karte: The Dead Sea to illustrate the Routes and Observations of H. B. Tristram, ist nicht wenig unterrichtend. 1864. F. Zimpel, s. oben s. 185. Plan d’un chemin de fer de Jaffa k Jerusalem. Constantinople 1864.. 1: 100,000. Roy. fol. Die namen sind hier und da nachlässig, unzuverlässig geschrieben. Das kartenbild von Wädi Hanieh, Sätäf und Ismatn ist sehr beachtenswerth. 1864. Carte du cours införieur du Jourdain, de la Mer Morte et des rggions qni Tavoisinent. — Carte du Wady Arabah et du lit du Wady el Jeib; par Erhard, d’apr&s M. Vignes . Paris, Lemercier, 1866. 1864. Die Länder der heiligen Schrift. Historisch - geographischer Bibel -Atlas als Hilfsmittel zur Verständigung der heiligen Schrift und der biblischen Geschichte. Zugleich mit Rücksicht auf die heutigen geographi- schen Verhältnisse Palästina^, der Sinai -Halbinsel und der Ruinenfelder von Assyrien und Babylon. Nach den besten und neuesten Hilfsquellen darge- stellt in sieben Karten von Richard* Riese. Freiburg im Breisgau, Her- der. Fol. Lithographirt und kolorirt. Der text liegt im langen titel. 1865. Hermann Zschokke, s. oben s. 205. 1866. Cote de Syrie: Athlit. C£sar£e. Jaffa. Position probable du port d’Yebnah, grav6 par J. Geisendorfer. Paris, Lemercier, 1866. 1866. Vignes. 1. Carte du cours införieur du Jourdain, de la mer Morte et des r£gions qui Tavoisinent, dress^e par Vignes . ., assistd de . . Combe . . et publide . . en 1865. Paris, gr. adlerformat (au 240000®, 0 m , 46 au degrd). — 2. Carte- du Wady Arabah et du lit du Wady el Jeib, dressde par Vignes, assiste du Dr. Combe . . Paris 1865. 1 blatt vbn gleicher grösse und mit dem gleichen massstabe. — 3. Das Extrait des notes ist von 1 karte in 2 blättern begleitet. S. oben s. 203 und V. de Saint -Martin’s Annde g^ographique 1866, 48. 1867. Einen Bibelatlas in 8 blättern wird nach sorgfältigen Studien Theodor Menke bei J. Perthes in Gotha herausgeben. Dieser autor wird das publicum auch bescheren mit einer karte von Syrien zur zeit der kreuz- züge; nebenkarten: Terra sancta, umgegend von Jerusalem, Jerusalem, Acre. N. X der abtheilung Orient in der von Menke besorgten 3. auflage von K. v. Spruner’s Handatlas für die Geschichte des Mittelalters und der neuern Zeit. 1867« K. Schick, s. oben s. 205. In den vielen atlanten finden sich noch andere karten, die ich hier nicht berühre. Man hat schon längst darauf gesonnen, das land in seiner ganzen ge- staltung durch plastische darstellung der anschauung noch näher zu bringen. Es ist schliesslich von den reliefkarten die rede. Ehe aber an eine reliefkarte des ganzen landes hand gelegt wurde, versuchte man, ein geoplastisches bild von Jerusalem zu geben. Schon im Digitized by t^.ooQLe 247 sechzehnten Jahrhundert (um 1522) liess der pfalzgraf Otto Heinrich das alte Jerusalem in holz ausschnitzen. Alles ist aber so missrathen, dass es keinen werth hat. Übrigens wurde ein so grosser massstab gewählt, dass auch häuser oder überhaupt gebäude ausgeschnitzt sind. Im baierischen nazionalmuseum zu München wird diese gut gemeinte Spielerei gezeigt. Vor drittehalb jahrhunderten machte ein jesuit, Villalpandus (s. oben s. 210) den versuch zu einem topographischen relief. Er stellte nämlich, wie er erzählt (3, 1, 5) aus weicher kreide die berge, abstürze, thäler, quellen, mauern, thürme, paläste, bürgen u. s. f. nach einem gewissen mass und verhältniss dar, und zwar auf einfragen bei männern von verschiedenen nazionen, zumal bei solchen, welehe sich längere zeit in Jerusalem aufhielten, namentlich bei Leonhard Abel, bischof von Sidon, welcher Jerusalem durch- musterte und darüber bücher schrieb. Ein exemplar schickte der geoplastiker Philipp II., dem könig von Spanien. Ein anderer versuch fällt in das erste viertel des letzten jahrhunderts : Die Stadt Jerusalem Mit allen Ihren Mau- ren, Thoren, Thürmen, Tempel, Pallästen, Schlössern, auch übrigen publiqueh und privat- Gebäuden, samt denen Thälern, Bergen, und umliegenden Ge- genden, In einem Modell und Materiellen Fürstellung, aufgerichtet Anno 1718. Halle, Wäysenhaus. 12. 32 s. Angebunden ist die Stifts -Hütte Mosis . . ln einem Modell und materiellen Figur aufgerichtet. Desgleichen : Der Tempel Salomonis . . In einem eigentlichen Modell und Materiellen Fürstellung auffgerichtet Anno 1717. Halle, Wäysenhaus. 12. 16 s. Diesem versuche folgte: Die h. Stadt, d. i. Die Jüdische Haupt -Stadt Jerusalem, Und was von derselben in Heil. Scbrifft angeführt wird, In einem Modell und des- selben kurtzgefassten Beschreibung nebst beygefügten Kupffer und Register vorgestellct von M. G. H. (Gottlieb Herrmann) P. I. C. Chemnitz, J. C. u. J. D. Stösseln, 1729. 12. Das modell sah ich nicht, das beigefügte kupfer ist ein machwerk, die beschreibung eine kurze, gewöhnliche. ^Relief* pläne von Jerusalem verfertigten ferner Joseph Bürgi im Baselland 1845 und Ludwig Erbe in Stuttgart 1846, beide nach einem kleinen massstabe; später aber gab letzterer, nicht ohne meine mitwirkung, einen viel grössern plan von 1' 1 1 t/a" länge und 1' 7 1 / 2 " breite heraus. S. Hochstetter oben s. 219. Vor einem Vierteljahrhundert verfertigte John Blackburn (s. oben 8. 1 66) einen reliefplan (Model) von Jerusalem und dessen Umgebung, so dass sein Hand-book mehr als der Begleiter und eriäuterer desselben anzusehen ist. In welchem zusammenhange dieses geoplasma mit dem nach Blackburn aus- geführten von Edwin Smith: Model of Jerusalem . . Published by Edwin Smith Sculptor and Modeller. Sheffield, may 1845, steht, kann ich nicht sagen. Dies ist das kleine relief 1' 8" (Süd -Nord) zu 1' 5", nach Robin- son. Im mai 1846 erschien ein relief nach einem weit grössern massstabe, 3' 4" zu 2' 10", scala 18" zu l engl, meile. Dazu eine gedruckte erklä- rung: Key to the Model of Jerusalem; with short Description. Published by Edwin Smith [third Edition]. Sheffield 1847. 12. Das titelblatt zeigt ein abbild wie bei Blackburn , unter welchem die arbeit ausgeführt wurde. Weiter ist ein grundriss mit 87 zahlen, nicht ohne irrthümer, beigegeben, überall aber der Wäd, wie bei Williams, verbessert. Eduard Beck in Bern veröffentlichte 1856 in einem winkel seiner karte einen reliefplan nach Ro- binson - Sieber. So sauber die arbeit aussieht, so ist sie doch antiquirt, ab- gesehen von dem irrigen gassennetze. Verwerflich ist der 1858 in Berlin erschienene reliefplan in gips, 1' zu 10", mit sehr dürftiger textbegleitung; gedruckt bei W. Moeser in Berlin. Sonst trat das modell ohne heimatschein Digitized by t^.ooQLe 248 in die weit. Musste sogar die Westseite des baram esch-scherlf wieder in winkel verzogen werden, obscbon ad unguem bewiesen war, dass die linie gerade läuft. Derselbe hatte die verdiente oder unverdiente ehre, dem ty- rannen Theodor, dem christlichen könige von Habesch, als geschenk über- sandt zu werden. Bonar empfahl 1858 (497) the neat and very correct model . . , lately published by Mr . Green in London. Ebenso wenig als dieses relief kenne ich j£nes in Paris nach Anicet Digard. S. Bulletin de Toeuvre des pölerinages 1, 154. H. W. Altmüller ’ s Reliefplan von Jerusa- lem 12V2" zu 9 3 /4" rh., kolorirt, erschien 1859. Dazu: Jerusalem nach seiner örtlichen Lage und bedeutungsvollen Geschichte von H. W. Altmüller. Ein Begleitwort zu des Verfassers Reliefplan vou Jerusalem. Cassel, T. Fischer, 1859. Kl. 8. Dann: AltmüllePs Relief- Plan of Jerusalem improved and corrected by Conrad Schick. Cassel, T. Fischer (1865; Jäfa, Löwen- thal; Jerusalem, Spittler). Das geoplasma misst nur etwa !'□ und ist in dieser kleinheit nicht befriedigend. Ich hielt mich unverbältnissmässig lange bei den geoplastischen darstellungen der h. Stadt auf, wenn man daneben die grundrisse in anschlag bringt. Als rechtfertigung vermag ich nur anzu- führen, dass ich über die letztem eine monographie, die Planographie , ge- schrieben habe, auf welche ich verweise, und dass die nachlese nicht reich ausgefallen sein würde. S. Topogr. 1, XCIX f., 3. Wander. 440. Ich gehe jetzt zu den reliefkarten über. 1722. Palästina Oder das Gelobte Land Und dessen Berühmteste Städte, Wälder, Wüsten, Meere, Flüsse, Berge, Thäler, Höhlen, Grabmahle, Gärten, Aecker, Weinberge, auch Gegenden derer umliegenden Länder in einem eigendlichen Modell fürgestellet. Halle, im Wäysenhause, 1722. 12. 104 s. Mit einer karte: Delineatio Palaestinae sive Terrae Sanctae maxime ad Ha^. Relandi mentem composita. Der text empfiehlt sich eben nicht besonders, und das modell konnte ich nicht zur sicht bekommen. 1842. Ludwig Erbe, Karte von Palästina. In gips- und papier- masse, kolorirt und gefirnisst. Stuttgart, J. F. Steinkopf, 1842. V 5" zu 1' 1". Das relief ist gefällig für das äuge. C. 1844. Relievo Map of Palestine or the Holy Land, illustrating the Sacred Scriptures and the Researches of Modem Travellers. Constructed from recent Authorities and Ms. Documents in the Office of Board of Ord- nance. Embossed Map. London, Dobbs and C. 134 Fleet Street. S. Rit- ter 16, 315. 1845. Palästina von Jos. Bürgi bearbeitet nach der neuen Karte von Karl Ritter. 1' 8" zu 1' 3". In gips bossirt, zudem kolorirt. Eine plumpe arbeit. 1856. Relief de la Terre-Sainte par EdT Beck. Bern, Dalp, 1856. Gr. fol. Die Überschrift auch deutsch. S. Engelmann 1095. 1860. H. W. Altmüller, Das Heilige Land und der Libanon in plasti- scher Darstellung nach den neuesten Forschungen. Cassel, T. Fischer, 1860. 56 zu 40 centimeter: massstab ungefähr 1: 900,000. S. Petermann ’s Mit- theilungen aus J. Perthes’ geograph. Anstalt, 1860, 20 1\ Ich könnte in das grosse lob nicht ganz einstimmen. — F. Altmüller: Aegypten, Sinai- Halbinsel und Palästina, edirte einen Begleitbericht zum Reliefplane der ge- uaunten Länder. Cassel, Fischer, 1861. Gr. 8. Mit 1 lithographirten karte in 4. Digitized by t^.ooQLe REGISTER. Die anonymen Schriften finden sich hier unter , Anonymi* alphabetisch gereiht, je das erste wort des titels voran; nur wenige titel ausnahmsweise auch sonst im alphabet. A. A. da Firenze 51. Abd er-Rahman 50. Abn Abdallah, s. el - Baschschari. Abu el-Feda (Abulfeda) 34. Abu el-Hasan 50. Ackermann, C. 241. Adamnanus 8. Adlerberg, N. 172. Adorno, A. 50. Adrichom, J. v. 1, 209, 234. Aertz, J. 48. Aiton, J. 183. Aitsinger 1, 209. Albert v. Aix 13. Alcarotti 85. Aldersey 82. Alexander, s. Rhein. Alexander, bischof 148. Ali Bei el-Abassi 140. Allatius, L. 16. Allen, W. 180. Allioli, J. F. 221, 240. Allom, T. 167. 1 Altmüller, F. 248. Altmüller, H. W. u. F. 248. Amico, B. 87. Amman, H. J. 93. Anderson, J. 180. Anderson, H. J. 177. Andriesz, G. 104. Angeli, B. 126. Angelico di Milano 212. Angeli^ A. de 81. Anglure, d’ 44. Angouleme , s. Thevet Angulo, L. de 208. Anicet, s. Digard. Anonymi : A Handbook for Travellers 189. A stränge and true Account 89. Acht Wochen in Syrien 165. Ansichten aus dem Morgenlande 229. Unodetgi? 44. Biblische Geographie 218. Bordeauxer- pilger 5. Carte de la Palestine- 238. Cartulaire du S. S6pulcre 14. Catoghisonitjan 226. Ci orroiz lestat de la eite de Iherusa- lem 21. Cippi Hebraici 71. Ciuitas Jerusalem 232. Codice diplomatico 14. Cöte de Syrie 246. Das buch der geschichte 215. Das jüdische Land 216. Das Morgenland 223. De dispositione Terrae S. 29. De Famagusta 26. De situ urbis 14. Der Tempel Salomonis 247. Descriptio itineris in Terram S. 18. Descriptio sanctorum locorum 13. Descriptio Terrae S. 23. Descriptio veridica 30, 68. Description de la Terra Sainte 49. Description de la Yille Sainte 219. Die klassischen Stellen 229. Die peregrinatie 49. Digitized by ooQle Die Stadt Jerusalem 247. Drei Briefe der palästinischen Juden 160. Drei Monate im Orient 195. Du Saint Voyage de Jerusalem 72. Ego iui de Accon 19. Ein kurtze vermerckung des heyligen Landts 208. Ein newe, warhafftige, grlindtliche Be- schreibung 209. Eines Salzburgers reise 124. Einleitung in die Bibel 219. Environs of Jerusalem 230. Eöthen 157. Episode religieuse 200. Epitome bellorum sacrorum 42. Geographia nubiensis 15. Gesta Francorum 13. Guida del Pellegrino 195. *H 'Ayta rij 97. Haec est via ad Terram S. 26. Handbuch ftir Reisende in den Orient 222 . Hee sunt peregrinationes et loca terre s. 32, 58. Hie hebt an das buoch von dem weg zuo dem holigen grab 50. Hie in dem puch 44. Hie sint mercklich die stett 208. Hierosolima habet portas 6. Histoire de la Terre S. 207. Historia Hierosolymitana 13, 25. Historisch - geographisch - statistische Beschreibung von Palästina 219. Ierusalem as it now is 89. Jerusalem und seine hist, denkwürdi- gen Umgebungen 231. Jichus ba-Abot 71. II libro del Passagio di Terra S. 42. Illustrazioni in un an. viaggiatore 59. Incipit descriptio locorum sanctorum 13 (s. Descriptio). Informacön for Pylgrimes 51. Innominatus, s. dies. • Iter Hierosolymitanum 77. Itinerarium a Bvrdigala Hiervsalem usque 5. Karte des h. Landes 238. Karte von Palästina 245. Karten, ms. 232 f. Kosmographie mit Palästina 12. La citez de Iherusalem 21. La description de la Palestine 211. La instrvttione del viaggio diHierusa- lem 2t 1. La Terre Sainte (1646) 211. La Terre Sainte ou description (1819) 216. La Terre Sainte (la Terra Santa) ou les lieux illusträs 167, 224. Lays of the H. Land 230. Le Livre d’Or 223 Le Voyage de Galil6e 111. Le voyage de la s. Cite 53. Les passaiges doultremer 63. Les sainctes p6r6grinations 208. Missions - Notizen aus dem h. Lande 175. Mittheilungen über Jerusalem 174. (fehldruck (jjulX&c) or "the true site of Calvary 182. Morgenland und Abendland, s. Hail- bronner. Mosir el-Gharam 50. Nach Jerusalem (gegen Frankl) 194. Nazaret gloriosa 113. Neueste Reise in Palästina 152. Notizie della Missione in Terra S. 175. Nous vous avons dit 22. Nouveau Voyage . . de Palestine 123. Nouvelle Relation 212. Vgl. Relation. Dies la deuise del saincts liu de iheru- salem 19. Omnibus volentibus visitare sepulchrum D. 20. Opera nuova chiamata itinerario de Hiervsalem 208. Or vous dirai de la seinte cite de Je- rusalem 25. Palästina in historisch -geogr. Umrissen . 217 Palästina Oder das Gelobte Land 248. Palästina oder wahrhafte Beschreibung 220 . Palästina sonst und jetzt 218. Palästina und vornämlich 217. Palästina zur Zeit Jesu 236. Panorama von Palästina 230. Pelgrimsreize 198. Pellegrinaggio della* terra s. 88. Pensieri e Riflessioni 195. Per viam superiorem ab Accaron in s. civitatem 18. Peregrinationes civitatis Jerusalem 58. Digitized by t^.ooQLe 251 Peregrinationes totius Terrae S. 58. HoßtCTb 210. Primo de portu Brandieise, Innom. III. Puteschestwie 151. Qaesti sono i viaggi 35. Reise nach dem h. Lande (nieder- deutsch) 44. Reise nach Jerusalem (flämisch) 44. Reise -Skizzen aus dem Morgenlande 164. - Relation d’un voyage de Metz & Je- rusalem 44. Relation fidelle du voyage de la Terre S., s. Beaugrand. x Relation nouvelle 104. Relievo Map of Palestine 248. Reyssbuch dess h. Lands 12. Sacred Places 230. Salzburgers, eines, reise 124. Scenes in the H. Land 230. Schulkarte von Palästina 242. Secunda pars Historise hierosolimitanse 13. Shrines of the H. Land 224. Si quis ab occidentalibus partibus Jeru- salem, Innominatus I. Sketches of a Tour 195. Souvenirs de la Terre S. 165^ Stjörn 15. Story of Bethlehem 225. Sytus et descriptio terre jerosolimi- tane 23. Tabula itineraria 232. Teppichkarte 233. Terra iherosolimitana 22. The City of our Lord 231. The Information for pylgrimes 51. The Travels of 14 Englishmen 89. Three Weeks in Palestine 152. Tombeaux des Patriarches 71. [22. Tractatus de loeis et statu sancte terre Traitß sur lTSgypte 207. Travels of 4 Englishmen 89. True and Strange Discours 89. Tvvo Journeys to Jerusalem 89. Un P&lerinage de marins 196. Vera e fedele Relatione 101. Viaggio, s. Viazo. Viaggio del Sepolcro di GesüCristo 79. Viaggio di Gerusalemme (Venezia) fll. Viaggio di Gerusalemme (Roma) 136 Viaggio di Gesü C. 217. Viaggio in Terra S. 36. Viazo (Viaggio) da Venezia al sancto iherusalem (Sepulchro) 63. Views in the H. Land 230. Visitatio Ex Jaffa 81. Von der Schickung und gestalt des h. Grabs 49. Voyage & Jerusalem 59. Voyage & la Terre -Sainte 60. Voyage en Galil6e 145. Wanderings over Bible Lands 203. Anshelm v. K. 65. Antoninus Aug. 4. Antoninus Martyr 8. Anville, d’ 138, 214, 235. Apianus, P. 70. Aquilante, s Rocchetta. Aquin, J. G. d’ 205. Aranda, A. de 70. Arculf 8. Areso, J. 177. Arfagart, s. Greffin. Ariosto 52. Arminensis 233. Arnold, F. 2, 222. Arrivabene, L. 86, 210. Arsenios 104. Arundale, F.155, 227. Arvieux, L. d* 108. jp Assheton, J. T. 237. Aveiro (Aveyro), P. v. 74. Aveling, T. W. 182. Avenel, J. d’ 155. Avezac, d’ 14. Azals 186. B. Bachiene, W. A. 1, 214. Baco, R. 307. Badya y Leblich 140. Bagge, H. 172. Bagr^ef - Speransky 176. Bakalär 60. Bakkes, H. 225. Baldensel 35. Baldricus 13. Ball, C. J. 221. Balourdet, L. 89. Bankes, W. J. 143, 146. Barclay, J. T. 21, 192. Digitized by t^-ooQle Barclay, S. 192. Bargäs 186. Barlaam 121. Barrely, D. 89. Barsky, B. 124. Bartlett, W. H. 167, 227. Bartoli, B. 212. el-Baschschäri 11. Basil Faradsch, E. 206. Basili, K. 174. Basilius 49. Bassi, A. 3, 175. Bässler, F. 223. Bastow, J. A. 225. Batuta (35), s. Iben. Baudry, s. Baldricus. Baumgarten, M. v. 65. Baumgartner, S. 62. Baur, G. 244. Bavincourt, C. de 76. Beamont, W. 188. Beaugrand, F. 119. Beauiieu 123. Beauveau, H. de 90. Beck, E. 247 f. Beck, J. 160. Becq 191. Beda, V. 10. Beder ed-Dtn es -Serkeschi 50. Bedford, F. 231. Behrends, P. W. 215. Beding, C. 224, 244. Beke, s. Beck, G. Beke, die 203. Belgiojoso, s. Trivulci. Bellermann, J. J. 2. Belon 72. Bemmelberg, R. v. 90. Ben Schahin, s. el-Chalil. B4nard, N. 96. Benedetto, G. 119. Benjamin, J. J. 175. Benjamin v. Tudela 17. Benzelius, H. 122. Berchem, J. v. 61. Berdini, V. 211. Berg 199. Bergeron, N. 108. Berggren, J. 148. Berghaus, H. 2, 238. Bergk 137, 144. 252 Bernardino, s. Amico. Bernardino, G. de 90. Bernardus, M. 11. Bernatz, J. M. 228. Berthold IV. 16* Berton 179. Bertou, J. de 161. Bertrandon 46. Beskow, G. E. 200. Besold, C. 79, 210. Besson 107. Bettencourt, H. 186. Beugnot, de 21. Beumer, P. J. 223. Biagio, s. Terzi. Bianco, N. 70. Bicken, Ph. v. 57. Biddulph, W. 89. Billandiäre, La 130. Binos, M. D. de 134. BiÖrno 44. Bisselius, J. 212. v Blackburn, J. 166, 247. * Blanc, Le 86. Blondel, E. 162. Bochart, S. 211. Bockenberg, s. Boekenberch. Bodemann, F. W. 225. Bodmann, J. v. 42. Boekenberch, J. Dirkz 78. Boha ed-Din 23. Boisen, L. N. 224. Boisnard 202. Boisot 112. Boldensele, s. Baldensel. Bonar, H. 3, 194. Bongars 12. Bonifazio v. R-, s. Stefani. Bonjour, A. 186. Borchardus Alimanus 27. Borculoo, H. 209, 227. Bordeauxer- pilger Jb. Bor6, E. 177. Borrer, D. 168. Borsum, J. F. J. 146. Botho III. 60. Bottnya, Julo u. Tzialling van 67. Bottu, J., de Limas 185. Boucher de la Richarderie 2. Boucher, J. 92. Bouiller, E. 186. Digitized by v^-ooQle 253 Bourassä, J.-J. 185. Bov6 153. Bovet, F. 197. Bowring, J. 220. Bräm, A. 219, 238. Bramsen 142. Brascha, S. 53. Braun, S. 191. Brebis, de 90. Bremer, F. 199. Bremond, G. 109. Breuning, H. J. 81. Braves, de, s. Savary. Breydenbach, B. v. 55. Bridges, G. W. 230. Briemle, V. 121. Brionseus, M. 209. Brocardus, B. Burchard. * Brocardus, Bonaventura 98. [naita 71. Brocardus (Brochard), Bonaventura, Ber- Brocardus, Bonaventura, Theutonicus 30. Brocchi, G. 149. Brockedon, W. 229. Brocklebank, J. 201. Brocqui^re, de la 46. Browne, W. G. 136. Bruiningk, H. F. v. 217. Brun, C. de 114. ßrunis, J. de 94. Brunner, U. 50. Bruno, A. 95. Brusseri 41. Bruyn, C. de 114. Bruyn, M. D. de 2, 224, 241. Bscheider, G. 134. Buchanan, R. 196. Buckingham, J. S. 143, 237. Bugislaus 61. S. Dalmar. Buhle, J. G. 130. Buiza, B. de 207. Bunel, L. 186. Bünting, H. 209, 234. Burchard v. Barby (Zionsberg) 27. Burckhardt, missionar 149. Burckhardt, J. L. 141, 143. 237. feürgi, J. 247 f. Burgo, J. B. de 113. Burhan ed-Dln el-Fesari 50. Burkard v. Strassburg 19. Burrel, T. 89. Busch, M. 198. Btisching, A. F. 214. Butigella, J. M. 49. c. C. D. S. M. 123. C. M. D. M. 217. Caccia, F. 115. Caffin, F. 131. Calaorra, J. de 212. J Callier, C. 238. Callot, E. v. 182. Calme, Omer 100. Calmet, A. 213. Camp, M. du 182. Campbell, A. 217. Campo, L. dal 45. Capodilista, G. 57. Careri, s. Gemelli. Carlsson, E. 127. Carmoly, E. 23. Carne, J. 148, 167. Carolina, B. de 99. Carstenn, J..W. T. 223. Cartulaire du S. S6pulcre 14. Casale, D. di 119. Casola, P. 61. Cassas, L. F. 134. Cassini, F. 174. Castel, J.' du 90. Castela, H. 88. Castillo, A. del 98. Castlereagh 173. Catherwood, F. 167, 227, 237. Catoghisonitjan 226. Caumont, v. 45. Cavazzoni 96. Cea, D. de 211. Cellärius, C. 213. Ceverio, J. 86. el-Chalil Ben Schahin 48. Champs, Des, s. Deschamps. Chassagnet, L. M. M. 200. Chateaubriand 2, 5,^M» 214. ( Chelo I. 36. Cheron, H. 108. Chiswell, R. 118. Chrysanthos, s. Kamares. Chrysanthos, patriarch 124. Churton, s. Whitaker. Circourt, A. de 188. Citez (la) de Iherusalem 21. Clarke, D. E. 137. Digitized by t^.ooQLe 254 Clemen, C. F. W. 221. Clements, H. G. J. 191. Clerc, Le 212. Clercq, L. de 231. Cöllen, F. A. 172. Connor, J. 143, 146. Conrad, F. W. 196. Conrad, G. 221. Cooke, C. 202. Cooley, s. Eving. Coquerel, A. J. 221. Cornille, H. 152. ^ Cotovicus, s. Kootwyck. Cottard, L. M. 219. Cotte, J. v. d. 242. Cox, F. A. 223. Craigher, J. N. 166. Croix, de la 112. Croly 229. Crome, F. G. 218. Cubley, die 195. Curtis, G. W. 182. Curzon, R. 155. D. D. C., s. Castel, du. D. S. A. 111. Daldini 142. Dalmar, M. 61. Dal ton (pseudonym) 173. Damas, de 190. Damer 162. Damoiseau 147. ^ Dandini, H. 87. Dandolo, E. 183. Danesi, D. 84. Daniel 14. Daniele, s. Casale. Dapper, 0. 212. Daveiro (Daveyro), 8. Aveiro (Aveyro). De la Croix, s. Croix. Delarotere 153. ^ Delessert, E. 180. Deschamps, B. 110. Des-Hayes 97. Desmazure 144. Desmet, P. 65. ß. Smet. Deville, L. 201. Dewald, G. A. S. 241. Diaz, F. 124. Dieterici, F. 179. Digard, Anicet 248. Dillen 130. Dimiskhi 30. Dirkz, s. Bbekenberch. Dixon, W. H. 200. Döbel, E. C. 156. Dochturoff, M. N. 202. Dodechini 63. Domergue, C. 186. Domingo, P. de S. 88. Donauer, C. 65. Dörle, A. 220. Dorr, B. 188. Dositheos 125. Doubdan 104. Droehoiowsky, J. 136. Dufour, A. H. 237. Dufren 214. Dupuis, H. L. 185. Durbin, J. B. 168. Dusseldorp, J. 63. E. Ecklin, D. 75. el - fidrisi 16. Egen, L. 43. Egerton, F., u. frau 164. Egmond, J. Ä. v. 119. Egron, A. 224. * - 'f* Ehrenberg, H. v. 76. Erhardt, L. 238. Eicholz, J. H. 138. Eldad Danita 207. Eiiah v. Ferrara 47. Eliot, Warburton, s. Warburton. Elliot, C. B. 159. Emln ed- Din Ahmed 50. Emmerich, G. 49. Enault 186. Encina, J. D. 68. Eneman, M. 121. Engelmann, W. 3. . Enjelvin, J. M. L. 225. Hr Eöthen, s. Kinglake. Epiphanios von Jerusalem 17. Eptingen, B. v. 49. Erbe, L. 218, 247 f. Erhard 246. Ernest, H. 212. Ernst, K. 244. Ernst, K. M. 218. Digitized by t^.ooQLe 255 Eskuche, B. L. 214. Este, N. da 45. Esthori, s. Parchi. Estourmel, J. d’ 153. Eucherius h. 207. Eugesippus - Fretellus 1 6. Eusebios v. Cäsarea 6., Eving Cooley, J. 164. Ewald, die 16§. Ewald, F. C. 166. Ewald, P. 219. Eyselsaner 48. Eytzinger 209. F. Faber, J. E. 214. Fabri, F. 53. Failoni, G. 150. Fallmerayer, J. P. 45, 154. Faradsch, s. Basil. Farnard, N. de 59, 66. Fasbender, P. 60. Fässler, J. G. 160, Fauvel 99. Fedantiola 207. Feliciano, F. 49. Felsecker, F. J. 166. Ferguson, F. 202. Fergusson, J. 204, 227. Ferrara, s. Eiiah. Ferrario, G. 217. Feustel, C. 211. Filleul-P6tigny 226. Finlay, G. 233. Finn, die 173. Firenze, A. da 51. Fischer, S. 161. Fisher, Howe 190. Fisk, G. 149, 165. Fisk, P. 149. Flaminius, L. 80. Fleischer, H. L. 140. Fliedner, T. 184. * Forbes, P. 179. -V Forbin, L. N. P. A. de 144. Forest, de 179. Formby, H. 164. Forot 199. Foucher de Chartres 12. Frameynsperg, R. v. 42. Frankl, L. A. 194. Fraser, J. B. 218. Freese, V. 60. Frescobaldi, L. 42. Fresquet, s. Goupil. Fretellus, s. Eugesippus. Fridach, J. 51. Füessli, P. 69. Fulcher, s. Foucher. Funcke, D. 236. Fürer, C. 79. Furrer, K. 202, 245. G. G. A. M., s. Maas. G. D., s. Gros. Gabriel, franziskaner 66. Gabryel, L. 203. Gadow, H. 174. Gagara, B. 101. Galeazzo, G. 86. Galibert, L. 167. Gans, J. 221. Garbs, F. A. 244. Garcia, M. de 141. Gari, J. A. 168. Gasparin, de 177. Gassot, J. 71. Gauthier 237. Gehlen, F. J. 170. Geisheim 3, 47. G61is 243. Gemelli, G. F. 1, 115. Gendry 200. Gentil, E. 190. Georg 65. Georgi, O. 172. Georgiewitz, B. 73. G6ramb, M. J. de 152. t G6rard, J. 209. Gerdes, E. 226. Gerson 77. Gerstenbergk, H. de 223. Gesenius, W. 141. Gessert, F. F. 216. , Geubels, M. 133. Geyer, B. A. 218. Ghistele, J. v. 57. Giraudet, G. 75. Godefridus I. 77. Gödern, H. v. 77. Godjealis, J. 207. Digitized by Google 256 Gondek 199. Gonsales, A. 109. Görringer, M. 220. Gossler, H. 170. Goujon, J. F. 111. Goupil Fresqnet 164. Grand, Le, oder Legrand 134, 144. Grange, de la 45. Gratz, L. C. 3, 221, 223, 240. Graul, K. 179. *b Gravenweert 161. Greche, de le 72. Green 248. Greffin, Arfagart 71 (vgl. Griffon). Greve, J. 221. Griffon 51. Grimm, J. L. u. L. C. 237. Grbben, 0. F. v. d. 113. Gronow 130. Gros? 186, 224. Gramm 180. Grtinemberg, 21.^59. Guarmani 205. Gucci, G. 43. Gu6rin, V. 190, 244. Guerrero, F. 86. Guinaumont 206. Gumpenberg, S. v. 47. 1 Gusman 97. Guylforde, R. 65. H. H., s. Herrmann. H. T., s. Timberlake. Hacket, H. B. 185. Hackländer, F. W. 165. Hadgi Mehemmed Efendy 109. Hahn -Hahn, I. 168. Hailbronner, K. v. 164. Haithon (Hethum) 31. Halbreiter, U. 167, 170, 229. Hamelsveld, J. v. 215. Hamilton, J. 201. Hanau, L. v. 57. Handtke, F. 245. Haneberg 61, 221. Hanna, 225. Harant, C. 88. Harding 167. Hardt, J. v. 214. Hardy, Spence 155. Harenberg, J. C. 235. Harff, A. v. 62. Harmar 214. Hase, J. M. 214, 235. Hasselquist, F. 130. Hassler 138. Hatala, P. 196. Haug, G. F. 237. Haukr 15. Hault, N. de 86. Haynes, J. 127. Hays, Des- 97. Haython, s. Haithon. Heidmann, C. 212, 234. Heinrich, s. Otto. Heinrich der Löwe 18. Heinzeimann, F. 224. Helffricb, J. 78. Helmuth, C. 240. Heit, J. de 63. Hempel, K. F. 216, 238. Henne, A. 160. Henniker, F. 147. Hergt, C. 226. Herrmann, G. 247. Herschell, R. H. 168. Hertel, s. Liechtenstain. Herzberger, F. A. 220. Herzog 222. Hese, J. de 43. Hessel van Martena 67. Hethum, s. Haithon. Heuter, J. 69. Heyman, J. 119, 123. Heyman, J. W. 120. Hierokles, Gr. 8. Hieronymus, h. 6 f. Hierotheus v. Retschanin 120. Hietling, K. 118. - Hilber, J. 183. Hirschfeld, B. v. 67. Hirschinger, S. 154. Hochstetter 218. Hoffmann, A. G. 224. 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Marcellus, de 147. Marcet, A. 215. Margolionth, M. 177. Mariano v. Siena 46. Marignola, J. v. 42. Marinelli 187. Marinos 225. V Mariti, G. 59, lfo, Marmier, X. 2, 172. Marmont, A. F. L. V. de 155. Martena, H. v. 67. Matzek, J. 183. Maundeville, J. 36. Maundrell, H. 116. Mauritius 15. Maurokordatos 125. Maximilian in Bayern 161. Mayer, A. L. 221. Mayer, L. 217, 228. Mayer, P. 191. Mayr, G. 240 f. Mayr, H. v. 161. Mayr, J. H. 141. Mayr, J. L. 187. Mayr, L. 130. Medina, A. 66. Medschir ed-Dtn 61. Meen, J. A. 226. Meggen, J. de 72. Mehnert, O. 197. Meier, U. 90. Meletius 125, 136. Melos, J. G. 216, 236. Menke, T. 246. Mergenthal, H. v. 51. Merion (Merryon) 143. Messmer, J. A. 225. Messmer u. Strauss 171 f. Metzger, J. B. 116. Meunier, N. 182. Meusel, J. G. 1. Michael a SS. Trinitate 133. Michaud 151. Michon, J. H. 181. Milano, s. Angelico. Millard, D. 166. Miller, C. 231. Millius, D. 214. Mills, J. 202. Mirebel, C. 58. Mislin, J. J78. - <•4-' Missions -Notizen aus