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DIE
GROSS-SCHMETTERLINGE
DER ERDE
EINE SYSTEMATISCHE BEARBEITUNG DER BIS JETZT BEKANNTEN GROSS-SCHMETTERLINGE
IN VERBINDUNG MIT NAMHAFTEN FACHMÄNNERN
HERAUSGEGEBEN VON
Prof. Dr. ADALBERT SEITZ
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I. ABTEILUNG - II, ABTEILUNG - |
V - PALAEARKTISCHE FAUNA — BAND 1—4. - EXOTISCHE FAUNA — BAND 5 — 16 |
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5. BAND |
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ALFRED KERNEN VERLAG S'I UTTGART
1924
DIE
AMERIKANISCHEN TAG EA ET ER
MIT 203 TAFELN
TEXT- BAND
V
ALFRED KERNEN VERLAG STUTTGART
1924
Alle Rechte, besonders die der Uebersetzung. Vorbehalten.
Printed in Grermany.
Cop3/right 1924 by Alfred Kernen, Verlag, Stuttgart.
Druck von H. Laupp jr, Tübingen.
V orwort
Die erste Etappe der „Groß-Schmetterlinge der Erde“, die Bearbeitung der palaearktischen Fauna, konnte noch im Jahre 1914 beendet werden. Erst heute steht die zweite große Abteilung, enthaltend die exotischen Tagfalter, im Abschluß. Auf 458 Tafeln konnten die gesamten Tagfalter der indo¬ australischen, amerikanischen und ätliiopischen Tagschmetterlinge zur Abbildung gebracht werden, insoweit diese nicht entbehrlich oder unerreichbar war.
Der vorliegende fünfte Band, den ich hiermit der Oeffentlichkeit übergebe, faßt die Rhopalocera und G r y p o c e r a von g a n z A m e r i k a zusammen, in einer Abgrenzung, für die auf S. 3 (der Einlei¬ tung) eine Begründung versucht ist. Für diejenigen, denen diese aus faunistischen Motiven nicht ausreichend erscheinen sollte, — ■ und Bedenken hierin sind nicht unberechtigt — sei dazu bemerkt, daß zur finanziellen Sicherung so kostspieliger Unternehmen, wie die Herstellung der ,, Groß-Schmetterlinge“, praktischen Erwägungen mitunter der Vorrang vor theoretischen gelassen werden muß. Die Beschränkung des Interesses oder wenigstens der Sammlungen vieler Reflektanten auf speziell amerikanische Formen schien dem Herausgeber so verbreitet zu sein, daß er geglaubt hat, den Völkern des Weltteils, der das Hauptkontingent der Abnehmer der ent¬ sprechenden Bände stellen dürfte, besondere Rücksicht schuldig zu sein.
Diese Pflicht schien dem Herausgeber um so ernster, als gerade in der letzten Zeit die Unterstützung, die dem Werk aus Ameril^a zuteil wurde, eine besonders dankenswerte war. Neben vielen Zuschriften aus Brasilien, Argentinien, Columbien und Paraguay an den Herausgeber und die Bearbeiter der einschlägigen Faltergruppen, die mehrfach schon im Text Erwähmmg fanden, muß noch mit besonderem Dank der regen Hilfe der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika und von Mexilco gedacht werden. Besonders der selbstlosen Mit¬ arbeit der Herren Roberto Mtjeller und Prof. Carlos Hoffmann in Mexilio (City), der Herren W. Schafs und H. G. Dyar in Washington ist es zu danken, wenn eine große Anzahl seitheriger Lücken ausgefüllt und frühere Irrtümer beseitigt werden konnten. Durch die Güte einer weiteren Anzahl hervorragender Kenner der nordamerikanischen Fauna wie Barnes, BenjajVUN, Boll, Snyder usw. — ■ z. T. ist ilirer Namen schon im ersten Teil des Werkes dankbar gedacht — konnten Abbildungen von Exemplaren gebracht werden, die ohne die gütige Kontrolle der Besitzer solcher Seltenheiten oder gar Unika nie möglich gewesen wären.
Aller namentlich zu gedenken, die den Herausgeber bei seiner gigantischen Arbeit mit Rat und Tat unter¬ stützten, liegt wohl weder in deren Absicht, noch im Interesse des Gesamtwerks; aber ihnen an dieser Stelle aufrichtigen Dank für ihre Bemühungen zu sagen, ist für uns eine Pflicht, deren Erfüllung wir als Bedürfnis empfinden.
Das ungeheiire Material, zu dem wir zur Hersteilung ehier einigermaßen befriedigenden Bearbeitung der Lepidopteren Amerikas Zugang suchen mußten, war nur zu einem Teil auf dem Kontinent von Europa einzusehen. Am meisten war noch die Fauna von C a n a d a u n d den Vereinigten Staaten in europäischen, besonders deutschen, Museen vertreten. Hier setzte gaiiz besonders die eben erwähnte Hilfe der Entomologen der Union ein; auch ist die Literatur über die Fauna Nord-Ameriljas schon so reichhaltig, daß mit üirer Zuhilfenahme ein ungefähres Bild, besonders über die amerikanischen Tagfalter, gewonnen werden konnte. Unter ausgiebiger Benutzung der Werke von Abbot und Smith, Scudder, den beiden Edwards, Holland, Wright u. a. mit z. T. sehr guten Abbildungen und mit der oben erwähnten freundlichen Unter¬ stützung nordamerilcanischer Sammler, glauben wir soviel zusammengetragen zu haben, als für den kiu’zen Abriß, auf den sich ein so umfassendes Werk beschränken muß, erforderlich war.
Hinsichtlich Mexikos versetzte die schon erwähnte freundliche Hilfe der Herren R. Mueller und C. Hoffmann uns in die angenehme Lage, Neuheiten und Seltenheiten zu studieren, über welche an anderer Stelle sonst kaum Aufschluß zu erhalten gewesen wäre. Herr Prof. Dr. M. Draudt in Darmstadt, dessen Kol¬ lektion mexikanischer Lepidopteren wohl nirgends in Europa an Reichhaltigkeit erreicht wird, hat unter Zu¬ grundelegung dieses Materials die Bearbeitung der Lycaenidae und der Grypocera selbst durchgefülirt und dadurch für die Erforschung dieser ziemlich lückenhaften Gebiete einen ganz besonderen Dienst geleistet ; konnte er doch über 100 neubeschriebene amerikanische Tagfalter fast sämtlich im Bilde bringen.
Z e n t r a 1 - A m e r i k a , durch die rühmlichst bekannte ,,Biologia“ von Salvin und Godman und nachmals durch W. Schaus’ Schriften besser bekannt wie die meisten südamerikanischen Tropenländer, konnte
VI
VORWORT.
vielfach nach dem Material von A. H. Fassl und der reichen RiBBESchen Ausbeute vom Chiriqui, die uns die Firma Dr. Staudinger und Bang-Haas in dankenswerter Weise zugänglich machte, bearbeitet werden. Aber schon zu dieser Fauna — ■ vielleicht abgesehen von Costa-Rica ■ — • kann bemerkt werden, daß noch zahlreiche Distrikte erst mangelhaft erforscht sind und vielleicht schon in nächster Zeit eine umfangreiche Erweiterung unserer Kenntnis in Aussicht steht.
lieber Columbien und den Amazonas, bzw. dessen Nebenflüsse, geben uns die Sammlungen A. H. Fasses guten Aufschluß. Manche Tafeln, wie z. B. die Agrias auf Taf. 113 B, sind fast gänzlich nach Neuheiten aus der FASSLschen Sammlung hergestellt, die er in den ungesunden Wäldern des tropischen Süd- Amerikas erbeutete und die er mit dem Leben bezahlte, als er kürzlich dem mörderischen Klima erlag. Daß er in den Nachträgen gerade zu diesem Band der Welt ein bleibendes Andenken hinterließ, ist uns eine ganz besondere Genugtuung.
Aus Brasilien und dem Westen S ü d - A m e r i k a s lagen gleichfalls reiche Sammlungen vor. Die GARLEPPschen Ausbeuten aus Peru lieferten besonders reiches Material. In Bolivien hat gleichfalls Fasse zwar nicht sehr lange, aber sehr gründlich gesammelt und uns sein reiches Material zur Verfügung ge¬ stellt. Für die anstoßenden Teile Argentiniens rvurde der Ausbeute Jose Steinbachs manches gute Objekt entnommen, während im Süden dieses Landes und in Uruguay der Herausgeber selbst manche Beob¬ achtung machen konnte. Das gleiche gilt von Brasilien, wo besonders in Bahia der Unterzeichnete Heraus¬ geber ein ansehnliches Material zusammenbrachte, und von wo die meisten biologischen Notizen stammen, die dem Texte eingestreut werden konnten. Von großem Werte waren für diese südamerikanischen Gebiete die Zusendungen der Herrn Zikan und Arp in Brasilien.
Außerdem haben sich sowohl die Bearbeiter, wie auch der Herausgeber bemüht, die Spezial- s a m m 1 u n g e n sowie die großen Museen für ihre Studien heranzuziehen. Auch den Leitern oder Besitzern dieser sei hier nochmals Dank abgestattet, insoweit dies nicht schon im Geleitwort zu den Bänden des ersten Teils geschehen ist. Durch ihre Güte konnte die CouRVOisiERsche Lycaeniden- Sammlung eingesehen werden und Herr Abee in Leipzig hatte die Güte, manche seiner Hesperiden zur Vergleichung einzusenden. Wenn ich hier erwähne, daß z. B. Lord Rothschied mir die Durcharbeitung von 25 000 Eryciniden des Tring- Museums erlaubte, so kann man ermessen, von wie großer Wichtigkeit solche Unterstützung bei Abfassung der einzelnen Kapitel gewesen ist.
Daß im Abschluß des Bandes, den ich heute der Oeffentlichkeit übergebe, eine Verzögerung von einem vollen Jahrzehnt entstanden is'^, wird niemand wundern, der sich daran erinnert, wie gerade das Geburtsland des Werkes im Mittelpunlit der furchtbaren Erschütterungen stand, denen die Welt in diesem Dezennium ausgesetzt war. Vielmehr ist zu verwundern, und in erster Linie der Langmut der Abnehmer zu daidien, wenn ein wissenschaftliches Werk von der Art des vorliegenden diese Schicksalsschläge ohne anderweite Schädigungen überdauern konnte.
Ich kann diesen Band nicht herauslassen, ohne neben den Bearbeitern der einzelnen Tagfalter- Familien auch dem Verleger nachdrücklich st zu danken für die ungeheuren Opfer, die gerade in so schwieriger Zeit die programmäßige Fortführung eines solchen Werkes erheischte. Sein aufrichtiges Bestreben ist es ge¬ wesen, in enger Arbeitsgemeinschaft mit dem Herausgeber die durch die unglückseligen Ereignisse des letzten Jahrzehntes über die Maßen beanspruchte Geduld der Freunde des Werkes zu belohnen und den Zeitpunkt zu erreichen, wo der amerikanische Tagfalterband fertig in die Welt geht und die Tagfalter der indischen und afrilvanischen Fauna am Abschluß stehen.
In dem, was über die Form der Abfassung zu sagen wäre, darf wohl auf die Geleitsworte zu den Bänden des Palaearktenteils verwiesen werden. Bezüglich der Stellung des Herausgebers gegenüber den sogenannten ,, internationalen Nomenklaturregeln“ hat sich nichts geändert. Als ein in allen Einzelheiten maßgebender Gesetzeskodex müssen sie zwar in der Zoologischen Welt als abgelehnt gelten und die Entomologie ist nicht berechtigt, hierin eine Sonderstellung einzunehmen. Das schließt nicht aus, daß der größte Teil dieser Regeln, insbesondere insoweit sie nur eine präzise Fassung längst üblicher und nirgends beanstandeter Ge¬ bräuche darstellen, nützlich und darum auch in den ,,Groß-Schmetterlingen“ durchgehends angewandt sind. Ihre Zurückweisung als maßgebendes Gesetzbuch ist allgemein wohl nur insofern erfolgt, als sie ihre Hauptauf¬ gabe, Schaffung der Stabilität in der Nomenklatur, nicht nur nicht erfüllten, sondern sogar mehrfach gestört haben, indem immer wieder Ausgrabungen und Umdeutungen alter Namen neue Widersprüche in die gesamte vorhandene Literatur bringen mußten. Diesem meist auf der zu straff ge¬ nommenen Auslegung des Prioritätsprinzips beruhenden Mißstand haben wir das Werk als ein Gebrauchsbuch tunlichst zu entziehen getrachtet, im übrigen aber den einzelnen Bearbeitern in der Anwendung der gebräuch¬ lichen Nomenklaturgesetze keinen Zwang auferlegt.
Es scheint, daß viele Entomologen in den ,, Großschmetterlingen“ die gegebene Gelegenheit erblickt haben, die Behandlung der Lepidopterologie auf eine wissenschaftlichere Basis zu stellen. Dieser Ansicht konnte sich der Herausgeber sowohl aus ideellen wie aus praktischen Gründen nicht anschließen. Jeder bearbeitende Fachmann pflegt als die wissenschaftlich wertvollsten diejenigen Methoden und Maximen anzu¬ sehen, mittelst deren er zu seinen wichtigsten Resultaten gelangt ist. Auf diesem Wege die vom Heraus¬ geber angestrebte Einheitlichkeit des Gesamt werks zu erreichen, scheint unmöglich. Fast in jedem Kapitel
VORWORT.
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würde dann hinsichtlich der Behandlungsweise ein andres Moment im Vordergrund gestanden haben. Zuflom bedarf jede vorgenommene Umwälzimg einer Begründung, deren Einreihung das W'erk in seinein umfassenden Programm ungleichmäßig, unhandlich und inhaltlich undauerhaft, jedenfalls aber für die ^Mehrheit der Benützer, die zu fünfundneunzig Prozent keine Fachgelehrten sind, unsympathischer gemacht haben würde. Der Herausgeber hat sich darum bei den Bearbeitern darum bemüht, daß sie auf Spezialist ische Exkurse, mögen diese in Monographien noch so wertvoll sein, tunlichst verzichteten.
Aiich im 5. Band zeigt, wie bei den Bänden der vorigen Abteilung, eine flüchtige Durchsicht schon, daß die textliche Bearbeitung wesentlich als Ergänzung der Tafeln gedacht ist. Außer biologischen Anmer¬ kungen enthält sie zumeist Hinweise auf feinere Unterscheidungsmerkmale von den nächsten Verw'andtcn. Wo bei besonders bunten und kenntlich gezeichneten Arten {Perisama, Catagraynma, Anaea usw.) ein Erkennen nach dem Bilde ohne Gefahr von Irrtümern unschwer möglich ist, konnte der Text auf ganz wenige Worte über Synonymie und Vaterland beschränkt werden; umgekehrt war bei gewissen, kompliziert gezeichneten Lycaeniden oder Hesperiden öfters eine etwas umständliche Kennzeichnung erwünscht. Immerhin ist diese möglich gewesen, ohne daß die für die Handlichkeit eines Bandes maximale Zahl von etwa 1000 Seiten und 200 Tafeln nennenswert überschritten wurde.
Im Text sind im ganzen 15 000 Namen erklärend behandelt und durch ca. 9000 Figuren auf den Tafeln illustriert. Daß alle Figuren fehlerlos oder gar Kunstwerke sein sollten, wird kein billig Denkender verlangen oder auch nur erwarten. Wenn sich aber in den späteren Tafeln des Bandes mehr Verfehlungen, als in den früheren Tafeln bemerkbar machen sollten, so bitten wir die ungeheuren Schwierigkeiten in Betracht ziehen zu wollen, die Krieg und Revolution gerade für technische Betriebe zu schaffen pflegen.
Aber auch für denjenigen Teil des Bandes, der noch vor dem Krieg erschien, bitten wir um Milde in der Beurteilung, wie sie auch die Kritik für den ersten Teil hat walten lassen. In erster Linie soll das Werk zur Orientierung dienen, zur raschen Erkennung und Einschätzung von Material, von Reiseausbeuten, Samm¬ lungen, Zenturien, Einzelfängen usw. Zur Erreichung dieses Zwecks sollen die Figuren kenntlich und natur¬ getreu, aber sie brauchen nicht künstlerisch hochstehend zu sein. Deshalb ist auch in denjenigen Fällen, wo Kopien aus alten, technisch unvollkommenen Werken als einzige Vorlage dienten, die Verantwortung unserer Abbildung für Richtigkeit des Bildes nicht ausdrücklich abgelehnt worden. Die Kenner der alten Werke — und für monographische Arbeiten einzelner Gruppen werden ja nur solche in Betracht kommen — dürften auf den ersten Blick herausfinden, welche Bilder nach Hewitson, nach Gramer oder Hübner gefertigt sind, so daß es überflüssig schien, lange Listen über die jeweilige Herkunft der Originale oder Vorlagen beizugeben.
Nur im allgemeinen sei angegeben, daß die Bilder der Papilio und der Erycinidae fast sämtlich nach Exemplaren des Tring-Museums, die Pieridae und viele N ymphalidae nach solchen aus der Sammlung des Herrn J. Röber in Dresden, die Morphidae, Brassolidae, Prepona, Ageronia sämtlich aus der Sammlung Fruhstoreer, die Lycaeniden nach den Sammlungen Fasse, Staudinger-Bang-Haas und des Heraus¬ gebers gefertigt sind. Die mexikanischen Formen entstammen zumeist Vorlagen des Herrn Dr. Draudt, viele Satyi’iden den jetzt in Berlin befindlichen Sammlungen Staudinger und Weymer.
Von besonderer Wichtigkeit scheint mir noch die Angabe, daß sehr viele Hesperiden-Bilder dem Werke von Carl Plötz entnommen sind. Dieses Werk, von dem sich ein großer Teil zur Zeit (bis zu seiner Veräuße¬ rung) im Besitze des Herausgebers befindet, ist zwar in seinen Tafelbänden (von denen etwa 20 vorliegen) niemals erschienen, aber ohne Einsicht dieser Tafeln sind die zahlreichen, von Plötz herausgegebenen Veröffentlichungen unmöglich richtig zu deuten. Wir haben darum von den uns strittig erscheinenden Ai’ten — größtenteils Hesperiden — einige Hundert im fünften, neunten und dreizehnten Band kopieren lassen und es ist durch die Vergleichung dieser Originalbilder möglich gewesen, manchen Irrtum und Zweifel aus der Wissen¬ schaft zu entfernen. Wiewohl das PLÖTZsche Werk niemals im Buchhandel käuflich war, hat es doch wenigstens teilweise fast allen arbeitenden Lepidopterologen Vorgelegen; Hewitson, Godman, Mabille usw. haben danach gearbeitet und darauf verwiesen. Viele Abbildungen, besonders solche der über 1500 Tafeln mit Hesperi- denbildern (die 6 Bände des Teils XX) sind durch Swinhoe, Mabille u. a. in Kopien herausgegeben worden. So haben auch wir das PLÖTZ-Werk als ein unersetzliches Quellenwerk zitiert und diejenigen Arten, die sich nach den unübertrefflichen Abbildungen ohne weiteres erkennen lassen, nicht neu benannt, sondern als ge¬ nügend gekennzeichnet und als hinreichend durch Kopien verbreitet übernommen.
Was den T e x t b a n d betrifft, so mrd3 hier gesagt werden, daß der Herausgeber nur für die deutsche Ausgabe verantwortlich ist. Auf die beiden andern Ausgaben stand ihm ein Einfluß nicht zu. Die französische Ausgabe ist mir überhaupt, insoweit sie nach 1914 erschienen ist, gänzlich unbekannt; ich habe niemals ein Exemplar davon gesehen. - — Wirkliche Vollständigkeit konnte natürlich nur bis zu dem Zeitpunkt angestrebt werden, wo die verheerende Wirkung des Weltkriegs noch nicht den wissenschaftlichen Connex der Völker untereinander unterbrochen hatte. Weitere Vervollständigung muß den Supplementheften und einem Zeit¬ punkt aufgespart bleiben, wo die zerrissenen Fäden des wissenschaftlichen Verkehrs der Völker untereinander wieder geknüpft sind.
Leider ließen sich auch in diesem Bande störende Differenzen zwischen den Benennungen im Text und auf den Tafeln nicht vermeiden. Da die Technik eine ganz gleichzeitige Inangriffnahme von Beschrei-
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bung und Illustration, die sich oft auf das gleiche Exemplar stützen, nicht gestattet, so fand sich mitunter
VIII
VORWORT.
erst nach Fertigstellung der Tafeln, daß die abgebildeten Exemplare besser einen andern, meist neuen Namen verdienten, der ihnen im Text noch gegeben werden konnte, während die Tafeln schon ausgegeben waren. Diesen Uebelstand bitten wir daher als eine Folge des xinaufhaltsamen Fortschritts unsrer Kenntnisse hin¬ zunehmen.
So geht denn der fünfte Band, wie sein Vorgänger, hinaus mit der einzigen Aufgabe, als Gebrauchs¬ werk allen Vertretern und Freunden der Lepidopterologie Dienste zu leisten. So wenig, wie bei den Bänden des ersten Teils hat der Herausgeber danach gestrebt, ein Prachtwerk mit möglichst vielen Ueberraschungen, mit verbesserten Systemen und unerwarteten Neuheiten ins Leben zu rufen. Eine systematisch gegliederte, in gleichbleibendem Schema durchgeführte Bearbeitung der amerikanischen Tagfalterwelt, von Spezialisten zu einem Ganzen organisch verbunden, mit kurzer Skizzierung von Lebensweise und Entwickelungszuständen, aber mit tunlichster Berücksichtigung von Variationsrichtung, von Faunistik und Synonymie, das ist die Auf¬ gabe, die das Werk sich gestellt hat, und wenn aus seinem Inhalt die Hingabe erkannt wird, mit der Bearbeiter, wie auch Herausgeber und Verlag sich diesem Vorhaben gewidmet haben, so wird diese Anerkennung ihr schönster Lohn sein.
Darmstadt im Mai 1924.
Dr. Adalbert Seitz.
Bekanntmachung.
- <o -
Nachdem nunmehr der palaearktische Teil des Seitz’schen Werkes bis auf wenige Lieferungen erschienen ist, haben wir uns entschlossen, für die noch ausstehenden Lieferungen, das System ,,von durchschnittlich je 1 Bogen Text und 2 Tafeln“ im Interesse schnelleren Erscheinens fallen zu lassen, und werden die Lieferungen dieses Teils den Umständen nach, in frei-zusammengestellten Heften erscheinen , die manch¬ mal nur Bogen, manchmal nur Tafeln enthalten.
Stuttgart, 7. April 1914.
Der Herausgeber. — Der Verlag.
«
Die
Groß=Schmetterlinge
der Erde
Eine systematische Bearbeitung ~ :
der bis jetzt bekannten Großschmetterlinge
In Verbindung mit namhaftesten Fachmännern herausgegeben
von
- Dr, Adalbert Seitz =
Direktor des zoologischen Gartens zu Frankfurt a. M.; correspondierendes, arbeitendes und ordentliches Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften
STUTTGART
FRITZ LEHMANN VERLAG 1907
Alle Rechte Vorbehalten.
. II. ABTEILUNG: .
Die
Exotischen Qroßschmetterlinge
?
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- V. BAND: -
Die Großschmetterlinge
- des — -
Amerikanischen Faunengebietes
V
1
Alle Rechte Vorbehalten.
Einleitung.
Der Riesenkontinent von Amerika, der sich vom ewigen Eise der arktischen Polarregion an weiter als irgend ein anderer Kontinent nach Süden erstreckt, ist mehr als jeder andere Länderkomplex der Erde geeignet, eine unerschöpfliche Menge der abwechslungsreichsten Tiergestalten zu zeitigen. Das nach dem Atlantischen Ozean hin fast überall otfene Land lässt die meerfeuchten ().stwinde bis weit in das Innere des Kontinents befruchtende Regen tragen und so entwickelt sich denn ein vielseitig und fein verzweigtes Netz von Wasseradern, die in Gemeinschaft mit den verschiedenen den jeweiligen Zonen entsprechenden Klimaten und Wärmeverhältnissen eine an Mannigfaltigkeit geradezu einzig dastehende Vegetation ins Dasein rufen.
Aus der zirkumpolar verbreiteten arktischen Fauna sich heraus entwickelnd, nimmt vom südlichen Canada bis Texas die gesamte Fauna einen der europäischen und zentral-asiatischen Tierwelt genäherten Charakter an. Nicht allein dass die im gemässigten Nord -Amerika dominierenden Tiere grösstenteils Grupjien an¬ gehören, die auch in der gemässigten Zone der alten Welt eine Hauptrolle spielen, auch die geographische Verteilung zeigt hier noch die auffallendsten Analogien. Unter den Lepidoi)teren sind hüben wie drüben Arrjijniiis, Mel/faea, IVo/c.s'.sn, Apatimi , Arctiiden und Catocalen führende Gestalten, und als einziger durch¬ schlagender Unterschied drängt sich schon bei obertlächlicher Betrachtung das Ühei'wiegen der H esperiden in Amerika gegen das Vorherrschen der Satyi-iden in der alten Welt auf. Aber die Gesamtsumme der zu beobachtenden Foi'inen ist auf beiden Halbkugeln im gemässigten Norden fast die gleiche und die Hälfte der östlichen gemässigten Ländermasse, die an Grösse etwa der gesamten westlichen entspricht, enthält ungefähr die gleiche Zahl von Lepido2)teren wie diese, nämlich ca. ()'/2 Tausend Formen.
Das ändeii sich, sobald wir, dem amerikanischen Süden zustrebend, die warme Zone erreichen. Fast mit einem Schlage ist jede Älmtichkeit mit der alten Welt verschwunden. Die sonderl)aren und hoch- charakteristischen Formen der ilorpho, ItJioiitia, Meliiiaea nnd die ('nAnia und Glatwojiis, die Pericopis
und ('ijllipmln, die wunderlichen Formen der neotropischen Eryciniden, die geschwänzten H esperiden etc. haben in der alten Welt nicht ihresgleichen, kaum entfernte Ähnlichkeiten. Sie geben der süd-amerikanischen Fauna ein so eigenes, auch dem kühleren Nord -Amerika (nördlich \'on Mexico) fremdes Gei)räge, dass wir die Falterfauna von Süd -Amerika wohl als die eigenartigste der Erde bezeichnen können. Welches ihre hauptsächlichsten Eigenheiten sind, ist schon in der Einleitung dieses Werkes angedeutet uml soll unten noch näher ausgeführt werden.
Wenn wir trotzdem eine eigentliche Trennung zwischen der nord- und süd - amerikanischen Fauna nicht in der Art vornehmen, wie sie die seitherige Zoogeographie in der Scheidung der neoti'o])ischen von dei’ nearktischen Fauna gekannt hat, so begründen wir dies <lamit, dass die Basis für eine scharfe Grenze in eben der Weise fehlt, wie zwischen dem indischen und dem australischen Faunengebiet. M’ie dort die von Wallack gezogene Grenze für die Schmetterlinge keine Gültigkeit hat, so lassen uns auch in Amerika die sonst anwendl)aren Abteilungsinlnzipien der Faunengebiete im Stich. Vergleichen wir beispiels¬ weise die Verhältnisse Amerikas mit dem viel konniakteren Afrika: Südlich der Sahara gibt es keine hiichloe, keine Aporni, keine Procris, keine echte 'Aipiaena, keine IVon'.ss«, keine Pdvanjf, keine Oi'iKxpjna, kurzum es tehlen gerade alle die Arten, die in Nord -Afrika die häutigst vorkommenden, man möchte sagen autdringlichsten Vertreter tler Schmetterlingswelt sind. Dafür gibt es im Norden keine Etiphacdra , keine ('ipiiotlioc oder Puripphene, es fehlen sämtliche im übrigen Afrika verbreiteten Papilio- und Pierideii-Ciruppen ; die für das ganze tropische Afrika so charakteristischen AniaiivE suchen wir vergebens etc.
Eine solch unüberwindliche Barriere, wie sie die in ihrem trostlosen Innern vegetationslose Sahara bildet, fehlt in Amerika. So sehen wir die sonst durchaus süd -amerikanischen Neotrojhden in Californien. die Helicomiis in F’lorida nach Norden vordilngen und die Arpi/iiiiis, (Alids, i'atocida etc. auf den Anden¬ höhen nach Süden streiten; die beiden Faunen greifen mit einem Wort so ineinander über, dass wir gar keine Grenze einer gekünstelten vorziehen; und wir tun dies um so lieber, als diesen theoretischen Erwägungen sich eine Reihe praktischer Gründe anschliesst.
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Einleitung. Von Dr. A. Seitz.
Unter den Eigenschaften der amerikanischen Schmetterlingsfauna, die im Süden des Gebietes am lebhaftesten hervorstechen, nennen wir den Artenreichtum. Früher sagte man, dass der amerikanische Doppelkontinent allein etwa ebensoviel verschiedene Schmetterlingsarten enthalte als die gesamte übrige Erde. Dieser Vergleich hatte so lange Giltigkeit, so lange man nicht alle die zahlreichen Lokalformen gewisser malayischer und indo - chinesischer Falter unterscheiden gelernt hatte, die eine einzige Species auf allen jenen grösseren und kleineren Eilanden des malayischen Archipels in ähnlichem, aber doch nach der Lokalität konstant verschiedenem Gewände erscheinen lassen. Seitdem aber die altweltlichen Arten in eine so grosse Zahl von Rassen oder Lokalvarietäten , von Subspecies, Regen- und Trockenzeitformen, Hoch¬ gebirgsbewohner und Formen der Ebene zerspalten worden sind, hat das kompakte und vielfach ohne aus¬ gesprochene Regenzeit gleichmässig temperierte Süd -Amerika von seinem Übergewicht stark eingehüsst.
Wenn man nun bedenkt, dass jeder Schmetterling, v/elcher Art er auch angehören möge, in Amerika von Ganada bis nach dem Kap Hoorn tliegen könnte, ohne ein direktes, unühersteigliches Hindernis anzutreffen, weder eine so scharf abschliessende Wüste, wie sie Nord- von Mittel- und Süd-Afrika, noch ein Meer, wie es Australien von Indien trennt, so ist es nicht leicht verständlich, wie wir Gastnien, Neotropiden, Hesperiden oder Gatagrammen in fast jedem amerikanischen Distrikt in eigenen, meist durch keinerlei Ühergangsformen miteinander verbundenen Foi-men antreffen. Hierin otfeidmrt sich doch eine schöpferische Produktionskraft von einer ungewöhnlichen, keinem andern Lande in gleicher Weise zukommenden Ergiebigkeit.
Verschwenderische Ausstattung ihrer S chmetterli n gs arten mit grellen und leuch¬ tenden Farben ist die zweite Haupteigentümlichkeit der amerikanischen Fauna. Es gibt auch in Indien und dem tropischen Afrika l)unte Arten genug, das soll nicht ausser acht gelassen sein; aber während die alte Welt allerorts neben den bunten und reich verzierten Formen auch Heere von fahlen, w'eissen und neutral -braun gefärbten Formen hervorbringt, glitzert und flimmert es auf manchen Flug¬ plätzen der Süd - amerikanischen Wälder bald von kleinen, gold- und silbergezierten Syntomiden, bald von weithin azurblau leuchtenden Riesenfaltern. Ein Anjopterou anreipciDfis mit unten reingoldenen Flügeln, eine so reiche. Silherverzierung wie Dioiic moiicta , eine so leuchtend blaue Grundfarbe wde Morjtho cypris hat kein Falter der alten Welt aufzuweisen. Dabei sind auch diejenigen Farben, die nicht schon an sich durch metallischen oder seideartigen Glanz hervortreten , in einer überaus vornehmen und gefälligen Weise angebracht. Vielfach sind es auf tiefschwarzem Grunde stehende hochrote, orangefarbene oder hlaugrüne Längsflecke oder Bänder, die in ruhigen Mustern mehr gediegene und satte Farhenfülle als protzige Überladung zu verraten scheinen. So unruhig bunt lietupfte Formen wie die Papilio ur/ui»m//oii-Gruppe, wie die XeiirosifpiKt und die CatphisKs sind in Amerika selten. Eine tiefgefärbte, aber fast stets nur einfarbige Prachtbinde genügt, um die Kpicalia, die Phlorippc und Prepona, die Pal/icorc und Adclpha zu den schönsten Erscheinungen zu machen, die ein unverdorbener Geschmack ersinnen kann.
ln einer ganz besonders und eigenartig modifizierten Weise tritt in Amerika die Erscheinung der Mimicry auf, die in der Einleitung zum ersten Teil unsei'es Werkes eingehend besprochen wmrden ist. Es gibt in Süd-Amerika manche oft räumlich enghegienzte Lokalitäten, an denen fast sämtliche dem Besucher in Anzahl vorfliegenden Schmetterlingsarten ein und dasselbe Kleid tragen, gleichgültig, ob es Tag- oder Nachtfalter, ob es plumpe Segler, unheholfene Weisslinge oder scheue Nymphaliden sind. In Golumbien kann man eine Anzahl ganz gleich gefärbter und gezeichneter Schmetterlinge um einen blühenden Busch fliegen sehen, die vier ganz verschiedenen Gru})pen angehören. Sie sind alle schwarz mit scharlachroter Schrägbinde auf den Vtlgln. Dabei ist der eine ein Weissling (Pvrcnte leticodi'osyntc), der zweite ein Heli- conier ( ffeliconiiift mrlpoincin'}, der dritte ein Segelfälter (Papilio ciiferpiniis) und der vierte eine Art Eisfalter (A(lelj)ho iftifi). In bestimmten Distrikten Süd-Brasiliens sind eine gell)e Vflglhinde und zackige Längsstreifen auf hraungelhem Grunde das allgemeine Moliv, welches Weisslinge (Pcvhyhriü, l)isnioy}>1ua), Danaiden ('/w/corccL, Heliconier ( llc/icoiiiits narcaca), ja seihst Nachtfalter (('licfoi/e) tragen. Ich habe an anderer Stelle von einer Neigung gewisser Gegenden gesprochen, ihre Bewohner zu uniformieren und wenn es auch in Indien und besonders in Afrika nicht an verwandten Erscheinungen fehlt, so fällen sie dort hei weitem nicht so in die Augen wie in Amerika.
Wie die heutige Säugetierfäuna von Süd-Ameilka sämtlicher gigantischer Formen entbehrt, so halten sich auch die dortigen Falter in der Mehrzahl hinsichtlich ihrer Grösse in mittleren Grenzen. Nur hei den Galigo, den Morpho, einigen Sphingiden und der Riesen-Noctuide Thysaiiia cKp-ippina gehen die Formen ins Gewaltige; für die ungeheuren Attacus, die besonders im weiblichen Geschlecht ungeschlachten Oynifhoptcra fehlt eine richtige Parallele. Und wie in der Grösse, so zeigt sicli auch in der Form nicht die Neigung zum Grotesken, Unverständlichen, wie dies hei den altweltlichen Faunen bezüglich vieler Formen, wie liepiodycioi, Seyiciiixs, iJyuyjpi antimac/ms etc. auffällt. Über die Bildung von Hflglschwänzen hei sonst in der Regel ungeschwänzten Familien (XympliaHdae , Eyyrii/idac , Ucspcyidac) kommt es in Amerika bezüglich der Erzeugung barocker Gestalten selten hinaus.
Zu diesen schwer erklärlichen Eigenheiten dei- amerikanischen Fauna treten noch einige andere, deren Ursachen klarer liegen. Für eine grosse Anzahl von Distrikten, besonders des südlichen Amerika, besteht keine eigentliche Trocken- und Regenzeit, ln der Gegend von Rio de daneiro sind fä.st an jedem Tag des Jahres Niederschläge möglich und die regenlosen Perioden sind sowohl in ihrer Dauer wie auch
Einleitung. Von Dr. A. Skitz.
in hezng auf die Zeit ihres Auftretens variabel. tSo honimt es d(jrt , wie wir schon kniz erwähnten, nicld in der ausgesprochenen Weise zur Bildung von Saisondimorphismen wie an vielen Slidlen dei- alten Welt, wo die Witterungsverhältnisse genau geregelt und Kegen wie Sonnenhitze an gewisse .Monate g(-- hunden sind.
Der Polymorphismus erscheint auch in anderer Hinsicht, nämlich in seinen lokalen Heziehuniren nicht im gleichen Grade ausgehildet zu sein wie in der alten Welt. Obwohl wii' heim Vap'ilUi /i/sifhoKs ■/.. \’>. das auch bei vielen Indiern konstatierte Verhalten wahi-nehmen, dass er in den verschiedenen Gehrenden den jeweils dort vorkommenden Aristolochienfalter nachahmt, z. B. in Süd-ßinsilien als J\ jwiujxjiiitts den dort tliegenden P. j>errliehi(s, in Rio de Janeiro in der Form hjPilboua den dort vorkommenden P. (((janiK kojiierl, so fehlen doch in Amerika zweifellos die Fälle, in denen, wie hei P. tncmuon in Indien, etwa JO verschiedene Weibchen zu einer nahezu konstanten Männchenform gehören.
Durch die Eigenart der Vegetationsverhältnisse erklärt sich leicht die Erscheinung, dass in Amerika der Reichtum an Lepidojjteren scharf lokalisiert erscheint. Wie die altweltlichen Steppen, so sind auch die Prärien von Nord- und die Pampas von Süd -Amerika nicht imstande, einen grossen Formen¬ reichtum oder auch nur eine mässige Anzahl imposanter oder eleganter Arten hervorzubringen. Darum sehen wir die Morplio, die grösseren Nymphaliden, die ('nstnia etc. ziemlich unvermittelt aus der Gegend verschwinden, sobald wir die grosse süd- und zentral -amerikanische Waldregion verlassen. Darum aucti bleiben die waldarmen oder entwaldeten west -indischen Inseln hinsichtlich ihrer Falterfauna so weit hinter dem benachbarten Festlande zurück, während umgekehrt die ost - indischen Archi])ele ganz besonders reich an Schmetterlingsarten sind.
Sehr überrascht denjenigen, der den amerikanischen Kontinent an verschiedenen Stellen besucht, die grosse Ähnlichkeit der nördlichen und südlichen Distrikte, die doch durch eine beiden vollständig unähnliche, gewaltige Ländermasse voneinander geschieden sind. Die argentinischen Pampas beherbergen ganz analoge, ja mehrfach die gleichen Falter wie die Union, die dem ganzen dazwischenliegenden neo- tropischen Urwaldgebiete fehlen. Fast mit dem Breitegrad, auf dem uns die letzte Morpho verlässt, beginnen im Norden wie im Süden die Coliax, die Pi/irwieis carijc, die Dciopeia uns zu umflattern. Die Euptoieta ihnurui kommt in kaum verschiedenen Formen in den Vereinigten Staaten wie in Uruguay vor, während sie im dazwischenliegenden tropischen Süd-Amerika vollständig fehlt bezwv durch die stark verschiedene Pujit. hef/esia vertreten wird. Eine analoge Erscheinung fehlt im Osten: die in Süd -Afrika zahlreichen Acraca verschwinden im Tropengürtel und tauchen diesseits der Sahara nicht wieder auf; die Anjijiiiih, die in Amerika nach Überspringen der Tropen in Chile und Argentinien wieder erscheinen, verschwinden im Osten an der südlichen Tropengrenze auf Nimmerwiedersehen; weder Süd -Afrika noch das südliche Australien beherbergt Arten dieser im Norden so reich vertretenen Nymphalidengruppe. Umgekehrt erscheinen die in Süd -Afrika so reich vertretenen Predig, die Aiuaxris etc. im afrikanischen oder europäischen Norden nicht wieder und von andern dem vSüden der alten Welt eigenen Gattungen wde Teracnhix und ('haraxcs hat sich kaum eine Art von Hunderten von der einen gemässigten Zone über die Tropen hinaus in die andere verbreiten können.
Die Rolle, welche die einzelnen Schmetterlingsfamilien in der amerikanischen Fauna spielen, ergibt sich leicht aus dem speziellen Teil ; es sei daher hier nur auf einige Punkte aufmerksam gemacht , die sich aus einer Parallele der neuweltlichen mit der altweltlichen Fauna ergeben.
Die Papilio sind im gemässigten Norden Amerikas denen der gieichtemperierten alten Welt über¬ legen. San Francisco, St. Louis oder Washington haben 2 — 3 mal soviel Papilio -Arten wie Sjianien, Algerien oder Klein -Asien, wogegen die Parnassius, so formenreich sie in der alten Welt sind, in der neuen nur Avenige, gewissermassen versprengte Nebenformen haben.
Die Pieriden mögen sich beiderseits des Atlantikus ziemlich gleichaidig verhalten, besonders seit dem in den letzten Jahrzehnten Verschleppungen stattgefunden haben.
Die Danaiden zeigen ein überaus gleichartiges Verhalten. In einer einzigen Art den 40" nördlicher Breite überschreitend, wächst ihre Zahl in den Tro])en zu einer dominierenden Menge an und die Anzahl der vielfach einander sehr nahestehenden Formen dürfte auf der östlichen und westlichen Hemisphäre fast genau gleich sein, wenn wir die gleich zu erwähnenden Neotropiden hier mit einrechnen.
Die Satyriden aber treten in der gemässigten Zone der neuen Welt gegen die der alten bedeutend zurück, ln den Tropen, wo die Batyriden ohnedies an Wichtigkeit verlieren und mehr hinter andern Gruppen verschwinden, verliert sich dieser Gegensatz mehr.
\ orzüglich entwickelt sind in Amerika die den Danais verwandten Ithomiidae, die man geradezu als Neotropiden, von ihrem charakteristischem Vorkommen in dem neotropischen Gebiete, bezeichnet hat. Schon die ersten Forscher, welche mit ausreichenden ("berblick in Süd -Amerika beobachteten, wie B.vte^ und Wallace, erstaunten über die ungeheure Individuenzahl sowohl wie über die iMenge von Arten, die einander selbst in kleinen und beschränkten Lokalitäten ablösten; Bates wundert sich sogar, wie es den einander vielfach täuschend ähnlichen Arten gelinge, sich bei dem Suchen des andern Geschlechts zur Be¬ gattung zurechtzutinden. Haase stellt dieser artenreichen Gruppe die ebenso formen arme Gattung
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Einleitung. Von Dr. A. Seitz.
Ilaiiiadri/a^ der alten Welt gegenüber aus morphologischen Gründen, während der biologische Standpunkt einen Vergleich mit Euploea näher legt.
Die Nymphaliden, als eine der universellsten Gruppen, behaupten auf beiden Hemisphären eine hervorragende Stellung. Es lässt sich schwer sagen, auf welchem Kontinent ihr Übergewicht über gewisse andere Rhopalocerenfamilien ein augenfälligeres ist. Die Nymphaliden sind es, welche die meisten beiden Hemisphären gemeinsamen Formen enthalten. Vancssit ((utio-pa , Pi/ramcis cardui und atalanta , Polij(jonia c-albnm, Arfiijimia iridaris, frei ja, frujga, dnifklca etc. verbinden die amerikanischen mit der östlichen Fauna und bilden gewissermassen eine Brücke.
Die Eryciniden der alten Welt fallen ungeheuer ab gegen die Formenfülle und Mannigfaltigkeit, die diese Familie in Amerika erreicht. Auf wenig über 100 Arten der östlichen kommen über 1000 der westlichen Halbkugel und dabei steht der ziemlich einförmigen Gestaltung der Arten der alten Welt eine sehr vielseitige Gestaltungsweise auf der neuen gegenüber. Nicht nur eine IMenge von originellen Formen iDiingt Amerika in dieser Familie hervor, sondern es ist auch reich an Nachahmungen, in denen Eryciniden x4ngehörige der Nymphaliden, Ithomien, ja selbst geschützte Heteroceren kopieren. So ahmt Thcmonc pak eine Medtaiiifis, Themonc j)occi/a eine Phtjciodes, die rthomeia und Compsofheria ahmen Neotropiden nach, Lgropferijx olivia gleicht im Fluge einer ganz gleichgefärbten Calodesvia und die kleinen, beim Fliegen lebhaft schwirrenden dgnuafia gleichen, wenn sie rasch dahergesaust kommen, eher Fliegen als Schmetter¬ lingen überhau])!.
Die Lycaeniden zeigen im nearktischen Norden noch viele der Gattung Lgcaena angehörige oder nahestehende Formen; je weiter man nach Süden kommt, desto mehr treten, analog der alten Welt, 7V/cc/«- artige Formen auf. An Grösse und Glanz ü))ertreffen diese neotropischen Formen vielfach noch die indischen Arhopcda.
Die interessantesten amei’ikanischen Gruppen bilden unstreitig die Hesperiden, die an manchen Plätzen Süd-x4merikas in solchem Formen- und Individuenreichtum auftreten, dass sie tlort das gesamte übrige Schmetterlingsheer an Mannigfaltigkeit und Häufigkeit übertreffen. Die langrüsseligen Arten scheinen für manche Pflanzen die einzigen Befruchter zu sein, und das Bild weissblühender, dicht mit schwarzen h'antis überdeckter Büsche steht jedem, der in Süd-x4merika gesammelt, in bleibender Erinnerung.
Unter den Heteroceren treten die Zygaeniden entschieden zurück hinter den äusserst reich ent¬ wickelten und oft verschwenderisch mit Metallfarben ausgestatteten Syntomiden. Hier öffnet sich der Mimicry ein weites Feld. In den wunderbarsten Verkleidungen treffen wir solche, gemeinhin noch als 'Glaucopiden« bezeichnet en Nachtfalterchen, von denen manche Raubwanzen, andere Käfer, die meisten aber Hymenopteren kopieren. Die stärksten Hautflügler der Erde, die Pepsin -Arten, die Vogelspinnen durch ihren Stich verwunden und als Nahrung für ihre Brut eintragen, werden A'on überaus zahlreichen Syntomiden -Allen kopiert. Unter dem Namen »Älarimbondo« ist diese Wegwespe wegen ihres fürchterlichen Stachels in Amerika von Mensch und Tier gefürchtet und so könnte man tatsächlich kein geeigneteres .Modell für Schutzverkleidungen erfinden. Ganze Syntomiden-Gattungen, wie die Macrucneme , kopieren fast ausschliesslich solche Riesenwespen.
Gewissermassen eine 4^erbindungsbrücke zwischen Nachtfaltern und Hesperiden stellen die Castnien dar. Die echten Castnien, wie die Gattungen Casfida, (lazera etc., sind absolut auf Amerika beschränkt und zwar auf dessen tropischen und subtropischen Teil, ln ihnen sehen wir Nachtfalter mit durchaus tagfalter- artigeni Benehmen, die nicht nur, wie viele Tagtlieger, die in der Sonne stehenden Blumen besangen, sondern auch von einer auf einer Buschspitze etablierten Warte aus die Umgebung beobachten, Feinde ver¬ treiben, mit ihresgleichen sjüelen und ihren vorübereilenden 4Veibchen auflauern.
Die Arctiiden hal)en im Norden der neuen Welt viele den altweltlichen ähnliche Gestalten, ja zahlreiche Gattungen und manche Arten, wie Airtia caja, Parasoida phudayitus, Phrugiiiatohia fidiginosa, sind, ohne zu den holarktischen Polarbewohnern zu gehören , Imiden Hemisjthären gemeinsam. Erst weiter nach Süden treten dann die spezifisch amerikanischen Formen in grösserer Zaiü auf, die nach völlig anderem Typ gebaut und gefärbt erscheinen; so die Ecpaidheria und lla/csidofd, die l)esonders in Zentral -Amerika zur Entfaltung gelangen, und die sonderbaren Pidnstra, deren Raupe eine aquate Lebensweise führt. Wenn abei’ auch die apartesten Bärenformen in den Tropen leben , die buntesten und am schönsten gezeichneten treffen wir im gemässigten Nord -Amerika, so die Apaiitesis, Phdi/prcpla, Ihqjloa etc.
Die Lithosiiden, die in Amerika ebenso wie in der Alten Welt meist durch kleinere Formen vertreten sind, finden sich, besonders im tropischen Süd-Amei’ika, vielfach in sehr bunten und tagmunteren x4rten. In Nord-Amerika selbst in kaum 50 Foi'inen vorkommend, scheinen sie ihre Hauptentfaltung in den wärmergelegenen Andentälern zu erfahren, ebenso wie sich im Osten die Hänge des Himalaya als be¬ sonders günstig für die Entwicklung dieser Familie erwiesen haben. Beiden Hemisphären gemeinsame Lithosiiden -Arten sind nicht bekannt; ja kaum Gattungen, wenn wii' nach Hamcson (entgegen Kiimy und DyxVR) die Utetheisa aus der Familie der Lithosiiden entfernen wollten.
Die Lipariden Amerikas treten ganz bedeutend hinter denen der Ost weit zurück, insofern man dieser Familie die seitherige Zusammensetzung belassen will. Oeneria dispar, die »gypsy-moth«, hat als eingeschleppt zu gelten, wogegen die im altweltlichen Westen verbreitete Orygja anidpia, die weit nach Norden geht, als
Kinleil 1111^'. Von Dr. y\. Si'j i’/.
heiiniscli aiizuselien ist. Wir nehmen dies an, ohwold die lel/dere Art auf den eiiropäisclien Sta|)el|)liit/.cii (besonders Haml)urg) liäulig ist und die Idaupe sich mit Vorliel)e an Wai’enhallen vei'S])innl , an die das im- mohile Weil)chen auch die Eier ahlegt, so dass alljährlich zahllose Verschlef)pungen nach allen Wind- richlungen wahrscheinlich sind. In der Gattung Gijnarphora stellen die la'pariden l’ür Amerika die Alten d. (/}-o(‘iil((ii(/ic(i und rossii, die am weitesten von allen Heteroceren — vielleicht \'on allen Schmetterlingen — nach Norden reichen.
Die Limacodiden , mit sonst ganz universeller Verhreitung, erreichen in Süd- und Zentral- Amerika eine sehr reiche Entfaltung und entwickeln, wenn auch meist kleine, doch elegant gezeichnete Formen, viele davon mit Seide- oder Metallglanz auf den Flügeln. Vom gemässigten Noid -Amerika kennen wir gegen 50 Formen, das ist etwa '/jo aller Iiekannten Arten. Aus ganz Amerika sind etwa dreimal soviel Limacodiden bekannt, also über '/a aller l)ekannten Formen. Auffallend ist, dass der nördliche "IVdl von Amerika eine weit grössere Anzahl von Formen beherbergt als dei' jialäai’ktische Norden, dei' in \ielen Distrikten sehr arm an Limacodiden ist; kommen doch im gesamten Euro])a nui' zwei Siiecies, d. h. weniger als */2 bekannten Aiden, vor.
Die Psychiden, wie diese Familie noch heute zusammengesetzt ist, bilden keine homogene Familie. Die Sackbildung der Raujien und die regressive Methamorphose der Weibclien sind Ivonvergenzerscheinungen, die mehrfach für den Ausdruck einer Verwandtschaft genommen wurden, ln Amerika s])ielen die Psychiden nur eine geringe Rolle; nur 15 V" der l)ekannten 200 Formen bewohnen den westlichen Kontineid und auf das gemässigte Nord -Amerika entfallen davon nur etwa ein Dutzend Arten.
Man möchte es sonderbar linden, dass eine Familie, deren Angehörige im weiblichen Gescldecht samt und sonders immoliil sind, eine so ungeheure Veiiireitung haben kann wie die Psychiden, die selbst auf den entlegensten Inseln, wie Neu -Seeland, Teneriffa etc., noch vertreten sind, mehrfach sogar durch charakteristische Arten. Man darf aber nicht vergessen, dass ihre Raupen äusserst mobil und widerstands¬ fähig und viele, wenn nicht alle Arten parthenogenetisch , d. h. ohne vorausgegangene Begattung fort- ptlanzungsfähig sind. Nichts wäre verkehrter, als vom Vorkommen der Psychiden an beiden Küsten des Atlantikus auf einen versunkenen Weltteil schliessen zu wollen. Fine Flierschleppung von Amerika nach der Alten Welt und umgekehrt kann sehr wohl durch Treibholz erfolgt sein. Ich habe aus dem Silberstrom schwimmende Aste aufgetischt, an denen sich zahlreiche Säcke von Oikeficiis phifeiinis, teils gesunde Raupen, teils lebende Puppen enthaltend, angesponnen hatten. Fs scheint, dass die Raupen den Sack wasserdicht zu schliessen vermögen. Ich fand grosse Ps^'chidensäeke an der Küste von Nmih- Shore im Hafen von Sydne}^ in Australien an Felsen angesponnen, über die bei der Flut jede Welle hinwegieckte : sie enthielten unbeschädigte Raupen. So ist die Verschlep])ung durch Treibholz durchaus nicht unwahrscheinlich, ja es drohen den Tieren für diese beschweijiche und lange Flossreise nicht einmal sonderlich viele Gefahren. Hungern können die Psychidenrauj)en sehr lange und geht dies gar nicht mehr, so ist ihnen jedes Futter recht. Die Raupen von Ainicia fi-hreffa, die ich in Nord-Afrika in Anzahl von einem dürren Wüstenkraute almahm, fütterte ich in Europa mit Birnenschalen bis zur Verpupjmng; und da zur Weiterverbreilung der Psychidenspecies die Verschlep])ung eines einzigen weiblichen Individuums genügt, so sollte man sich viel¬ mehr wundern, dass keine Psychiden -Arten kosmopolitisch sind, ja, dass sich keine S])ecies innerhalb dieser Familie findet, die Amerika mit der paläarktischen Fauna gemeinsam hat.
Die Lasiocampiden sind im ganzen noch zu ungenügend bekannt , um schon ein abschliessendes Lh’teil über ihre Verteilung zu gewinnen. Sicher ist Amerika mit über einem Drittel der 800 — 1000 e.xi- .stierenden Formen beteiligt. Bei der gewaltigen Zahl van Arten, die jetzt schon aus Süd -Amerika bekaind i.st, muss man annehmen, dass die genaue Durchforschung Inner -Brasiliens noch viel zu Tage fördert, ln ihrer heutigen Zusammensetzung ist die Gruppe auch nicht homogen, so dass eine Durcharbeitung besonders der neotropischen Formen manche Änderung erwarten lässt. Wie die Familie sich heute zusammensetzt, besitzt Amerika zahlreiche ganz besonders interessante Formen. Die durch höckerartig gestellte Haare merk¬ würdig gestalteten Raupen der Gattung Meyalopyye sind wegen der äusserst entzündlichen Wirkung dieser Haare in Amerika gefürchtet. Bei einer Dame, die in meine Behandlung kam, war infolge Verbrennung durch die Haare einer MeyaIopyye-B.?M\)e Schwellung des Arms und der Brustseite mit mehrtägigem fdeber entstanden, also eine Wirkung, die selbst die der 2Vnan//n/o^ajcn-Haare an Intensität übertriftt. Mitunter findet sich ein ungewöhnlich ausgesprochener Sexualdimor])hismus in dieser Familie, so bei Ilcliconisd jxiyeiistcrhf'ri. deren Weibchen lange als Dirphia coiftora bekannt war. Wie in der Alten Welt, so sind auch iii der Neuen Welt manche Lasiocampiden ökonomisch wichtig.
Die Saturniden, im ganzen etwas über 400 Arten, entfallen zu fast genau gleichen Teilen auf die Neue wie aut die Alte Welt. Gerade bei dieser prächtigen Gruppe dokumentiert sich der relative Reichtum Amerikas, das bezüglich seiner Saturnidenzahl die ungeheiu'en Ländermassen von Asien und Afrika zusannnen- genommen erreicht. Wie sich die beiden Hemis])hären zu dieser Familie verhalten, können wir der Tat¬ sache entnehmen, dass sechs Bewohnern des gesamten Furojm etwa 40 Formen aus dem gemässigten Nord -Amerika gegenüberstehen. Auch den den Saturniden nahestehenden Gei'atocamjiiden, die mit ca. 50 Formen ganz allein auf Amerika entfallen, stehen im Osten nur die Brahmaeideii mit kaum mehr
S Einleitung. Von Dr. A. SniTZ.
als einem Dutzend Formen gegenüber: dagegen stellt Amerika in Bezug auf die echten Bombyciden etwas hinter der alten Welt zurück.
Die amerikanischen Sphingiden verhalten sich ihrer Zahl nach zu denen der alten Welt wie 3 : 5, es kommen nämlich von den etwa 1000 bekannten Formen 370 in der Neuen Welt vor. Die gründlichen Fntersuchungen von v. RoTHscirini) und .Iohdan orientieren uns gerade über die Verbreitung dieser Familie sehr genau. Besonders reich ist Amerika an gigantischen Schwärmern, wie Pachi/Iia, Coci/tius^ P}wJu>i, Pseudo- sp/nn.f etc. Bei der grossen Flugfähigkeit der meisten Sidiingiden sollte man erwarten , dass eine ganze Anzahl Angehöriger dieser Gruppe beiden Hemisjihären gemeinsam wäre, was indessen nicht der Fall ist; nur ganz wenige Arten, wie Ce/erio UnmUt und gulhi , treten auf beiden Halbkugeln ohne grössere Ab¬ weichungen voneinander auf.
ln den Notodontiden haben wir in ihrer jetzigen Zusammensetzung noch immer eine Sammel- gru]ipe zu erlilicken und eine morphologische, bis in die feineren anatomischen Details durchgeführte Durch¬ arbeitung*) wird sicher Änderungen, mindestens die Auflösung in mehrere natürliche Gruppen bringen. Fs hat daher wenig Wert, festzustellen, wie viele der über GOO jetzt zu den Notodontiden gestellten Arten der wesllichen Halbkugel zukommen. Es sind bei weitem die meisten; die Gattungen Posema mit grasgrünen Vordertlügeln, Xf/sfalfir mit eulenartigem Habitus, die nord-amerikanischen Dafnna, die Ueterocampa u. a. sind artenreiche Genera, die auch durch Individuenreichtum auf dem West-Kontinent eine hervorragende Rolle spielen.
Bei den Noctuiden zeigt sich drüben das gleiche Verhalten wie in der alten Welt, besonders wie es bei den jialäarktischen Noctuiden (Bd. TH, p. 11) charakterisiert ist: im Süden mein’ Tageulen, im Norden düster gefärbte Tagschläfer (ManirPra, Acronicfd , Ägrofh, Hadena etc.), ausserdem aber im Norden Ausbreitung der Catocalen , leise schlafender Nachtflieger, die zwar für den Ruhezustand vorzüglich an¬ gepasst sind , unter den grauen Vordertlügeln sowie auf der Unterseite aber ihre Buntheit bewahrt haben. In den Tropen Amerikas treten zwar die Eulen der Zahl nach zurück, da nur wenige Gru])]ien, wie Hgldaea, Lajdiggnid , Prodniia u. a. , eine zeitweise Massenentwicklung zeigen; dabei entwickeln die west -tropischen Noctuiden aber mehrfach gigantische Formen, wie die Prebiis und vor allem 'Phgsania agnpjiijta , die von allen bekannten Schmetterlingen die grösste S])annweite erreicht.
Die Geometriden zeigen eine sehr gleichmässige Verbreitung durch die ganze Welt. Ihr relativ schwacher Flug macht sie auf Inseln unsicher und auf kleineren, sturmgepeitschten Eilanden in ihrer Fort- ])tlanzung behindert und gefährdet. Diese allgemeine Regel gilt auch für Amerika, ebenso die, dass die zumeist düsteren und fahlen fArben der gemässigten Himmelsstriche in den wärmeren durch bunte und oft schön gezeichnete Färbungen abgelöst werden. Da viele Arten weit nach Norden gehen, Avar die Möglichkeit einer Kommunikation der beiden Halbkugeln bezüglich ihrer S])annerfauna gegeben und Avenn AA-ir auch Aveit Aveniger gemeinsame Geometriden als Noctuidenformen haben, so bilden sich doch mehrere Arten, wie EiigoNin tiii/g)iarl<( (tdidaria), Ugdria UHddUdn, Änugoga pidoerartu etc., hüben Avie drüben ohne Avesentliche AbAveichungen.
Unter den grösseren Geometriden sind vornehmlich die Gattungen Azd'ma, Clgda, Oxgdia, Prochoprodes und Sa/iiifodes in Amerika ausgebildet. Sie lehnen sich hinsichtlich ihres Habitus AÜelfach an dort lebende Formen anderer Gruppen an, ohne dass sich eine Tendenz zur Mimicry zeigte. Metallfarben kommen, ebenso AAÜe auf der östlicben Flemisidiäre, bei den amerikanischen Geometriden nur ganz ausnahmsAveise zur Ent- Avickluug ( Oplithrdiiiojdiora)] dagegen treten uns in den mit bunten Bändern auf scliAA'arzem Grunde gezierten Srordg/iff, Np/o, Sainpda etc. echt amerikanische Färbungs- und Zeicbnungsmotive entgegen.
Dies Aväre in grossen Zügen ein Amrgleichendes Bild der amerikanischen Fauna und der der x41ten Welt. Wir Avollen nicht unerwähnt lassen, dass manche Grupjien, Avie die Cgiid>idar, in Amerika gar nicht vertreten sind: andere, Avie die Ny ctemeriden, sind es nur mit Avenigeu Formen, die wohl besser einer andern Gruppe angefügt Averden. Dann aber muss es Avundernehmen , dass die Gattung Prauid , aus 'dem tropischen Amerika, ihre nächsten Vei’Avandten in Südost -Afrika hat; solche XArhältnisse gehören zu den noch überreich vorhandenen zoogeographischen Rätseln.
*) Wie sie von Packarh für üie norüamerikanischen Arten angestellt wurde.
TAGFALTER
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Diurna, Tagfalter.
Mit Ausnahme der neotropischen Brassoliden sind sämtliche Tagfalter Amerikas tagmuntere Insekten. Selbst die düster gefärbten Satyridengattungen und die farblosen Haefera und ffhowia tliegen , wenn auch im dämmernden Waldesschatten, doch bei Tage. Für die Färbung der oft pi’ächtigen Tagfalterflügel gilt ganz besonders, was in der Einleitung über das Kolorit und die Zeichnungsmotive der neuweltlichen I'alter gesagt ist. Trotz des sehr beträchtlichen Reichtums an echten Rhopalocera tritt in Amerika deren Ül)er- gewicht über die zweite Gru])pe der Diurna, die Grypocera, nicht in dem iMasse in die Erscheinung wie in der alten Welt.
A. Rhopalocera, eigentliche Tagfalter.
Die Unterschiede von den Gnjpocera sind in Bd. I, p. 7, angegeben. Die Verbreitung der Rhopa- loceren in Amerika reicht von Grönland bis zum Cap Hoorn. Die südlich von diesem gelegenen Inseln scheinen Tagfalter nicht mehr zu beherbergen. Diese selbst erreichen in der amerikanischen, den Satyriden nahestehenden Gattung Morpho eine hohe Entwickelungsstufe; auch unter den Xymphaliden finden wir in den Agrias sichtlich moderne Eormen, nnd unter den Dhomiiden die ausgesprochensten Beispiele von Xach- ahmung.
1. Abteilung: Papilioililia, seglerartige Falter.
Die Papilionina erreichen in Amerika nicht die hervorragende Ausbildung wie in der alten Welt, beispielsweise in den indo-anstralischen Ornithoptera. Die grösste amerikanische Papilionide ist Pap. houieyui<, ein Inselbewohner. Die auf der nördlichen Osthemisphäre ziemlich stark ausgebildete Gattung Pan/assian tritt in Amerika zurück. Die Pieriden sind in ihrem Verhalten denen der alten Welt ähnlich und dringen, wie dort, weit in das Xord-Polargel)iet vor. (Seitz.)
1. Familie: Papilionidae, Segelfalter.
Taster klein, dicht am Kopfe liegend, selten lang und vorstehend {Teinopalpus , Xord-Indien). Fhlr der Struktur der Segmente nach in 3 Typen auftretend: die feinen Sinneshärchen unten und seitlich fast gleichmässig über den ju'oximalen Teil jedes Segmentes verteilt, oder es l)efindet sich an jeder Seite eine Grube, die mit Sinneshärchen besetzt ist (an Xym])haliden erinnernd), oder es ist nur eine Reihe solcher Gruben vorhanden (an Pieriden erinnernd); die Oberseite beschuppt oder nackt. Mesothorax sehr kräftig, das Sternum mit dem Episternum vollständig verwachsen, die Xaht (wie bei Pieriden) äusserlich ganz fehlend. Vorderbeine vollkommen entwickelt; Vtibie mit Sporn an der Unterseite; Klaue einfach, sehr selten wie bei Pieriden gespalten*); Afterklaue und Pulvillns fehlen. Zelle beidei' Flügel geschlossen; im Vtlgl die 2. Zellschlussader (zwischen der 1. und 2. Radiale) die längste, die 2. Radiale von der unteren Zellecke abzweigend, die 3. Schlussader in oder fast in der Verlängerung der iMediane, daher 4 Adern von der Hinterseite der Zelle entspringend, obere Innenrandsader oft als eine kurze, nahe der Wurzel von der Mediane abzweigende Querader vorhanden, 3. Innenrandsader frei in den Hrd mündend, kurz: Htlgl mit Prä- costalader und einer Innenrandsader. — Ei rund oder abgetlacht , ohne stark hervortretende Skulptur. — Rp vor der ersten Häutung mit Reihen borstentragender Warzen, die in den späteren Stadien verschwinden
) In einer Leptocircus- Art.
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
columbus.
ascanius.
oder durch fleischig-e Zapfen oder harte Dornen ersetzt werden; im Nacken eine hervorstülpbare, fleischige, gell) oder rot gefärbte Gabel, die einen Duft absondert und zur Verteidigung ausgestreckt wird (das Osma- teriuni); freilebend, doch biegen einige Arten den Blattrand um, so dass eine Art Tunnel entsteht, in dem die Raupe sich verbirgt; manche Raupen sind gesellig. — Puppe am Hlbsende und durch einen den Thorax und die Flügelscheiden umspannenden Faden befestigt, oder in einem losen Gespinste an der Erde oder unter der Erdobertläche liegend ; drei frei bewegliche Hlbsgelenke.
Die Familie ist kosmopolitisch, aber nur wenige Formen überschreiten den Polarkreis. Ausser Afrika, wo die Aristolochienfalter fehlen (nur Madagaskar hat eine Art) , sind die Tropen durch die reiche Ent¬ wickelung dieser Gruppe und der Segelfalter charakterisiert, während die gemässigte Zone beider Hemisphären in PartHK-isiiis einen Typus besitzt, der nicht in den eigentlichen Tropen vertreten ist; die in Guerrero, West- Mexiko, einheimische ßa ron/a hveviconik ist die südlichste an Paruassiu^ erinnernde Form.
Während es in der alten Welt eine ganze Anzahl Gattungen neben der grossen Sammelgattung l'api/io gibt, gehören alle amerikanischen Formen der Papilioniden zu nur 4 Gattungen: Papilio, Enryades, Pdriiansiiis und Baro)iiu.
1. Gattung: Papilio, Schwalhenscliwänze.
Vtlgl stets mit Mediansporn (1. Submediane), wenigstens eine der Zellschlussadern längs gestellt; Htlgl mit Präcostalzelle. Alle Arten haben eine Gürtelpuppe. Die sogenannte Gattung Papilio zerfällt in 3 Abteilungen, die in den Rpn, Ppn und Faltern scharf voneinander getrennt sind. Diese natürliche Klassi- bkation wurde schon 185(1 von Horsrield begründet, aljer von späteren Autoren (Erich Haase ausgenommen) nicht erkannt. Die zählebigen Formen der ersten Gruppe, die Aristolochienfalter, haben einen scharfen Duft und werden vielfach von Arten der andern beiden Abteilungen nachgeahmt, und die Modelle und Nach¬ ahmer infolge diese)' Ähnlichkeit von manchen Autoren fälschlich als miteinander nahe verwandt angesehen.
A. Aristolochienfalter.
Fhh' unlieschuppt, unten beiderseits mit einer Grube auf jedem Segment. Die äussere ventrale Dornenreihe der Tarsen nicht von den dorsalen Dornen durch eine dornlose Längsvertiefung getrennt. — Rp auf Aiistolochia, selten auf verwandten Ptlanzen; dicht mit ganz kurzen Härchen bedeckt, sammetartig, nur der Kopf, die Pi'othoi’acalplatte und die Füsse glänzend; jedes Segment )nit einem Kranz von fleischigen Warzen, die Härchen, aber keine klüftige Dornen tragen; die vordersten Warzen oft verlängert. — Rücken der Pp eingebogen, Flügelscheiden weit abstehend; auf dem Hlb dorsal jederseits eine Reihe Höcker oder Lappen, welche oft eine fast ununtei'brochene Leiste bilden. — Tropische Tiere, in Nord-Amerika durch 2 Arten ( P. philoior und P. pulydaviaii) vertreten.
Die amerikanischen Aristolochienfalter zerfallen in 2 scharf charakterisieite Unterallteilungen.
Sektion A.
Körper mit roten Flecken. Gruben der Fhlr sehr deutlich; Präcostalzelle distal eiweitert, Hflglzelle mehr oder weniger zugespitzt. — Hierher gehören die meisten Formen. Die Arten sind fast alle Waldtiere; manche finden sich nur im Schatten des AValdes. Man trifft die Falter auf Waldlilössen , an Waldrändern und Flussufern, wo sie Blumen besuchen oder auf feuchtem Sande saugen. Die cf cf sind zum Teil gute Flieger, während die meist langsam und schwerfällig sind. Manche der Arten sind Sumiifbewohner, andere finden sich nur an trockenen, sandigen Stellen der Wälder.
Ascanius-Gruppe.
Die Arten der «.scr/ Gruppe , mit der wir beginnen, haben einen Spatelschwanz, cf imd ? sind einander ähnlich. Das cf trägt auf dem Htlgl eine mit weisser Wolle bekleidete Hrdsfalte.
P. columbus H.-Scit. (= gundlachiamis Fhlr.; grotei Blake) (la). Der bunteste amerikanische Papilio,
der an den glänzend lilauen Binden des Vtlgls zu ei'kennen ist. — Die dunkel aschgraue Raupe ist längs¬
gestreift: der Kopf und die Thoracalfüsse sind schwai’z; die schwarzen Längsstreifen sind zum Teil weiss gerandet; die vorderen und hinteren Segmente ti'agen lange, spitze Zajifen, die zum Teil weiss sind. — Fliegt auf Cuba und findet sich nicht selten in dem gebii’gigen östlichen Teile der Insel, besonders in der Nähe der Küste, wo man den Falter an Blumen und zuweilen auch an Wasserpfützen saugend antrifft.
P. ascanius tV. ( 1 a). Ein breites weisses Band durchzieht beide Flügel; auf dem Htlgl ist es mehr oder ininder rot. — Die Rp ist blass-braun und trägt s])itze Zapfen auf allen Ringen. — Der Falter, welche)' bis jetzt nur i)i der Provinz Rio de Janeiro l)eobachtet ist, fliegt in der Nähe Rios über Sü))ipfe)),
wohi)) )na)) il))n nur schwe)' u))d oft im Wassei' watend folgen kau)) ; nur a)) solchen Plätze)) wächst die
der Rp zur Nahrung dienende Aristolochien-A)t. Nach einer Milteilung des Herr)) L. Arp in Rio de Ja)iei)'0 ist der Falter i)) diesen Süjnpfen keineswegs selten, entfernt sich aber n))r a)]s))ahn)sweise davo)), und h) dieser Unzugänglichkeit seines Aufenthaltsortes liegt der G)’)n)d, waru)n gute Exe)nplare i)) de)i Sa))))))lungen nicht häubg sind. Rp Oktober l)is April.
r^APFLrO. Von Dr. K. -J(jrdan.
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P. agavus Dmri/. (Ib). Der rote Analfleck des Htlsls sein- gross, Z-förniig. Das abgekiii-zlc \\-ei,-,sc af^avu-.. Band des llligls ist etwas veränderlich. Trotzdem der Falter recid liäulig ist, selbsi in den Därb-n in dm- Nähe Kios, besonders an t'encliten, schattigen Plätzen, sind wir iibei- die (■i'slen Stände noch nichl nnb-i-- richtet. Das Tier Ijesucht Blumen und ist leicht zu fangen. — Minus (teraes südwärls bis Bio Biamh- do Sul, westlich bis Paraguay und den anstossenden GePieten Argentiniens ; nicht bis au den Fuss der Anden geh(-nd.
P. proneus Uhn. (= phryneus l.uc.) ( I b). Beide Flügel mit schmalem, weissem Bande, die i’olen proni-us. Submarginaltlecke des Htlgls gerade oder schwach gebogen; Analtleck nicht V-förmig. — Minus Geraes bi.^
Parana; bei Rio nur im Orgelgebirge.
P. chamissonia. Beide Flügel mit weissem Bande, das auf dem Htlgl abgeküi-zt i.st: Zelltleck des Htlgls nicht Aveiter wurzelwärts als bis zur 2. Mediane reichend; roter Analtleck V-förmig. - Die Bp ist bräunlich schwarz und trägt ein weisses Schrägband, das seitlich vom b. Ringe bis zürn Zapfen des 7. reicht. Die Puppenruhe dauert drei Wochen. Dei- Falter ist sehr häufig und gehört zu den am frühesten im Frühling erscheinenden Schmetterlingen (August). Es tliegen vom August bis April wenigstens di-ei Generationen. - diodorus Hopff. (= campeiro Foett.) (11)) hat vollständig weisse Fransen. Die Weite des diodoms. Aveissen Bandes ist veränderlich. Minus Geraes; im Innern von Säo Paulo; Goyaz: Bahia. — Die von Eschscholtz beschriebene Forni chamissonia (= ascalus (dodt.; echedorus enrydorus Luc) bildet sich chamissonia.
bei Petropolis, in Säo Paulo, Parana und S. Catharina. Bei Rio sellist fehlt das Tier. In dieser Form sind
die Fransen Avenigstens an den Aderspitzen scliAvarz. Als all. bunichus Hin. kann man die Exemplare bunichus.
mit breitem Aveissem Htlglbande bezeichnen: solche kommen liesonders häutig in Säo Paulo und im Urgel- gebirge vor.
P. perrhebus. Flügel ganz ohne Band. — Die Rp lelit auf Aristolochia ciliata und trägt auf allen Segmenten zum Teil Aveisse, zum Teil gelbe Zapfen; ein Schrägband auf dem 6. und 7. Ringe ist gelb. Wir kennen zAvei geographische Formen dieser Art. — In Brasilien, von Säo Paulo bis Bio Grande do Sul, in Paraguay und in den Nachbargebieten von Argentinien biegt eine dunkle Form, bei Avelcher der Kopf, die Taster und die Submarginaltlecke der Oberseite des Htlgls deutlich rot sind; dies ist perrhebus perrhebus. Boisd. (la). — Die Form von Buenos Aires, der Provinz Entre Rios, und Uruguay ist damocrates Gueu. Sie damocrates.
ist viel blasser; der Kopf und die Taster sind scliAvarz und die Submarginaltlecke der Oberseite des Htlgls
sind nicht lebhaft rot. Der Falter ist besonders häubg in der Nähe der Flüsse.
P. phalaecus Hew. (Ib). Der einzige Aristolochientälter mit SpatelscliAvanz, der bis jetzt in tropisch phalaecus. Amerika zwischen Costa Rica und Paraguay gefunden ist. Der Körper ist sehr Avollig. l)as Aveisse Band, das beide Flügel durchzieht, ist von scliAvarzen Adern durchschnitten. — Östliches Ecuador.
P. photinus Douhl. (Id). Oberseite blau glänzend, besonders l)eim cd. Flügel ohne Band; photimis.
mit ZAvei Reihen roter Flecke. — Mexiko bis Costa Rica; ein häufiger Falter.
P. alopius Godni. u. Scdv. Flecke des Htlgls kleiner als bei P. photinus, Avenigstens teihveise Aveiss, alopins. die der innern Reihe sehr klein, zum Teil fehlend. — West-Mexiko; Nicaragua.
P. dares Ilnv. (Id). Nur ein ? bekannt, das sich im Brit. Museum (coli. Heavitsox) befindet, dares. Schwanz kurz. Vbgl mit kleinem, Aveissem Fleck auf der Scheibe; Htlgl mit zAvei Reihen roter Flecke, die grösser als bei pIiotiitHs sind. — Nicaragua.
P. montezuma IVesfiv. (la). Vbgl ohne Binde. Htlgl mit einer Reihe roter Submarginaltlecke. — monteziuna. Mexiko bis Nicaragua; eine der häufigsten Arten.
Aeneas-Gruppe.
Die folgenden Formen, Avelche Aveisse Randbecke tragen, fassen Avir zu dev i/ry/cvos- Gruppe zusammen. Die Arten sind zum Teil scliAver zu unterscheiden, zumal cd und ? häutig sehr A'erschieden sind. Über die früheren Stände ist sehr AA’enig l)ekannt. Viele der Arten sind BeAA'ohner sumpfiger Wälder, avo die Rj) an Aristolocliien leben. In¬ folge der Unzugänglichkeit dieser Wälder sind eine ganze Anzahl Fornien noch sehr selten in den Sammlungen, und geAAÜss gibt es noch Arten, die dem Netz bis jetzt entgangen sind. Dnftorgan des cd meist mit Aveisser Wolle, seltener scliAvarz beschuppt.
P. hahneli Btgr. (1 c). Einer der inerkAvürdigsten amerikanischen Pupdios und Avohl die beste Ent- hahueli. deckung des erfolgreichen Sammlers, nach dem die Art benannt ist. GescliAvänzt. Vbgl mit drei gelb¬ grauen Binden oder Feldern; Htlgl mit eltenso gefärbtem Felde, das den grösseren Teil des Flügels ein¬ nimmt. — Massauary, bei Maues, Amazonenstrom. Das Sammeln im Amazonenstromgebiet, von Para bis an den Fuss der Anden, scheint heutzutage scliAvieriger zu sein als früher. Zavui- bringt dei- Dam})fei' den Sammler von Ort zu Oi’t, aber in der Nähe der grösseren Ansiedlungen gibt es nicht mehr A'iel für ihn zu suchen, auch ist der Unterhalt ausserordentlich kostspielig geworden. Und einen zum Wohnen geeigneten Platz in Waldesnähe zu finden und gegen arge Diebereien gesichert zu sein, ist schAvierig, und der Sammlei’ ist in
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
triopas.
mithras.
chabrias.
coeliis.
qiiadratüs.
spoliatiis.
pizarro.
steinbachi.
klagest.
aeneas.
specularis.
dido.
marchis.
Uhus.
damis.
pyromelas.
eiicharia.
locris.
dieser Beziehung sehr vom Zufall abhängig. — P. kahneli ist nicht wiederentdeckt worden ; aber so manche Amazonasfalter sind nur durch wenige Stücke in den Sammlungen vertreten, dass anzunehmen ist, dass die eigentlichen Flugplätze dieser Tiere noch nicht bekannt sind.
P. triopas. Vtlgl mit zwei Binden. Htlgl klein, an die altweltlichen Troides {= Ornithoptera) erinnernd. Die Form vom untern Amazonenstrom und holländisch und französisch Guiana ist die häufigere in den Sammlungen; dies ist triopas Godf. (1 c). — Die Form von Britisch Guiana, welche mithras Grose- Siiiitli heisst, hat kleinere und blässere Flecke. — Wie die verwandten Arten ein Waldtier. Das ? fliegt langsam in der Nähe des Bodens, während das cf einen schnelleren Flug hat und sich meist in beträcht¬ licher Hohe aufhält.
P. chabrias Heir. (Ic). Der Vtlgl trägt hei cf und ? eine Reihe Submarginaltlecke, die aber beim ? oft fehlen. Das Jlittelfeld des Flllgls steht etwas weiter nach aussen als hei P. friupas, der Zellfleck ist daher kleiner. — Oberer Amazonenstrom, von Ega bis Ecuador und Peru. Bis jetzt ist in dem grossen Gebiete zwischen Oliidos und Ega weder diese noch die vorige Art gefunden.
P. coelus Boisd. (cf = vercingetorix Oberih.) (Id). Vllgl mit an den Rändern verwaschenem, weissem Fleck, der die Zellspitze ausfiillt und sich auch auf die Scheibe ausdehnt. Htlgl mit rotem Bande auf der Scheibe, beim cf aus vier, heim ? aus sechs Flecken bestehend. — Französisch Guiana, das cf in Obekthür’s Sammlung, ein ? im Pariser Museum.
P. quadratus. Vtlgl lang; Htlgl hei cf und ? mit gelbweissem Fleckenbande auf der Scheibe dicht an der Zelle und auf der Unterseite ausserdem mit rotem Fleck am Hinterwinkel. — ln der namen- typischen Form, quadratus Sfgr. (2b), von der nur ein cf bekannt ist, trägt der Vtlgl einen weissgelben Fleck vor der 2. Mediane. Das Exemplar wurde bei Manicore am Rio Madeira erbeutet. — spoliatus Stgy. hat weder beim cf noch lieim ? einen Fleck auf dem Vtlgl. Ohei'er Amazonenstrom; ziemlich selten, bei Iquitos, Pel)as, S. Paulo de Olivenca und andern Plätzen.
P. pizarro Stgy. (Ic). Hlb beim cf ganz schwarz, beim ? mit rotem Fleck vor der Spitze auf der Unterseite. Vtlgl ohne Flecke, auch nicht in den Fransen. Htlgl mit weissgelbem Felde, das beim cf aus drei oder vier, beim ? aus drei bis sechs Flecken besteht. — Oberer Amazonenstrom.
P. steinbachi Pofhsrh. (2a). Diese hübsche Art wurde neuerdings von J. Steinhach im östlichen Teile Boliviens entdeckt. Vtlgl heim cf und ? mit grossem weissem Fleck vor dem Hinterrd ; Htlgl mit rotem Bande. — Santa Cruz de la Sierra, zwischen Ende Februar und -luni; auch von Ma])iri erhalten.
P. klagesi Ehrni. (2a). Das cf dieses eigentümlichen kleinen Pap'dio ist nicht bekannt; nur vier $? sind gefunden worden. Die Hinterecke der Zelle des Vtlgls ist ganz abgerundet; weder der V- noch der Htlgl hat deutliche Fransentlecke. Vtlgl mit weisser Binde Aor dem Hinterrd; Htlgl mit rotem Flecken¬ bande. Hlb ganz schwarz, auch an der Spitze. - Suapure, am Caura, Orinoco, im Februar und März 1899 von S. (M. IvLACiES und dessen Bruder gefunden. Vielleicht gehört der Falter in die A/.srty/rAr-Gruppe.
P. aeneas. Taster schwarz, Avie l)ei den vorhergehenden Arten. Hlb beim ? mit kleinem rotem Fleck unten vor der Spitze. Geschlechter sehr Amrschieden. cf mit grünem Vtlgltleck; Htlgl mit rotem, nicht opalisierendem Mittelfelde, das Avurzehvärts nicht Aveiter als bis zur Zellmitte geht. Beim ? ist der Vtlgl entAveder ganz schAvarz oder er trägt einen oder mehrere weisse, an den Rändern verwaschene Flecke. — Guiana; oberer (Jrinoco; x4mazonenstrom von Para autwärts; Ostabliänge der Anden von Peru und Bolivia. (Mehrere geogra[dhsche Formen. Ein Waldtier, ül)er dessen frühere Stände keine Beobachtungen A'orliegen. — aeneas L. (= gargasus ///uo ; aeneides Esp.; bochus Lac.) (2 b) beAvohnt die drei Guianas. Der grüne Fleck des cf steht von der Zelle entfernt und ist geAvöhnlich breiter vor als hinter der Innenrandsader. Das ? tritt in zAvei Formen auf: ?-f. specularis //. a. J. trägt auf dem Vtlgl einen grossen Aveissen Fleck vor der 1. Mediane und geAvölmlieh mehrere kleine, von denen einer in der Zelle steht. Bei der zAveiten Form, ?-f. dido 11. a. .7. , ist der Vtlgl ohne Aveisse Flecke. — marcius IPai. (2b) ist die Subspecies vom unteren Amazonenstroni. Das cf gleicht dem aeneas -cL, der vorletzte rote Fleck auf der Unterseite des Flllgls ist aber grösser. Wir kennen nur eine Form des ?; liei dieser reicht der Aveisse Fleck des Vtlgls geAvöhnlich l)is zur 2. Mediane und es stehen die mittleren roten Flecke des Htlgls dicht zusammen. — linus P. n. J. vom mittleren Amazonenstrom (Santarem, Obidos, Massauary) Avar Bates unbekannt. Die roten F'lecke der Lhiterseite des Htlgls des cf sind blasser als bei den vorigen Subspecies und stehen dichter zusammen und näher an der Zelle. Beim ? sind die roten Flecke zu einem nicht unterbrochenen Bande vereinigt. — damis P. a. J. beAAmhnt das östliche Peru. Der grüne Fleck des cf ist grösser als bei den A'orhergehenden Formen und die Flecke der Unterseite des Htlgls sind rötlich Aveiss. Das ? tritt in zwei Formen auf: ?-f. pyromelas P. a. J. (2b) hat ganz scliAvarze Vtlgl; die roten Flecke des Htlgls sind zu einem Baude zu- sannnengetlossen. Bei ?-f. eucharia P. u. J. trägt der Vtlgl ein grosses Aveisses Feld mit verwaschenen Rändern. — locris P. /o J. ist im cf der vorigen Sul)species ähnlich, aber die roten Flecke des Htlgls sind grösser. Das ? hat immer ein Aveisses Feld auf dem Vtlgl; die roten Flecke des Htlgls sind voneinander
PAPIIjIO. Von Dl'. K. .loKDAN.
getrennt, der Fleck vor der I. Mediane der grösste, tlolivien. - bolivar Heiv. (2ii) hewolnit d(oi (jl)(-icn holivur. Amazonenstrom und den Orinoco. Das rote Feld des Hflgls des cf isl klein and ist auf der Fideiseite weissgelb. Vtlgl des ? schwarz, mit weissen Fransenllecken ; Illlgl mil weissgelhem l^’elde.
P. dardanus Fahr. (— tros Fahr.] o])leus Godt) (2 c). (lescliwänzl. Vllgl heim cf mil grünem durdu/ai.. Fleck vor dem llrd; das rote Feld des Hllgls nicht opalisiei'end. ? aut dem Vllgl mit weissem Felde, df'ssen Känder verwaschen sind. — Eine rein hrasilianische Art, die his jetzt nur aus der Pi'ovinz Wio de daneiro hekannt ist.
P. orellana Hew. (2 c). Die schönste Art der «eneßs-Gruppe. Vtlgl heim cf und ? schwarz, hläulich ondlana. in Seitenansicht, mit weissen Fransenllecken. Fltlgl heim cf mit sehr grossem rotem Felde, das nicht opalisiert, heim ? mit hreitem rotem Bande. — Oherer Amazonenstrom, von Kga his [(juitos.
P. sesostris. Vtlgl heim cf mit sehr grossem grünem Felde, das die Zelle berührt; lltlgl. entweder schwarz oder mit einem roten Fleck vor dem Flrd. Vtlgl des ? mit wenigstens zwei weissen Flecken; das rote Band des Hllgls gewöhnlich breit. Duftorgan des cf mit weisser Wolle, ausser an der Wurzel, die schwarz ist. Mexiko his zum Amazonenstrom, in drei Suhs])ecies. — Die nördliche Form ist zestos Graij zestos.
(2 d). Sie trägt heim cf immer einen roten Fleck auf dem Htlgl. Beim ? ist das Band der Hllglohei'seite
lebhaft rot. Süd-Mexiko bis Costa Rica. — tarquinius Boisd. findet sich von Panama his Ecuador und tarquitiius.
Nord -Venezuela. Auf der Oberseite ti'ägt der Htlgl des cf meist einen roten Fleck wie hei zefitos, aber das
Band der Unterseite steht mehr schräg. Beim ? ist der zweite weisse Fleck des Vtlgls etwas grössei' als
hei zestos und das Band der Htlglunterseite steht der Zelle nähei'. — sesostris Cr. (? = tullus Cr.) (2 d) sesostris.
hat sehr selten einen roten Fleck auf der Oberseite des Hllgls des cf und die Flecke der Unterseite stehen
etwas mehr auswärts. Beim ? sind die beiden weissen Flecke des Vtlgls weit von der Zelle getrenrd. —
Orinoco ; Guiana ; Para his Peru ; Bolivien ; Goyaz.
Dieser Falter ist ein guter Flieger, der nie den Wald zu verlassen scheint.
P. childrenae. Das grüne Feld des cf ist grösser als hei P. sesostris und bedeckt auch einen Teil der Zelle. Beim ? findet sich vor der Spitze des Vtlgls eine (juerreihe von Flecken, sowie hinten auf der Scheibe 2 Flecke. In 2 Sul)species von Guatemala his Ecuador verbreitet. -- childrenae Gray (3 a), ist die diildrenae. zentral-amerikanische Form, die sich von Guatemala his Panama findet. Vllgl des cf mit weissem Fleck vor der Spitze. Band des Hllgls des ? lebhaft rot. — oedippus Luc. hat beim cf keinen weissen Fleck vor der oedippus. Spitze des Vtlgls oder nur ein sehr kleines Fleckchen. Beim ? ist das Band des Htlgls an der Innenseite etwas gelblich rot. Columbien und Ecuador.
P. erlaces. Taster stets schwarz. Fransen beider Flügel weiss getleckt. Vllgl des cf mit grau¬ grünem Fleck vor dem Hrd ; Htlgl mit drei roten, stark o])alisierenden Flecken. Beim ? der Hand des 8. Hinter- leibsringes ringsum rot; Vllgl mit grossem Zelltleck und 2 oder 3 Discaltlecken. Ecuador bis Bolivien. — lacydes llcw. (? ^ equestris Oherth.) (3b) hat beim cf selten einen weissen Fleck auf dem Vtlgl; die Flecke lacydes. auf der Unterseite des Htlgls klein, fast ganz weiss. Beim ? der Zelltleck des Vtlgls gross; Binde des Htlgls weiss. Im östlichen Ecuador. — xanthias li. u. (3 b). Vtlgl des cf fast immer mit einem oder zwei weissen xanthias. Flecken; Flecke der Unterseite des Htlgls von weiss bis rot variierend. Zelltleck des ? dreieckig, zweiter Discaltleck grösser als der erste; Band des Hllgls blass-gelb. Nordost-Peru, südwärts bis Huänuco. — erlaces erlaces.
Gray (3 a) ist die südlichste Form. Sie bewohnt Südost-Peru, Bolivien und Nord-Argentinien. Vtlgl l)eim cf selten ohne grosse weisse Flecke; fltlgl unten mit 5—7 roten Flecken. Vtlgl des ? ausser dem Zelltleck gewöhnlich mit 3 weissen Flecken; Band des Htlgls rot.
P. burchellanus Wesfw. (= socama Schaus). Geschlechter einander ähnlich. Taster schwarz. \Tlgl burchellamis. schwarz, nur mit Fransenllecken. Htlgl mit einer Reihe getrennter roter Discaltlecke. Ähnelt dem P. pan- t/ionus Cr. (3b), der aber rote Randtlecke hat. — Im Innern Brasiliens: Farinhapodre, Goyaz; selten in den Sammlungen. Auf Taf. 3 ist aus Versehen ein Exemplar des pauthonus als harchellaaus abgebildet.
P. drucei Btlr. (? = opalinus Btlr.) (3 b). Taster gewöhnlich schwarz, zuweilen rot. Vtlgl beim cf drucei. mit grünem Fleck, der getrennt von der Zelle steht; beim ? einfarbig, aber die Fransen getleckt. Htlgl beim cf mit 3, selten 4 opalisierenden Flecken; beim ? mit einem aus 5 — 7 Flecken zusammengesetzten Bande, das zuweilen ziemlich stark opalisiert. Achter Hlbsring des ? ringsum rot gerandet. — Oberer und mittlerer Amazonenstrom und die östlichen Abhänge der Anden von Ecuador bis Bolivien.
P. cutorina Styr. ($ = maze]jpa Grose-Sadth) (3c). Taster rot. Vtlgl des cf mit grünem Fleck; cutorina. beim ? ohne Fleck, die Fransen weiss getleckt. Htlgl beim cf mit zwei dicht zusammenstehenden roten Flecken auf der Oberseite, die Flecke der Unterseite gelblich-weiss ; beim ? trägt der Flügel auf beiden Seiten ein gelblich- weisses Band; 2. und 3. Radiale dicht zusammen, die (hierader zwischen ihnen nicht schräg. —
Oberer Amazonenstrom und Andenabhänge von Ecuador und Peru.
P. phosphorus. Taster i’ot. Vtlgl aussen etwas durchscheinend, cf mit schmutzig-grünem Fleck:
Htlgl ziemlich stark gezähnt, die roten Flecke von der Zelle entfernt stehend; Schienen bedornt, nicht verdickt.
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PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
? mit grau-gTünem Felde auf dem Vtlgl vor dem Hrd, was sonst bei keinem andern $ von Aristolochien- faltern vorkommt, (iolumbien; Guiana ; unterer Amazonenstroni ; Ost-Peru; vielleicht weiter verbreitet. Eine phosplionis. seltene Art; wahrscheinlich ein Sumpfbewohner, welcher der Beobachtung entgeht. Zwei Subspecies: — phos- phorus Bafcs (3 c) findet sich in Britisch Guiana und am unteren Amazonenstrom. Der grüne Fleck des \hlgis des cf ist schmal und steht von der Zelle getrennt. Beim ? trägt der Vflgl eine Reihe von 4 weissen g/vn/Vu/us. Flecken in dem grau-grünen Felde (immer O- — gratianus Hew. (3 c) bewohnt Columbien und Ost-Peru.
Der grüne Fleck des Ytlgls l:)eim cf viel l)reiter als bei der vorigen Form; Htlgl mit nur 3, selten 4 roten
Flecken, die Reihe nicht gelmgen. Vtlgl des ? mit 2 weissen Flecken; die hinteren Flecke des Hflgls gross.
P. vertumnus. Taster rot. Vflgl beim cf mit grünem Fleck; beim ? einfarbig oder weiss gefleckt, llflgl des o mit dreieckigem rotem Felde, das aus 3 oder 4 Flecken besteht, von denen der hintere gewöhn¬ lich der längste ist; beim $ mit breitem rotem Bande, aus 5 — 7 Flecken bestehend, von denen die liinteren vier mehr oder minder vollständig Zusammenhängen. Eine der häufigsten Arten, die in Wäldern oft an feuchten Stellen am Rande von Bächen sitzend angetroffen wird. Von Columbien bis Bolivien, Guiana und viiracares. Para verlu'eitet; al)er noch nicht in Venezuela und dem eigentlichen Brasilien gefunden.*) — yuracares Jl. H. J. ist die bolivianische Sul)species. Nur das cf ist bekannt. Der grüne Fleck berührt die Zelle und schliesst wenigstens einen weissen Fleck ein. Hflgl mit 4 roten Flecken, von denen die vorderen zwei ge¬ trennt stehen; 5 kleine Flecke auf der Unterseite. Von J. Stein hach in der Zeit von Januar bis April aiitummis. gefunden. — autumnus Sfi/r. (3d.) cf: Der grüne Fleck grösser als vorhin: Htlgl mit 3 roten Flecken;
4 kleine rote Flecke auf der Unterseite. ?: Vtlgl mit sehr grossem gelblichem Felde, Zelltleck besonders bogot<7!ms. gross. Ost-Peru: Chancliamayo ; jedenfalls weiter südwärts verbreitet. — bogotanus F/dr. Uns nur das cf bekannt. Vflgl ohne weissen Fleck; Htlgl. mit ziemlich grossem rotem Felde, die Flecke der Unterseite (liceros. klein. Rio Palcazu nordwärts bis »Bogota«. — diceros Grai/ (— - cixius Oratj ; o” = cutora Gray), cf: Vtlgl
gewöhnlich ohne weisse Flecke im grünen Felde; wenn vorhanden, so sind sie quer und etwas schief ge¬
richtet; rotes Feld des Htlgls kleiner als bei den vorigen Formen, die Flecke der Unterseite dagegen meist gi'össer. ?: Vtlgl. mit kreideweissem Felde, das aus 2 — 4 Flecken besteht, selten nur ein Doppeltleck vor- vertiimtms. handen. Para bis Iquitos. — vertumnus Cr. (3 c) unterscheidet sich beim cf von allen anderen Formen dieser Art durch ilie kurzhaarigen Mittel- und Hinterschienen. Das ? wie bei der Amazonenstromform, oder der Vtlgl nur mit einem weissen Fleck, der zuweilen nur angedeutef ist. Guiana.
P. lycimenes. cf: Etwas kleiner als vertHmnas, das rote Feld des Htlgls weniger dreieckig, der letzte Fleck desselben kleiner. ?: Vtlgl an der Sjiitze schwach durchsichtig; die Flecke etwas gelblich, nicht rein weiss, der Zelltleck gewöhnlich gross und ipier über die Zelle ausgedehnt; Band des Htlgls weniger lebhaft rot als bei 1\ veriaumm. Schienen des cf nicht verdickt. Guatemala bis Ecuador, in mehreren Sub- lycimenes. s])ecies. — lycimcues Boisd. ist die zentral-amerikanische Form. Vtlgl mit grossem grünem Fleck, der fast stets wenigstens einen weissen Fleck einschliesst; oft ein Fleck in der Zelle; Htlgl mit 4 — 6 roten Flecken. Beim ? der gelblich-weisse Fleck voi‘ der 1. Mediane viel grösser als der vorhergehende Fleck; Band des Htlgls breit, fast immer einfarbig lebhaft rot. Guatemala bis Panama; auch auf den kleinen Inseln an der erythrus. Westküste der Re])ublik Panama. — erythrus B. n. J. (3d). cf: Der grüne Fleck breitei- als bei voriger Form, Ins zum Hinterrande des Flügels reichend. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane des Vtlgl grösser als bei der vorigen Form; das Band des Htlgls blasser. Zentral- und Ost-Columbien und Nord -Venezuela. — paralhis. paralius B. u. J. (4 a). Klein, cf: Vtlgl mit rundem gelb-weissem Fleck vor der 2. Mediane; Band des Htlgls kurz und schmal. $: Fleck des Vtlgls reiner weiss als bei den ?? der vorigen Subspecies, der Zelltleck reduziert; der Fleck vor der 2. Mediane der grösste; Band des Htlgls fast gerade. West-Ecuador.
P. erithalion. cf: Schienen nicht verdickt. Htlgl. ohne deutlichen roten Fleck hinter der 2. Mediane auf der Oberseite. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane des Vtlgls kleiner als der vorhergehende Fleck; Htlgl- zeiixis. band breit und an der Innenseite blass. Costa Rica bis Nord -Venezuela. — zeuxis Iaic. {= i-hameses Doabl.; rhesus Ko//.] rhamases F/dr.] abilius F/dr.] rhamses Boisd.) (4a). cf: Das grüne Feld vorne stark ver¬ schmälert, vor der 2. Mediane einen grossen weissen Fleck einschliessend; Htlgl mit 2 oder 3 kleinen roten Flecken. ?: Der hintere Fleck des Vtlgls grösser als der vorhergehende. Nord -Venezuela und Ostseite der erithalion. Cordillere von Bogota. — erithalion Bois</. (4a) von Zentral-Colombien (Rio Magdalena) hat beim cf selten einen weissen Fleck auf dem Vtlgl, der vor der 1. Mediane oder zwischen den Radialen steht. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane kleiner als der vorhergehende; meist einige kleine Flecke ausserhalb des Zellschlusses. cauca. - - cauca (J/jert/t. cf: Das grüne Fehl des Vtlgls fehlend oder nur angedeutet. ?: Binde des Htlgls schmal, gelingen, von der Zelle entfernt stehend. Caucatal. — sadyattes Drace (4a). cf: Das grüne Feld sehr veränderlich, gewöhnlich reduziert, oft fehlend; alle Exem]ilare mit wenigstens einem weissen Fleck, der vor oder hinter der 3. Radiale steht, oft ein grüner Fleck in der Zelle. ?: Binde des Htlgls fast einfarbig- lebhaft rot. Costa Rica bis Panama.
*) Faunistiscli ver.stelien wir unter Brasilien rteii östlichen Teil des Kontinents von der Provinz Goyaz und Pernani- buco bis Rio Grande do Sul. ln diesem Gebiete treffen wir eine Fauna , die von der des übrigen Süd-Amerika in mancher Beziehung- recht verschieden ist.
PAPTTjID. Von Dr. K. JoTtoAN.
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P. polyzelus. cf?: Vflgl olme grünes Feld, selten mit einem weissen Fleckchen beim cf; Band des Hflgls schmal, näher am Rande als an der Zelle stehend. Mexiko bis Honduras; häufig. — Bei polyzelus polyzelus. Fldr. (= candezei Borre) (4a) von Ost- und Süd-Mexiko, Guatemala und Honduras, sind <lie Schienen des cf nicht verdickt und gleichen denen des ?. — Bei trichopus B. u. ./. von West-Mexiko sind die Schienen des trichopus. cf verdickt und fein behaart, ebenso das l. Tarsenglied; die Binde des flllgls ist im ganzen breitei’ als vorhin.
P. iphidamas. cf: Schienen und I. Tarsenglied verdickt und fein behaart. ?: Vllgl aussen weniger tiefschwarz als bei P. erithalion. Mexiko bis Ecuador und Nord-Venezuela. Eine häulige Art, die nicht leicht von P. eritliaHon und P. lycimenes zu unterscheiden ist und daher vielfach mi( ihnen verwechselt wird, iphidamas F. (= panares Gray\ achelous Plopf.] incandescens BÜr.) ist die zentral-amerikanische Porm. iphidamas. cf: Vflgl aussen nicht durchsichtig; das grüne Feld gewöhnlich reduziert, immer einen oder zwei weisse Flecke einschliessend; oft ein weisser Fleck in der Zelle; Band des Hflgls allmählich nach hinten erweitert, ein schmaler Fleck hinter der 2. Mediane. ?: Zellfleck des Vflgls gross, gewölndich einige Fleckchen aussen vom Zellschlusse; der Fleck vor der 1. Mediane kleiner als der vorhergehende, oder wurzelwärts schief ab¬ geschnitten; Binde des Hflgls fast einfarbig lel)haft rot, ihr Innenrand einfach gebogen. Süd-Mexiko bis Panama. — phalias P.v.J. (4 b). cf: Das grüne Feld hinten am weitesten, bis zum Hrde reichend; phalias.
mit drei von der Zelle getrennt stehenden roten Flecken. ?: Vflgl aussen schwach durchsichtig; Zellfleck sehr gross; der Fleck vor der 1. Mediane viel grosser als der vorhergehende; Binde des Hflgls sehr breit, an der Innenseite blass. Columbien: Magdalenatal und Gordillere von Bogota. — elatos P.u.J. cf: elatos.
grüne Feld kleiner als bei voriger Subspecies; Hflgl mit 3 kleinen roten Flecken. Caucatal. — ■ calogyna calogyna. P.u.J. (4b). cf: Vflgl aussen etwas dichter beschuppt als bei phalias und dalos, gewöhnlich ein weissei'
Fleck vor der 2. Mediane; Hflgl. mit 3 kleinen, dicht zusammenstehenden Flecken. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane des Vflgls grösser als der vorhergehende Fleck; Binde des Hflgls lehhaft rot, ilir frd gewöhnlich weiss. West-Ecuador und W^estküste von Columbien. — teneates P. u.J. cf: Das grüne Fehl schmal, von teneates. der Zelle getrennt, gewöhnlich einen oder zwei weisse Flecke einschliessend. ? nicht mit Sicherheit bekannt.
Nord -Venezuela und Nord-Columbien.
P. anchises. Spitze des Vflgls deuflich, wenn auch schwach, durchsichfig. cf: Schienen und 1. Tarsensegment verdickt und fein behaart; Hflgl stark blau schillernd. ?: Der Fleck vor der 1. Mediane des Vflgls grösser als der vorhergehende Fleck. Columbien bis Süd-Brasilien und Paraguay. Die schwarz¬ braune Rp trägt auf dem ersten und dem vorletzten Ringe zwei Rückenflecke und auf den Thoraxringen und den zwei vorletzfen Hlbsringen je einen Seitenfleck; auf dem 6. und 7. Segmenfe findet sich ein schräges Seitenband, das zuweilen in Flecke aufgelöst ist. Die Rückenhöcker der P]) sind ziemlich klein, dreikantig. — alyattes Fldr. (4b, c). cf: Das grüne Feld von der Zelle getrennt, wenigstens einen weissen Fleck ein- alyattes. schliessend , der vor der 2. Mediane steht, viele Exemplare mit einem zweiten Fleck vor dei’ 1. Mediane; letzter Fleck auf der Unterseite des Hflgls grösser als bei P. iphidamas phalias. ?: Zelllleck schmal; Binde des Hflgls das Zellende einnehmend, schwarzer Aussenrd breiter als bei iphidamas. Columbien, im Magdalenatal und wahrscheinlich an beiden Seiten der Cordillera von Bogota. — serapis Boisd. d': Das serapis. grüne F'eld sehr schmal und lang, hinten nur wenig breiter als vorne; Binde des Htlgls aus wenigstens fünf Flecken bestehend. ?: Zellfleck gross, fast dreieckig, der Fleck vor der 1. Mediane sehr gross und das Band des Hflgls sehr breit. Nord - Columbien. Die Verbreitung von serapis und alyattes ist nur sehr un¬ vollständig hekannt. — osyris Fldr. (— xenares Fldr.; toxaris Fldr.; severus Fldr.) (4d). cf: Das grüne osyris.
Feld des Vflgls und die Binde des Hflgls breiter als bei serapis. ?: Der Zellfleck gewöhnlich (juer über die Zelle hinüberreichend; die Binde des Hflgls innen sehr wenig blasser als aussen. Venezuela. — cymochles cymochles. Doubl. {— anacharsis Fldr.). cf: Vflgl mit einem bis drei weissen Flecken; Hflgl mit drei, selten vier roten Flecken. ?: Flecke des Vflgls reiner weiss als bei den vorhergehenden Subspecies; Zelltleck klein: Band des Hflgls fast einfarbig rot, in der Mitte am weitesten. Trinidad, Paria-Halbinsel, und Orinoco. — anchises L. anchises.
{— telmosis Bates ; toxaris Fldr.) (4 c). cf: Grünes Feld schmal, zuweilen fehlend; Hflgl stärker gezähnt als bei den andern Formen, die roten Flecke gewöhnlich weit getrennt. ?: Vflgl ohne Zellfleck oder nur mit Zellstrich, oft ohne alle Flecke; Hflgl mit einer Reihe von sechs oder sieben roten, voneinander getrennten Flecken.
Holländisch und Französisch Guiana. — thelios Gray {= hierocles Gray ; aglaope Gray [])artim]) (5 a). cf: Das thelios. grüne Feld dreieckig, einen oder zwei ziemlich grosse weisse Flecke einschliessend: Hflgl mit drei oder vier roten Flecken, von denen der vor der 2. Mediane stehende der grösste ist. ?: Vflgl mit wenigstens zwei weissen Flecken , der vor der 2. Mediane stehende der grösste ; Hflgl mit sieben oder acht getrennten Flecken. Unterer Amazonenstrom , von Pani bis Santarem ; findet sieh an trockenen , sandigen Stellen des Waldes, nicht im Sumpfe. — etias P. u. J. cf: Taster zuweilen fast ohne rote Schuppen: Hflgl ohne roten etias.
Fleck vor der 1. Radiale oder dieser Fleck sehr klein. ?: Flecke des Vflgls rein weiss, Zelltleck sehr klein, zwei grosse Flecke vor und hinter der 1. Mediäne. Ost - Bolivien , von J. Steinbacie im Dezember, Januar und April -Mai gefunden. — orbignyanus Imc. (4 c). Das rote Band des Hflgls ist beim cf gleichmässig orbignyamis. gebogen und wird nach vorne allmählich schmäler; der Vflgl trägt wenigstens einen grossen weissen Fleck.
Beim ? ein Fleck in der Zelle des Vflgls und wenigstens zwei auf der Scheibe: Hflgl mit Band von der Subcostale zum Hinterrd. Paraguay ; nördlicher Teil von Entre Rios ; Matto Grosso ; Goyaz. — foetterlei foetterlei.
V 3
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PAPILTO. Von Dr. K. Joet.an.
R. u. J. (4 c). Weisse Flecke de.s Vtlgis bei cP und ? sehr gross und das Band des Hllgls sehr breit. Tm Innern der Provinz Säo Paulo.
hedae. P. hedae Foett. (5a). Nur ein ? bekannt; Taster rot, ein sehr breites, an den Rändern vei’wischtes,
gelblich weisses Band auf dem Vtlgl; Htlgl grösstenteils blassrot, nach der Wurzel zu weisslich, die Rand- tlecke schwach gelblich. Icarahy, bei Rio de Janeiro.
nephalion. P. nephalion GocU. (cP = osymanduas Hhn., proteus Boisd., stilbon KoU., haemon Fldr.) (4d, 2 d).
Randzahn an der 3. Radiale des Htlgls mehr vorspringend als bei B. anchises L. Vtlgl bei cP und ? mit zwei oder drei grossen weissen Flecken. Htlgl beim cP oben mit drei roten Flecken und gewöhnlich einem vierten, der getrennt von ihnen steht; beim ? mit einem Bande von fünf Flecken und häufig einem sechsten oder seilest siebenten (sehr kleinen) Fleck. — Die Rp ist braunschwarz mit gelbem Längsstreif an den Seiten. Der Falter ist nicht selten und findet sich im eigentlichen Brasilien südwärts bis Rio Grande do Sul, ebenso wie in Matto Grosso, Paraguay und den angrenzenden Distrikten Argentiniens. Ein Waldtier.
Lysander- Gruppe.
Die folgenden Arten, welche die li/sander-Gruppe bilden, haben rote statt weisse Saumflecke. Die Hinter¬ schienen der cP5^ sind stets geschwollen und feinhaarig. Die Taster sind schwarz. Die Arten kommen mit denen
der ««-«ccs-Gruppe zusammen vor und sind zum Teil sehr liäufig. Die roten Flecke des Hflgls haben keinen Opalglanz.
P. panthonus. Vtlgl bei cP und ¥ schwarz, mit rötlichen Saumtleckchen ; Htlgl mit regelmässig gebogener Reihe getrennter roter Flecke. Duftwolle weiss. Guiana und Brasilien , in zwei Sul)species. —
mima. numa Boisd. (— jaguarae Foett.) von Brasilien (Säo Paulo und iMinas Geraes) hat kleine, weit getrennte
panthonus. Flecke. — In panthonus 6V. (31), 5 a) von den drei Guianas sind die Flecke des Htlgls etwas grösser. Diese Form findet sich gewiss auch an der Noi'dseite des unteren Amazonas.
aglaope. p. aglaopc Grai/. cP: Vtlgl mit blaugrünem Bande, das wenigstens einen grossen weissen
Fleck trägt, der vor der 2. Mediane steht; Htlgl mit vier, von der Zelle getrennten Flecken. Das ¥ tritt in lysimachiis. zwei Formen auf: ¥-f. lysimachus Honr. hat auf dem Vtlgl eine grade Reihe von drei Flecken; ¥-f. callicles callicles. ßdfpg besitzt auf dem Vtlgl einen grossen Fleck hinter der 1. Mediane, einen kleineren davor und einen Strich in der Zelle. — Diese Art ist ziemlich selten; sie ist his Jetzt am unteren Amazonenstrom, im Südosten eiiristeiis. Perus, und im östlichen Bolivien angetroffen worden. — Ckamee hat als euristeus ein Tier aus Surinam ab¬ gebildet, das vielleicht auch hierher gehört; das Bild ist aber zu schlecht, um mit Sicherheit auf irgend eine Art bezogen werden zu können. Ob cP von klae/esi Flmn.''
lysander. p. lysander Cr. (= phrynichus Mdr.). cP mit weisser Duftwolle in der Falte des Hflgls. Aussenrd
des Vtlgis beim ¥ gerundet ; die letzten beiden roten Flecke des Htlgls getrennt, schief zueinander stehend ; parsodes. ¥-f. parsodes Gray (= sonoria Gray) hat ein grosses weisses Feld auf dem Vtlgl, das aus mehreren Flecken arbates. besteht; l)ei der ¥-f. arbates StoIJ (= anaximenes Fldr.) ti'ägt der Vtlgl nur einen weissen Fleck, während brissonhis. bei der ¥-f. brissonius Gray (5 b) der Vtlgl ohne weisse Flecke ist. Als ab. bari Oberth. ist ein cP mit gelben bnri. statt roten Htlgltlecken beschrieben. — Diese Art ist vom ganzen Amazonenstrom, Ost-Peru und Ost-Ecuador, sowie von Guiana und Bogota bekannt ; sie ist bis jetzt noch nicht in Bolivien und dem eigentlichen Brasilien gefunden worden.
P. echemon ähnelt der vorigen Art; der Vtlgl ist aber schmäler, sein Aussensaum beim cP ein¬ gebogen, l)eim ¥ grade, die Vtlglzelle ist an der Spitze schmäler, die 3. Radiale des Hflgls steht gewöhnlich viel näher an der 2. Radiale als an der 1. Mediane und die Htlgltälte des cP trägt keine weisse Wolle. Am unteren und mittleren Amazonenstrom und in Guiana. Zwei Subs])ecies. — Hübner’s Bilder passen auf die echemon. Form vom Amazonenstrom: Beim cP echemon Hbn. {= eclielus Hbn.) ist das blaugrüne Band des Vtlgis ergeteles. schmal und steht, wie das weisse Band des ¥, von der Zelle getrennt. Von Para bis Santareni. — ergeteles Gray (= eche])hron Bates ; echion Bates ; polyphron Fldr.) hat Ijeim cP ein breiteres blaugrünes Band und beim ¥ berührt der weisse Fleck, welcher voi' der 2. Mediane steht, die Zelle, oder der Vtlgl ist ohne Fleck: pisander. ¥-f. ergetelcs Gray ist die Form des ¥ mit weissem Felde; bei ¥-f. pisander Fldr. sind die weissen Flecke nur durch ein paar weisse Schu])pen angedeutet. Von Obidos t)is zum Rio Negro, Nordseite des Amazonas; Guiana. — Während P. lysander ein Sinnpfbewohner ist und schwerfällig an den feuchtesten Stellen im Waldes¬ schatten fliegt, zieht P. echemon trockenere Lokalitäten im Walde vor und man findet den Falter oft an den Blüten, welche auf den schmalen Waldptäden von Bäumen lierabhängen.
P. neophilus. Beim cP ist die Htlglzelle auf der Oberseite bis nahe zur Wurzel rot. Bei beiden Ge- schlechtein zweigt die 2. Mediane des Htlgls auf gleicher Höhe mit der Subcostale ab. Columbien bis Para¬ guay und Süd-Brasilien, aber nicht von Rio de Janeiro bi.s Pernambuco, wo sich P. zacyntkns findet. — eiuybates. eurybates Gray (= euphales Gray) (5 c). cP mit grossen weissen Flecken auf dem Vtlgl ; die roten Flecke des Htlgls wurzelwärts nicht schwärzlich, mit Ausnahme des ersten und letzten, die mittleren auf der Untei’- seite die Zelle berührend. ¥ mit 2 weissen Flecken zwischen der 3. Radiale und 2. Mediane, selten die Flecke nur angedeutet; das rote Band des Htlgls breit. Säo Paulo und Matto Grosso: Paraguay (Übergang zur
PAPILIC). Von l)r. I\. .InitDAN. Pt
nächsten Form). - consus li.n.J. cf: Das grüne Feld zwisclien (l(!r 2. Mediane länger als hreit, (h-r ucisse consns. Fleck vor der 2. Mediane gerundet, gewölndich kleiner als der vorhergehende Fleck; aut dem llllgl sind der Zelltleck und die der Zelle zunächst liegenden Teile der Discaltlecke schwärzlich rot; die Fle.cke aut der Unterseite kleiner als bei eurnhate.H. Beim ? sind die weissen Flecke gross; das Band des llflgls ist gewöhnlich von der Zelle getrennt. Ost-Bolivien. — olivenclus I>((tea (5 c.). Weisse k’lecke des Vllgls bei olivencitts.
(S' und ? klein oder undeutlich; die roten Flecke des Htlgls beim cf oben lang, unten klein. Bei der 2-ab.
anaximenes Fldr. sind die Htlgltlecke sehr lang. Ost-Peru bis zur Oordillere von Bogota, und am Airiazonen- anaximenc^.
ström abwärts bis zum Rio Negro. — ecbolius R. n. ./. cf: Der grüne Fleck hinter der 2. Mediane des ecbolius.
Vtlgls etwa so lang als breit, der weisse Fleck vor dieser Ader deutlich und (juer wie der vorhergehende
Fleck; die roten Flecke des Htlgls kürzer als bei olivenchis. Beim ¥ trägt der Vtlgl einen grossen wei.ssen
Fleck vor der 2. Mediane und einen zweiten vor der 1. Mediane, der Aussenrd dieser Mecke fast parallel
mit dem Aussensaum des Flügels. Unterer Amazonenstrom, aufwärts bis Obidos. — neophilus Hhn. {— gar- neophihis.
gasus Hbn. [partim], aeneides /Ap. [partim]), die zuerst beschriebene Form, bewohnt Guiana. cf; Das grüne
Feld ist breiter und die roten Flecke der Htlglnnterseite kleiner als beim cf von ecbolin.s. Beim ¥ fehlen die
weissen Flecke auf dem Vtlgl oder sie sind klein, selten sind sie gross; der dritte Fleck des Htlgls länger
als die andern, die Flecke auf der Oberseite weiter vom Saume entfernt als bei oU.venciiis. — parianus R. k. J. parianus.
von Trinidad, Guniana und dem Orinoco. Das grüne Feld des cf hinter der 2. Mediane länger als breit, drei
weisse Flecke einschliessend ; die Flecke der Htlglnnterseite blasser als bei der bolivianischen F orm, welcher
parianus nahe kommt, der vor der 1. Mediane liegende Fleck dicht an der Zelle stehend. Beim ¥ ist das
Band des Htlgls etwas mehr als bei den anderen Subspecies gebogen; die schmalen mittleren Flecke stehen
oben und unten dicht an der Zelle.
P. zacynthus. Band des Vtlgls beim cf grün-blau. Die Flecke der Unterseite des Htlgls des ¥ blasser als bei P. neophiJus. Brasilien, von Rio de Janeiro nordwärts, in zwei geogra])hischen Formen. In feuchten, mit Gebüsch bewachsenen Lokalitäten, nicht selten. Die Rp ist graubraun und trägt einen gelben Seitenstreif. — Die Form aus der Provinz Rio de Janeiro, zacynthus F. (5b), findet sich in der Umgebung zacynthus. der Stadt Rio, aber viel seltener als F. nephalion. Der Vtlgl ist an der Spitze nicht durchscheinend ; beim ¥ hat die Vüglzelle einen Fleck. — Die nördliche Form, von Pernambuco, Bahia und dem Rio Tapajos, ist polymetus Godt. (5 c). Der Vtlgl ist an der Spitze durchscheinend und in der Zelle findet sich beim ¥ polymetus. kein oder nur ein sehr kleiner Fleck.
P. arcas. Beim cf ist die Zelle des Htlgls oben von etwa der Mitte ab rot; beim ¥ trägt der Vtlgl einen grossen weissen Fleck quer über die Zelle. Mexiko bis Guiana und Columbien, nicht weiter südlich gefunden. — mylotes Bates (= docimus Graij ; caleli Reak.; tonila Rcak.; alcamedes Fldr.; aristomenes wj'/oto. Pldr.) (5 d). cf: Der grüne Fleck vor der 1. Mediane lang und gewöhnlich einen weissen Fleck einschliessend; die Zelle meist auch mit weissem oder grünem Fleck, kein grüner Strich am Hrd. Das Band des Htlgls
beim ¥ von der Zelle getrennt und auf beiden Seiten lebhaft rot. Mexiko bis Costa Rica; sehr häufig im
Flachlande. — mycale Godm. u. Sa/v. von Panama und den kleinen Inseln an der pazifischen Küste dieser mycale. Republik bildet einen Übergang von der vorigen zur nächsten Form. Beim cf ist das grüne Feld vor der 2. Mediane immer gross ; der Zelltleck des Htlgls und die angrenzenden Teile der Discaltlecke sind gebräunt.
Das Band des Htlgls des ¥ ist lebhaft rot und steht gewöhnlich dicht an der Zelle. — arriphus Boisd. arriphus. Der Vtlgl des cf trägt fast immer einen grünen Fleck auch vor der 1. Mediane; Htlgl mit Zelltleck auf der
Oberseite, das Band zuweilen blass und schmal: cf al). agathokles KoJI. Beim ¥ ist das Band des Htlgls agathokles.
blassrot und nimmt auch die Zellspitze ein. Columbien, vom Rio Magdalena und Rio Meta; häufig in »Bo¬ gota« Sammlungen. — antheas R. u. J. Das grüne Band des cf verkleinert, kein Fleck vor der I. Mediane; antheas. das Band des Htlgls gewöhnlich sehr blass, beim ¥ gleichfalls blasser als bei arriphus und meist kürzer.
Caucatal. — arcas Cr. (cf = eurimedes Cr.) von Venezuela und Guiana. Das rote Band des Htlgs ist arcas. bei cf und ¥ breiter als bei den anderen Subspecies; beim cf ist die Zellspitze des Htlgls auch unten rot und beim ¥ ist der Zelltleck viel grösser als bei arriphus.
P. timias. cf und ¥ mit zwei grossen weissen Flecken auf dem Vtlgl, beim cf in dem grünen Felde stehend; roter Zelltleck des Htlgls beim cf gross; ¥ mit ziemlich kleinem Zelltleck oder ohne Zelltleck. West- Ecuador, von Guayaquil aufwärts. In diesem Distrikte finden sich viele nöi'dliche Arten, die in Ost-Ecuador und Peru fehlen. — Ghay’s timias (5 d), dessen ¥ von Hewitson bimaculatus genannt wurde, findet sich in der timias. Umgebung von Guayaquil und den Nachbardistrikten. Die Zelle des Vtlgls trägt beim cf keinen deutlichen grünen Fleck; der erste Fleck auf der Unterseite des Htlgls ist wenigstens so gross wie der letzte. Beim ¥ ist gleichfalls kein deutlicher Zelltleck auf dem Vtlgl vorhanden und die Discaltlecke sind klein. — potone potone.
It. H. J. hat bei cf und ¥ einen deutlichen Zelltleck auf dem Vtlgl. Paramba und Ambato, in höheren Lagen als die vorige Form, von Rosenberg in 3500 Fuss Höhe gefangen.
Sektion B.
Die nun folgenden Aristoloclüenfalter sind von den vorhergehenden Gruppen sehr A^erschieden. Der Körper ist nie lebhaft rot gefleckt, auch tragen die Flügel nie lebhaft rote Flecke oder Binden. Die Fhlr haben keine tiefe Sinnesgruben, und ihr Endseginent ist sehr kurz. Die Hflglzelle ist an der Spitze gerundet und ihr Hinter-
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PAPILIO. Von Dr. K. Jokdan.
Winkel ist wenigstens so gross als der Vorderwinkel. Das Duftorgan des Hflgls des cf ist nie wollig und die Schienen sind nie verdickt. — Die Rp trägt am ersten Brustringe stark verlängerte fleischige Anhängsel und die Rücken¬ höcker der Pp sind schmal, seitlich zusammengedrückt und ziemlich hoch.
Polydamas-Gruppe.
In ihrer Lebensweise weicht diese poh/damas-Gx\\\}\ie. gleichfalls wesentlich von den Rotfleckfaltern ab. Es sind Tiere des offenen Geländes, die selten im Waldesschatten angetroffen werden. Die cf cf, welche schnelle Flieger sind, sitzen gern auf nassem Sande oder Schlamm und saugen die Feuchtigkeit auf, während die mancher Arten häufiger Blumen besuchen.
P. philenor ist ein allbekannter nord-amerikanischer Falter, der sich durch einen lebhaft grün oder blau glänzenden Aussenteil der Hllglunterseite auszeichnet. Seine ursprüngliche Heimat waren zweifellos die südlichen Atlantischen Staaten, von wo aus sich das Tier nach Mexiko und im Westen wieder nordwärts bis ins nördliche Gahfornien ausgebreitet hat. Im zentralen Teile der Vereinigten Staaten, von Colorado nordwärts, fehlt der Falter; er geht dagegen im Osten bis nach dem südlichen Ganada, wo er von Zeit zu Zeit als Zuwanderer angetroffen wird. Seine Verbreitung nordwärts, in die Gegenden, wo die ursprüngliche Nährptlanze (Aristolochia serpentai'ia) fehlt, ist durch den Anbau als Zierpflanze von Aristolochia sipho er- orsna. möglicht. — orsua Godm. u. Salv. ist eine kleine, schwanzlose Form von den Tres Marias -Inseln mit stark philenor. glänzendem Htlgl. — philenor L. {= astijious Dmry) (6 a) bewohnt die Vereinigten Staaten und Mexiko.
Der Falter variiert geograj)hisch nur wenig, doch sind manche der mexikanischen Exemplare schwanzlos, was acauda. m Nord -Amerika nicht vorzukommen scheint. Diese ab. mex. acauda Oherfh. {= nezahualcoyotl Idtreck.-, wasrmithi. corbis Godrn. n. HaJv.) kommt mit gewöhnlichen Exemplaren zusammen vor. Als ab. wasmuthi Weekn ist eine Farlienvarietät beschrieben, die an die berühmte ab. cadmvleyi von P. pohjxenes Fahr, erinnert. Die Rand- tlecke sind in dieser Aberration zu einem breiten Bande vergrössert. Individuen ohne Submarginaltlecke obsoleta. auf dei- Oberseite sind ab. obsoleta FJirm. Der Ealter hat in den Südstaaten mehrere Generationen. Die Frühjahrsstücke sind im allgenieinen mehr rauhhaarig als die Sommerstücke, Der Schmetterling ist sehr häufig und schAvärmt in grossen iMengen um blühende Bäume, oder saugt an den Blüten niedriger Pflanzen oder an Wegpfützen. Beim Saugen und Gehen sind tlie Flügel in zitternder Bewegung wie bei den ver¬ wandten Arten.
devilliers. P. devilliers Godf. (6a). Bisher mit Sicherheit nui' von Guba bekannt; ‘die älteren Autoren gaben
auch Florida als Vaterland an, was vielleicht auf einem Irrtum beruht. Geschwänzt. Vtlgl mit einer Sub¬ marginalreihe kleiner Flecke ; Htlgl oben mit Submai'ginalbinde und unten mit einem oder mehreren Silbei'flecken.
zetes. P. zetes Weatir. (6o) trägt auf der Oberseite beider Flügel ein gelbliches Band und auf der Unter¬
seite des Hflgls ein Silbeihand. Haiti; nur wenige Stücke in den Sammlungen.
Die nun . folgenden Arten sind alle ungeschwänzt. Sie erinnern zum Teil in der Flügelform etwas an die orientalischen sogenannten OrnitJioptera.
streckerianiis. P. streckerianus Honr. (— mathani Oherfh.) (6 a) isl ein Tier der offenen trockenen Gegenden Nord-
Perus. l)ie Körperflecke sind grünlichgelb. Vflgl ohne Band; die Binde des Hflgls sehr verändeilich , beim ? opalisierend.
ardiidamas. P. archidamas Boisd. bias Kirhy, ex Ifof/er) (6 b). Die Körperflecke rötlich. Oberseite beider
Flügel mit Fleckenbinde; Htlgl unten grösstenteils schmutzig weiss. Ghile; in den offenen Küstendistrikten, das ganze .lahr hindurch. Die früheren Stände sind denen von /'. pohid,amas ganz ähnlich.
P. polydamas. Die Körperflecke rötlich; Oberseite beider Flügel mit Fleckenbinde; Unterseite des Hflgls schwarzbraun, mit roten oder gelbroten Submarginaltlecken. Von Virginien bis Argentinien ver¬ breitet; auf dem Kontinente geograpbisch nur wenig variierend, dagegen auf den grossen und kleinen Antillen auf fast jeder Insel verschieden ausgebildet. Einer der häufigsten PapU.ior auf dem Koniinente; ein Tier des kultivierten Bodens, das den Ansiedler überall begleitet; es findet sich besonders häufig, wo der für Kultui’ gereinigte Boden wieder vernachlässigt worden ist. — Die Rp variiert von braungelb bis dunkel schwarzbiaun ; die Warzen sind lang, in dunklen Exemplaren lot. Die Pp ist stark gebogen und trägt vincentins. drei hohe, zusammengedrückte Höcker auf dem Hlb; das Thoraxhorn ist lang. — vincentius P.u.d. Ober¬ seite ähnlich der kontinentalen Form; Unterseite des Hflgls mit weisslichem Gostalwisch; Submarginaltlecke hicianns. gross. St. Vincent. — lucianus P. n. ./. Das Band der Oberseite breit; Htlgl unten mit Gostalwisch an .xenodamas. der Wui’zel; Sulanarginaltlecke gross. Sfa. Lucia. — xenodamas lihv. {= celniones Dahn.; eurydamas Kirhy, ex Roger). Band der Oberseite des Hflgls breit, dicht an der Zelle stehend; Fltlgl Unterseite an der Wurzel mit grossem, bläulich grauem Fleck und Gostalwisch. Martinique; früher irrtümlich als Bewohner dominiciis. Brasiliens angegeben. — dominicus P. u. J. Die hinteren Flecke der Vtlgloberseite kleiner als bei xeno¬ damas ; Band des Hflgls gebogen. Hllglunterseite mit Gostalwisch, aber ohne grossen Pdeck dahinter. neodamas. Dominica. — neodamas Luc. Die oberen Flecke der Vflglbinde fehlend oder klein, die hinteren Flecke antiqmis. weiter vom Rande entfernt als bei den vorigen Formen. Hflglband fast grade. Guadeloupe. — antiquus U. u. Der nächsten Form ähnlich; die vier vordem Flecke der Vflglbinde klein; Htlglbinde schmäler
PAIMLIO. Von I^r. K. ,loni)AN.
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als bei der nächsten Subsi)ecies; Snbrnarginal decke der Hflglunterseite gross, gelblich i'ot. Antigua. —
thyamus h\ u. J. Ähnlich pohfdamm ; Subinarginaltlecke der lidglunterseil(^ viel mehr gelblich und gröss(-r ihynmiis.
als bei der kontinentalen Subspecies. St. Thomas. — lucayus IL u. J. Untei'seite blasser als in l\ polpdatnux ; hicayu^.
der weisse Quersti'ich am Analwinkel des Htlgls wenigstens bis iibei' die 2. Atediane liinausreichend; di(i
roten Subinarginaltlecke wie in der kontinentalen Form, aber grösser. Bahama- Inseln. — polydamas L. p()/ydamr/^.
(6b) ist die kontinentale Form, welche sich von Georgien bis Argentinien tindet. Aiudi Cidia wird von ihr
bewohnt, aber gewöhnlich zeichnen sich die Guba- Stücke tlurcli tiefer schwarzes Bandfeld dei' 1 Idglunlei'-
seite aus. Das Band der Oberseite variiert sehr in Breite. Die Subinarginaltlecke der llllglunterseite sind
immer dünn und rot. — polycrates Hopf). {= hypodamas Gum.) unterscheidet sich von der vorigen Form pulycratcs.
in der Zeichnung oben hauptsächlich durch die mehr distale Stellung des vor der 2. Mediane des llllgls
liegenden Flecks und unten durch die grossen Silberüecke, welche an einigen der roten Flecke stehen. Die
Flarpe des cf hat nur eine Zinke statt der zwei aller vorhei'gehenden Formen. Haiti und wahrscheinlich
Porto Rico. — jamaicensis R. u. J. ist polycrates ganz ähnlich, aber die Subinarginaltlecke dei- Htlglunter- jamaicensis.
Seite grösser und die mit ihnen verbundenen Silberüecke kleiner. Jamaica.
P. philetas Hew. (6b). Hlb beim cf oben gelbweiss. Htlgl unten grünlich gelb, mit roten Siib- phHetas. marginaltlecken. Süd-Ecuador und Nord-Peru.
P. madyes. Der vorigen Art ähnlich; Submargiiialflecke der llllglunterseite gelb. Die Duft¬ schuppen bei den geographischen Formen verschieden, was auch bei einigen der anderen Arten Aqv polydaiuas- Gruppe der Fall ist. Peru und Bolivien. — plinius Weym. von Nord -Peru. Vtlgl oben mit vier kleinen pHnhis. Flecken. Htlgl unten ockergelb (verfärlit?) ; Submarginaltlecke klein. Nur ein Stück bekannt; von Stübel zwischen Moyabamba und Chachapoyas gefunden. — chlorodamas Gueu. (= rnarsyas Styr.) die häutigste düorodanws. Form in den Sammlungen. Fleckenbinden der Oberseite breit, auf dem Vtlgl weiss (cf cf, ??) oder gell) (cf cf).
In Huänuco und Junm, Ost-Peru. - crispus R. u.J. Flecke der Oberseite viel kleiner als bei chlorodamas. crispas. Südost-Peru. — madyes Doubl. Htlghmterseite auf den Adern schwarz gestreift. Bolivien. — tucumanus madyes.
R. u. J. (6a), wie madyes, aber die Spitze des Vtlgls unten nicht gelb überwaschen; Hügl unten rauch- tucumanus.
braun. Tucuman.
P. polystictus (= protodamas and.). Vtlgl oben mit drei bis sieben Submarginaltlecken ; Htlgl mit zwei Fleckenreihen. Hlb beim cf oben gelblich weiss. Brasilien, Argentinien und Paraguay. — Kp ähnlich der von P. polydamas ; Warzen kürzer, nie rot. Thoraxhorn der Pp lang, etwas nach vorn gelehnt, Rücken der Pp hinter dem Horn mehr oder minder ausgedehnt gelb. Die Rp lebt in der Jugend gesellig. Der
häufige EMlter fliegt an lichten Stellen im Walde und an Waldrändern und saugt besonders gern an den
Blüten von Lantanen. Die Nährpflanze der Rp wächsf im Waldesschatten und an Flussufern. — Bei janira janira.
E. u. J. sind die Flecke der Oberseite gross. Rio de Janeiro; Minas Geraes. — In polystictus Btlr. (6b) polystictus. sind die Flecke kleiner und verschwinden zuweilen teilweise. Säo Paulo bis Rio Grande do Sul; Paraguay; Argentinien.
P. eracon Godm. u. Scdr. (6 c). Vtlgl mit submarginaler Fleckenreihe. Hügl mit gleichniässig ge- eracon. krümmter Fleckenbinde, weiche etwa in der Alitte zwischen Zelle und Aussenrd steht. Unterseite des Htlgls mit roten sulunarginalen Flecken, an deren Aussenseite je ein gelblich weisser Tüpfel steht. West-Mexiko, bis jetzt nur von Golima und aus der Provinz Guerrero bekannt.
P. belus. Vtlgl oben beim cf ohne weisse Flecke; Hügl mit einem bis sieben weissen Flecken auf der Scheibe, von denen der erste immer gross ist; beim ? ist der Vtlgl fast wie beim cf oder er trägt ein grosses blassgelbes Fehl. Hügl unten bei cf und ? mit weissen Tüpfeln aussen von den roten Submarginal- üeckeii. Das cf wird von Bates ein schneller und kühner Flieger genannt; das ? mit gelbem Felde auf dem Vtlgl fand er am Wahlesrande an Blumen. Die ?? werden, wie auch bei den folgenden Arten, viel seltener als die cf cf gefangen. — chalceus R. u. J. aus der Provinz Guerrero, West-Mexiko, hat auf dem chalceus. Htlgl ein fast grades Band und auf der Unterseite findet sich vor dem Subcostalast ein roter Bubmargiiial- tleck, der bei den andern 8ubs])ecies fehlt. — varus Koll. cf: Htlgl mit einem nach hinten an Breite ab- vanis. nehmenden Fleckenbande. Das ? tritt in zwei Formen auf. Die häuüge Form ist ?-f. latinus Fldr., sie ist latinus. dem cf ähnlich, aber der Vtlgl trägt einige Subinarginaltlecke und der erste Fleck des Hüglbandes ist etwa so gross wie der zweite. Die sehr seltene Form mit grossem gelblichem Felde auf dem Vtlgl, die Zellspitze und die angrenzenden Teile der Scheibe einnehmend, ist ?-f. varus Koll. Von Guatemala bis Nordost- Ecuador und Nord-Venezuela verbreitet; das cf häuüg in Bogota-Sammlungen. — belus CV. (6c) ist die Form, belus. welche Guiana, Amazonien, Ost -Peru und Goyaz bewohnt. Beim cf trägt der Hügl gewöhnlich nur ein weisses Feld, doch finden sich Exemplare, die eine Reihe kleiner Flecke auf der Scheibe haben. Vom $ sind zwei Formen bekannt: ?-f. belus Cr. {= caburi Kaye) ist dem cf ähnlich und hat auf dem Htlgl entweder nur einen Fleck oder eine volle Reihe; in ab. amulius Esp. sind die Flecke der Finterseite des amulius. Flügls gelb (nur von Esper’s und Martyn’s Bildern bekannt). Die zweite Varietät des ? ist ?-f. amazonis amazonis.
R. u. J. (6 c); sie trägt ein gelbes Fehl auf dem Vtlgl wie die ?-f. varus der Subspecies varus Koll. — belemus helemus. Bates von der Südseite des untern Amazonas hat ein grades Band auf dem Hügl; nur die dem cf ähnliche
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
cochabamha. Form des ? ist bekannt. — cochabamba Weeks. cd: Hflgl gewöhnlich mit einer breiten graden Flecken¬ binde; zuweilen die hintern fünf Flecke klein, sehr selten fehlend. Duftscliuppen wie bei der mexikanischen Subspecies kurz. Das ? ist nicht bekannt. Südost-Peru; Bolivien.
P. laodamas. Der vorigen Art ähnlich. Htlgl oben mit breiter Fleckenbinde ; die roten Submarginal- tlecke der Unterseite dünn, nicht von weissen Tüpfeln begleitet. Das ? ist dem cd ähnlich, aber auf dem procas. Htlgl sind die mittleren Flecke gross, während der erste Fleck klein ist. Mexiko bis Columbien. — procas Go(im. i(.. Salv. cd: Das Htlglbaiid steht gewöhnlich an der Zelle oder kreuzt die Spitze derselben, selten iopas. ist es von der Zelle getrennt (al*. iopas Godm. u. 8alv.). ?: Htlglbinde gewöhnlich die Zellspitze mit ein- copanae. nehmend. West -Mexiko, aus den Provinzen Michoacan, Jalisco und Guerrero bekannt. — copanae Heak. (- chrysodamas Bafes). Htlglbinde bei cd und ? von der Zelle getrennt; die roten Submarginaltlecke der Htlglunterseite dünner als bei procas. Duftschuppen länger als bei voriger Form. Ost-Mexiko bis Honduras. — rhipidiiis. rhipidius B. H. J. Htlgl bei cd und ? mit sehr grossem grünlich weissem Mittelfelde, das die Zelle beim cd laodamas. fast bis zur Wurzel, beim ¥ bis zum ersten Viertel ausfüht. Costa Rica. — laodamas Fldr. (6d) ist die best bekannte Form, die sehr häuhg in Bogota- Sammlungen ist; man kennt sie von der Westküste, dem .Magdalenatal und der Cordillere von Bogota. Der erste Fleck des Htlglbandes ist sehr gross und reicht fast bis zur Wurzel; er berührt die Zelle wie die nächsten zwei oder drei Flecke. Das ¥ ist nicht bekannt.
lycidas. p. lycidas Cr. (= erymanthus Cr.) (6d) ist leicht an dem weissen Streifen zu erkennen, der auf
dei' Oberseite des Htlgls vor dem Hinterrd steht; dieser Streif ist beim ¥ küi’zer als beim cd. — Guatemala bis Bolivien und Parä. Scheint geographisch nicht zu variieren. Es ist nur eine Form des ¥ bekannt. Das cd hndet sich häuhg am Rande von Wasserläufen. Wie die verwandten Arten umfliegen die Falter erst ein paarmal die Stelle, wo sie sich zum Trinken niederlassen wollen, als ol:) sie sich von der Ab¬ wesenheit von Feinden überzeugen wollten ; sie sitzen aber ziemlich fest, wenn sie begonnen haben, zu saugen.
crassas. p. crassus Cr. (6d). Eine sehr langtlügelige Art, welche von Costa Rica bis Rio de Janeiro ver¬
breitet ist. Vtlgl mit weissen Wischen in und hinter der Zelle; Htlgl )nit grossem weissem Costalfelde, das lepidas. beim cd bis zur Wurzel reicht. In der cd-f. lepidus Fldr. fehlen die weissen Wische auf der Oberseite des Vtlgls. Die schwarzbraune (jedenfalls in der Grundfarbe veränderliche) Rp ist ungetleckt. Der Thoracal- höcker der Pp ist sehr hoch und an der Spitze geteilt.
B. Rinnenfalter.
Hiei'her gehört der grösste Teil der Schwalbenschwanzarten. ObMmhl die Formen sehr verschieden¬ artigen Entwicklungsrichtungen gefolgt sind und vielfach im äusseren Aussehen nicht die geringste Ähnlich¬ keit miteinander bewahrt haben, steht dies auf den ersten Blick recht bunte Gemisch von Arten doch den beiden andern Abteilungen der Schwalbenschwänze, nämlich den Aristolochienfältern und den Segelfaltern, scharf charakterisiert gegenüber. Die Segmente der unbeschuppten Fldr sind an der Wurzel etwas verengt und tragen die feinen Sinneshärchen entweder über die Ventraltläche fast gleichmässig verteilt oder in zwei grossen, seitlichen, nicht eingedrückten F'eldern. Die Tarsen sind gleichfalls nicht beschuppt; die Stacheln der Rückentläche der Glieder sind von den Ventralstacheln durch einen stachellosen, eingedrückten, seitlichen Längsstreif getrennt. Der Abdominalrand des Httlgs ist bei beiden Geschlechtern nach unten gebogen, eine Rinne bildend; ein Duftorgan fehlt auf dem Httlg. Die Schienen sind beim cd nie verdickt, noch feinhaarig. — Die Raupe ist entweder glatt, ohne Höcker, oder die Tuberkel sind hart und dornartig, nicht fleischig. Der dritte und vierte Thoraxring sind vergrössert, so dass die Rp nach vorn und hinten verjüngt erscheint. Viele der Raupen tragen auf dem Thorax an beiden Seiten eine Art Augentleck und auf der Mitte des Körpers einen Satteltleck. Als Nahrung dieneir Pflanzen sehr vieler Familien, zum Teil Kräuter (Umbelliferen, Gonr- positen u. s. w.), aber noch öfter die Blätter von Bäumen. — Die Puppe ist lederartig gerunzelt und ähnelt oft einem Stück Holz. Der Kopf ist in zwei Höcker ausgezogen oder abgestutzt, und der Thorax trägt ein gewöhnlich ziemlich kurzes Horn. Die Flügelscheiden sind viel weniger muschelförmig erweitert als bei den Aristolochienfältern und die Höcker auf dem Hinterleibe, wenn überhaupt vorhanden, sind ganz niedrig.
Die Rinnenfalter finden sich in allen tropischen und gemässigten Gegenden (Neu-Seeland ausge¬ nommen) und gehen nordwärts mit einer Art bis in die arktische Zone. Sie sind daher die am weitesten verbreitete Abteilung der Schwalbenschwänze. In ihren Gewohnheiten weichen sie ebenso sehr voneinander ab wie in ihrem Kleide. Die meisten Arten sind gute Flieger, die, wenn erschreckt, in rasendem Fluge davoneilen. Sie sind fast alle Blütenbesucher, besonders die cfcf, und .sitzen gerne auf feuchtem Sande oder Schlamme. Hier zeigt sich ihr von dem der Aristolochienfalter verschiedenes Wesen, indem sie sich nicht in dichten Klumpen zusammendrängen, sondern einzeln aussen von dem aus Pieriden und Segelfaltern gebildeten Haufen herumsitzen, immer zu schneller Flucht l)ereit. Sehr viele der Rinnentalter tragen das Kleid anderer Schmetterlinge, ln Amerika dienen Dauaiden, Heliconiden, Pieriden und besonders Aristolochien¬ falter als Vorbild, ln manchen Fällen ist nur das ¥, oder eine der ¥-Formen mimetisch. Unter den ameri¬ kanischen Rinnenfaltern finden wir eine Anzald kräftig gebauter Arten, deren Gostalrand des Vdtlgs gesägt ist. Wir finden etwas Ähnliches bei den cfcf der indo-australischen Pieridengattung Frio)ieris, und lief den
PAI’TrjfO. Von T)r. K. .Iohdan.
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Nyni]ihali(lengat1 linken Clidraxes, Eu/xpis, h'iurwfhr und PaUn, welche alle altwelllicli sind. Die Ziilirielutijr der (lostalränder dieser Schmetterlinge ist wohl eine Begleiterscheiiiung dei' Versläi'knng des l’andes. weh-h letztere im Znsammeidiang mit der Erwerbung eines schnellen Ehiges sieht.
Geschlechtlicher Dimorphismus ist uider den llinnentaltern sein' häufig; in der Hegel ähnelt eine ?-Eorm dem cf, während die andere mimetisch ist. Scharf ausges])i'ochener zeitlicher Dimoiphisrnus ist hei den amerikanischen Rinnenfaltern nicht beobachtet, doch sind bei den y)aar noT'd-amerikanischen Eormen, die hieber gehören, die aus überwinterten Ppn kommenden Falter im allgemeinen kleiner und haben slärkere Behaarung als die Sommerstiicke, auch zeigen sie geringe Abweichungen in der Zeichnung. Der 'frimoi- phismus bei beiden Geschlechtern von F. ])(»liixenes und F. bairdi ist sehr beitierkenswert.
Machaon- Gruppe,
Die Arten der machaov-(j:x\\])\)e haben Ringelraupen, die auf Umbelliferen , zum Teil auch auf Aide- misia, leben.
P. polyxenes. Fllb schwarz, gelb getüpfelt, Taster gelb. Die hinteren gelben Flecke der Discal- binde des Vtlgls weit von der Zelle entfernt, zuweilen die Discalbinde fehlend. Geographisch und individuell sehr veränderlich. Die früheren Stände denen von P. machaon ganz ähnlich. Die Formen von Nord- und Zentral -Amerika fliegen wie P. machaon in angebauten Gegenden, auf Wiesen und mit blühenden Futter¬ kräutern, besonders Klee, bestellten Feldern, in geringer Hohe über dem Boden hin. Die süd-amerikanischen Formen kommen nur in beträchtlicher Höhenlage vor. Wir haben hier dieselbe Erscheinung, welche wir in Asien an P. machaon beobachten, der südlich vom Himalaya, in Nordwest- Indien, Sikkim und Birma gleicldalls ein Hochgebirgstier ist. — americus KoU. (= sadalus Luc.) tritt in zwei Varietäten auf. Bei der americns. Form melasina P. u. J. (8 a) ist das gellie Band der Flügel stark verschmälert, zuweilen zu kleinen Fleck- melasina. eben reduciert , während bei dem eigentlichen americus KoU. das Band breit ist, besonders auf dem Htlgl; nicht selten ist das blassgelbe Feld der Unterseite des Htlgls bis zur Wurzel ausgebreitet. Die schwarze Form lebt besonders im Gaucatal in Columbien, findet sich aber auch sonstwo mit der gewöhnlichen Form zusammen. Venezuela, Columbien, Ecuador und Nord-Peru, nur in beträchtlicher Höhe vorkommend, bis zu etwa 3000 m gefunden. — stabilis P. u. J. der gewöhnlichen americus Form ganz ähnlich, immer mit breitem stahilis. gelbem Bande, der letzte Fleck des Bandes auf dem Vtlgl kürzer als bei americus, das Band auf der Unter¬ seite des Htlgls wurzelwärts scharf begrenzt. Costa Rica bis Panama, häufig in einer Höhe von etwa 1000 bis 1300 m. — asterius Cr. (= asterias F.) ist ein in manchen Gegenden sehr veränderlicher, in andern Distrikten ziemlich konstanter Falter. Es ist das cf viel variabeler als das ?. Wir unterscheiden drei Hauptformen des cf, die durch Zwischenstufen verbunden sind und in vielen Gebieten alle drei Vorkommen, cf-f. asterius Cr. trägt eine Fleckenbinde, welche die Spitze der Hflglzelle kreuzt. Exemplare mit fast asterius. reinweissen Flecken auf der Oberseite sind ab. semialba Ehrm. Die cf-f. asterius findet sich von Keu- semialba. England bis Süd-Mexiko. Die zweite Varietät ist cf-f. curvifascia Skinn. von Mexiko und Guatemala; bei curvifasda. dieser steht das Band des Htlgls ausserhalb der Zelle und ist fast gleicbmässig gebogen. Die auffälligste FMrm ist die cf-f. ampliata Mm. (= asterioides Peak.), in welcher die Binde in kleine Flecke aufgelöst ampliata. ist, welche auf dem Vtlgl oft zum Teil fehlen. Diese schwarze Form ist häufig in West-Mexiko, tliegt aber einzeln auch in Ost-Mexiko, auch ist ein Exemplar in Colorado gezogen. Das ? von asterius ist viel
weniger veränderlich. V on beiden Geschlechtern sind ein paar auffällige Aberrationen benannt worden ;
bei ab. calverleyi Grote die Submarginaltlecke sehr stark vergrößert und zu einer breiten Binde zu- calverleyi. sammengeflossen ; bei ab. alunata Skinn. u. Aar. sind die Submarginaltlecke des Htlgls dagegen ganz klein o/unata. und bläulich. — polyxenes F. (8 a). Das ? ähnelt dem cf, die Binde des Htlgls im ganzen etwas breiter polyxenes. als bei cf-f. asterius. Cuba. — brevicauda Saund. {= niediocauda Eimer). Geschlechter einander ähnlich, brevicauda. Flügel breit und kurz, Aussensaum des Vtlgls etwas gerundet. Bewohnt Neufundland, Anticosti und die an den Unterlauf und die Mündung des St. Lorenz-Stroms angrenzenden Gebiete; Juni bis August; die Raupe auf Petersilie und andern Umbelliferen in der Nähe der Küste und des Stromes.
P. bairdi Edic. Entweder P. machaon ähnlich, aber das Analauge mit schwarzer Pupille, oder
F. polyxenes ähnlich, oder in der Zeichnung zwischen beiden stehend. Diese 3 Formen, welche in Colorado zusammen Vorkommen, sind: f. oregonia Ediv. (= brucei PV/;r.) (8a), »^flc/nmn-ähnlicb, von Colorado, Oregon, oregonia. Washington-Territory , West-Canada und Britisch Columbien bekannt. Die zweite Form, welche man aus Utah, Colorado und Arizona kennt, ist f. hollandi Edir.] der Hlb ist wr/r/mo/^-ähnlich, während die Flügel hoHandi. denen der folgenden Form gleichen. Bei f. bairdi Edu\ {= utahensis Streck.) (8 a), welche in Arizona, Colorado bairdi. und Utah gefunden wird, ist der schwarze Hlb getüpfelt. Die Zusammengehörigkeit der drei Formen ist durch Zucht nachgewiesen. Solcher nicht zeitlicher Trimorphismus in beiden Geschlechtern ist selten. Der Falter tliegt in Colorado mit P. polyxenes asterius zusammen und in Oregon und weiter nördlich mit P. zelicaon. die Tiere sind aber unabhängig voneinander. Während die Rpn der verwandten Arten Umbelliferen fressen, leben die von P. bairdi auf einer Gomposite (Artemisia): die Raupen aller dieser Falter sind ein¬ ander sehr ähnlich.
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PAPITjIO. Von Dr. K. Joedan.
?iitra. P. nitra Edw. (8 b). Flügel kürzer als bei P. bairdi ; der f. ha'irdi sehr ähnlich ; vielleicht nur eine
nördliche Subspecies. — Von Montana und West-Canada bekannt; im Gebirge im Juni und Juli.
zelicaon. P. zelicaOH Luc. (= zolicaon Boisd.) (8 b). Das gelbe Discalfeld hinter der 2. Mediane des Vflgls
dicht an die Zelle gehend; Unterseite des Hlbs schwarz, mit oder ohne Andeutung von gelben Linien. — Ein an der Westküste häutiges Tiei’, das bis in das Flachland hinabsteigt. Von Arizona nordwärts bis coloro. Alaska und ostwärts bis Colorado. Bis zu 3000 m Höhe gefunden. Die Rp auf Umbelliferen. Die ab. coloro Wriglif ist auf ein altes, dunkelgelb gefärbtes Stück basiert.
P. indra. Thorax oben vorne mit gelblicher Seitenlinie. Flecke der Flügel weissgelb, viel blasser als bei den verwandten Arten ; die Grösse der Flecke ziemlich verändei’lich. — Ein westliches Gebirgstier, das schwer zu fangen ist; es findet sich bis zu 3500 m Höhe und bewohnt vorzugsweise felsiges Gelände, wo sich der Falter an den Felsblöcken sonnt. Er besucht keine Blumen und ist ein scheuer, schneller Fliegei’. Über die früheren Stände sind keine genügenden Beobachtungen gemacht. Die Rp lebt nach Edwaeds auf Artemisia. Es giebt zwei Sulispecies. — Die nördliche Form mit kurzem Schwanz ist die indra. eigentliche indra Beah. (8 b); sie findet sich in Colorado, Nevada, Utah und dem nördlichen Californien. — per^amiis. Die in den Küstengebirgen Süd-Califormens bei 600 bis 1000m Höhe fliegende Form ist pergamus Edw.] sie zeichnet sich durch lange Schwänze aus.
aliosko. P. machaon. Diese paläarktische Art ist in Amerika durch die Subspezies aliaska Scudd. (— joannisi
Vrrifi/) (8 b) vertreten. Das schwarze Htlglband ist breiter als bei der geographisch zunächst wohnenden Subspecies kamtscJ/adadiw. ln Alaska, an der Mündung des Yukon-Flusses und an anderen Flüssen, sowie in der Nähe von Seen, wahrscheinlich überall im Flachlande, wo Umbelliferen wachsen, ist aliaska im Juli und August recht häufig. Das Tier ist aber noch selten in eurojiäischen Sammlungen. Ostwärts findet sich aliaska bis zur Hudson-Bai.
Thoas-Gruppe.
Die hier folgenden Arten der /Aocs- Gruppe haben alle einen Spatelscliwanz. Die Rini tragen einen Sattel- tleck vor der Mitte und einen grossen Seiten wisch auf den letzten Segmenten.
P. thoas. Der Spatelschwanz trägt einen gelben Fleck in der Mitte. IJie Art findet sich von Texas und den west-indischen Inseln südwärts bis Buenos-Aires, fehlt aber den kleinen Antillen. Sie ist überall häufig und tliegt im offenen Gelände, in Gärten und Anpflanzungen. Der fhoas ist ein sehr kühner Flieger, der oft mcloniüs. hoch in die Lüfte steigt. Die Rp lebt auf Piperaceen und Citrus. — melonius B. u. ist die Subspecies von Jamaika ; sie hat keinen Zelllleck auf der Oberseite des Vtlgls. Die rotgelben Flecke auf der Unterseite des oviedo. lltlgls sind sehr gross. — oviedo Gundl. (— epithoas Oherth.) findet sich auf Cuba. Die Oberseite des Vtlgl und besonders al)er die Unterseite sind mebr ausgedehnt gelb und haben auch einen tieferen Ton als bei aiitocles. den andern Subspecies. — autocles B. u. von Texas bis Nicaragua vorkommend, ist ohne Zellfleck; die nraices. gelben Felder sind blass. — nealces B. u. ist von Nicaragua bis Nord-West-Ecuador und ostwärts bis Trinidad und dem unteren Orinoco verbreitet. Der Vtlgl hat immer einen Zelltleck; der gelbe Ton ist etwas tiefer als bei autocles., aber weniger tief als bei der nächsten Subspecies; sehr häutig in Bogotä-Sammlungen. — thoas L. kommt von den Guianas und dem unteren Amazonas. Tief gelb; Vtlgl mit Zelltleck, der erste vor cinyras. der Flügelspitze stehende Fleck gewöhnlich klein. — cinyras Men. ist eine Riesenform, welche den mittleren und oberen Amazonenstrom und die östlicben Abhänge von Ecuador, Peru und Bolivien bewohnt; die Submar- brasiliensis. ginaltlecke des Vtlgls fehlen fast immer. — brasiliensis B. u. J., (7 a), von Brasilien, Paraguay und Nord- Argentinien, ist oft noch grösser als chujras] der Zelltleck des Vtlgls fehlt oder ist klein, der erste Fleck thoantiades. vor der Flügelspitze ist meistens gross und in eine S|)itze ausgezogen. — thoantiades Burm. findet sich in .Argentinien, besondes in der Provinz Buenos Aires. Es ist eine kleine Form, mit gewöhnlich schmalem, blassgelbem Bande.
homothoas. P. homothoas B. 1(. .7. (7 c). Schwanz kürzer und an der Spitze mehr gerundet als bei den flioas-
Formen aus dem nördlichen Süd-Amerika; kein Zelltleck im Vtlgl. Genitalien ganz verschieden von den Ui’ganen von P. thoas ] statt des langen Analhakens von thoas ist eine kurze Galml vorhanden, deren Ziid^en nach links und rechts gebogen sind; Harpe breit, gerundet. Orinoco, Columbien, Insel Marguerita an der venezuelanischen Küste.
crcsphontes. P. cresphontcs Cr. (7 a). Gewöhnlich für eine schwach verschiedene Varietät von P. thoas gehalten.
Kein Zelltleck auf dem Vdtlgl; der fünfte Discalfleck weiter vorspringend als der sechste. Haftklappeii des cf oben getrennt, der Analhaken ganz kurz, der untere Teil des Analsegments gleichfalls ganz verschieden von dem des P.thoas] Harpe breit, gerundet. Ein iin östlichen Nord- Amerika gemeiner Ealter, der bis nach Costa Rica im Süden und dem südlichen Canada im Norden vorkommt ; das Tier ist aber ein Wanderer, der in den nördlichen Gebieten nur hin und wieder vorkommt. Westwärts geht er in den Vereinigten Staaten nicht über die Mississi])pi-Ebene hinaus, ausser in den Süd-Staaten. Seine eigenlliche Heimat sind die an den Golf von Mexiko grenzenden Gebiete. Er findet sich auch auf Cuba.
I’APILK). Von Dr. K. Johdan.
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P. paeon. cP und S wie hei den voiiiergeheiiden Arten einandei' iilndich. Sciiwanz (jhne g(-lheii Fleck an der Spilze, der hinter dein Scliwanze stehende Kandtleck gross. Die Itp aut l’astiimca sativa und jedenfalls andern Unihelliferen, ähnlich Vogeldung; Thoi'ax stark geschwollen; hei hiasseren tlxemplaren die Zeichnungen, welche denen der fhoas- und rres]}/iOH.ief;-\i[m gleichen, kaum sichthar. Die l^p, welche etwa drei Wochen ruht, ist von derselheu Form, wie hei den vorigen Arten. — Bei thrason PVdr., von (Jolumhicui thrason. und Nord- Venezuela, ist der hinter dem Schwänze stehende Randtleck sehr lang, his etwa zum driltcn Viertel des Schwanzes reichend. — paeon Bohd. (7c) ist die südliche Form, hei der jenei' Bandtlec.k nur his zm- paeun.
Mitte des Schwanzes reicht; die schwarze Randlinie der lltlglunterseite hi-eit, zwischen den Adern stark gehogen. Ecuador, Peru und Bolivien; wurde früher (wohl irrtümlich) als indhile vorkommend angegehen.
P. caiguanabus Poei/ (= numicus Hopjf.) (8c). Ein Tier, das durch die Verkümmerung der gelhen cai^natuibus Discalhäiider und die Vergrosserung der Suhmai'giiialtlecke ein eigenartiges Aussehen hekommen hal. — Nur auf Cuha, ziemlich selten, im östlichen Teile der Insel häuhger als im Westen.
P. aristor Godl. (8d). Von Haiti; das einzige hekannte Stück (die Namentype Gouart’s, welche im aristor. Pariser Museum war, scheint zerstört zu sein) wurde hei Port-au-Prince gefangen; es hetindet sich in der grossen Sammlung von Mons. Ghakles Ouertbür. Vtlgl mit zwei gelhen Fleckenreihen; die Discalreihe gebogen, nicht his zum Hrd reichend, die Aussenreihe vollständig; Htlgl mit einer Reihe gellier Flecke.
Vtlgl unten mit geli)em Fleck in der Zelle.
P. aristodemus. Flügel ähnlich wie hei P. fhoas gezeichnet; Zelle des Vtlgls unten ganz gelh:
Schwanz oben schwarz, unten mit gelbem Mittelwisch. Cuba, Flaiti und Porto Rico ; zwei Subspecies. — temenes Godt. (7c) ist die Form von Cuba; das gelbe Diskalband ist breit und der Vtlgl trägt 5 bis 7 Sub- temenes. raarginaltleke. — Bei aristodemus Esp. (= daphnis Gray, cresphontinus Kirhij), von Haiti und Porto Rico, aristodemus. ist das Diskalband des Vtlgls schmal und die Reihe von 4 Submarginaltlecken ist stark gebogen.
P. andraemon. Ein fast gerades gelbes Band von der Spitze des Vtlgls zur Mitte des Hrds des Htlgls, ein Querfeld in der Vtlglzelle und ein kurzes Costalband ausserhalb dei' Zelle. Htlgl stark gezähnt;
Schwanz mit Mitteltleck. Die Rp lebt auf Citrus und Ruta; der zweite und dritte Ring haben ein blasses Querhand und die olivenhraunen Segmente 5 his 7 sind an den Seiten weiss gefleckt, das 10. und 11. Seg¬ ment tragen auch weisse Flecke. — Auf Guha findet sich andraemon Hhn. (8 h), der auf der ftherseite des andraemon. Vtlgls keine deutlichen Suhmarginaltlecke trägt. — bonhotei Sharpe ist die Form von den Bahamas, mit bonhotei. blassen Zeichnungen und deutlichen Submarginaltlecken auf der Oberseite des Vtlgls. — tailori //. u. ./., tailori. von Gross-Ka3'man, hat keinen deutlichen gelben Zelltleck auf dem Vtlgl.
P. machaonides Esp. (=lycoraeus Godi) (9 a) nimmt auf Haiti die Stelle der vorigen Art ein, die madiaonides
auf Haiti fehlt. Das Discalband des Vtlgls ist unterbrochen, der hintere Teil hängt mit dem Zelltleck
zusammen, eine Schrägbinde bildend. Über die Lebensweise dieses schönen Tieres ist nichts bekannt. Die Negerrepubliken S. Domingo und Haiti sind dem weissen Sammler so gut wie verschlossen.
P. thersites E'. (9 a ?) ähnelt dem bekannten P. hjcophron Efm. Beim cP ist die gelbe Binde des thersites.
Vtlgls sehr !)reit und der Zelltleck sehr gross. Beim ? trägt der Vtlgl ein gelbes gebogenes Band. — Jamaica.
Die R]) der von P. h/cophron gleichend.
P. ornythion Boisd. (7b). Vtlgl ohne Zelltleck; Discalband schmal; Vtlgl unten mit einer Reihe ornythion. schmaler Flecke zwischen der Discalbinde und den Submarginaltlecken. — Yucatan, West- Mexiko und Guatemala.
P. lycophron. Submarginaltlecke des Htlgls oben und unten gross, Htlgl unten zwischen Zelle und Aussenrd mit einer Reihe stark gebogener rötlich gelber Monde. Das ? tfitl in vielen Gegenden in zwei Formen auf; es ist dem cT stets unähnlich. Die Rp, welche auf Citrus lebt, ist braun marmoriert; die gelben Seitentlecke sind gross. Mexiko bis Argentinien und Süd-Brasilien ; mehrere Subspecies ; soll auch auf Santa Lucia Vorkommen. — Bei pallas Gray hat das cP ein in Flecke aufgelöstes Diskalband; die Submarginal- pallas.
Hecke des Vtlgls sind deutlich. Beim ? fehlt der erste oder die beiden ersten Submarginaltlecke; Schwanz hippomedon.
kurz; Htlgl mit drei Fleckenreihen. Mexiko bis Costa Rica. — hippomedon iVrfr. (= theophron A/t/r.). Eine kleine Form mit gerundetem Htlgl; Submarginaltlecke des Htlgls klein; Schwanz kurz. ? nicht bekannt.
Columbien und Nord-Venezuela. phanias B. n.. J. Älndich dei' folgenden Subspecies; beim ? das Band phanias.
des Vtlgls von breiten schwarzen Adern unterbrochen ; Submarginaltlecke des Htlgls oben und des Vtlgls unten kleiner. ? mit stark gezähntem Htlgl, Schwanz schmal, nicht löffelförmig ; Submarginaltlecke des
Htlgls näher am Rande als bei der folgenden Form. Ost-Ecuador bis Bolivien und Goyaz. — lycophron lycophron.
Plhn. (= astyalus Godt.-, mentor Dahn.) (8d) ist die Form von Brasilien, Paraguay und Argentinien, die häutigste von allen. Beim cP sind die das Band des Vtlgls durchschneidenden Adern dünn schwarz und die Submar¬ ginaltlecke der LInterseite gewöhnlich sehr gross. Das ? in ZAvei Formen: ?-f. oebalus Boisd. ist hinten oebalns. auf dem Vtlgl und von der Wurzel bis zur Scheibe des Htlgls graugelb; ?-f. pirithous Boisd. (8d) hat schwarz- pirithous. braune Oberseite, die eine Reihe gelber Submarginaltlecke trägt.
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PAPILTO. Von Dr. K. Jordan.
P. androgeus. Wie bei voriger Art sind die Geschlechter verschieden und das ? tritt in manchen Gegenden in zwei Formen anf. Schwanz schmal, spitz. Htlgl olmn mit dünnen bläulichen Suhmarginal- monden, unten mit einer regelmässigen Reihe rötlichgelher Monde zwischen Zelle und Aussenrd. — Rp auf Citrus; sie ist der von P. lycophron ähnlich; die Pp trägt wie bei jener Art auf der Oberseite des Hlb zwei Keihen kleiner Höcker. Der Falter ist häutig im offenen Gelände, in Gärten und an Waldrändern. West- epidaiirus. Indien und Mexiko südwärts bis Paraguay und Süd-Brasilien. — epidaurus Godm. h. Scdv. kommt auf Cuba,
Haiti und Santa Lucia vor und bewohnt ausserdem Zentral -Amerika von Mexiko bis Panama, cf: das
gelbe Feld sehr breit; ?: Vtlgl mit Andentungen einer gelben Binde aussen von der Zelle; graublaue Be-
androgeus. schuppung des Htlgls dicht. — androgeus Cr. (— policaon Cr.) (10a). cf; das gelbe Feld weniger blass
als bei der folgenden Subspecies. ? in zwei Formen; ?-f. androgeus Cr. (lOa) trägt auf dem Vtlgl zwei grosse piranthus. gelbe Felder, zuweilen ausserdem einen kleinen Fleck; bei ?-f. piranthus Cr. fehlen diese Flecke oder sind nur angedeutet, die metallische Beschuppung des Htlgls ist nicht dicht und erstreckt sich bis in die Zelle. laodociis. Von Columbien bis Bolivien, Matto Grosso und Parä. — laodocus F. (10 a) bewohnt das eigentliche Bra¬ silien, südwärts bis Parana. Das gelbe Fehl des cf ist blass, die vor dem Zellende stehenden Fleckchen sind klein und fehlen oft ganz. Nur eine ? -Form bekannt; diese ähnelt der ?-f. aiidrofiens der vorigen Subspecies, aber der obere gelbe Fleck ist kleiner als der zweite.
Glaucus-Gruppe.
Die nun folgenden Arten dei- r/;a(?c/rs-Grup])e , mit Ausnahme des P. pihimnns , halben eine stark unsym¬ metrische breite Hilglzelle. Der Hlb ist längsstreifig, nicht getüpfelt. Auf dem Vflgl ist das Randband mit dem 5. Querbande durcli einen costalen .,Hakentleck“ verbunden, während auf dem geschwänzten Htlgl ein am Hrde entlang laufendes Band mit dem Mittelbande ein grosses V tiildet. Die Rp trägt auf dem 3. Thoraxringe jederseits einen Ocellus und auf dem 4. Ringe eine dorsale schwarze Querlinie, welche jedoch dem p/lnvinus fehlt. Die Eier werden einzeln auf Blätter abgelegt. Die Rp spinnt auf der Oberseite eines Blattes ein Seidenkissen, auf dem sie ruht. Die Ränder des Blattes werden durch die Seidenfäden mehr oder weniger zusammengebogen. — Die Arten bewohnen Nord-Amerika und Mexiko: sie sind Tiere des offenen Landes.
P. glaucus. Der subapikale Hakeutleck des Vtlgls ist in der Mitte gelb, an den Rändern schwarz ; Htlgl unten proximal von der schwarzen Postdiscallinie mehr oder weniger orange. Das ? tritt in zwei Formen auf, mit Ausnahme der nördlichen Gegenden. Rp polyphag, besonders oft auf Rosaceen, Linde, Birke, Esche u.s.w., im Norden eine Generation, in den Mittelstaaten zwei und im Süden drei Generationen. Der Falter ist sehr häufig; er besucht Blumen und saugt auch gerne an faulenden oder stark riechenden Substanzen. Der auf und abschwebende Flug ist ziemlich schnell und wenn das Tier erschreckt die Flucht ergreift, rast es mit kräftigen Flügelschlägen in unregelmässigem Zickzackfluge davon. Zwei geographische canadensis. Rassen. — canadensis P. u. J. ist eine kleine Form mit breitem schwarzem Hrdsbande auf dem Htlgl; die gelben Submarginalflecke der Unterseite des Vtlgls bilden eine zusammenhängende Linie. Von Neu-Fundland bis Alaska und südwärts bis Neu-England. — glaucus L. (cf = turnus L., antilochus L., australis Mayn.). Der schwarze Abdominalrd des Htlgls schmäler als der gelbe Zwischenraum zwischen demselben und der Zelle: das 3. schwarze Band des Vtlgls im ganzen kürzer als bei der nördlichen Form. Das ? ist dimorph. Zwischen- tiiniüs. stufen sind selten. Das dem cf ähnliche ? ist ?-f. turnus (91)); bei der zweiten Form ist die Grundfarbe glaucus. braunschwarz und die Bänder treten daher nur sehr schwach hervor; ?-f. glaucus (9a). Vom südlichen Neu-England bis Florida und der Mississippi-Ebene, cfcf mit ausgedehnten unregelmässigen schwarzen fletcheri. Zeichnungen sind ab. fletcheri Kemp.
rutiilus. P. rutulus Luc. (9b). Vtlgl spitzer als bei glaucus, der Hakentleck viel weniger gelb beschuppt;
Htlgl ohne Orangetlecke proximal von der schwarzen Postdiscallinie. Harpe des cf mit einfachem Dorsal- ammoni. haken und der Apex der Harpe dorsal vom Apicalstachel nicht gerundet, ab. ammoni Behrens ist aut arizoneusis. dunkelgelbe (gelb gewordene?) Stücke aus Nevada gegründet und ab. arizonensis Edw. bezieht sich auf Exemplare mit breiten schwarzen Bändern. — Die Rp lebt auf Weiden, sie ist der von glaucus ganz ähnlich, der Thoraxtleck ist aber mehr länglich. Der Falter ist ein Tier der Westseite des Kontinents, wo er sich von Britisch-Golumbien bis Arizona und Colorado findet. Er ist dort ebenso häufig wie glaucus im Osten und hauptsächlich ein Tier niederer Lagen, obwohl er auch im Gebirge vorkommt.
daunus. P. dauuus Boisd. (= multicaudata Kirby) (9 c). Phn in der Ansdehnung der schwarzen Bänder,
sowie in Grösse individuell recht verändeilicher Falter. Htlgl stärker gezähnt als bei den vorhergehenden Arten. Der hinter dem Schwänze stehende Zahn fast immer zu einem zweiten kurzen, spitzen Schwänze verlängert. Der Hakentleck des Vtlgls ist die Mitte entlang immer gelb beschuppt, die Bänder sind schmäler als bei rxdidus , das 4. schwarze Band des Vtlgls ist schmäler als das apicale gelbe Zellfeld. Südliche Exemplare sind im ganzen grösser als nördliche. — Rp auf Rosaceen, der von glaucus sehr ähnlich. Der Psalter kommt von Britisch-Golumbien und Alberta südwärts bis Guatemala vor: er ist ein Tier der gebii’gigen und steppenartigen Gegenden, das in unermüdlichem schnellem Fluge dahineilt, ohne sich an Blumen auf¬ zuhalten.
I’APJIjIC). Von Di'. K. Jordan.
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P. eurymedon Luc. (— lewisi Kirhi/, ai'izorieusis WrUjId) (‘Je). Grundfarbe lilasser als hei den ver- ('itrymrUon. wandten Formen, die schwarzen IFnden l)reit; der Jlakentleck des Vllgls weder oben noch unten <relblicliwoi.v-. ausgefüllt. Dorsalhaken der Harpe des cf kürzer als bei den verwandten Arten. Exemplare, bei denen das Randband des Vtlgls in der Mitte etwa so breit wie das gelblichweisse 1 liscalfeld ist, finden sich zuweilen im Hochgebirge, sie sind f.-mont. albanus Fldr. — Rp auf Rhamnus californica: der 3. und 4. Ring oben nlbanus. mit Ringfleckchen, das schwarz und gelbe dorsale Querband hinten auf dem 4. Hinge ziemlich bi-eit.
Ein häutiges Gebirgstier, welches von 13ritisch-Golund)ien bis Colorado verbreitet ist. Der Falter besucht Blumen, besonders Disteln und Minze und saugt oft in Gesellschaften an Pfützen. Sein Flug ist schnell und gewandt.
P. alexiares. Ein breitbandiger amerikanischer Falter. Der Distalrand des Vtlgls ist grade oder sehr schwach konkav; der Hakentleck auf der Unterseite gelblich ausgefüllt und diese gelbliche Beschu];)i)ung mit der grauen oder gelblichen Linie verbunden, welche in dem schwarzen postdiscalen Bande liegt. Auf der Scheibe des Htlgls unten mehr oder weniger grosse orangefarbene Wische. Frühere Stände nicht bekannt, östliches Mexiko; zwei Subspecies. — garcia Ä. u. J. f9b). Gelbliches apicales Zellfeld etwa so breit wie garda. das an seiner Distalseite stehende schwarze Band. Das schwarze Randband in der Mitte nicht breiter als das gelbe Diskalband; die gelben Submarginaltlecke der Vtlglunterseite schmal, mehr oder weniger deutlich voneinander getrennt. Monterey, Prov. ÄRievo Leon. — alexiares Hopff. Die gelben Felder mehr oder alexiares. weniger schwärzlich bestäubt, die schwarzen Binden breiter als bei garcia, die hinteren gelben Submarginal¬ tlecke fehlen auf der Oberseite des Vtlgls, während die Submarginaltlecke auf der Unterseite ein ziemlich breites zusammenhängendes Band bilden. Cuesta de Misantla in Vera Cruz.
P. pilumnus Boisd. (9 c). Eine weniger spezialisierte Form als die vorhergehenden. Zelle des pilummis. Htlgl. fast symmetrisch, Tibien und Tarsen blassgrünlich. Htlgl oben mit 2 scharf begrenzten Orangetlecken : der proximale Schenkel des grossen V des Htlgls auf der Unterseite durch graue Ausfüllung längsgeteilt.
— Die Rp erinnert an die von troilus. Der Falter findet sich auf den offenen, hochliegenden Savannen von Arizona und Neu-i\Iexiko, südwärts bis Guatemala.
Die beiden folgenden Arten, troilus und pulameAes, sind wie die vorhergehenden Formen nearktisch und bilden den Übergang zu der mimetrischen anchisiades-GrvippQ, mit welcher sie in den früheren Ständen und in der Struktur ziemlich nahe Übereinkommen.
P. troilus. Schwarz ; Brust und Hlb mit gelblichen Fleckchen ; beide Figl mit einer Reihe Submar- ginalüecken, die des Vtlgls beim ? kleiner als beim cf; Htlgl mit bläulich graugrünem Discalfelde. Lunten trägt der Htlgl eine discale und eine submarginale Reihe orangefarbener Flecke und distal von der Discal- reihe grosse metallisch blaue Flecke. Die Rp hat einen grossen Ocellus jederzeit auf dem 3. Thoraxsegmente und grosse blinde Flecke auf dem 4. Sie lebt auf der Oberseite eines Blattes in einer Röhre, die dadurch entsteht, dass der Blattrand so stark der Mittelrippe zugebogen wird, dass er dicht auf die Blattobertläche zu liegen kommt. Sie findet sich mei.st auf Sassafras und Benzoin, Lauraceen, lebt aber auch an andern Ptlanzen, wie Magnolia, Prunus, Pirus etc. Überwintert als Puppe. Zwei Generationen. Der Falter schwebt gewöhnlich nur einige Fuss hoch über dem Boden, in gewandtem Fluge nach Blumen suchend, an denen er saugt. — Ganada bis Florida und Texas. — Bei troilus L. (= ilioneus Abb. u. Smith) (8c) sind die Sub- troilus. marginaltlecke der Oberseite des Htlgls bläulich graugrün. Ganada bis Georgien und Texas, westwärts bis an den Fuss des Felsengebirges. Bei ab. radiatus Streck, sind die Submarginaltlecke des Htlgls auf der radiatus. Oberseite zu Längsstreifen vergrössert. Es kommen auch Exemplare vor, bei denen die Submarginaltlecke beider Figl bis an den Aussenrd reichen. — texanus FJirm. hat auf beiden Flgln grössere Submarginaltlecke texanus. als die vorige Subspecies; viele Exemplare tragen auf der Unterseite ein blasses Subbasalband. Elorida; Texas (U.
P. palamedes. Ehlr braun ; Tibien und Tarsen grün ; Hlb gelb gestreift. Zeichnungen der Oberseite der Flügel blassgelb ; ausser den Randtlecken 2 Fleckenreihen auf dem Vtlgl, die discale Reihe costalwärts ver¬ doppelt; auf dem Htlgl ein Discalband und eine Reihe Submarginaltlecke, ausserdem sind, besonders beim ?, blaue Flecke aussen vom Discalband vorhanden. Unten trägt der Htlgl ein schmales Subbasalband und die Discalbinde ist gezähnt und mehr oder weniger ausgedehnt orange wie die Submarginaltlecke. Die Rp ist der von troibus sehr ähnlich und hat dieselben Lebensgewohnheiten. Auf Magnolia. Der Falter ist in Florida im Frühjahr häufig. Von Virginia südAvärts bis ins nordöstliche Mexiko verbreitet. Das $ ist mehr bräun¬ lich schwarz als das cf. — palamedes Drury (= chalcas F., chalcus F., tlavomaculatus Goeze). Die Discal- palamedes.
flecke des Vtlgls sind gross, die Zelle trägt fast immer einen Fleck. Virginia bis Süd-Florida und Texas,
doch auch schon in Nebraska gefunden. — leontis B. u. J. (8 c). Eine kleine Form mit A'erkleinerten Dis- leontis.
caltlecken; Vtlgl. ohne Zelltleck auf der Oberseite oder nur mit einem ganz schmalen Strich. iMonterey,
Provinz Nuevo Leon, Mexiko. (Auf Taf. 8 der Name irrtümlich leontia gedruckt.)
Anchisiades-Gruppe.
Bei den Arten der unchisiades-G-rwppei ist das Pronotum und die Brust wenigstens teilweise rot oder gelb¬ rot gefleckt. Der Hlb ist schwarz und trägt ausser einem basalen Seitenfleck oder -strich keine helle Zeichnungen.
Die Vflglzelle ist unten nicht gelb gestreift und der Htlgl trägt keine blaue Flecke. Die Rpn, soweit bekannt, sind
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
hell marmoriert; die helle Farbe bildet vor der Mitte, besonders seitlich, einen grossen unregelmässigen Fleck; jederseits eine subdorsale Reihe Höcker. Die Rpn sind glänzend und erinnern oberflächlich an die Larven von Jllattwespen ; sie ruhen in grösserer Zahl zusammen auf Blättern oder am Stamm und -werden meistens an Citrus gefunden. Pj) einem kurzen, al)gebrochenen Aste ähnlich ; der Thoraxhöcker nicht hoch.
P. hyppason Cr. (= hippason (101), c). Ungescliwänzt. Pj-onotum rötlich gefleckt. Htlgl unten mit rotem ßasaltleck hinter der Zelle. Snbcostale de-s Htlgis viel mehr proximal als die 2. Mediane, /n'ppu.w«. Geschlechter voneinander verschieden, jedes in sich veränderlich, cd - f. - hyppason Cr. (= hippasonides pfiiion. (lror.e-Sinit]i) hat ein breites, meist abgekürztes Hand auf dem Vtlgl. Bei cd-f. ptilion /L J. ist das Vtlglband amosis. .schmal und .steht weiter von der Zelle entfernt. Das ? tritt gleichfalls in 2 Hauptformen auf; ?-f. amosis Cr. paraensis. hat schwarze Vtlgl, auf denen sich kaum eine Spur von weissen Discaltlecken zeigt. Bei ?-f. paraensis
dagegen trägt der Vllgl einen oder mehrere weisse oder gelblich weisse Flecke. Diese Formen kommen zusammen vor, wenn auch nicht überall. — Guiana bis Para, den Amazonenstrom aufwärts bis Peru und süd¬ wärts bis Süd-Ost-Bolivien; nicht vom eigentlichen Brasilien, Ecuador, Venezuela und Columbien bekannt. Der Falter findet sich an den Rändern feuchter Wälder und hat einen schnellen Flug.
P. pelaus. Mit Spatelschwanz, cd und ? einander ähnlich, aber die Zeichnungen beim ? etwas ver- grössert und auf dem Htlgl zahlreicher als beim cd. Schwarz, Vtlgl mit weissem (juerband von der Costa zum Analwinkel; Htlgl mit vollständiger ($) oder unvollständiger (cd) Reihe von blassroten Submarginal- tlecken; unten sind gewöhnlich auch kleine Discaltlecke vorhanden, die zuweilen beim? auch obenauftreten. pelaus. West-Indien. — pelaus Fl (= ornotägus ICek/em.-, peleus Cn/r/.) (7 b) hat ein verhältnismässig breites weisses Vtlglband, das oben wenigstens beim ? auch die Spitze der Zelle eimiimmt. Jamaica und Cuba; vielleicht imerius. gehören auch die Exemplare von Porto-Rico hieher. — Bei imerius Gocif. (= augias Mm.) ist das Vtlglband vorne schmäler, dagegen der letzte Fleck desselben im Ganzen breiter als bei der vorigen Form, auch sind die Htlgltlecke kleiner. Haiti.
o.xynius. P. oxyuius Ilühn. (= augustus Rof.sr/.) (10b). Dem pelaus ähnlich, aber das Vtlglband nur angedeutet;
die Rdtlecke beider Flg gross. — Nur von Cuba bekannt. Rp auf Xanthoxylum, ruht bei Tage in Gesell¬ schaften am Stamme und an Zweigen.
epenetiis. P. epeuetus Heiv. (10b). Ungeschwänzt; das ? blasser als das cF; Yflgl ungetleckt, ausser am Saume;
Htlgl mit grossen gelblichweissen Saumtlecken und beim ? gewöhnlich auch einigen roten Discaltleckchen. — Vom westlichen Ecuador, nicht von der Ostseite der Anden bekannt. Haensch fand die Rpn im Juni zahlreich auf Citrus.
chiansiades. P. chiausiades Wesfir. {= chinsiades Kirhi/) (lOd). Auf der Oberseite des Vtlgls vor dem Hrd ein
grosser gelblichrweisser Fleck; auf dem Htlgl hinten einige rote Diskal- und Submarginaltlecke, die Flecke der beiden Reihen voneinander getrennt; der Zahn der 3. Radiale zu einem kurzen spitzen Schwänze ver¬ längert. Das ? und die früheren Stände nicht bekannt, — Ostabhänge der Anden von Ecuador und Peru, gleichfalls am oberen Amazonenstrom.
pharnaces. P. phamaces Douhl. {= phanostratus Godin. u. Galv., polycharmus iicl.) (10 c). Mehr oder weniger
deutlich geschwänzt, Htlgl mit 2 getrennten Reihen roter Flecke, die proximalen Flecke beim cf oft sehr klein. Mexiko, vom Atlantischen bis zum Pacißschen Ozean verbreitet.
erostratus. P. erostratus Wesfw. (= herostratus F7r/r.; ?= rhetus Graij) (10c). Wie die vorige Art, aber beim
cf die Flecke der Htlgloberseite gelbhchweiss. Beim ? die Flecke auch oben rot, grösser als beim ? von pharnaces, die Rdtlecke beider Figl auch etwas grösser als bei der vorhergehenden Art. Schwanz lang und schmal. — Guerrero in West-Mexiko (wo auch pharnaces vorkommt), Guatemala und Britisch-Honduras. Am häuhgsten im Hügellande bei ca. 5000 Fuss Höhe.
rogeri. P. rogeri Boise! . Vtlgl von der Zells])itze ab aufgehellt, das dunkle Wurzelfeld aussen gerundet;
Htlgl mit Andeutung eines Schwänzchens; einige rote Flecke auf der Scheibe, in zwei getrennten Reihen stehend, beim cf die proximalen Flecke ganz klein, gewöhnlich nur eben angedeutet ; beim ? alle Flecke grösser als beim cf. Rp nicht bekannt. — Yucatan und Britisch Honduras.
P. anchisiades. Eine weitverbreitete variabele Art. Htlgl hinten etwas verlängert, daher mehr oder weniger dreieckig; der Schwanz fehlt oder ist nur etwas länger als die übrigen Rdzälme, doch beim ? zuweilen so lang und spitz wie bei den folgenden Arten. Die roten Flecke der beiden Reihen des Htlgis auf der Oberseite teilweise zusammenhängend, oder wenigstens zwei Paare ganz nahe zusannnenstehend. Rp aul Citrus, oft zu hunderten zusammen an den Stämmen sitzend. Ein sehr häufiger Falter, der gerne an feuchten idaeiis. Stellen der Flussufer saugt ; kein Waldtier. — idaeus F’. (= pandion Flelr.-, pandonius S7^r.). Vtlgl gewölnd ich mit einem deutlichen weissen Fleck am Zellende oben und unten oder nur unten. Zentral-Amerika, von anchisiades. Mexiko bis Panama. — anchisiades Esp. (= anchises L. partim; theramenes Flelr.', pompeius Kirhij) (lOd).
Sehr variabel. Vtlgl mit zwei weissen Flecken vom l. Medianaste rückwärts, entweder auf beiden Seiten oder nur
r^APIIJO. Von Dl’. K. .loROAX.
unten, auf der Unterseite oft auch ein selten o])en auftretender Fleck vor der I.. Mediane und zuweilen eim-i- vor der d. Itadiale. Bei anderen Exemplaren fehlen oben die weissen Fleadve; der Vtlj^l ist von dei- W'nrzf-I bis zum Apex der Zelle dunkel und dann aufgehellt, und trägt unten eine i{('ihe weissei’ l-’lecke. Von Columbien liis Para und Bolivien. — capys ///m. (= evandei’ AVr//.) (lOc). Vtlgl ohne weisse Flecke aiii’ der "V" Oberseite; die Scheibe aufgehellt, das dunkle proximale Fehl abgerundet; auf der IJnterseile eine Beihe weiss(-r Flecke, von denen einer in der Zelle steht. Ost-Bolivien, Nord-Argentinien, Paraguay und Brasilien.
P. isidorus. Vtlgl auf der Unterseite entweder ohne weissen Zelltleck, oder der Fleck klein, nicht ([uer durch die Zelle reichend, lltlgl hinten kürzer als hei a/u-Z/is/at/rs, der Schwanz kurz, schmal; der letzte Submarginaltleck mehr distal als die vor ihm stehende grosse Makel. Die Harpe des cd nicht gezähnelt.
Hp nicht bekannt. Panama bis Bolivien; ein Andenfalter. — chironis A'. n. ./. Vtlgl oben mit 2 weissen chimnis. Flecken zwischen der 2. Radiale und 2. .Mediane und einem kleinen Zelllleck; die Flecke unten viel grösser, der Fleck zwischen der 3. Radiale und 1. IMediane der grösste. Chiriipii. — brises A. u. •/. Vtlgl oben ohne briscs. Flecke, unten mit 2 oder 3 Flecken, aber ohne Zelltleck. ln Bogota-Sammlungen, wahrscheinlich aus dem Magdalena- und Gaucatale. — flavescens Oherfh. Die weissen Flecke der Vtlglunterseite vei’kleinert. Der fiavescens. zwischen der 2. und 3. Radiale des Htlgls stehende Fleck gewöhnlich oben oder unten oder auf beiden Seiten weiss. Ostseite der Anden von Columbien, Ecuador und Nord-Peru. — isidorus Douhl. tlOd). isidorus.
weisse Makelfeld der Vtlglunterseite dringt gewöhnlich bis in die Zelle vor und ist auch oben oft angedeutet; die roten Flecke des Fltlgls im ganzen grösser als bei rottleckigen Exemplaren von flavescens, die beiden zwischen der 2. Radiale und 2. Mediane stehenden Flecke auch auf der Oberseite getrennt. Ostabhänge der Anden von Bolivien und Peru, nordwärts bis Huänuco.
P. rhodostictus. Unterscheidet sich von isidorus hauptsächlich dadurch, dass der weisse Zelltleck des Vtlgls wenigstens unten (juer über die Zelle reicht, dass die Flecke der Htlgloberseite paarweise zu 3, seltener 2 grossen jMakeln zusammengetlossen sind und dass die Harpe des cd fast symmetrisch ist. Costa Rica bis Ecuador. Rp nicht bekannt. — rhodostictus Biifl. u. Bruce (IPd), von Costa Rica und Chiri(|ui, hat einen rhodostictus. schmalen Zelllleck und von den Discaltlecken ist der vor der 3. Radiale stehende Fleck der grösste oder der am deutlichsten ausgebildete. — pacificus B. u. J. Der Discaltleck zwischen der 3. Radiale und 1 . Mediane pacificus. ist grösser als der vorhergehende; der Zelltleck gross. West - Columbien und West-Ecuador. — nymphius B. 71. J. Vtlgl auf der Oberseite ohne Zelltleck, der Fleck zwischen der 3. Radiale und t. Mediane auf der Unterseite grösser als der vorhergehende. Zentral- und Ost-Columbien, nicht selten in Bogota-Sammlungen.
Die Flecke des Htlgls sind zuweilen weisslich.
Torquatus-Gruppe.
Bei den Arten der i'cir^iif/^Rs-Gruppe ist der Taster gelb; die Brust ist gleichfalls gelb oder wenigstens gelb gefleckt und der Hll) hat zuni mindesten eine gelbe Seitenlinie. Beide Geschlechter sind geschwänzt, doch ist der Schrvanz beim ? zuweilen kurz und spitz. In Farbe sind die cf cf und ?? stets verschieden; im ganzen sind die ?? mehr schwarz, die cf cf mehr gelb. Die Rpn sind in Färbung Vogeldung ähnlich und tragen 4 Reihen ziemlich hoher Höckerchen. Der Thoraxhöcker der Pji ist gross.
P. himeros. Beide Flügel mit gelbem Bande, das beim cf breiter als beim ? ist; Schwanz mit gelbem Apikaltleck ; Subrnarginaltlecke des Htlgls beim cf gelb, beim ? bis auf die vorderen 2 rot. Brasilien; eine ziemlich seltene Art. — baia B. n. J. Die gelben Zeichnungen verkleinert bezw. verschmälert. Bahia,
— himeros Hopff. {= mentor Boisd. von Dcdrn., herodotus Oberfh.). Das gelbe Band berührt auf dem Vtlg die Spitze der Zelle und ist breiter als das schwarze Saumfeld. Älinas Geraes; Rio de Janeiro.
P. lamarchei 8fgr. (11 a). Nur das cf bekannt. Das gelbe Band schmäler als bei himeros, Vtlgl lamardxei. ohne gelben Fleck distal von der Vorderecke der Zelle; Htlgl sehr stark gezähnt, Schwanz ohne gelben Fleck an der Spitze. Harpe kurz und gerundet, während sie bei himeros lang und zugespitzt ist. — lui nördlichen Argentinien und Bolivien, nicht selten.
P. hectorides Esp. (= torquatinus Esp., pandrosus Godf., chirodamas Hübn) (tla). Beim cf ist das Band noch schmäler als bei lamarchei. Htlgl mit roten Flecken auf der Scheibe. Beim ? fehlt das Band oder ist weiss; es biegt vorne auf dem Vtlgl der Costa zu und reicht auf dem Htlgl nicht bis zum xVb- dominalrande ; die Subrnarginaltlecke des Htlgls sind rot und schmal. Das ? tritt in drei Hauptfornien auf:
?-f. hectorides Esp. (= mecentius ; argentus Gray) (11a) trägt ein weisses Band auf beiden Flügeln : hectorides. bei ?-f. catamelas B. u. J. ist das Band auf dem Htlgl ausgebildet, aber auf dem Vtlgl nur angedeutet; catamelas. bei ?-f. melania Oherfh. ist es auf beiden Flügeln schwach angedeutet oder fehlt ganz. Diese Formen melania. kommen zusammen vor. — Rp auf Citrus und Piperaceen, sie ruhen in Gesellschaften auf der Oberseite von Blättern. Der Falter ist häufig. Er ist ein gewandter Flieger, der sich besonders an Waldrändern und in der Nähe von Gebüsch findet. Brasilien und Paraguay.
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PAPILIO. Von Dr. K. Joroan.
P. garleppl. cf dem tonpudun ähnlich, aber das gelbe Band breiter und der Randzahn der 1. Mediane des Hllgls länger ; vor dem roten Analtleck des Htlgls stehen 2 oder 3 aus gelblichen und bläulichen Schuppen zusammengesetzte Fleckchen ; auf der Unterseite ist der hintere an der 2. Mediane stehende Fleck der Discal- reihe sehr klein nnd bläulich. Das Analtergit ist lang und schlank ; Harpe in eine lange Spitze ausgezogen und am Ventralrande mit einem langen spitzen Fortsatz versehen. Das ? ist nicht bekannt. Ost-Bolivien garlcppi und -Peru und der obere Amazonenstrom sind die Heimat des Falters. Zwei Subspecies. — garleppi Strjr. interniptns. Band des Vtlgls nicht unterbrochen. Bolivien. — interruptus Utgr. (11b). Band des Vtlgls unterbrochen. Oberer Amazonas und Ost-Peru.
torqiiatns. P. torquatus. cf: das Band des Vtlgs ist zwischen der 2. und 3. Radiale unterbrochen, selten
linde! sich ein gelber, die Lücke fast ausfiillender Fleck; auf der Unterseite des Htlgls eine Reihe roter Discaltlecke, von denen der letzte proximal vom letzten Submarginaltleck steht. Das ? sehr verschieden vom ö^, gewissen mit ihm zusammen vorkommenden Aristolochienfaltern ähnelnd; Flügel braunschwarz, mit oder ohne weisse Makeln auf dem Vtlgl; Htlgl oben mit 2 Reihen roter Flecke, die proximale Reihe un¬ vollständig, einige der Flecke paarweise zu 2 oder 3 grossen Makeln zusammengetlossen. Das Analtergit des cf spatelförmig; die Harpe breit, gezähnelt. Rp glänzend, wie lackiert (was auch bei allen ver¬ wandten Arten der Fall ist), hell marmoriert, mit unregelmässigem hellem Felde vor der Mitte: Vogel¬ dung-Farbe. Der Falter findet sich im Walde und in der Nähe desselben; das ? ist ein echtes Waldtier, wie die Aristolochientalter, deren Kleid es trägt, während die cfcf sich mehr auf offenen, sonnigen Stellen tummeln. Mexiko bis Brasilien, nicht aus dem gemässigten Teile Süd -Amerikas (Süd- Brasilien , Argen- tolus. tinien) bekannt. — tolus Godm. u. Salr. cf: Band des Vtlgls schmal, der oberste Fleck lang, der 2. kurz. ?: Vtlgl ohne weisse Discaltlecke; Htlgl mit 2 getrennten Reihen roter Flecke. Schwanz bei cf und? lang tolmides. und spatelförmig. Mexiko, augenscheinlich selten. — tolmides Godm. u. Salv. cf : Band breiter als bei tolus, Schwanz schmäler, keine oder nur ganz kleine Flecke vor der Vorderecke der Vtlglzelle. ? nicht bekannt. oniiamiis. Chiriciui und Insel Sevilla; gleichfalls selten in den Sammlungen. — orchamus Boisd. cf: die Fleckchen vor der Vorderecke der Vtlglzelle klein, der erste lange Fleck des gelben Bandes so lang wie, oder etwas länger als der 2., die Submarginaltlecke des Htlgls gewöhnlich sehr deutlich. ? mit einem weissen Fleck ([uer über die Zelle des Vtlgls und einem anderen Fleck vor der ersten Mediane, sowie gewöhnlich auch einem Fleck vor der 3. Radiale und einem undeutlichen Fleck hinter der 1. Mediane; 4 — (1 grosse rote Flecke auf lepfalea. dem Htlg, Zelle mit Fleck, Schwanz kurz, nicht spatelförmig. Columbien; Nord-Venezuela. — leptalea if. «. /. cf: gelbes Band des Vtlgls schmäler als das schwarze Randfeld, schmäler als bei allen anderen Formen dieser Species; die Fleckchen vor der Zellspitze klein; die Submarginaltlecke des Htlgls deutlich, der Apex der Zelle auf der Unterseite bis zum Ursprung des 1. Medianastes sch-warz ; Schwanz spatelförmig. ? ähnlich dem von orchamus, der weisse Fleck zwischen dem 2. und 3. Radialaste des Vtlgls und der Zelltleck kleiner. torquatus. West-Ecuador. — torquatus Or. (= pelaus F.) (11b). cf: die Fleckchen vor der Zellspitze des Vtlgs meist grösser als bei den anderen Formen, die l)eiden Subapicaltlecke des Bandes breit, der 1. kürzer als der 2.,
das Band wenigstens um die Hälfte breiter als das schwarze Saumfeld; die Submarginaltlecke des Htlgls
gewöhnlich durch schwai’ze Beschuppung stark verdunkelt. Das ? sehr variabel ; der Schwanz immer theras. schlank, häufig kurz; 5 Hauptformen: ?-f. theras //. u.J., Vtlgl mit Zelltleck, der aber nicht quer über die caiidius. Zelle reicld, und einem oder mehreren Flecken auf der Scheibe; ?-f. caudius Hbn. hat keinen Zelltleck, aber mehrere Discaltlecke, von denen der zwischen dem 1. und 2. Medianaste gelegene Fleck der grösste patros. ist; ?-f. patros Grag (11b) hat keine weisse Flecke auf dem Vtlgl, die Makeln des Htlgls sind rot; ?-f. flavida flavida. Oherth. {= tlava Ilaase) gleicht patros, aber die Makeln des Htlgls sind gelbweiss; ?-f. cleolas B. u. J. hat cleolas. keine Flecke auf dem Vtlgl, aber auf der Unterseite desselben ein gelblichweisses submarginales Flecken¬ band. Diese verschiedenen Formen des ? kommen nur zum Teil zusammen vor, vom oberen Amazonas sind die 4 ersteren bekannt, die 5. Form, welche wir aus Bolivien hal)en, mag sich aber dort auch finden. Ost- und 8üd -Venezuela, Guiana, Amazonien und die Ostabhänge der Anden von Ecuador, Peru und Boli- polybiiis. vien. — polybius »S'M’om.s. (? = tros Uhu., trqjanus Boisd.) (11b) bewohnt Brasilien, Matto Grosso und Para¬ guay. Beim cf sind die Fleckchen vor der Zellspitze des Vtlgls kleiji und die Submarginaltlecke der Unter¬ seite ziemlich gross; auf dem Htlgl ist die Zelle unten ganz oder fa.st ganz gelb; der Schwanz breit. Das
? tritt nur in einer Form auf; Vtlgl mit Fleck in der Zelle und einer grossen Makel zwischen der 1. und
2. Mediane; Schwanz spatelförmig, mit abgerundeter Spitze.
tasso. P. tasso S?(7r. (11a). cf: Band des Vtlgls abgekürzt, der Subapicalteil fehlend. ? mit breitem weissem
Bande, das auf dem Vtlgl am 3. Radialast beginnt und bis zum Hrde des Htlgls reicht; die Zelle des Vtlgls unten mit einigen gelben Strichen; der Schwanz nicht spatelförmig. — Nur ein paar alte Stücke bekannt, die wahrscheinlich aus Brasilien stammen.
peleides. P. peleides Esp. Vielleicht ein Artefakt; nur aus Jablonsky’s Bilde bekannt; ob vielleicht ein nicht
wiedergefundener westindischer Vertreter von torquatus? cf: Vtlgl mit einem fast gleichhreiten gelben Flecken¬ bande das vorne zur Costa umbiegt; Htlgl mit gelben Submarginal Hecken, der letzte der Reihe, sowie ein proximal davon am Hrde stehender Fleck rot; Schwanz spatelförnug.
PAPILIO. Von Dl’. K. Jordan.
:J1
Zagreus-Gruppe.
Die inin noch übrigen Rinnenfalter sind kräftig geliante Tiere mit .starkem Vilglgeäder. Die Stirn i.it ent¬ weder ganz schwarz oder trägt einen gelben Mittelstrich , nie einen gellien Seitenstricli am Auge entlang-. In der mimetischen ^agmts-Grnppe sind die Fhlr lang, gelb, schwach kolbig; die Stirn hat einen gidben M ittelst i ich , dii- Brust ist schräg gelb gestreift, der Hll) ist grösstenteils gelb, der Costalrand des Vflgls ist nicht gezähnt, die Zeih- des Vtigls ist breit und der Htlgl ist gerundet, ungescliwänzt. Die Arten ähneln 7V///emt-Sj)ecies , sind abm- vic) kräftiger gebaut. Die früheren Stände sind nnbekannt. Die ?? sind in den Sammlnngen sidir selten; sie sind den cTcf ähnlich.
P. zagreus Doubl. (Hc). Die Flecke des Vflgls orange, die äusseren gelb; Uflgl orange, ein einen zaureus. gelben Submarginalfleck einscliliessendes Saumband, ein basales Subcostalfeld, eine IMakel in der Zellspitze, sowie mehrere Flecke auf der Scheibe schwarz. — Venezuela und Columbien, südwärts bis Ijolivien, am Amazonas bis nach Ega hinuntergehend; individuell, aber nicht deutlich geographisch, variierend.
P. ascolius. Htlgl ohne schwarze Flecke in der Zelle und auf der Scheibe. Ghiriqui bis West- Ecuador, in Columbien mit der vorigen Art zusammen vorkommend. Geogra])hisch und individuell variabel.
— zalates Godm. u. Salr. ist die nördlichste Eonn. Das Zellfeld des Vtigls ist schwarz bestäubt, der subapicale zuiates. Zellfleck ist schmal, die Discaltlecke sind kurz, das Saumfeld des Htlgls schmäler als bei den andern Formen und der Htlgl unten tiefer orange. Re])ubhk Panama, aii verschiedenen Lokalitäten gefunden. — daguanus liaguunus. 11. u. .). Die Zelltlecke des Vtigls wie bei zahde», dagegen die Discaltlecke wie bei ascolius, der Discalfleck zwischen 1. und 2. Radialast viel kürzer als der dahinter stehende; Htlgl Idass, viel weniger orange als bei ascolius, der schwarze Basalwisch breit, in die Zelle eintretend, hinter diesem Wisch auf der Scheibe ein grosser schwarzer Fleck. West-Columbien, am Rio Dagna. — ascolius Fldr. (llc). Das basale Feld der Zelle des Vtigls stets rein blassgelb, zwischen dem 3. Radial- und 1. Medianast zwei Flecke dicht an der Zelle:
Zelle des Htlgls und die an die Zelle grenzenden Teile der Scheibe orange. Magdalenatal und Gordillere
von Bogota. — rosenbergi Druce. Der subapicale Zelltleck des Vtigls gross, der Discaltleck zwischen 1. und rosenber^i.
2. Radialast gewöhnlich klein, zuweilen fehlend, selten gross, die folgenden Discaltlecke im Ganzen länger
als bei den vorhergehenden Formen, während die hintern Submarginaltlecke kleiner sind; der Htlgl meistens
sehr blass, doch zuweilen mehr orange als die blässesten Stücke von ascolius. West-Ecuador, von Rosenbero
in Höhen von 1000 bis 3500 Fuss gefunden.
P. bachus. Das orange Feld des Htlgls der vorigen Arten ist hier nur durch ein schmales ver¬ änderliches Band vertreten, unten sind jedoch auch die Adern oft mehr oder weniger gelblich. Das ? ist nicht bekannt. Colund)ien bis Bolivien. Zwei Subspecies. — bachus Fldr. (llc). Die gelben Flecke des Vtigls oben und unten ganz blass, der proximale Zelltleck und die hintern Discaltlecke allein etwas orange. Colum¬ bien; von Dr. Büegee bei Beginn der Regenzeit in der Gordillere von Bogatä gefunden; selten in den Sammlungen. — chrysomelus 11. u. J. Der Vtlgl oben und unten von der Wurzel bis auf die Scheibe orange, chrysomelns. am Costalrande mehr oder weniger blassgelb. Peru und Bolivien, nicht selten. Aus Ecuador ist uns noch kein Exemplar von bachus bekannt geworden.
Scamander-Gruppe.
Zu der .sr«»Hu»fA/’-Gruppe gehören hGlanichus, scamander, hirchalli und xauthopleura. Die Stirn ist schwarz und der sonst schwarze Taster trägt einen weissen Punktfleck. Der Costalrand des Vflgls ist schwach gezähnt, besonders nahe der Wurzel, die Zähnelung wird aber erst deutlich, wenn man den Rand entschupjF. Die Rp ist nur von scamander bekannt; erwachsen ist sie unten schwarzbraun, sonst grün, und trägt auf dem 3. Thoraxsegmente vorne und hinten ein Querband, sowie auf dem Abdomen zw-ei Schrägliänder , die geAvöhnlich auf dem Rücken zu einer X-Zeichnung zusammenfliessen. Die junge Rp dagegen ist braun nnd hat auf dem mittleren und den letzten Segmenten je ein grosses granes Feld. Die Pp ist grün oder braungrau; sie ist unten am Stamme, gewöhnlich dicht über der Erde, befestigt. Auf Magnolia, Canella und Citrus.
P. hellanichus i/e?c. (1 1 (1). Die gelben Flecke der Oberseite des Figls sind gross. Das Tier erinnert hellatüdnis. oberflächlich an machaon, mit dem es aber nicht näher vei-wandt ist. Die Zeichnung der Unterseite sowie
die Struktur beweisen, dass hellanichus der südliche Vertreter des scamander ist. Die Zelle trägt auch auf
der Oberseite einen gelben Fleck, der auf dem Vtlgl zuweilen sehr klein, auf dem Htlgl immer gross ist.
Die Flecke der Diskalbinde haben fast alle rötliche Spitzen. ? dem cd ganz älndich. — Urugua}' und die
angrenzenden Gebiete Argentiniens und Brasiliens, besonders in der Nähe der Flüsse sowde auf den Inseln in der Mündung des La Plata.
P. scamander. Zelle des Vtigls ohne Fleck, Htlglzelle zuw'eilen mit kleinem Fleck; ein blassgelbes. gel)ogenes, in Flecke aufgelöstes Discalband auf beiden Flgln. cd und ? einander sehr ähnlich. Rp und Pp vergl. oben. Brasilien, häufig im Hügellande, wenn auch nicht überall. Drei geographische Formen, die vollständig ineinander übergehen. — grayi Boisd. Das submarginale Fleckenband des Vtigls gleichmässig grayi. gebogen, das Discalband hinten am breitesten, die roten discalen Flecke der Htlglunterseite vom Discalbande getrennt. Bahia bis Parana. — eurymander Hopff'. Die ersten 2 oder 3 Submarginaltlecke des Vtigls eiuymander.
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PAPTLTO. Von Dr. K. Jordan.
mehr proximal als die andern Flecke dieser Reihe, die Submarginalflecke des Hügls teilweise blassgelb; das Wurzelfehl der Htlglunterseite blass, oft teilweise gelblich, die roten discalen Flecke klein oder fehlend. scamander. Santa Clatarina und die angrenzenden Gebiete von Rio Grande do Sul. — scamander Rom/, (lld). Discal- band der Oberseite gelber; Unterseite des FRlgls blassgelb, mit scbwarzen Adern und ohne rote discale Flecke. 111b an den Seiten blassgelb. Rio Grand do Sul.
P. birchalli. cf Körper schwarz, Haftklappe gewöhnlich mit blassgelbem Fleck. Vflgl oben mit 2 Reiben Flecken vor dem Saume; die vorderen Flecke der proximalen Reihe mehr oder weniger undeutlich ; Htlgl mit lu’eitem Discalbande und einer Reihe Submarginaltlecke ; die Zeichnungen grösstenteils grünlich; Zahn des 3. Radialastes nur wenig mehr vors[)ringend als die andern Rdzähne. Unten trägt der Vtlgl einen Zelltleck, eine schiefe Reihe Discaltlecke und eine vorne abgekürzte Reilie Submarginaltlecke; auf dem Htlgl findet sich eine discale und eine submarginale Reihe roter Flecke, die mittleren discalen Flecke klein, der letzte gross und gelblich weiss. Beim ? sind die Zeichnungen der Oberseite mehr bläulich und das Discalband des Htlgls ist sehr breit. Panama und Columbien ; soll nach Druce auch in Nord-Argentinien Vorkommen, was uns godniani. zweifelhaft erscheint. — godmani //. ii. ./. Die letzten Flecke des Discalbandes der Htlgloberseite undeut¬ lich und das Band in der Mitte breiter als das schwarze Saumfeld. Panama: Ghiriqui und Bugaba. —
birchalli. birchalH Hew. (lld). Das Discalband der Htlgloberseite scbmäler als bei godmani, und die letzten beiden Flecken desselben deutlich. Columbien : Magdalena- und Caucatal.
xant/w- P. xanthopleura (iodm. u. Salr. (12c). Seiten des Hlbs gelb; Htlglunterseite ohne Discalband, die
pieiira. voten Submarginaltlecke gross. Das ? in zwei Formen: ?-f. xanthopleura ist dem cf ähnlich, während ?-f. diaphora. diaphora Sb/r. ein gi'osses blassgelbes Fehl auf der 01)erseite des Vtlgls trägt. — Oberer Amazonas.
Homerus-Gruppe.
Alle folgenden Rinnenfalter zeichnen sich durch einen beim cf kräftig, beim ? schwäclier gezähnten Costal- rand des Vtlgls aus. Der schwarze Hit) ist nie gefleckt, doch ist die Unterseite desselben l)ei einigen Formen gelb¬ lich olivenbraun. Die Phh' sind kurz und die Stirn breit. Die Falter sind wie die vorhergehenden Arten Waldtiere, die im Gebirge, besonders in mittleren Höhen, Vorkommen.
P. victorinus. Eine zentral-amerikanische, von Mexiko bis Costa Rica vorkommende Art. cf : zwei Reihen blassgelber Flecke auf der Oberseite, zwischen diesen Reihen bläulich graue Flecke, die besonders auf dem Htlgl deutlich sind. Htlgl unten mit einer fast geraden Reihe roter, schwarz gesäumter Discaltlecke und einer Reihe halbmondförmiger Sul)marginalflecke; Zahn des 3. Radialastes nur ganz wenig verlängert. Rp oben grün, unten grau, vorne mit zwei grauen, getüpfelten, dorsalen (Juerbändern ; Abdomen seitlich grau, morelins, dorsal mit 2 Winkeltlecken. Zwei Generationen. — morelius R. u. ./. Discaltlecke des Vtlgls klein odei- fehlend, victorinus. kein Zelltleck auf der Unterseite. West-Mexiko. — victorinus Donhf. (lld). cf: Discalreihe des Vtlgls aus wenigstens 3 Flecken bestehend; gewöhnlich eine Reihe postdiscaler bläulich grauer Nebelflecke vorhanden. Discaltlecke der Htlgloberseite grösser als die Submarginaltlecke. Das ? in zwei Formen: ?-f. victorinus Iionbl (= helleri FIdr.) ist dem cd ähnlicb, die Flecke der Oberseite, besonders des Htlgls, sind aber meist amphissns. grösser; bei ?-f. amphissus trägt der Htlgl ein nach hinten sehr verbreitertes bläuliches oder grünliches
vnineratns. Discalband. Ost-Mexiko bis Nio.^i^gua. — vulneratus Btlr. Die Discaltlecke der Oberseite beider Figl grösser als bei den beiden vorigen Subspecies ; Htlgl ohne bläuliche Flecke distal von der Discalreihe. Costa Rica, nur ein cf bekannt (in coli. F. Ducane Godman).
cephalns. P. cephalus Gochn. n. SaJv. cf: geschwänzt, zwei Reihen Flecke auf der Oberseite des V'tlgls, die
Submarginalreihe gleichmässig gebogen. Htlglunterseite mit bläulichen Halbmonden an der Aussenseite der Discaltlecke. — Chiriqni, ein cf in coli. Staitdinoek ; vielleicbt nur ein geschwänztes Exemplar von P. deotas ari'lujtas (die Genitalien sollten verglichen werden!).
P. cleotas. Vflgl oben mit einer submarginalen, vorne zum Costalrande biegenden Fleckenreihe, und einer Diskalreihe grösserer Makeln von der Hinterecke der Zelle schräg nach hinten, häufig ein Fleck in der Zelle; Htlgl mit Discalband und sSubmarginaltleken. Htlgiunterseite mit einer Reihe roter Discaltlecke, die nach innen mehr oder weniger blassgelb sind, der letzte Fleck immer blassgelb. Das ? in zwei Formen, die eine dem cf ähnlich, die andei'e mit breitem, innen verwischtem, Ifläulichem oder grünlichem Bande. \’ou Costa Rica bis Süd-Brasilien verbreitet, aber nicht bekannt von Bolivien bis Ecuador, noch von Guiana, dem Oiinoco oder dem Amazonas; wird in diesen Gebieten durch P. aristens vertreten. — archytas Hojjfj'. (cf = laetitia Btlr.). 6^: der Zelltleck und die mittleren Discaltlecke des Vtlgls kleiner als bei der nächsten archytas. Form. Beim dimorphen ? ist ?-f. archytas Hop^f. dem cf ähnlich, während ?-f. panthias P. n. J. auf der panthias. Oberseite bläuliche oder grünliche Zeichnungen hat. Costa Rica; Panama; Insel Brava an der Westküste phaeton. von Panama. — phaetOU Rcca.s- (= phaeton Doubl.) (13a) bewohnt Golnmbien. cf: die Zeichnung der Über¬ seite ist sehr veränderlich. Der Zelltleck des Vtlgls gewöhnlich schräger als bei archytas, zuweilen fehlend clearchns. (ab. clearchus FIdr.), und die vorderen Submarginaltlecke grösser als die hinteren; Schwanz deutlich; Harpe am Dorsalrand gezälmelt, mit einem stark einwärts gebogenen A])icalhaken, die dorsale Ziidce der Gabel kurz.
PAI^JIjK). Von J)r. K. .Iokdan.
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Die ?-f. phaeton Luc. ist dem cd ähnlich. Die zweite Foi'm, ?-f‘. syndemis nov.., hat ein l)i'eite.s bläuliches syndemis. Band auf dem Htlgl ; die Discaltlecke der Oberseite des Vllgls sind bläulich, die mittleren nur angedeutet, die der Unterseite sind nur durch ein paar unbestimmte Fleckchen vertreten; Hllgl oben mit aussen con¬ vexen bläulichen Halbmonden aussen von der Discalbinde; Discalband der Unterseite reduziert, aus kleinen, schwarz gerandeten roten Flecken bestehend; Schwanz lang; ein Exemplar von »Bogota« im Museum 1'rixo.
coroebus FJdr. cd: der Zelltleck der Vtlgloberseite fehlt, oder er ist mehr oder' wenigei“ deutlich, aber verwischt coroebus. (ab. philocleon Fk/r.): der Discaltleck zwischen dem 3. Radial- und 1. Medianast gewöhnlich mehr nach innen phiiocleon. stehend als bei phaefon, die Submarginaltlecke kleiner; auf dem Htlgl das Discalband in Flecke aufgelöst ; der 3. und 4. Fleck verkleinert ; die Bezahnung der Harpe regelmässiger und der dorsale Fortsatz länger als bei jdiaeloit.
Die dem cd ähnliche Form des ? ist ?-f. dione U. u. ; bei der zweiten Form, der ?-f. coroebus Fldr., sind dione. die Zeichnungen der Oberseite bläulich und das Discalband der Htlgloberseite ist nach hinten stark erweitert, auch sind die Discaltlecke der Htlglunterseite verkleinert. Ostseite der Oordillera von Bogota; nördliches Vene¬ zuela. — cleotas Gmij (= lycortas Fldr.). cd; Discalband der Vtlgloberseite schräger als bei den anderen cleotas. Subspecies; zwischen der Zelle und den Submarginaltlecken eine Reihe bläulich grauer Nebeldecke; Harpe in eine zweizinkige Gabel endigend, deren Zinken gerade und ungefähr gleichlang sind. Beim ? ist der mediane Vaginallappen kurz, der seitliche schmal und spitz; die beiden Farbenvarietäten sind: ?-f. cleotas Gray, dem cd ähnlich, und ?-f. adaea R. n. bei der beide Figl oben eine discale und eine postdiscale adaea.
Reihe bläulicher Makeln tragen. Brasilien, von der Provinz Rio de Janeiro (Petropolis) bis Rio Grande do Sul; nach Boisduval auch in Uruguay, die Angabe erscheint aber uns zweifelhaft.
P. aristeus. Zellfleck des Vllgs sehr gross, die Discaltlecke zwischen dem 3. Radial- und 2. Medianast sehr lang, mit dem Zellflecke ein grosses blassgelbes Feld bildend. Das ? ähnelt dem cd, oder die Zeich¬ nungen der Oberseite bläulich und das Discalband des Htlgls breit; beide Formen auf der Unterseite mit grossem, mehr oder weniger deutlich blassgelbem Zellfelde. Süd-Amerika und Panama. — aristeus Cr. (cd aristeus. bari Oherth.). cd ; der Zelltleck des Vtlgls rhombisch, der vor dem 3. Radialaste stehende Discaltleck lang, der nächste reicht fast bis zur Submarginalreihe, der dritte schmal, undeutlich; Discalband der Htlgloberseite nur hinten deutlich. Nur eine Form des ? bekannt (Grajier’s Figur); Vtlgl mit langen, undeutlichen, grau¬ blauen Längswischen und Htlgl mit sehr breitem bläulichem Bande. Französisch- und Holländisch-Guiana;
1 cd in coli. Charles Oberthür. — ctesiades R. u. J. Zellfeld des Vtlgls länglich, fast die Wurzel er- ctesiades. reichend, zwei grosse lange Discaltlecke, sowie ein lang-dreieckiger Fleck hinter der 2. IMediane und der Zelle; Discaltlecke der Htlglunterseite klein, rot. Oberer Amazonenstroni. — desmias /f. m. J. Zelltleck kürzer und schmäler als in ctesiades, in der Zellspitze ein kleiner Fleck, ein zweiter distal von derselben. Zwei grosse Discaltlecke und hinter der Wurzel der 2. Mediane ein Fleck, der kleiner als bei ctesiades ist; Htlgl wie bei bitias. Provinz Sao Paulo, Brasilien; 1 cd in coli. F. Dücaxe Goujian. — bitias Godt. (— eurotas bitias. Fldr., ctesias Fldr., lacordairei Borre) (13a). cd; Zelltleck des Vtlgls mehr quer als bei den vorigen Sub¬ species; Discalband des Htlgls nie vollständig, nur angedeutet, oder in der Mitte unterbrochen. ? dichro- raatisch: $-f. bitias Godt. gleicht dem cd; ?-f. therapes R. u. J. ist der ?-f. aristeus ähnlich, die bläulichen therapes. Streifen des Vtlgls sind aber kürzer und das Band des Htlgs ist schmäler, auch ist der Zelltleck der Vtlglunter- seite teilweise blassgelb. An der Ostseite der Anden von Ecuador und Peru häufig; Oberlauf des RioNegro;
Bogota und Chiriqui ; die letzten beiden Fundorte erscheinen uns zweifelhaft. — vilcanotus R.u.J. cd; Zell- vilcanotus. fleck des Vtlgls und Gostalfleck des Htlgls bräunlichgelb. Ahlcanota, Süd-Peru. — coelebs R. u. J. Zelltleck coelebs. des Vflgs schmal, qoer, der Discaltleck zwischen dem 1. und 2. Medianast schmal, dreieckig, die Zelle nicht er¬ reichend, die Submarginaltlecke gross, zwischen ihnen und der Zelle graublaue Nebelflecke; Htlgl mit breitem blassgelbem Discalbande, Submarginaltlecke gross, blassgelb. Unten der Zelltleck des Vtlgls kleiner als bei bitias und lenaeus. Nordwest-Peru und das nördliche Zentral-Peru (Tambillo, Chachapoyas), sowie Südwest- Ecuador. — lenaeus Doubl. Zelltleck des Vtlgls quer, nicht so schräg wie bei bitias, ein Discaltleck vor der lenaeus.
3. Radiale, der Discaltleck binter der 1. Mediane proximal verschmälert und verkürzt; Discalband des Htlgls vollständig, oder schmal unterbrochen. Ziemlich häufig in Südost-Peru und Ost-Bolivien, das ? nicht bekannt oder wenigstens nicht beschrieben.
P. judicael (13 b). cf: Zelltleck des Vtlgls schmal, ([uer und wie die 4 Discaltlecke braungelb ;
Htlgl stark gezähnt, geschwänzt. Zelltleck der Vflglunterseite gross, braungelb, die Submarginaltlecke klein: Discalband des Htlgls schmutzig weiss, nach aussen orange-rot. — Nur 1 cf in coli. Oberthür, von Huambas, Amazonas, Nord-Peru.
P. garamas. cf ; beide Flügel auf der Oberseite mit einem blassgelben Discalbande und einer Reihe submarginaler Flecke ; Saum des Htlgls stark gezähnt, mit Spatelschwanz ; Discalband der Htlglunterseite distal bräunlich orange. Das ? dem cf ähnlich, oder es fehlt das gelbe Discalband und der Htlgl trägt sehr stark gebogene, mehr oder weniger rötliche, discale Halbmonde. Zentral-Amerika. — abderus Fopff'. (12 b). abdenis. cf: Vtlgl mit 4 Submarginaltlecken, oft mit Andeutung eines 5.; das Discalband des Htlgls tritt in die Zelle ein, die Submarginaltlecke feblen; die orange-roten Zähne des Discalltandes der Htlglunterseite auf beiden Seiten der Adern gleichlang, kürzer als bei der folgenden Subspecies. Die eine Form des ? dem cf ähnlich, aber die Submarginaltlecke der Htlgloberseite oft angedeutet und die Zähne des Discalbandes auch oben
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PAPILIO. Von Dr. K. Jordan.
amerias. rötlichgelb: ¥-f. abderus Hopff.^ bei der zweiten Form, ?-f. amerias R. u. J. (12b), trägt der Vtlgl ausser den Submarginalflecken eine Reihe discaler braungrauer Nebeltlecke, die roten Halbmonde des Hflgls sehr garamas. gross. Vera Cruz in Ost-Mexiko. — garamas Hbn. (cd = asclepius Hbn., cincinnatus Boisd., concinnatus Grmj). cd; Submarginalflecke der Htlgloberseite deutlich : die gelbroten Zähne des Discalbandes der Hflglunter- seite weniger lang als bei abderus, der vor der Ader hegende Teil jedes Zahns kürzer als der hinter der amisa. Ader liegende. Unterseite des Vtigls ohne braungraue discale Nebelflecke. Die ?-f. amisa R. n. J. ist dem cd ähnlich, unterscheidet sich also von?-f. abderus in der Färbung hauptsächlich durch die deutlichen Submarginal- tlecke der Htlgloberseite ; ?-f. garamas Hbu. ist der ?-f. ammas ähnlich, die discalen Nebelflecke der Vflglober- seite sind aber mondförmig, die Discalmonde des Htlgls sind kürzer, die blauen Flecke grösser und die Sub- marginaltlecke dünner als bei ?-f. amerias. Beide Geschlechter grösser als die ost- mexikanische Subspeciee. baroni. West-Mexiko : Guadalajara, Guernavaca, Oaxaca. — baroni R. u, Vflgl mit 5 Submarginalflecken, der 5. Fleck dem Saume viel näher als der 4.; Submarginaltlecke des Htlgls angedeutet, das Discalband tritt in die Zelle ein; auf der Unterseite des Vflgls die Submarginallinie an der 2. Radiale unterbrochen, da der hinter dieser Ader hegende Teil der Linie dem Saume näher steht als der breitere vordere Teil der Linie. Die dorsale electryon. Zinke der Gabel der Harpe viel kürzer als die ventrale. Guerrero, 1 cf im Tring Museum. — electryon Rates, cf; der Zelltleck des Discalbandes des Vtlgs costalwärts verschmälert; keine Submarginaltlecke auf der Oberseite des Htlgls. Unten ist das Band des Vflgls auf der Scheibe stark gezähnt und es sind keine Nebeltlecke distal von diesem Bande vorhanden; obere Zinke der Harpe nach unten gebogen. Das ? nicht syedra. bekannt. Guatemala und (?) Honduras. — syedra Godm. u. Sah. Zelltleck des Vtigls vorne und hinten gleichbreit; 5 bis 7 Submarginaltlecke auf dem Vtlgl, der 3. der grösste; Discalband des Hflgls stärker ge¬ zähnt als bei electryon, distal von demselben grosse blaue Flecke; keine Submarginaltlecke. Unten das Api- calfeld des Vtigls und das Wurzelfeld des Htlgls blassbraun (wie bei baroni) , der gelbrote Rand des Discalbandes des Htlgls tiefer gefärbt als bei electri/on und zwischen den Adern breiter. Das ? dem cf ähnlich; das Discalband der Htlgloberseite distal teilweise gelbrot. Die obere Zinke der Harpe des cf zu einem Zahn reduziert, die ventrale Zinke lang. Costa Rica und Chiriqui. Eine grosse Form.
homeriis. P. homcrus F. (12a). Der vorigen Art ähnlich; das Discalband des Vtigls um die Zellspitze herum
bis zum Costalrande fortgesetzt, der Zelltleck zuweilen isoliert; Discalband der Htlglunterseite nicht gezähnt, braun, sein proximaler Rand gelblichweiss, proximal von den roten Submarginaltlecken grosse schwarze Flecke. — Rj) auf Thespesea, oben grün, unten braun, ähnlich wie die von scamander gezeichnet. Thorax- Horn der Pp kurz. Der Falter ist im Innern Jamaicas augenscheinlich an gewissen Plätzen nicht selten, aber schwer zu fangen, da er hoch über dem Boden fliegt. Soll nach Aaron auch auf S. Domingo Vor¬ kommen.
P. warscewiczi. Hlb unten wollig, bräunlichgelblich wie die Brust. Vflgl ohne Zellfleck, 2 fast parallele Reihen Flecke zwischen Zelle und Saum; Htlgl mit Discalband und Submarginaltlecken, geschwänzt. Lhiten ist das Apicalfeld des Vtigls und der Htlgl blassbraun (alles was sichtbar ist, wenn der Schmetterling die Flügel zusammengeschlagen hält) ; Zelle des Vtigls mit weissem oder gell)em Fleck : Htlgl mit gezähntem ielskii. Discalbande. Das ? uns nicht bekannt. Ecuador bis Bolivien; ein Gebirgstier. — jelskii Oherth. Discal- tlecke des Vtigls nicht scharf umschrieben, ebenso das Discalband des Htlgls. Discalflecke der Vflglunter- seite gross und braun, das Saumfeld vor der Mitte stark erweitert ; der braune postdiscale Fleck zwischen der 3. Radiale und 1. Mediane grösser als bei den anderen Formen, der Submarginalfleck zwischen der 1. und 2. Mediane in der Mitte orange. Die beiden Zinken der Harpe (cfj grade, die obere viel länger als die mercedes. untere. Süd-Ecuador, Nord- und Nordwest-Peru. — mercedes R, n. J. Discaltlecke des Vtigls im Ganzen grösser als bei jelskii, die blauen Flecke des Htlgls breiter, das braune Saumfeld der Htlglunterseite vor der i\litte schmäler, Submarginaltleck zwischen der 1. und 2. Mediane des Htlgls unten nicht orange. Die beiden Zinken der Harpe (cf) grade , gewöhnlich gleichlang oder der untere etwas kürzer als der obere. Ost- warscewiczi. Peru: Huanuco und Junin. — warscewiczi Hopfj. (= soratensis (fodw. ». SVhr.) (12 b). Discaltlecke des Vtigls viel kleiner als die Submarginaltlecke; Discalband des Htlgls in Flecke aufgelöst, oft nur angedeutet, auf der Unterseite oft in die Zelle eintretend und wie die Submarginaltlecke oft braun. Die obere Zinke der Harpe (cf) stark gebogen. Südost-Peru und Bolivien.
P. cacicus. Vtlgl mit unterbrochenem Discalbande, einem variabelen Zelltleck, der selten fehlt, einer Reihe bläulichgrauer Postdiscal- und einer Reihe gelblichweisser Submarginaltlecke, die letzten oder der letzte der Submarginaltlecke mehr oder weniger orange; auf dem Htlgl ein centrales gelblichweisses Band, eine postdiscale Reihe blauer und eine submarginale Reihe gelblichweisser Flecke. Das ? tritt in 3 Formen cacicus. auf. Venezuela, Columbien, Ecuador und Ost-Peru. — cacicus Luc. (12 c). cf; der Zelltleck des Vtigls, w'enn vorhanden, mehr oder weniger quer. Die 3 Formen des ? sind: ?-f. cacicus Luc., dem cf ähnlich; ?-f. zaddachi. zaddachi Dewitz, Discalband des Vtigls nicht unterbrochen und wie der grosse Zelltleck bräunlich orange, nais. Htlgl ohne Discalband auf der Oberseite; ?-f. nais R. u. J. wie ?-f. zaddachi, aber die Zeichnungen des inca. Vtigls weiss. Merida in Venezuela, Columbien und Ecuador. — inca R. u. J. Der Zelltleck des Vflgls viel schräger als bei der vorigen Subspecies, mit der Mediane einen spitzen Winkel bildend ; Discalband des Htlgls aussen convex, hinten stark verschmälert, der Schwanz schmal, nicht spatelförmig. Chanchamayo.
I’AIMIjIO. Von l)r. I\. .Iokoan.
:ir,
P. euterpinus Godm. u. Halv. (l‘2c). Schwanzlos; Zeichnungen der ()i)erseife gelhrol. iJas V dein r ciürrpinw ähnlich, etwas blasser und grösser. — Von West-Coluinbien bis Nord-Peru. Der Falter ist ein (vergrösserte.sj Abbild der Pieriden-Gattung Pereiite. Gewöhnlich wird das d'ier für nahe nnt zuffrcui^ verwandt angeseheui, gehört aber der Struktur und Zeichnung nach in die Ao//i,cr«s-Gru])[)e neben aicicns. Der Falter ist in den Sammlungen noch immer selten.
C. Segelfalter.
Fhlr stärker kolbig als bei den Aristolochien- und Rinnenfaltern, auf der Oberseite beschuppt, aber die Schuppen fallen wie die der Tilden und Tarsen leicht ab, die feinen Sinneshärchen sind ähnlich wie bei den Rinnenfaltern verteilt. Die dorsalen Stacheln der Tarsen sind von den ventralen durch einen stachellosen, etwas eingedrückten Zwischenraum getrennt. Die Figl sind bei den meisten Arten dünn beschuppt, die Schuppen vielfach zu feinen Haaren umgewandelt; die blauen oder grünen Rinden vieler Arten der östlichen Halbkugel auf der Oberseite nur fein behaart, das Pigment in der Figlhaut hegend, auch bei den ameri¬ kanischen Segelfaltern ist die Figlhaut wenigstens an der Wurzel grün, mit Ausnahme der dunklen mime¬ tischen Arten. Bei einem grossen Teile der Falter verschmelzen der I. oder 1. und 2. Subcostalast des Ytlgls nach aussen hin mit der Gostale; die Htlglzelle ist meist schmal und ihrVrd zwischen der Subcostale und der 1. Radiale eingebogen. Der Abdominalrd des Htlgls ist beim cf erweitert und gewöhnlich umgeschlageh ; in dieser Falte hegt ein Duftorgan, das selten verkümmert ist; die Duttschuppen sind zuweilen bei nahe- verwandten Arten recht verschieden; das Organ variiert aber auch geograjihisch. Der Apicalrd des 8. ab¬ dominalen Dorsalsegments des cf, der nach Wegnahme der Genitalien sichtbar wird, ist glatt beschupjit, die kleinen Schuppen stehen nach oben gerichtet; ausser bei den Segelfaltern findet sich dieser Charakter bei keinem amerikanischen Papilio; das 10. Dorsalsegment der cf cf der amerikanischen Segelfalter ist gleich¬ falls charakteristisch; dieser anale Fortsatz ist durch zwei schmale Einschnitte a])ical in drei Teile geteilt, nur bei P. celadon ist der Fortsatz infolge der Verkümmerung der beiden Seitenteile einfach. — Die Rp ist leider nur von sehr wenigen Arten bekannt. Das 3. Thoracalsegment derselben ist wie bei den Rpn der Rinnenfalter geschwollen ; die Thoracalsegmente und der Analring tragen dorsal oft kurze Dornen, auch finden sich gewöhnlich Spuren von Höckern auf den andern Ringen ; die Zeichnung besteht aus Punkttlecken, Querlinien oder kurzen Längsstreifen, Augentlecke und Schrägbänder fehlen. — Die Pp ist mehr glatt als bei den andern Papilios, der Kopf und Thorax sind nicht oder nur schwach nach oben gebogeir, der Thorax¬ höcker ist hoch und vierkantig, der Seitenkiel desselben bildet die Verlängenrng des erhabenen Randes der Htlglscheide ; der Hlb hat zwei dorsale Kiele, die sich vorne und hinten einander nähern; das Analsegraent ist länger als breit. — Die Falter sind zum grossen Teile langüügehge Tiere mit dreieckigem Htlgl. Die langschwänzigen Formen ei'innern mit ausgebreiteten Flgln an einen Pajiierdrachen. Die Segelfalter sind gewandte Flieger. Wenn auch die mimetischen Formen gewöhnlich den langsamen Flug ihrer Vorbilder (Aristolochienfalter, Pieriden, Danaiden etc.) nachahmen, so zeigen sie doch grosse Gewandtheit und Schnellig¬ keit, wenn sie erschreckt die Flucht ergreifen. Die cf cf versammeln sich oft in grossen Mengen an feuchten Stellen, am Rande von Flüssen, Seen, Pfützen etc., wo sie unter zitternder Bewegung der halbotfenen Figl saugen, auch besuchen sie Blumen. Die Segelfalter sind Tiere der offenen sonnigen Teile der waldigen Gegenden, der Waldlichtungen und Waldränder. Allerdings trifft dies mehr für die cf cf als die?? zu; letztere werden, wenigstens von vielen Arten, nur selten vom Sammler erbeutet, weil sie andere Lebens¬ gewohnheiten haben, sich im Busch und Walde aufhalten und sich nicht unter die Scharen der Wasser aufsaugenden cf cf begeben ; von manchen recht häufigen Formen sind die ?? überhaupt noch nicht bekannt. Die Segelfalter gehen weniger weit nach Norden als die Rinnenfalter.
Lysithous-Gruppe.
Die Arten der ///s/VioMS-Gruppe sind durch rote Wurzelflecke auf der Unterseite der Flügel gekennzeichnet.
Diese den Aristolochienfaltern im Aussehen ähnlichen Formen hat Haasi; richtig als zu den Segelfaltern gehörig erkannt; alle anderen Autoren haben sie fälschlich unter die Aristolochien- und Rinnenfaltei’ versetzt. Die bunten Rpn sind längsstreifig und tragen einen V-förmigen Sattelfleck vor der Mitte; der Thorax ist gefleckt. Die Pp i^t kurz ; das Abdomen in der Mitte geschwollen. Die Arten finden sich von Mexiko bis Argentinien.
P. pausanias. Ein Abbild des He/icoiniis chjtia L. Nach Bates hat der Falter zwar den segelnden und kreisenden Fing der Heliconier, ist aber nicht wie die Heliconier ein Tier des Waldesschattens, sondern findet sich an den schlammigen Rändern der Flüsse und Seen oder nmtliegt die Wipfel hoher Bäume. Figl oben grünblau, mit grossem blassgelbem Felde auf dem Vtlgl, Htlgl kurz, oft abgestutzt. Das Duftorgan fehlt dem cf. Das ? gleicht dem cf. Von Costa Rica bis ins nördliche Brasilien (Goyaz). — prasinus prosimis. P. u. J. Figl oben stark metallisch ; Discalllecke des Vllgls länger als bei der folgenden Form, die weissen Submarginaltlecke des Hügls sehr klein, die vorderen nur angedeutet, die roten Basaltlecke der Unterseite
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PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
cleombrotus. kleiner als bei den übrigen Subspecies. Costa Rica. — cleombrotus Streck, von West-Columbien und wahr¬ scheinlich Panama; wie hQ\ prasinu!< der Vtlgl ohne blasses Apicalfeld; Costalfeld der Vtlgloberseite fast schwarz, bei prasinus fast so metallisch grün wie die Scheibe; Unterseite des Htlgls ohne blasse (gelbgrüne oder röt- pausanias. liehe) Streifen zwischen den Adern. — pausanias Hew. (= hermolaus Guen.) (12 a). Spitze des Vtlgls mit grossem grauem Felde; Unterseite des Htlgls zwischen den Adern mit blassen Streifen, die bis an die Sub- marginaltlecke gehen. Zentral-Columbien bis Bolivien, Orinoco, Amazonas und Goyaz.
microdamas. P. microdamas Burm. (12 a). Ein gelbliches Band vom Costalrande des Vtlgls zum Analwinkel des
Htlgls; Unterseite ohne rote Basalflecke auf den Vtlgl, mit 4 Fleken auf dem Htlgl. ? dem cf ähnlich. — Paraguay, nördliches Argentinien, Caraga in Brasilien; ein Falter des Flachlandes.
P. protodamas Godf. (= hyperion jFfd//.) Vtlgl. mit gelblichem Felde, das aus drei grossen Makeln besteht, oder mit 1 oder 2 Reihen Flecken; Hflgl mit gelblich graublauem Bande; Vtlgl unten ohne, Htlgl mit 3 Wurzeltlecken. Das Duftorgan des cf fehlt. Rp schwmrz, mit grauen und weissen , teihveise gelben Streifen, der Thorax weiss und gelb getüpfelt. Thoraxhorn der Pp ziemlich dünn. Zw’ei individuelle Formen protodamas. des Falters sind bekannt : l)ei f. protodamas Godf. trägt der Vtlgl zwei Reihen Flecke, von denen die oberen dwridamas. mehr oder weniger zusammentliessen ; bei f. choridamas Boisd. (13b) hat der Vtlgl einen sehr grossen Zellfleck und zwei gleichfalls grosse Discalmakeln. — Der Falter ist rein brasilianisch; er findet sich von Minas Geraes bis Rio Grande do Sul, die f. choridamas scheint aber nicht so weit südlich zu gehen, uns ist sie nur aus den Provinzen Rio de Janeiro und Minas Geraes bekannt.
P. phaon /iotsrf. Der vorigen Art ähnlich; die Flecke auf Brust und Hlb rot, die letzten Hlbssegmente mit roten Seitentlecken. Sehr veränderlich. Flecke der Vtlgloberseite bläulich gelbgrau oder reiner w'eiss- gelb ; Discalband des Htlgls graublau, selten rot. Unterseite ohne deutliche Zellstreifen, Vtlgl ohne, Htlgl mit 3 Basaltlecken. Beim cf Duftschuppen vorhanden. Mexiko bis West-Ecuador und Venezuela. Folgende .xenardius. Formen sind als Arten beschrieben wmrden: ab. loc. xenarchus Hew.., Htlgl mit breitem rotem Bande; ab. eridamas. loc. eridamas Beak., das rote Band des Htlgls schmal, die dasselbe zusammensetzenden Flecke getrennt, phaon. diese beiden Formen nur aus Ost- und Süd-Mexiko bekannt; ab. phaon Boisd. (13b), Vtlgl mit Submarginal- ulopos. Hecken, abei- ohne Discaltlecke, das Band des Htlgls tritt eben in die Zellspitze ein; ab. ulopos Gray (= immarginatus Oherth.), Vtlgl ohne Flecke oder nur mit Spuren derselbe^i, das Band des Htlgls breit, mehr therodamas. weniger weit in die Zelle eintretend; ab. therodamas B'ldr., mit Discal- und Submarginaltlecken
metaphaon. auf dem Vtlgl und schmalem, von der Zelle getrennt verlaufendem Bande auf dem Htlgl; ab. metaphaon BaÜ. hat auf dem Htlgl ein sehr grosses, einen guten Teil der Zelle einnehmendes, blaugraues Discalfeld ; pharax. bei ab. pharax Godm. n. Solr. trägt der Htlgl einen roten Analtleck und das Discalband steht von der Zelle getrennt. Alle diese Formen sind durch Übergänge miteinander verbunden.
P. euryleon. Die Flecke der Brust und des Hlbs rot, die letzten Hlbsringe mit roten Seitentlecken. Vtlgl oben mit gelblich grauem Felde vor dem Hrd, Htlgl mit rotem Discalfelde oder -bande. Unten der Vtlgl ohne, der Htlgl mit 3 roten Wurzeltlecken, der in der Zelle stehende Fleck aber häufig nur angedeutet oder ganz fehlend, das Discalband kleiner als oben, blassrot. ? dem cf ähnlich oder von demselben verschieden; im letzteren Falle Vtlgl mit Zellfleck und zwei Discaltlecken, alle weiss, an pausanias und protodamas f. choridamas erinnernd. cliisocidis. Duftorgan des cf gewöhnlich vorhanden. Costa Rica bis Ecuador. — clusoculis Butl. (13c). Discalfeld des Vtlgls weissgrau; das rote Band des Htlgls breit, immer in die Zelle eintretend. ? dem cf ähnlich, das rote pithonhis. Band des Htlgls etwms breiter. Costa Rica; Chiriqui. — pithonius B. v. J. cf; Vtlgl mit kleinem oder grossem grauem Fleck; Htlgl mit 3 bis 5 roten Discaltlecken, die roten Submarginaltlecke der Htlglunterseite sehr klein oder nur angedeutet. ? mit grossem Zelltleck auf dem Vtlgl und 2 grossen Discaltlecken. West- euryleon. Columbien und Caucatal. — euryleon Bern. (13c). cf; Htlgl oben gewöhnlich mit 4 dicht an der Zelle stehenden Flecken und zw^ei kleinen, weniger deutlichen vor dem Abdominalrande; die Discaltlecke auf der Unterseite blassrot. ?: der Zelltleck des Vtlgls vorne verschmälert, das Band des Htlgls in die Zelle eintretend. haensdü. Magdalenatal, Cordillere von Bogota. — haenschi B. n. ./. cf : Vtlglfeld heller grau als bei euryleon. aus zw'ei Flecken bestehend, der vordere Fleck nach aussen vorgezogen ; Htlgl mit kleinem, selten fehlendem Zelltleck und 3 bis 5 dicht an der Zelle stehenden Flecken; unten trägt der Vtlgl einen grossen weissen Fleck zwischen dem 1. und 2. Medianast, dahinter einen grauen Fleck; Htlgl mit 3 blassroten Flecken, der 1. und 2. an der Zelle stehend, ein 4. tdeck oft angedeutet. ?: die Zelhnakel des Vtlgls reicht nicht quer über die Zelle; Band des Htlgls von der 1. Radiale zum Abdominalrand laufend, in die Zelle eintretend, hinter der Zelle proximal weisslich, wie beim ? des Aristolochienfalters P. iphidamas caloyyna. cf mit Duftorgan. Im westlichen Ecuador. anatmns. — auatmus B. u. J. cf: das graue Feld des Vtlgls vom Hrd costalwärts bis an den 2. Medianast oder darüi)er hinaus reichend, oft ein grauer Strich in der Zelle; Htlgl mit 3 roten Flecken, die von der Zelle getrennt stehen, oft der 3. Fleck allein deutlich; unten der Vtlgl ohne wmissen Fleck und die Discaltlecke des Htlgls gewöhnlich grau. ? nicht bekannt. Dem cf fehlt das Duftorgan. Ost-Ecuador.
hipparchiis. P. hipparchus Styr. (13 d). cf: Vtlgl mit einer Reihe grauer Submarginaltlecke; Htlgl mit blass¬
rötlichem, vom 1. Radialast bis zum Abdominalrande laufendem Discalbande. ? nicht bekannt. Caucatal, Columbien.
PAIMLIO. Von I)r. K. .Ioiidan.
'M
P. harmodius. & und ? verschieden. Die Flecke nuf Ko])f, Drust. und Hüften f^elhlichweiss. :
Vügl apical etwas durchsichtig, vor dem llrde ein weisses Feld von variaheler Ausdelinung, al)er nie Ins zur 3. Radiale reichend; Htlgl mit einem Bande roter Discalflecke. Unten die Zelle beider Flügel schwarz gestreift,
Vtlgl mit rotem costalem Wurzeltleck, Htlgl mit 3 Wurzelllecken. Beim ? der Htlgl dem des ähnlich, oder das Fleckenband weiss oder gelb; der Vtlgl entweder ohne Flecke, oder mit weisser Zellmakel und zwei grossen Discalmakeln. Columbien bis Bolivien; ein Andenfalter, der in den östlichen Tälern von Ecuador, Peru und Bolivien recht häutig ist. Rp nicht bekannt. — isus Ohnih. (= aristogilon Sff/r.). cf; das /,svm. weisse Feld des Vtlgls gross, vom Hrde bis zur 2. Mediane oder darüber hinaus reichend; Discalband aus ö odei- 7 weissgekernten Flecken bestehend. ? unbekannt. Caucatal, Columbien. — halex /f. u. ./. Vtlgl wie bei halex. der vorigen Subspecies; Htlgl mit 5 roten Discaltlecken. ? auf dem Vtlgl mit weissem Felde von der tk Itadiale bis zur 2. Mediane und einem kleinen Zelltleck; Htlgl mit 5 blassroten Discaltlecken. Columbien; in Bogota- Sammlungen. — xeniades Jlew. cf; der weisse Fleck des Vtlgls sehr variabel, immer den Hitl des Figls ei - xeniade.s. reichend, gewöhnlich an der Costalseite ausgerandet, auf der Unterseite immer klein; Htlgl mit 3—5 Discal¬ tlecken, die oben rot, selten in der Mitte weisslich, und unten immer rötlichweiss mit lotem Distab'ande sind.
? dichromatisch : ?-f. androna h*. u. J. (13d) mit ganz geringer grauer Bescluippung in und hintei' der Zelle androna. des Vtlgls und 5 roten Discaltlecken auf dem Htlgl; die zweite Form, ?-f. Virginia Kirhij, ist dem ? von Virginia.
P. erlaces lacydes sehr ähnlich, Vtlgl mit grossem weissem Zelltleck und zwei grossen Discalmakeln, Band des Htlgls weiss, mit schwach roten Rändern. Es findet sich xeniades in Ecuador und West-Columbien. — imaus R. u. J. (14a). Vom cf der folgenden Subspecies nicht konstant verschieden, Vtlgl oben meist mit imans. weissem Strich am Hrd, unten ist der weisse Fleck gewöhnlich kleiner als bei harmodius Poubi. ? wie die ?-f.
Virginia, aber der Zelltleck vorne verschmälert, der vordere Discaltleck verkleinert und das Band des Htlgls oben gelb, unten fast weiss. Ostabhänge der Anden von Nord- und Zentral-Peru. — harmodius ( I3cj. harmodius. cf; Vtlgl oben und unten immer mit grossem weissem Fleck, der den Hrd nicht ganz erreicht. ?: der weisse Zelltleck reicht nicht quer durch die Zelle; drei Discalflecke , der 1. klein, der 2. so lang wie der 3.; Htlgl mit roten Discaltlecken, die grösser als beim cf sind. Siid-Ost-Peru (vom Chanchamayo südwärts) und Bolivien.
Die cf cf häutig, vom ? nur 1 Stück bekannt (in coli. Chakles Oberthür).
P. trapeza R. u. J. (13c). Vtlgl in der Mitte schmäler als bei harmodius, der Hrd küi'zer, am Hrd trapeza. ein weisser Fleck, der nicht bis zur 2. Mediane reicht; Htlgl dreieckig, scharf gezähnt, mit 2 - 4 roten Flecken vom Hrd vorwärts, der hinterste Fleck am grössten. Unten ist der weisse Hrdstleck des Vtlgls länger als bei allen Formen von harmodius. ? unbekannt. — Ost-Ecuador und Nordost-Peru.
P. xynias Hew. (13c). Vtlgl mit grossem blassgrünem Felde am Hrd; Htlgl scharf gezähnt, mit .\ynias. kurzem schmalem Schwanz und hinten einigen roten Discaltlecken. Unten hat der Vtlgl einen weissen, sehr schwach grünen Hrdtleck, der kleiner als der Fleck der Oberseite ist. Keine Duftschuppen. ? nicht bekannt. — Ostabhänge der Anden von Bolivien und Peru.
P. ariarathes. Wieder eine weitverbreitete und sehr variabele Art, die stärker bedornte Schienen und eine schmälere Htlglzelle hat als die verwandten Species. Flecke auf Kopf und Brust gelblichgrau.
Vtlgl unten mit 2 roten Basaltlecken, der Htlgl mit 3. Beim cf der Vtlgl gewöhnlich mit grauweissem oder gelblichem Bande oder Felde vom Hrd costalwärts; Htlgl mit roten Discaltlecken, von denen oft nur der am Abdominalrande stehende deutlich ist. ? fast immer mit weissen Discaltlecken auf dem Vtlgl. Duftschuppen des cf vorhanden. Rp unbekannt. Columbien bis Bolivien, ostwärts bis Para und Goyaz verbreitet. Der Falter ist individuell und geographisch veränderlich; die ¥¥ ähneln den ?? von Aristolochienfaltern und nehmen in den verschiedenen Gegenden deren gleichfalls variabeles Kleid an. Die Formen gehen alle in¬ einander über. Wir unterscheiden 6 geographische Formen, ob mit Recht müssen weitere Untersuchungen an einem grösseren Materiale als das, was wir gesehen haben, lehren. Der Falter tliegt nach Batls mit grosser Schnelligkeit an sonnigen Plätzen in der Nähe von Ptlanzungen ; er ist keine Seltenheit, wird aber nicht in grosser Menge gefangen. — ariarathes A’sp. {= acestes Boisd.) (14a). cf: Vtlgl vom Hrd bis zur ariarathes. 2. Mediane mit ziemlich grossem weissem Fleck, der unten fast so gross wie oben ist; auf dem Htlgl 4 bis 6 getrennte Discaltlecke, die voneinander und von der Zelle getrennt stehen. ? mit 5 oder 6 roten Discal¬ tlecken auf dem Htlgl, drei derselben lang, bis an oder fast an die Zelle reichend; bei ?-f. ariarathes Esp. trägt der Vtlgl 1 bis 3 weisse Discaltlecke und oft einen schmalen Zelltleck ; bei ?-f. eumelea R. u. J. sind diese eumelea. weissen Flecke nur angedeutet. Französisch und Holländisch Guiana. — menes /f. cf; Vtlgl mit Aveissem Bande, das vom Hrd bis an den 1. oder 2. Medianast reicht, der hinterste Fleck oft klein oder fehlend, der vor der 2. Mediane stehende Fleck 4—6 mm lang, auch unten immer vorhanden; Htlgl mit 3 oder 4 roten Flecken in der Mitte zwischen Zelle und Saum. ? mit grossem Discaltleck von der 3. Radiale bis zur 1. Mediane und einem kleineren hinter der letzteren, zuweilen auch mit Andeutungen von Flecken vor der 3. Radiale und in der Zelle; 5 oder 6 Discaltlecke auf dem Htlgl, von der Zelle entfernt stehend. Britisch Guiana. — evagoras Grag (13d). cf; Vtlgl mit schmalem Bande, das an der 3. Radiale etwa in der Mitte zwischen evagoras. Zelle und Aussenrd oder näher an der Zelle steht ; unten ist das Band durch 2 oder 3 deutliche Flecke vertreten; Discaltleck des Htlgls teilweise nahe an der Zelle, das Band mehr als bei den anderen Formen gebogen. ? mit 3 weissen oder gelblichen Discaltlecken und einem ziemlich grossen Zelltleck auf dem
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PAPILIO. Von Dr. K. Joedan.
Vtlgl; die Apicalhälfte oder zwei F’iinftel der Hflglzelle sowie 6 grosse Discalflecke rot, Abdominalrand wenigstens mctagenes. teilweise rot. Venezuela. — metagenes li. u. J. cf; Vtlgl gewöhnlich mit einem Band, das vom Hrd bis über die 3. Radiale hinaus reicht und auf der Unterseite nur eben angedeutet ist; Hflgl mit 4 oder 5 von der Zelle getrennt stehenden Flecken. ?; Vtlgl mit dem langen weissen Discalbande, das auch den ?? der Parä-Aristolochienfalter P. anchises thelios und P. aglaope eigen ist; dies Band besteht aus 2 grossen Flecken, vor und hinter denen je ein kleinerer steht; Hflgl mit 6 roten Flecken, von denen 3 die Zelle
gayi. berühren. Para. — gayi Lucas. cf? sehr variabel; 3 Hauptformen: f. anargus P. «. J. (13d), Vtlgl ohne
anargns. Band oder Flecke; f. cyamon Grag (= charoba liirhg) (13d), cf auf dem Vtlgl mit schmalem Bande, das cyamon. ganzen etwas mehr nach aussen gerückt ist als beim cf von evagoras, ? mit schmalem, undeutlichem Vflgl- bande, mit Zellfleck auf dem Hflgl, zuweilen die Htlgltlecke gelblichweiss ; bei f. gayi Luc. (= aristagoras Fldr., arianus Sfaud.) hat das cf auf dem Vtlgl einen mehr oder weniger viereckigen Hrdtleck, während das ? 1 oder 2 grosse Discaltlecke, gewöhnlich auch einen kleinen dritten Fleck und oft noch einen Zellfleck besitzt. Diese verschiedenen Formen sind nicht geographisch voneinander getrennt. Von Columbien bis Bolivien und leiictra. den Amazonenstrom abwärts bis Manäos verl)reitet. — leuctra P. n. J. cf: Vtlgl mit rein weissem, fast
gleichbreitem Felde, das vmm Hrd bis zur 1. Mediane reicht, ol)en etwa 6 mm breit, und auf der Unterseite
nur wenig schmäler ist; Hflgl mit 6 langen roten Discaltlecken, die mittleren 3 die Zelle berührend. Goyaz, Brasilien.
Uns. P. ilus F. (= hostilius Fldr., guaco Stgr.) (14a). cf?: Unterseite ohne rote Wurzeltlecke auf dem
Vtlgl, mit 4 roten Basalflecken auf dem Htlgl. Vtlgl mit oder ohne Wisch in der Zellspitze, auf der Scheibe mit 2 oder 3 weissen Flecken, der hintere, hinter der 2. Medine liegend, der grösste. Nord-Venezuela, nördliches Columbien, Panama; selten in den Sammlungen.
P. branchus DoydV. Kopf und Brust mit roten Tüpfeln, ein Fleck auf der Vorderhüfte weiss. Flügel undurchsichtig; Vtlgl mit oder ohne weisse Flecke; Hflgl mit breitem rotem Discalbande. Unterseite ohne rote Basaltlecke auf dem Vtlgl, mit 4 solchen Flecken auf dem Hflgl. cf und ? einander ähnlich. Bei der branchiis. f. bratichus Doubl. (14b) trägt der Vtlgl ein variabeles weisses zentrales Feld, das bei f. belephantes Godm. belephantes. Safr. fehlt. — Mexiko bis Costa Rica.
belesis. P. belesis Bntes (14b). Der vorigen Art ähnlich, Htlgl mit einem dem Saume parallelen Bande
von 6 bis 7 roten Flecken, die dem Saume näher als der Zelle stehen. Vtlgl bei f. belesis Butes ohne hephaestion. weissen Fleck, bei f. hephaestion Fldr. mit einem Fleck zwischen der 2. und 3. Radiale und zuweilen der Andeutung eines zweiten Flecks hinter der 3. Radiale. — Mexiko bis Nicaragua.
P. thymbraeus. Die Fleckchen auf Kopf und Brust graugelb, oft schwach rötlich. Oberseite der Flügel schwach aber doch deutlich metallisch blau oder grün; Vtlgl ohne Zeichnungen, aber mit weissen Fransen; Htlgl mit dünnem Schwanz und 1 oder, 2 Reihen Flecke zwischen Zelle und Saum. Unterseite mit rotem costalem Wurzelfleck auf dem Vtlgl und 4 Basaltlecken auf dem Hflgl. Rp auf Chirimoya ; der Thorax blau und gelb getüpfelt; vom 4. Ringe ab weiss und schwarz gestreift, die weissen Streifen mit gelben und blauen Fleckchen, Seiten vom 5. Segmente ab blau, gelb getüpfelt. Pp grün, wie bei den verwandten Arten an der Basis des Abdomens eingeschnürt erscheinend. Der Falter fliegt im offenen Lande das ganze Jahr thymbraeus. hindurch und ist in Höhen von 50(i) bis 1560 m ziemlich häutig. — thymbraeus Boisd. (14b) ist von Ost- aconophos. Mexiko bis Honduras verbreitet. Der Htlgl trägt beim cf und ? 2 Reihen roter Flecke. — Bei aconophos Grag hat der Htlgl nur eine Reihe roter Flecke, die Discalreihe ist verschwunden. Zentral- und West-Mexiko.
P. lysithous. Eine polychromatische Art. Die verschiedenen individuellen Formen sind mit einer Ausnahme ursprünglich als Arten beschrieben und bis in die Neuzeit als solche angesehen worden. Die Formen sind durch Zwischenstufen miteinander verbunden, auch ist die Zusammengehörigkeit von 3 der Varietäten (pomponius, rurik, Igsithous) durch Zucht erwiesen. Unterseite des Vtlgls mit 2 roten Basaltlecken, Hflgl mit 3; alle Formen mit Schwanz. Rp auf Anona, bei Tage auf der Oberseite eines Blattes an der Mittelrippe ruhend, an niederen Zweigen oder Wurzeltrieben, bei Petropolis das ganze Jahr hindurch ausser im Juni und Juli (Mitte der Trockenzeit) ; schwarz mit gelben Längsstreifen und weissgelbem Sattelfleck. Die Pp wie bei den verwandten Arten grün mit gell)em Seitenstrich. Brasilien und östliches Paraguay. Die platydesma. Hauptformen, welche nicht alle überall zusammen Vorkommen, sind folgende: f. platydesma At «o ,/. (= harri- sianus auct) (14b), das weisse Band des Vtlgls sehr breit, über die Zelle bis zum Gostalrande fortgesetzt; harrisianus. f. harrisianus Sicains. (= Claudius Boisd., athous Fldr.), das weisse Band des Vtlgls hinten breit, vorne stark verschmälert, nicht in die Zelle eintretend, der Teil von der Hinterecke der Zelle bis zum Gostalrande schmal oedipus. oder fehlend, wie bei voriger Form die hinteren Submarginalflecke des Hflgls gross; f. oedipus U/cir. (= seba- lysithous. stianus Oherth.) (14a), Vtlgl mit Doppeltleck von der 1. Mediane rückwärts, Htlgl ohne weisses Band, die brevi- 4 hinteren Submarginalflecke gross: f. lysithous Hübn. (14a), Vtlglband schmal, oft abgekürzt (ab. brevifas- extendatus Wegm), Htlgl mit kleinen Submarginalflecken, das Discalband gewöhnlich nur bis zur 1. Mediane reichend,
nirik zuweilen länger und mehr distal (ab. extendatus Wegni.)-, f. rurik Fschsch. (= rurikia ö/. in tab., laius Boisd.), pomponiiis. Vtlglband verkürzt, Hflgl ohne weisses Band, die 4 hinteren Submarginaltlecke ziemlich gross; f. pomponius eupatorion. Hopff'., Vtlglband angedeutet oder wie das Htlglband ganz tehlend; f. eupatorion Luc., beide Htlgl ohne
I^AIMLK). Von Dl'. Iv. Johdan.
Discalband, Vflgl mit gelblichem Saumbamle und die Samrdlecke de.s llllgis vergi'ös.sei'l fwalirsclieinlich Aberration, nur die l\ype bekannt, in coli. CnARnns (JumiaiiüR).
P. asius F. (= astyagas Drimj, manlius Fcrtij) (I4d). Ein ziemlich liäuhger Kaller Ilrasiliens. von a:;iu:..
Bahia bis Rio Grande do Sul und westwärts bis ins östliche Paraguay verbreitet. Ein breites, auf dem Vflgl costalwärts verschmälertes Band, am Gostalrande des Vtlgls nach aussen von der Zelle beginnend und vor dem Abdominalrande des Htlgls aufhörend; Hflgl dreieckig, lang geschwänzt. Auf der Enterseite trägt der lltlgl 4 rote Basaltlecke, von denen 2 am Gostalrande stehen, ausserdem stehen vor dem Abdonhnalrande ein rotei'
Streif und in der Nähe des Analwinkels 3 rote Flecke. Das ? dem cf ähnlich, sehr selten in Sammlungen.
Die Rp uns nicht bekannt.
Marcellus-Gruppe.
In der inn>'ri'4//AS-Griip2)e findet sich anf der Unterseite des Htlgls eine vom Gostalrande in der Richtung des Analwinkels verlaufende rote Linie, die wenigstens am Gostalrande auf beiden Seiten schwai'z gesäumt ist.
Die Arten haben gebänderte Flügel, und der dreieckige Hfigl ist geschwänzt. Die 1. Sulx'ostale des Vtlgls ist frei, bei einer Art {hfllerophon) fehlt sie ganz.
P. marcellus Cr. (— ajax auct.) (14c). Der gemeine Asimina - Segelfalter Nord- Amerikas. Fhh' braungelb; Tibien und Tarsen grün; Vtlgl mit 8 griinhchweissen Binden, die grüne Farbe in der Flügel¬ membran; die rote Linie der Htlglunterseite innen weiss gerandet. Duftschu])pen des cf lang. Die Rj) mit 6 feinen schwarzen (luerlinien auf jedem Ringe, die Linien gewöhidich teilweise zusammengetlossen.
Die Stirnhöcker der Pp divergierend, Thoraxhorn senkrecht, der Seitenkiel bis zum Gremaster fortgesetzt, micht unterbrochen. Futterptlanzen : Asimina, besonders A. triloba, auch Ericaceen und Lauraceen. Dieser Falter ist eins der klassischen Beispiele von zeitlich variierenden Schmetterlingen. Bei den Exemplaren, die als Pp ein- oder zweimal überwintern, sind die Haare der Stirn lang, während sie bei den aus nicht-überwinterten Ppn schlüpfenden Faltern kurz sind. Die Hauptformen sind: forma hib. marcellus Cr. (= walshi Kdw.), (\\q marcellus. Frühjahrsform mit breiten weissen Bändern, zuweilen treten rote Discaltlecke auf der Oberseite des Htlgls auf (ab. abboti Edw.)\ forma hib. loc. floridensis Holl, ist die Frühjahrsform aus Florida, die breitere schwarze abboti. Binden als marcellus besitzt: forma hib. telamonides Fldr. (14c) ist die spätere Frühjahrsform, die den Übergang floridensis. in die Sommerform bildet, Vtlgl etwas länger als bei f. hib. marcellus, die schwarzen Binden breiter, die i^lomomdes. Fransen des Schwanzes ausgedehnter weiss; forma aest. lecontei 11. n. J. {= marcellus auct. non Cramer), gross, lecontei. die schwarzen Binden breit. — P. marcellus kommt vom südlichen Ganada bis Florida und Texas und west¬ lich bis in die Prairiedistrikte der Mississippiebene vor. Sehr häutig wo Pawpawbäume Vorkommen. Der Flug der Sommerstücke ist eleganter als der der Frühjahrsexemplare. Der Falter Avandeif oft in ziemlicher Menge, in schnellem Fluge nahe dem Boden nordwärts ziehend. Er ist in den nördlichen Gebieten seines Vorkommens eben nur ein Zuzügler, kein ständiger Bewohner.
P. marcellinus Doubl. (= sinon F. non Poda) (14c). Vtlgl mit Idassgrünen Binden und einer Reihe marcellinus. Submarginaltlecke ; Hflgl mit schwarzem Submedianbande, das bis zum schwarzen Saume reicht: die rote Linie der Htlglunterseite breit, bis zum braunen Saume reichend. Duftschuppen des cf lang. — Jamaica.
P. celadon Lucas {= sinon God. non Poda) (14c). Der vorigen Aid ähnlich, aber auf dem Vtlgl celadon. hängt das blassgrüne Discalband mit dem 3. und 4. blassgrünen Zellbande zusammen, nicht mit dem 4. und 5. ; die rote Linie der Htlglunterseite dünn, kürzer als bei marcellinus. Das Analtergit des cf ist nicht geteilt, da die Seitenzinken fehlen. — Guba: vielleicht auch in Florida.
P. zonaria Btlr. (= sinon F. non Poda (14c). Die blassen Binden schmal; die 4. und 5. blassgrüne zonaria. Zellbinde des Vtlgls mit dem Discalbande zusammenhängend, schmal, voneinander getrennt. — Haiti.
P. philolaus Boisd. (14d). Fhlr schwarz: das 7. blassgrüne Band des Vtlgls nur durch einen Fleck philolaus. vertreten; Hflgl hinten mit 2 roten Flecken ; auf der Unterseite die rote Linie des Htlgls auf beiden Seiten schwarz gerandet, vorne wellig. Duftschuppen des cf kurz, breit, unregelmässig, in eine Anzahl Fäden aus¬ gezogen. Das ? in 2 Formen: ?-f. philolaus RoL'(/. dem cf ähnlich, die Unterseite blasser; ?-f. niger Eimer niger.
(= nigrescens Eimer, felicis Frühst.) (14d), die blassgrauen Binden der Flügelhaut schwarz beschuppt, die Hügel daher schwarz mit schwachen Spuren der Binden. — Rp nicht bekannt. Der Falter häufig von Mexiko bis Nicaragua, in niedrigen Lagen, oft in Mengen am Rande von Flüssen auf dem Sande sitzend.
P. xanticles Bates (= plaesiolaus Stgr.) (1Gb). Die blassen Binden gelb, das 7. Band des Vtlgls mit dem breiten Discalbande zusammenbängend, nicht wie bei philolaus durch einen einzigen Fleck ersetzt.
Zwei Formen, die dem cf ähnliche, welche zweifellos existiert, ist aber unseres Wissens noch nicht auf¬ gefunden; die zweite Form, ?-f. philenora Haase (= sheba P. n. J.), ist schwarz, mit Ausnahme der gelben phllenora. Submarginal- und der roten Analtlecke. Duftschup]Ten des cf wie bei philolaus. — Panama und am Fuss der Santa Marta in Nord-Golumbien.
P. oberthueri li. u.J. (14d). Dem philolaus ähnlich, die blassen Binden breiter, das weisse Discalfeld oberthueri. an der 2. Mediane ungetähr l‘/2mal so breit wie das schwarze Saumfeld: Hflgl schmäler als bei philolaus, das
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l’APILIO. Von Dr. K. Jokdan.
schwarze Mittelhand reicht mir bis an die Zelle; letztere weniger als bei philolaus zugespitzt. Die Duft¬ schuppen des cf länger. Das ? nicht bekannt. — San Pedro Sula, Honduras (in coli. Charles OiiERTHtTR). Unsere Abbildung ist zu klein.
arcesilaiis. P. arcesllaus Lucas (= anaxilaus I^ldr.) (14d). Fhlr schwarz; Vtlgl mit 6 grünlichen Binden und
einer Reihe Suhmarginaltlecke, das 6. Band kurz, von dem grünlichen Discalfehle getrennt. Duftschuppen des cf lang. — Nord-Venezuela und Columbien.
P. epidaus. Fldr schwarz ; Flügel weiss, halhdurchsichtig, aussen fast glasig. Das 2. schwarze Band des Vtlgls erreicht den Hrd aussen von der Mitte und das Discocellularband ist bis zur 2. Mediane oder bis epidaus. zum Hinterwinkel des Flügels fortgesetzt. Rp nicht bekannt. Mexiko bis Honduras. — epidaus Doubl . (15 c). Das 2. schwarze Band des Vtlgls nicht über halb so breit als der helle Zwischenraum zwischen dem 2. und 3. Bande, gewöhnlich schmäler: das 5. Band nicht weit über die 2. Mediane hinausreichend, nicht bis an das Saumband reichend: der hintere Teil des Mittelhandes des Htlgls, auf der Oberseite, dünn oder nur angedeutet. Von Ost-Mexiko bis Nicaragua, von wo neuerdings Exemplare dieser Form gekommen sind. — tepicus. tepicus B. u. J. 1. und 2. Band des Vtlgls breiter als bei der vorhergehenden Form, 5. Band hinten mit der Rand¬ binde vereinigt; Htlgl länger und der Costalrand kürzer als beiden anderen Formen. West-Mexiko: Provinz fetiochionis. Jalisco. — feuochionis (iodm. u. Salv. 5. Band des Vtlgls bis zum Hinterwinkel verlängert, Htlgl viel mehr ausgedehnt schwarz als bei den vorigen Subspecies. Südwestliches Mexiko : Oaxaca, Guerrero.
bellerophon. P. bellerophou Dcdm. (= coresilaus Godt., swainsonius Swains.) (15 a). Der einzige Papilio , dem
die 1. Subcostale des Vtlgls fehlt. Vtlgl halbdurchsichtig, mit 4 schwarzen Binden. ? dem cf ähnlich, mit etwas l)reiteren Htlgln. Duftorgan des cf wollig. - Brasilien: Minas Geraes, Parana, Santa Gatharina, ziemlich selten.
Protesilaus-Gruppe.
Die Arten der nun folgenden j;/'w/e.9//c»s-Gruppe sind mit Ausnalnne von npesdnus sclnver voneinander ohne Zuhilfenahme der Genitalien der Falter zu unterscheiden. Die i'ote Linie der Htiglunterseite ist nur an einer Seite schwarz gerandet. Diese weissen , schwarz gebänderten Falter gehören zum Teil zu den häutigsten Papilios Südamerikas, aber nur die o^cf, die dagegen sind sehr selten in den Sammlungen. Die cfcf sitzen oft in dichten blassen auf feuchtem Sande oder Schlamme. Die Rp ist mit Sicherheit nur von einer der Arten bekannt ( P. sfe/io- drs)UHs)\ sie ist grün, dorsal schwarz gefleckt und quer gebändert, zuweilen fehlen die schwarzen Zeichnungen bis auf eine Querlinie des Prothoi'ax. Das Rückenhorn der Pp ist sehr lang. Die Falter sind tro])isch.
P. agesilaus. Leicht daran zu erkennen , dass die rote Linie des Htlgls nach aussen schwarz gerandet ist. Von Mexiko bis Bolivien und Goyaz in Brasilien verbreitet, noch nicht aus Nicaragua und fortis. Costa Rica bekannt, wo das Tier aber gewiss vorkommt. - fortis B. u. J. von Südwest-Mexiko : Guerrero, Atoyac, Oaxaca. Die schwarzen Binden l)reit, Lund 2. Band des Vtlgls etwa "/s so breit wie der Zwischen¬ raum, beide bis zum Hrd fortgesetzt, oder das 2. Band wenigstens über die 2. Irdsader hinausreichend; das weisse Submarginalband nicht breiter als das schwarze postdiscale Band, letzteres nicht von einer blassen Linie neosilaus. längsgeteilt; Abdominalrand des Htlgls schwarz, die beiden roten Analtlecke schwarz umzogen. — neosilaus Ilopff'. Die schwarzen Binden schmäler als bei foriis, das 1. und 2. Band des Vtlgls höchstens halb so breit als der weisse Zwischenraum, das durchsichtige Submarginalband breiter als die schwarze Postdiscalbinde : Abdominalrand des Htlgls teilweise weiss, die roten Analtlecke vorne breit weiss gerandet, viel weniger breit eimeri. schwarz umzogen als bei /o/YA. Ost-Mexiko, Guatemala, Britisch-Honduras, Honduras. — eimeri B. u. J. Das durchsichtige Submarginall)and des Vtlgls zwischen der 4. und 5. Subcostale höchstens so breit als die schwarze postdiscale Binde, welche an seiner inneren Seite steht. West-Columbien, oberes Cauca-Tal und agesilaus. Panama. — • agesilaus Guer. (= conon llew., se[)tenilineatus Eimer) (15c). Postdiscalband der Vtlgloberseite ohne helle Mittellinie, schmäler als die costale Hälfte des durchsichtigen Submarginalbandes; subbasales Band des Htlgls auf der Oberseite nur durch einen dünnen auf der 2. Mediane stehenden Strich vertreten, ln Grösse autosilaus. sehr veränderlich. Zentral- und Ost-Columbien, Nord-Wnezuela. — autosilaus Bates. Postdiscalband des Vtlgls durch einen blassen Streif längsgeteilt; subbasales Band des Htlgls auf der Oberseite voihanden. Orinoco, Guiana, Amazonenstrom, Goyaz, die Ostabhänge der Anden von Ecuador bis Bolivien, sowie Paraguay, noch nicht vom südöstlichen Brasilien bekannt ; wie die vorige Subspecies sehr häufig.
P. glaucolaus. Um diese und die folgenden Arten sicher zu unterscheiden, ist es nötig, Exemplare aus derselben Gegend miteinander zu vergleichen und eventuell die Sexualorgane mit in Betracht zu ziehen. Bei f/hntcolam ist das schwarze Postdiscalband des Vtlgls weit von der Hinterecke der Zelle getrennt, oder es sind die Zähne des Htlgls sehr stumpf und die hinteren Suljinarginaltlecke bräunlich überzogen. Duft- schup})en des cf so lang wie bei protesdaus; die Harpe tiügt am Dorsalrande einen sehr hohen Zahn und der Zentral- sowie der Ventralfortsatz sind kurz, letzterer den Unterrand der Haftklappe nicht erreichend. Von Panama bis Guiana, oberer Amazonas, südwärts bis Matto Grosso, uns noch nicht aus Südost-Peru, Bolivien, Paraguay, dem eigentlichen Brasilien und unterem Amazonas bekannt. Nur cfcf in den Sammlungen. Eine glaucolaus. häufige Art. Rp nicht bekannt. — glaucolaus ßcdes (15a). Grüidich ; Band 1 und 2 des Vtlgls nicht über
Ausgeyeben 16. IX. 07.
PAPIIjK). Von Dr. K. Jordan.
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die 2. Innenrandsadei' hinaus reicliend, Band 6 2 bis 3 nun von dei- llinterecke der Zelle eidJej-nt, vor dei'
2. Radiale nicht verschmälert, das durchsichtige Suhmarginalhand am 5. Suhcostalast wenigstens doppelt breit als das schwarze Saumband. Panama, Columbien, mit Ausnahme der Provinz Cauca, \'ielleicht rucJi in Nord-Venezuela. — melaenus H.u.J. Die schwarzen Binden breiter als hei der vorigen l-'orm. der diire}). meUienus. sichtige submarginale Zwischenraum des Vtlgls am o. Suhcostalast gewöhnlich nur wenig oder gar nielji breiter als das Randhand, in einzelnen Stücken jedoch viel breiter, in welchem Palle aber der Zwischenraum zwischen Binde 5 und 6 entsprechend verschmälert ist. West-Columhien, oberes Caucatal. — leucas A'. ’c •/. /eaca:,. Flügel nur wurzelwärts deutlich grün; Postdiscalband des Vtlgls nahe der Hinterecke der Zelle und ge¬ wöhnlich vor der 2. Radiale verschmälert. Htlgl stumpfer gezähnt als hei pratesilaus, die Suhmarginaltleckc gebräunt, Band 2 des Vflgs von der Zelle ab oben schmäler als unten , die Seiten der Stirn weiss. Die Harpe des leucan stumpfer als bei glaucolaus, der Dorsalzahn schmäler und der Zenti'alfoifsatz längei’.
Orinoco, Guiana, Amazonas, Ost-Ecuador, Ost-Peru, Matto Grosso; häutig.
P. molops. Das 1. und 2. schwarze Band des Vtlgls breit und beide oder wenigstens eins derselben bis zum Hrd reichend, das 4. Band gewöhnlich ganz durch die Zelle gehend. Der gezähnte, abwärts gebogene Dorsal¬ rand der Harpe gerundet-erweitert. ? unbekannt. Tropisches Süd-Amerika, weit vei'breitet, aber nur einzeln unter den weissen Faltern dieser Grupjm. — molops R. u. ,J. Fhlr braungelb; der schwarze Seitenstreif wo/o/«, des Hlbs so breit wie der an seiner Dorsalseite liegende gelbweisse Streif; 1. und 2. Band des Vtlgs breit, das 1. den Hrd nicht erreichend, die anderen Binden gleichfalls lu’eit, besonders ist die 6. breiter als bei allen anderen Formen der pro/csf/öRs-Gruppe, da sie w'enigstens so breit wie der Zwischenraum zwischen Band ö und 6