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THE LIBRARY OF THE UNIVERSITY OF NORTH CAROLINA
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Lib. 10M-Je ’36
Digitized by the Internet Archive in 2011 with funding from University of North Carolina at Chapel Hill
http://www.archive.org/details/heronsvonalexandhero
HERONIS ALEXANDRINI OPERA QVAE SVPERSVNT OMNIA.
VOL. I: PNEVMATICA ET AVTOMATA
RECENSVIT
GVILELMVS SCHMIDT.
ACCEDVNT HERONIS FRAGMENTVM DE HOROSCOPIS AQVARIS PHILONIS DE INGENIIS SPIRITVALIBVS VITRVVII CAPITA QVAEDAM AD PNEVMATICA PERTINENTIA.
CVM CXXIV FIGVRIS.
&
LIPSIAE IN AEDIBUS B. G. TEVBNERI. MDCCCLXXXXIX,.
HERONS VON ALEXANDRIA DRUCKWERKE UND AUTOMATENTHEATER
GRIECHISCH UND DEUTSCH HERAUSGEGEBEN Gese,
N 1 {Ὁ ᾿οαλ {1 α1
ι
VON
WILHELM SCHMIDT. .
IM ANHANG HERONS FRAGMENT ÜBER WASSERUHREN PHILONS DRUCKWERKE VITRUVS KAPITEL ZUR PNEUMATIK.
MIT EINER EINLEITUNG ÜBER DIE HERONISCHE FRAGE UND ANMERKUNGEN.
MIT 124 FIGUREN.
&
LEIPZIG, DRUCK UND VERLAG VON B. G. TEUBNER. 1899.
TRIERER
HERMANN DIELS
UND
RICHARD SCHOENE
IN DANKBARER VEREHRUNG
GEWIDMET.
EINLEITUNG.
Diejenigen Abschnitte der Einleitung, welche die Textgeschichte behandeln, und das Wörterverzeichnis werden gesondert als Supplementheft ausgegeben.
KAPITEL 1. WANN LEBTE HERON VON ALEXANDRIA?
Die Heronische Frage ist noch immer offen, d.h. die Frage, zu welcher Zeit Heron gelebt hat oder, was wichtiger ist, welchem Zeitalter die durch Heron uns über- mittelten Kenntnisse des Altertums angehören. Die ein- zelnen Ansätze zur Bestimmung desselben erstrecken sich zusammen genommen über nicht weniger als vier Jahr- hunderte. Betrachten wir sie daher in chronologischer Reihenfolge.
Ein terminus post quem ist dadurch gegeben, dafs Heron Archimedes wiederholt (8. 24, 11. Ster. I1,1. Metr. 126. Mech. 1 24. 25. 32. II7) erwähnt. Wie spät ist nun Heron nach Archimedes anzusetzen?
Man ist dabei von der Überschrift der BeAomorixd aus- gegangen, nämlich Ἥρωνος Κτησιβίου BeAororixd, und hat das Krmoıßlov als “Schüler des Ktesibios’ erklärt. Man könnte wohl an die Analogie von Εὐσέβιος 6 Παμφίλου “Eus., Freund des P.’ denken, doch steht hier der Artikel. Indessen wenn wir auch über den fehlenden Artikel hin- wegsehen wollten, so ist die Überlieferung in Bezug auf das Κτησιβίου keineswegs einig. Zwar hat die beste Hs., Paris. Suppl. Gr. 607, "Hoowos Κτησιβίου --- andere, nen: Ἥρωνος ἢ Ὧ Σ oder Ἥρωνος καὶ Κτησιβίου ἢ —
1) Vindob. 120 hat am Schlusse der Belopoiika: “Τέλος τῶν ᾿ρχιμήδους Βελοποιϊκῶν τῶν ἐξηγηϑέντων παρὰ "How- νος Krnoıßiov’. Vgl. Suppl.S.36. Was kann man darauf geben?
x EINLEITUNG.
aber eine vom Parisinus unabhängige Klasse hat "How- vos ᾿Δλεξανδρέως Βελοποιητικά (Wescher 85. 71), eine Form der Überschrift, welche den Überschriften (bez. Unterschriften) der übrigen Heronischen Werke (Pneuma- tik, Automaten, Dioptra, Metrika) entspricht und darum mehr Anspruch auf Echtheit erheben darf. Ein Schüler- verhältnis zwischen Ktesibios und Heron haben erst die Byzantiner aufgestellt. Vgl. Anonym. (Hero Byz.) Poliore. 8.263, 1 We. ὁ ᾿“σκρηνὸς Κτησίβιος ὃ τοῦ ᾿“λεξανδρέως Ἥρω- νος καϑηγητής. Do viel ist also sicher, ein unverfängliches Beweismittel ist die Titelüberschrift der Βελοποιΐκά nicht. Man hätte gewils schon früher nicht das geringste Be- denken getragen, 485 Ἥρωνος Krnoıßiov preiszugeben, wenn man einen bestimmteren Anhaltspunkt gehabt hätte. Da auch die Lebenszeit des Ktesibios strittig ist, so erklären sich die Differenzen in den verschiedenen Ansätzen für Herons Zeitalter leicht aus der verschiedenen Ansetzung des Ktesibios.!)
1) Martin, Hultsch und V. Rose Anecdota Graeca et Graeco- latina Il, 283 setzen Ktesibios in die Zeit des Ptolemaeus Euergetes II ( 117), genannt Physkon “der Schmerbauch’, unter welchem von Athenaeus IV 174c ein anderer Ktesibios (Bartscherer) erwähnt wird. Nun hat das wüste Regiment dieses Fürsten (darauf weist Haase Ersch u. Grub. Eneydl. s. v. Philon treffend hin) Wissenschaft und Kunst gar nicht gefördert, sondern eher ihren Verfall herbeigeführt. Es wird aber von den alexandrinischen Mechanikern durch Philon Mechan. Synt. IV 50, 33 Schöne ausdrücklich bezeugt, dafs sie sich der Unterstützung ruhm- und kunstliebender Könige zu erfreuen hatten: τοὺς ἐν ᾿ἡλεξανδρείᾳ τεχνίτας πρώτους we- γάλην ἐσχηκότας χορηγίαν διὰ τὸ φιλοδόξων καὶ φιλοτέχνων ἐπει- λῆφϑαι βασιλέων. Da nun Philon- den Ktesibios wiederholt (8. 56, 22. 67, 44. 72, 37. 77, 16. 47) mit Namen erwähnt, so hat er sehr wahrscheinlich bei den τεχνῖται auch an Ktesibios gedacht. Unter den Königen gilt aber als besonderer Freund der Wissenschaft Ptolemaeus II Philadelphus (285—247) und als Förderer der Mathematik Ptolemaeus III Euergetes I (247— 221). Dazu stimmt denn auch vortrefflich eine Notiz des Athenaeus, welcher XI 497 d—e ein elegantes Trinkhorn &ines Mechanikers Ktesibios unter Ptolemaeus Philadelphus erwähnt.
HERONISCHE FRAGE. XI
Nach Fr. Haase Über die griechischen und lateinischen Kriegsschriftsteller. Neue Jahrb. f. Phil. u. Pädag. XIV (1835) 5. 112 lebte Heron zur Zeit des Ptolemaeus Philadelphus und Euergetes, also Mitte des 3. Jahrh. v. Chr. Susemihl Gesch. d. griech. Litt. I, 737 setzt Heron in das Ende des 3. und den Anfang des 2. Jahrh. v. Chr.
Baldi Heronis Ctesibii Belopoeeca (sie) Augsburg 1616 Ὁ. 76 denkt an das Jahr 120 v. Chr., indem er Heron auch als Schüler des Ktesibios ansieht, aber dabei den Mechaniker Ktesibios mit dem Bartscherer identifiziert (a. a. 0. 8. 67).
Auch F. Hultsch. Metrologicorum sceriptorum religuiae Lps. 1864 I, 9 stimmt für das Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. Diesen Ansatz hält der um die Erforschung der antiken Mathematik hochverdiente Gelehrte auch jetzt noch fest. Vgl. Liter. Centralbl. 1894 S. 554. An letzterer Stelle weist Hultsch auf die vielfach umgestalteten Mafs- tabellen hin. Die zweite Heronische Malstafel entspreche so ziemlich einer ähnlichen Zusammenstellung von Malsen, wie sie etwa um 100 n. Chr. Balbus angefertigt habe.
Dieser Mechaniker Ktesibios ist kein anderer als der oben genannte und ist wohl von dem Bartscherer Ktesibios, dem eine verbesserte Wasserorgel zugeschrieben wird, zu unter- scheiden. (Vgl. aber Tannery Athenee sur Otesibios et Uhydraulis.)
Auch ist nicht unwahrscheinlich, dafs Philon von Byzanz ein Zeitgenosse des Archimedes war. Vgl. unten ὃ. 459, Anm. 2. Denn es ist nicht unmöglich, dafs der dort erwähnte Ariston der gemeinsame Freund des Archimedes und Philon war. Wenn man Ktesibios danach um die Mitte des 3. Jahr- hunderts vor Chr. Geb. ansetzt, so pafst das schliefslich auch zu dem Umstande, dafs der zur Zeit eines Marcellus (des Eroberers?) lebende Mechaniker Athenaeus (Περὶ μηχανημάτων 29,9 Wesch.) "Trouvnuare des Ktesibios erwähnt. Über diese ganze Frage vgl. besonders Martin Recherches sur la vie et les ouvrages d’Heron d’Alexandrie. Me&moires presentes par divers savants ἃ, V’Academie des inscriptions et belles-lettres IV Paris 1854 p.23f. und Susemihl Gesch. der griech. Litt. 1, 734 Anm. 152. Über Philons Lebenszeit s. unten S.LXX. Den Mechaniker Athenaeus τ Diels übrigens unter Hadrian. S. Stzgsb. d. Akad. 1898
SET.
XI EINLEITUNG.
Die erste Mafstabelle ist nach Hultsch zwar älter, aber sie gilt ihm nicht als Herons Original. In Herons Originaltafel, welche in der Einleitung in die Geometrie stand, waren vielmehr nach Hultsch nur die Mafse der Ptolemäerzeit verzeichnet!), während die tabula Heroniana I, also die älteste der verschiedenen erhaltenen tabulae Heronianae, bereits römische Malse wie den römischen Fuls (6 Ἴταλι- κὸς πούς Metrol. 1, 182, 15 = Heron. Geom. et .-Stereom. rel. 8. 139, 34) u. a. enthält. Am Schlusse dieser ersten Tafel steht folgender Vermerk: ’AAA& ταῦτα μὲν κατὰ τὴν παλαιὰν ἔκϑεσιν᾽ τὴν δὲ νῦν κρατοῦσαν δύναμιν ἐν τοῖς προοιμίοις τοῦ λόγου ὑπετάξαμεν (Metrol. scr. 1, 184 — Heron. Geom. 140, 32—34). Diese tabula Haronat. oder παλαιὰ ἔχϑεσις en wenn ich Hultsch recht verstehe, die erste ΤΑΣ τ τὲ von Herons Originaltafel. Die Änderungen wurden noch im Texte der Einleitung selber ae als ‚Ägypten römisch wurde (Metrol. ser. I, 19). Ein ie Überarbeiter setzte die παλαιὰ Hudesıe ans Ende der Geometrie und rückte dafür eine neue, auf Grund der Malse seiner Zeit geänderte Tafel in die Einleitung. Absicht sämtlicher Überarbeiter war, die Tafel den jewei- ligen Zeitbedürfnissen anzupassen. Dafs Umarbeitungen vorliegen, welche eben diesem Zwecke dienen wollten, ist ja Thatsache. Aber warum kann die tab. Heron. I oder die παλαιὰ ἔχϑεσις nicht Herons ÖOriginaltafel sein? Warum mufs sie nur Mafse der Ptolemäerzeit enthalten haben? Doch lediglich, weil dies die Annahme erfordert, dafs Heron in vorrömischer Zeit in Alexandrien gelebt habe, eine Annahme, welche sich auf weiter nichts stützt als jenes Ἥρωνος Krnoıßiov. Ein neues Argument ergiebt sich jedenfalls aus den Heronischen Tafeln für den älteren Ansatz en im Gegenteil, die Tafeln selber sprechen
1) Vgl. Hultsch a. a. O. S. 554: “Die ältere Mafstafel κατὰ τὴν παλαιὰν ἔχϑεσιν ... ist offenbar keine Originalleistung, sondern die Überarbeitung einer aus der Ptolemäerzeit stammen- den ältesten Tafel’. Unter der letzteren versteht Hultsch doch wohl Herons Originaltafel.
HERONISCHE FRAGE. ΧΙΠ
eher für als gegen die römische Zeit. Denn es liegt kein zwingender Grund vor, in der römische Mafse ent- haltenden tab. Her. I etwas anderes als Herons Original- tafel zu sehen. Diese Auffassung hat jedenfalls den Vor- zug, dafs sie mit anderen Momenten, die sich aus Herons übrigen Schriften ergeben, besser im Einklang steht.
In Herons Dioptra Kap. 36 5. 320—324 Vinc. (5. auch Band III) ist die Aufgabe gestellt, τὴν μεταξὺ ᾿Δλεξανδρείας καὶ Ῥώμης ὁδὸν ἐκμετρῆσαι τὴν ἐπ᾽ εὐϑείας mit Hilfe von Beobachtungen, welche in Alexandria und Rom anzustellen sind. Dieses geodätische Beispiel deutet gewils darauf hin, dafs zur Zeit, als der Autor dieses schrieb, lebhafte Beziehungen zwischen Rom und Alexandria bestanden. Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte es näher gelegen, einen anderen Ort zu wählen, wie z. B. Rhodos oder Athen. Dazu stimmt auch, dafs in den Heronischen Schriften, von den Mafstabellen abgesehen, sich eine Anzahl Latinismen finden, die sich ohne Gewalt nicht entfernen lassen. Z. B. μέλια “milia’ Dioptr. 316, 14, πάζσ)σων “passuum’ Dioptr. 316, 10, ἀσσάριον “assarıum’ (= assis) Pneum. 74, 5. 76, 16, μιλιάριον “milliarium” Pneum. 304, 10. 14. 306, 5. 10. 25. 310, 4. 314, 9. 316, 11.) (Wir weisen noch auf die sachliche Überein- stimmung zwischen Heron und den Bauten in Pompeji bezüglich der Thüren in den Bädern hin 182, 1 und dazu 183 Anm. 1.) Aus solchen Umständen hat schon Martin ἃ. ἃ. Ὁ. 9. 27 geschlossen, dafs Heron erst in die Zeit zu setzen sei, in welcher Ägypten in den Machtbereich
1) Die Latinismen der Überarbeitung, z. B. Pneum. 48, 31 σειραὶ κοῖλαι serae cavae (vgl. Suppl. S. 62) beweisen nichts. Auch die Latinismen in den mathematischen Aufgaben, z.B. κοῦπα Heron. Stereom. 170, 11, βούτις 170, 23 (dies ist sicher ein byzantinisches Wort, vgl. Köchly u. Rüstow Gr. Kriegsschr. II 2, 319 zu Hero Byzant.), τετρασιρίου 205, 16 (sera “Balken’), κινστέρνα 194, 1 u. a. unterliegen der Anfechtung, da die Heronischen Aufgabensammlungen stark von den Byzantinern interpoliert worden sind.
xIV EINLEITUNG.
der Römer gelangte. Nun war Ptolemaeus XIII Neos Dionysos der erste ägyptische König, welcher vom römi- schen Senat im Jahre 81 v. Chr. eingesetzt wurde. Daraus folgert Martin, dafs Heron bis zur Mitte des ersten Jahrh. v. Chr. gelebt habe, während M. Cantor in den Vorlesungen über Geschichte der Mathematik S. 314 eine vermittelnde Stellung einnimmt und Herons Blütezeit um etwa 100 v. Chr. ansetzt.
Nun findet sich in der von Carra de Vaux in einer Leidener Handschrift entdeckten Mechanik Herons!) ein gewisser Praxidamas (Journ. asiat. IX, 1 5. 413), angeb- lich ein Maler, erwähnt, der zuerst von dem Schwerpunkte eine physikalische Definition gegeben habe. Die genaue Lesung dieser Stelle lautet aber im Leidensis "Posidomus, der zu den Genossen der Stoa gehört”. Clermont-Ganneau?) glaubte daher nicht ohne Grund statt “Praxidamas 16 Peintre’ in den überlieferten Worten “Posidonius le Stoicien? zu erkennen. Und thatsächlich steht in allen übrigen arabischen Hss. nach freundlicher Mitteilung des Herrn Dr. Nix: “Posidonius, der zu den Genossen der Stoa gehört”. Diese Lesart ist jetzt durchaus sicher.
Dieser Hinweis der Mechanik auf Posidonius stimmt vortrefflich zu den Beziehungen, welche Herons Definitionen
1) Herr Baron Carra de Vaux wird im zweiten Bande dieser Ausgabe die als Ganzes nur arabisch überlieferte Mechanik neu edieren und Herr Privatdozent Dr. Nix eine deutsche Über- setzung dazu liefern. Es ist inzwischen neues Material (ara- bische Handschriften in London, Cairo und der Hagia Sophia in Konstantinopel) gefunden, auf Grund dessen es möglich ist, einige Schäden zu heilen, insbesondere eine Lücke zu ergänzen. Der Titel der ersten Ausgabe lautet: Carra de Vaux Les Mecaniques ou l’elevateur de Heron d’Alexandrie publiees pour la premiere fois sur la version arabe de @ostä Ibn Lügd (9. Jahrh. n. Chr.) et traduites en frangais, Journal asiatique, IXe serie, tome II, 1893, 5. 174.
2) Journ. asiat. IX 2, 1893, 5. 535 und Me&moires de l’acad. des inser. et belles-lettres vom 4. Aug. 1893. In dem Sond.- Abdr. der Mechanik S. 73 erklärte auch C. de Vaux die Lesung Posidonius für wahrscheinlich.
HERONISCHE FRAGE. ΧΥ
zu Posidonius haben. Nach Proel. in Euclid. S. 143, 8—9 Frdl. definiert Posidonius den Begriff Figur als πέρας συγκλεῖον (6 δὲ Ποσειδώνιος πέρας συγχλεῖον ἀφο- oigeraı τὸ σχῆμα τὸν λόγον τοῦ σχήματος χωρίζων τῆς ποσό- τητος). Damit vergleiche man Heron Def. 25 (14, 20 Hu.): λέγεται δὲ ἄλλως σχῆμα πέρας συγλλεῖον ἀπὸ τοῦ σχημα- τίζοντος. Diese Worte werden zwar von Hultsch und Friedlein angefochten, aber ihr Sinn steht auch in dem bisher unangefochtenen Teile der Definition: Zy7ud ἐστι τὸ ὑπό τινος ἤ τινῶν ὅρων περιεχόμενον (das ist Euklids Definition) ἢ τὸ πέρατι ἢ πέρασι συγκλειόμενον. Ferner heifst es Procl. in ἘΠῚ: 0]. 170, 13—15: ὁ μὲν Ποσειδώνιος τελείαν εἰς ταῦτα πεποίηται τὴν τῶν τετραπλεύρων εὐθυγράμ- μῶν τομὴν ἑπτὰ καὶ τούτων τὰ εἴδη ϑέμενος. Diese sieben Arten sind Quadrat, Rechteck, Rhembus, Rhomboid, gleich- seitiges und ungleichseitiges Trapez, Trapezoid, während Euklid nach Proklos 171, 4. 5 zwischen Trapezen und Trapezoiden nicht unterschied. An Posidonius lehnen sich also die Definitionen (52. 53. 54. 55. 63. 64. 62) an, wenn sie gleichfalls sieben Arten unterscheiden.!) Noch
1) Vgl. auch Tannery L’Arithmetique des Grecs dans Heron d’Alexandrie. Mem. de la soc. des sciences phys. et natur. de Bordeaux, 2° serie, IV, 164. Tannery S. 163 hält mit Friedlein De Heronis quae feruntur definitionibus. Bullettino di biblio- grafia e di storia delle scienze matematiche e fisiche pubbl. da B. Boncompagni IV (1871) S. 121 die Definitionen für un- echt. (Vgl. indessen den Widerruf Tannerys Bulletin des sciences mathem. 1893, XVII 1, 318.) Dafs sie stark interpoliert sind, mag man zugeben; aber um sie alle für unecht zu erklären, reichen Friedleins Gründe a. a. O0. 119—121 nicht aus. Wir halten daher immer noch den Grundstock des Werkes für echt. Die aus Posidonius entnommenen Stellen gehören jedenfalls nicht zu den Interpolationen, da es tinmöglich ist, z. B. die Arten des Vierecks ohne Störung der gesamten Anlage auszu- scheiden, und doppelte Definitionen doch nichts Ungewöhnliches sind. Vgl. Def. 3. 9. 16 u. ö. Auffällig ist allerdings, dafs in Herons Geometrie vom Trapezoide keine Rede ist und von den Parallelen wieder eine andere Definition (Geom. 44, 12 ff. Hu.) gegeben wird, die freilich an die des Posidonius anklingt.
ΧΥΙ
EINLEITUNG.
augenscheinlicher ist die Übereinstimmung zwischen Herons Definitionen und Posidonius bei der Erklärung der Pa-
rallelen.
Posidonius:
in Euel. 175; 176, 30. Παράλληλοι εὐϑεῖαί εἰσιν,
αἵτινες ἐν τῷ αὐτῷ ἐπιπέδῳ οὖσαι καὶ ᾿ἐκβαλλύμεναι εἰς ἄπειρον ἐφ᾽ ἕχάτερα τὰ μέρη ἐπὶ μηδέτερα συμπίπτουσιν ἀλλήλαις. —
Καὶ ὃ μὲν Εὐκλείδης τοῦτον ὁρίζεται τὸν τρόπον τὰς παραλλήλους εὐϑείας. ὃ δὲ Ποσειδώνιος. παράλλη- λοι. φησίν. εἰσὶν ai μήτε συνζφνδεύουσαι μήτε ἀπονεύουσαι Ev Evi ἐπι- πέδῳ, ἀλλ᾽ ἴσας ἔχουσαι πάσας τὰς καϑέτους τὰς ἀγομένας ἀπὸ τῶν τῆς ἑτέρας σημείων ἐπὶ τὴν λοιπήν.
Procl.
Heron: Def. 71 (22, 12—17 Hu.).
Παράλληλοι δὲ χαλοῦνται γραμμαὶ ἀσύμπτωτοι, ὅσαι ἐν τῷ αὐτῷ ἐπιπέδῳ οὖσαι καὶ ἐκβαλλόμεναι ἐ ἐφ᾽ ἑκάτερα μέρη ἐπὶ μηδέτερα συμπίπτουσιν ἀλλήλαις, αἷ μήτε συννεύ- ουσαι (konvergieren) μήτε ἀπονεύουσαι (divergieren) 2 2 , Γ 9 n Ev ἐπιπέδῳ. ἴσας δὲ ἔχου-
Ἁ ἢ [4 L σαι τὰς καϑέτους πάσας τὰς ἀγομένας ἀπὸ τῶν ἐπὶ τῆς ἑτέρας σημείων ἐπὶ τὴν λοιπήν.
Wie schon bei Def. 25 folgt auch hier auf Euklids
Definition die des Posidonius.
Es ist also sicher, dafs Heron physikalische und mathematische Angaben des Posidonius benutzt hat. Da nun der Stoiker Posidonius aus Apamea, der Lehrer Ciceros und Erfinder eines berühmten Planetariums, bis etwa in die Mitte des 1. Jahrh. v. Chr. lebte, so folgt daraus, dals Heron nicht früher als im 1. Jahrh. v. Chr. gelebt haben, kann.
Schon vor dem Erscheinen der Mechanik hatte Diels in einer kurzen Anmerkung seiner Schrift Über das phy- sikalische System des Straton (Sitzgsber. d. K. Pr. Akademie
HERONISCHE FRAGE. ΧΥΠ
d. Wiss. phil.-hist. Cl. vom 23. Februar 1893 5. 107) auf Grund der Latinismen Heron frühestens dem Anfange unserer Zeitrechnung zugewiesen. Diese Bemerkung ist es, welche die Heronische Frage wieder in Flufs gebracht hat. In der Rezension der de Vauxschen Arbeit hat sich Diels dann dessen Ansatze (5. unten 8. XXIII) angeschlossen (Dtsch. Ltzt. 1894).
In einer späten Nachricht bei Cassiodor VYariarum II 52 rec. Th. Mommsen 1894 5. 107 (Monumenta Ger- maniae historica. Auctorum antiquissimorum tomus XII) wird ein Heron erwähnt, welcher bei der von Augustus angeordneten, durch vier Griechen in etwa 20 Jahren aus- geführten Reichsvermessung thätig gewesen sei. Die Stelle lautet: “Augusti siguidem temporibus orbis Romanus agris divisus censuque descriptus est, ut possessio sua nulli ha- beretur incerta, quam pro tributorum susceperat quanti- tate solvenda. hoc auctor Heron metricus redegit ad dogma conscriptum, quatenus studiosus legendo possit agnoscere, quod deberet oculis absolute monstrare” Nur ist zu bemerken, dafs der Name ‘Heron’, auf welchen es zunächst ankommt, auf einer Konjektur Mommsens beruht; denn in den Handschriften steht statt dessen ‘iron’ oder “yron’.") So leicht auch Mommsens Änderung ist, und so sehr man geneigt sein wird, trotz des “metricus’ statt des geläufigeren “mensor’ sie mit Mortet?) als eine sichere Verbesserung zu betrachten, so muls man doch Bedenken tragen, sie ohne weiteres, d. h. ohne andere bestimmte Stützpunkte, welche auf die Zeit des Augustus hinweisen, als Beweismittel zu verwenden. Und selbst wenn “Heron metricus’ durchaus sicher wäre, so wäre damit noch nicht dargethan, dafs dieser Heron unser Heron aus Alexandria war; es gab eine Anzahl Männer Namens Heron. Obwohl ferner unser Heron ein Mergırd betiteltes Buch geschrieben
1) Die Lesart “hyrum’ ist nicht handschriftlich, sondern stammt aus der editio princeps des Mariangelus Accursius (1533).
2) La mesure des colonnes a la fin de l’epoque romaine (Bibliotheque de l’Ecole des Chartes LVII, 1896, S. 324).
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. b
"XVII EINLEITUNG.
hat, welches kürzlich wieder entdeckt ist (s. Band III dieser Ausgabe), so wird er doch nirgends "Howv ὃ μετρι- κός genannt, sondern entweder blofs Ἥρων oder Ἥρων ὃ ᾿Δἀλεξανδρεύς oder Ἥρων ὃ μηχανικός (Proel. in I Euclid. elem. S. 346, 13 u. ö.).
Auffällig ist es immer erschienen, dafs Vitruv den Heron niemals nennt, da es nicht an Berührungspunkten fehlt und da man überzeugt war, dafs Vitruv den Heron benutzte.')
1) Wenn Cantor Die römischen Agrimensoren und ihre Stel- lung in der Geschichte der Feldme/skunst S. 86—88 und Hultsch Liter. Centralbl. 1894 S. 554, N. Jahrb. f. Phil. 1897 8. 54 Anm. 12 den Vitruv aus Heron schöpfen lassen, so scheint mir das nicht so sicher, als z.B. Hultsch annimmt. Aus einzelnen Übereinstimmungen folgt noch keineswegs die unmittelbare Benutzung weder Herons durch Vitruv noch Vitruvs durch Heron. (Auch Heron ceitiert Vitruv nicht.) Es bleibt dabei immer die Möglichkeit einer gemeinsamen Quelle bestehen. (Das gilt auch für die römischen Gromatiker oder Feldmesser.) Bemerkenswert aber ist jedenfalls, dafs bei gleichartigen Dingen, die nachweislich Vitruv und Heron anführen, keineswegs immer eine derartige Übereinstimmung nachzuweisen ist. Da ich mir vorbehalte, an anderer Stelle im Zusammenhang mit den Gro- matikern darauf zurückzukommen, so will ich nur einzelnes anführen: Vitruv rechnet x zu 3%, (Vitr. X 14 8. 263, 13. 17), Heron genauer mit Archimedes immer zu 3Y,; bei Vitruvs Aolipile entwickelt sich der Dampf in der Kugel selber aus dem in dieselbe eingegossenen Wasser (s. S. 490), Heron leitet den Dampf erst aus einem darunter stehenden Kessel hinein (s. S. 230 und Abhdl. z. Gesch. d. Mathem. VIII, 210); Vitruvs Wegemesser (Vitr. X 14 S. 264, 9—10. 18—19 Rose) läfst nach jeder römischen Meile ein Steinchen in die Wagenkapsel fallen, Herons Wegemesser (Hodometer, Heron. Dioptr. S. 306—314 Vine.) dagegen zeigt die zurückgelegte Entfernung auf den in Grade eingeteilten Zifferblättern durch Zeiger "an. Um den Vergleich nicht zu sehr auszudehnen, sei aulser den durchaus verschiedenen Wasserorgeln (S. 192 ff. 496 ff.) noch darauf hin- gewiesen, dals Vitruv und Heron im Anschlufs an mechanische Dinge merkwürdigerweise Excerpte aus Aristoteles’ Mnyavınd προβλήματα geben (Vitr. X 8, 5—6 S. 254 und Heron Mechan. II 34, Frage 1—17 S. 467—475 de Vaux). Aber jeder hat eine andere Auswahl (Vitruv aufs äufserste beschränkt). Von den
HERONISCHE FRAGE. XIX
Aber das ist nicht nur nicht sicher, sondern unserer Überzeugung nach unwahrscheinlich. Jedenfalls läfst sich für die Zeitbestimmung aus Vitruv kein Moment verwerten. Wir sind dessen auch jetzt überhoben und haben neuer- dings durch Carra de Vaux einen bestimmten terminus post quem gewonnen.
Ziemlich am Schlusse der Mechanik (II, 20 ἃ. ἃ. Ὁ. IX, 2 5. 511, dazu IX, 1) steht die Beschreibung einer kleinen, einschraubigen Ölivenpresse, wie sie von Plin. Natur. hist. XVII 317 (231, 5—11 Mayh.) erwähnt wird. Sie ersetzte nach Plinius die grolsen alten Pressen mit ihren langen Hebeln (Vitruv VI 9 5. 147, 14 Rose) und Steinkisten seit dem Jahre 55 n. Chr. Die Stelle des Plinius lautet: “Intra C annos!) inventa Graecanica (sc. tor- cula Kelter) mali (Mast, Schraube) rugis (Schraubengänge) per cocleam (so Mayh., cocleas Hss.) ambulantibus, ab aliis adfixa arboris stella, aliis arcas lapidum adtollente secum arbore, quod maxime probatur. intra XXII hos annos inventum parvis prelis et minore torculario aedificio (Kelterhaus), breviore malo in media (v. 1. medio) derecto tympana (Bretter oder Platten) imposita vinaceis superne toto pondere urguere et super prela construere congeriem.” Wie die zuletzt erwähnte Presse?) und Kelter nebst dem
Problemen, welche Vitruv behandelt (Steuer, Segel, Ruder), steht nur eins bei Heron (Frage 15 S. 474). Vitruv stimmt in der Ausführung des Steuerproblems zwar nicht mit Aristo- teles genau überein, aber entfernt sich doch nicht so sehr von ihm als Heron. Wenn in andern Punkten gröfsere Überein- stimmung herrscht (8. C. de Vaux a. a. 0. IX, 1 S. 405), so ändert das die Sache nicht. Solche Übereinstimmungen, wie z. B. die Kenntnis der Schwere des Quecksilbers (Vitruv VII 8, 3; Heron Pneum. I 38 S. 178, 23) und des Gesetzes der kommunizierenden Röhren (Vitr. VIII 6,3; Her. Pneum.12 S. 34), können für die Festsetzung eines Abhängigkeitsverhältnisses wohl kaum in Betracht kommen.
1) Plinius hat sein Werk dem Titus in dessen sechstem Konsulat (77 v. Chr.) überreicht.
2) Die zuerst erwähnte Presse des Plinius stimmt im Prinzip mit Heron Mech. III 15.
ΧΧ EINLEITUNG.
Kelterhause kleiner sind als die früheren, so mufs ein Gleiches von der des Heron gelten. Denn sie ist leicht transportabel und bedarf zu ihrer Aufstellung nicht eines so grofsen Raumes wie die früheren (Vitruv VI, 9 5. 147 Rose), vielmehr “kann man sie hinstellen, wohin man will’ (Mech. III, 19 ἃ. ἃ. 0. IX, 2, 507). Auch “benötigt sie nicht er Balken und keines schweren und grolsen Steines oder starker Seile” wie jene alten Pressen. Ferner haben beide Pressen in der Mitte einen kurzen Mast in Gestalt einer Schraube, die auf das horizontale Prefsbrett oder die Platte drückte. Beide Pressen haben sodann an dem einen (wohl vierkantig gestalteten) Ende der Schraube ein Wellrad mit speichenartigen Handhaben!) zur Drehung der Schraube, wie wir es z. B. auch bei der bekannten pompejanischen zweischraubigen Zeugpresse sehen.?) Es ist kein Zweifel, dafs Herons kleine einschraubige Olivenpresse mit der des Plinius identisch ist.
Damit wäre nun eigentlich unsere Untersuchung zu Ende und unserer Meinung nach ein ziemlich sicheres" Resultat gewonnen, wenn nicht eine Bemerkung von Hultsch im Liter. Centr. 1894 95. 555 gerade den- jenigen Ausführungen, die unserer Ansicht nach uns erst auf sicheren Grund gestellt haben, von vornherein wieder allen Boden zu entziehen schiene. Da Cantor aus seinem nicht sehr von Hultsch abweichenden Ansatze für die Mathematiker in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit- rechnung sehr wichtige Folgerungen gezogen hat und daher bei dem Ansehen, dessen sich Hultsch mit gutem Grunde erfreut, geneigt sein wird, dem Hultschschen Widerspruche zuzustimmen, so erscheint es der Bedeutung der Sache nur angemessen, wenn wir auch darauf noch .“etwas näher eingehen.
Hultsch sagt: „Die bis auf unsere Zeit gekommenen Heronischen Texte sind echt, insofern sie den Autornamen
1) stella bei Plin., das für beide Pressen gilt. 2) S. Abb. bei Baumeister Denkm. des klass. Altert. 8. 2084. Letztere unterscheidet sich im Prinzipe kaum von der Heronischen.
HERONISCHE FRAGE. XXI
und in der Hauptsache auch die ursprüngliche Anlage und Gestaltung der Heronischen Werke bewahrt haben, unecht aber insofern, als sie im stetigen Dienste der Praxis zu wiederholten Malen neu aufgelegt und dabei je nach den Zeitbedürfnissen überarbeitet worden sind. Selbst- verständlich hat der arabische Übersetzer der Mechanik eine solche Neubearbeitung benutzt; jene älteren Texte, die einst dem Vitruv und den Gromatikern vorgelegen haben, waren im Mittelalter ebensowenig noch vorhanden wie heutigen Tages.’!)
Um mit dem letzten Argumente zu beginnen, so folgt daraus, dafs wir heute keine älteren Texte mehr haben, noch keineswegs, dals die Araber auch keinen hatten. Zur Vorsicht in solchen Dingen mahnt jedenfalls der Umstand, dafs R. Schöne vor zwei Jahren die Mergızd?) in einer alten Handschrift entdeckt hat, eine Schrift Herons, von der man doch seit den Zeiten des Pappus und Eutokios, dem Ende des dritten und dem sechsten Jahrhundert n.Chr., keine Spur wieder hatte finden können. Dafs ferner Heronische Schriften überarbeitet sind, ist, wie bereits oben bemerkt (S. XII), zweifellos, wiederholt aber wohl nur die Mafstabellen und die mathematischen Aufgabensammlungen. Wenigstens vermag ich unter den physikalischen Schriften bei der Pneumatik nur eine einheitliche Überarbeitung (s. Suppl. $. 63) nachzuweisen.
1) Hultsch hatte übrigens, als er dieses schrieb, noch nicht die ganze Mechanik Herons gelesen. Indessen wird Hultsch auch jetzt seine Meinung nicht geändert haben, da er noch 1897 in dem Aufsatze Eine Näherungsrechnung der alten Poliorketiker Fleckeis. Jahrb. 155, 52, Anm. 8 den Anhang zu Herons Dioptra “an eine Neubearbeitung der Schrift etwa zu der Zeit, wo durch Caesars Kalenderreform die alexandrinische Astronomie in engste Fühlung mit Rom kam, anfügen’ lälst.
2) Ende 1896 in der Konstantinopeler Handschrift Nr. 1 des alten Serails aus dem 11. Jahrhundert. Diese Schrift wird zugleich mit der Dioptra H. Schöne in Band III veröffentlichen, während die übrigen unedierten Sachen dieser Handschrift mir zugefallen sind.
XXII EINLEITUNG.
Bei den Automaten lassen sich nur einzelne Interpolationen (s. unten $. LI) aufzeigen. In Herons Mechanik kann nach freundlicher Mitteilung des Hrn. Dr. Nix nur ein einziges Kapitel (nach I, 19) als Interpolation gelten, das übrigens in der Leidener Hs. fehlt. Bei den Belopoiika dagegen ist bis jetzt noch nichts von einer Überarbeitung bekannt. Man wird sich daher hüten müssen, die Be- obachtung, welche bei den eigentlich mathematischen Schriften vielfach zutrifft, auf die physikalischen ohne weiteres zu übertragen, d. h. ohne dafs sich aus diesen Schriften selbst unanfechtbare Beweise für die Unechtheit oder eine Überarbeitung ergeben.
Hultsch’ erste Forderung für die Echtheit, dafs die Schrift den Namen des Autors bewahrt habe, trifft bei der Mechanik zu. Also das Werk als solches ist echt und würde etwaigen Zweifeln gegenüber schon durch die Citate, welche sich daraus bei Pappus!) und Eutokios finden, als echt dargethan werden. Daran zweifelt jeden- falls auch Hultsch nicht, vielmehr denkt sich wohl Hultsch, dafs derjenige Abschnitt unecht sei, in dem die erwähnte Olivenpresse vorkommt, also etwa der Schlufs der Mechanik von III, 13—21, welcher überhaupt von Oliven- pressen handelt und in Verbindung damit im letzten Paragraphen (II, 21) die Herstellung einer Schrauben- mutter lehrt. Der erwähnte Abschnitt bildet in sich eine geschlossene Einheit und schliefst sich meines Erachtens auch an den vorhergehenden Abschnitt nicht unpassend an. Denn das dritte Buch stellt sich zur Aufgabe, eine praktische Verwendung der im zweiten Buche behandelten fünf einfachen Maschinen: des Wellrades, des Hebels, des Flaschenzuges, des Keiles und der Schraube zu zeigen. Davon kommt in der ersten Hälfte des dritten Buches zwecks Hebung von Lasten hauptsächlich der Flaschenzug
1) Wer zum Beispiel den Text des Pappus VIII 1132, 14—16 mit der arabischen Übersetzung Mechan. IIl2a. a. Ὁ. IX 2,484 vergleicht, wird zugeben müssen, dafs Pappus interpoliert ist, der Araber aber tadellos überliefert hat.
HERONISCHE FRAGE. XXIII
bei den Kranen mit einem bis vier Masten zur Anwendung, woran sich ebenfalls zwecks Hebung von Lasten noch einige Beispiele mit praktischer Verwendung von einfachen Rollen und Hebelvorrichtungen schliefsen. Der zweite Abschnitt des dritten Buches handelt, wie gesagt, von den Pressen. Hierbei geht der Autor von den Hebel- und Rollenpressen aus und lehrt dann die praktischere Vorrichtung der Schraubenpressen. Auf die Pressen wird übrigens in der Einleitung zum dritten Buche ausdrücklich verwiesen. Wer den Abschnitt über die Pressen verwirft, mülste folgerichtig auch diesen Hinweis noch tilgen?), falls er nicht vorzöge; das ganze dritte Buch für unecht zu erklären. Dazu liegt aber gar kein Grund vor, viel- mehr ist, wie wir meinen, der Zusammenhang des ganzen dritten Buches mit der een Anlage gewahrt und damit auch Hultsch’ Verlangen erfüllt. Auch sind gerade vom Anfange des dritten Buches zwei Kapitel im Originaltext von Pappus (s. Hultsch’ treffliche Ausgabe S. 1130. 1132) als echt Heronisch überliefert.
Auf Grund der vorstehenden Erwägungen können wir daher nicht umhin, das Jahr 55 n. Chr. als terminus post quem für Herons Mechanik festzuhalten.
C. de Vaux a. a. O0. IX 2, S. 389 und 407 rückt nun Heron etwas weiter hinab und setzt ihn frühestens in das zweite Jahrhundert n. Chr. als Zeitgenossen des Ptolemaeus. Das ist auch Diels’ (s. oben 5. XVII) und Tannerys Meinung. Vgl. Bulletin des sciences mathe- matiques, 115 partie, 1894, 5. 206, Grande Encyclopedie unter dem Artikel Heron.
Schon 1893 hatte Tannery Bulletin des sciences mathematiques XVO, 1 (1893) 5. 318, seine frühere An- sicht (s. oben S. XV) aufgebend, Heron frühestens ins 2. Jahrhundert n. Chr. gesetzt und ihn zu einem Zeit- genossen des Ptolemaeus gemacht. Aber der vorgebrachte
1) Hultsch mülste aber, um seinen Ansatz zu retten, auch
noch das Citat aus Posidonius (s. oben S. XIV) streichen und natürlich Herons Definitionen für unecht erklären.
XXIV EINLEITUNG.
Grund ist meines Erachtens nicht beweiskräftig. Bei Euklids Satze, dafs, wenn in zwei Dreiecken je zwei Seiten gleich sind, die dritte aber ungleich, der gröfseren Seite der gröfsere Winkel gegenüber liege, giebt Proklos in Eucl. 345, 15— 346, 11 zur Ergänzung des Euklidischen Beweises einen Beweis des Menelaos (er lebte nachweislich um 98 n. Chr.) und 346, 12—347, 11 einen Heronischen Beweis. Menelaos legt das kleinere Dreieck mit der (kleineren) Grundlinie an die (gröfsere) Grundlinie des grölseren Dreiecks und entwickelt von da aus den Beweis, während Herons Beweis darauf beruht, dafs die beiden ungleichen Grundlinien aufeinandergelegst und eine gleiche sowie die grölsere der ungleichen Seiten zu Radien zweier excentrischen Kreise gemacht werden. In Bezug darauf behauptet nun Tannery, dafs der Beweis des Menelaos wahrscheinlich nicht gebildet wäre, wenn der zweite, Heronische, früher gefunden worden wäre. Weshalb, sagt uns Tannery freilich nicht. Es würde auch schwer sein, aus dem Vergleiche beweiskräftige Thatsachen zu entwickeln. Auf das Gefühl kann man sich in solchen Dingen nicht verlassen. (85. Herons Beweis auch (od. Leid. 399,1 8. 107.) C. de Vaux dagegen geht anscheinend davon aus, dafs Heron die kleinen Schraubenpressen als nichts Neues, als etwas Bekanntes (a. a. Ὁ. S. 407) hinstelle. Ich weils nicht, welche Worte de Vaux dabei im Auge hat. Indessen möchte ich doch auf den Schlufs von IH, 20 (a. a. ©. IX, 2, 511) verweisen, wo es nach der Beschreibung der kleinen einschraubigen Presse heifst: “Es giebt noch viele andere Arten von Pressen, aber es ist unnütz, sie zu be- schreiben, weil ihr Gebrauch sehr verbreitet ist und sie allen bekannt sind; sie stehen übrigens den erwähnten nach.” Daraus mufs man meines Erachtens vielmehr ent- nehmen, dafs Heron gerade die erwähnte kleine ein- schraubige Presse beschrieben hat, weil sie weniger be- kannt oder weil sie noch eine neue Erfindung war. Es scheint mir daher die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dals Heron noch im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte. :
HERONISCHE FRAGE. XXV
Mit dieser Annahme, dafs Heron noch vor Claudius Ptolemaeus lebte, stehen schliefslich auch die beiden folgen- den Punkte!) besser im Einklang.
In der Dioptra S. 322, 3 Vince. werden bei der schon früher erwähnten geodätischen Aufgabe für eine Mond- finsternis die je nach der geographischen Lage und der Jahreszeit verschiedenen Stunden (ἐν ᾿Ζλεξανδρεία μὲν νυχτὸς ὥρας πέμπτης, ἐν Ῥώμῃ de... νυχτὸς ὥρας τρίτης) zu Grunde gelegt‘, während Piolemachs bereits beständig nach enden rechnet. Ferner nimmt ἘΠῚ in demselben Beispiele den Erdumfang nach Eratosthenes (Dioptr. 320; 13) zu 252000 Stadien (falls griechische Stadien gemeint sind, gleich ca. 48000 km), wie auch Vitruvr , 6,4 8. 27, A Rose und Plinius Nat, hist, 5247 )% obwohl Heron die (freilich auch noch zu hoch angesetzte) Rechnung des Posidonius zu 240000 Stadien (= ca. 46 000 km) oder den zweiten (zu kurz bemessenen) Ansatz zu 180000 Stadien (= ca. 35000 km) hätte verwerten können. Für ihn (wie für Vitruv, vel. 1, 6 S. 28, 5 Rose) war die Autorität?) des Eratosthenes in Bertig auf die Erdmessung gegenüber Posidonius noch ausschlaggebend. Erst Ptolemaeus brachte den zweiten Ansatz des Posidonius zur Geltung. Sollte man daher nicht erwarten, dafs Heron der Autorität des Ptolemaeus?) gefolgt sein würde, wenn er dessen Zeitgenosse war?
1) Vgl. Vincent Extraits des manuserits relatifs ἃ la geometrie pratique des Grees. Notices et extraits des manu- scrits de la Bibliotheque imperiale XIX 2, 165.
2) Die späteren Kompilatoren Censorinus, Martianus Oapella und Macrobius können hier nicht in Betracht kommen. Vgl. noch Heller Geschichte der Physik 1, 111, Poggendorff Geschichte der Physik S. 51 und Ztschr. f. Math. u. Phys. Hist.-litt. Abt. ZI, 181. -"
3) Dioptr. 320, 13—14 ὁ μάλιστα τῶν ἄλλων (dazu dürfte auch Posidonius gehören) ἀκριβέστερον πεπραγματευμένος ᾽Ερα- τοσϑένης. Übrigens wird dies Kapitel mit Unrecht von Hultsch Fleckeis. J. 155, 52 verdächtigt.
4) Vgl. noch unten 5. XXXIV.
XXVI EINLEITUNG.
KAPITEL I.
ANMERKUNGEN ZUR PNEUMATIK, INSBESONDERE ZU DEN FIGUREN.
Die Figuren der Pneumatik sind auf Grund der hand- schriftlichen Figuren neu entworfen. Ich hatte, ehe ich A kannte, die Figuren des Berolin. 144 sämtlich nach- gezeichnet, habe sie später mit denen von A verglichen und ihre völlige Übereinstimmung festgestellt. Aber auch in anderen Hss. sind die Figuren von mir verglichen und vielfach nachgezeichnet. Aufserdem lagen mir noch die Nachzeichnungen vor, welche Haase nach den Pariser Hss. angefertigt hatte. Darunter verfolgen die von Angelus Vergetius (auch in Hs. 8) schon den Zweck moderner Illustration. Die älteren Zeichnungen sind meist geo- metrisch, ohne Perspektive, und im allgemeinen recht einfach (vgl. Suppl. 5. 10f. die Wasserorgeln). In den wesentlichen Dingen ist die Verschiedenheit der Zeichnungen im ganzen nicht sehr grofs. Da der Text ohne Figuren nicht verständlich ist, so mufs man annehmen, dafs die Figuren in letzter Linie auf Heron, einzelne auf Pseudo- Heron zurückgehen.
2, 8 ἐνεργείας: ἐναργείας Brinkmann und H. Schöne. Doch vgl. Procl. Diad. in I Euclid. elem. 38, 8f. χαὶ τῆς μὲν περὶ τὰ νοητὰ πραγματευομένης (Sc. τῆς μαϑηματικῆς) δύο τὰ πρώτιστα καὶ κυριώτατα μέρη τίϑενται ἀρυϑμητικὴν χαὶ γεωμετρίαν, τῆς δὲ περὶ τὰ αἰσϑητὰ τὴν ἐνέργειαν ἐχούσης #t&. Vgl. auch Procl. 141, 9. Heron. Pneum. 56, 12. 342,9.
2,13 ἕξει “unverständlich” H. Schöne. Ich würde etwa (συντάξει erwarten.
3, 6 Lies “ihre Bedeutung’ statt “ihr Wesen’.
4,8 ἐν τῷ μέντοι (παραχρῆμα τοῦτο μόνον παραστήσομεν, ὅτι τὰ ἀγγεῖα H. Schöne.
4, 12 ἀφανῶν übersetzt H. Schöne: “die sich uns meist nieht bemerklich machen’. Vgl.indessen Philo S.462,18—19.
ANMERKUNGEN. ΧΧΥΤΙ
6,2 ἀναστρέψας H. Schöne. Das steht schon in einer Hs. der schlechteren Klasse, nämlich Paris. Suppl. 11. Vgl. auch Diels a. a. O. S. 121, 14.
6,4 τεϑῆναι : ἐνεθῆναι H. Schöne. Falls es nötig sein sollte zu ändern, würde ich <sara)rednjvar vorziehen. V.21.#96,.9.
6, 23 δέχεται : ἐνδέχεται H. Schöne (“gestatten auch nicht (die Entwicklung von) Wärme” Sch.): viell. ἐπιδέχεται. Vg1.6,16 πύρωσιν ἐπιδέχεσϑαι. 10,15 τὴν καῦσιν ἐπιδέξασϑαι.
8, 7—8 Zur Übersetzung von τοῖς τῶν κεράτων ξέσμασι vgl. Plin. XXI, 5 (5. 381, 19—382, 2 Mayh.) ‘sie coronis e floribus receptis paulo mox subiere (kamen auf) quae vocantur Aegyptiae, ac deinde hibernae (Winterkränze), cam terra flores negat, ramento e cornibus (Horn- späne) tincto’. . (Die Stelle verdanke ich H. Schöne.)
10, 3 Zu dem Partieip. Aor. statt Part. Praes. (B yıvo- μένης) vgl. 110,7 (καϑίσας). 342,6 (ἐκϑέμενοι).
10, 8 σώματος : revyovg Brinkmann nach 16, 12.
10, 12f. λέγω δὴ ὕδωρ καὶ ἀέρα καὶ γῆν streicht Brinkmann. “Denn im Vorhergehenden ist gerade von dem λεπτύνεσθαι des ἀὴρ die Rede. Wie kann also jetzt unter den ἄλλα σώματα wieder ἀέρα stehen?” Auch das Folgende (ἀνθράκων) zeigt, “dals hier unter den σώματα nicht gerade die sog. Elemente zu verstehen sind’ (Br.). Die Erwägung ist zutreffend.
10, 20 φϑορᾶς : φορᾶς Brinkmann (so schon M und Ambros. D 313), beispielsweise <dı& τὴν Biav) τῆς φορᾶς.
12, 3—4 μεταβάλλει... οὐσίας streicht Brinkmann “als ursprünglich am Rande angemerkte Inhaltsangabe”.
13, 16 °Sonnenwende’ ist hier natürlich nicht im astronomischen Sinne gemeint.
14, 7—21 (καὶ τὸ ὕδωρ ... μεταβολαὶ) will Brinkmann entweder nach ἐπισπάσεται 16, 16 oder nach γενέσϑαι 16, 2 stellen. In dem 14, 7 vorhergehenden Abschnitte ist von einer Verflüchtigung des Wassers die Rede. Daher schliefsen sich meines Erachtens 14,7 die Worte καὶ τὸ ὕδωρ #te, welche die Verwandlung des Wassers in ein festeres
XXVII EINLEITUNG.
Aggregat behandeln, an sich nicht unpassend an. Die Schwierigkeit, dafs erst 14, 21 die entsprechende allgemeine Bemerkung folgt, läfst sich vielleicht durch καὶ (ἄλλως) “auch sonst” 14, 21 oder in ähnlicher Weise beseitigen.
14, 27 τὸν συνεχῆ übersetzt Brinkmann genauer “den angrenzenden (d. h. nächsthöheren [ὑπὲρ τὸν ἀέρα]) Raum [der dem Feuer zukommt]’. Übrigens war mit “zugehörige? S. 15, 30 sachlich dieselbe Region gemeint.
16, 4 (nicht 16, 5) steht in der Anmerkung ἐμφυσηϑεὶς nur beispielsweise, um auf den im Texte vorhandenen Fehler hinzuweisen. In der Übersetzung 17,5 ist es deshalb auch unberücksichtigt geblieben. Brinkmann vermutet eig τι ἀγγεῖον οὐ μέγα ὑπάρχων, unter der Bedingung, dafs Herons Sprachgebrauch das zulasse. Es kommt allerdings auf 5. 370, 2 εἶναι eig τι vor, doch ist die Stelle zweifelhaft.
16, 20 ἐπὶ : ἐκ H. Schöne nach 4, 6. Vgl. aber 26, 28.
16, 21 möchte ich jetzt mit H. Schöne ἔστιν, παρὰ interpungieren.
18, 11 τρόπον : τόπον H. Schöne. Vgl. aber 20, 3 κατὰ μηδένα τρόπον.
18, 24 αὐτοῖς : ἐν αὑτοῖς H. Schöne.
20, 1 übersetzt H. Schöne διωσθέντα : “vermittelst gegenseitiger Durchdringung”.
22, 25—24,2 διότι... ὕδατος streicht Brinkmann als “eine ursprünglich am Rande vermerkte Inhaltsanzeige”.
28, 4 <&9oovv) streicht Brinkmann. “Denn μηδὲν εἶναι κενὸν (ἄϑρουνΣ βίας τ. un παρεισελϑούσης ist nicht ungenaue Ausdrucksweise, sondern korrektester Ausdruck. Die Einschiebung widerspricht dem καταχρηστικῶς λέγομεν.ἢ Danach möchte auch ich es wieder tilgen.
28, 10 verteidigt Brinkmann das von mir angefochtene οὐκ. und erklärt χαὶ πάλιν... γενόμενον 28, 10—11: “und andrerseits kann man sich auch so ausdrücken, ein Leeres existiert überhaupt an sich nicht, sondern kann immer nur künstlich (hergestellt) werden (so dals ἔστι und γενόμενον nachdrücklich einander gegenüber gestellt sind, was dem S. 16, 21 Gesagten durchaus nicht wider-
ANMERKUNGEN. XXIX
spricht)’. Wenn οὐκ 28, 10 beibehalten wird, so erregt mir zunächst ποτὲ 28, 10 Bedenken. Die Worte “an sich’ in obiger Erklärung können doch nur die Bedeutung von κατὰ φύσιν haben. Aber man beachte, dafs diese Worte 28, 10 nicht wiederholt sind. Nach meinem Dafürhalten liegt auch der Gegensatz weniger in dem ἔστε und yevo- μενον als in dem οὐκ ἔστε χατὰ φύσιν 28,9 und (nach Tilgung des οὐκ) in dem ἔστε ποτὲ... παρὰ φύσιν δὲ 28, 10—11: Von Natur giebt es kein kontinuierliches Vakuum, aber es giebt zuweilen ein künstliches. Nach den überlieferten Worten hätten wir 28, 10—11 denselben Gedanken wie 28, 9 lediglich in anderen Worten, aber im Gedanken selbst keine-Nuance. Das fühlt jedenfalls auch Brinkmann, wenn er zögernd die Frage aufwirft: “vielleicht βίας... παρεισελϑούσης zu streichen??’” Schliefslich vgl. man die Parallelstelle 16, 21. Sed videant doctiores! 30, 12 viell. ὥσπερ <Eni)> ζυγοῦ. Vgl. Papp. 1066, 25 (aus Herons Mechanik) ὥσπερ ἐπὶ ξυγοῦ τινος ἰσορροπήσει
Yırrıam Are Soyaumroy
»
δο)όν, ἀνσγγ
Fig. 5a. Fig. 5b.
ἡ δύναμις τῶν δ΄ ταλάντων (Her. Dioptra 334,2 ὥσπερ (ἐπὶ ζυγοῦ τινὸς ἰσορροπήσει 7) δύναμις nach Vincent).
32,1—2 αἰτίαν {παραιτούμενοι ἄλλην (oder ἑτέραν) τινὲς oder 82, 1 τῶν μὲν οὖν εἰρημένων H. Schöne.
Fig. 2, S. 34. Hierzu hat ἃ keine Figur.
38,13 {καὶ αὕτη H. Schöne.
XXX EINLEITUNG.
Fig. 5, 8. 45. Fig. 5a ist zu Fig. 5 die handschrift- liche Figur (der Strich $% darf den Bogen yd nur be- rühren, nicht wie in der Zeichnung schneiden). Fig. 5b ist der Baseler Ausgabe von Procl. hypot. astron. ent- nommen. Vgl. 5. 457 Anm. 2.
Fig. 6e zu S. 51 veranschaulicht die Thätigkeit des τύλος oder Zapfens 50,5. Ähnlich funktioniert ein eben- falls τύλος genanntes Holzstück in Herons Mechanik II 5 = Pap. VIII, 1126 (Joum. asiat. IX 2 S. 265, s. auch Bd. II dieser Ausgabe).
Nach Vitruv wurde bei den Wasseruhren je nach der Jahreszeit der Zuflufs des Wassers auch be- schleunigt oder verlangsamt. Das Verfahren ist aber ziemlich unvollkommen. Die Stelle lautet (Vitr. de arch. IX, 9, 6 S. 238, 16 Rose):
Fig. 6c.
Die Verschlüsse zur Regu- lierung des Wasserzuflusses
Praeclusiones aquarum ad temperandum ita sunt con-
stitutae. metae fiunt duae, una solida, una cava, ex torno ita perfectae ut alia in aliam inire convenireque possit et eadem regula laxatio earum aut coartatio efficiat aut vehementem aut lenem in ea vasa aquae in- fluentem cursum.
sind folgendermalsen einge- richtet. Es werden zwei Kegel, einer massiv, einer hohl, gemacht und derart gedrechselt, dals der eine (massive) in den anderen (hohlen) sich völlig hinein- schieben läfst und mit Hilfe ein- und desselben Riegels die Lockerung oder das dichtere Ineinanderschieben der Kegel das Einströmen des Wassers in jene Gefälse lebhafter macht oder verlangsamt.
Eigentlich mufste bei den Wasseruhren, sobald die Kegel je nach der Jahreszeit gestellt waren, der Ausfluls
bezw. Zufluls gleichmäfsig sein.
Denn es handelte sich
ANMERKUNGEN. XXXI
um Einteilung des Tages in Äquinoktialstunden. Es liegt aber auf der Hand, dafs die angeführte Vorrichtung das nicht gewährleistete, da die Druckhöhe sich mit jedem Augenblicke verringerte, der Ausfluls also immer lang- samer wurde. Selbst bei Zuleitung fliefsenden Wassers (5. S. 507) wird die. Druckhöhe geschwankt haben.
Dafs die Sache oft nicht stimmte, gesteht aufserdem Vitruv selbst ein a. a. Ὁ. 5. 238, 24—25: cunei saepis- sime vitia faciunt. Die Heronische Vorrich- tung zur Erzielung eines gleichmäfsigen
υ ΄ Ausflusses (Fig. 6a) X Ἢ ist ohne Zweifel voll- kommener. DieVitruv-
ἿἜ schen metae benutzt
Ἵ Heron in Fig.42 3.189,
Fig. 7a. Fig. Tb. aber nur als Ventil. Eine Abbildung der metae giebt A. Terquem La science romaine ἃ l’epoque d’Auguste, etude historique d’apres Vitruve. Extrait des Mem. de la Soc. des Sciences, de Agriculture et des Arts de Lille, Paris 1885, 5. 63 nach Maufras. Vgl. auch G. Walther Loci ali- quot physici Wismar 1844 3.22. Fig. 7a und 7b zu 8. 55 bilden die handschriftlichen Figu- ren des σμηρισμάτιον, Ta nach ἃ, 7b nach b.
60, 16 ὕμοιος mit dem Gene- tiv findet sich noch Heron. Diop- tra 244, 12 Vine. ὅτε δὲ ἢ BOA
Fig. 106. γραμμὴ κύχλου περιφέρειά ἔστι καὶ ὁμοία τῆς Γ4Ε. φανερόν.
Fig. 10 S. 66. 67. Fig. 10a stellt die siebartigen Löcher nach a dar, Fig. 10b die Löcher nach b, welche
ΧΧΧΠ EINLEITUNG.
in b nicht siebartig sind. Die handschriftliche Figur 10c (nach a) setzt, genau genommen, die Rekonstruktion von Fig. 10b voraus. Das würde aber dem Wortlaute des Textes in ἃ widersprechen. Daher die Vermutung von Diels zu 66, 14—17. Eigentlich ist es eine mülsige Frage, ob die Löcher wie in Fig. 10a oder 10b liegen sollen, da die ganze Vorrichtung sicher so nicht funktioniert, wie Heron angiebt. Es wird immer eine Mischung ausfliefsen. Vgl. den Aufsatz Heron im 17. Jahrhundert in den Abh. z. Gesch. d. Math. VIII, 202.
70, 6 Ein Vexiergefäfs (Kantharos) befindet sich nach Hiller von Gärtringen Jahrb. d. Arch. Inst. VII 1892 Archäol. Anzeig. S. 24 im Berliner Aquarium.
Fig. 14 S. 83 nennt man gewöhnlich den Tantalus- becher.)
Fig. 15a zu 8. 85. Die handschriftliche Figur 15a steht in vielen Hss. auf dem Kopfe. S. Suppl. 8. 4.
Fig. 16a zu 8. 89 stellt einen antiken Trichter dar. Eine den modernen ähnliche Form zeigt der Trichter bei OÖ. Hölder Die Formen der röm. Thongefäfse dies- seits und jenseits der Alpen Stuttgart 1897 Tafel ςΞ9 XXL, 14.
97, Anm.2. Über den Widerspruch vgl. Suppl. in 5. 59.
106, 10 (Fig. 20), entsprechend 107, 9, muls Fig. 168. es © statt E heifsen, da es sich um einen inter- mittierenden Brunnen handelt. 106, 14 Anm. sind die Worte “spurium bis [δὲ zu streichen. Ebenso fällt 5. 107 Anm. 2 fort. Richtiger ist es,“wenn die Röhre 7% etwas tiefer geht als der Rand des Kruges. Vgl. auch de Rochas Science des phil. ὃ. 123 und dessen kritische Noten S. ὃ.
111, Anm. 1. Sparbüchsen 5. abgebildet bei Ὁ. Hölder Römische Thongefäfse diesseits und jenseits der Alpen Tafel XXIL 21—22. Der Geldeinwurf ist freilich an der’ Seite.
1) Es macht wohl nichts aus, dafs nicht wirklich ein Becher gezeichnet ist.
ANMERKUNGEN. XXXIT
120, 2—3. Vielleicht ist doch die Lesart der besseren Hss. AG ἔστω (man nehme an) δὲ τὸ ὕδωρ εἶναι τοῦ οἴνου διπλάσιον richtig. Vgl. Heron. Dioptra 322, 11 Vinc. ἔστω δὴ ἡμᾶς εἶναι ἐν ᾿4λεξανδρείᾳ. S. auch unten S. 300, 1—2.
Fig. 29a und 29b geben die innere und äufsere An- sicht einer antiken hydraulischen Maschine, welche eine gewisse Ähnlichkeit mit Herons Feuerspritze hat und darum zum Vergleiche hierher gesetzt ist. Sie ist bei Chiaruceia unweit Civitavecchias 1795 gefunden und im Giornale della letteratura italiana V (1795) 303 — 307 beschrieben.!) Zu Fig.31 5. den Nachtrag im Suppl. (a. E.)
1) Descrizione di ur’ antica Tromba idraulica ultimamente scoperta ed illustrata dal sig. Abate Ennio Quirino Visconti, comunicataci dal sig. Don Girolamo Astorri coll’ annessa figura.
. 1] bel monumento trovato poco fa presso Castronovo, ora la Chiaruccia, nel littorale di Civitavecchia. ... Il Bronzo integerrimo, che si presenta, compone tutta questa macchina, tal quale appunto Vitruvio 1’ ha descritta, eccetto la diversitä di piccolissime circostanze non essenziali, come sarebbero la varia figura del recipiente medio che qui ha forma di tubo 6 nella descrizion Vitruviana ha quella di una scodella. (Vgl. unten S. 494, 9. 495, 26.) Non accade poi dilungarsi a monstrare, come gli stantuffi o emboli cavi (Kolben), quando sono elevati, costringono per la forza del vuoto 1’ acqua a salire ne’ due tubi o bariletti perpendicolari (Kolbencylinder) aprendo le lin- guette o valvole (Klappenventile), che sono mobili sul loro gangherello o cerniera (Scharnier) nel fondo (Boden) di ciascuno; come gli stessi stantuffi abbassati forzino le valvole stesse ἃ richiudersi e le altre due che sono nel tubo orizzontale (hori- zontales Verbindungsrohr) ad aprirsi e ad intromettervi 1’ acqua respinta, come finalmente 1’ azione ripetuta di questi emboli spingerä 1’ acqua sin nel tubo di piombo (bleiernes Steigrohr) che propriamente dicesi tromba (Pumpe), la qual poi verseralla in una conserva (Bassin) superiore..... Quel che piü merita considerazione & quella quinta valvola situata all’ imboccatura (Mündung) del tubo di piombo. Dies Ventil wird dann für ein Reserveventil erklärt, falls eins der übrigen versagt. Die Maschine, welche gut erhalten gewesen sein soll, wird als ein Werk aus der Zeit des Antoninus Pius (133—161) angesehen, dessen Zweck wahrscheinlich gewesen sei, “d’ alzare le acque a comodo delle pubbliche Terme’. Die kleine abgesonderte kreisförmige Figur stellt eine Klappe, von oben gesehen, dar.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. c
XXXIV EINLEITUNG.
146, 4 Der Ausdruck πρὸς διαβήτην ("nach der Setz- wage’, wie H. Schöne erklärt, “horizontal’) besagt that- sächlich, was die Konjektur in der Bemerkung zu 146, 4—5 mit anderen Worten verlangte. Nach Hesych ist διαβήτης auch ein ὄργανόν τι τεχτονικόν. Vgl. Heron. Dioptra 208, 17 μετρήσας πρὸς διαβήτην, 214, 2. 222, 11. 16. 228, 4. S. über die Bedeutung des Ausdruckes πρὸς διαβήτην auch Vincent Dioptra 210. 211: “distance comptee hori- zontalement”. Es ist also ein rein technischer Ausdruck der Geometer und 146, 4 bei διαβήτην nicht an den Heber zu denken. Die Bemerkung zu 146, 4—5 ist danach hinfällig bis auf die Änderung des E in Θ. H. Schöne schlägt nunmehr vor: τρυπήματι {τῷ ©, τοῦ πρὸς» τῷ E κειμένου πρὸς διαβήτην τῷ {πρὸς τῷ» H oroulo. Aus Rücksicht auf Herons Sprachgebrauch würde ich vorziehen: τρυπήματι «τῷ ©), τοῦ E κειμένου πρὸς διαβήτην τῷ H στομίῳ.
149.1. Es brauchen nicht gerade Vorhallen, sondern es können einfach die Eingänge (“Eingangspforten’ H.Schöne) gemeint sein.
Wahrscheinlich hat Clemens Alexandrinus (schrieb in der 2. Hälfte des 2. Jahrh. nach Chr.) in den Strom. V, 672, 26—35 (Oxford. Ausg.) die von Heron I 32 be- schriebene Vorrichtung — an I 32 ist wohl weniger zu denken — im Sinne gehabt: Διονύσιος ὃ Θραξ ὃ γραμ- ματικὸς (2. Jahrh. v. Chr.) ἐν τῷ Περὶ τῆς ἐμφάσεως τοῦ περὶ τῶν τροχίσκων συμβόλου φησὶ κατὰ λέξιν" “Εσήμαινον γοῦν οὐ διὰ λέξεως μόνον. ἀλλὰ καὶ διὰ συμβόλων ἕνιοι τὰς πράξεις. διὰ λέξεως μέν. ὡς ἔχει τὰ λεγόμενα Ζελφικὰ παραγγέλματα, τὸ Μηδὲν ἄγαν καὶ τὸ Γνῶϑι σαυτὸν καὶ τὰ τούτοις ὅμοια. διὰ δὲ συμβόλων, ὡς ὅ τε τροχὸς ὃ στρεφόμενος ἐν τοῖς τῶν ϑεῶν τεμένεσιν εἱλκυσμένος παρὰ «Αἰγυπτίων᾽. Sollte man nach dem Wortlaute des Clemens, der sich lediglich auf Dionysius Thrax beruft, ohne jeden Hinweis auf seine Zeit, nicht annehmen dürfen, dafs zu Clemens’ Zeit diese Räder nicht mehr in Gebrauch waren? Hätte es andernfalls nicht für Clemens nahe gelegen, ö {καὶ νῦν» στρεφόμενος ο. ἃ. einzuschalten ?
ANMERKUNGEN.
Fig. 29b.
Fig. 29a.
XXXVI EINLEITUNG,
Wären sie aber wirklich derzeit schon aufser Gebrauch gewesen, so würde etwa 150 n. Chr. die unterste Grenze bilden, die für Herons Thätigkeit überhaupt denkbar wäre.
Fig. 34c und 34d (zu 8. 159) geben das φιάλιον, das gewöhnlich eine flache Form hat, nach den hand- schriftlichen Figuren von a (34c nach A, 34d nach 7),
p T σ᾽ ΝΣ ᾽ν ἤ 7 >
Fig. 34c. Fig. 34d. Fig. 34e.
Fig. 34e nach b wieder. Die verschiedenen Kugeln dienten zugleich als Erkennungsmarken. Vgl. de Rochas Science des phil. S. 141 Anm. 3.
Fig. 38 5. 170. Da beim Heronsbrunnen die Druck- höhe des Wassers die Steighöhe zu überragen hat, so muls man sich die Lage des Schlauches etwas tiefer, etwa unterhalb der Brust denken. Vgl. Heron im 17. Jahrh. Abh. zur Gesch. d. Math. VII, 206.
170,26. 31. Vielleicht ἀνατεινέτω. S. Wörterverzeichnis.
188, 1 scheint H. Schöne μικρὰ verderbt. Er vermutet beispielsweise πλὴν <Ev) ὀπῇ μικρᾷ. Zur Satzbildung vgl. Philo Mech. Synt. 74, 31 ἦν ἡ χεὶρ ἐν τῇ διώστρᾳ καϑηρμοσμένη, καϑάπερ ἐπὶ τῶν ἄλλων καταπαλτῶν Ev τοῖς χελωνίοις. πλὴν ὅτι ταπεινὴ ἦν ἡ χείρ. Sollte 188, 1 etwa πλὴν ὅτι μικρὰ ζἦν» καὶ ἔχουσα zu lesen sein?
190, 20 ist φὑπὲρ τὴν βάσιν zu korrigieren.
Fig. 43c—k zu 5.192. Die handschriftlichen Figuren 43c—#£ 5. Suppl. 5. 10 u. 11. Es ist bemerkenswert, dafs
ANMERKUNGEN. ΧΧΧΥΤΙ
Herons Wasserorgel nur einen Kolbencylinder hat, während die Denkmäler und Vitruvs Wasserorgel (5. 5. 496ff.) zwei aufweisen. Indessen genügte jedenfalls der eine Pumpen- stiefel für die 7—8 Pfeifen. Auch bei der Orgel des Ktesibios (Philo Mech. Synt. 77, 42ff. ed. R. Schoene) ist nur von einem die Rede: καὶ γὰρ ἐπὶ τῆς σύριγγος τῆς κφουομένης ταῖς χερσίν, ἣν λέγομεν ὕδραυλιν, ἡ φῦσα τὸ πνεῦμα εἰς τὸν ἐν τῷ ὕδατι πνιγέα παραπέμπουσο nv χαλκῆ χαὶ ὁμοίως εἰργασμένη τοῖς προειρημένοις ἀγγείοις. Ebenso Athen. Deipnosoph. IV, 174d ἀρασσομένου τοῦ ὕδατος ὑπό τινος νεανίσκου (bei mehreren Stiefeln hätten mehrere Knaben thätig sein müssen).')
1) Es dürfte manchem nicht unwillkommen sein, die Stelle aus Athenaeus Deipnos. 174a—e über die Wasserorgel hier vollständig zur Hand zu haben:
“Πολλῶν δὲ τοιούτων ἔτι λεγομένων ἐκ τῶν “γειτόνων τις ἐξηκούσϑη ὑδραύλεως ἦχος πάνυ τι ἡδὺς καὶ τερπνός, ὡς πάντας ἡμᾶς ἐπιστραφῆναι ϑελχϑέντας ὑπὸ τῆς ἐμμελείας. καὶ ὁ Οὐλ- πιανὸς “ἀποβλέψας πρὸς τὸν μουσικὸν ᾿Δλκείδην᾽ ᾿Δκούεις, ἔφη, μουσικώτατε ἀνδρῶν, τῆς καλῆς ταύτης εὐφωνίας, ἥτις ἡμᾶς ἐπέστρεψε πάντας κατακηληϑέντας ὑπὸ τῆς μουσικῆς; καὶ οὐχ ὡς παρ᾽ ὑμῖν τοῖς ᾿ἡλεξανδρεῦσι, πολὺς ὁ μόναυλος “ἀλγηδόνα μᾶλλον τοῖς ἀκούουσι “παρέχων ἤ τινα τέρψιν μουσικήν. καὶ ὁ ᾿Δλκείδης ἔφη: ᾿Δλλὰ μὴν καὶ τὸ ὄργανον τοῦτο, ἡ ὕδραυλις, εἶτε τῶν ἐντατῶν Saiteninstrumente) αὐτὸ ϑέλεις εἶτε τῶν ἐμπνευστῶν (Blasinstrumente), ᾿Δλεξανδρέως ἐστὶν ἡμεδαποῦ εὕρημα, κουρέως τὴν τέχνην᾽ Κτησίβιος δ᾽ αὐτῷ τοὔνομα. ἱστορεῖ δὲ rodro ’Agıoro- nAns ἐν τῷ Περὶ χορῶν οὑτωσί πως λέγων" “Ζητεῖται, πότερα τῶν ἐμπνευστῶν ἐστιν ὁ ὀργάνων ἡ ὕδραυλις 1 7 τῶν ἐντατῶν; ᾿Δριστό- Eevog μὲν οὖν τοῦτο οὐκ οἶδε. λέγεται δὲ Πλάτωνα μικράν τινὰ ἔννοιαν δοῦναι τοῦ κατασκευάσματος νυκτερινὸν ποιήσαντα ὧρο- λόγιον ἐοικὸς τῷ ὑδραυλικῷ, οἷον χλεψύδραν μεγάλην λίαν. καὶ τὸ ὑδραυλικὸν δὲ ὁ ὄργανον δοκεῖ κατὰ κλεψύδραν είναι. ἐντατὸν οὖν καὶ καϑαπτὸν οὐκ ἂν vowodeln, ἐμπνευστὸν δ᾽ ἂν ἴσως ῥηϑείη διὰ τὸ ἐμπνεῖσϑαι τὸ ὄργανον ὑπὸ τοῦ ὕδατος. κατεστραμμένοι γάρ εἶσιν οἱ αὐλοὶ εἰς τὸ ὕδωρ (genauer nach der Windlade hin, ın welcher das Wasser den Druck der komprimierten Luft regu- lierte), καὶ ἀρασσομένου τοῦ ὕδατος ὑπό τινος νεανίσκου, ἔτι δὲ διικνουμένων ἀξόνων ἢ διὰ τοῦ ὀργάνου ἐμπνέονται οἱ αὐλοὶ
1) Casaubonus und Schweighäuser nach Dalecampius statt des verderbten ἀξινῶν; ἀξονίων liest Villebrun. Vgl.Joh. Schweig-
XXXVII EINLEITUNG.
Ferner vermifst man bei «u ein Ventil, welches das Zurückströmen der komprimierten Luft verhindert. Vgl. Ph. Buttmann Beitrag zur Er- läuterung der Wasserorgel und der Feuersprütze des Hero und Vitruv. Abhdl. d. Kgl. Akad. der Wiss. in Berlin 1810/11 5. 144 und G. Walther Loci aliquot ‚physiei S. 15. Fig. 43g zeigt, wie das Ventil von on der ein ähn- liches 74,5 (Fig. 11) zu ähnlichem Zwecke verwendet, leicht ein- gerichtet werden konnte. Gleich- wohl dürfte durch ein lebhaftes Auf- und Niederziehen des Kolbens eo dem Windkessel und dem Windkasten genügend Luft zugeführt werden.
In der Rekonstruktion der äufseren Einrichtung sind wir den Denkmälern gefolgt. Vgl. Fig. 43h, welche eine
Fig. 438g.
χαὶ ἦχον ἀποτελοῦσι προσηνῆ. ἔοικε δὲ τὸ ὄργανον βωμῷ στρογ- γύλῳ. καί φασι τοῦτο εὑρῆσϑαι ὑπὸ Κτησιβίου κουρέως ἐνταῦϑα οἰκοῦντος ἐν τῇ ᾿Δσπενδίᾳ ἐπὶ τοῦ δευτέρου (dafür vermutet P. Tannery βασιλέως ἃ. ἃ. Ο. S. 26, indem er die beiden Ktesi- bios identifiziert und den einen unter Ptolemaeus Euergetes I setzt) Εὐεργέτου διαπρέψαι τέ φασι μεγάλως. τουτονὶ οὖν καὶ τὴν αὑτοῦ διδάξαι γυναῖχα Θαΐδα᾽. Τρύφων δ᾽ ἐν τρίτῳ “Περὶ ὀνομασιῶν (ἔστι δὲ τὸ σύγγραμμα Περὶ αὐλῶν καὶ ὀργάνων) συγγράψαι φησὶ Περὶ τῆς ὑδραύλεως Κτησίβιον τὸν μηχανικόν. ἐγὼ δὲ οὐκ οἶδα, εἰ περὶ τὸ ὄνομα σφάλλεται."
häuser Animadvers. in Athenaeum Il 632. P. Tannery Athenee sur Otesibios et Uhydraulis in der Revue des Etudes greeques, Paris IX, 1896, S. 23 Anm.1 erwartet σωλήνων. M.E. handelt es sich um das Niederdrücken der Tasten und das Öffnen der Schieber, auf die man sehr gut das διικνεῖσϑαι διὰ τοῦ ὀργάνου beziehen kann. Denn ohne das ist der Luft der Weg zu den Pfeifen versperrt. (Schieber müssen auch hier vorhanden sein, da nicht fortwährend alle Pfeifen offen stehen können und ohne die Schieber ein Spielen unmöglich ist.) Daher scheint mir die Lesart ἀξινῶν nach Ausfall mehrerer Buchstaben aus ἀγκωνίσκων entstellt zu sein. ἀγκωνίσκος würde aber hier die Taste nebst ihrer Verlängerung, dem Schieber, bezeichnen.
ANMERKUNGEN. AXXIX
römische Wasserorgel nach einem in Nennig bei Trier gefundenen Mosaik aus der Zeit Hadrians wiedergiebt (Wilmowsky Die römische Villa zu Nennig und ihr Mosaik Bonn 1865). S.auch unten Fig. 431 und k.
Fig. 44 zu 85. 202 . Die handschriftlichen Figu- ren der Windorgel haben den Kolbencylinder ἢ rechts wie Fig. 44. Fig. 44 zeigt aber mit Absicht von ihnen abweichend die Vor- derseite. Auf der Vorder- seite befindet sich näm- lich nach den Denkmälern immer das Holzband für die Pfeifen. Da nun die handschriftlichen Figuren das Band hinter den Pfeifen haben, so ist klar, dafs sie die Rückseite darstellen sollen. Wenn wir uns
Fig. 43h. darin eine Änderung er-
laubt haben, so geschah es,
um auch die Vorderseite einmal zu veranschaulichen. Das
Fehlen des Wassers — im Texte ist wenigstens keine
Rede davon — gereichte dieser Orgel sicher nicht zum
Vorteil. Vermutlich handelt es sich, obwohl von Tasten
nichts gesagt wird, dennoch um eine richtige Orgel und nicht um eine der Äolsharfe analoge Einrichtung.
Fig. 44a ist die handschriftliche Figur des Anemurion. VERS. 207, Ann. 1.
Merkwürdigerweise ist man erst spät zum Verständnis der von Heron sehr klar beschriebenen Vorrichtungen, besonders der Wasserorgel, gekommen. So soll noch Isaak Vofs das Verständnis verschlossen gewesen sein,
XL EINLEITUNG.
Wesentliche Fortschritte machte erst A. L. F. Meister De veterum hydraulo. Nov. comment. societ. scientiar. Gotting. II (1771), 158—199. Dessen Figur ist wiederholt von Ὁ. Wangemann Die Orgel, ihre Geschichte und ihr Bau Leipzig 1895 Taf. I Fig. 6, ebenso mit geringen Änderungen von (. von Jan Baumeister Denkm. d. klass. Altert. I, 564— 565. Vgl. aufserdem Butt- mann a.a.0., G. Walther Loci aliquot physici 8. 11—16, R. Gräbner De organis veterum hydraulicis. Diss. Berlin 1866 und Clement Loret Recherches sur Vorgue hydraulique. Extrait de la Revue archeologique, Paris 1890, BSH.
Die Pfeifen beider Heronischen Orgeln sind ohne Mundöffnungen. Eben- so fehlen solche auf einigen Denk- mälern. Vgl. A. J. H. Vincent Essai d’explication de quelques pierres gnosti- ques 8.8.9. Memoires de la societe des antiquaires de France XX, Nouv. Ser. X, 1850, Planche I n. 4. 5. 6.8 Fig. 44a. und Loret 5. 27—29. Iındessen finden sie sich in einer eine Wasserorgel darstellenden Terracotta- figur, welche in den Ruinen von Karthago gefunden ist (Fig. 481 und k). Darum dürften sie auch für die Heronischen Orgeln anzunehmen sein.
Nur 8 Pfeifen finden sich auch auf einer Medaille aus Neronischer Zeit, welche sich in der Pariser National- bibliothek befindet (Loret 5. 28).
200, 7 verlangt G. Walther Loci aliquot physiei 8. 15 mit Unrecht ἐντὸς statt ἔξω. Die Sehne selbst muls schon straff sein, ehe die Taste niedergedrückt wird. Sonst würde sich beim Hineinstofsen des Schiebers die Spatel nicht krümmen.
ANMERKUNGEN. XLI
Wir fügen hier gleich einige Bemerkungen über Vitruvs Wasserorgel hinzu. Diese bietet deshalb Schwierigkeiten, weil bekanntlich zu Vitruv keine handschriftlichen Figuren existieren. Den Irrtum Schneiders Eclog. phys. II, 121, dafs bei Vitruv die Kolben von oben hineingestofsen würden, hat schon Meister a. a. ὦ. S. 181 Anm. m wider- lest. Vgl. auch Buttmann a. ἃ. Ὁ. S. 148, Graebner ὃ. 15. Es ist wenig von Belang, wenn Loret ἃ. ἃ. Ὁ. S.19 und schon früher Perrault (nach Meister S.179k) für jeden Kolbencylinder zwei Delphine annehmen, obgleich das aus Vitruv nicht unmittelbar hervorgeht. Notwendig ist es sicher nicht. 3
Es ist wohl wahrscheinlicher, dafs statt der Kolben- stangen entweder die Kolbeneylinder (auf der Innenseite) mit wolligen Fellen gefüttert oder die Kolben selber damit umwickelt waren, um jedes Entweichen von Luft zu ver- hindern. Das macht man wohl auch heute noch. Meister S. 178 meint, es sei vielleicht die innere Oberfläche des Pumpenstiefels mit Öl, Wachs oder einer Salbe bestrichen gewesen.
Hatte Vitruvs Orgel vier bis acht Pfeifenregister oder nur vier bis acht Pfeifen? Die Mehrzahl der Gelehrten entscheidet sich für das erstere (Meister S. 1811, Butt- mann Κ᾿. 154, Schneider S. 128, Vincent S. 16, G. Walther Loci aliquot physici 8.10 und Fig. III, Rode Des M. Vitru- vius Pollio Baukunst übersetzt. Leipzig 1796. I, 271, Reber Des Vitrwvius zehn bücher über Architektur über- setzt 321, Terquem La science romaine 8. 89, Loret S8. 20, Wangemann $8.16). Dagegen traten Graebner und v. Jan für däs letztere ein.
Graebner ist der Überzeugung, dafs Vitruvs Orgel, von einigen -Kleiniekeiten abgesehen, mit der Heronischen übereinstimme, so dafs Vitruvs arcula (8. 500, 3) und Herons Windkasten (S. 197, 14) sowie Vitruvs canales (5. 500, 5) und Herons Fächer (glossokoma) (8. 199, 5 ff.) identisch seien. Vitruvs epistomia 8. 500, 7 (so las Graebner statt epitonia) seien den asses desselben, den
XLHO
EINLEITUNG.
Klappdeckeln (z, 5. 5. 502,15, aber ihre Lage denkt er sich etwa bei g, jedenfalls zwischen arcula und canales)
gleich. Durch diese Klappdeckel würde also der Luft der Zu- tritt aus der arcula in die canales ermög- licht. Geöffnet wür- den aber die canales (d. h. ihre epistomia) nur durch den star- ken Luftdruck. Von mehreren Pfeifenrei- hen könne bei Vitruv keine Rede sein, zumal sich solche auf Denk- mälern nicht nach- weisen lie/sen.
Das letztere ist jetzt nicht mehr zu- treffend, da ausFig.43i (nach Loret a. a. Ὁ. S. 26, freilich aus un- bestimmter Zeit) sich unzweifelhaft mehrere Pfeifenreihen ergeben. Für das Ende des 2. oder den Anfang des 3. Jahrh. n. Chr. sind aber auch litterarisch von Tertullian mehrere Pfeifenreihen bezeugt, De anima 14: "specta portentosissimam Ar-
m
Fig. 43i.
chimedis munificentiam, organum hydraulicum, tot partes
... tot acies tibiarum’.
Graebners Erklärung der epistomia ist schon an sich
ANMERKUNGEN. XLIII
unwahrscheinlich, weil er mit den manubria ferrea nichts Rechtes anzufangen weils. Sie sollen nur den Zweck haben, den Klappdeckeln (etwa als verticuli?) einen festen Halt zu geben. Sie wird aber erst recht durch die mit Un- recht aus dem Texte entfernte hand- schriftliche Lesart epitonia hinfällig. Schliefslich ist es doch auch wenig wahrscheinlich,dafs man noch nicht ein- mal eine Oktave ge- nommen habe und dafs schon für nur vier Pfeifen zwei Pumpen in Thätig- keit gesetzt sein sollen.
208, 14 möchte ich für dvarelverau, da in den besseren Hss. fast regel- mäfsig das in- transitive Aktivum steht, jetzt nach b 208, 20 ἀνατεινέτω schreiben.
212, 10 ff. Über den Heronsball vgl.
Fig. 43k. Abhd. z. Gesch. d.
Math. VIII, 204. 217,21 zu Fig.48. Es ist zu beachten, dafs auf dem Boden des Gefälses noch ein βαρύλλιον liegen soll. Das Gefäls hätte ohne βαρύλλιον oben den Schwerpunkt
=
; 3
XLIV EINLEITUNG.
und würde sofort umkippen. Dies wird aber gerade durch das vielleicht etwas überwiegende βαρύλλιον verhütet. Erst durch den Druck des Wassers, welchen dieses nach Füllung des Gefälses gegen die Seite desselben ausübt (un κατὰ μέσον 218, 9—10), erlangt der Schwerpunkt wieder das Übergewicht, so dafs das Gefäfs umkippt. Die Konjektur κάτω im Burneianus 81 zu 216, 10 (dies verlangt auch G. Walther Loci aliquot physici 8.6) ist also sachlich nicht zulässig. Denn es versteht sich von selbst, wenn an sich schon das Gefäfs im unteren Teile schwerer ist als oben und dann unten obendrein noch durch ein Gewicht belastet wird, so wird das Gefäfs über- haupt nicht umkippen.
Fig. 49 zu 218,17. Die Darstellung ist in ἃ jeden- falls nicht klar. Wenn wir auch von dem Wechsel zwischen χώρα und ἀγγεῖον für “Kammer” absehen, so ist einmal der Ausdruck διαβῆται φέροντες εἰς τὰς ὑποχειμένας χώρας nicht genau. Sodann wird aber nur von der letzten Kammer gesagt, dals sie eine pfeifende Röhre enthalten solle, während dies doch von allen Kammern gelten mulfs, wie die Aufgabe voraussetzt. Man würde zum mindesten 218, 17— 220, 1 ἑκάστῳ für τῷ ὑποκάτω erwarten, eine Anderung; die immerhin nicht leicht wäre. Auch der Schlufs 220, 19—20 erregt Bedenken. Die im Apparate πιὸ Änderungen sollen mehr auf die Ver- derbnis hinweisen, als dafs sie den Anspruch erhöben, zuverlässige Emendationen zu sein. Es scheint mir nicht ausgeschlossen, dafs das ganze Kapitel das Werk eines Interpolators ist, der zu II 4 eine Variation geben wollte. Auf eine Interpolation weisen insbesondere die Worte 220, 19—20 ὁ δ᾽ἐέν τούτῳ ἀὴρ... ἀποτελεῖ, die in 218, 5—6 am richtigen Orte stehen, aber 220, 19—20 unpassenderweise wiederholt zu sein scheinen.
Über das Verhältnis von b zu A vgl. Suppl. 8. 60.
Fig. 51 zu 222, 11 Diese Aufgabe ist nicht ohne Bedenken. ° Die Kugel sitzt wohl nur dann fest, wenn der oberen Halbkugel vor dem Einsetzen der Kugel etwas
ANMERKUNGEN. XLV
Luft entzogen wird, so dafs die atmosphärische Luft aulserhalb der oberen geschlossenen Halbkugel die Kugel in dieselbe hineindrückt. Oder sollte wieder ein Inter- polator in Erinnerung an II 6 sich den in II 7 angeführten Fall ausgeklügelt haben? Was hat die Entnahme von Wasser mit der figürlichen Darstel- lung des Weltalls zu thun? Das Kapitel ist auch sprachlich nicht ohne Anstofs. De Rochas weist S. 157 nicht ohne Grund dar- auf hin, dafs diese Fig. 55b. Darstellung, welche der Anschauung des Thales entspricht (Arist. coel. II 13), Herons wenig würdig sei. Denn zu Herons Zeiten hatte man des Thales Vor- stellung vom Weltall schon längst auf- gegeben.
Zu 224, 2ff. vgl. Zur Geschichte des Thermoskops in den Abhdl. z. Gesch. der Math. VIII, 163—173.')
Fig. ὅδ᾽ (zu 231 Anm. 1) ist hand- schriftliche Figur zu Herons Äolipile nach ᾿ T. Damit stimmt die von A im wesent- lichen überein. Über die Äolipile vgl. noch Heron von Alexandria im 17. Jahrh. Abh. z. Gesch. ἃ. Math. VII, 210.
230, 20. Sollte man nicht τῆς Η 2 εὐϑείας schreiben müssen?
1) Weitere Literatur 5. bei G. Hellmann Neudrucke von Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus Nr. 7. 5.17 und F. Burckhardt Die Erfindung des Thermometers und seine Gestaltung im XVII. Jahrh. Basel 1867. 5. A ff.
XLVI EINLEITUNG.
Fig. 57e zu 237, 1 stellt die abgebrochene hand- schriftliche Figur zu Fig. 57a dar.
8.238f. Zu II 14 vgl. Abhdl. z. Gesch. ἃ. Math. VIII, 207— 208.
S. 246ff. Zu II 16 (Fig. 60) vgl. Abhdl. z. Gesch. d. Math. VII, 212—213.
8. 262f#. Zu II 21 vgl. ebenda VII, 211—212.
S.264ff. Vgl. ebenda VIII, 205. 207. Der daselbst erwähnte Brief Galileis lautet im Cod. Ambros. R. 104 Fol. 376 (ungenau bei Venturi Memorie e lettere inedite finora o disperse di Galileo Galilei. Modena 1818. 1, 12): Ad Alvise Mocenigo del P. Galilei (andre Hand als im Text).
πο ei MU]:
Dalle parole di V. S. Ch.”® et dalla fabrica assai con- fusa posta da Herone al π. 7.° vengo in cognitione quella essere la lucerna della quale V.S. Ch.”® desidera la costrut- tione, pero 1 ho piu volte letta, et finalmente non so da le sue parole trarne tal senso che non mi resti qualche confusione, ma non volendo interamente obligarci a tutte le sue parole mi pare che voglia inferire una fabrica simile all’ infrascritta.
Construatur lucerna basim habens concavam ACDB!) intersectam diafragmate EF’?) Sit vero calatus oleum continens KL- et ex diafragmate EF- procedat tubulus MN- simul cum eo perforatus distans a calati operculo quantum sufficit ad aeris exitum: sit autem alius tubulus ΧΟ.) per opereulum distans a fundo calati quantum ad olei*) fluxum suffieit, et ex operculo paululum excedens, excessui vero aptetur alius tubulus P- habens superius osculum obstructum eui agglutinetur alius tubulus exilis°)
1) Eine Figur ist nach Galilei von Venturi beigegeben. Sie lehnt im wesentlichen sich an die Commandinosche an, weicht aber in Einzelheiten ab. Bei Galilei bezeichnet © das Luftloch für die Basis.
2) BR — EL. 8)» ΧΟ ΘΙ ΞΞ 50.
4) Danach könnte man 266, 14 ἐλαίῳ statt ὕδατι vermuten.
5) Dieser setzt sich in Galileis Figur seitlich an P an.
ANMERKUNGEN. XLVU
et simul cum eo perforatus, per quem ellychnium influat: sub diafragmate vero EF' conglutinetur clavicula R- deferens in loeum AEFB'), in ipsum O DEF?) transeat, sit autem in operculo AB parvum foramen Q- per quod locum AB- implebimus aqua: sublato itaque ellychnio?) calatum oleo implebimus per tubulum X O- aere per tubum M N- excedente et adhue per clavem apertam?) quae est in fundo OD- et per foramen @- repleto autem calato oleo superimponemus tubulum X- cum ellychnio et clausa clavicula per foramen Q- aquam infundemus in loecum AEFB-. quando autem opus fuerit oleum superinfundere ellychnio; aperta clavicula R- aqua in locum .} (1) Ε΄. influet et aer per MN- tubum im- pulsus oleum alidet per tubulum OX- ad ellychnium, et cum non opus fuerit amplius fluere, claudemus claviculam.
Questo ὃ quanto per hora mi par poter di raccorre dalle parole di Herone, come ho detto di sopra assai confuse, et 1 ho volsuto mandare a V.S. ΟΠ... accioche avvertito dal suo giud.° possa con altra occasione cavarne forse miglior costrutto; ancorche la fabrica explicata essequisce quanto promette la proposta. con che baciandoli reverente- mente le mani, li resto devotissimo servitore. N. S. (Nostro Signore) la prosperi.?)
Di Padova li 11. di Gennaro 1594.
DISV»254Ch >
Ber. Pront.° Galileo Galilei.
268, Anm. 2 = 269, Anm. 1 sind zu tilgen, da das Wasser aus der oberen Kammer nicht abfliefsen würde, wenn das erwähnte Loch geschlossen wäre.
283, 15 Der Weinautomat II 27 stellt sich als einen intermittierenden Brunnen dar.
1) AEFB= os$ß. 2) CODEF= γδεξ.
3) Dies ist mit Commandino falsch übersetzt. Vgl. Abh. z. Gesch. d. Math. VII, 206, Anm. 4.
4) In Galileis Figur anscheinend nicht vorhanden.
5) Nach freundlicher Vergleichung von Antonio Ceriani.
XLVII EINLEITUNG.
298, 8fi. Fig. 76a—c. Die Rekonstruktion Fig. 76a schliefst sich enger an die handschriftlichen Figuren an als die im Texte gegebene. Nur mufs man die Achse εξ, wie geschehen, derart quer stellen, dafs auch wirklich die Zähne von μ in die des anderen Sternrades eingreifen können. Indessen ist zu beachten, dafs im Texte εξ ἄξων,
ϑ
ὶ ὶ \
Fig. 76a.
or dagegen nur ἀξονίσκος genannt wird. Dem entspricht jedenfalls mehr die in Fig. 76 5. 301 gegebene Rekon- struktion, die gewils sicherer funktioniert, insbesondere auch die Reibung der beiden Achsen gänzlich vermeidet.
Fig. 76} giebt die (abgebrochene) handschriftliche Figur für die Winde wieder, Fig. 76c eine sich darauf gründende Rekonstruktion. Dabei der Winde A ausdrücklich von einem
ANMERKUNGEN. XLIX
Rade A die Rede ist, so haben wir kein Bedenken getragen, die Winde so zu zeichnen, wie sie Fig. 76 5. 301 giebt. 8.305ff. Fig.
78. Die 305,
σ΄ Anm.1 erwähnten R ? Stellen über das = Milliarium sind ξ € Seneca Natur. quaest. III 24:
Fig. τό}. Fig. 76c. ‘Facere solemus dracones et mi- liaria et complures formas, in quibus aere tenui fistulas struimus per declive circumdatas, ut saepe eundem ignem ambiens aqua per tantum fluat spatiü, quantum efficiendo calori sat est. Frigida itaque intrat, effluit calida. Idem sub
Fig. 78d.
terra Empedocles existimat fieri, quem non falli credent
ii quibus balnearia sine igne calefiunt.” Seneca Nat.
quaest. IV 9: “minora miliaria nominat, unde patet variae
magnitudinis fuisse. Ferner ist es nach Palladius Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. d
L EINLEITUNG.
(4. Jahrh. n. Chr.) de re rust. V 8 “altum et angustum’. Pall. 140: “Miliarrum vero plumbeum, cui aerea patina subest, inter soliorum spatia forinsecus statuamus fornace subiecta, ad quod fistula frigidaria dirigatur, et ab hoc ad solium similis magnitudinis fistula procedat, quae tantum calidae ducat interius, quantum fistula illi frigidi liquoris intulerit.” Schliefslich die allgemeine Bemerkung bei Athen. III 98c: Οἱ Οὐλπιάνειοι σοφισταί. οἵ καὶ τὸ μιλιάριον καλούμενον ὑπὸ Ῥωμαίων τὸ εἰς τὴν τοῦ ϑερμοῦ ὕδατος κατεργασίαν χατασκευαζόμενον ἰπνολέβητα ὀνομά- ἕοντες, πολλῶν ὀνο- μάτων ποιηταί.
Fig. 78e ist hand- schriftliche Figur der Heronischen Pneu- matik, Fig. 78d der Pseudo -Heronischen. <e> und (ED sind von mir zugesetzt.
Fig. 79a ist hand- schriftliche Figur (direkt nach A) zu Fig.79. Die in recht- eckige Klammern ge- schlossenen Buch- staben stehen an fal- scher Stelle. «ἐδ ist von mir zugesetzt.
In Wirklichkeit (Fig. 79) sind das Fig. 79a.
Rohr pe (Fig. 79a) und das rechts aufsteigende, unbezeichnete Rohr (Fig. 79a) identisch. Der Zeichner, welcher ursprünglich die Figur handschriftlich entwarf, war nur nicht imstande, das korrekt darzustellen.
Fig. 80ce ist von de Rochas La science des phil. über-
nommen.
ANMERKUNGEN. ! LI
KAPITEL II.
ANMERKUNGEN ZU DEN AUTOMATEN, INSBESONDERE ZU DEN FIGUREN.
Die Figuren zu den Automaten waren ungleich schwieriger als die der Pneumatik. Der Herausgeber weils daher Herrn H. Querfurth in Braunschweig nicht wenig Dank, dafs er sich mit so viel Hingebung der Auf- gabe unterzogen hat, die teilweise recht mangelhaften handschriftlichen Figuren auf Grund der vorliegenden deutschen Übersetzung zu rekonstruieren.
Wir fügen hier noch, ehe wir zu Fig. 82 übergehen, die Bemerkung ein, dafs 8. 347,1 statt “Achse (Axon)’ in einer Handschrift die ansprechende Vermutung “Bogen- arm (Ankön)’ steht. Dem würden etwa die in Fig. 109 gezeichneten “Wirbel”? entsprechen. Sie heifsen aber Kollaboi. Ein Hysplenx ist Fig. 103 verwendet, steckt aber nicht in einem Sehnenstrange.
Von einer interessanten Nachbildung des fahrenden Automaten beim Einzuge des Herzogs Borso von Este in Reggio 1452 berichtet Muratori Rer. Ital. script. XX, 468f. Vgl. auch J. L. Heiberg Nogle Eftervirkninger af graesk Mechanik. Kong. Danske Vid. Selsk. Forh. 1886 5. 4—5. Vgl. ferner das Bacechusfest unter Ptolemaeus Philadelphus Athen. V198 cu. £.
Fig. 82. Da weiter unten ὃ. 384, 7 von dem Tempel- dache die Rede ist, so könnte man mit R. Schöne wohl εἰρήσεται vermuten. (Oder könnte εἴρηται aus εἴϑεσται verderbt sein? Vgl. 250, 3.) Ansprechend ist Brinkmanns Erklärung für ἐντεταμένην τὴν ἐπιφάνειαν “eine anstrebende Oberfläche’, wozu er aus Mare. diac. vit. Porphyr. edd. sod. Bonn. S. 62 in Bezug auf ein konisches Türmchen die Wendung ἀνατεταμένον εἰς ὕψος vergleicht. In diesem Falle ist 353, 17 statt ‘oben’ zu lesen “eben’, und es wäre nicht nötig, S. 350, 15 eine Lücke anzunehmen.
Fig. 83c zu 5. 357 (5. Suppl. 8. 5) ist handschriftliche
d*
LO EINLEITUNG.
Figur. Sie ist der Berliner Hs. nachgezeichnet und mit _ der Figur des Marcianus (A) als übereinstimmend befunden. Man beachte, dafs die Buchstaben &£, ἡ. #A, uv, ξ auf dem Kopfe stehen. Das findet sich so fast in allen Hss.
Fig. 85ff. Nach 389, 4—5 erfolgt nur eine einmalige Hinfahrt des Automaten, an welche sich die Bewegungen am Orte (Altarfeuer, Tanz der Bakchantinnen u. s. w.) anschlie[sen. Dann tritt der Automat die Rückfahrt an. Sollte er von neuem vorrücken, so mufste jedenfalls frisches Brennmaterial auf die Altäre gelegt, die Schnüre für die Altäre neu eingespannt und der Abzug (391, 5) wieder eingestellt werden. Dafs Heron nur an eine ein- malige Hin- und Rückfahrt gedacht hat, darauf weist auch Kap. 19 hin. Zu einer wiederholten Hin- und Rück- fahrt wäre noch ein mehrfacher Pflock & nötig. Die Worte ἐὰν δὲ 360, 2 — προαιρώμεϑα 360, 7 (= 361, 26 Wenn der Kasten oft — 363, 1 nach Belieben aus) unter- liegen daher starken Bedenken und könnten auf Rechnung des Interpolators zu setzen sein, dessen Spuren wir weiter unten mit Be- stimmtheit verfol- gen können.
Fig. 89a ist ebenfalls aus der Berliner Hs. ent- nommen, stimmt aber mit dem Mar- cianus(A)undallen übrigen Hss. Sie Fig. 89a. zeigt so recht, wie mangelhaft manche handschriftliche Figuren sind und- wie wenig sie zuweilen bei schwierigen Abschnitten das Ver- ständnis des Textes fördern.
Fig. 91. 8. 376, 15—27 (= 377, 16—30) sind ver- dächtig. Z. 20—27 (= 22—30) wiederholen nur bereits
ANMERKUNGEN. LIU
Gesagtes (vgl. 374, 88. = 375, 88). Eine Schnur ist bei #A noch nicht erwähnt und auch überflüssig. Lockere Schlingen ferner, mit denen nach Z. 19 = 21 κλ versehen sein soll, hätten keinen Zweck, da x4 ohne Unterbrechung immer mitläuft (8.374, 7.10 = 375,7.11). Während die Büchsen bei wo, or am Platze sind, weil sie das Stehen- bleiben eines Rades ermöglichen, ist die Büchse bei #4 nicht nur zwecklos, sondern widerspricht geradezu der Bemerkung 8. 378, 2—3 -- 379, 1—2, dafs die Bewegung durch die Büchsen erschwert würde. Wer das weils, wendet sie doch nicht an, wo es nicht unumgänglich not- wendig ist; und man sieht nicht ein, weshalb bei diesem allein laufenden Rade nicht die leichtere Art der Be- wegung wie Ὁ. 372, 24 = 373, 27 in Drehzapfen ver- wendet wird, sondern die schwierigere mit befestigter Achse (5. 376, 16 — 377, 19). Das Festlegen der Achse von #4 stimmt wieder schlecht zu S. 378, 48. — 379, 4ff. Hier wird doch wohl vorausgesetzt, dafs die hintere Achse immer beweglich sei. Zu alledem gesellt sich noch ein schwerwiegender sprachlicher Anstofs (8. 376, 20). Es kann daher keinem Zweifel unterliegen, dafs der bezeichnete Abschnitt interpoliert ist. Die weitere Interpolation 5. 378, 1—2 περικείμεναι τοῖς ἄξοσιν war die notwendige Folge der ersteren. Die Worte 378, 12 ὥστε — 378, 14 κνώδαξιν schliefslich sind insofern nicht ganz unverdächtig, als ἕχαστον..... κνώδαξιν nur bereits Gesagtes wiederholen und die Worte βεβηκέναι... τροχοὺς etwas Selbstverständ- liches ausdrücken.
Fig. 92. Die S. 381, Anm. 2 ausgesprochenen Be- denken ergänzen wir noch durch folgendes.
Dafs an jeder Achse das Rad von doppelten Schnüren in die Mitte genommen werden soll, widerspricht Herons früheren Ausführungen (S. 359, 22—26), nach denen an der einzelnen Achse Hin- und Rückfahrt durch ein- und dieselbe Schnur vermittelt werden. Dafs auch hier (Kap. 11 zum Schlufs) von Heron selber nur an letzteres Verfahren gedacht ist, beweisen m. Εἰ. S. 381, 5ff. Denn
LIV . EINLEITUNG.
wären die Schnüre doppelt, die eine für die Hin-, die andere für die Rückfahrt, so weils man nicht, welchem Zwecke die lockeren Schnurlagen ὃ. 381, 6 dienen sollen. Nicht minder auffallend ist schliefslich, dafs auch das dritte Rad, welches mit Ausnahme des nicht unverdäch- tigen Falles S. 377, 20 bisher immer ohne Schnüre (5. 359, 2. 375, 8. 11) mitlief, jetzt doppelte Schnüre er- halten soll.
Fig.93. Nach erneuter Prüfung will mir fast scheinen, als ob sich Heron die Vorrichtung in Fig. 93 der in Fig. 107 beschriebenen analog gedacht habe, also doch mit vertikalem ἀξόνιον. In diesem Falle mülste der Altar allerdings bedeutend kleiner sein, denn sonst wäre eine vertikale Achse kein ἀξόνιον, sondern ein ἄξων. Das war auch ein Grund mit, weshalb die vertikale Achse der handschriftlichen Figuren in eine horizontale ver- wandelt wurde. Unklar bleibt aber immer noch, wo das Kettchen aufhört und die Schnur anfängt, ob letztere an ersteres geknüpft oder beide wie in Fig. 107 nach dem ἀξόνιον geleitet waren. Vielleicht enthielt darüber etwas die Lücke 382, 3 nach ἀξονίῳ. Es könnten die Worte τῆς ἀγκύλης ἐκπεσούσης 382, 6 auf eine der Öse ὃ in Fig. 107 analoge Öse gehen, abfiel, sobald der Schieber unter der Re, des Altars‘ zurückgekögen war. Die Kette durfte jedenfalls nicht weiter gezogen werden. Deshalb war es vielleicht sogar notwendig, dafs die das Zurück- ziehen des Schiebers vermittelnde Schnur abfiel. Das er- reicht man am einfachsten in der durch Fig. 107 dar- gestellten Weise. Der Leser wird sich danach die hier angedeutete Einrichtung, auch ohne Figur, leicht vorstellen können.
Fig. 94. Wir geben hierneben die handschriftliche Figur (Fig. 94c), die so ziemlich in allen Hss. dasselbe Aussehen hat. Bei der Rekonstruktion hätte dem Dionysos ein Kantharos in die Hand gegeben werden sollen, wie er ihn auf den Bildwerken gewöhnlich bei derartigen Spenden hat.
ANMERKUNGEN. LV
Der Vorschlag, 9% statt 4,r zur Bezeichnung des Hahnes zu schreiben, ist ansprechend, zumal wenn man erwägt, dafs das Ὁ in älteren Handschriften die Form ΔΝ
Fig. 94c.
hat, welche leicht in ein r übergehen konnte. Übrigens weicht Heron einige Male von der herkömmlichen Reihen- folge in den Bezeichnungen ab.
LVI EINLEITUNG.
Wer die früheren Ausführungen Herons mit Auf- merksamkeit gelesen hat (vgl. oben S. LIII), wird zugeben, dafs zur Drehung des Hahnes Gr nicht nur eine Schnur vollständig genügte, sondern dafs es nach Heronischen Prinzipien nur eine einzige Schnur sein darf.
Der Hinweis auf Herons Belopoiika S. 388, 10391, 3 bezieht sich allem Anschein nach nur auf den Abzug (Schasteria) und nicht auf die “Hand’ (Cheir, das ist der “Drücker” in den Belopoiika). Man bedenke, dafs es in den Belopoiika um Ermöglichung einer Bewegung in mehr oder weniger horizontaler Richtung (Fortschnellen des Pfeiles) handelt, hier dagegen in vertikaler Richtung
(nämlich der Abwärtsbewegung des Gewichtes ἢ „) Es ist
wirklich schwer zu sagen, wie der erwähnte Thrücken, den wir in dem Rekonstruktionsversuche Fig. 42a S. 188 ver- wandt haben, hier hätte sicher funktionieren können.
Fig. 96d stimmt in allen Hss. überein Dafs die Buchstabenbezeichnung falsch ist, liegt auf der Hand. Wenn der innerste Kreis αβγὸ die Stylobatstufe darstellen soll, so muls der bewegliche Kreis- ring durch den Zwischenraum zwischen dem innersten und dem mittleren Kreise gebildet sein. Dann stehen aber die Buchstaben e{n®#Auv an unrechter Stelle. Stehen aber letztere am rechten Platze, dann gehören die Buch- staben «ßyd in den mittleren Kreis, und dieser stellt die Fig. 96d. Stylobatstufe oder den Säulen- stand dar, während der innerste Kreis in diesem- Falle den Raum innerhalb der Säulen bezw. die Basis für die Figur des Dionysos darstellt.
Fig. 97. Die Worte. 8. 396, 25—398, 2 ἅπαξ ... ποιεῖν (= 399, 2—6 Bei einer ... suchen) sind verdächtig.
ANMERKUNGEN. LVI
Es wird im Vorhergehenden gesagt, dafs man, um die Fahrt zu verlängern, entweder die Peripherie der Räder vergrölsern müsse oder den Umfang der Achse verringern. Nach Herons Meinung erfüllt also beides denselben Zweck, wie es ja auch thatsächlich der Fall ist. Wie stimmt das aber zu der Bemerkung, dafs es verständig sei, die Peripherie der Räder gröfser zu machen? Ist das nicht ein Widerspruch? Dem Interpolator entging, dafs die Verringerung des Achsenumfangs eine schnellere Rad- drehung zur Folge hat, wodurch der zurückgelegte Weg natürlich auch verlängert wird. Vgl. noch zu dem Wort- laut der Interpolation 8.398, 14f.
Fig. 98. Heron erörtert die Übersetzung am Wellrade ausführlich im Anschlufs an des Archimedes Schrift Ἔπι- πέδων ἰσορροπίαι (arab. “Gleichheit der Neigung’) in seiner Mechanik II, 7 (Journal asiatique IX 2, 1893, 5. 238. 239 ed. de Vaux und Heron. op. vol. II) nach den fünf einfachen Maschinen. In dem Kapitel von der Theorie des Hebels (II, 8. S. 241, 11. 12) berührt Heron aber die Sache nicht weiter als durch den kurzen Hinweis: “Was für zwei kon- zentrische Wellen gilt, gilt auch für den Hebel’. Heron betrachtet an mehreren Stellen den Durchmesser einer Welle als einen Wagebalken, dessen Stützpunkt ihr Mittelpunkt ist, oder, was dasselbe bedeutet, als einen zweiarmigen Hebel, wie es 1577 zuerst wieder Ubaldo del Monte that.
S. 400, 9—13 — 401, 3—8. Der Apparat mit dem Bacchus ist durchaus ein unpassendes Beispiel für die Räderübersetzung. Beim Bacchus ist, sobald der Abzug gezogen ist, nur eine einzige Bewegung auszuführen, die keinen en Umfang hat als den eines Halbkreisee Dazu bedarf es doch keiner Übersetzung. Eher hätten die Tänze erwähnt werden können, bei denen (5. 395, 10) eine einfache Übersetzung angedeutet wird. Aber μείξονας κύκλους ὅ. 400. 10 setzt ohne Zweifel eine mehrfache Über- setzung voraus. Dazu stimmt aber wieder der Singular τῷ μείζονι S. 400, 12 nicht. Schliefslich ist der Ausdruck ἡ δὲ εἰς τὴν λείαν ohne zugefügtes ἀποδιδομένη (5. 5. 402,10)
LVIH EINLEITUNG.
oder ἀποδεδομένη (s.8.436, 14) hart, des Heron wenigstens sonst ungeläufigen ἐὰν γάρ nicht zu gedenken. Alle diese Bedenken bestimmten mich, den Satz für ein Einschiebsel des uns schon anderweitig bekannten Interpolators zu halten. Die an- geführten sachli- chen Gründe ha- ben Brinkmanns Billigung gefun- den. Nur wirft derselbe die Frage auf, ob nicht durch Streichung von τοῦ Ζιονύσου geholfen wäre. In diesem Falle wür- den wir eine an sich gewils denk- bare,allgemeinere Bemerkung ha- ben. Aber einmal glaube ich, dafs alsdann noch τοῖς μείζοσι zu ändern wäre, und an- dererseits würde doch durch diese Worte kein Ge- danke hinzu- gefügt.
Fig. 99h u. Fig. 99}. 99c. Da Herons Angaben sehr summarisch sind, so geben wir hier die Be- schreibung des rekonstruierten Mechanismus nach dem Wortlaute von H. Querfurth.
‘In den Raum zwischen den beiden Scheidewänden && und 7% (Fig. 99a 3. 402) ist ein kurzer Gewichtskasten A
ANMERKUNGEN. LIX
zur Führung eines kleinen Gewichtes a eingebaut. Zwei Schnüre, über die Rollen BB, geleitet, führen nach den Schiebern SS), welche die Öffnungen x, A der Hirsebehälter mit den Antriebsgewichten des Automaten abschliefsen. Das hinter dem Schieber δ΄ befindliche lockere Schnurteil 85 (Fig. 99b S. LVIII) verhindert, dafs beim Vorwärtsziehen des Schiebers durch die Schnur s das Gewicht a angehoben wird. Schnurteil 855. ist im der äufsersten Stellung des Schiebers $ straff, damit das Gewicht a später beim
Niederfallen sofort auf den Schieber wirken kann. Arre- tierungshebel, am Gewichtskasten A drehbar über einander angebracht, treten mit ihren Schenkeln e und d durch schlitzartige Ausschnitte in den Wandungen von A und verhindern in einer oberen und einer unteren Stellung das Gewicht a am Hinabfallen (Fig. 99b und 996). Ein auf der Drehachse jedes dieser Hebel angebrachtes kleines Gewicht drückt die Schenkel ce und d stets nach innen (Fig. 999). Die an den Schenkel c,d, der Arretierungs- hebel befestigten Schnüre f und g sind um die Walze E gewickelt und zwar f schon gespannt, 9 indessen mit auf-
LX EINLEITUNG.
geklebter lockerer Schlinge. Zum Antrieb der Walze E sind die Schnüre ὃ und ἢ bestimmt; Schnur ὃ führt nach der Achse F der Laufräder des Automaten (Fig. 99b) und wird angezogen beim Drehen der Räder. Das Anziehen der Schnur ἢ ist von dem Niedersinken des Antriebsgewichtes @, abhängig gemacht, welches die Mechanismen für die ein- zelnen Vorgänge auf dem Theater in Bewegung versetzt.
Der beschriebene Mechanismus funktioniert wie folgt: Sobald durch die Schnur s der Schieber S vorwärts be- wegt wird, wird die volle Fläche desselben unter der Ausflufsöffnung # fortgezogen, und die Schieberöffnung s, gestattet ein Austreten der Hirse, das Gewicht @ sinkt nieder und treibt, auf die Räderachse F wirkend, den Automaten vorwärts. Während dieser Bewegung wickeln sich die lockeren Schlingen der Schnur b ab, so dafs am Ende des Vorrückens des Automaten die Schnur ὃ ge- spannt wird und mittels der dann gleichfalls gespannten Schnur f den Winkelhebel cc, dreht; Schnur ὃ gleitet schliefslich vom Pflocke e der Walze E ab. Das Gewicht a verliert hierbei seinen ersten Stützpunkt und fällt auf den zweiten nieder, gebildet durch den Winkelhebelschenkel d. Während dieses Vorganges hat sich die lockere Windung der Schnur 9 von der Walze E abgewickelt, ohne dafs der Winkelhebel dd, bewegt wird. Durch das Fallen des Gewichtes a wird der Schieber $ wieder zurückgerissen, seine volle Fläche schliefst die Öffnung x, das Vorrücken des Automaten hört auf. Gleichzeitig ist aber auch der Schieber $S, vorwärts bewegt, dessen volle Fläche die Ausflufsöffnung A bislang geschlossen hielt; diese wird jetzt frei, und das niedersinkende Gewicht @, setzt die übrigen Mechanismen des Automaten in Bewegung. Gegen Schlufs dieser Vorgänge wird durch das Gewicht @, die Schnur % gespannt, deren lockere Windungen sich in- zwischen abgewickelt haben; der Winkelhebel dd, wird gedreht, dem Gewichte a sein zweiter Stützpunkt ent- zogen, es fällt hinab. Beide Schieber 88, werden mit- gerissen. Die zweite Schieberöffnung s, des Schiebers $
ANMERKUNGEN. LXI
kommt unter den Behälterausflufs x zu stehen, das Ge- wicht @ sinkt beim Auslaufen der Hirse weiter nieder und führt durch entsprechende Einwirkung auf die Lauf- räder den Automaten auf seine Ausgangsstelle zurück. Schieber $, äufsert durch sein Vorrücken weiter keine Wirkung auf die Mechanismen des Automaten.’
Fig. 100. Eine handschriftliche Figur ist zu dem Donner nicht vorhanden.
Fig. 101. Eine handschriftliche Figur giebt es auch für den stehenden Automaten nicht.
412,17ff. Zum Verständnis der Naupliussage geben wir auch Hygins Fabel 116: “Ilio capto et divisa praeda Danai cum domum redirent, ira deorum quod fana spoliaverant et quod Cassandram Aiax Locrus a signo Palladio abripuerat, tempestate et flatibus adversis ad saxa Capharea naufragium fecerunt, in qua tempestate Aiax Locrus fulmine est a Minerva ictus; quem fluctus ad saxa illiserunt, unde Aiacis petrae sunt dietae. Ceteri noctu cum fidem deorum implorarent, Nauplius audivit sensitque tempus venisse ad persequendas filii sui Palamedis iniurias.!) Itaque tanquam auxilium eis afferret, facem ardentem eo loco extulit, quo saxa acuta et locus periculosissimus erat. ΠῚ credentes humanitatis causa id factum, naves eo duxerunt. Quo facto plurimae earum confractae sunt, militesque plurimi eum ducibus tempestate oceisi sunt, membraque eorum cum visceribus ad saxa illisa sunt. Si qui autem potu- erunt ad terram natare, a Nauplio interficiebantur. At Ulyssem ventus detulit ad Maronem, Menelaum in Aegyptum. Agamemnon cum Cassandra in patriam pervenit.” Aufser- dem vgl. Nauck trag. gr. fragm. 223f. und R. Schöne Zu Hyginus und Hero ὃ. 73, der es unentschieden läfst, ob eine Beziehung zu Sophokles ΝΝαύπλιος Πυρκαεύς vor- handen sei. Τὰ Ναυπλίου τ᾿ Εὐβοϊκὰ πυρπολήματα sind auch Eurip. Hel. 767 erwähnt.
1) Palamedes war nach der Sage infolge der Ränke des Odysseus von den Griechen vor Troja unschuldigerweise ge- steinigt worden.
LXU ' EINLEITUNG.
Zum Tode des Ajax durch Minerva vgl. noch Verg.
Aen. 139—45: = Pallasne exurere classem
Argivom atque ipsos potuit submergere ponto unius ob noxam et furias Aiacis Oilei?
ipsa Ilovis rapidum iaculata e nubibus ignem disiecitque rates evertitque aequora ventis, illum expirantem transfixo pectore flammas turbine corripuit scopuloque infixit acuto.
Fig. 102. 416, 8. Sollte nicht ἔμπροσϑεν statt ὄπισϑεν zu lesen sein? Die beiden Worte sind auch sonst verwechselt, z. B. 446, 24. Die Bemerkung S. 420, 15 ἔστι... παρακόλλημα ist seltsam. Da diese ganze Vor- richtung im Innern liegt, so erscheint es überflüssig zu sagen, dals man nicht sehen dürfe, wie die lockeren Schnurlagen an- geklebt seien.
Fig. 103. Das Schlaghölzchen würde noch fester sitzen, wenn der Stift auch an der Stelle vier- kantig wäre, wo er durch das Schlaghölzchen hindurchgeht.
Fig. 103e ist die Nachbildung eines Drillbohrers in einer Hs. zu Bologna. S. Wescher Poliorceti- que 8. 221.
Fig. 105. 5. 434, 2—6 τοῦτο
. ἀποτέμνειν — ὃ. 433, 27 — 435, 6 “Der überragende Teil ... abzuschneiden’. Die bezeichneten Worte unterliegen starken Bedenken. Denn was sie besagen, ist teils schon oben ὃ. 432, 16 (ἀποτεμεῖν “abzuschneiden’) gesagt, teils wird es erst unten ὃ. 434, 14—19 = ἢ. 435, 15—21 in einer mehr Vertrauen er- weckenden Fassung gegeben. Es ist wohl kaum ein Zweifel, dafs der Interpolator wieder thätig war.
Unter Fig. 105c fügen wir die handschriftliche Figur bei, welche in allen Hss. ziemlich dasselbe Aussehen hat.
ANMERKUNGEN. LXII
Fig. 107. Die Worte, welche verlangen, dafs der Kasten auf der Rückseite einen Verschlufs (“Nagel’ in den Hss.) habe, damit man ihn von allen Seiten verschliefsen könne, sind nicht ohne Bedenken. Er soll aus Holz sein, obwohl sonst der ganze Kasten aus Kupferplatten zu- sammengesetzt ist. Auch liegt ein Widerspruch mit 5. 442,8 = S. 445, 10 vor. Hier wird ausdrücklich betont, dafs der Kasten keinen Deckel habe, sondern (nach
f
Fig. 105c.
hinten) offen stehe. Dafs in diesem Falle der auf der Vorderseite des Automaten sitzende Zuschauer die Flamme schon vorher zur Unzeit sehen werde, ist jedenfalls nicht zu befürchten. Dagegen ist vielleicht Gefahr, dafs die Flamme, die doch immerhin eine geraume Zeit brennen muls, aus Mangel an Sauerstoff erlischt, wenn der Kasten von allen Seiten geschlossen wird.
Fig. 108. Hr. H. Querfurth hat in Wort und Bild den Versuch gemacht, das Erscheinen, den Umlauf und das .Verschwinden der Athene zu rekonstruieren. Wir fügen aufser den Figuren (108a—e) auch die Beschreibung in Querfurths eigenen Worten bei.
“Die ohne irgend welche handschriftliche Figuren über- lieferten Angaben beschränken sich darauf, das Erscheinen,
LXIV
die Bewegung und das Ver- schwinden der Figur der Athe- ne und die zu diesen Zwecken zu wählenden mechanischen Hilfsmittel nur ganz allgemein anzudeuten. Nachstehend ist der Versuch ge- macht worden, auf Grund die- ser Angaben die Mechanik zu konstruieren,die für den Um- lauf der Athene und zugleich in Rücksicht auf dasübrigeTrieb- werk des Auto- maten mutmals- lich angewendet wurde. Die bei- gefügtenSkizzen (Fig. 108a—e) bringen alle für den vorliegen- den Zweck in Frage kommen- den Einrichtun- gen und Mecha- nismen zur An-
schauung; glei-
EINLEITUNG.
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Fig. 108 ἃ.
ANMERKUNGEN.
Fig. 108b.
LXV
che Teile sind dabei mit gleichen Buch- staben bezeichnet. Fig. 108a zeigt den Längsschnitt, Fig. 108b den Grundrifs, die Figuren 108c—e Einzelheiten der Me-
chanik. Die Bühnenöff- nung 0, 0, (Fig.108b)
ist unten begrenzt durch ein Brett o, welches die notwen- digen Einschnitte im Bühnenboden und die mechanischen Ein- richtungen, die auf demselben ange- bracht werden mufs- ten, dem Auge des Zuschauers verbirgt (Fig. 108a). Er- scheinen, Umlauf und Verschwinden der Athene vollziehen sich auf der Vorder- bühne zwischen den Hohlräumen 0, 0, der Walzen für das Wandelbild. Für die Zwangsbewegungder Figur der Athene ist in den Bühnenboden ein umlaufender Schlitz» (Fig.108b) eingeschnitten, der e
LXVI EINLEITUNG.
auf seinen äufseren Enden von halbkreisförmigen Teilen, in der Längsrichtung von parallel gerichteten Strecken ge-
bildet BEE Der BE lere Teil E, (Fig. 108a) des Bühnenbodens ist durch zwei kleine Pfo- sten PP (Fig. 108a
und 108b), die vom
Boden des Hohlraumes H aufragen, in seiner Lage gehalten. Schlitz x (Fig. 108b) dient als Einführungsöffnung für die herabfallende Blitz- wolke (Fig.109). Unter dem Teile Κ᾿, des Büh- nenbodens liegen, an den
Fig. 1086.
Enden der Schlitzbahn » drehbar gelagert, die Rollen 5, B, (Fig. 108a), deren Umfänge von den inneren, parallelen Be-
grenzungslinien des Schlitzes n berührt werden. Untere Rol- lenkränze verhindern das ‚Abrutschen der Schnüre c, c,. Die
Figur der Athene ὦ
(A, Fig. 1088, ἃ, e), aus dünnem Material, ist wegen der Kehr- bewegung doppel- seitig gemalt, und um ein Scharnier ἢ (Fig. 108d, e) dreh- bar auf einem klei- nen Schlitten D
(Fig. 108a, ce bis e) befestigt.
Gr Ga
SEE
Fig. 108d.
Ein kleines Bleigewicht a
(Fig. 108d, e), auf dem Fufsbrette der Figur angebracht,
ANMERKUNGEN. LXVI
sichert die aufrechte Stellung der Athene während des Umlaufes. Der Schlitten D gleitet mittelst der Laufleisten d,, d, (Fig. 108e, e) und ist einseitig und zwar nach vorn von einem dünnen Bleche d begrenzt, welches den Bühnen- boden indessen nicht berührt. Dieses Blech d dient dem Zwecke, den Schlitten D möglichst in seine Anfangsstellung wieder zurückgelangen zu lassen. In der Anfangsstellung liegt ein Stift g im Bühnenboden fest, unterhalb des Schlittens hinter dem Bleche d (Fig. 108b); in der Schlufs- stellung wird die Bewegung des Schlittens D durch den- selben Stift 9 gehemmt (Fig. 108e). Anfangs- und Schlulfs- stellung des Schlittens sind also nur um die Blech- stärke von d verschieden. Pflöcke f, f (Fig. 108 c) sind in dem Schlitten- brette befes- tigt und ra- gen so weit unter dem Schlitten hervor, dafs sie als Führungsstifte in die Schlitzbahn » eingreifen und mit genügendem Spielraum über die Kränze der Rollen 8, B, hinstreichen, der Abstand der Pflöcke f, f von einander richtet sich nach der Weite und Krümmung des Schlitzes n. Um "eine möglichst gleichmäfsige Gleitbewegung des Schlittens D und damit der Figur der Athene zu erreichen, läuft eine gespannte Schnur ὁ (Fig. 108a, 6), über die Rollen B, B, geleitet, von einem Pflock f zum andern (Fig. 108 6). Die Antriebsschnur c, ist mit einer Öse e, e*
LXVIO EINLEITUNG.
(Fig. 108d) um den Ansatz f, des einen Pflockes f gelegt und dann weiterhin durch das Loch ὦ im Schlitten in dünner Fortsetzung e nach der Mitte der Athene geführt (Fig. 108d, e). Von f, (Fig. 108e) läuft die Schnur e, um B,, B, B, (Fig. 1088), dann nach der Leitrolle C und von dort nach dem Antriebsgewichte des Automaten. Beim Beginn des Umlaufes der Athene wird durch eine entsprechende Vorrichtung die über die Rolle F' geleitete, sehr dünne Schnur s (Fig. 108a) vom Betriebsgewichte angezogen. Diese, mit einer Öse auf einen kleinen, schräg gerichteten Stift p der Figur aufgehakt (Fig. 108a), be- wirkt also das Aufrichten der Athene. Ist die senkrechte Stellung der Figur erreicht, der Stift p also in die Lage p, gelangt, so wird die Schnur s vom Stifte abgestreift; der Schlitten ist dann für den Umlauf frei. Dieser vollzieht sich dann unter Einwirkung der jetzt vom Antriebsgewichte des Automaten angezogenen Schnur e,. Der Schlitten mit der aufrechten Figur der Athene bewegt sich zunächst, die Vorderseite dem Zuschauer zugekehrt, nach der andern Seite der Bühne. Ist die Figur dort angekommen, gleiten die Pflöcke f, f des Schlittens D, immer im Schlitze ἡ geführt, um die Rolle B, wobei eine Kehrbewegung der Figur der Athene stattfindet. Infolgedessen kehrt sie jetzt dem Zuschauer die Rückseite zu. In der Endstellung stöfst dann der weiter gleitende Schlitten D gegen den Stift g (Fig. 108e) im Bühnenboden und die Öse & (Fig. 108d) der Schnur c, wird vom Ansatze f, des Pflockes f abgestreift. Das weitere Anziehen der Schnur c, hat zur Folge, dafs deren dünne Fortsetzung, mit e be- zeichnet, angespannt und damit die Figur der Athene zum Schlusse wieder niedergelegt wird.’
Die Erscheinung der Athene ist auch in einem Auf- satze von R. Schöne Zu Hyginus und Hero im Jahrbuch des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts 1890, Bd. V, 73—77 im allgemeinen besprochen. Dort wird ferner mit Recht auf den Widerspruch hingewiesen, welcher sich daraus ergiebt, dafs Heron in Kap. XXIX die im Ein-
ANMERKUNGEN. LXIX
gange seiner Schrift (s. 5. 406, 1) in Aussicht gestellte einfachere Erscheinung der Athene statt der von ihm ge- tadelten, komplizierteren des Philo giebt, ohne die Hinweise auf letztere, insbesondere die bekämpfte Schwebemaschine (vgl. 5. 404,17 und dazu 8. 440, 24) getilgt zu haben.
Fig. 109. Eine handschriftliche Figur ist hierzu nicht vorhanden.
KAPITEL IV.
ZUM ANHANGE.
Die von Halma bemutzte Hs. 2363 (ehemals Fontebl.- Reg. 2720, Pap. 218 Bl.) gehört nach Omont Inv. somm. IH, 247 thatsächlich dem 15. Jahrh. an. Das Alter der anderen, 2392 (einst Fontebl.-Reg. 2726), wird von Omont II, 252 bestätigt. Vgl. S.506 f. das Fragment nach Pappus.
456, 7 möchte ich jetzt nach 252, 7 mit den Hss. ἔϑος ἐστί schreiben.
Der ‘Liber Philonis de ingeniis spiritualibus’ ist nach V. Rose Anecdota - Graeca et Graecolat. II, 299—313 ge- geben. Neue Kollationen sind nicht gemacht, weil sie vermutlich nichts wesentlich Neues ergeben hätten.!)
A. de Rochas Traite des Pneumatiques de Philon de Byzance. Extrait de la Revue archeologique, juin et aout 1881, hat die Schrift S. 3—16 des Sond.-Abdr. ins Französische übersetzt und mit einigen Anmerkungen ausgestattet. Die Figuren sind mit geringen Änderungen die handschriftliehen, wie sie Rose giebt.
Diese Übersetzung nebst den zugehörigen Figuren ist von demselben unter dem Titel Fragment des Pneumatiques de Philon de Byzance wiederholt in der Science des philo- sophes et l’art des thaumaturges 1882 8. 205—218, aber meist ohne die Anmerkungen.
1) Wem es um einen vollständigen kritischen Apparat zu thun ist, dem ist Rose unentbehrlich. Auch dessen Einleitung ist zu beachten.
LXX EINLEITUNG.
Eine deutsche Übersetzung erscheint hiermit zum ersten Male.
Die Lebenszeit Philons steht nicht fest. Jedenfalls ist er älter als Heron und Vitruv und jünger als Ktesibios. Von Heron wird nämlich Philon 404, 13 und von Vitruv VII, Praef. 14 S. 160,3 Rose erwähnt. Philon selbst führt dagegen wiederholt den Ktesibios an (5. oben S. X, Anm.), ohne gerade dessen Schüler gewesen zu sein (s. Susemihl Gesch. d. gr. Litt. I, 745, Anm. 192). Wenn Philo in die zweite Hälfte des 3. Jahrh. v. Chr. gesetzt wird, so stimmt das zu der bereits S. XI Anm. ausgesprochenen Vermutung, dafs er ein Zeitgenosse des Archimedes sei.
459, Anm. 2. Die Öxforder arabische Hs. trägt die Nr. 954, nicht 966.
474ff. Vgl. oben S. XLV.
486, Fig. 121. Man mufs sich vorstellen, dafs das Vorratsgefäls ab in einem abgeschlossenen Raume steht.
Die aus Vitruv') abgedruckten Abschnitte sind der Ausgabe von Rose entnommen.
Fig. 29a (495 Anm. 5) 5. oben 9. XXXV.
Vitruvs Wasserorgel ist oben ὃ. XLIff. behandelt.
1) Neuerdings wird mit Unrecht von J. L. Ussing Betragt- ninger over Vitrwvii de .architeetura libri decem. Kgl. Danske Vidensk. Selsk. Skr. 6. Raekke, hist. og filos. Afd. IV, 3, Kopen- hag. 1896, im Anhange ÖObservations sur Vitruve et sur le temps οἷν peut avoir ἐξέ Eerit Vowvrage qui porte ce titre Vitruv frühestens dem 3. Jahrh. n. Chr. zugewiesen (wie schon 1856 von C. F. L. Schultz dem 4. Jahrh.) und für einen “Dilettanten’ aus der Gegend von Ravenna erklärt, der Varro kompiliert habe. Vgl. dazu die Bemerkungen von P. Tannery F’rontin et Vitruve S.-A. S.118—127 (Revue de Philologie 1897). Hultsch erklärt sich entschieden gegen diese Datierung. “In allen rein technischen Dingen’, schreibt er mir, “ist Vitruv eine unschätz- bare und durch keine Deuteleien herabzusetzende Autorität. Sein ungehobelter Stil zeugt nur für die Echtheit der Über- lieferung; Männer der Praxis haben schon zu Augustus’ Zeit anders geschrieben als die Gelehrten.” Dem kann man nur zustimmen.
HERONIS ALEXANDRINI PNEVMATICORVM LIBRI DVO.
CONSPECTVS NOTARVM.
A = Marcianus 516 5. XIH,
G = Gudianus 13 5. XVI.
T = Taurinensis B, V, 20 anni 1541.
a = consensus codicum AGT vel Heronis recensio prior. M = Magliabechianus I. 1Π 36 5. XVI.
B = Barberinianus I 162 annı 1499.
C = Constantinopolitanus 19 5. XV.
P = Parisinus 2515 5. XVI.
b = consensus codicum BCP (2—28, 17 --- ΒΟ, 188, 19—204, 22 = CP) vel Pseudo-Heronis recensio posterior.
L = versio Latina s. XV.
... Jacunam significat, i locum corruptum, [ ] delenda,
< δ Inserenda.
Potiores tantum lectiones afferentur. Ea praefationis pars quae est de codicum ratione et index verborum supplemento seorsum expresso continentur.
HP2NOZE AAEZSANAPERZ INETMATIK2N
A B
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 1
HPQNOZ AAESANAPEBZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν
ΠΡΩ͂ΤΟΝ.
ir un; Τῆς πνευματικῆς πραγματείας σπουδῆς ἠξιωμένης Prooem!
| πρὸς τῶν παλαιῶν φιλοσόφων TE καὶ μηχανικῶν, τῶν 5 μὲν λογικῶς τὴν δύναμιν αὐτῆς ἀποδεδωχότων, τῶν
| δὲ καὶ δι’ αὐτῆς τῆς τῶν αἰσϑητῶν ἐνεργείας, ἀναγ-
| καῖον ὑπάρχειν νομίξομεν καὶ αὐτοὶ τὰ παραδοϑέντα
| ὑπὸ τῶν ἀρχαίων εἰς τάξιν ἀγαγεῖν, καὶ ἃ ἡμεῖς δὲ
| προσευρήκαμεν εἰσϑέσϑαι" οὕτως γὰρ τοὺς μετὰ ταῦτα 10
᾿ἐν τοῖς μαϑήμασιν ἀναστρέφεσθαι βουλομένους ὦφε-
λεῖσϑαι συμβήσεται. ἀκόλουθον δὲ εἶναι νομίσαντες
τῇ τῶν ὑδρίων ὡροσκοπείων ἕξει. ἥτις ἡμῖν Ev τέσσαρσι
βιβλίοις προαναγέγραπται, ταύτην συνεχῆ ὑπάρχειν
γράφομεν καὶ περὶ αὐτῆς, ὡς προείρηται" διὰ γὰρ συμ- 15
πλοκῆς ἀέρος καὶ πυρὸς χαὶ ὕδατος καὶ γῆς καὶ τῶν
τριῶν στοιχείων ἢ καὶ τῶν τεσσάρων συμπλεκομένων
ποικίλαι διαϑέσεις ἐνεργοῦνται. ai μὲν ἀναγκαιοτάτας
τῷ βίῳ τούτῳ χρείας παρέχουσαι, αἱ δὲ ἐχπληκτικόν γ 4 4 χϑ 5 0 X τ = N ι τινα ϑαυμασμὸν ἐπιδεικνύμεναι. 30
18 Fragmentum huius operis exstat apud Proclum hypotyp. astron. Bas. 1540 p. 42; v. infra τέσσαρσι Ὁ: τέταρσι AG: Ι τέτταρσι 14 προσαναγέγραπται ab: corr.Haasius 16—17 ἔ καὶ | τῶν τριῶν... συμπλεκομένων del. 17 τεττάρων T
|
|
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA.')
BUCH 1.
Das Studium der Pneumatik wurde von den alten Einleitung
5 Philosophen und Mechanikern sehr eifrig betrieben, indem die einen ihr Wesen theoretisch, die andern durch Vor- führung von Experimenten darlegten. Daher erscheint es auch uns notwendig, die Erfindungen unserer Vor- gänger, wie sie uns überkommen sind, in geordneter 10 Reihenfolge zu entwickeln und unsere eigenen mit einzu- schalten. Das dürfte für künftige Mathematiker von praktischer Bedeutung sein. Wie oben bemerkt, behandeln wir auch die Pneumatik, weil wir sie für die natürliche Fortsetzung unserer früheren, in vier Büchern gegebenen τό Darstellung der Wasseruhren halten. Denn durch Ver- einigung von Luft, Feuer, Wasser, Erde und die Zu- sammensetzung von drei oder auch vier Elementen ergeben sich Verbindungen mannigfacher Art, von denen einige uns mit sehr notwendigen een versorgen,
20 während andere staunende Bewunderung hervorrufen.
1) a bezeichnet die ältere Rezension, b die jüngere Über- arbeitung.
1 ᾿Δλεξανδρέως ἃ: φιλοσόφου Ὁ 8 βιβλίον πρῶτον Ὁ 8 καὶ αὐτοὶ οἵα. ἢ 9 δ᾽ ἡμεῖς αὶ δὲ οι. 10 εἰσϑέσϑαι ἃ: ἐκθέσθαι Ὁ 12 ἀκόλουθον δὲ εἶναι οἵα. 1, 19 χρείας τῷ βίῳ τούτῳ tr. b 15
146
4 HPRQNOZ AAESANAPERZE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
Πρὸ δὲ τῶν λέγεσϑαι μελλόντων πρῶτον περὶ κενοῦ διαληπτέον. οἱ μὲν γὰρ τὸ χαϑόλου μηδὲν εἶναι κενὸν «διατείνονται». οἱ δὲ ἄϑρουν μὲν κατὰ φύσιν μηδὲν εἶναι κενόν, παρεσπαρμένον δὲ κατὰ μικρὰ μόρια | τῷ ἀέρι καὶ τῷ ὑγρῷ καὶ (TO) πυρὶ καὶ τοῖς ἄλλοις σώμα- σιν" οἷς μάλιστα συμφέρεσθαι προσήκει" ἐκ γὰρ τῶν φαινομένων καὶ ὑπὸ τὴν αἴσϑησιν πιπτόντων ἐν τοῖς ἑξῆς δείκνυται τοῦτο συμβαῖνον. TEv τῷ μέντοι τὰ ἀγγεῖα τὰ δοκοῦντα εἶναι τοῖς πολλοῖς κενὰ οὐχ ἔστιν, ὡς ὑπολαμβάνουσι. κενά, ἀέρος δὲ πλήρη. 6 δὲ ἀήρ ἐστιν, ὡς τοῖς περὶ φύσεως πραγματευσαμένοις ἀρέσκει, ἐκ λεπτῶν καὶ μικρομερῶν σωμάτων συνεστηκὼς ἀφανῶν ἡμῖν ὄντων ὡς ἐπὶ (TO) πολύ. ἐὰν γοῦν εἰς τὸ δοκοῦν ἀγγεῖον κενὸν ὑπάρχειν ἐγχέῃ τις ὕδωρ. καϑ' ὅσον ἂν πλῆϑος τοῦ ὕδατος εἰς τὸ ἀγγεῖον ἐμπίπτῃ. κατὰ τοσοῦ- τον πλῆϑος ἀὴρ ἐχχωρήσει. κατανοήσειε δ᾽ ἄν τις τὸ λεγόμενον ἐκ τοῦ τοιούτου" ἐὰν γὰρ εἰς ὕδωρ κατα- στρέψας ἀγγεῖον τὸ δοκοῦν εἶναι κενὸν πιέξῃς eig τὸ κάτω ἀκλινὲς διαφυλάσσων. οὐκ εἰσελεύσεται τὸ ὕδωρ εἰς αὐτό. κἂν ὅλον αὐτὸ χρύψῃς" ὥστε δῆλον εἶναι, ὅτι σῶμα ὑπάρχων ὁ ἀὴρ οὐκ ἐᾷ παρεισελϑεῖν τὸ ὕδωρ
διὰ τὸ πεπληρωκέναι πάντα τὸν ἐν τῷ ἀγγείῳ τόπον.
IN
ἐὰν γοῦν τρυπήσῃ τις τὸν πυϑμένα Tod ἀγγείου. τὸ μὲν ὕδωρ διὰ τοῦ στόματος εἰς αὐτὸ εἰσελεύσεται. ὃ ὃ
ὲ δ ἀὴρ διὰ τοῦ τρυπήματος ἐξελεύσεται. πάλιν δὲ
1—28, 15 Πρὸ ... κινήσεις ed. Diels Sitzgsber. d. Akad. d. Wiss. Berlin 1893 p. 120—127. περὶ κενοῦ inscribit G,T 3 διατείνονται b, contendunt L: om. a: οἴονται Paris. 2431 5 τῷ (alterum) b: om.a 8 ἐν τῷ μέντοι τὰ AGT, b: τὰ μέντοι T, alii: ex eo quod L: ἕν τὸ μέγιστον Diels 12 λεπτῶν καὶ μικρομερῶν Laur. 59, 17. Leid. Voss. 44: λεπτῶν καὶ μικρῶν μερῶν AG: μικρῶν καὶ κούφων T,, κούφων in λεπτῶν corr. T,:
σι
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25
ἃς DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 5
.Es giebt nämlich Forscher, welche überhaupt jedwedes Vakuum entschieden in Abrede stellen!), andere?) hin-
5 gegen vertreten die Behauptung, es gebe von Natur zwar kein kontinuierliches (absolutes) Vakuum, aber doch ein
in kleinen Teilchen in der Luft, der Feuchtigkeit, dem Feuer und den andern Körpern verteiltes. Die letztere Annahme verdient am meisten unsern Beifall. Denn es
10 ergiebt sich im folgenden ihre Wahrheit aus augenschein- lichen, sinnlich wahrnehmbaren Vorgängen. Die Gefälse,
die gewöhnlich für leer gelten, sind in Wirklichkeit nicht, wie man glaubt, leer, sondern mit Luft gefüllt. Die Luft besteht nach den Lehrsätzen der Physiker aus zarten,
15 feinteiligen, uns meist unsichtbaren Molekülen. Gielst man in das anscheinend leere Gefäls Wasser, so strömt wenigstens so viel Luft aus, als Wasser hineinläuft. Folgendes ist der Beweis für diese Behauptung. Wenn man ein scheinbar leeres Gefäls umstülpt und in scharf
20 lotrechter Richtung ins Wasser setzt, so flielst dieses nicht hinein, selbst wenn man das Gefäls ganz untertauchen sollte. Daraus erhellt, dafs die Luft ein Körper ist und dals sie deshalb, weil das ganze Innere des Gefälses da- | mit angefüllt ist, dem Wasser den Zutritt verwehrt. 25 Bohrt man allerdings in den Boden des Gefälses (also oben) ein Loch, so dringt durch die Mündung das Wasser ein, während die Luft durch das Loch (im Boden) entweicht.”) Hebt man dagegen vor der Durchbohrung des Bodens das
|
1) Aristoteles gegenüber Demokrit. 2) Straton. 3) Vel. unten Philos Pneumatik Kap. 2 nebst zugehöriger Figur.
| μικρῶν καὶ λεπτομερῶν b Laur. 74, 13. cf. p. 12, 3. 28, 2: (ex) | parvis ac minutis 1, 18 τὸ add. Diels 17 γὰρ ΑΘ}: οὖν T
2 εἶναι post κενὸν iterat ὁ 9 κενὰ al: om. BL 1 ἐμ- πίπτει BC,, corr. (, 18 πιέζξεις C 22 τῷ om. C
6 HP2NOZ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
πρὸ τοῦ τρυπῆσαι τὸν πυϑμένα ἐάν τις ὀρϑὸν ἐκ τοῦ [γ2 \ 3 - e £ 9 ; E24 -" ὕδατος τὸ ἀγγεῖον ἐπάρῃ, ἀνατρέψας ὄψεται πᾶσαν τὴν ἐντὸς τοῦ ἀγγείου ἐπιφάνειαν καϑαρὰν ἀπὸ τοῦ ὑγροῦ, καϑάπερ ἦν καὶ πρὸ τοῦ τεϑῆναι. διὸ δὴ ὑπο- ληπτέον εἶναι σῶμα τὸν ἀέρα. γίνεται δὲ πνεῦμα κινηϑείς" οὐδὲν γὰρ ἕτερόν ἐστι τὸ πνεῦμα ἢ κινού- uEvog ἀήρ. ἐὰν γοῦν τετρυπημένου τοῦ ἀγγείου κατὰ τὸν πυϑμένα καὶ εἰσπίπτοντος τοῦ ὕδατος παραϑῇ τις τῷ τρυπήματι τὴν χεῖρα. αἰσϑήσεται τὸ πνεῦμα ἐχπῖ- > m 2 ‚ > - \\ 3 » 52) RR πτὸον ἔκ τοῦ ἀγγείου τοῦτο δὲ οὐκ ἄλλο τί ἐστιν ἢ ὁ ἐχκρουόμενος ὑπὸ τοῦ ὕδατος ἀήρ. οὐχ ὑποληπτέον οὖν ἐν τοῖς οὖσι κενοῦ τινα φύσιν ἀϑρόαν αὐτὴν καϑ' ἑαυτὴν ὑπάρχειν, παρεσπαρμένην δὲ χατὰ μικρὰ μύρια τῷ TE ἀέρι καὶ τῷ ὑγρῷ καὶ τοῖς ἄλλοις σώμασιν, ei μὴ ἄρα τὸν ἀδάμαντα μόνον μὴ κοινωνεῖν (εἴποι τις m “ “ [4 1 \ [4 4 ’ [4 τῇ τοῦ κενοῦ φύσει διὰ τὸ μήτε πύρωσιν ἐπιδέχεσθαι μήτε διακόπτεσϑαι, τυπτόμενον δὲ εἷς τοὺς ἄκμονας καὶ τὰς σφύρας ὅλον ἐνδύεσθαι. τοῦτο δὲ αὐτῷ παρα- κολουϑεῖ διὰ τὴν συνεχῆ πυκχνότητα᾽ τὰ γὰρ τοῦ πυρὸς σώματα παχυμερέστερα ὄντα τῶν ἐν τῷ λίϑῳ κενῶν οὐ παρεισέρχεται, ἀλλὰ μόνον ἐπιψαύει τῆς ἐκτὸς ἐπι- φανείας" διόπερ μὴ προκατεισδύνοντα ἐντὸς καϑάπερ ἐπὶ τῶν ἄλλων σωμάτων οὐδὲ δέχεται ϑερμότητα. τὰ δὲ τοῦ ἀέρος σώματα συνερείδει μὲν πρὸς ἄλληλα, οὐ \ x \ [4 ᾽ ΄ 9 3 El \ / κατὰ πᾶν δὲ μέρος ἐφαρμόξει, ἀλλ ἔχει τινὰ διαστή- ματα μεταξὺ κενὰ καϑάπερ ἡ ἕν τοῖς αἰγιαλοῖς ψάμμος. τὰ μὲν οὖν τῆς ψάμμου μόρια τοῖς τοῦ ἀέρος σώμασιν
2 ἐπαίρῃ T,, eorr. T, 10 ἐκ om.T, add. T, 11 ἐκκρουό- μενος Τὶ Gmg.b: ἐκκενούμενος AGT,: ἐκκρινόμενος Μ, ὑπὸ Τ: ἀπὸ AGh 13 παρεσπαρμένην AGT,: κατεσπαρμένην Τὶ Ὁ: disseminatam L 15 εἴποι τις bL: φαίη τις Laur. 74,13: om.a:
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25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 7
Gefäls senkrecht aus dem Wasser und kippt es um, so wird man die ganze Innenseite des Gefälses trocken finden wie vor dem Untertauchen. Daher darf die Körperlichkeit der Luft als ausgemacht gelten. Die Luft wird zu 5 Pneuma (Wind), wenn sie bewegt wird. Denn der Wind ist nichts anderes als bewegte Luft. Wenn man also das Gefäls am Boden durchbohrt und die Hand ans Loch hält, während das Wasser einflie[st, so wird man in der That fühlen, wie das Pneuma aus dem Gefälse entweicht. 10 Das ist aber nichts anderes als die vom Wasser ausge- stofsene Luft. Die Annahme, dafs in Wirklichkeit an sich ein natürliches, kontinuierliches Vakuum bestehe, ist also nicht berechtigt, vielmehr ist das Vakuum in kleinen Teilchen in der Luft, der Feuchtigkeit und den übrigen 15 Körpern verteilt,. falls man nicht etwa allein dem Diamant (jeglichen) Anteil an der Eigentümlichkeit des Vakuum absprechen will, weil er sich weder glühend machen noch zerbrechen läfst, sondern beim Hämmern in Ambols und Hammer sich völlig eindrückt. Diese Eigenschaft ver- 20 dankt er seiner aulserordentlichen Härte. Denn die Mole- küle des Feuers haben einen grölsern Umfang als die Vakua des Steines und dringen daher nicht ein, sondern berühren blofs die äufsere Oberfläche. Eben deshalb, weil sie nicht vorher hineinkommen wie bei den übrigen 25 Körpern, entwickelt sich auch keine Wärme. Die Mole- küle der Luft stofsen zwar an einander, doch ohne in jedem einzelnen Teile in einander zu passen, sondern es bleiben eine Anzahl leerer Räume dazwischen wie beim Sande am Meeresstrande Wie die Sandteilchen
ὑποληπτέον supplet Schneider Ecl. phys. I, 115 18 αὐτῷ Th: αὐτὸ AG 23 οὐδὲ AG: οὐ T
5 σῶμα εἶναι ἐγ. Ὁ 6room.b [10 ἐκ om.b 13 ἕαυ- τὴν: αὑτὴν Β 14 τῷ τε ὑγρῷ καὶ τῷ ἀέρι tr. bL. οὗ p. 4, 4—5 22 προπατεισδύνοντα ἃ: εἰσδύνοντα b, ingredientiaL 28 οὐδὲ ἐνὸς ϑερμότητα ἃ: οὐδὲ ϑερμότητα ἐμποιεῖ τῷ λίϑῳω bL 24 σώ- ματα ἃ: μόρια b, particulae L
147
8 ἩΡΩ͂ΝΟΣ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
ἀποικειοῦσϑαι ὑποληπτέον. τὸν δὲ ἀέρα τὸν μεταξὺ τῶν τῆς ψάμμου μορίων | τοῖς μεταξὺ τοῦ ἀέρος κενοῖς" διὸ καὶ πιλεῖσϑαι τὸν ἀέρα συμβαίνει ἐκ βίας τινὸς προσελϑούσης καὶ συνιξάνειν εἰς τὰς τῶν κενῶν χώρας, παρὰ φύσιν τῶν σωμάτων πρὸς ἄλληλα ϑλιβομένων" 9 4 \ ’ 4 \ 3 \ 4 3 ἀνέσεως δὲ γενομένης πάλιν εἰς τὴν αὐτὴν τάξιν ἀπο- καϑίσταται τῇ τῶν σωμάτων εὐτονίᾳ, καϑάπερ καὶ τοῖς τῶν κεράτων συμβαίνει ξέσμασι καὶ τοῖς ξηροῖς σπόγ- er ’ 2 - ’ πον \ N yoıs, ὅταν συμπιληϑέντα ἀνεϑῆῇ., πάλιν ἐπὶ τὴν αὑτὴν χώραν ἀποχαϑίστασϑαι καὶ τὸν αὐτὸν ὄγκον ἀποδιδόναι. ὁμοίως δὲ καὶ ἐάν τινος βίας γενομένης ἀπ’ ἀλλήλων διαστῇ τὰ τοῦ ἀέρος σώματα καὶ μείζων κενὸς παρὰ φύσιν γένηται τόπος, πάλιν πρὸς ἄλληλα συντρέχειν" διὰ γὰρ τοῦ κενοῦ ταχεῖαν γίνεσθαι τὴν φορὰν τοῖς σώμασι (συμβαίνει), μηδενὸς ἀνθισταμένου μηδὲ ἀντι- κρούοντος. ἕως ἂν ἀλλήλοις προσερείσῃ τὰ σώματα. ἐὰν οὖν ἀγγεῖον λαβών τις χουφότατον καὶ σύστομον, προσϑεὶς τῷ στόματι ἐκμυξήσῃ τὸν ἀέρα καὶ dpi, ἐκ 0 5. ΤῸ So wv5n70oN 9 ἀφ). ἕξκ- κρεμασϑήσεται ἐκ τῶν χειλέων τὸ ἀγγεῖον, ἐπισπωμένου τοῦ κενοῦ τὴν σάρχα πρὸς τὸ ἀναπληρωϑῆναι τὸν χενωϑέντα τύπον ὥστε ἐκ τούτου φανερὸν γενέσϑαι, ea „ Ὁ ἐν -“ > 4 2 , [4 \ ὅτι ἄϑρους κενὸς ὑπῆρξεν Ev τῷ ἀγγείῳ τόπος. καὶ ,ὕ x m BAR \ \ P} \ 258 Er ἄλλως δὲ τοῦτο YavEo00V' τὰ γὰρ ἰατρικὰ Wa Verve ὕντα καὶ σύστομα. ὅταν βούλωνται πληρῶσαι ὑγροῦ, ἐκμυξήσαντες τῷ στόματι τὸν ἐν αὐτοῖς ἀέρα καὶ κατα- λαβόντες τὸ στόμιον αὐτῶν τῷ δακτύλῳ καταστρέφου-
1 ἀποικειοῦσϑαι AGT,: ἀποκενοῦσϑαι b, evacuatas esse L: ἀφομοιοῦσϑαι T 3 πιλοῦσϑαι T,, corr. T, 8 τῶν om. T,, corr. T, &neois om. T,, corr. T, 10 ἀποκαϑίστασϑαι Ric- card. 47 in marg. et Laur. 74,13 (od«ı ex ται corr.): ἀποκαϑίστα- ται ab 15 συμβαίνει ὉΠ: om. a 21 τούτου AG: τούτων T
20
or
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 9
durch die Luftteilchen, so, mu/s man sich vorstellen, wird die zwischen den Sandteilchen befindliche Luft (d. h. ihre Moleküle) wieder durch die Vakua geschieden.!) Tritt daher eine äufsere Kraft hinzu, so hat dies eine Ver- dichtung der Luft zur Folge. Dann tritt die Luft an die Stelle der Vakua, indem deren Moleküle künstlich zusammengedrängt werden. Hört die Einwirkung der Kraft auf, so kehrt die Luft infolge der ihren Teilchen eigentümlichen Spannkraft wieder an ihre frühere Stelle zurück, ähnlich wie auch die aus Horn geschnitzten Gegen- stände und die trocknen Schwämme wieder gleichen Raum und gleichen Umfang einnehmen, wenn man sie zusammen- drückt und dann wieder losläfst. In analoger Weise ver- einigen sich auch wieder die Moleküle der Luft, wenn sie unter Aufbietung einer äufsern Kraft von einander getrennt werden und sich ein gröfseres Vakuum bildet, als natürlich ist. Denn die Moleküle bewegen sich schnell durch das Vakuum, weil sie weder aufgehalten noch zurück- gestolsen werden, bis sie sich wieder berühren. Nimmt man nun ein sehr leichtes Gefäfs mit enger Mündung, hält es an den Mund, saugt die Luft aus und lälst es dann los, so bleibt das Gefäfs an den Lippen hängen; denn das Vakuum zieht das Fleisch an, um den leeren Raum wieder zu füllen. Daraus ergiebt sich für das Gefäls ein kontinuierliches Vakuum. Dies kann man noch anderweitig nachweisen. Will man die (sogenannten) medizinischen Eier, welche von Glas und enghalsig sind, mit einer Flüssig- keit füllen, so saugt man mit dem Munde die darin ent- haltene Luft auf, hält ihre Mündung mit dem Finger zu und
1) Nach anderer Lesart: “Dabei mag man sich denken, dafs die Sandteilchen den Luftmolekülen, die Luft zwischen den Sandteilchen den Vakua inmitten der Luft entspricht.’
8 κεράτων aB: κρεάτων ( 9 ὅταν: cum enim L 10 ἀπο- διδόναι ἃ: ἀπολαμβάνει b: reaccipiunt L 13 συντρέχειν ἃ: συντρέχει bL 21 τούτων bL γίνεσθαι Ὁ 22 ὑπῆρξεν C: ὑπῆρχεν BL
148
10 HP2NOZ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
σιν εἰς τὸ ὑγρόν, καὶ ἀνεϑέντος τοῦ δακτύλου ἀνα- σπᾶται εἷς τὸν κενωϑέντα τόπον τὸ ὕδωρ. καίτοι παρὰ φύσιν τῆς φορᾶς ἄνω γενομένης τῷ ὑγρῷ. καὶ τὸ περὶ τὴν σικύαν δὲ συμβαῖνον οὐκ ἀλλότριον τῶν προειρημένων ὑπάρχει" προστιϑέμεναι γὰρ αὗται τῷ σώματι οὐ μόνον οὐκ ἀποπίπτουσιν ἱχανὸν ἔχουσαι βάρος. ἀλλὰ καὶ προσεπισπῶνται τὴν παρακειμένην ὕλην διὰ τῶν τοῦ σώματος ἀραιωμάτων δι᾿ αἰτίαν τοιαύτην" ἐμβληϑὲν γὰρ ἐν αὐταῖς τὸ πῦρ φϑείρει καὶ λεπτύνει τὸν ἀπειλημμένον ἐν αὐταῖς ἀέρα, καϑάπερ καὶ τὰ ἄλλα σώματα ὑπὸ τοῦ πυρὸς φϑείρεταί τε καὶ μετα- βάλλει εἰς λεπτοτέρας οὐσίας, λέγω δὴ ὕδωρ καὶ ἀέρα καὶ γῆν. ὅτι μὲν γὰρ φϑείρεται. δῆλον ἐκ τῶν περι- λειπομένων ἀνθράκων" οὗτοι γὰρ τὸν αὐτὸν ὄγκον διαφυλάττοντες τῷ ἐξ ἀρχῆς πρὸ τοῦ τὴν καῦσιν ἐπι- δέξασϑαι ἢ ὀλίγῳ ἐλάσσονα, παρὰ πολὺ τῷ βάρει διαλλάσσουσι τοῦ ἐξ ἀρχῆς. χωρεῖ, δὲ τὰ διεφρϑαρμένα τῶν σωμάτων διὰ τῶν καπνῶν εἴς τε πυρώδη οὐσίαν χαὶ ἀερώδη καὶ γεώδη" τὰ μὲν γὰρ λεπτότερα τῆς φϑορᾶς εἷς τὸν ἀνωτάτω χωρεῖ τόπον, ἔνϑαπερ καὶ τὸ πῦρ᾽ τὰ δὲ τούτων μικρῷ παχυμερέστερα εἰς τὸν ἀέρα" τὰ δὲ ἔτι τούτων παχύτερα ἐπὶ ποσὸν συνανενεχϑέντα
τοῖς εἰρημένοις διὰ τὴν συνεχῆ φορὰν πάλιν εἰς τὸν
κάτω χωρήσαντα τόπον τοῖς γεώδεσι συνάπτει. μεδτα- βάλλει δὲ καὶ τὸ ὕδωρ εἰς ἀέρα φϑειρόμενον ὑπὸ τοῦ πυρός" οἱ γὰρ ἐκ τῶν ὑποκαιομένων λεβήτων aruot | οὐκ ἄλλο τί εἶσιν ἢ ai τοῦ ὑγροῦ λεπτύνσεις εἷς ἀέρα χωροῦσαι. ὅτι μὲν οὖν τὸ πῦρ διαλύει τὰ παχύτερα
1 ἀναιρεϑέντος T,, corr. T, 12 καὶ om. T 13 γὰρ
om. T 15 ro om. T,, corr. T, 16 τῷ βάρει Tb: τὸ βάρυ AG,, τῶ corr.G, 22 ἀνεχϑέντα T,, corr. T, 26 ὑποκαιο-
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 11
setzt sie umgekehrt in die Flüssigkeit. Läfst man dann den Finger los, so steigt das Wasser in das entstandene Vakuum hinauf, obwohl die Bewegung der Flüssigkeit nach oben nicht naturgemäfs ist. Ähnlich ist auch der Vorgang beim Schröpfkopfe. Nicht blofs, dafs diese an den Körper gesetzt nicht abfallen, obwohl sie hinreichend schwer sind, sondern sie ziehen noch obendrein die be- nachbarte Materie durch die Poren des Körpers an. Der Grund hierfür ist folgender. Erhitzt man die Schröpf- köpfe, so verflüchtigt und verdünnt das Feuer die darin enthaltene Luft, wie auch die übrigen Körper, ich meine Wasser, Luft und Erde, vom Feuer verflüchtigt und in feinere Substanzen verwandelt werden. Dafs sie sich wirklich verflüchtigen, lälst sich aus den Aschenresten der Kohlen erkennen. Denn wenn diese auch denselben oder einen nur um ein weniges geringeren Umfang be- halten als vor der Verbrennung, so haben sie doch ein von dem früheren wesentlich verschiedenes Gewicht. Die verflüchtigten Körper gehen mittels des Rauches in eine feurige, luftige oder erdige Substanz über. Die feineren Moleküle steigen bei der Verflüchtigung bis zur höchsten Region empor, wo auch das Feuer ist; die, welche etwas fester sind als diese, gehen in die Luft über; was noch gröber ist als diese, wird mit den erwähnten Teilchen (Molekülen) eine Zeit lang bei dem ununterbrochenen Zuge nach oben mit emporgetragen, fällt dann wieder nieder und vereinigt sich mit den erdigen Substanzen. Auch das Wasser wird vom Feuer verflüchtigt und in Luft verwandelt. Denn die Dämpfe, die aus den geheizten Kesseln aufsteigen, sind nichts anderes als verdunstende, sich in Luft verwandelnde Flüssigkeit. Dafs also das
μένων BCmg.G, Τὶ : ὑποκειμένων AG,T,: καιομένων Ü 28 f. χω- ροῦντος
8 γενομένης AC: γινομένης B, cum ... feratur 1 7 προσ- ἐπισπῶνται AU: ἐπισπῶνται B, attrahunt 1, 26 ἐκ: ὑπὸ Ὁ, corr. C in marg.
18 HPRQNOZE AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A,
αὐτοῦ πάντα καὶ μεταβάλλει. ἐκ τούτων δῆλον. καὶ ἐκ τῶν ἀναϑυμιάσεων δὲ τῶν ἀπὸ τῆς γῆς γινομένων μεταβάλλει τὰ παχύτερα τῶν σωμάτων εἷς λεπτομερε- στέρας οὐσίας" wi γὰρ δρόσοι οὐκ ἄλλως ἀναφέρονται ἢ λεπτυνομένου τοῦ Ev τῇ γῇ ὕδατος ὑπὸ τῆς ἀνα- ϑυμιάσεως" αὕτη δὲ ὑπὸ πυρώδους τινὸς οὐσίας γίνεται. τοῦ ἡλίου ὑπὸ γῆν ὄντος καὶ ϑεομαίνοντος τὸν κατ᾽ ἐκεῖνο τόπον. καὶ μᾶλλον ἤτοι ϑειώδη ἢ ἀσφαλτώδη ὄντα. ὃς ϑερμαινόμενος ἐπὶ πλεῖον τὴν ἀναϑυμίασιν ποιεῖ" καὶ τὰ ϑερμὰ δὲ τῶν ὑδάτων τὰ Ev τῇ γῆ εὗρι- σκόμενα ἐκ τῆς αὐτῆς αἰτίας γίνεται. τῶν οὖν δρόσων τὰ μὲν λεπτότερα εἰς ἀέρα μεταβάλλει. τὰ δὲ παχύτερα ἐπὶ ποσὸν συνανενεχϑέντα διὰ τὴν τῆς ἀναϑυμιάσεως βίαν. ταύτης ἀποψυχείσης κατὰ τὴν τοῦ ἡλίου μετα- τροπὴν πάλιν εἰς τὸν κάτω φέρεται τόπον. καὶ τὰ πνεύματα δὲ ἐκ σφοδρᾶς ἀναϑυμιάσεως γίνεται. τοῦ ἀέρος ἐξωϑουμένου καὶ λεπτυνομένου καὶ ἀεὶ τὸν ἑξῆς καὶ συνεχῆ αὐτῷ κινοῦντος" ἡ μέντοι κίνησις τοῦ ἀέρος οὐ κατὰ πάντα τόπον ἰσοταχὴς γίνεται, ἀλλὰ σφοδροτέρα μὲν παρ᾽ αὐτὴν τὴν ἀναϑυμίασιν, ἀμαυρο- τέρα δὲ μακρυνϑεῖσα τοῦ τύπου. καϑ’ ὃν κεχίνηται, χαϑάπερ zul ἐπὶ τῶν ἄνω φερομένων βαρῶν. φέρεται γὰρ καὶ ταῦτα τάχιον μὲν κατὰ τὸν. συνεγγίξοντα τῷ κάτω τόπον. πρὸς ὅν ἐστι καὶ ἡ ἀποστέλλουσα αὐτὰ δύναμις.
ἃ 20—24 ἀμαυροτέρα... δύναμις = Ὁ 26—29: ἀμυδροτέρα δὲ ἀπώτερον καϑάπερ καὶ ἐπὶ τῶν ἄνω φερο- μένων βαρῶν. φέρεται γὰρ ταῦτα τάχιον μὲν κατὰ τὸν συνεγγίζοντα τῷ κάτω τόπον. πρὸς ὅν ἐστι καὶ ἡ ἀπόστέλ- λουσα αὐτὰ δύναμις.
2 γενομένων T 2—3 γινομένων" μεταβάλλει {γὰρ Diels
10 τὰ (ante &v) om. T, corr. Tmg. 18 συνανενεχϑέντα al:.
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 13
Feuer alle Körper, die fester sind als dieses selbst, auf- löst und verwandelt, ist hiernach klar. Auch infolge der Ausdünstungen der Erde verwandeln sich die festeren Stoffe in feinere. Tau entwickelt sich nur, wenn das 5 Wasser in der Erde verdunstet. Die Verdunstung wird durch eine feurige Substanz hervorgerufen, wenn sich die Sonne unter der Erde befindet und die jenseitige Hemisphäre erwärmt, was um so mehr geschieht, wenn diese Schwefel oder Asphalt enthält. Wird ein solcher Boden erwärmt, 10 so findet die Ausdünstung in stärkerem Mafse statt. Auf dieselbe Ursache sind auch die heifsen Quellen zurück- zuführen, welche sich in der Erde finden. Von den Tau- tropfen verwandeln sich die feineren Teilchen in Luft, die festeren werden eine Zeit lang durch die Kraft der Aus- τό dünstung mit emporgetragen, fallen aber wieder nieder, wenn während der Sonnenwende eine Abkühlung erfolst. Auch die Winde sind eine Folge starker Ausdünstung, indem die Luft herausgetrieben und verdünnt wird (= sich ausdehnt) und allemal die Atmosphäre in ihrer nächsten 20 Nähe in Bewegung setzt. Indessen ist die Bewegung der Luft nicht überall gleich schnell, sondern gerade dicht am Orte der Ausdünstung stärker, dagegen in gröfserer Ent- fernung vom Ausgangspunkte der Bewegung schwächer, ähnlich wie es bei emporgeschleuderten schweren Gegen- 25 ständen der Fall ist. Denn auch diese bewegen sich in den unteren Regionen nahe dem Standpunkte der Wurf-
συνανεχϑέντα BT 17 ἀέρος καὶ T 18 καὶ om. Τ᾿, corr. T,
20 ἀμαυροτέρα AG, T,: ἀμυδροτέρα Τὶ G, 21 uaxevv- ϑεῖσα... κεκίνηται T: om. A, sed spatium reliquit, in quod A, γύναιται inseruit: γίνεται G; f. μαχρυνϑεῖσα... κεκίνηται
del. et lacuna statuenda est 22 καὶ ἡ ἐπὶ AG φέρεται AG: γίνεται Τ 22- 98 καὶ γὰρ ἃ: transposui: ceterum καὶ om. Ambros. A 91 sup., Laur. 59, 17. 74,13, Leid. Voss. 44 24 τό- πον κινεῖται T
2 ἀπ χείσης ἃ: μις tr. C
aC: ἐκ BL 10 τὰ ante ἐν om. Ὁ 14 ἀποψυ-
ὸ ἀποψυχϑείσης Ὁ 26 ἡ ἐπὶ 5 28 ἐστι post δύνα-
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14 _HPQNOZ ΑΛΕΞΆΝΔΡΕΩΣ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
βοάδιον δὲ κατὰ τὸν ἄνω τὸ παράπαν δὲ μηκέτι παρεπομένης αὐτοῖς τῆς ἐξαποστελλούσης βίας. πάλιν εἷς τὸν κατὰ φύσιν φέρεται τόπον. λέγω δὴ εἰς τὸν χάτω᾽ εἰ δὲ ἰσοταχῆ αὐτὰ παρέπεμπεν ἡ ἐξαπο- στέλλουσα βία, οὐκ ἄν ποτε ἔληξε. νυνὶ δὲ κατὰ βραχὺ ἀποληγούσης αὐτῆς καὶ ὥσπερ δαπανωμένης. καὶ τὸ τάχος λήγει τῆς φορᾶς. καὶ τὸ ὕδωρ δὲ μεταβάλλει εἰς γεώδη οὐσίαν" ὅταν γὰρ εἴς τινα γεώδη καὶ κοῖλον τόπον ἐκχέωμεν ὕδωρ. μετ᾽ οὐ πολὺν χρόνον ἀφανὲς ‚ 3 \ ς \ -" , 3 ’ er γίνεται. ἀναποϑὲν ὑπὸ τῆς γεώδους οὐσίας. ὥστε συνανα- κίρναται καὶ γένεται καὶ αὐτὸ γῆ. εἰ δὲ λέγοι τις. ὅτι οὐ παραπλάσσεται οὐδὲ ἀναπίνεται ὑπὸ τῆς γῆς. ἀλλ᾽ ἐξικμάξεται ἀναπινόμενον ὑπὸ ϑερμότητος ἤτοι τοῦ ἡλίου ἢ ἑτέρου τινός. ψεῦδος λέγων ἀποδειχϑήσεται" \ \ EN “u 3 \ v 3 - ὕ τὸ γὰρ αὐτὸ ὕδωρ ἐμβληϑὲν εἴς τι ἀγγεῖον ἤτοι ὑάλινον ἢ χαλκοῦν ἢ ἐξ ἄλλης πυκνῆς ὕλης καὶ τεϑὲν ἐν ἡλίῳ πολὺν χρόνον οὐκ ἐλαττοῦται. εἰ μὴ παρὰ μικρὸν μόριον παντάπασιν αὐτοῦ" ὥστε μεταβάλλει χαὶ τὸ ὕδωρ εἷς. γεώδη οὐσίαν. αἱ γοῦν ἰλύες καὶ οἱ ! - [dd ! [4 3 ’ βόρβοροι τοῦ ὕδατός εἶσιν εἷς γεώδη οὐσίαν μετα- βολαί. μεταβάλλει δὲ καὶ 7) λεπτοτέρα οὐσία εἰς παχυ- τέραν, χαϑάπερ ὁρῶμεν καὶ τὴν φλόγα ἐπὶ τῶν ἀπο- ; [4 Ὡ’ 3 » 2 , [4 σβεννυμένων λύχνων. ὅταν ἐλλιπεῖς ἐλαίου γένωνται. ἐπὶ ποσὸν μὲν ἄνω φερομένην καὶ ὥσπερ ἐπειγομένην εἷς τὸν ἴδιον χωρῆσαι τόπον. λέγω δὲ τὸν ἀνώτατον καὶ ὄντα ὑπὲρ τὸν ἀέρα. {κατα)κρατηϑεῖσαν δὲ ὑπὸ τοῦ πολλοῦ ἀέρος τοῦ μεταξὺ μηκέτι ἐπὶ τὸν συνεχῆ
2 παρεπομένοις AG 10 ἀναποϑὲν τὸ ὕδωοΤὀ 12 παρα- πλάσσεταιν bT: emplastratur L: παραπλήσεται AG, (η del. et α supra ser. G,): παραπλέκεται Diels 16 χαλκοῦν T,: χάλκεον AGT,: χάλκειον B: χάλκιον C 20 μεταβολαί ας Tb: μετα-
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 15
kraft schneller, oben dagegen langsamer. Wenn aber die treibende Kraft überhaupt nicht mehr auf sie einwirkt, so kehren sie in ihre natürliche Lage zurück, nämlich nach unten. Wenn die Wurfkraft sie mit fortdauernd gleicher 5 Geschwindigkeit fortschnellte, würden sie beständig ihre Bewegung fortsetzen. So aber endigt ihre Wirksamkeit nach kurzer Zeit; sie wird gleichsam aufgebraucht. Daher nimmt denn auch die Geschwindigkeit ab. Das Wasser verwandelt sich auch in eine erdige Substanz. Gielsen 110 wir in eine ausgehöhlte Stelle in der Erde Wasser, so verschwindet es binnen kurzer Zeit. Es wird von der Erde aufgesogen, und die Folge ist, dafs es sich damit vermengt und selbst zu Erde wird. Sollte jemand be- haupten, es werde weder umgeformt noch auch von der 15 Erde absorbiert, sondern es verdunste, weil es von der Wärme der Sonne oder eines andern Körpers aufgesogen werde, so kann man ihm leicht seinen Irrtum nachweisen. Wenn man nämlich dasselbe Wasser in ein Gefäls aus Glas, Bronze oder einem andern festen Stoffe schüttet und 120 längere Zeit in die Sonne stellt, so verringert sich die Quantität nur in einem ganz unbedeutenden Mafse. Es verwandelt sich also auch das Wasser in Erde. Schlamm und Schmutz wenigstens sind Umwandlungen des Wassers in Erde Es verwandelt sich auch die feinere Substanz 25 in eine festere, wie man an der Flamme von Lampen sieht, die aus Mangel an Öl verlöschen. Eine Zeit lang schlägt sie empor und strebt gleichsam ihrer eigentlichen Heimat zu, ich meine die allerhöchste Region über der Atmosphäre, aber von der vielen Luft in dem Zwischen- 30 raume überwältigt, sucht sie nicht weiter die ihr zugehörige
βολὴ AG, 23 γίνωνται J.G. Schneider 26 χρατηϑεῖσαν ab: corr. Diels. cf. p. 16, 8
2 ἐξαποστελλούσης AU: ἀποστελλούσης B 4 ἰσοταχῆ ἃ: ἰσοταχῶς b: eque celeriter 1, 11 λέγει C 16 ὑέλινον Ὁ 18 παντάπασιν om. Ü ὥστε Ü: ὥστε καὶ BL 20 εἶσιν
om.b 25 ἀνωτάτω b
16 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK2N A.
φερομένην, ἀλλ᾽ ὥσπερ κερασϑεῖσαν καὶ παραπλεχϑεῖσαν τοῖς τοῦ ἀέρος σώμασι καὶ αὐτὴν ἀέρα γενέσϑαι. τὸ δὲ ὅμοιον ἐπινοεῖν δεῖ καὶ ἐπὶ τοῦ ἀέρος" ὅταν γὰρ οὗτος εἴς τι ἀγγεῖον οὐ μέγα ὑπάρχον zul ἐστεγνω- μένον εἰς ὕδωρ σὺν τῷ ἀγγείῳ κατατεϑῇ. εἶτα ἀνα- στομωϑέντος τοῦ ἀγγείου καὶ τὸ στόμιον εἰς τὸ ἄνω ἔχοντος τὸ ὕδωρ ἐμπέσῃ. ὃ μὲν ἀὴρ ἐχχωρεῖ ἐκ τοῦ ἀγγείου, κατακρατηϑεὶς δὲ ἐκ τοῦ πολλοῦ ὕδατος πάλιν χεράννυται καὶ παραπλάσσεται,. ὥστε ὕδωρ γενέσϑαι. οὕτως οὖν καὶ τοῦ ἐν τῇ σικύᾳ ἀέρος φϑειρομένου καὶ λεπτυνομένου ὑπὸ τοῦ πυρὸς καὶ διεκπίπτοντος διὰ τῶν τοῦ τεύχους ἀραιωμάτων κενούμενος ὁ ἐντὺς τόπος ἐπισπᾶται τὴν παρακειμένην ὕλην. οἵα τις ἐὰν τυγχάνῃ" παραπνευσάσης δὲ τῆς σικύας ὁ μὲν ἀὴρ eig τὸν κενούμενον τόπον εἰσπίπτει, τῆς δὲ ὕλης οὐκέτι οὐδὲν ἐπισπάσεται. τοῖς οὖν φαμένοις τὸ χαϑόλου μηδὲν εἶναι κενὸν ἐχποιεῖ πρὸς ταῦτα πολλὰ εὑρίσκειν ἐπιχειρήματα καὶ τάχα φαίνεσθαι τῷ λόγῳ πιϑανω- τέρους μηδεμιᾶς παρακειμένης αἰσϑητικῆς ἀποδείξεως" ἐὰν μέντοι δειχϑῇ ἐπὶ τῶν φαινομένων καὶ ὑπὸ τὴν αἴσϑησιν πιπτόντων. ὅτι κενὸν ἄϑρουν ἐστὶν παρὰ φύσιν μέντοι γινόμενον. καὶ κατὰ φύσιν μὲν κενόν, κατὰ λεπτὰ δὲ παρεσπαρμένον. καὶ ὅτι κατὰ πίλησιν τὰ σώματα ἀναπληροῖ τὰ παρεσπαρμένα κενά, οὐδε- μίαν οὐκέτι παρείσδυσιν ἕξουσιν οἱ τοὺς πιϑανοὺς τῶν λόγων περὶ τούτων προφερόμενοι. κατασκευάξεται γὰρ σφαῖρα πάχος ἔχουσα τοῦ ἐλάσματος. ὥστε μὴ
1 περιπλεχϑεῖσαν ab (-1αχ- b): corr. Diels 5 f. (dr φυσηϑεὶς) εἰς 8 ἐκ AGT,b: ὑπὸ T, 12 τεύχους Gh: τάχους A 13 ἐὰν ABG: ἂν T: om. Ο (sed habet ἐν τυγχάνει)
17 ἐμποιεῖ AGhb: ποιεῖ T: possunt L: corr. J. G. Schneider 25 παρέκδυσιν Schneider
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| DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 17
Stätte zu erreichen, sondern mit den Molekülen der Luft gleichsam it, und verflochten, wird sie selbst zu Luft. Ähnlich ἘΠῚ man sich den vor bei der Luft vorstellen. Wenn diese in einem kleinen, verschlossenen Gefälse enthalten ist und mit dem Gefäfse zusammen ins | Wasser gesetzt, darauf das Gefäls so geöffnet wird, dafs ' die Mündung nach oben liegt und das Wasser eindringt, | so entweicht zwar die Luft aus dem Gefäfse, aber von dem vielen Wasser niedergehalten, vermengt sie sich wieder, 10 nimmt eine andere Form an und wird zu Wasser. So wird auch die Luft in dem Schröpfkopfe vom Feuer ver- flüchtigt und verdünnt „und entweicht durch die Poren der Gefälswand, während der innere Raum sich leert und die benachbarte Masse anzieht, welcher Art sie auch sei. Hat die Luft wieder Zutritt zu dem Schröpfkopfe erhalten, so strömt sie in den leeren Raum, wird aber von der Masse nichts mehr anziehen. Diejenigen, welche überhaupt ein Vakuum leugnen, mögen dafür wohl mancherlei Beweis- eründe ersinnen können und in der Theorie vielleicht 20 einigermalsen überzeugen, weil kein experimentaler Gegen-
beweis vorliegt. Wird jedoch auf Grund augenscheinlicher,
sinnlich wahrnehmbarer Vorgänge gezeigt, dals eine absolute
Leere nur auf künstlichem Wege herbeigeführt werden
kann, dafs ein Vakuum zwar natürlich ist, aber dals es >> nur feinverteilt vorkommt und dafs bei einer Verdichtung
die Moleküle an die Stelle der feinverteilten Vakua treten,
so werden die keine Ausflucht mehr haben, deren Hypo-
thesen sonst die Wahrscheinlichkeit für sich hatten. Man
stellt nämlich eine Kugel mit einer so dicken Metall-
δι
1
σι
2 γίνεσθαι b 5 σὺν τῷ ἀγγείῳ aCL: κατὰ τὸ ἀγγεῖον Β 6 χαὶ a0: κατὰ BL 7 ἐκ om. b 8 τοῦ aC: om. B 9 παραπλάσσεται ἃ: περιπλέκεται Ὁ: complicatur L: παρα- πλέκεται Diels yivsodaı b 15 εἰσπίπτει ἃ: ἐμπίπτει Ὁ | 16 ἐπισπάσεται ἃ: ἐπισπᾶται b: trahit L 17 εὑρίσκειν a0: εὑρεῖν B 19 αἰσϑητικῆς a: αἰσϑητῆς Ὁ 25 δ᾽ οὐκέτι ἢ (δ΄ : tamen L secundum cod. Taurin., om. ceteri) 26 προφερό- | μενον A: προφέροντες b 27 τοῦ ἐλάσματος ab: multiplicem L | Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 2
18 HPQNOZ AAEESANAPERZE ΠΝΕΎΜΑΤΙΚΟΝ A.
εὔϑλαστος εἶναι. χωροῦσα ὅσον κοτύλας η΄. στεγνῆς δὲ οὔσης αὐτῆς πάντοϑεν τρυπήσαντα δεῖ σίφωνα καϑεῖναι χαλχοῦν. τουτέστι σωλῆνα λεπτόν. μὴ ψαύοντα τοῦ κατὰ διάμετρον τόπου τοῦ τετρυπημένου σημείου. ὕπως ὕδατι διάρρυσις ὑπάρχῃ. τὸ δὲ ἄλλο μέρος αὐτοῦ 5 ἐκτὸς ὑπερέχειν τῆς σφαίρας ὅσον δαχτύλους τρεῖς" τὴν δὲ τοῦ τρυπήματος περιοχήν. δι’ οὗ χαϑίεται ὃ σίφων. στεγνοῦν δεῖ κασσιτέρῳ προσλαμβάνοντα πρός TE τὸν σίφωνα χαὶ τὴν ἐχτὸς τῆς σφαίρας ἐπιφάνειαν, ὥστε ὅταν βουλώμεθα τῷ στόματι διὰ τοῦ σίφωνος 10 ἐμφυσᾶν, κατὰ μηδένα τρόπον τὸ πνεῦμα τῆς σφαίρας διεχπίπτειν. σχοπῶμεν δὴ τὰ συμβαίνοντα᾽ ὑπάρχοντος γὰρ ἀέρος ἐν αὐτῇ, καϑάπερ καὶ Ev τοῖς ἄλλοις ἀγ- γείοις πᾶσι τοῖς λεγομένοις κενοῖς, τοῦ δὲ ἀέρος πεπληρωχότος πάντα τὸν ἕν αὐτῇ τόπον καὶ προσ- τῦ ερηρεισμένου κατὰ συνέχειαν πρὸς τὴν τοῦ τεύχους περιοχὴν ᾿χαὶ μηδενὸς χενοῦ. χαϑάπερ οἴονται. τὸ παράπαν ὑπάρχοντος τόπου. οὐτ᾽ ἂν ὕδωρ εἰσκρῖναι 150 δυνηϑείημεν οὔτε ἄλλον | ἀέρα. μὴ ὑποχωρήσαντος τοῦ πρότερον Ev αὐτῇ ὑπάρχοντος ἀέρος. καὶ ἐὰν μετὰ 30 πολλῆς βίας τὴν εἴσκρισιν ποιώμεϑα, πρότερον διαρρα- γήσεται τὸ τεῦχος ἢ ἐπιδέξεταί τι πλῆρες ὑπάρχον" οὔτε γὰρ τὰ σώματα τοῦ ἀέρος δύναται συσταλῆναι εἷς ἔλασσον μέγεϑος" δεήσει γὰρ ἐν αὐτοῖς ἔχειν τινὰ
τῷ Qi
διαστήματα. εἰς ὃ συμπιλούμενα ἐλάσσων αὐτοῖς ὄγκος : ἔσται" τοῦτο δὲ οὐ πιϑανὸν γίνεται μὴ ὄντος καϑόλου χενοῦ" οὔτε συνερηρειόσμένων κατὰ πάσας τὰς ἐπι- φανείας τῶν σωμάτων πρὸς ἄλληλα καὶ ὁμοίως πρὸς
1 ὀκτώ 4 τετρυπημένου G, Tb: τρυπήματος AG, 6 ὑπερ- ἔχειν AGT,b: ὑπάρχειν Τὶ 13 zai om. T 20 προτέρου T
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. 1. 19
wandung her, dafs sie nicht leicht platzt. Sie fasse etwa acht Kotylen (= 2,19 1) und sei von allen Seiten ver- schlossen; man durchbohre sie und stecke einen bronzenen Siphon, das heifst eine dünne Röhre, hinein. Dieser darf aber die Stelle, welche dem durchbohrten Punkte diametral gegenüber liegt, nicht berühren, damit Wasser durchfliefsen kann. Sonst soll er aufsen etwa drei Finger (= 58 mm) hoch über die Kugel hervorragen. Der Rand des Loches, durch welches die Röhre hinabgelassen wird, ist mit Zinn zu verlöten; man mufs dies sowohl nach der Seite der Röhre als nach der äufsern Kugeloberfläche hin legen, auf dafs unter keinen Umständen Luft aus der Kugel ent- weichen kann, sobald wir mit dem Munde durch die Röhre hineinblasen. Betrachten wir nun die weiteren Vorgänge! Wie in allen übrigen, angeblich leeren Gefälsen, befindet sich auch in der Kugel Luft. Das ganze Innere ist damit angefüllt, und sie übt einen kontinuierlichen Druck gegen die Gefäfswand. Wenn es überhaupt kein Vakuum gäbe, wie manche glauben, so vermöchten wir weder Wasser noch andere Luft einzuführen, es sei denn, dafs die ur- sprünglich in der Kugel enthaltene Luft zuvor Platz machte. Wollten wir es mit aller Gewalt versuchen, so wird das Gefäfs, weil vollständig gefüllt, eher platzen als etwas aufnehmen. Denn einerseits könnten sich die Moleküle
5 der Luft nicht so zusammenziehen, dafs ihr Umfang ge-
ringer würde. Dazu hätten sie nämlich eine Anzahl Zwischen- räume nötig, in welche sie sich zusammendrängen mülsten, um einen geringeren Umfang zu bekommen. Das ist in- dessen nicht wahrscheinlich, wenn es überhaupt kein Vakuum giebt. Gäbe es wirklich ein solches nicht, so könnten andrerseits die Moleküle, da sie mit ihrer ganzen
23 τὰ σώματα AGT,: σῶμα τι T 21 συνηρεισμένων a: ex Ὁ et Laur. 74, 13 et Leid. Voss. 44 correxi
8 προσλαμβάνοντα ἃ: περιλαμβάνοντα b: comprehendentem 1. 15 προερηρεισμένου Ὁ 28 τὰ om. ἢ 27 οὔτε γὰρ Ὁ,
DE 2
20 HP@NOZ ΑΛΕΞΑΝΔΡΕΩ͂Σ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
τὴν τοῦ τεύχους περιοχὴν δύναιτο ἂν διωσϑέντα τόπον που ποιῆσαι. μὴ ὑπάρχοντος κενοῦ τινος᾽ ὥστε κατὰ μηδένα τρόπον προσεισχριϑῆναί τι τῶν ἐκτὸς εἰς τὴν σφαῖραν, ἐὰν μὴ ἐκχωρήδσῃ τι μέρος τοῦ ἐν αὐτῇ ὑπάρ- χοντος πρότερον ἀέρος. εἴπερ ἐστὶ πεπυκνωμένος καὶ συνεχὴς πᾶς ὃ τόπος. ὡς οἴονται. καὶ μὴν ἐάν τις ἐϑέλῃ τὸν σίφωνα βαλὼν εἰς τὸ στόμα ἐμφυσᾶν εἰς τὴν σφαῖραν, πολὺ προσεισχρινεῖ πνεῦμα, μὴ ὑποχωρήσαν- τος τοῦ προύπάρχοντος ἐν αὐτῇ ἀέρος" τούτου δὲ ἀεὶ συμβαίνοντος. σαφῶς δείκνυται συστολὴ γινομένη τῶν ὑπαρχόντων ἐν τῇ σφαίρᾳ σωμάτων εἰς τὰ παρεμπεπλεγ- μένα κενά. παρὰ φύσιν δὲ ἣ συστολὴ γίνεται διὰ 'τὴν τῆς εἰσχρίσεως βίαν. ἐάν τις οὖν ἐμφυσήσας καὶ παρ᾽ αὐτὸ τὸ στόμα προσαγαγὼν τὴν χεῖρα συντόμως ἐπιπωμάσῃ τῷ δακτύλῳ τὸν σίφωνα, μενεῖ πάντα τὸν χρόνον συνεσφιγμένος ὃ ἀὴρ ἐν τῇ σφαίρᾳ" ἐὰν δέ τις ἀναπωμάσῃ, πάλιν ἐκτὸς δρμήσει μετά TE ψόφου καὶ βοῆς πολλῆς 6 προσεισκριϑεὶς ἀὴρ διὰ τὸ ἐκκρούεσϑαι., καϑόάπερ προεϑέμεϑα. κατὰ τὴν τοῦ προὐπάρχοντος ἀέρος διαστολὴν τὴν χατὰ τὴν εὐτονίαν γινομένην. πάλιν οὖν ἐάν τις βούληται τὸν ὑπάρχοντα ἀέρα ἐν τῇ σφαίρᾳ ἐξέλκειν τῷ στόματι διὰ τοῦ σίφωνος. πολὺ πλῆϑος ἐπακολουϑήσει. μηδεμιᾶς ἄλλης οὐσίας εἰς τὴν σφαῖραν ἀντικαταλλασσομένης, καϑάπερ ἐπὶ τοῦ "00 προείρηται: ὥστε διὰ τοῦ τοιούτου τελείως δεί. κνυσϑαι μεγάλην ἄϑροισιν κενοῦ γινομένην ἐν τῇ
E10 3 προσεισχριϑῆναι GT: προσκριϑῆναι A, εἰσ supra scr. A,
7 f. λαβὼν 8 προσεισκρινεῖ Laur. 59, 17. 74, 13, Leid. Voss. 44: intromittet L: προσεισχρίνει T: προσεισχρίνη ABG: προεισχρίνη Ü 9 τοιούτου T 10 γενομένη T 16 συνε-
,
σφηγμένος AG, corr. Diels: compressus L: συνεσφηνωμένος G,Tb
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SO
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 91
Oberfläche sich gegen einander und ebenso gegen die Gefäfswand drücken würden, nirgends Raum machen, wenn man sie zurückdrängen wollte. Folglich liefse sich auf keine Weise noch etwas von aufsen in die Kugel ein- führen, wenn nicht ein Teil der ursprünglich darin ent- haltenen Luft ausströmte, vorausgesetzt, dafs thatsächlich das ganze Innere ohne irgend welchen Zwischenraum dicht gefüllt ist, wie es ja unsere Gegner annehmen. Und doch wird jeder, der etwa die Röhre in den Mund nehmen und Luft in die Kugel blasen will, noch viel Luft zuführen, ohne dafs die ursprüngliche Luft entweicht. Da dies sich immer wiederholt, ist damit deutlich bewiesen, dafs die Moleküle in der Kugel sich verdichten und dabei an die Stelle der Vakua treten, welche in sie verflochten sind. Die Verdichtung erfolgt auf künstliche Weise mittels er- zwungener Zuführung von Luft. Wenn nun jemand hinein- bläst und sofort mit dem Finger einer Hand, die er dicht an den Mund halte, die Röhre verschliefst, so wird die ganze Zeit hindurch die Luft in der Kugel komprimiert bleiben. Öffnet man aber, so wird die zugeführte Luft mit lautem Schall und Knall wieder nach aufsen drängen, weil sie, wie gezeigt, von der ursprünglichen Luft hinaus- getrieben wird. Denn diese dehnt sich zufolge ihrer Elastizität wieder aus. Will dagegen jemand die in der Kugel enthaltene Luft mit dem Munde durch die Röhre aufsaugen, so wird sie in grolser Menge herauskommen, ohne dafs eine andere Substanz als Ersatz in die Kugel eingeführt wird. Ähnlich ist der oben erwähnte Vorgang mit dem Ei. Durch solchen Versuch wird also ent- scheidend dargethan, dafs sich in der Kugel Vakuum in
19 κατὰ T:om.AGb τοῦ om. T 20 γιγνομένην T 21 ἐν ὑπάρχοντα ἐν om. Τὶ, corr. T, 26 γινομένην, ı ex ε corr. A
1 δύναιτ᾽ ἂν ἢ 8. προσεκκριϑῆναι B: προεισχριϑῆναι Ο: intromittatur 1, 9 ἐν αὐτῆ προύπάρχοντος tr. C 14 παρ᾽ ἃ: πρὸς D 15 ἐπιπωματίση C 18 πολλῆς βοῆς tr. bL προ- εισκριϑεὶς Ο
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22 HP2NOE AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
Re ᾽ \ , \ D N σφαίρᾳ, οὐ γὰρ μείζονα δυνατὸν γενέσθαι τὰ ὑπο- λειπόμενα τοῦ ἀέρος σώματα κατὰ τὸν καιρὸν τοῦτον, ὥστε συναναπληρῶσαι τὸν τῶν ἐκκρουσϑέντων σωμάτων τόπον Ei γὰρ αὐξηϑήσεται. μηδεμιᾶς αὐτοῖς οὐσίας δυναμένης ἔξωϑεν προσεισκριϑῆναι. πιϑανὸν τὴν αὔξη- σιν γενέσϑαι κατὰ ἀραίωσιν. αὕτη δὲ ἔσται ἡ κατὰ , ER \ \ γ« δ πεν Ν, χένωσιν παρεμπλοκή" κενὸν δὲ οὐδέν φασιν ὑπάρχειν οὐδὲ ἄρα αὐξηϑήσεται τὰ σώματα" ἄλλην γὰρ αὔξησιν 3 , 3 » 2 , > m ΄ > οὐδεμίαν αὐτοῖς ἐσομένην ἐπινοῆσαι δυνατόν ἐστι. φανερὸν οὖν ἐκ τῶν εἰρημένων, ὅτι τοῖς μὲν τοῦ ἀέρος σώμασι παρέσπαρταί τινα μεταξὺ χενά, βίας δέ τινος προσελθούσης συνίζησιν πάσχει παρὰ φύσιν εἰς τὰ κενά. ὃ δὲ ἐν τῷ ἀγγείῳ τῷ κατεστραμμένῳ εἰς τὸ
ὕδωρ ἐνὼν ἀὴρ οὐ πάνυ λαμβάνει πίλησιν" τὸ γὰρ [4 3 " 3 [4 \ \ \ [4 βιαζόμενον οὐκ ἔστιν ἀξιόχρεων διὰ TO τὸ. ὕδωρ φυσι- κῶς αὐτὸ ἐν ἑαυτῷ μήτε βάρος μήτε ἔχϑλιψιν σφοδρὰν ἔχειν. ὅϑεν συμβαίνει τῶν κατακολυμβώντων εἰς τὸν \ - , \ Ε ΄ 72 \ βυϑὸν τῆς ϑαλάσσης μετρητὰς ἀπείρους ἐχόντων κατὰ - [4 \ 9 \ \ r c \ τῶν νώτων τὰς ἀναπνοὰς μὴ βιάξεσϑαι ὑπὸ τοῦ ὕδατος. ὀλίγου παντελῶς ἐν τοῖς μυκτῆρσιν ἀέρος ἀπειλημμένου. τίς δὲ ἔστιν ἡ αἰτία, δι᾿ ἥν, ὡς εἴρηται. οἱ ἐν τῷ βυϑῷ κολυμβῶντες ἄπειρον βάρος ἔχοντες ὕδατος κατὰ τῶν νώτων οὐ ϑλίβονται, ἄξιον ἐπιστῆσαι. λέγουσι δή τινες" ..διότι τὸ ὕδωρ ἰσοβαρὲς αὐτὸ καϑ' τ ΄ > 33 τ \ 4 φὰ ’ ΄, ΄ ς αὑτό ἐστιν". οὗτοι δὲ οὐδὲν ἀποφαίνονται, διότι οἱ
7 παρεισπλοχή codd.: corr. Diels, cf. 1.1. p. 109 11 βίας
δὲ ὉΠ: διὸ βίας ἃ 12 πάσχει AUG,T: παρέχειν Β: ὑπάρχει G, 15 f. (τοῦ ὕδατος» βιαζόμενον 11 κατακολυμβόντων ἃ (κατα om. T, add. Tmg.): ex Mb correxi 20 ἀέρος om. Τ', add. Tmg.
1 γενέσϑαι ἃ: γίνεσθαι b 4 αὐτοῖς Al: αὐτῆς 6 γενέσθαι ἃ: γίνεσθαι D 19 cogi sive comprimi (= β.
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 23
beträchtlichem Umfange anhäuft. Denn dafs die zurück- bleibenden Luftmoleküle sich in diesem Augenblicke so vergrölserten, dals sie den Platz der ausgeschiedenen Teilchen mit anfüllten, ist unmöglich. Falls die Luft- moleküle wirklich gröfser werden, ohne dafs ihnen von aulsen Stoff zugeführt werden kann, ist anzunehmen, dafs die Erweiterung ihres äulsern Umfangs eine Folge innerer Auflockerung ist. Das ist aber gerade die Bildung der Vakua und ihre Verbindung mit den Luftmolekülen. Indessen behauptet man, es gebe kein Vakuum. Also werden sich auch die Moleküle nicht vergrölsern; denn eine andere Art der „Vergröfserung kann man sich nicht denken. Aus dem Gesagten ergiebt sich also, dafs zwischen den Luftmolekülen eine Anzahl Vakua verteilt sind und. dafs jene in abnormer Weise in die Vakua eindringen, sobald man irgend welche Kraft auf- wendet. Die Luft, welche sich in dem umgekehrt ins Wasser gesetzten Gefälse befindet, wird nicht gerade sehr verdichtet. Denn dazu reicht der Druck des Wassers nicht aus, weil das Wasser in sich selbst von Natur weder (bedeutende) Schwere noch die Eigenschaft besitzt, viel (Luft) zu verdrängen. Daher kommt es, dafs bei den Tauchern in der Tiefe des Meeres trotz der unermelfslichen Wassermengen!), die sie über sich haben, das Wasser das Atemholen nicht beeinträchtigt, obwohl nur eine ganz geringe Quantität Luft in der Nase enthalten ist. Es verdient Erwägung, aus welchem Grunde die Taucher, wie bemerkt, trotz der unermelslichen Wassersäule, die sie auf dem Rücken tragen, keinen Druck erleiden. Da sagen nun manche: „Weil das Wasser an sich gleich- mälsig schwer ist.“ Damit erklären diese aber keineswegs,
1) Eigentlich Metreten (zu je 39,4 1) Wasser.
δ λίβεσϑαι) 1, 20—21 ἀπειληυμένου ἀέρος tr. b 21 δὲ ἔστιν aU: δ᾽ ἔστιν B
24 HPQ2NOZ AAEZANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A,
χάτω χολυμβῶντες οὐ ϑλίβονται ὑπὸ τοῦ ὑπεράνω ὕδατος. ἀποδεικτέον δὲ οὕτως. ὑπολάβωμεν; τὸ ὑπεράνω ὑγρὺν ἀπὸ τῆς τοῦ ϑλιβομένου ἐπιφανείας. ad ἣν ἐπίκειται αὐτῷ τὸ ὕδωρ. σῶμά τι ἰσοβαρὲς ὃν τᾷ ι 9. u θὲς 0 ὑγρῷ τὸ αὐτὸ σχῆμα ἔχειν τῷ ὑπεράνω ὑγρῶ᾽ τοῦτο δὲ ἐμβεβλῆσϑαι εἰς τὸ ὑγρόν, ὥστε τὴν κάτω ἐπιφάνειαν 9 “ας τὸ 4 = ! AIR + Πα δ 5 αὐτοῦ ἁρμόζειν τῷ YAıßousvo, καὶ ὥσπερὶ αὐτὸ εἶναι καὶ ὁμοίως ἐπικεῖσϑαι τῷ πρότερον ἐπικειμένῳ ὑγρῷ. φανερὸν οὖν ὅτι τοῦτο τὸ σῶμα οὔτε ὑπερέχει τι τοῦ ὑγροῦ ἀφεϑὲν οὔτε κχαταδύσεται ὑπὸ τὴν τοῦ ἄνω ὑγροῦ ἐπιφάνειαν. ἀπεδείχϑη γὰρ Aoyıumds ἐν τοῖς 3 [4 [nd \ - » ce 4 .d 3 1 Oxovusvoıs, ὅτι τὰ ἰσοβαρῆ τῷ ὑγρῷ σώματα ἀφεϑέντα εἷς τὸ ὑγρὸν οὔτε ὑπερέξει τοῦ ὑγροῦ οὔτε καταδύ- σεται. οὐδ᾽ ἄρα ϑλίψει τὰ ὑποκείμενα. ἀφαιρεϑέντων οὖν τῶν ἄνωθεν ϑλιβόντων. μενεῖ τὸ σῶμα ἐν τῷ αὐτῷ τόπῳ᾽ πῶς οὖν ϑλίψει τὸ σῶμα τὸ μὴ ἔχον ὄρεξιν eig τὸ κάτω: τὸν αὐτὸν δὲ τρόπον καὶ τὸ ὑγρόν, ἔνϑα ἦν τὸ σῶμα. οὐ ϑλίψει τὰ ὑποκείμενα" ἕνεκα γὰρ μονῆς τε καὶ κινήσεως διαφέρει τὸ εἰρημένον σῶμα τοῦ τὸν αὐτὸν τύπον ἐπέχοντος ὑγροῦ. ὅτι δὲ ἔστι κενά, χαὶ ἐκ τούτων ἄν τις καταλάβοι. μὴ γὰρ ὄντων αὐτῶν, οὐτ᾽ ἂν διὰ τοῦ ὕδατος οὔτε διὰ τοῦ ἀέρος οὔτε δι᾽ ἄλλου σώματος οὐδενὸς ἠδύνατο ἂν διεχπίπτειν τὸ φῶς οὐδὲ 7 ϑερμότης οὐδ᾽ ἄλλη δύναμις οὐδεμία σω-
1 καταχολυμβῶντες J. α. Schneider 2—3 (ἀντὶ) τοῦ ὑπεράνω ὑγροῦ Diels 3 ἀπὸ del. 7. α΄. Schneider 4 αὐτῷ bL: αὐτὸ ἃ 5 ἔχον α 7 αὖτο A,: καὶ αὐτὸ A,(?)GTb: et tam- quam idem sit (= τὸ αὐτὸ) L: f. (ovveyig) αὐτί 8 προτέρῳ T
11—12 Apyıumdeı ἐν τοῖς Ὀχουμένοις 13 (Archim. op. II 362,19; cf. II 357, 10 Heiberg) 14 ἀφαιρεϑέντων codd.: ἀφεϑέντων Diels coll. supra lin. 10 15 οὖν Leid. Voss. 19 bL: δὲ T: om. AG μένει codd.: corr. Diels 19 μόνης τῆς κινήσεως
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIJA. 1. 25
weshalb die Taucher von dem Wasser über ihnen keinen Druck erleiden. Vielmehr ist es auf folgende Weise dar- zuthun. Man stelle sich statt der oberen Wassersäule von der Oberfläche des dem Drucke Ausgesetzten, d.h. von da ab, wo das Wasser auf ihm ruht, einen Körper vor, der gleiche Schwere wie das Wasser (überhaupt) und gleiche Form wie die obere Wassersäule hat. Diesen denke man sich so in die Flüssigkeit gesetzt, dals seine untere Fläche sich der Gestalt des Untergetauchten anpasse, gleichsam damit zusammenhänge und in ähnlicher Weise auf ihm ruhe als die zuvor darüber befindliche Wassersäule. Lälst man diesen Körper los, so leuchtet ein, dafs er nicht aus dem Wasser herausragt und auch nicht unter das Niveau des oberen Wassers sinken wird. Denn Archimedes hat in seiner Abhandlung .„‚von den schwimmenden Körpern“ nach- gewiesen, dafs die Körper, welche gleiche Schwere wie das Wasser haben, ins Wasser gesetzt weder über dessen Niveau sich erheben noch untersinken, also üben sie auch auf die unter ihnen befindlichen Gegenstände keinen Druck aus. Ist nun der Druck von oben beseitigt, so verbleibt der Körper am selben Orte. Wie sollte also ein Körper, der gar nicht nach unten strebt, einen Druck ausüben? In gleicher Weise wird auch das Wasser an der Stelle, welche der Körper innehatte, auf die unter ihm be- 25 findlichen Dinge keinen Druck ausüben. Denn nur hin-
sichtlich der Ruhe und Bewegung unterscheidet sich der
genannte Körper von der Flüssigkeit, die denselben Raum
innehat. Das Vorhandensein von leeren Zwischenräumen
erhellt auch aus folgenden Erwägungen. Gäbe es nämlich 80 keine Vakua, so könnten weder Licht noch Wärme noch
sonst eine materielle Kraft durch das Wasser, die Luft
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Diels τοῦ om. T 24 οὐδὲ] οὐδὲ Diels ex Stratone (Simplie. Phys. 693, 11): οὔτε codd. οὐδ᾽] οὐδὲ T
2 δ᾽ οὕτως b 9 ὑπερέχει ἃ: ὑπερέξει Ὁ 1, 28 ἂν a: om.b
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26 HPR2NOZ AAESANAPERE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
ματική. ἐπεὶ πῶς ἂν αἱ τοῦ ἡλίου ἀκτῖνες διὰ τοῦ ὕδατος διεξέπιπτον eig τὸν τοῦ ἀγγείου πυϑμένα; εἶ γὰρ τὸ ὑγρὸν μὴ εἶχε πόρους, ἀλλὰ βίᾳ διέστελλον αἱ αὐγαὶ τὸ ὕδωρ. συνέβαινεν ἂν ὑπερεχχεῖσϑαι τὰ πλήρη τῶν ἀγγείων" ὅπερ οὐ φαίνεται γινόμενον. ἔτι δὲ καὶ ταύτῃ φανερόν᾽ εἰ γὰρ βίᾳ τὺ ὕδωρ διέστελλον, οὐκ ἂν τῶν ἀχτίνων αἱ μὲν ἀνεχλῶντο πρὺς τὸν ἄνω τύπον. αἱ δὲ καὶ κάτω διεξέπιπτον. νυνὶ δὲ ὅσαι μὲν προσχύπτουσιν αὐγαὶ τοῖς τοῦ ὕδατος μορίοις, ὥσπερ ἀνακρουόμεναι ἀνακλῶνται πρὸς τὸν ἄνω τύπον᾽ ὅσαι δὲ εἰς τὰ κενὰ τοῦ ὕδατος | ἐμπίπτουσιν, ὀλίγοις προσ- πίπτουσαν μορίοις αὗται διεχπίπτουσιν' eig τὸ τοῦ ἀγγείου ἔδαφος. ἔτι δὲ χαὶ ταύτῃ φανερόν, ὡς ἐν τῷ ὕδατι ὑπάρχει κενά, τῷ τὸν ἐμβαλλόμενον οἶνον εἰς τὸ ὕδωρ ὁρᾶσϑαι κατὰ χύσιν εἰς πάντα τύπον τοῦ ὕδατος χωροῦντα. τοῦτο δὲ οὐκ ἂν ἐγίνετο, μὴ ὄντων ἐν τῷ ὕδατι κενῶν. φέρεται δὲ καὶ τὸ φῶς τὸ ἕτερον διὰ τοῦ ἑτέρου" ὅταν γάρ τις πλείους ἅψῃ λύχνους, ἅπαντα φωτίξεται μᾶλλον, τῶν αὐγῶν πάντῃ φερο-
μένων δι’ ἀλλήλων. ἀλλὰ μὴν καὶ διὰ χαλκοῦ καὶ :
σιδήρου καὶ τῶν ἄλλων ἁπάντων διεκπίπτει σωμάτων. καϑάπερ καὶ τὸ ἐπὶ τῆς νάρκης τῆς ϑαλασσίας γινό- μενον. ὅτι δὲ χαὶ ἄϑρουν κενὸν γίνεται παρὰ φύσιν,
δέδεικται διά TE τοῦ προσφερομένου τᾷ στόματι κούφου
‚ - - - N 5 - ἀγγείου καὶ διὰ τοῦ ἰατρικοῦ ὠοῦ. περὶ μὲν οὖν τῆς :
τοῦ κενοῦ φύσεως καὶ ἄλλων πολλῶν οὐσῶν ἀποδείξεων, ἱκανὰς εἶναι καὶ τὰς εἰρημένας νομίζομεν" καὶ γὰρ δι᾽ αὐτῶν τῶν αἰσϑητῶν τὰς ἀποδείξεις ἐποιησάμεϑα. ἐπὶ
2 ἐξέπιπτον codd., corr. Diels ex Stratone 12 διεκπί-
πτουσιν Leid. Voss. 44: διαπίπτουσιν ab: cf. lin. 8. 21 15 εἰς om. T 19 αὐγῶν 1. G. Schneider: αὐτῶν codd. 25 οὖν
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 27
oder einen andern Körper dringen. Denn wie sollten die Strahlen der Sonne durch das Wasser hindurch auf den Boden des Gefälses fallen? Wenn nämlich die Flüssigkeit keine Poren hätte, sondern die Strahlen sich mit Gewalt ins Wasser drängten, so würde die Folge sein, dafs volle Gefälse überliefen. Das geschieht aber nicht, wie man sieht. Noch folgender Beweis. Wenn die Strahlen das Wasser mit Gewalt zerteilten, würden nicht einige nach oben ge- brochen, andere unten hindurchgehen. So aber werden alle Strahlen, welche auf die Wasserteilchen treffen, gleich- sam nach oben zurückgeworfen und gebrochen, während alle die, welche in die Vakua des Wassers fallen, bis auf den Boden des Gefälses dringen, da sie nur mit wenigen Molekülen zusammenstofsen. Die Existenz der Vakua im Wasser beweist ferner der Umstand, dafs Wein, den man in Wasser giefst, während des Mischens überall durch das Wasser dringt. Das wäre unmöglich, wenn es im Wasser keine Vakua gäbe. Ferner durchkreuzt auch ein Licht das andere. Denn wenn man mehrere Lampen anzündet, so wird alles heller erleuchtet, da die Strahlen nach allen Seiten durch einander gehen. Ja, es dringt sogar durch Kupfer, Eisen und alle übrigen Körper, ähnlich wie der Schlag des Seezitterrochens sich durch andere Körper über- trägt. Dals ein kontinuierliches Vakuum auf künstliche Weise hervorgebracht werden kann, ist durch die Anlegung des leichten Gefälses an den Mund und durch das medizinische Ei bewiesen. Was das Wesen des Vakuum betrifft, so giebt es zwar noch viele andere Beweise, doch halten wir die angeführten für ausreichend, zumal unsere
om.T 26 πολλῶν A,G,: πλειόνων ἃ. Τα, (-20v-G,)bL οὐσῶν om. Τ' 1—2 διὰ τοῦ ὕδατος om. Strato bL: del. Diels 14 ὑπάρ- χει: παρέχει C 20 καὶ (ante σιδήρου) ἃ: καὶ διὰ BL 22 καὶ om. L τὸ om. b ἴδοι τις ἂν τὸ (om. Ü) γινό- usvov Ὁ: guemadmodum de torpedine marina fieri posse constat L 24 δέδεικται om. Ü
28 HPSQNOZ AAEEANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
πάντων τοίνυν ἔστιν εἰπεῖν. ὅτι πᾶν μὲν σῶμα ἐκ λεπτομερῶν συνέστηκεν σωμάτων. ὧν μεταξύ ἐστι παρεσπαρμένα χενὰ ἐλάττονα τῶν μορίων" διὸ καὶ - x “ \ ”„ 3 χαταχρηστικῶς μηδὲν Eivaı κενὸν ζἄϑρουν» λέγομεν, , \ \ [4 9 \ 4 4 = βίας τινὸς μὴ παρεισελθούσης. ἀλλὰ πάντα πλήρη εἶναι ἤτοι ἀέρος ἢ ὑγροῦ ἢ ἄλλης τινὸς οὐσίας" καϑ᾽ ὃπό- σον δ᾽ ἄν τι τούτων ἐκχωρῆῇῆ. κατὰ τοσοῦτον ἕτερον ἐπακολουϑοῦν τὸν χενούμενον ἀναπληροῖ τόπον χαὶ er \ \ „ 2 ” \ [4 ’ \ ὕτι κενὸν μὲν ἄϑρουν οὐκ ἔστι κατὰ φύσιν βίας τινὸς μὴ παρεισελθούσης. καὶ πάλιν ὅτι οὐκ ἔστι ποτὲ τὸ παράπαν κενόν, παρὰ φύσιν δὲ γενόμενον. τούτων δὴ διασεσαφηνισμένων ἕξῆς τὰ διὰ τῆς συμπλοκῆς τῶν εἰρημένων στοιχείων ἐπιτελούμενα ϑεωρήματα γράψο- μὲν. ἔστι γὰρ δι’ αὐτῶν εὑρίσκειν πάνυ ποικίλας καὶ ϑαυμασίας κινήδεις.
I. Τούτων δὴ προτεϑεωρημένων στοιχείου ἕνεκα γρά- φομὲν καὶ περὶ τῶν χαμπύλων σιφώνων᾽ εἷς πολλὰ γὰρ τῶν πνευματικῶν εὔχρηστοι τυγχάνουσιν.
Ἔστω γὰῤ καμπύλος σίφων. τουτέστι σωλήν. ὃ 5
ΑΒΓ, οὗ τὸ μὲν AB σκέλος ἔστω ἐν ἀγγείῳ τῷ ΖΕ [4 B/4 δ El \ e m [4 4 [4 πλήρει ὄντι ὕδατος. ἔστω δὲ ἡ τοῦ ὕδατος ἐπιφάνεια
4 ζἁϑροῦνν inser. Diels; cf.lin.9 10 f. οὐκ del., cf.p.16, 21
14 πάνυ AG: πάνυ τοι Tb: πάνυ τι J. G. Schneider
16 caput distinguunt AGb: in libris decurtatis capita Graece
numerantur (v. prolegom.); in his sicut in T caput ἃ“ ἃ verbis ἔστω γὰρ lin. 20 incipit. 11 δὴ Ὁ: δὲ a
4 λέγομεν κενὸν tr. b 7 ἐκχωρῇ ἃ (-ρεῖ T): ἐγχωρῇ bL
11 γενόμενον ἃ: γινόμετον b 17 γράφομεν aCP: γράφομεν B, ὦ supra scripsit m. 1 a verbis τούτων δὴ incipit P
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 29
Beweisführung gerade auf den Experimenten beruht. Auf Grund alles dessen können wir also behaupten, dafs jeder Körper aus feinteiligen Molekülen besteht, zwischen denen ' noch feinere Vakua verteilt sind. In ungenauer Aus- ‚ 5 drucksweise können wir daher auch sagen, es giebt kein kontinuierliches Vakuum, nämlich wenn keine äulsere ‚Kraft einwirkt, und annehmen, es sei alles mit Luft, Wasser oder einer andern Substanz gefüllt. In dem Malse wie eins von diesen Elementen entweicht, schliefst sich 110 ein anderes unmittelbar an und tritt an die Stelle des Vakuum. Ferner können wir behaupten, dafs es ein kontinuierliches Vakuum „ohne Einwirkung einer äufsern Kraft von Natur nicht giebt, und dafs andrerseits ein solches bisweilen auf künstliche Weise herbeigeführt wird. αὖ Nach diesen Darlegungen wollen wir nunmehr der Reihe nach die Erscheinungen beschreiben, welche die Ver- einigung der genannten Ele- 8 mente zur Folge hat. Mit deren Hilfe lassen sich näm- lich gar mannigfache, wun- derbare Bewegungsarten er- finden.
20,
I.
Nach diesen einlei- Der gebogene tenden Betrachtungen cin geben wir auch eine Be- schreibung der gebogenen Heber, denn sie sind für viele Druckwerke von Nutzen.
Es sei αβγ ein gebogener Heber (d. h. eine Röhre | Fig. 1]), dessen Schenkel αβ in ein Gefäls voll Wasser de getaucht sei. Der Wasser- spiegel liege in Höhe der
ww. a
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153
30 HPRNOZ AAEZANAPESZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
κατὰ τὴν εὐθεῖαν, ἐφ᾽ ἧς ἐστιν ἡ ZH, καὶ τὸ τοῦ χαμπύλου σίφωνος σκέλος τὸ AB πληρωϑήσεται ὕδατος üyoı τῆς ZH εὐϑείας. τουτέστι τὸ 4Θ μέρος αὐτοῦ" " \ - " 5 m τὸ δὲ OBI' πλῆρες ἔσται ἀέρος. ἐὰν οὖν διὰ τοῦ I στομίου ἐπισπασώμεϑα τῷ στόματι τὸν εἰρημένον ἀέρα. συνεπαχολουϑήσει καὶ τὸ ὑγρὸν διὰ τὸ μὴ δύ- νασϑαι, ὡς προείρηται, κενὸν ἄϑρουν ὑπάρξαι τόπον. καὶ εἰ μὲν τὸ IT’ στόμιον τοῦ σίφωνος ἐπ᾽ εὐϑείας ἐστὶ τῇ ZH, πληρωϑεὶς τοῦ ὕδατος οὐκέτι ῥεύσει ὃ σίφων. ἀλλὰ μενεῖ πλήρης" ὥστε τὸ ABI μέρος αὐτοῦ πεπληρῶσϑαι ὕδατος. καίτοι παρὰ φύσιν οὔσης τῆς eis τὸ ἄνω μέρος αὐτῷ φορᾶς" ἀλλ᾽ ὥσπερ | ζυγοῦ τινος ἰσορρόπησιν ἔχον τὸ ὕδωρ μενεῖ ἄνω τὲ με- τεωρισϑὲν χατὰ τὸ ΘΒ μέρος καὶ χάτω χρεμάμενον κατὰ τὸ BI. ἐὰν δὲ τὸ ἐχτὸς στόμιον τοῦ σίφωνος κατώτερον ἡ τῆς ZH εὐϑείας. ὥσπερ τὸ K, ῥέει τὸ δ’ > ! \ > 6 [4 Δ a‘ ὕδωρ. ἐπειδήπερ τὸ Ev τῷ KB μέρει βαρύτερον ὃν τοῦ (ἐν τῶ» ΒΘ κατακρατεῖ καὶ ἐπισπᾶται" ἐπὶ τοσοῦ- , BER er a Y ζ΄ 22 3 ΄, τον μέντοι ῥέει. Eng ἂν τὸ K στόμιον ἐπ᾽ εὐϑείας γένηται τῇ τοῦ ὕδατος ἐπιφανείᾳ" καὶ πάλιν διὰ τὴν 9 \ [2 9 Ὗ e [4 3. \ \ 2 \ [4 αὐτὴν αἰτίαν οὐκέτι ῥεύσει. ἐὰν δὲ TO ἐχτὸς στόμιον τοῦ σωλῆνος κατωτέρω ἢ τοῦ A, ὥσπερ τὸ A, ῥέει, ἄχρις ἂν ἡ τοῦ ὕδατος ἐπιφάνεια γένηται πρὸς τῷ A στομίῳ. ἐὰν οὖν βουλώμεϑα πᾶν κενωθῆναι τὸ ἐν τῷ ἀγγείῳ ὕδωρ, καϑήσομεν τὸν σίφωνα, ὥστε τὸ A στό- μιον ψαύειν τοῦ πυϑμένος τοῦ ἀγγείου ἀπέχον τοσοῦτον a [4 4 ὅσον ὕδατος διάρρυσιν.
4 ἔστω T 12 αὐτῶ A: αὐτοῦ (ου corr. G) GTbL 17 μέρος ας Τ' βαϑύτερον T,, corr. T, 18 ἐν τῷ ὉΠ): om. ἃ 21 ἐὰν b: εἰ ἃ 22 κατωτέρω AGT,: κατώτε-
ρον ΤΠ Ὁ
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10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 31
Linie £n. Der Schenkel «ß des gebogenen Hebers wird bis zur Linie ξη mit Wasser gefüllt, d. h. sein Abschnitt «#, während der Abschnitt $ßy voll Luft bleibt. Wenn wir nun durch die Mündung y die erwähnte Luft mit dem Munde ansaugen, so wird auch die Flüssigkeit sich an- schliefsen, weil ein kontinuierliches Vakuum, wie er- wähnt, undenkbar ist. Und wenn die Hebermündung y in gleicher Höhe mit der Geraden &7 (dem Wasserspiegel) liegt, so wird der Heber, obgleich voll Wasser, doch nicht mehr fliefsen, sondern gefüllt bleiben. So hat sich also der Heber «ßy mit Wasser gefüllt, obwohl das Steigen des Wassers unnatürlich. ist. Wie eine Wage wird das Wasser im Gleichgewicht bleiben, indem es auf Seite #ß sich hebt und auf Seite 8» sich senkt. Ist die äufsere Hebermündung niedriger als die Linie £n, wie z. B. χ, so fliefst das Wasser aus, da das Wasser in dem Abschnitte #ß, welches schwerer') ist als das in #®, dieses überwältigt und anzieht. Doch fliefst es nur so lange, bis die Mündung x in gleicher Höhe mit dem Niveau des Wassers liegt. Dann wird es aus demselben Grunde wieder aufhören auszufliefsen. Ist aber die äufsere Mündung der Röhre niedriger als «, wie z. B. A, so flielst es, bis der Wasserspiegel bis zur Mündung « sinkt. Wenn das ganze im Gefälse enthaltene Wasser ablaufen soll, so werden wir den Heber so weit senken, dafs die Mündung « bis auf den Boden des Ge- fälses reicht und nur so weit davon absteht, als nötig ist, um Wasser durchzulassen.
1) Nach anderer Lesart. ‘tiefer’.
4 #Pßy μέρος bL 5—6 τὸν εἰρημένον ἀέρα τῷ στόματι Ἐ50}Ὁ 8 χαὶ aP: ἀλλ᾽ BCL 9 τῇ ἃ: τῆς Ὁ 10 «aß B 10—11 ὥστε... ὕδατος: ipsius quoque parte -a-b- repleta aqua L 16 ῥέει Ὁ: fluet 1, 18 ἐπισπᾶται τοῦτο bL 20 secundum aquae superficiem (--- κατὰ τὴν τοῦ ὕδατος ἐπι- φάνειαν) L 25 ὥστε Are: quousque -a- orificium vasis fundum attingat (= ἕως ἂν — Yan?) L 27 διάρρυσιν ΔΟΡ: διάρ- ρυσις Ρ
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32 HP2NOE AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
1.
Τὴν μὲν οὖν εἰρημένην ἐπὶ τοῦ σίφωνος αἰτίαν τινὲς ἀποδεδώχασι λέγοντες. διότι τὸ μεῖζον σκέλος πλέον ὕδωρ ἔχον ἐπισπᾶται τὸ ἔλαττον. ὅτι δὲ ψευδής ἐστιν ἡ τοιαύτη αἰτία καὶ ὃ ταύτῃ πιστεύσας μεγάλως (av) ἀγνοήσειεν ἐπιχειρήσας ἀπὸ ταπεινοῦ ὕδωρ ἀγα- yeiv, οὕτως ἀποδείξομεν" γεγονέτω γὰρ σίφων ἔχων τὸ ἐντὸς σκέλος μαχρότερόν TE καὶ στενόν. τὸ δὲ ἐχτὸς εὐρύτερόν τε καὶ ἔλαττον πολλῷ κατὰ μῆκος. ὥστε δέ- γιῦϑαι πλέον ὕδωρ αὐτὸ τοῦ μακροτέρου σκέλους. καὶ οὕτως πεπληρώσθϑω ὕδατος" τὸ δὲ werkov αὐτοῦ σκέλος ἐμβεβλήσϑω εἰς ὕδατος ἀγγεῖον ἢ καὶ εἴς τι φρέαρ. οὐκοῦν ἐὰν ἀφῶμεν ῥεῖν τὸ ἐχτὸς σκέλος. πλέον ὕδωρ ἔχον: τοῦ ἐντὸς ἐπισπάσεται τὸ ἐκ τοῦ μείζονος, | ὃ δὴ καὶ συνεπισπάσεται τὸ ἐν τῷ φρέατι" καὶ ἀρξάμενον ῥέειν πᾶν χενώσει ἢ ἀεὶ ῥεύσει. ἐπειδήπερ. τὺ ἐχτὺς byoov πλεῖόν ἐστι τοῦ Ev τῷ ἐντὸς σκχέλει. ἀλλ᾽ οὐ φαίνεται τοῦτο γινόμενον οὐκ ἄρα ἀληϑής ἔστιν ἡ εἰρημένη αἰτία. ἴδωμεν δὴ τὴν κατὰ φύσιν αἰτίαν. ἐπειδὴ γὰρ πᾶν συνεχὲς ὑγρὸν ἠρεμῆσαν σφαιρικὴν
a 4—10 ὅτι δὲ ψευδής ... τοῦ μακροτέρου σχέλους — b 22—28: ὅτι δὲ ψευδής ἐστιν ὃ τοιοῦτος αἰτιώδης λόγος καὶ ὃ τούτῳ πιστεύσας εἰς μεγάλην ἄγνοιαν ἐμπεσεῖ- ται. ἐὰν ἐπιχειρήσῃ ἀπὸ ταπεινοῦ τόπου ὕδωρ ἀναγαγεῖν. οὕτως ἀποδείξομεν᾽ γεγονέτω γὰρ σίφων ἔχων τὸ ἐντὸς σκέλος μακρότερόν TE καὶ στενόν, τὸ δὲ ἐκτὸς εὐρύτερον μέν. πολλῷ δ᾽ ἔλαττον κατὰ μῆκος. ὥστε δέχεσϑαι πλέον ὕδωρ αὐτὸ τοῦ μακροτέρου σχέλους.
1 caput non distinguit T 2--8 αἰτίαν τινὲς ἐπὶ τοῦ σίφω- vog tr. T 4 ὕδωρ om. T 6 &» inserui 8 oreyvov Τὶ, Borr, ΤΣ 11 οὕτω T ut passim 12 τι ATb: τὸ G,, corr.
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 53
ΤΙ.
Den Grund nun, mit welchem wir die Wirkung Begründung
2 5
des Hebers begründeten, haben wohl einige angeführt, des Hebers. aber sie behaupten, der gröfsere Schenkel (des Hebers) ziehe 5 den kleineren an, weil er mehr Wasser enthalte. Eine solche Begründung ist aber falsch, und wer sich darauf verläfst, dürfte sehr in Verlegenheit geraten, wenn er versucht, Wasser von unten nach oben zu leiten. Wir wollen das Irrige dieser Anschauung im folgenden nachweisen. Man
ı0 stelle einen Heber her, dessen innerer Schenkel länger und . eng, dessen äufserer dagegen viel kürzer und breiter?) ist, so dafs dieser mehr Wasser falst als der längere Schenkel. Dann fülle man den Heber mit Wasser, tauche aber seinen längeren Schenkel -in ein Gefäls mit Wasser oder auch in 18 einen Brunnen. Lassen wir den äufseren Schenkel fliefsen, so soll er also?) das Wasser aus dem grölseren (längeren) Schenkel anziehen, weil er mehr Wasser enthält als der innere, und dieses wird natürlich auch das Wasser im Brunnen mit anziehen. Hat der äufsere Schenkel einmal 30 angefangen zu flielsen, so wird er entweder alles zum τς Ausflufs bringen oder wird unaufhörlich fliesen, da ja die ‘ Quantität der äufseren Flüssigkeit gröfser ist als die in dem inneren Schenkel. Das geschieht aber offenbar nicht. Der vorgebrachte Grund ist also nicht stichhaltig. Fassen :235 wir jetzt die natürliche Ursache ins Auge! Jede zusammen-
1) Nach Ὁ: ‘zwar viel kürzer, aber breiter”. 2) Erklären- der Zusatz in b: “nach dieser Theorie’.
G,mg.: om.L 17 σκέλους G6,T 20 ἐπειδὴ γὰρ: f. ἐπειδή- zeo; cf. p. 38, 10
2 predicti itaque tubi causam L 3 σκέλος τοῦ σίφωνος bL 11 οὕτως ἔχον bL τὸ δὲ ἃ: καὶ τὸ bL 12 ἀγγεῖον ὕδατος tr. Ὁ 18 τὸ πλέον Ὁ 14 ἐπισπάσεται κατὰ τὸν
τοιοῦτον λόγον Ὦ], 15—16 καὶ ἀρξάμενον — - κενώσει om. DL 19 δὴ aBC: δὲ P 22 talis causa L 25 γεγονέτω B: γενέσϑω CP 27 ὥστε ΒΟ: ὥσπερ P
Heronis ΟΡ. γ01.1. ed. Schmidt. 3
34 HP2NOZ AAESANAPERE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
ἐπιφάνειαν λαμβάνει κέντρον ἔχουσαν τὸ αὐτὸ τῇ Pi, er \ ° n - un ἠρεμοῦν δὲ ῥέει. ἕως οὗ, ὡς εἴρηται. ἐν μιᾷ ἐπι- φανείᾳ σφαιρικῇ γένηται. ἐὰν ἄρα δύο ἀγγεῖα λαβόντες ἐμβάλωμεν εἰς ἑκάτερον ὑγρὸν καὶ πληρώσαντες τὸν σίφωνα καταλαβόμενοί (TE) αὐτοῦ τὰ στόμια τοῖς δα- 5 χτύλοις ἐμ- , \ βάλωμεν τὸ ἕτερον σκχέ- λος αὐτοῦ ἐν Evil τῶν ’ ’ ἀγγείων βα- πτιζόμενον - νι ςξ εἰς τὸ ὕδωρ. τὸ δὲ λοιπὸν ἐν τῷ ἑτέρῳ 9 ΄ ᾿ ἀγγείῳ, γί- νεται GUVVE-
χὲς τὸ πᾶν
Fig. 2.
ὕδωρ ἕκά- τερον γὰρ τῶν ἐν τοῖς ἀγγείοις ὑγρῶν συνάπτει τῷ Ev 30 τῷ σίφωνι ὑγρῷ, ὥστε πᾶν ἐγένετο συνεχές. εἰ μὲν οὖν αἱ πρότερον ἐν τοῖς ἀγγείοις τῶν ὑγρῶν ἐπι- φάνειαι ἐν μιᾷ ἦσαν ἐπιφανείᾳ, ἠρεμήσει καὶ οὕτως ἑκατέρα αὐτῶν τοῦ σίφωνος ἐμβληϑέντος" εἶ δὲ οὔ, ἐπεὶ συνεχὲς ἐγένετο τὸ ὕδωρ. ἀνάγκη πᾶσα ῥεῖν αὐτὸ 35 ἐπὶ τὸ ταπεινότερον διὰ τὴν συνέχειαν, ἕως οὗ ἤτοι ἐν μιᾷ γένηται ἐπιφανείᾳ τὸ ἐν τοῖς ἀγγείοις πᾶν ὕδωρ ἢ τὸ ἕτερον τῶν ἀγγείων κενωϑῇ. γεγονέτω οὖν, ὡς εἴρηται. ἐν μιᾷ ἐπιφανείᾳ τὰ ἐν τοῖς ἀγγείοις ὑγρά" ἠρεμήσει ἄρα, ὥστε καὶ τὸ ἐν τῷ σίφωνι συνηρε- 30 μήσει αὐτοῖς" ἐὰν ἄρα νοήσῃ τις ἀποτετμημένον τὸν
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. 1. 35
hängende Flüssigkeit nimmt nämlich, wenn sie in den Zustand der Ruhe tritt, eine kugelförmige Oberfläche an, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat. Wenn die Flüssigkeit aber nicht ruht, flielst sie so lange, bis sie, wie 5 gesagt, eine sphärische Oberfläche bildet. Wenn wir Kr also zwei Gefälse (Fig. 2) nehmen, in jedes eine Fig Flüssigkeit giefsen, den Heber anfüllen, seine Mündungen . mit den Fingern schliefsen und den einen Schenkel in das eine Gefäls setzen, dafs er unter das Wasser taucht, den 10 anderen in das andere, so tritt die gesamte Flüssigkeit in gegenseitige Verbindung. Denn beide Flüssigkeiten in den Gefälsen kommunizieren mit der Flüssigkeit in dem Heber, so dals ein ununterbrochener Zusammenhang hergestellt ist. Waren nun die ursprünglichen Flüssigkeitsspiegel in den ‚15 Gefälsen auf gleichem Niveau, so werden beide im Zu- stande der Ruhe verbleiben, auch wenn man den Heber hineinsetzt. Stand aber die Flüssigkeit in dem einen höher als im andern, so muls, sobald die Verbindung des Wassers erfolgt ist, unter allen Umständen wegen dieses Zusammen- hangs das Wasser nach dem niedrigeren Wasserstande abfliefsen, bis entweder alles Wasser in den Gefälsen gleich hoch steht oder ein Gefäls geleert ist. Man nehme einmal in den Gefälsen, wie angegeben, Flüssigkeiten von gleichem Niveau an. Sie werden sich also nicht bewegen; zugleich wird sich also auch die Flüssiekeit in dem Heber nicht rühren. Wenn man sich daher den Heber an den Ober- flächen der Flüssigkeiten in den Gefälsen abgeschnitten
12
Oo
to σι
5reb:om.aL 16 γίνεται AG, Τὶ ": γενήσεται Τ᾿ : γεγέ- νηται ας 25 τὸ om. AG
11—13 βαπτιζόμενον εἰς τὸ ὕδωρ ἃ: ὥστε βαπτίξεσϑαι ὑπὸ τοῦ ὕδατος bL 22 πρότερον ΔΟΡ: πρότεραι Β ἐπιφάνειαι τῶν ὑγρῶν tr. Ὁ 23—24 quiesceret consimiliter (= ὁμοίως) et utra- que L, sed cf. p. 36, 2 27 πᾶν om. L
3*
36 HPR2NOZ AAESANAPERT ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
σίφωνα κατὰ τὰς Ev τοῖς ἀγγείοις τῶν ὑγρῶν ἐπι- φανείας, καὶ οὕτως ἠρεμήσει τὸ ὑγρὸν τὸ ἐν τῷ σίφωνι" καὶ μετεωρισϑέντος ἄρα αὐτοῦ χαὶ ἐπὶ μηδέτερον μέρος ἐγκλινομένου. πάλιν ἠρεμήσει τὸ ὑγρόν, ἐάν τὲ ΄ “" „ \ = σι \ er ’ διόλου ἴσον ἔχῃ TO Eb00g ἐάν TE τὸ ἕτερον OxEhog
a ἐδος 6 - ΑΝ ᾽ \ 7 -» . τοῦ ἑτέρου πολλῷ μεῖξον ἢ" οὐ γὰρ παρά γε τοῦτο ἡ
"μ᾿ σι σι
αἰτία ἐγίνετο τοῦ ἠρεμεῖν τὸ ὑγρόν, ἀλλὰ παρὰ τὸ ἐξ ἴσου κεῖσϑαι τὰ στόμια αὐτοῦ. πῶς οὖν μετεωρι- ’ τ - ’ \ e \ "Ὁ Γ᾿ 4 σϑέντος αὐτοῦ οὐ καταφέρεται τὸ ὑγρὸν τῷ ἰδίῳ βάρει ὑποκείμενον ἔχον κουφότερον ἀέρα; ὅτι κενὸς ἄϑρους οὐ δύναται ὑπάρξαι τόπος" εἰ γὰρ μέλλει καταφέρε- σϑαι,. πρότερον πληρωϑῆναι δεῖ τὸν ἀνώτερον τοῦ σίφωνος τόπον, εἰς ὃν ἀὴρ παρεισελϑεῖν οὐδαμῶς δυ- νατός ἐστιν. ἐὰν οὖν τρυπήσῃ τις τὸν ἀνώτερον τόπον τοῦ σίφωνος. εὐθέως καταρραγήσεται τὸ ὑγρὸν τοῦ ἀέρος ἔχοντος παρείσδυσιν. πρὸ δὲ τοῦ τρυπηϑῆναι ἐπικείμενον τὸ ἐν τῷ σίφωνι ὑγρὸν τῷ ὑποκειμένῳ 5 > , LARA € Ν Nee, er ΄ ἀέρι ἐκϑλίβει αὐτόν" οὗτος δὲ μὴ ἔχων, ὅπῃ χωρήσει, 3 Im = \ c [4 er \ \ m [4 οὐκ ἐᾷ παρεξελϑεῖν τὸ ὑγρόν. ὅτε δὲ διὰ τοῦ τρυπή- ματος τόπον ἔσχεν 6 ἀήρ. ὅπῃ χωρήσει, τότε μὴ ἀντέ- \ N G 3 , \ \ \ 3 \ av τὸ τοῦ ὕδατος βάρος ἐξεχώρησε. διὰ δὲ τὴν αὐτὴν αἰτίαν καὶ τῷ σίφωνι τὸν οἶνον παρὰ φύσιν εἰς τὸ ἄνω ἐπισπώμεϑα τῷ στόματι" δεξάμενοι γὰρ ἐν ἑαυτοῖς Ἵ ὴ ἃ 14—16 ἐὰν οὖν... παρείσδυσιν = b 2ὅ---217: ἐὰν οὖν τρυπήσῃ τις τὸν ἀνωτέρω τόπον τοῦ σίφωνος, εὐθέως δυήσεται τὸ ὑγρὸν ἐφ᾽ ἑκάτερον τῶν σκελῶν τοῦ ἀέρος σχόντος παρείσδυσιν.
10 ἔχον T et in marg. G,: om. AG, 12 f. πρότερον «ἀέρος» 19 παρεξελϑεῖν ΤῸ: παρελϑεῖν AG τὸ om. T,, corr. T, 20 ὅπη AG,: ὅπου ας ΤῸ ἀντέχων Paris. 2512, Harl. 5589, Voss. 44: ἀντέχον ab: (aquae gravitatem non) susti- nens L 21 ἔ {πρὸς ro. cf. p. 70, 27
10
15
20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. 1. 37
denkt, so wird auch die Flüssigkeit in dem Heber un- beweglich bleiben. Hebt man ihn also empor, ohne ihn nach irgend einer Seite zu neigen, so wird die Flüssig- keit wiederum hängen bleiben, mag der ganze Heber gleich 5 weit oder der eine Schenkel viel grölser (weiter) sein als der andere. Denn eben nicht die gleiche Quantität war der Grund, dafs die Flüssigkeit unbeweglich blieb, sondern der Umstand, dafs die Mündungen des Hebers in gleicher Höhe lagen. Wenn er nun emporgehoben ist, wie ist es da 10 möglich, dafs die Flüssigkeit nicht infolge ihrer eigenen Schwere niederfällt, da die Luft unter ihr doch leichter ist als sie selbst? Deshalb, nicht, weil ein kontinuierliches Vakuum unmöglich ist. Soll nämlich die Flüssigkeit ab- fliefsen, so muls sich zuvor der obere Raum des Hebers, 15 in welchen auf keine Weise Luft eindringen kann, damit füllen. Bohrt man nun oben in den Heber ein Loch, so wird sofort die Flüssigkeit auseinandergerissen!), sobald die Luft Zutritt hat.) Bevor das Loch gebohrt wird, sucht die Flüssigkeit in dem Heber, die auf der darunter be- 20 findlichen Luft ruht, die letztere zu verdrängen. Diese läfst aber die Flüssigkeit nicht heraus, da sie selbst kei- nen Ausweg hat. Wenn sie dagegen durch das Loch einen Raum gewinnt, in den sie strömen kann, so leistet sie dem Drucke des Wassers keinen Widerstand mehr und 35 geht fort. Aus demselben Grunde können wir auch Wein mit Hilfe des Hebers aufsaugen, trotzdem dies nicht natürlich ist. Denn wenn wir die im Heber enthaltene Luft in unseren Körper aufgenommen haben, werden wir voller als vorher und üben einen Druck auf die uns um-
1) Dafür in b: ‘so wird sogleich die Flüssigkeit nach beiden Schenkeln abflie[sen’. 2) Nach Ὁ: “Zutritt erlangt hat’.
6 πολλῷ a: πολὺ Ὁ 7 ἐγίνετο ἃ: ἐγένετο b: fuit 1, 12 ἀνώτερον ἃ: ἀνωτέρω Ὁ 18 δυνατόν Ὁ 20 ὁ ἀήρ om. Ὁ 26 ἀφ᾽ ἑκατέρου B, fluet ex utroque crure humidum Τὰ
27 σχόντος CP: ἔχοντος BL
38 HP2NOZ AAESANAPERZE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
τὸν ἐν τῷ σίφωνι ἀέρα πληρέστεροι ἢ πρότερον γινό- μεϑα καὶ ϑλίβομεν τὸν συνημμένον [ἐν] ἑαυτοῖς ἀέρα, οὗτος δὲ τὸν ἐξ ἀρχῆς, ἄχρις ἂν πρὸς τῇ ἐπιφανείᾳ τοῦ οἴνου ἣ κένωσις γένηται. καὶ τότε ὃ οἶνος ϑλιβό- μενος εἰς τὸν κενούμενον τοῦ σίφωνος τόπον χωρήσει" ἄλλος γὰρ τόπος οὐκ ἔστιν ὅπῃ ϑλιβόμενος χωρήσει" διὰ ταύτην δὲ τὴν αἰτίαν καὶ παρὰ φύσιν αὐτῷ γί- νεται εἰς τὸ ἄνω μέρος ἣ φορά. καὶ ἄλλως δὲ... ἠρε- μήσει τὸ ὑγρὸν ἐν τῷ σίφωνι, ὅταν ἐν μιᾷ ἢ σφαι- ρικῇ ἐπιφανείᾳ κέντρον ἐχούσῃ τὸ αὐτὸ τῇ γῇ᾽ ἐπει- δήπερ ἐὰν ὑγροῦ τινος ἡ ἐπιφάνεια σφαιρικὴ ἦ κέντρον ἔχουσα τὸ αὐτὸ τῇ γῇ, ἠρεμεῖ" εἰ γὰρ δυνατόν. μὴ ἠρεμείτω" κινηϑεῖσα ἄρα ἠρεμήσει" ἠρεμείτω οὖν. αὕτη ἄρα ἔσται σφαιρικὴ ἐπιφάνεια κέντρον ἔχουσα τὸ αὐτὸ τῇ γῇ καὶ τέμνει τὴν προτέραν ἐπιφάνειαν" τὸ γὰρ αὐτὸ ὑγρὸν ἀπὸ κοινοῦ τινος ἕτερον καὶ ἕτερον ἐπέσχε τόπον. ἀμφότεραι οὖν τετμήσϑωσαν διὰ τοῦ κέντρου τῆς γῆς ἐπιπέδῳ τινὶ καὶ ποιείτωσαν γραμμὰς ἐν ταῖς ἐπιφανείαις κύκλων περιφερείας τὸ αὐτὸ κέντρον ἐχού-
σας τῇ γῆ᾽ ποιείτωσαν τὰς ABI, ZBA' καὶ διήχϑω : ἡ BH' ἴση ἄρα ἡ ΒΗ ἕκατέρᾳ τῶν HZ, HA, ὅπερ.
ἄτοπον" ἠρεμήσει ἄρα.
2 [ἐν] seclusi 4 κένωσις: κίνησις Rochas 8 f. {φανε-
ρὸν ὅτις ἠρεμήσει; οἷ. ν. 8,238 13 αὕτη T: αὐτὴ AGb: ipsa L
11 ἀμφότερα ἃ 18 γῆς om.T 19 ἔχουσα A 20 ἢ {δὲν τὰς 21 ἴση ---ΒΗ om. AG,, corr. G mg.
2 συνημμένον AB: συνηρμένον C: συνηρημένον P, elidimus-
que ipsi comiumetum aerem L 6 χωρήσει ΔΒ: χωρεῖ CPL
8 μέρος om.bL 9—10 σφαιρικῇ ἐπιφανείᾳ ἡ tr.b 13 ἄρα
ποτὲ bL 15 scindet (= τεμεῖ) L 16 ἐπέσχε ἃ ΒΟ, obtinwit L:
ἐπέχει P 17 οὖν om. BL 21 aequalis igitur ei quae est
.b-f- utraque earum quae est -f-2-, -fra- L n« aBC: om.P (etiam plurimi codices Latini)
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 39
gebende Luft aus, diese ihrerseits auf die ursprüngliche Atmosphäre, bis an der Oberfläche des Weines sich das Vakuum bildet.!) Dann geht der Wein infolge des Druckes in das im Heber entstehende Vakuum. Denn es giebt 5 keinen andern Raum, nach dem er dem Drucke aus- weichend gehen könnte. Das ist der Grund, dafs der Wein in abnormer Weise aufsteigt. Dafs die Flüssiekeit im Heber stehen bleibt, wenn sie eine kugelförmige Fläche bildet, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat, läfst 10 sich noch anderweitig nachweisen. Denn wenn der Spiegel einer Flüssigkeit kugelförmig ist und mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat, so steht sie. Doch setze man einmal die Möglichkeit voraus, dafs sie sich bewege. Ist sie also in Bewegung gesetzt, wird sie (auch wieder)?) zur Ruhe 18 kommen. Nun stelle man sie sich wieder im Zustande der Ruhe vor. So wird sie (von neuem) eine kugelförmige Oberfläche bilden, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat, und zwar schneidet sie die frühere Oberfläche. Denn dieselbe Flüssigkeit nahm von
1°, einem gemeinsamen Punkte aus
die eine und die andere Lage ein. Beide sollen nun von einer Ebene durch den Mittelpunkt der Erde hin durchschnitten sein, und ihre Schnitte auf den Oberflächen Linien bilden, die als Kreisperipherien mit der Erde gleichen Mittelpunkt haben. Das seien die Linien 30 Fig. 3. αβγ und ξβὸ (Fig. 3). Man ziehe auch ßn. So mülste also
βη jeder der Linien n& und n« gleich sein, was unmöglich ist. Es erhellt also, dafs die Flüssigkeit sich nicht bewegt.
1) Dafür nach Rochas’ Vermutung: “bis der Druck sich bis zur Oberfläche des Weines fortpflanzt?. 2) Zusatz in b: “in irgend einem Zeitpunkte’.
40 HP2NOZ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
III.
Ἔστι δὲ καὶ ἄλλος καλούμενος μέσος πνικτὸς 4 x 3 \ > [4 „r - [4 διαβήτης τὴν αὐτὴν ἐνέργειαν ἔχων τῷ καμπύλῳ σίφωνι. Ἔστω γὰρ ἀγγεῖον ὁμοίως πλῆρες ὕδατος τὸ AB διὰ δὲ τοῦ πυϑμένος αὐτοῦ διώσϑω σωλὴν 6 TA ’ - [4 \ x ’ Ν συνεστεγνωμένος τῷ πυϑμένι καὶ ὑπερέχων εἰς τὸ Ψ. ’ =, Ἁ \ [4 3 - x [4 67 κάτω μέρος" τὸ δὲ Γ' στόμιον αὐτοῦ μὴ συνεγγιξζέτω τῷ στόματι τοῦ AB ἀγγείου. ἕτερος δὲ σωλὴν περικείσϑω τῷ IA ὃ ΕΖ ἀπέχων ἀπ᾽ αὐτοῦ πάντοϑεν τὸ ἴσον" καὶ τὸ μὲν ἄνω στόμιον αὐτοῦ ἐπιπεφράχϑω λεπιδίῳ τῷ EH ἀπέχοντι ἀπὸ τοῦ [ΙΓ στομίου βραχύ" τὸ δὲ ΄ κάτω στόμιον τοῦ EZ σωλῆνος ἀπεχέτω ἀπὸ τοῦ πυδμένος τοῦ AB ἀγγείου ὅσον ὕδατι διάρρυσιν. τούτων δὲ οὕτως ἐχόντων ἐὰν ἐπισπασώμεϑα ὁμοίως διὰ τοῦ I στομίου τὸν Ev τῷ TA σωλῆνι ἀέρα, συνεπισπασόμεϑα καὶ τὸ ἐν τῷ AB ἀγγείῳ ὕδωρ. ὥστε ἐκρεῖν. καὶ τότε πᾶν ῥδεύσεται τὸ ἐν τῷ AB ἀγ-
a 2—4 Ἔστι δὲ... σίφωνι = ἢ 19---21: Ἔστι δὲ καὶ
ἄλλος σίφων πνικτὸς διαβήτης καλούμενος τὴν αὐτὴν ἐνέο- 3
„ m [4 γειαν ἔχων τῷ καμπύλῳ.
1 δεύτερον T 2 nvırntöos Vindobon. 120: zvırrınös A (πνιτικὸς 6): πνυκτὸς ας: πνυκχτικὸς T: ἴσως πνευματικός Ric- card. 47 m. 2; cf. p.90,19. 96,3 606: ΤΉ οτα. ΑΘ 15 ὁπὸ om. T,, add. T, 17 συνεπισπασώμεϑα AB: correxi ex CP
6 αὐτοῦ aB: αὐτῷ CP, ipsius L 8 συνεγγιξζέτω ἃ: ἔστω
ἐπ᾽ εὐθείας bL (sit in recta) 10 τῷ γδ εὐρύτερος αὐτοῦ bL
πάντοϑεν om. L 12 τῷ aBC: τὸ P 13 ἀπὸ om. Ὁ 14 διάρρυσιν a: διάρρυσιν εἶναι Ὁ 15 δὲ ἃ: δὴ b
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIAA. I. 41
II.
Es giebt noch einen andern, mitten eingeschlosse- a Kae nen Heber, den sogenannten Kapselheber, der die- a
selbe Wirkung wie der ge-
5 bogene hervorbringt. Man denke sich ein eben- falls mit Wasser gefülltes Ge- fäls «ß (Fig. 4). Durch dessen Boden stecke man die Röhre γδι löte sie in den Boden ein und lasse sie unten heraus- ragen. Ihre Mündung y reiche nicht bis zur Mündung!) des Gefälses αβ. Um die Röhre yd werde eine andere?) εξ gelegt, die überall gleich weit von ihr abstehe. Deren obere Öffnung werde durch ein Plättchen en in geringem Abstande von der
I = Mündung y verschlossen. Die
untere Mündung der Röhre &&
sei von dem Boden des Ge-
fälses «ß so weit entfernt, dafs
Wasser durchfliefsen kann.?)
125 Wenn wir bei solchen Vor-
| richtungen durch die Mün-
Fig. 4. dung d ebenso (wie vorher)
die in der Röhre yd enthal-
tene Luft aufsaugen, werden wir zugleich das Wasser im
30 Gefälse «ß mitziehen und zum Ausflufs bringen. Dann
wird alles Wasser, welches im Gefälse «ß enthalten ist,
1) Dafür b: “liege nicht in gleicher Höhe mit der Mündung’.
2) Zusatz in b: “breitere. 3) Da nicht angegeben ist, auf
welche Weise die Röhre εξ in der Schwebe gehalten wird, mag
man sich vorstellen, dafs sie von einer Hand gehalten werde. Vgl. dagegen unten Philo Kap. 9.
15
-ı
42 HP2NOZ AAESANAPERZE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
γείῳ ὕδωρ διὰ τῆς ἐκτὸς Tod σίφωνος ὑπεροχῆς" ὃ γὰρ ἀὴρ ὃ μεταξὺ τῆς ἐπιφανείας τοῦ ὑγροῦ καὶ τοῦ ΕΖ ὀλίγος ὧν δύναται χωρῆσαι εἰς τὸν Γ4 σωλῆνα χαὶ συνεπισπάσασϑαι τὸ ὑγρόν: οὐ στήσεται δὲ ἡ ῥύσις διὰ τὴν ἐκτὸς ὑπεροχὴν (μὴ γὰρ ὄντος τοῦ ΕΖ παύσεται δέον. ὅταν ἡ ἐπιφάνεια τοῦ ὑγροῦ κατὰ τὸ Γ γένηται, τῆς ὑπεροχῆς μενούσης), ἀλλὰ τῷ μὴ ἀντεισκρίνεσϑαι ἀέρα, τοῦ ΕΖ ὅλου καϑ' ὕδατος ὄντος" ὃ γὰρ εἰσχρινόμενος ἀὴρ χωρήσει εἷς τὸ AB ἀγγεῖον ἀντὶ τοῦ ἐπεξιόντος ὕδατος" πᾶν γὰρ τὸ ἐχτὸς στόμιον τοῦ σωλῆνος πρὸς τὸ ὕδωρ ἀεὶ ταπεινότερόν ἔστι τῆς ἐν τῷ ἀγγείῳ τοῦ ὕδατος ἐπιφανείας. μηδέποτε δὲ δυναμένης μιᾶς ἐπιφανείας γενέσϑαι. πᾶν ἐκκρίνει τὸ | ὕδωρ. καὶ τῷ μείξονι βάρει ἡ ἕλξις γίνεται. ἐὰν οὖν μὴ βουλώμεϑα τῷ στόματι ἐπισπᾶσϑαι τὸν ἐν τῷ TA σωλῆνι ἀέρα, προσεπιχέομεν eig τὸ AB ἀγγεῖον ὕδωρ, ἄχρις ἂν ὑπερχυϑὲν διὰ τοῦ IA σωλῆνος τὴν ἀρχὴν τῆς ῥεύσεως λάβῃ. καὶ οὕτως πάλιν πᾶν κενωϑήσεται τὸ ἐν τῷ AB ἀγγείῳ ὕδωρ. καλεῖται δέ, ὡς εἴρηται, ὁ TAEZ πνιχτὸς σίφων ἢ πνικτὸς δια- βήτης. IV. Ἔχ δὴ τῶν προδεδειγμένων φανερὸν ὅτι 7 Yıvo- μένη διὰ τοῦ σίφωνος ῥύσις ἀκινήτου διαμένοντος 1 ἐκτὸς GT, b: ἐκ τοῦγ AG, T,; ef. lin. 5 2 τῆς om. ΗΣ ὅ ἴ. (οὐν διὰ 7 τῷ BÜG, T: τὸ AG,P 12 f. τοῦ ἐν τῷ ἀγγείῳ tr. οἵ. 44,9. 19. aliter 34, 22,14 βάρει AT, bL (βάρυ G): βάϑει T, 15 ἐπισπάσασϑαι Tb 16 προσεπιχέομεν Vin- dob. 120, b: προσεπιχέωμεν ἃ 18 οὕτω Tb ut alibi, quöd non
amplius commemorabo 90 πφνιχτὸς (bis) Vindob. 120, Ὁ: πνικτι- κὸς AG, : πνυκτικὸς G,T, suffocabilis L 22 caput disting. ABG
10—11 τὸ (om. CP) στόμιον τοῦ ἐκτὸς σωλῆνος tr. b: ex- trinsecum tubi orificium L 13 ἐκχρίνει a: ἐκκχρένεται Ὁ:
σι
1
ς-
μ᾿ σι
[ΟῚ oO
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 43
durch den äufseren Vorsprung des Hebers abflielsen. Denn die Luft, welche zwischen dem Wasserspiegel und εἕ (d. h. in dem Hohlraume) in geringer Menge sich befindet, kann in die Röhre yd treten und die Flüssigkeit mit an- ziehen. Der Ausfluls wird aber nicht wegen des äufseren Vorsprungs ununterbrochen stattfinden — fehlt nämlich εξ, so wird die Flüssigkeit aufhören zu fliesen, sobald ihre Oberfläche bis y gesunken ist, also trotz des Vorsprungs —, sondern weil keine Luft als Ersatz zugeführt werden kann, solange εζ (ἃ. h. die Mündung von εζ) ganz unter Wasser ist. Denn die hinzutretende Luft geht in das Gefäls αβ an Stelle des ausfliefsenden Wassers. Die ganze äufsere Röhrenmündung!) ist, was ihre Lage zum Wasser betrifft, stets niedriger als der Wasserspiegel im Gefälse. Da sich nie ein gleiches Niveau erzielen lälst, so bringt die Röhre das ganze Wasser zum Ausfluls, und die Anziehung ist eine Folge der grölseren Schwere.”) Wollen wir die Luft in der Röhre yd nicht mit dem Munde aufsaugen, so gielsen wir in das Gefäls αβ noch Wasser, bis es (über y) überläuft und durch die Röhre γδ anfängt auszufliefsen. So wird das ganze Wasser im Gefälse «ß wieder aus- laufen. Man nennt, wie gesagt, den Heber yde&?) Kapsel- heber oder Pniktös Diabetes.*)
IV.
ὃ Gleichmäfsiger Aus den vorhergehenden Betrachtungen ergiebt Ausfufs 1
sich, dafs der Ausflufs durch einen unbeweglichen re
1) Nach b: “Die Mündung der äufseren Röhre’. 2) Nach anderer Lesart: “Tiefe’. 3) Die Worte “den Heber yde$’ ändert b in: “solche Vorrichtung’. 4) Vgl. in den Prole- gomenis die Bemerkung zu Fig. 4.
effunditur L 15 οὖν a: δὲ bL 18—19 κενωθήσεται πᾶν
tr. b 20 ὁ yd, εξ a: τὸ τοιοῦτον σκεῦος Ὁ, tale vas L 23 δὴ Ρ: δὲ ΒΌὺ προδεδειγμένων aB: προαποδεδειγμένων CP γινομένη ABC: γενομένη P: si... fiat 1,
44 HP2NOZ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
ἀνώμαλος γίνεται" TO γὰρ αὐτὸ πάσχει τετρυπημένου ἀγγείου παρὰ τὸν πυϑμένα καὶ ῥέοντος" καὶ ἐνταῦϑα \ ς ΡΟΣ 9 , » 3 - \ m PR γὰρ ἡ δύσις ἀνώμαλος τῷ Ev ἀρχῇ μὲν τῆς δύσεως πλείονι βάρει ϑλίβεσϑαι τὴν τοῦ ὕδατος ἔκρυσιν, ;; \ 2 / . \ er > μ᾿ ce ᾽ \ χενουμένου δὲ ἐλάττονι" καὶ ὅσῳ δ᾽ ἂν ἡ ἐχτὸς τοῦ σίφωνος ὑπεροχὴ μείζων ὑπάρχῃ, ταχυτέρα ἡ ῥύσις γίνεται" πάλιν γὰρ ἡ διὰ τοῦ στομίου αὐτοῦ RE [4 Δ , πλείονι βάρει ϑλίβεται ἢ ὅταν ἐλάττων N ἡ ἐχτὸς ὑπεροχή, ἡ ὑπερέχει ἣ τοῦ ἐν τῷ ἀγγείῳ ὕδατος ἐπι- φάνεια τοῦ ἐχτὸς στομίου τοῦ σίφωνος. ἡ μὲν οὖν διὰ - , WER ME. er 2 R , γ 5 τοῦ σίφωνος ἀεὶ ἀνώμαλος ῥύσις εἴρηται" δέον δέ ἐστι δὶ απ ἐν » \ - , N‘ ς 4 ῥύσιν εὑρεῖν διὰ τοῦ σίφωνος ἀεὶ ὁμαλήν.
»
€ 3
Ἔστω τι ἀγγεῖον ὕδωρ ἔχον τὸ AB, Ev ᾧ ἐπινη- χέσϑω λεβητάριον τὸ ΓΖ4 ἐπιπεφραγμένον τὸ στόμα τῷ TA ἐπιφράγματι" διὰ δὲ τοῦ ἐπιφράγματος καὶ τοῦ πυϑμένος τοῦ λεβηταρίου διώσϑω τοῦ σίφωνος τὸ ἕν σκέλος καὶ συνεστεγνώσϑω τοῖς τρυπήμασι κασσιτέρῳ᾽ τὸ δὲ ἕτερον σχέλος ἐχτὸς ἔστω τοῦ AB ἀγγείου ἔχον τὸ στόμιον ταπεινότερον τῆς | τοῦ Ev τᾷ
3 f. ἀνώμαλός «ἐστιν 6 ὑπάρχῃ AGT,;: : ἡ T,b: fuerit L f. {τοσούτῳ ταχυτέρα; cf. p. 46, 11 9 ἡ bL: n AGT,: nv T,; sed cf. p. 46,7 ὑἡπερέχη, n ex &ı corr., AG 13 caput
distinguunt T (τρέτον) et C, non distinguunt ABG 15 βδ T,, corr. T, 18 χκασσιτέρῳ G,M: κασσιτήρω AG,Tb ἔστω G,T: om. AG,
1 πάσχει ἃ: γίνεται καὶ b: effeitur et 1, ῷ ἀγγείου ὄντος b 5—6 extrinseci tubi (= τοῦ ἐκτὸς 6.) excessus L 16 καμπύλου σίφωνος bL 18 ἐκτὸς ἔστω CP: om. BL 19 “στόμιον ap: στόμα Β 19—46, 1 τῆς τοῦ... ἐπι- φανείας ἃ: τοῦ ἐντὸς στομίου bL
οι
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m
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 45
Heber ungleichmälsig ist. Dasselbe ist bei dem Ausflusse durch das Loch am Boden eines Gefälses der Fall. Denn auch dann ist der Ausflufs ungleich, weil im Beginn des _ Fliefsens der Druck auf den Abflufs des Wassers von einem 5 grölseren Gewichte ausgeht, nachher dagegen von einem so viel geringeren, als die Quantität des Wassers durch Ausflufs abnimmt. Je grölser der äufsere Vorsprung des Hebers ist, um so schneller wird der Ausfluls. Der Druck, mit dem das Wasser durch die Ausflulsöffnung getrieben wird, ı0 ist dann wieder grö- (ser, als wenn der Abstand zwischen der äulsern Mündung des Heberss und dem Wasserspiegel im Ge- fälse geringer ist. Dafs also der Aus- flufs durch den Heber immer ungleichmä- (sig sei, haben wir gezeigt. Jetzt ist es unsere Aufgabe, einen stets gleich- mälsigeen Ausflufs durch den Heber aus- findig zu machen. Es sei αβ ein Gefäls mit Wasser (Fig. 5), in welchem ein Kesselchen γὸ schwimme. Dessen "Fig. 5. Mündung sei mit dem Deckel yd verschlos- sen. Durch den Deckel und den Boden des Kesselchens 35 stecke man den einen Heberschenkel und verlöte ihn mit den Löchern mit Hilfe von Zinn. Der andere Schenkel sei aulserhalb des Gefälses «ß, und seine Mündung liege tiefe:
46 HPQ2NOE ALESANAPERZE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A,
AB ἀγγείῳ ὕδατος ἐπιφανείας. ἐὰν οὖν διὰ τοῦ ἐχτὸς στομίου τοῦ σίφωνος ἐπισπασώμεϑα τὸν ἐν τῷ σίφωνι ὄντα ἀέρα. συναχολουϑήσει τὸ ὑγρὸν διὰ τὸ μὴ δύ- ναῦσϑαι κενὸν ἄϑρουν τόπον ἐν τῷ σίφωνι γενέσθαι. 3 \ \ \ ς ΄ - ef δ, » μ᾿ ἀρχὴν δὲ λαβὼν ὁ σίφων τῆς δύσεως ῥέει. ἄχρις ἂν
»-Ὁ- ” \ 3 - 9 ’ [γ2 \ bl e .ı πᾶν κενώσῃ τὸ ἐν τῷ ἀγγείῳ ὕδωρ᾽ καὶ ἔσται ἡ ῥύσις ὁμαλὴ τῷ τὴν ἐκτὸς ὑπεροχὴν τοῦ σίφωνος, ἣν ὑπερ- ἔχει εἷς τὸ κάτω μέρος τῆς τοῦ ὕδατος ἐπιφανείας, ἀεὶ τὴν αὐτὴν γίνεσϑαι. ἐπειδήπερ τῇ τοῦ ἀγγείου κενώσει συγχαταβαίνει καὶ ὁ λέβης σὺν τῷ σίφωνι. δ᾽,» ϑιρωδΝ ea... \ e \ ΄ 5 ΄ 3 , 0060 δ᾽ ἂν ἡ ἐχτὸς ὑπεροχὴ μείζων 1), τοσούτῳ ὀξυτέρα τῆς πρότερον ἣ ῥύσις ἔσται. ὁμαλὴ δὲ καϑ’ ἑαυτήν. ἔστω δὲ ὁ εἰρημένος σίρων ὃ ΕΖΗ, ἡ δὲ τοῦ ὕδατος ἐπιφάνεια κατὰ τὴν OK εὐϑεῖαν.
V.
Ἢ δὲ χατὰ μέν τι ὁμαλή, κατὰ δέ τι ἀνώμαλος γίνεται οὕτως διὰ τοῦ σίφωνος" καλῶ δὲ κατὰ μέν τι ec 7 N 4 3 A [ni 3 ’ὔ ΄ ὁμαλήν. κατὰ δέ τι ἀνώμαλον. ὅταν ἐπί τινα χρόνον
, ς \ SIDE , 7 3 -ν BR en) βουλομένοις ὁμαλὴ ἡ ἡ γινομένη ἐξ ἀρχῆς ῥύσις. ἐπὶ δὲ ἕτερον πάλιν χρόνον προαιρουμένοις ὁμαλὴ μὲν ἢ
2 e \ ς 4 ΘΩ͂ - x [4 „ χαϑ'’ ἑαυτὴν ἡ γινομένη ῥύσις. τῆς δὲ πρότερον ἤτοι βοαδυτέρα ἢ ταχυτέρα.
Ἔστω γὰρ πάλιν τὸ μὲν τοῦ ὕδατος ἀγγεῖον τὸ
13—14 ἔστω... εὐϑεῖαν supra ante ἐὰν οὖν lin. 1 poni
iubet Haasius, f. iure 15 τέταρτον T 16 f. δὲ {ῥύσις ἣν
κατά τι μὲν — κατά τι δὲ T,, corr. T,, etiam infra lin. 17—18. p. 52, 12 19 ὁμαλὴ om. T,, corr. Tmg.
_ 98 ὄντα om. b 5 ö& om. P 9 γίνεσϑαι a: ewxistat L: eivaı b 10 σὺν om. Ὁ: simul cum L 12 πρότερον ΔΒ:
15
[ΠῚ So
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, I. 47
als der Wasserspiegel in dem Gefälse «ß.!) Wenn wir nun durch die äufsere Hebermündung die im Heber ent- τς haltene Luft aufsaugen, so schlielst die Flüssigkeit sich an, _ weil sich kein kontinuierliches Vakuum im Heber bilden 5 kann. Hat aber der Heber angefangen zu flielsen, so fliefst er so lange, bis er das ganze Wasser im Gefäfse zum Ausfluls gebracht hat. Der Ausflufs wird gleichmäfsig sein, weil der Unterschied zwischen dem unteren Niveau der äufseren Heberüberragung und der Wasserfläche sich τὸ nicht verändert, da der Kessel mit dem Heber immer so weit sinkt, als das Gefäfs sich entleert. Je mehr aulsen der Heber überragt, um so lebhafter wird der Ausfluls gegen früher sein, aber an sich immer gleich- mälsig. Der erwähnte?) Heber sei &&n, die Wasser- '15 fläche liege in Höhe der Linie 9x.
|
"VW.
Der teils gleichmäfsige, teils ungleichmälsige Aus- Teils gleich- 3 : Ἵ x mälsiger, teils flufs durch den?) Heber wird auf folgende Weise ungleichmäfsi- . 6 Ἢ - - gerAusflulsein herbeigeführt. Ich nenne den Ausflufs teils gleich- a desselben ‚20 mälsig, teils ungleichmälsig, wenn er anfangs be- ne liebig lange gleichmälsig ist, dagegen wieder in ; einem beliebigen anderen Zeitraume an sich gleich schnell erfolgt, aber im Vergleich zum früheren Ausflusse lang- samer oder schneller.
95 Das Gefäfs mit Wasser sei wieder «ß, der Kessel γὸ
1) Nach b: “als die innere Mündung’. 2) Zusatz in b: ‘gebogene’. 3) Nach b: ‘denselben’.
προτέρας CP ἡ ῥύσις om. bL 13 ὁ μὲν εἰρημένος καμ- πύλος σίφων bL (obliquus) 17 τοῦ (om. B) αὐτοῦ σίφω- vos bL 23 ἔστω aB: ἔστωσαν CP πάλιν om. 1, μὲν τὸ tr. ΟΡ
β
β |
159
48 HPRQNOZ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
AB, λέβης δὲ ὃ Γ4᾽ διὰ δὲ Tod ἐπιφράγματος καὶ τοῦ πυϑμένος τοῦ λέβητος διώσϑω σωλὴν εὐρύτερος τοῦ ἐντὸς σκέλους τοῦ σίφωνος" καὶ ἔστω σίφων οὗτος ὁ MA συνεστεγνω- μένος τῷ TE ἐπι- φράγματι χαὶ τῷ πυϑμένι τοῦ λέβη- τος. ἐπὶ δὲ τοῦ ἐπι- φράγματος ἐφεστά- τῶ πηγμάτιον ἐκ κανονίων πεπηγὺς καϑάπερ τὸ Πγράμ- μα καὶ ἔστω τὸ ΓΝΙΞΖ. ἐν δὲ τοῖς ὀρϑοῖς κανονίοις τοῖς ΓΝ, 34 ἐκ τοῦ ἐντὸς | μέρους ἐγ- γεγλύφϑωσαν σω- λῆνες κατὰ τὸ μῆκος τῶν χανονίων. ἔν a 48, 1---ὅ2, 11 διὰ δὲ τοῦ ἐπιφράγματος ... ποιήσο- μὲν οὕτως — ἢ 48, 24—52, 88: διὰ δὲ τοῦ ἐπιφράγματος χαὶ τοῦ πυϑμένος τοῦ λέβητος διώσϑω σωλὴν καμπύλος ὃ 35 EZH [συνεστεγνωμένος τῷ τε ἐπιφράγματι καὶ τῷ πυϑμένι τοῦ λέβητος] ἐπὶ ϑὲ τοῦ πυϑμένος τοῦ AB ἀγγείου ἐφε- στάτω πηγμάτιον ἐκ κανονίων συνεστὼς καϑάπερ τὸ II γράμμα᾽ καὶ ἔστω τὸ ΤΙΝ ΦΙΞ᾽ ἐν δὲ τοῖς ὀρϑοῖς κανονίοις τοῖς TN, FD κατὰ τὰ ἐντὸς μέρη ἐγγεγλύφϑωσαν ἐπὶ τοῦ 30 μήκους σειραὶ κοῖλαι, οἵας φασὶν ἰδιωτικῶς γούργας. ἐν αἷς
Fig. 6a.
18 γνδξ θ
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 49.
(Fig. 6a). Durch den Deckel und Boden des Kessels stecke man eine Röhre, die weiter ist als der innere Heber- schenkel. Diese Röhre sei uA und sei sowohl in den Deckel als den Boden des Kessels eingelötet. Auf dem Deckel stehe ein aus kleinen Stäben (Brettern) in Form des Buch- staben ΠΟ zusam- mengefügtes Ge- stell. Das seiyvö$0. An den senkrech- ten Stäbchen yv und &0 seien auf der inneren Seite ihrer Länge nach Laufrinnen einge- schnitten, in wel- a 49, 1—51, 13 Durch den Deckel ... taucht = 549, 26—51, 31: Durch den Deckel und den Boden des Kessels (Fig. 6b) stecke 180 Fig. 6b. man einen gebo- genen Heber e$n.
Auf dem Boden des Gefülses α β stehe ein aus kleinen Stäben | bestehendes Gestell in Gestalt des Buchstaben TT. Das sei tvp&. An den senkrechten Stäben τν und &p seien auf den | \
N N N
᾿
35 inneren Seiten der Länge nach Nuten eingeschnitten, wie bei
26—27 συνεστεγνωμένος ... λέβητος seclusi; v. prolegomena 28 pegmatium quoddam (= τι) L de neutro συνεστὼς ν. Kuehner-Blass II 236 29 τνφὲ CP: vep BL 30 v&p BL 31 γούργας P: yovgvag BC, gurnas L Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 4
50 HPQNOZ AAESANAPERZE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
οἷς διατρεχέτω ἕτερον κανόνιον τὸ ΟΠ εὐλύτως. ἔστω δὲ χαὶ κοχλίας ὃ ΡΣ ὀρϑῶς βεβηκὼς ἐπὶ τοῦ ΓΖ ἐπι- φράγματος καὶ διὰ τρήματος διεληλυϑὼς μένοντος ἐν τῷ OII κανόνι. ἔστω δὲ καὶ τύλος τις συμφυὴς τᾷ OII κανονίῳ. ὥστε παρεμβαίνειν εἰς τὴν τοῦ κοχλίου ἕλικα. ὑπερεχέτω δὲ ὃ κοχλίας ὑπὲρ τὸ NE κανόνιον" τῇ δὲ ὑπεροχῇ συμφυὴς ἔστω χειρολαβίς, δι᾽ ἧς ἐπι- στρέφομεν τὸν xoyAlav, ὥστε τὸ ΟΠ κανόνιον ὃτὲ μὲν μετέωρον γίνεσϑαι, ὃτὲ δὲ ταπεινοῦσϑαι. τῷ δὲ ON κανονίῳ συμφυὲς γεγονέτω τὸ ἐντὸς σκέλος τοῦ σίφωνος διεληλυϑὸς χαὶ διὰ τοῦ AM σωλῆνος. ὥστε τὸ στό- μιον αὐτοῦ βαπτίζεσθαι εἰς τὸ ἐν τῷ ἀγγείῳ ὕδωρ. χαὶ ἐὰν οὖν πάλιν ἐπισπασώμεϑα διὰ τοῦ ἐχτὸς στο-
διὰτρεχέτω ἕτερον κανόνιον εὐλύτως τὸ ON. ἔστω δὲ καὶ κοχλίας ὁ ΡΣ ὀρϑῶς βεβηκὼς ἐπὶ τοῦ TA ἐπιφράγματος καὶ διὰ τοῦ ἐν τῷ ON κανόνι τρυπήματος εἰς κοχλίαν καὶ αὐτοῦ ϑῆλυν κατεσκευασμένου διεληλυϑώς᾽" ὑπερεχέτω δὲ ὁ κοχλίας ὑπὲρ τὸ NE κανόνιον καὶ ἔστω στρεφόμενος ἐν 2. - Ἁ ’ r} [4 “᾿ 3 [4 1 [4 αὐτῷ, μὴ μέντοι Ev τῷ στρέφεσϑαι ἢ ἀνερχόμενος ἢ κατερχό- μενος. ἀλλὰ τὸν ΟΠ κανόνα ποιῶν ἀνέρχεσϑαι καὶ κατέρ- χεσϑαι" οὗτος μέντοι ὁ ΟΠ] κανὼν συνεστεγνωμένος ἔστω - [4 m m Ο 2 - e 1 - ψ τῷ μέρει τοῦ σωλῆνος τῷ M.A, ὥστε ἐν τῷ ὑπὸ τοῦ κοχλίου ῳ ’ 9 [4 ͵ 1 ’ τ [4 \ στρεφομένου ἀνέρχεσϑαι ἡ κατέρχεσϑαι συνανέρχεσϑαι καὶ συγκατέρχεσϑαι ποιεῖν τὸν σωλῆνα. τῇ δὲ ὑπὲρ τὸ ΝΕ κανόνιον ὑπεροχῇ τοῦ ποχλίου συμφυὴς ἔστω χειρολαβίς. δι᾿ ἧς ἐπιστρέφειν δυνατὸν τὸν κοχλίαν. φανερὸν οὖν ὡς στρεφομένου αὐτοῦ τὸ OII χανόνιον ὁτὲ μὲν μετεωρισϑή- σεται; ὁτὲ δὲ ταπεινότερον ἔσται, συμφυὲς δ᾽ ὃν τῷ καμπύλῳ sipavı συνανέρχεσϑαι καὶ συγκατέρχεσϑαι τοῦτον ποιήσει. ἐὰν οὖν πάλιν ἐπισπασώμεϑα διὰ τοῦ ἐκτὸς στομίου τὸ
3 τρήματος AGT,: τοῦ τρυπήματος Τ) μένοντος suspec- tum, nisi quid intereidit 4 τύλος Gmg.T, (cf. Autom. X):
15
τῷ ψι
on ῳ
DIE DRUCKWERKE HERONS voN ALEXANDRIJA. I. 51
chen ein anderes Stäbchen (Laufriegel) ow sich leicht auf- und abwärts bewege. Eine Schraube 06 stehe senk- recht auf dem Deckel yd und gehe durch ein Loch in dem Laufriegel ow hindurch. Mit diesem sei ein Zapfen!) 5so verbunden, dafs er in das Schraubengewinde falst. Die Schraube rage über den Riegel v& hinaus. Mit dem über- stehenden Teile (der Schraube) sei eine Handhabe ver- bunden, mit deren Hilfe man die Schraube so drehen kann, dals der Laufriegel om sich bald hebt, bald senkt. τὸ Mit dem Riegel or verbinde man den innern Heber- schenkel, der auch durch die Röhre Au so weit hindurch- geht, dafs seine Mündung in das im Gefälse enthaltene Wasser taucht. Wenn wir wieder durch die äufsere Mündung die Flüssigkeit ansaugen, wird der Heber so
1 den gewöhnlichen Rennen. In diesen laufe ein anderer Stab,
der Laufriegel or, leicht auf und ab. Man lasse auch eine Schraube eo senkrecht auf dem Deckel yö stehen und durch ein zu einer Schraubenmutter hergerichtetes Loch im Riegel ὁπ hindurchgehen. Die Schraube rage über den Riegel v& hinaus 20 und sei darin drehbar, ohne jedoch selbst bei der Drehung sich auf- oder abwärts zu bewegen, sondern sie lasse den Riegel or auf- und niedergehen. Dieser sei jedoch mit dem Heberarme u4 verkittet. Das hat zur Folge, dafs vermöge der Schrauben- drehung der Laufriegel nicht nur selbst auf- und niedergeht, 25 sondern auch die Röhre mit hebt und senkt. Mit dem über den Riegel v& hinausragenden Teile der Schraube sei ein Griff verbunden, der das Drehen der Schraube ermöglicht. Es leuchtet nun ein, dafs sich der Laufriegel ox, wenn die Schraube sich dreht, bald hebt, bald senkt, und da er mit dem
‘50 gebogenen Heber verbunden ist, zugleich diesen auf- und
niedersteigen läfst.
1) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 6c in den Prolegomena.
στύλος AG, Τὶ 9 ταπεινοῦσϑαι AG, T, (cf. Autom. X): ταπει- νότερον Gmeg.T, 10 ἐντὸς σκέλος T: ἐν τῷ σκέλει AG
24 δὲ CPL: om. Β 25 γειρολαβίς ΒΟ: γειρολαβής P 28 ὃν ΟΡ: ὧν Β ; 4*
52 HPQ2NOZ AAESANAPERE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
ulov τὸ ὑγρόν, ῥεύσει ὃ σίφων ὁμαλῶς. ἕως ἂν πᾶν κενωϑῇ τὸ ἐν αὐτῷ ὑγρόν' ὅταν δὲ βουλώμεϑα δι᾽ αὐτοῦ ἑτέραν ῥύσιν γίνεσϑαι τῆς μὲν προειρημένης ταχυτέραν, ὁμαλὴν δὲ Ka αὑτήν, ἐπιστρέψομεν τὸν κοχλίαν, ὥστε τὸ ΟΠ κανόνιον ταπεινότερον γενέσϑαι" 5 ἔσται γὰρ ἡ ἐκτὸς ὑπεροχὴ τοῦ σίφωνος μείζων τῆς πρότερον. καὶ διὰ τοῦτ᾽ ἔστιν ἡ ῥύσις ὁμαλὴ μὲν καϑ' αὑτήν. τῆς δὲ πρότερον ταχυτέρα. ἐὰν δὲ ἔτι πάλιν ταχυτέραν ..... ἐπιστρέψομεν τὸν κοχλίαν εἰς τὸ ἔτι ταπεινότερον γενέσϑαι τὸ OII κανόνιον" ἐὰν δὲ βραδυ- 10 τέραν βουλώμεϑα.... τὸ OII κανόνιον μετέωρον γε- νέσϑαι" καὶ οὕτως διὰ σίφωνος ἔσται 7 ῥύσις ἣ κατὰ μέν τι ὁμαλή, κατὰ δέ τι ἀνώμαλος.
Ἵνα δὲ μὴ καὶ διὰ τοῦ στόματος αὑτῶν ἐπισπα- σώμεϑα τὸ ὕδωρ — οὐδὲ γὰρ ἐπὶ πάντων τῶν σιφώ- 15 νῶν τοῦτο δυνατὸν ἔσται. ἐὰν μὴ πάνυ μικροὶ ὧσι ---. σοιήσομεν οὕτως.
ς » BR c ’, ς “- er a 4 > x ὑγρόν, ῥεύσει ὃ σίφων ὁμαλῶς, ἕως ἂν ἅπαν κενωϑῇ τὸ
ὅ Ha ge RALF ER \ ΄ ’ ’ Are er
ἐν αὐτῷ ὑγρόν᾽ ὅταν δὲ βουλώμεϑα δι αὐτοῦ ἑτέραν δύσιν γενέσϑαι τῆς μὲν προειρημένης ταχυτέραν, ὁμαλὴν δὲ καϑ᾽ 20
e [4 ’ \ ’ [x 4 x [4 αὑτήν, στρέψομεν τὸν κοχλίαν, ὥστε τὸ ΟΠ κανόνιον ταπεινότερον γενέσϑαι᾽ ἔσται γὰρ ἣ ὑπεροχὴ τοῦ ἐκχτὸς σχέλους τοῦ σίφωνος ταπεινοτέρα τῆς πρότερον. καὶ διὰ
- 5, σὺ ἘΣ ἐν \ \ 3 ΘΟ - \ ,
τοῦτο ἔσται m δύσις ὁμαλὴ μὲν καϑ' αὑτήν, τῆς δὲ πρότερον
[4 » x 3 4 ’ [4 m
ταχυτέρα. ἐὰν δὲ ἔτι πάλιν ταχυτέραν βουλώμεϑα ποιῆσαι, 25 στρέψομεν πάλιν τὸν κχοχλίαν, ὥστε καὶ ἔτι ταπεινότερον γενέσϑαι τὸ ΟΠ κανόνιον᾽ ἐὰν δὲ βραδυτέραν βουλώμεϑα, πάλιν στρέψομεν τὸν κοχλίαν εἰς τὰ ἐναντία μέρη, ὥστε τὸ . OH κανόνιον μετεωρότερον γενέσϑαι᾽ καὶ οὕτως βραδυτέρα ἔσται ἡ δύσις. ἵνα δὲ μὴ διὰ τοῦ στόματος ἡμῶν ἐπισπώ- 30 μεϑα τὸ ὕδωρ --- οὐδὲ γὰρ ἐπὶ πάντων τῶν σιφώνων τοῦτο δυνατὸν ἔσται, εἰ μὴ πάνυ στενώτατοι εἶεν —, ποιήσομεν
ς 9 μη 3 “
4
οὕτως.
1
1
οι
-Ὁ
σι
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 53
lange gleichmälsig flielsen, bis die ganze Flüssigkeit aus- gelaufen ist. ‘Wenn wir aber einen andern, an sich zwar gleichmäfsigen, im Vergleich zu dem früheren aber schnelleren Ausfluls aus demselben wünschen, so drehen wir die Schraube so viel um, dafs der Laufriegel om sich senkt. Dann wird der äulsere Überstand des Hebers grölser sein als früher (die äufsere Hebermündung also niedriger liegen). Die Flüssigkeit fliefst daher an sich gleichmäfsig schnell, doch schneller als früher.!) Soll sie noch schneller fliesen, so drehen wir die Schraube von neuem, damit der Riegel om noch niedriger zu liegen kommt. Soll sie dagegen langsamer fliefsen, so drehen wir die Schraube wieder nach der entgegengesetzten Seite, dafs der Riegel om sich hebt. Und so erfolgt durch den Heber ein Ausflufs, der in einer Beziehung gleichmälsig, in einer andern ungleichmäfsig ist.?)
Um nicht mit dem Munde das Wasser ansaugen zu müssen — denn das wird nur bei sehr kleinen?) Hebern möglich sein —, treffen wir folgende Vorrichtung.
1) Statt dessen Ὁ: “Dann wird der vorspringende Teil des äufsern Heberschenkels niedriger als vorher liegen, und darum wird die Flüssigkeit an sich gleichmäfsig, aber schneller als früher fliefsen’. 2) Statt “Und so... ungleichmälsig ist? hat Ὁ: “Und so wird die Flüssigkeit langsamer ausflielsen’.
3) Dafür b: “sehr engen’.
ὥς 1 ὁμαλῶς T (ὃς T, ὥς supra ser. ead. m.): ὁμαλός AG 2 βουλώμεϑα T: βουλόμεϑα Ab 3 μὲν T: om. AG,, cofr. ας 4 ἑαυτήν T 9 lacunam statuo. cf. p. 52, 25 ἐπιστρέ-. ψομεν AG: ἐπιτρέψομεν T 11 lacunam statuo. cf. p. 52, 27 12 ἔ {τοῦ σίφωνος 14 αὐτῶν codd.: correxi 15 τῶν AG: om. T, add. T mg. 16 ἐὰν scripsi: εὐ codd.
20 μὲν om. CP προειρημένης Ὁ: priori L 23 πρό- τερον B: προτέρας CP ut Iin. 24 25 ἔτι πάλιν BC: ἔμπαλιν P
εν 26 στρέψόμεϑα B 31 τῶν BC: om. P 32 fieri potest 1. στενώτατοι B: στενότατον CP, f. στενότατοι
160
54 HP2NOZ AAESZANAPERE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
v1.
Ἔστω σμηρισμάτιόν τι. οὗ τὸ μὲν ἄρρεν προῦσ- κείσϑω τῷ ἐχτὸς σκέλει τοῦ σίφωνος, ὥστε δι’ αὐτοῦ ῥεῖν" χαὶ ἔστω τὸ TN, τὸ δὲ ϑῆλυ τὸ ὙΦ πρότερον προσ χεκολλημένα ἀγγειδίῳ τινὶ τῷ XW χωροῦντι ὀλίγῳ τινὶ πλέον οὗ χωρεῖ ὃ σίφων ὕδατος" ἐχέτω δὲ καὶ πρὸς τῷ πυϑμένι ἔκρυσιν τὴν 2. ὅταν οὖν βουλώ- μεϑα (ἐπισπᾶσϑαιΣ διὰ τοῦ σίφωνος τὸ ἐν τῷ AB ἀγ- γείῳ ὕδωρ. ἀπολαβόμενοι τοῦ KW ἀγγείου τὴν ἔκρυ- σιν τῷ δακτύλῳ πληρώσομεν αὐτὸ ὕδατος. εἶτα προσ- ἁήσομεν τὸ ϑῆλυ σμήρισμα τῷ ἄρρενι καὶ ἀφήσομεν τὴν 2 ἔχρυσιν. χενουμένου δὲ τοῦ XP ἀγγείου, eig τὸν χενούμενον τόπον χωρήσει ὁ ἐν τῷ σίφωνι ἀήρ. © συνακολουϑήσει τὸ ἐν τῷ 48 ἀγγείῳ ὑγρόν. ὥστε πληρῶσαι τὸν σίφωνα. μετὰ ταῦτα οὖν ἀφελόντες τὸ XP ἀγγεῖον ἐῶμεν τὸν σίφωνα ῥεῖν.
ἃ 4—16 καὶ ἔστω ... ῥεῖν = Ὁ 17—29: χαὶ ἔστω zo TH, τὸ δὲ" ϑῆλυ" τὸ x Ψ πρότερον προσκεκολλημένα ἀγγειδίῳ τῷ 2A χωροῦντι ὀλίγῳ τινὶ πλέον οὗ χωρεῖ ὃ σίφων ὕδατος" ἐχέτω δὲ πρὸς τῷ πυϑμένι ἔκρυσιν τὴν A. ὅταν οὖν βουλώμεϑα ἐπισπᾶσϑαι διὰ τοῦ σίφωνος τὸ ἐν τῷ 48 ἀγγείῳ ὕδωρ. ἀπολαβόμενοι τοῦ 2A ἀγγείου τὴν ἔκρυσιν τῷ δαχτύλῳ πληρώσομεν αὐτὸ ὕδατος. εἶτα προσ- ἁήσομεν αὐτὸ τὸ ᾿ϑῆλυ σμήρισμα καὶ ἔτι τῷ ἄρρενι καὶ ἀφήσομεν τὴν ἔκρυσιν. κενουμένου δὲ τοῦ RA ἀγγείου, εἰς τὸν κενούμενον τόπον χωρήσει ὁ ἐν τῷ σίφωνι ἀήρ. ᾧ συνακολουϑήσει τὸ ἐν τῷ AB ἀγγείῳ ὑγρόν, ὥστε πληρῶσαι τὸν σίφωνα. καὶ μετὰ ταῦτα ἀφελόντες τὸ NA ἀγγεῖον ἐάσομεν τὸν σίφωνα ϑεῖν.
1 hine capita non iam numerat T. hoc caput non dı- stinguit A 8 ἐπισπᾶσϑαι inserui. cf. lin. 21 10—11 εἶτα -.. &gEEVL non consentiunt cum lin. 5 (προσκεκολλημένα). v. prolegomena ad fig. 7
10
15
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 55
AT:
Man denke sich ein kleines, genau in einander Das Smerisma. passendes Doppelrohr (Smerisma), dessen männlicher ne τον . (innerer) Teil so an den äufseren Heberschenkel gelegt 5 werde, dafs die Flüssigkeit hindurchflielsen kann. Das männliche Smerisma (Fig. 7) sei tv (=vn)'), das weibliche (= die Einfassung) vp (=y%). Beide seien zuvor an einem kleinen Gefälse yı
—= ou) befestigt, das etwas mehr Wasser fassen kann als der Heber. Das Gefäls habe am Boden auch eine Ausflulsöffnung ὦ (= «). Wollen wir nun das Wasser im Gefälse αβ durch den Heber anziehen, so halten wir mit dem Finger die Ausflulsöffnung des Gefälses χψ (= oe) zu und füllen es mit Wasser. Dann legen wir das weibliche Smerisma ans männliche?) und lassen die Ausflulsöffnung ὦ
Fig 7. los. Wenn das Gefäls χψ (= we) sich leert,
wird die im Heber eingeschlossene Luft in
130 das sich bildende Vakuum treten, und an diese wird sich zugleich die im Gefälse «ß enthaltene Flüssigkeit an- schliefsen und so den Heber füllen. Hierauf nehmen wir das Gefäls yp (= oe) fort und lassen den Heber flielsen.
1) Die in den Klammern zugefügten Buchstaben stehen “ in b (Fig. 6b).- Vgl. auch die handschriftliche Figur in den Prolegomena.
2) Richtiger: “an das äufsere Heberende ἡ, das sich luft- dicht in das weibliche, als Verbindungshülse dienende Smerisma einfügt und in diesem Augenblicke gleichsam sein männliches Smerisma mit bildet’. Vgl. die Bemerkung zu Fig. 7 in den Prolegomena. Herons Beschreibung ist nicht recht klar. Wir würden heutzutage den Heber in ein Schraubengewinde endigen lassen und dem Halse des Gefälses die Form einer Schrauben- mutter geben.
| 19 ayyaıdıa BC: ἀγγείῳ P oa B: »A CP (ca L) ut
infra lin. 22. 25. 28 19—20 paulo plus eo quod 6 tubo flwit L 20 A:oL 24 αὐτὸ BL: αὐτῷ CP ipsi masculi L 28 et tubum L
161
56 HPQNOZ AAESANAPERZE ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
Δεῖ δὲ ὀρϑὸν τὸν σίφωνα καταβαίνειν. εἶ μέλλοι τὸ δέον ποιεῖν" τοῦτο δὲ ἔσται, ἐὰν πρὸς τῷ χείλει τοῦ AB ἀγγείου δύο ὀρϑοὺς χανόνας πήξαντες τὸ ἐντὸς σκέλος τοῦ σίφωνος μεταξὺ τούτων τάξωμεν ψαῦον ἑκατέρου αὐτῶν τῶν κανονίων καὶ ἐν τῷ ἐντὸς σκέλει τοῦ σίφωνος τυλίον ἐξ ἑκατέρου μέρους συμ- φυὲς ποιήσωμεν ψαῦον ἐντὸς τῶν κανονίων᾽ οὕτως γὰρ οὔτε ἐπὶ τὰ πλάγια οὔτε ἐπὶ τὸ ἔμπροσϑεν ὁ σίφων ἔγκλισιν σχήσει" ὀρϑῶς δὲ ἀκριβῶς καταβήσεται προστριβόντων τῶν τυλίων τοὺς κανόνας.
NIE
Τῶν δὲ eig ἐνέργειαν κατασκευαζομένων νῦν ἀρξώ- μδϑα κατασκευὰς ποιεῖσϑαι ἀπὸ τῶν μικροτέρων ἀρξά- μένοι στοιχείου χάριν.
Ἔστι γάρ τι κατασχευασμάτιον πρὸς τὸ οἰνοχοεῖν χρήσιμον" κατασκχευάξεται γὰρ σφαιρίον κοῖλον χάλκεον, οἷόν ἐστι τὸ AB, ἐκ μὲν τοῦ κάτω μέρους | τετρυπη- μένον λεπτοῖς τρυπηματίοις συνεχέσι καϑάπερ ἠϑμός, ἐκ δὲ τοῦ ἄνω μέρους σωλῆνα ἔχον τὸν TA συντετρη- μένον αὐτῷ καὶ συνεστεγνωμένον καὶ ἔχοντα τὸ ἄνω στόμιον ἀνεῳγός. ὅταν οὖν βούληταί τις οἰνοχοεῖν, χατασχὼν τῇ μιᾷ χειρὶ τὸν IA σωλῆνα παρὰ τὸ Γ στόμιον καϑίησι τὸ σφαιρίον εἷς τὸν οἶνον, ἄχρις ἂν
7 ἴ. (καὶ ψαῦον 12 ἀρξώμεϑα ABG: ἀρξόμεϑα CPT
18 ἦϑμός Μ: ἴϑμός ἃ ut infra p. 58,2 19 τὸν bM Vind. 120: τὸ ἃ ᾿ς
2 ποιεῖν ἃ: γίνεσϑαι b 4 τούτων om. bL 5 αὐτῶν
om. bL 6—7 ποιήσωμεν (-cou- B) συμφυὲς Ὁ 8 zo aP:
τὰ BC 9 ὀρϑῶς aCP: ὀρϑὸς B, rectus L 15—16 ἔστι
. χρήσιμον om. bL 16 κοῖλον om. P χάλκεον AP:
10
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 57
Der Heber muls aber senkrecht hinuntergehen, wenn er seinen Zweck erfüllen soll. Das erreicht man, wenn man am Rande des Gefälses «ß zwei gerade Stäbe befestigt und den innern Heberschenkel so dazwischenstellt, dafs er jeden
5 Stab selbst berührt, und wenn man auf jeder Seite des innern Heberschenkels einen kleinen Pflock anbringt, der die Hölzer innen berührt und damit verbunden ist. So wird sich nämlich der Heber weder seitwärts noch vor- wärts neigen, sondern scharf lotrecht abwärts gehen,
10 vorausgesetzt, dafs die Pflöckchen zwischen den Hölzern festsitzen (Fig. 6b).
Vo.
Wir wollen jetzt die Einrichtung der praktisch Der Stechheber. brauchbaren Apparate beschreiben und dabei mit ἘΣ dem Elementaren und Einfacheren beginnen.
Es giebt eine kleine Vorrichtung zum Einschenken (bez. Schöpfen) von Wein.) Man fertigt eine kleine Hohlkugel aus Bronze an, z. B. «ß (Fig. 8), in welche unten kleine, dicht bei einander liegende, siebartige Löcher gebohrt sind, während sie oben mit der Röhre yd versehen ist.
5 Diese ist sowohl nach der Kugel als Fig. 8. nach oben offen und in sie eingelötet.
Will man nun Wein einschenken, so
falst man mit der einen Hand die Röhre yd an der Mündung y, setzt die Kugel in den Wein, bis sie ganz unter-
1). Dieser Satz fehlt in b. Ebenso Z. 28—29 die Worte An. „—.. ἡ.
ce
χάλκειον BC 17 ἐστι om. Ὁ 18 et continuis 71 ἦϑμός: κόσκινον b 22—23 παρὰ... στόμιον om. bL
58 ΗΡΩ͂ΝΟΣ AAESANAPERZ ΠΝΕΥΜΑΤΙΚΩ͂Ν A.
ὅλον κρυφϑῇ τὸ σφαιρίον᾽ καὶ ὃ μὲν oivog διὰ τοῦ ἠθμοῦ εἰσέρχεται. ὃ δ᾽ ἐντὸς ἀὴρ ἐχκρούεται καὶ ἐκ- χωρεῖ διὰ τοῦ TA σωλῆνος. ὅταν “οὖν τῷ μεγάλῳ δαχτύλῳ τις πιέσας τὸ Γ' στόμιον τοῦ σωλῆνος ἐξάρῃ τὸ σφαιρίον ἐκ τοῦ οἴνου. οὐ μὴ ῥυήσεται ὁ ἐν τῷ σφαιρίῳ οἶνος διὰ τὸ μὴ δύνασθαι εἰς τὸν «τοῦ» κενοῦ τόπον ἀέρα παρεισχριϑῆναι" ἣ γὰρ εἴσκρισις διὰ τοῦ I’ στομίου ὑπάρχει. ἥτις ἐπιπέφρακται τῷ δακτύλῳ. ὅταν οὖν βουλώμεϑα προέσϑαι τὸν οἶνον, ἀνίεμεν τὸν δάχτυλον. 6 δὲ ἀὴρ ἐμπίπτων πληροῖ τὸν κενούμενον τόπον" ἐὰν δὲ πάλιν πιέσωμεν τῷ δακτύλῳ τὴν IT ἀναπνοήν. οὐκ ἐχρυήσεται. ἄχρι ἂν πάλιν ἀνέσωμεν τῷ δακτύλῳ τὴν Γ' ἀναπνοήν. ἔξεστι δὲ καὶ εἰς ϑερ- μὴν ὕδωρ ἢ ψυχρὸν βάπτοντα πάλιν συνέχειν, εἶτα προΐεσϑαι, ὅσον ἐὰν προαιρώμεϑα., ἄχρις ἂν πᾶν τὸ ἐν τῷ σφαιρίῳ κενωϑῇ᾽ κἂν ἐπικαμπὲς δὲ γένηται τὸ
a 58, 1—60, 3 καὶ ὁ Ei and εν . χαταλαμβάνεσϑαι τὸ στόμιον --- b 58, 18—60, 22: χαὶ ὃ μὲν οἶνος διὰ τῶν τρυπημάτων εἰσελεύσεται. ὁ δ᾽ ἐντὸς ἀὴρ ἐκκρουσϑήσεται καὶ ἐκχωρήσει διὰ τοῦ ΓΖ σωλῆνος. ὅταν δὲ τῷ μεγάλῳ δακτύλῳ πιέσας τις τὸ Τ' στόμιον ἐξάρῃ: τὸ σφαιρίον ἐκ τοῦ οἴνου. οὐ ῥυήσεται ὁ ἐν τῷ σφαιρίῳ οἶνος διὰ τὸ μὴ δύ- νασϑαι εἰς τὸν τοῦ κενοῦ τόπον ἀέρα παρεισχρυϑῆναι᾽ ἡ γὰρ εἴσκρισις διὰ τοῦ I’ στομίου ὑπάρχει- ἥτις ἐπιπέφρακται τῷ δακτύλῳ. ὅταν δὲ βουληϑῇ προέσϑαι τὸν οἶνον; ἀνίησι τὸν δάκτυλον ἐκ τοῦ Γ στομίου, καὶ ὃ ἀὴρ ἐμπίπτων πλη- ροἵ τὸν κενούμενον τόπον ὃ γὰρ οἶνος ἐκρεῖ διὰ τῶν τρυπημάτων, καὶ πάλιν ἐὰν πιέσῃ τῷ δακτύλῳ τὴν Γ' ἀνα- πνοήν, σταϑήσεται ἡ δύσις τοῦ οἴνου ἀπολυϑείσης δ᾽ αὖϑις τῆς ἀναπνοῆς ἐκρυήσεται, ἄχρις ἂν πιέσῃ τῷ δακτύλῳ τὴν T ἀναπνοήν. ἔξεστι δὲ καὶ εἰς ϑεορμὸν ὕδωρ ἢ ψυχρὸν βάπτοντα συνέχειν τε καὶ πάλιν προΐεσϑαι, ὅσον ἂν προ- αἰροῖτό τις, ἄχοις ἂν πᾶν τὸ ἐν τῷ σφαιρίῳ ὑγρὸν κενωϑῇ.
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» τς τς.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 59
taucht. Dann dringt der Wein durch das Sieb!) ein, während die innere Luft verdrängt wird und durch die Röhre γδ hinausgeht. Drückt man nun mit dem Daumen ' auf die Röhrenmündung 7 und hebt die Kugel aus ‚5 dem Weine, so fliefst der in der Kugel enthaltene Wein sicher nicht aus, weil keine Luft in das Vakuum ein- treten kann. Denn die Zuführung von Luft kann nur durch die Mündung y erfolgen, allein der Eintritt ist durch den Daumen versperrt. Wollen?) wir nun den Wein 110 einschenken, so lassen wir den Finger los, die Luft strömt ein und füllt das Vakuum an. Wenn wir abermals den Finger auf das Luftloch,.y halten, so hört der Ausflufs auf, bis wir von neuem den Finger vom Luftloche y fort- nehmen. Man kann die Kugel auch in warmes oder kaltes 15 Wasser tauchen, dieses darin festhalten und dann wieder be- liebig viel auslaufen lassen, bis die ganze Flüssigkeit in der Kugel erschöpft ist. Falls das Ende der Röhre yd°) bei y
1) Nach b: “durch die Löcher’.
2) Nach b: “Will man den Wein einschenken, nimmt man den Finger von der Öffnung y fort, und die Luft dringt ein und füllt den leeren Raum an. Denn der Wein fliefst durch die Löcher ab. Drückt man von neuem mit dem Finger auf das Luftloch y, so wird der Wein aufhören zu fliefsen. Läfst man es jedoch abermals los, so wird er so lange abfliefsen, bis man den Finger (von neuem) auf das Luftloch y hält.’
3) Zusatz in b: “wie in nebenstehender Figur’. Die Worte “bei γ᾽ fehlen in b.
5 ῥυήσεται M: